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Jüdische Presse · 1934-05-11 · 18 (11.5.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
18 (11.5.1934)
Date
1934-05-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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■1*1■.— JÜDISCHE flltSSE m 1$ trete« und die ״Jüdische Presse‘* Zu verhöhnen, ist seine Seche. Die von ihm gebrauchten :Ausdrücke, faiii«:נו«־r auf ihn seihst znfüofc und die Ge* schiebt# wifd beeisen, wer ei« ״Auswurf“ ist. Wir sind nicht befugt, für Mefrn Prof. ElSler, dem allseits geschätzten ühd anerkannte« objektiven Führer« die Feder zu führen. Eines aber steht fest» wenn Merr Prof■. Eisler nach wie w die ״Jüdische Presse“ und nicht etwa die ,»Stimme“ als sein Sßrachorgan betrachtet, so vor allem deswegen, Weil es seinem Reinlichkeitsempfinden Widerstrebt» sich in die Gesellschaft des Herrn Dok•* Der Religionsinspektor. Vor etwa zwei Jahren ging in einer jüdischen Körperschaft außerhalb Oesterreichs — das Abendgespräch um die Erziehung der Jugend. Vielleicht, daß jemand schon die Notwendigkeit des religiösen Elementes betont hatte — genüg, einer stand auf, um gegen diese Ansicht geharnischt Stellung zu nehmen. Es genüge die Pflege deä nationalen Bewußtseins mit seinen historischen und gegenwärtigen Ausblicken und der Moral, die sich aus einer solchen Grundlage von selbst ergebe. Und er für seinen Teil habe aus dieser seiner Meinung auch schon die letzte Konsequenz gezogen: seine beiden Kinder besuchten nicht mehr den Religionsunterricht der Mittelschule, der, so wie er ausgeübt werde, ohnedies eher geeignet sei, das religiöse Wissen herabzusetzen und das religiöse Gefühl schon im Keime zu zerstören. Ich habe ihm geantwortet: Sein Gedankengang sei der Gedankengang jener vielen, denen die religiöse Ent- Wicklung ihrer Kinder von vornherein recht gleichgültig sei. Denn sonst würden sie bei der ersten Schwierigkeit, die sich zeigt, nicht sofort Stellung nehmen — nicht etwa gegen die Ursache des Uebelstandes und gegen die Schuldigen — sondern gegen die Religion. Ist der Religionsunterricht schlecht, dann müsse man ihn so lange verbessern, bis er gut geworden sei, nicht aber ihn den Kindern einfach wegnehmen. Und dazu habe ein jüdischer Vater überhaupt kein Recht. Dieser Standpunkt will kurz begründet sein. Ich spreche dabei nicht von der Gruppe altgläubiger Juden, ich spreche von allen positiv eingestellten Juden. Sie werden mir gewiß recht geben, wenn ich sage: Unser höheres, ewiges Dasein beruht auf der Summe unserer idealen Güter oder, anders ausgedrückt,' auf der Idee des Judentums, die alle edlen! Kräfte unserer Gemeinschaft enthält. Diese Idee führt eine objektive Existenz. Sie besteht unabhängig von uns,, sie war vor uns und sie wird nach uns sein. Natürlich können wir in diese Idee irgendwie eingreifen und es kann uns gelingen, sie an irgendeinem ״Die Lage der Juden Difficile est, satiram non scribere. Es ist schwer, eine Satire nicht zu schreiben. Da wird eine Versammlung mit dem sehr aktuellen Thema ״D ie Lage der Juden“ einberufen, was gewiß einem stark empfundenen Bedürfnis entspringt. ׳Man wundert sich bloß, daß die Referenten nicht angekündigt werden; doch wandelt sich dies Wundern, als der Erste beginnt, in restloses Verstehen. Aber so weit sind wir noch gar nicht. Vor allem wirkt die Ordner truppe befremdend. Hatte man doch, da die Versammlung von einer Reihe von Klausen einberufen worden war, erwartet, es werden Bachurim den Ordnerdienst versehen, während, man an ihrer Stelle Mitglieder des Brith-Herzl vorfand. Mit geschäftiger , Beflissenheit tummeln sie sich umher, den bärtigen Juden mit Pejes höflich entgegenkommend, ungefähr so, wie die ׳Einheimischen unserer Alpen 1 ander zur Fremdenverkehrssaison den ״pöli sehen“ Sommergästen gegenüber. ׳Es ist unverkennbar! Hier waltet die Hand eines Göbbels en miniature. Frauen ist der Eintritt verwehrt. Die haben hier nichts zu suchen, seitdem sie das passive Wahlrecht in die Kultusstube besitzen. Hutlosigkeit ist verboten! Darauf wird gar mancher ״Orthodoxe“, der nie im Leben von Derartigem gehört, energisch aufmerksam gemacht und bald ist ein findiger Kopf mit einem Taschentuch, dessen Enden mit Knoten versehen werden, bedeckt. Ein Beispiel, das sich zahlreicher Nachahmung erfreut. Hierauf wird Maariw gedawent. Die Ordner stehen stramm, als würde die Hatilcwah gesungen und lauschen den ungewohnten Lauten. Nun wird zur Tagesordnung geschritten: ״Die Lage der Juden“ ist doch wahrlich ein brennendes Problem! Die große Estrade bietet jetzt einen imposanten Anblick: Eng beieinander sitzen ehrwürdige Gestalten, die Seelenhirten des jüdischen Wien. ׳Wie ein Mann sind sie gekommen, um an ׳der Kundgebung teilzunehmen, von heiligem Eifer und — Subventionen getrieben. Wie sagte doch jener antike Mazedonierkönig: ״Keine Mauer ist so hoch, daß sie ein mit Gold beladener Esel nicht besteigen könnte.“ Keine Estrade ist so hoch, daß sie ein subventionierter Raw nicht ׳bestiege. Ja selbst ein von der Kultusgemeinde mit Zuschüssen bedachter. B i e r t i s ch war droben ׳durch seinen Obmann vertreten. (׳Seine Mitglieder erwiderten die ׳Schalomgrüße der Ordner empört mit ״L'chajim!“) Purim Ende Ijar! Die Rabbonim sitzen auf dem Ehrenplatz und die Präsidenten ׳der Kultusgemeinde unten im Parkett. Doch haben jene das Unnatürliche der Situation empfunden, und als die zwei Herren den Saal betraten, ׳da erhoben sie sich, wie es der ״Kowod-Hathora“ befiehlt. Werden sie sich am Schabbos bei den Worten Haschems בי עבדי הם וכד, לא ימכרו ממכרת עבד dieses Dienstagabends erinnern? Der Eine jedenfalls bestimmt nicht, der in hohem Daitsch die alte Auslegung des Wörtchens צבור in צדיקים, בינונים ורשעים nicht mehr gelten läßt und es 1ציונים׳ בעלי בתיםורמונים(ישראל כרמון liest. (Für nächstens sei schon jetzt ׳der Vorschlag angemeldet, das Zibur in Zionim, Bier und Rabbonim zu zerlegen.) Sein Nachredner, der Vertreter des Misrachi, erklärt, das jüdische Volk könnte in Palästina der Welt noch mehr schenken als die Thora: Versöhnung, Friede, Glück und darum ist er — gegen die Trennungsorthodoxen! - Ist es Parteiherrschaft, fragt er, wenn die Kultusgemeinde Geld nach Palästina schickt, wo es unter anderem, was er nicht sagt, den marxistischen Kwuzoth zugute kommt? Ist es Parteiherrschaft, fragt er, wenn die Kultusgemeinde Bibelschulen erhält, in die sie, was er nicht sagt, ihre Leute und nur diese einsetzt? Und •der Raw, der nach ihm spricht, erklärt gar feier״ lieh, daß das Rabbinat in religiösen Angelegenheiten frei schalte und walte, wenn auch, was er nicht sagt, in jpunkto Wahlrecht und Lautsprecheranlage tor Löwenhefz zu begeben. Wir lassen uns selbstverständlieh nicht dazu verleiten, auf die allgemeinen Phrasen oder auf die beWußt vorgebrachten Fälschungen einzü* gehen, weil wir die Absicht dieser Herren, den Kampf auf ein N e ■b e n g e 1 e i s e abzusehleben, klar durchschauen. Wir werden unbeirrt den Kampf, den uns unser jüdisches Gewissen und unsere religiösen Führer diktieren, den Kampf für die religiöse Erneuerung der Wiener jüdisehen Gemeinde, bis zum endgültigen Siege weiterführen. Di# Betrachtung über die Versammlung selbst glaubten Wir am besten ״Unter den Strich*‘ setzen zu sollen. Punkte, wenigstens zeitweilig, zu schwächen. Aber wem zu Nutzen, wem zu Gefallen? Doch nicht uns selbst, die die jüdische Idealität nach allen Seiten vollkommen bewahrt wünschen und in solcher Vollkommenheit unseren Kindern übermitteln müßten! Nein, auch der Jude, der sich freisinnig nennt, wird, sofern er ernsthaft Jude ist, die Idee des Judentums in ihrem ganzen, lebensvollen Reichtum, also auch in ihrem religiösen Gehalt, der Jugend so lange zuführen wollen, bis die Jugend reif geworden ist, um aus der Schönen Summe dieser Güter ihr eigenes Bekenntnis zu formen. Und eben das scheint mir ein Grundsatz, von dem bei der jetzt fälligen Reorganisation des Religionsunterrichtes in Wien ausgegangen werden müßte. Ich kenne nicht die Bibel- und Talmudschulen der Kultusgemeinde, aber ich will gerne hoffen, daß sie in bester Blüte stehen, in gleichem Schritt und reinem Einvernehmen mit den Sprachschulen, von denen ich den lebendigsten Eindruck empfangen habe. Aber für das Problem in seinem ganzen Umfang wichtiger scheint mir der Pflichtunterricht an den niederen und Mittelschulen. Denn diesem kann nach den Gesetzen unseres Staates kein Kind sich entziehen und er ist in der Mehrzahl der Fälle der einzige Religionsunterricht, den das Kind bis zum vierzehnten und achtzehnten Lebensjahre erhält. Von ihm wird man ausgehen müssen, auch bei der Lösung jener Frage, mit der für Jahrzehnte die religiöse, also die umfassendste jüdische Erziehung unserer Jugend entschieden wird: bei der Bestellung des neuen Religionsinspektors. Bei den Bibel- und Sprachschulen wird der neue Mann ein leichtes Spiel haben. Denn sie sind ja aus dem guten Willen der Gemeinde und der Vereine entstanden. Hier braucht es nur auch seinerseits guten Willen, um vorwärtszukommen. Für den Pflichtunterricht braucht er mehr. Man weiß ja, wie ruinös es damit bestellt ist. Der Mann, der hier endlich von Grund aus Wandel schaffen wollte, müßte ein Mann von reiner und strenger, leidenschaftlicher Gläubigkeit sein, ein Mann von überdie Frauenrechtlerinnen, bezw. die Installationsfirma ausschlaggebend war. Der bereits erwähnte Obmann des Biertisches versetzt durch Rhetorik und Sachlichkeit in Staunen. Er weiß, die Sache richtig anzupacken, wenn er feststellt, daß im Falle der Uebernähme (!) der Kultusgemeinde durch die Orthodoxen alle Rabbiner in vier Wochen entlassen werden. Er weiß ״alle" Klausen hinter sich, auch die, die den Aufruf nicht unterzeichnet haben und wahrscheinlich auch solche, die — dagegen waren. Dann ergreift — nach der politischen Einlage eines Chason ohne ך מענה לשון— der Präsident der Kultusgemeinde das Wort. Er meint, die Kultusgemeinde sei in den letzten Jahren ״jüdischer“ geworden, man verstehe jetzt nämlich in der .Seitenstettengasse die Ostjuden in ihrer Sprache. Auch versichert er, daß jedermann im Auditorium, wenn er in Not gerate, bei ihm eine offene Türe finde. Das anscheinend abergläubische Publikum zollte diesen Worten nur zögernd Beifall. Der Vize- Präsident der Kultusgemeinde hielt schließlich den Trennungsorthodoxen vor, daß in den fünf Büchern Mosis kein Wort für den Begriff ״Religion“ vorkomme, hingegen nur die Sehnsucht nach Jeruscholajim. und Zion (!). Auch kommentierte er das שמע ישראל *n neu“ artiger Weise, die aber , nicht genügend gewürdigt wurde. In der dann verlesenen Resolution erklärt sich das orthodoxe Wien mit der gegenwärtigen Ordnung in der Kultusgemeinde ״zufrieden“. Wer’s nicht ist־ zahlt einen Doppelschilling! Und alle waren zufrieden . . . Draußen stehen Jünglinge mit klappernden zionistischen Keren-Kajemeth-Btichsen. Wem’s noch nicht klar war, der erkennt nun in vollster Deutlichkeit: Es war eine ״machtvolle“ Kundgebung der ״orthodoxen Judenschaft" Wiens . . . Nein, muß ich jetzt gestehen, ich hatte nicht geahnt, wie brennend-aktuell das Thema ״Die Lage der Juden“ ist; erst in diesem Augenblick ist es mir so recht zu Bewußtsein gekommen. M. Z a c h e k. * ׳• Von absolut verläßlicher Seite erhalten wir folgende Zuschnft: Geehrte Redaktion! Obwohl religiös ganz neutral, konnte ich selbstverständlich als Pole einer polnischen Versammlung nicht fernbleiben. Ich wollte Ihnen nur mitteilen, daß sich Herr Geiger einen Bären hat aufbinden lassen, den er der Versammlung mitgeteilt hat. Der Belser זי׳ע hat im Himmel das Gegenteil von dem gesehen, was Herr Geiger gesagt hat. Denn derselbe hat vor fünfzig Jahren mit dem Krakauer Raw s. Z. 1. zusammen nach Lernberg eine Versammlung einberufen, nur mit dem Zweck, die Trennung durchzubringen. Mein Vater erhob sich in dieser Versammlung und sagte: ״Rabboissai, wir brauchen uns nicht zu trennen, wir sind die große Majorität, wir brauchen nur einen Stecken zu nehmen und die Posch ׳im herauszutreiben!“ Dieses Rezept hat die Aguda in den letzten zehn Jahren in Galizien und Polen mit glänzendem Erfolg angewendet. In der Machsike Hadass von damals (5640 bis 5643) dürfte das nachzulesen sein. Hochachtungsvoll . H. T. Lookpreise für Auto-Fahrschüler. Die Anlockung von Schülern ״zu besonders billigen“ Preisen ist irreführend und kann mangpls genügender Fahrausbildung die öffentliche Sicherheit und das eigene Leben gefährden. Die Redaktion empfiehlt in diesem Sinne und nach Erkundigüng die im behördlichen Sinne geführten und nicht nur für die Prüfung, sondern für die Fahrpraxis lehrenden; Neudegger Fahrschulen, Wien, VIII., Neudeggergasse Nr. 18, Telephon B-46-5-72, und Inzersdorf (Niederösterreich). Auskünfte über die Güte der Schule werden in der Redaktion (Tel. A-46-0-15) bereitwilligst erteilt. E ragendem Wissen, ein Erzieher und Organisator und nicht zuletzt ein starker Mann. Ich denke an keine bestimmte Person. Ich habe sie aus der Situation, die er vorfindet und beherrschen soll, errechnet Es ist eine Ideaigestalt Aber sie kann gefunden, jedenfalls müßte sie gesucht werden. Selbstredend im Einvernehmen mit den strengreligiösen Gruppen. Öder noch besser: nach den Wünsehen dieser Gruppen. Denn es ist ja eine religiöse Angelegenheit, die da für Jahre hinaus geordnet werden soll, die entscheidendste von allen im religiösen Haushalt der Gemeinde. Sie mag in anderen Fragen das Recht der Mandatsverhältnisse für sich in Anspruch nehmen, nicht hier. Was in Holland, einem Land westlicher Kultur, seit längsten Zeiten die Uebung ist, nämlich: daß alle Parteien die Verwaltung des religiösen Gutes als eine Sache der strengreligiösen Gruppen respektieren, das müßte auch bei uns natürlich werden. Hier dürften Macht und Prestige nichts, die Gemeinsamkeit der jüdischen Interessen alles bedeuten. Oder gibt es unter uns noch jüdische Menschen, die die Zeichen der Zeit so wenig verstehen, daß sie die religiöse Erziehung unserer Jugend geringschätzen und nicht als wertvolle Waffe für alle Kämpfe des Lebens, die ihnen bevorstehen? Und die deshalb nicht die Größe der Aufgabe, sondern die Personen, die sich um das Amt bewerben, sehen, bereit zum Kompromiß, nicht aber zur starken, reinen, rettenden Tat? Max Eisler. Raummangel halber mußte diese Woche die Fort- Setzung der Erzählung ״Hinter Mauern“ ambleiben. Woche kgHlh xn Woche — Die litauische und lettländis che agudistis che Landesorganisation haben beschlossen, eine gemeinsame Arbeitskampagne für die agudistische Erez-Jisroel-Arbeit zu eröffnen. In Riga soll ein Büro für die agudistische Eres- Jisroel-Arbeit in Lettland, Litauen, Estland und Finnland errichtet werden. — Zum Nachfolger des zurückgetretenen Vizepräsidenten der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Ornstein, wurde der Vizepräsident der ״Union“, Dr. Josef Ticho, einstimmig gewählt. Dr. Ticho gehört dem rechten Flügel der ״Union“ an. — Am 2. Mai wurde in London die zweite Tagung des dem Oberkommissariat für Au sw ander er-Fürsorge angegliederten Verwaltungsrates eröffnet. Oberkommissär M acdonald berichtete, daß von den 60.000 bis 70.000 jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland ungefähr 10.000 nach Palästina gewandert sind, während sich alle übrigen Siedlungspläne erst im Vorbereitungs- Stadium befinden. — Der Führer des ,Misrachi“ in Deutschland, Rabbiner Dr. Hoff mann, erklärte auf einer Tagung, daß eine Zusammenarbeit des Misrachi mit der Aguda möglich und wünschenswert sei. Die Aguda dürfe jedoch dem Misrachi nicht die Bedingung des Austrittes aus der Zionistischen Organisation machen, da ein solcher keinesfalls in Frage komme. (Dann kann eben auch eine Zusammenarbeit nicht in Frage kommen! — Red.) — Ein Londoner Christ übergab dem Bankhaus Rothschild einen Scheck über 10.000 Pfund für Hilfe an aus Deutschland ausgewanderte Juden. Der Spender unll nicht genannt sein. — Die N azi gruppen in den palästinensischen Städten, die ihr Zentrum in Haifa haben, halten Ver- Sammlungen ab, zu denen besonders ausländische ״ansehe“ Touristen, Schiffsbeamte und Matrosen eingeladen werden. In den Ansprachen xoird auch scharf gegen die Juden gehetzt. Die jüdische Presse weist auf die Gefahr solcher Umtriebe für die Ruhe im Lande hin. — Der portugiesische Minister für die Kolonien wendet sich in einer Erklärung gegen Mitteilungen über einen angeblich bestehenden Plan jüdischer Massensiedlung in Angola. Einzeleinwanderung nach Angola und andere Kolonialgebiete werde die Regierung in jeder Weise erleichtern und ermutigen, doch kommt eine jüdische Massensiedlung nicht in Betracht. — Die lettische Regierung hat einen Juden, M. Lifschütz, zum ehrenamtlichen Konsul Lettlands in Tel- Awiw ernannt. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. B —■—■■■MM SpkfouLt voll yewakd! VERWENDET EURE TREFFER ANLEIHE FÜR EINE «UJ» LEBENSVERSICHERUNG

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