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Jüdische Presse · 1934-07-06 · 25 (6.7.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
25 (6.7.1934)
Date
1934-07-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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fidle i jüdische messe m. 25 En* dachte daran, auch in Mähren autonome orthodoxe Gemeinden zu errichten, leider ist ihm dien eher nicht geglückt. Sein Leben war gewidmet dem Judentum, für welches er bis aum letzten Atemzug kämpfte, ביתו מתוח לרותת sein Maus war im vollsten Sinne des Wortes für jederman geöffnet, mit offenen Armen wurde man von ihm und seinen Kindern, welche er in echt jüdischem Geiste erzog, empfangen und bewirtet, er wußte für jeden ein *Trostwort, erteilte Ratschläge für Arme und Bedrückte, welche in ihm wahrlich ihren Vater verloren haben. חנצב׳ה Der Gemeindestreit in Berehovo. Wie die ״jüdische Presse״ seinerzeit berichtet hat, hat eine kleine Gruppe von Gemeindemitgliedem gegen die vor vier Jahren erfolgte Wahl Sr. Ehrwürden des Merrh Rabbiner S. Hirsch zum Oberrabbiner der Orthodoxen Gemeinde beim Landesamt und beim Kultusministerium Protest eingelegt. Oberrabbiner Hirsch, der ein Schwiegersohn des verewigten Rabbi Schlomoh Sofer זציל ist, wurde seinerzeit mit einer Majorität von 83 Prozent (642 Stimmen) gewählt. Die Streitigkeiten in der Gemeinde gingen so weit, daß eine kleinere Gruppe von meist fortschrittlicheren Gemeindemitgliedern daranging, sich in einer eigenen Neologen-Gemeinde zusammenzuschließen. Wie nuns nun berichtet wird, ist vom Verwaltungsgerichtshof in Prag unter Zahl 11.676/34 und 11.677/34 am 6., resp. am 30. Juni eine Entscheidung gefällt worden, nach der die Wahl des Oberrabbiners und der Gemeindevorstehung rechtskräftig ist. Hoffentlich werden jetzt die Streitigkeiten in der Gemeinde endgiltig liquidiert werden. י Die Gemeindewahlen in Humenne. Zu dem in Nummer 23 unseres Blattes veröffentlichten Bericht über die Gemeindewahlen in Humennö erhalten wir von der dortigen Gemeindeleitung folgende Erklärung: Einige Herren, die sich als Jereim ausgeben, versuchen seit nahezu zwei Jahren die Ruhe unserer altehr־ würdigen Gemeinde zu stören; da sie jedoch ohne jeden Anhang sind — bei den Wahlen haben sie bloß 19 Stirnmen aufgebracht —, versuchen sie, durch die Presse an ihr Ziel zu gelangen. Auch gegen die vorjährigen Wahlen haben diese Herren bei der Landeskanzlei Protest eingelegt. Die daraufhin •zur Erhebung des Sachverhaltes entsandten Herren haben festgestellt, daß die erhobenen Einwände keinerlei Grundlage haben, was diesen Herren natürlich Anlaß bot, die Vertreter der Landeskanzlei in den Zeitungen anzugreifen. Bei den heurigen Wahlen war Herr Lazar Fuchs aus Michalovce als Kommissär der Landeskanzlei anwesend und konnte sich von der korrekten Durchführung der Wahl überzeugen. Auch die Behauptung, daß die Wahlen Anlaß zu Kämpfen gaben, ist unrichtig, denn unsere Statuten sehen nur vor, daß Mitglieder, die sich in Schrift, Wort oder Tat gegen die im Schulchan- Aruch kodifizierten Religionsgesetze öffentliche vergehen oder deren Gültigkeit öffentlich ableugnen, ihr passives Wahlrecht verlieren, aber keineswegs das aktive. Bezeichnend für die ״Jereim“ ist, daß sie bei den letzten Wahlen für die Präsidentenstelle einen Kandidaten äufstellten, der keine rituelle Küche führt. Der an das Rabbinerkomitee gerichtete Aufruf enthält vollständig unrichtige Behauptungen. Wir erwarten, daß das ehrwürdige Rabbinerkomitee und die Landeskanzei diese Tendenz durchblicken und entsprechend beachten werden. Es ist uns besondere Genugtuung, berichten zu können, daß unsere altehrwürdige Gemeinde, vom religiösen Standpunkt betrachtet, in fortschreitendm Aufstieg begriffen ist. Agudavortrag in Medzilaborce. Die hiesige Agudas-Jisroel-Jugendgruppe hatte den vergangenen Schabbos zu Gast eines ihrer mitgründenden Mitglieder, Landesausschußmitglied der A. J. J. O., Herrn Moses K o h n, der sich zur Zeit in der ״Machne Olim" zu Malä Veska zur landwirtschaftlichen Ausbildung aufhält. Auf Verlangen der hiesigen Jugendgruppe hielt Herr Moses Kohn einen Vortrag, der der Stellung der Agudas- Jisroel zur EreznJisroel, der ״Machne Olim“ und allen mit diesem im Zusammenhang stehenden Fragen gewidmet war. In seinem fast zweistündigen Referate, das sich einer großen Zuhörerschaft erfreute, beleuchtete der Redner die Stellung der Agudas .Tisroel zu Erez Jisroel und legte die grundlegenden Unterschiede zwischen der Anschauung der Agudas Jisroel und jener der anderen Organisationen dar. Uebergehend zu ״Machne Olim“ schilderte Herr M. Kohn bis auf alle Einzelheiten das brüderliche Zusammenleben der Chawerim in der ״Machne“ und schloß seinen Vortrag mit einem dringenden Appell an die hiesige Gruppe, der ״Machne Olim“, die wegen Geldmangels auch manche Entbehrungen durchleben muß, eine tatkräftige Geldunterstützung zu gewähren. Dem Referate, das bei den Anwesenden den größten Beifall gefunden hat, schloß sich eine kurze Debatte an,, in welcher es zu einmütigem Beschluß kam, für die ״Machne“ eine Sammelaktion durchzuführen. BEKIZZUR... — Auf Initiative des agilen Jugendgruppen-Inspelctors, Herrn H ö n i g, wurde in Koäice die Reorganisierung der Jugendgruppe durchgeführt. Die Neuwahl der Leitung brachte folgendes Ergebnis: Präsident: Aron Hochhäuser; Vizepräsident: Mayer Amsel; Kassier: Mayer Zsupnik; Kontrollor: Israel Liebmann; Gabbe: Moses Uhr, und zehn Repräsentanz-Mitglieder. Die neue Leitung verspricht die Interessen der Koäicer Jugend besonders aktiv zu vertreten. — Am vergangenen!Schabbos hielt der mit großer Majorität gewählte Vereinsrabbiner der Chewra תמימי דרך in Bratislava seine Antrittsrede. Das überaus zahlreich erschienene Publikum bekam eine durch Originalität der Gedankengänge ausgezeichnete Rede zu Gehör. Der Verein, der seit dem allzu frühen Hinscheiden des Modraer Raws verwaist war, dürfte nun durch die glückliehe Wahl wieder zu seiner früheren geistigen Höhe emporgehoben werden. — Oberrabbiner J. W. Goldmann in Medzilaborce hielt am vergangenen Schabbos eine Aufsehen erregende Mussardroschoh, in der er die jüdische Bevölkerung Zu Einkehr ermahnte und sie aufforderte, unjüdische Vergnügungen, insbesondere das neueröffnete Strandbad zu meiden. Die Rede hinterließ einen überaus nachhaltigen Eindruck. — Der Schulschluß des ersten tlnterrlchtsjahreg der Trtt&vaer Beth-Jakob-Schule wurde besonders festlich hegangen. Den Höhepunkt der Feier bildeten die schönen und eindrucksvollen Ansprachen der Lehrerinnen Fräulein Erna Frei und Lenke Weingarten, von den Schülerinnen Frl. Rathi Leuchter und R. Ha 11 e. Für das Mädchenkomitee sprach Frl. Sari Fürst. Das erfreuliche Ergebnis des ersten Schuljahres berechtigt zur Hoffnung, daß diese für die hiesige orthodoxe Mädchenerziehung heute ganz unentbehrliche Institution,, um deren Bestand sich Frau Josef Fürst besonders Verdient gemacht hat, auch weiter erhalten bleiben wird. — In Michalowcze ist der Roschbesdin R. Mosche Grünberger זצ*ל gestorben. Er wurde unter allgemeiner Beteiligung zu Grabe getragen. In Chust hielten 283 Gemeindemitglieder im Beshamidrosch Azei Chajim eine Versammlung über die Rabbinerfrage ab, bei der eine Ueberprüfung des Munkäeser Psaks gefordert wurde. Es wurde beschlossen, den Üzhoroder Roschbesdin zum Dinthora vorzuladen und gegen die Abhaltung der Oberrabbinerwahl zu protestieren. — In Roswigow hat eine Verordnung des Landesamtes den Status quo ante in der Kehillah-Angelegenheit bis zur Beschlußfassung seitens des Schiedsgerichtes hergestellt. Jugoslawien■ — Synagogeneinweihung. Die zu dem Verband der nichtorthodoxen Gemeinden gehörende Kultusgemeinde Debeljaöa feierte am jüngsten Mittwoch die Einweihung ihrer neuerbauten Synagoge. Das Ansehen der Feier wurde sehr gehoben durch die Anwesenheit des Ehrw. Grandrabbiners Dr. I. Alkalay aus Beograd, der eine sehr inhaltsreiche Festrede hielt. Bemerkenswert ist, daß die Synagoge nach Vorschrift des Schulchan Aruch, also nach orthodoxem Ritus, eingerichtet ist. Möge nun diese Gemeinde auch einen echt jüdischen, orthodoxen Geist in ihrer Mitte herrschen lassen! — Chinuch Sefer Thora. Herr Daniel Guttmann aus Bajmok ließ ein neues Sefer Thora schreiben, das er am jüngsten Sonntag einweihen ließ. Die Festrede hielt Herr Oberrabbiner Dr. Simon Guttmann-Sombor. Es sprachen noch geistreiche Diwre-Thora Herr Samuel Ehrmann, Subotica, und Herr Heinrich Frischmann, Redakteur, aus Satumare. — 8 Zertifikate für die Aguda in Jugoslawien. Bei der jüngsten Verteilung der Zertifikate erhielt die jugoslawische Landesorganisation der Agudas Jisroel 8 Zertifikate. 3 hievon sind den Muchschorim aus Deutschland, 4 den Muchschorim aus Jugoslawien und 1 einem Handwerker zugedacht. Es wäre jetzt sehr wünschenswert, ja sogar erforderlich, daß die zuständige Stelle neue Muchschorim aufnehmen soll, damit bei der nächsten Verteilung neue, entsprechend ausgebildete Chaluzim zur Alija nach Erez Jisroel vorbereitet seien. — Errichtung einer Jeschiwoh-Ketano. Aus Zagreb wird uns gemeldet: Unsere kleine Gemeinde ist in der letzten Zeit wieder um eine Institution reicher geworden. Der hiesige Talmud-Thora-Ver ein, der erst seit einem Jahre besteht und bereits auf eine segensreiche Tätigkeit zurückblicken kann, hat angesichts dessen, daß in unserem Lande keine Fortbildungsmöglichkeit für die der Talmud Thora entwachsenen Kinder besteht (In Subotica besteht seit Jahren eine mustergültige Jeschiwoh-Ketano! Die Red.), eine Jeschiwo-Ketano gegründet. Zur Leitung derselben hat der Verein Herrn Rabbiner David Jungreisz aus KeZmarok berufen und sein Wirken hat bereits in ganz kurzer Zeit schöne Früchte gezeitigt. Auf Ansuchen des Vorstandes des Talmud-Thora-Vereines hat die Aguda- Jugendgruppe . bereitwilligst ein geräumiges Lokal der Jeschiwo-Ketano zur Verfügung gestellt. Wir wünschen dem Verein auf diesem Wege weitere Erfolge leharomass keren hathora. — Vortragsserie des Herrn Unger-Chemnitz. Die orthodoxen Gemeinden Jugoslawiens hatten in den jüngsten Wochen die Gelegenheit, Herrn Jeschajahu Ungar aus Chemnitz, der dort jahrelang an der Spitze der jüdischen Bewegung stand, als ihren Gast zu begrüßen und aus seinem Munde von echt jüdischem Geiste getragene und sehr gediegene Vorträge zu hören. Insbesondere erntete er ungeteilten Beifall in Subotica und Senta, wo er mehrmals spi’echen mußte. BADE- UND KURORTE HSH »♦♦♦♦♦»»»•»♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦♦♦•♦♦»♦»♦»•♦♦מ« Streng 1200 כשר Meter Q? Seefeld/ Tirol Einzigartiger Höhenkurort, intensivste Höhensonne, Wassersport. Pension Geschwister Scbeer im Hotel Hochalm. Bekannt erstklassige Verpflegung, mäßige Preise. Fahrpreisermäßigung. Orthodoxe PENSION <äQLDBER<2 streng כשר lad Aussee Qf Einzige orthodoxe כשר Pension im Salzkammergut. Schöne Zimmer mit Balkon, großer Garten, Staubfreie Lage, yis-ä-vis vom Kurpark. Solbad. Gute Küche. Pension in der Vor- und Nachsaison von S 8.50, Hochsaison von S 10.— an. 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Juli Adas Jisroel (Schiffschul). Gebetstunden in der Zeit vom 23. Tamus bis 1. Aw 5694. Freitag, 23. Tamus, Mincha 7.30 Uhr, ש־ק פ׳ פנחס Morgengebet 6.15 und 8.30 Uhr, 3,30 פרקי אבות Uhr, 4 מנחה Uhr, 8.50 טוצש*ק Uhr, An Wochentagen 5-15 השכמה Uhr, Morgengebet 6 Uhr, Mincha 7.30 Uhr. 7 יום כפור קטן Uhr.!ZU Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türk! (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, H., Malzgasse 12 a. —י Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien, H., Franz* Hochedlinger-Gasse 2. — Druck: Druckerei* und Verlags-A.-G. Jg. Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 68־.

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