Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 25 (6.7.1934)
- Date
- 1934-07-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 25 jüdische Seite 3 Laudeszentralkaiiziei des aut. orth. isr. Glaubensbekenntnisses des Bufgenlandes. Zahl 981934־. Mattersburg, am 25. Juni 1Ö&4. Kundmachung. Im Sinne eines an die Landeskanzlei ergangenen behördlichen Auftrages hat dieselbe ehestens ftir die Heranbildung geeigneter inländischer Ritualfunktionäre als Schächter und Vorbeter Sorge zu tragen. Es ergeht daher hiermit an alle jene Personen, die sich diesem Berufe zuwenden wollen, die Einladung, diese ihre Absicht der obigen Landeszentralkanzlei raschestens, längstens jedoch bis zum 31. Juli 1934, schriftlich zu meiden. Unerläßliche Vorbedingung für die Zulassung zur Heranbildung zu dem in Hede stehenden Berufe ist nebst dem Besitze der österreichischen Staatsbürgerschaft einwandfreier religiöser Lebenswandel, absolute Unbescholtenheif, körperliche Eignung, angenehme Stimme. Ferner müssen Bewerber für diesen Beruf verheiratet sein und stets dem Studium der talmudiscnen Wissenschaften obgelegen haben. Endlich müssen dieselben für die allfälligen Kosten der Ausbildung und der darauffolgenden längeren praktischen Uebung aus eigenem atifkommen, da die Landeszentralkanzlei über die nötigen Mittel zur Bestreitung derselben nicht verfügt. Für die Landeszentralkanzlei: Samuel Ehrenfeld, Oberrabbiner, Präses. v•» Woche zn Woche — Der Präsident der Lo dz er Jüdischen Gemeinde, der cigudistische Abgeordnete des polnischen Sejms, L. Minzbe r g, feierte seinen 50. Geburtstag. Dem Jubilar, der zu den führenden Persönlichkeiten des polnischen Judentums gehört, gingen aus diesem Anlaß Gliickiüünsche von den staatlichen und städtischen Behörden sowie von den j ü dis che n Körperschaften zu. — Die ״Z ei re A g udas Jisro elec in Ne 10 York gibt unter dem Titel ״A gudaw eit“ eine neue Zeitung heraus, die in jiddischer und englischer Sprache erscheint. — Auf Befehl der türkischen Militärmacht mußten mehrere hundert jüdische Familien der an den Dardanellen gelegenen ־Vororte Konstantinopels ihre Häuser unter Zurücklassung ihrer Habseligkeiten verlassen. In amtlichen Kreisen wird diese Maßnahme mit geplanten Befestigungsanlagen in dieser Region begründet. — Eine Delegation des ״J ewish Board o f D eputies“ (Vertr et erschuft der englisch-jüdischen Gemein-den) wurde vom englischen Minister für die Kolonien, Sir Philip C unlif e - List er, empfangen, mit dem sie eine längere sachliche Aussprache über eine Erh öhnng der palästinensischen Ein 10 a n d er un g s z a h l hatten. Der Minister versprach, einen Bericht über die Besprechung dem High Commissioner zugehen zu lassen. — Die zionistisch-sozialistische Arbeiterorganisation ״H ist adruth“ in Palästina protestiert in einem plakatierten Aufruf gegen die Oberrabbiner Ko o k und M e i r, die in einer Erklärung gegen [das Todesurteil im Mordprozeß Arlo sorof f Stellung genommen und an die Oeffentlichkeit appelliert haben, den zum Tode verurteilten St aw sky zu reiten. — Auf dem jüdischen Friedhof in der Rentzelstraße in H a m bürg wurden 19 Grabsteine u mgeworfen und zum Teil zerbröche n. — Im Alter von 10 ly Jahren ist der älteste Bürger Berlins, Moses S alomon, der Vater des Berliner Rabbiners Dr. Leo S al 0 m 0 n, gestorben. Der Verstorbene fungierte bis zu seinem 102. Geburtstag «ls B al- K or eh. — Die zionistisch-revisionistische Tageszeitung ״H aj a r d e n“ in J ernsale m xourde für einen Monat v e rbot e n, weil sie an dem Todesurteil im Arlosorof f-Prozeß Kritik geübt hat. — Der High Commissioner Sir Arthur W a 11 chope hat bekanntgegeben, daß von der Zwei-Millionen-Pfund- Anleihe der Palästina-Regierung k 0.0 0 0 Pfund für die Errichtung einer arabischen Handelsschule in Haifa ■und 2 0.0 0 0 Pfund für jüdische technische Schulen ausgegeben werden. — Vom 6. bis 9. August findet in Genf wieder eine K onf er enz statt, zu der die führenden jüdischen Organisationen eingeladen worden sind. Auf der Tagesordnung stehen vornehmlich Hilfsmaßnahmen für die Juden in jenen Ländern, in denen sich die jüdische Situation in letzter Zeit verschlechtert hat. Die Frage der Einberuf ung eines ״J ü di s c h e n W eit k 0 n g r e s s e s“ steht nicht auf der Tagesordnung. — Nach arabischen Meldungen wurden mehrere Gruppen Jude n, die die Grenze Palästinas überschreiten wollten, ohne Visa zu besitzen, von der Grenzwache in A s a und an der Li b an 0 11 g r en z e verhafte t. — Die Palästina- Regierung hat Pläne zur Errichtung einer großen Radio-Sen de Station in J er u s al em aus gearbeitet. Die Reichweite des Senders soll sich über alle Länder erstrecken. — In 17 e r u s al e m verschied im Alter von 82 Jahren der sepharäische Raw, Rabbi Nissim Alischer s. Z. I. Der Verstorbene gehörte zu den angesehensten Rabbinen des Heiligen Landes und sollte bereits unter der Herrschaf t der Türken O b er r abbin er von Palästina werden. — Die polnischen agudistischen Abgeordneten Rabbi Leioi n und Minzber g und der Abgeordnete Wyszlicki sprachen beim polnischen Unterrichtsminister wegen der geplanten gesetzlichen Neuregelung des Pnvatschulxoesens, die eine Gefährdung der jüdisch-religiösen Schulen bedeutet, vor. Der Minister versprach, die neue Verordnung erst in zwölf Monaten zu erlassen und in der Zwischenzeit seine besondere Aufmerksamkeit dem jüdischen Erziehungswesen zu widmen. —: Der zionistische Vizepräsident der Wiener Kultusgemeinde, Dr. Löwenherz, läßt durch die Jüdische Telegraphenagentur mitteilen, daß er sich nach New York begibt und daß er dort ״mit den maßgebenden Persönlichkeiten der amerikanischen Judensohaft in Verbindung treten wird, um mit diesen über Fragen, die die gegenwärtige Situation der Juden in Oesterreich be■* treffen, einen Meinungsaustausch zu pflegen“. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R■3-66־42־, Atelier für feine Herrengarderobe, E Heldenfeier in Eisenstadt. ln dem alten, schmalen Judengäßchen vön Eisenstadt, das bekanntlich unter dem Namen ,,Ünterberg- Eisenstadt״ eine autonome politische Gemeinde bildet, fand am Sonntag, den 24. Juni 1. J., eine erhebende Feierlichkeit statt. Die Kultusgemeinde hatte ־zusammen mit dem Bund jüdischer Frontkämpfer eine Gedenktafel für ihre im Weltkriege Gefallenen gewidmet, welche am Gemeindehause neben der Synagoge angebracht worden war. Zur feierlichen Enthüllung hatten sich außer den Gemeindemitgliedern und vielen Mitgliedern des Bundes jüdischer Frontkämpfer aus Wien auch die Spitzen der Behörden eingefunden. Man hatte Gelegenheit, den Landeshaupt־ mann des Burgenlandes, Ing. Sylvester, zu begrüßen, ferner den Kommandanten der Burgenländischen Landesschützen, Landesrat Ing. Strobel, den Sicherheitsdirektor für das Burgenland Dr. K a r v i n s k y, Vertreter des Magistrats, der Bezirkshauptmannschaft, militärische und kirchliche Würdenträger. Außerdem war eine Ehrenkompagnie mit Milftärmusik hinkommandiert worden. Vor der Enthüllung der Gedenktafel hielt Herr Oberlehrer Gero als Gruppenführer der Ortsgruppe Eisenstadt des Bundes jüdischer Frontkämpfer die Festrede. Nach der Enthüllung sprach Herr Oberrabbiner S c h 1 esinger. Beide Redner führten aus, daß die Juden zu allen Zeiten treu ihre Pflicht gegenüber dem Vaterlande erfüllt haben und die zwanzig Toten seien der Beweis dafür, daß sie auch im Weltkriege Schulter an Schulter mit ihren nichfjüdischen Kameraden gekämpft, geblutet und auch fürs Vaterland gestorben sind. Nachdem nun Herr Oberkantor Großmahn in ergreifender Weise das א ׳ט׳ ר vorgetragen hatte, bestieg der Landes 11 auptmann die Tribüne und hielt eine längere Ansprache, in der er unter anderem sagte, daß diese Feier für die ideale Gesinnnug der Juden zeuge. Die Juden müssen als wertvolle Mitglieder des Staates betrachtet werden. In ähnlichem Sinne sprach nach dem Landeshauptmann noch Landesrat Strobel und andere nichtjüdische Persönlichkeiten. Zum Schlüsse wurden noch von jüdischer Seite Loyalitätserklärungen abgegeben, worauf zum Abschluß der Feier ein Knabenchor die Nationalhymne anstimmte. üuimiiümiiimiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiKmuiiiiiiiiiuiuiiiiiii Untermenschen. Was längst kein Geheimnis mehr war, ist öffentlich geworden. Eine Bande vertierter ׳Sadisten, die auf harmlose Menschen losgelassen wurde, hat in Deutschland an der Macht partizipiert und ist nun endlich von ihrem Schicksal erreicht worden. Was da offenbar wurde, ist so ungeheuerlich, daß man sich nur wundern muß, daß nicht die ganze Kulturwelt wild auf schreit. Die Details zu wiederholen, ist zu widerlich und auch gar nicht der Mühe wert. Aber für den Kulturhistoriker sei festgehalten: Der Stabschef eines Reiches, der als erster den schmähliehen Mut gehabt hat, Menschen, deren Sittlichkeit türmhoch über diesen tollen Banditen stand, als Untermenschen zu bezeichnen, ist beteiligt an einem umstürzlerischen Unternehmen und wird wenige Stunden vorher, seinen tierischen Leidenschaften frönend, aufgefunden. Und dieser Unmensch hat wenige ,Stunden vorher noch über Tod und Leben, über Freiheit und ewige Finsternis, über Eigentum und Familie von ungezählten Menschen verfügt. Mag nun kommen, was da will. Für sittlich denkende Menschen ist die Sache heute klar. Wir sind weitab davon, Schadenfreude zu erleben. Aber unsere Lebensauffassung, die fundiert ist auf dem Gedanken vergeltender g-ttlicher Gerechtigkeit, hat sich wieder bewährt, und wenn auch die Mühlen der Gerechtigkeit langsam mahlen, so ist uns um die Zukunft und den weiteren Verlauf der Dinge nicht bange. Allen Bedrängten und Getretenen gilt unser altes Trostwort von neuem zur Parole: ״Siehe, es schläft nicht und es schlummert nicht der Hüter Israel s.“ Pallenberg, Stricker und der Schabbos. Die Majestät des Todes, vor der wir als religiöse und gesittete Menschen ehrfürchtig zurücktreten, hindert uns, die Sache so zu behandeln, wie sie eigentlich behandelt gehört. Die Majestät der Wahrheit aber, der wir als glaubenstreue Menschen immer und überall die Reverenz bezeigen, verpflichtet uns, sachlich und nüchtern und nicht, wie es verlockend wäre, satirisch zu sprechen. In seinem Organ ״N e u e Welt“ empört sioh Herr Stricker an leitender Stelle der jüngsten Nummer darüber, daß der so tragisch aus dem Leben geschiedene Pällenberg am Schabbos der vergangenen Woche verbrannt wurde. Im Untertitel spricht er von ״Leichen- Schändung und Provokation“. Ja, was den Pallenberg anbelangt, so ist er der irdischen Kritik heute durch sein tragisches Geschick entzogen. Die Auseinandersetzung mit seiner nichtjüdischen Gattin überlassen wir der ״Neuen Welt“. Aber Herr Stricker als Anwalt des Schabbos, das ist schon zum Teil auch unsere Sache. Da gehört doch wirklich schon ein starkes Stück dazu. Herr Stricker regt sich über den Chilul Schabbos im Wiener Krematorium auf. Bei den Toten, da muß Schabbos gehalten werden. Wir verzichten darauf. Wenn dem lebenden Pallenberg ob seiner jüdischnationalen Einstellung der Chilul Schabbos von Herrn Stricker verziehen wird, so wollen wir mit dem toten Pallenberg und seiner für das Judentum geistig abgestorbenen Umgebung nicht rechten. Aber gegen die Zwiespältigkeit der Herren Stricker und Konsorten, die im Leben nichts vom Schabbos und seiner Heiligung wissen und sich nur bei anderen, wenn auch Gestorbenen, des Schabbos erinnern, kann nicht oft genug polemisiert werden. Wohlan, ihr Herren! Ist euch der Schabbos noch etwas mehr, als ein leeres Politikum, habt ihr noch eine Ahnung von der Heiligkeit des Schabbos, so zeigt dies im Leben. Der Schabbos gehört ins jüdische Leben und nicht auf den Friedhof. Autounfälle auf Straßen. Die Unfälle durch Kraftfahrzeuge auf öffentlichen Straßen mehren sich. Der schlecht ausgebildete Kraftfahrzeug-Führer gefährdet die öffentliche Sicherheit, weshalb es nicht gleichgültig ist, wo und wie der künftige Kraftfahrzeugführer ausgebildet wird, Eine gute und den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Ausbildung ist nur in einer gut geführten Fahrschule mit modernsten Fahrhehelfen und guten Lehrern möglich. Diese Eigenschaften und überdies ein einzigartiges mit Kraftstrom betriebenes, am Stand im Lehrsaal laufendes Lehrchassis besitzen die renommierten und erfolgreich arbeitenden Neudegger Autompbil- und Motorrad-Fahrschuien, Wien, VIH״ Neudeggergasse 18 (Ecke Lerchenfelderstraße 18), Tel. B-46-5-72 und Inzersdorf (Niederösterreich). Nur al!) wenig ODOLvZahnpasta auf die 0 D Ö L * 2ahnbüfsfe׳ damit di© Zähne bürsten ־— beim Oberkiefer von oben nach unfern, beim Unterkiefer von unfen nach oben —nun die Rückseife der Zähne (weil dorf die Speiseresfe am meisten haften bleiben), und Schließlich den Mund mit O d 01 - Mundwasser spülen, so halfen Sie Ihre Zähne sauber so erhallen Sie Ihre Zähne gesund! Zu den Verhältnissen in der Badener Kultusgemeinde. Angesichts der in Umlauf gesetzten Gerüchte teilt der Vorstand der Adas Jisroel mit, daß die Adas Jisroel, ihren Grundsätzen getreu, niemals in innere Verhältnisse anderer Gemeinden oder Körperschaften einen Einfluß zu nehmen, auch niemals und in keiner Form in die bekannten Streitigkeiten in der Badener isr. Kultusgemeinde sich einzumischen versucht hat und auch niemals zu versuchen bloß beabsichtigt. Sie hat niemals und in keiner Form für oder gegen einen der Streitteile Stellung genommen. Auch an dem letzten Wahlkampf war die Adas Jisroel in keiner Weise interessiert und hat demgemäß in keiner Weise denselben zu beeinflussen versucht. Schulschlußfeier und Verhören ln der Talmud Thorn ״Emunas Aves“, Storchengasse, Wie schön war es zu sehen und zu hören, daß in einem Bezirk, in dem man überhaupt kein jüdisches Leben mehr glaubte, eine Taimud-Thora mit über 100 Kindern, denen echt jüdisches Wissen eingeprägt wird, gedeiht und blüht. Diese Talmud-Thora wird mit großer Mühe und aufopferungsvoller Arbeit vom Vereine ״Emunas Aves“ in der S t o r c h e n g a s s e erhalten und von den her währten bekannten Leiter Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Wn i ß und Lehrer Schwarz geführt. Letzten Sonntag bei dem stat.tgefundenen Verhören konnte man hören, wie die Kinder verschiedener Abteilungen, angefangen von א־ב sowie הומש. דך. תפילה und דיניה und לודק klangvoll aufsagten und die au sie gestellten Fragen zur vollsten Zufriedenheit beantworteten. Nach dem Verhören hielt Herr Rabbiner Wei ß eine kurze Ansprache, in der er darlegte, daß nur durch das Thoraiernen die Kinder zu echten Jehudim heranwachsen können und forderte die Eltern auf, bei Beginn des neuen Schuljahres die Kinder weiterhin recht, zahlreich in die Talmud-Thora zu schicken. Zum Schluß dankte ein Schüler den Führern und dem Verein für das ihnen beigebrachte Thorawissen. Die Kinder erhielten für das fleißige Lernen echt jüdische Bücher zum Geschenk. PersonalnacHirict&ten. Sr. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Jesaja Fürst, begibt sich in den nächsten Tagen zur Erholung für einige Zeit auf den Semmering. Bris-Milah. Mittwoch, den 21. Tamus. fand der Bris des Sohnes des Herrn David Irit.zer und Frau, geh. Unsdorfer statt. Tschechoslowakei. HnHMnanrannnnaaHunBsraHBi Vor der Rabbiner wähl in Trnava. Die heuer,neugewählte Gemeindeleitung, die die Be- Setzung der Vakanten Rabbinerstelle als die wichtigste Aufgabe ansieht, hat nach längeren Beratungen hei der am 17. Tamus abgehaltenen Sitzung beschlossen, die Herren Oberrabbiner Straß'er, Sala n. Vahom und Herrn Rabb. cand. M. B. Weiß man dl — der ein Trnavaer Kind ist — für diese Stelle zu kandidieren. Laut Gemeindestatut haben 30 Mitglieder das Recht, die Aufstellung eines Kandidaten zu verlangen. Die Wahlen dürften in Kürze ausgeschrieben werden. Die Oeffentlichkeit sieht der baldigen Lösung der Rabbinerfrage mit großem Interesse entgegen. Wie wir von anderer Seite erfahren, hat. eine Gruppe Gemeindemitglieder beschlossen, Rabbiner Mathes Reichenberger, den Sohn des lange Jahre in Trnava tätig gewesenen Rabbiners Reichenberger, zu kandidieren. Jakob Schön זצ״ל Uh• Brod. Jakob Schön, der Alterspräsident, Führer und Kämpfer für die חזדק ur> ci für die Orthodoxie in Ung.-Brod hat Donnerstag nachts, den 9. Tamus, im 75. Lebensjahre seine lautere Seele ausgehaucht. Seine Persönlichkeit, seine Liebe und Güte zum Nebenmenschen zu schildern, ist unmöglich. Er war ein Mensch טובתי ביל מעלות ומדות gekrönt mit den schönsten Tugenden und Vor- Zügen, welche sich ein Sterblicher wünschen kann. Bereits in seiner frühesten Jugend wurde ihm eine große Zukunft prophezeit, er wählt jedoch den kaufmännischen Beruf. Sein universelles Wissen benützte er, um durch Ansprachen, die mit erhabenen מוסר־ -Gedanken verflochten waren, seine Zuhörer, welche mit Liebe zu ihm emporblickten, zu erquicken. Er gedachte immer des Kampfes vor 62 Jahren, als die Reform auch in dieser Gemeinde Wurzel faßte und die alte Tradition beiseite geschoben wurde und ein kleines Häuflein unerschrockener יראים den Kampf aufnahm. Er als Augenzeuge, als Mitkämpfer, spornte mit feurigen Worten zur Bekämpfung der Reform, zur Erhaltung der ,Tradition unserer heiligen .ח ורד an. Wirtschaftlichkeit ist das Schlagwort für jede moderne Hausfrau. Die jetzt niedrigen Obstpreise müssen ausgenützt werden, um für den Winter mit billigem Hum* poti und Marmeladen eingedeckt zu sein, Aber nur, wenn das Eingesottene nicht anJäuft und schimmlig wird, haben wir tatsächlichen Nutzen. Das Verderben aber verhindert sicher Dr, Oetkers Einsiedehilfe. Eine Anzahl erprobter Rezepte und praktische Winke enthält das Einsiederezept* büchlein, das Sie gratis bei Ihrem Kaufmann erhalten oder auch portofrei von Dr. A. Oetker, Brünn, Rossitzergasse 2•