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Jüdische Presse · 1934-05-11 · 18 (11.5.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
18 (11.5.1934)
Date
1934-05-11
Page
– (sequence 3)
Language
German
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m 1ä mV" Sloftimer Knw für die Autonomie der religiösen Joden. Einet der prominentesten Thoragelehtten Litauens, Rabbi j. L. Pein, der Slonimer Raw, eine anerkannte Persönlichkeit auf dem Gebiete der Halacha, weilt vorübergehend in Wien. Er hatte *Gelegenheit, mit den verschiedenen Gruppen der Wiener Orthodoxie Fühlung zu nehmen» Am vergangenen Schabbos hat er auf Einladung der J^gudas-Jisroel-Jugendgruppe einen großangelegten Vortrag gehalten, in, dem er seine Absichten in Bezug auf die Gemeindeverhältnisse auseinandersetzte. In plastischen Beispielen schilderte er die unhaltbare Situation einer Orthodoxie, die unter einer areligiös eingestellten Kultusgemeinde leben muß. Er setzte mit zwingender Logik auseinander: Wenn die Orthodoxie einmal zur Üeberzeugung gelangt ist, daß sie den Forderungen des Religionsgesetzes in der Einheitsgemeinde keine Geltung verschaffen kann, gibt es für sie nur einen Weg — Ihre Autonomie anzustreben. Der Vortrag, dem mehrere hundert Zuhörer mit besonderem Interesse lauschten, hat bei den Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Ghillül-Schabbos-Skandal in Tel-Atviw. Anläßlich der Levante-Messe, die jetzt in Tel- A w i w stattfindet, ist es am vergangenen Schabbos zu einem schweren Öhillul-Sehabbos-Skandal ge» kommen, da aus den benachbarten Kolonien die ziohisti» sehen Arbeiter mit Motorrad und Autobus in die Stadt kamen. Oie Orthodoxen demonstrierten dagegen in den Straßen. Es kam zu Schlägereien, wobei viele orthodoxe Juden leichte und schwere Verletzungen davontrugen. 16 orthodoxe Juden wurden verhaftet. Im Gefängnis wurde ein Minjah veranstaltet. Die Skandale haben im ganzen Lande große Erbitterung ausgelöst. Von den 17 verhafteten Orthodoxen, die am vergangenen Samstag in den Straßen von Tel-Awiw Motorzyklisten anhielten und am Weiterfahren verhinderten, wurden zwei zu Geldbußen von je 10 Pfund oder zwei Monaten Gefängnis, drei zu je fünf Pfund oder einem Monat Gefängnis verurteilt; sieben wurden zu sechsmonatigern Wohlverhalten verwarnt, die übrigen fünf wurden freigesprochen. Bei Verstopfung nimm DARMOL Die neue Palästina-Eimvanclerungsschedule: 5600 Zertifikate. Wie der Jüdischen Telegraphen-Agentür aus palästinensischen Regierungskreisen mitgeteilt wird, hat der High Commissioner Sir Arthur Wauchope die neue Einwanderungsschedule genehmigt, durch die der ״Jewish Agency“ für das kommende Halbjahr 5 6 0 0 Zertifikate, einschließlich 400 Zertifikate für Frauen, zugeteilt werden. Die Jewish Agency gibt bekannt, daß von den zur Verfügung stehenden Zertifikaten keines zur Einwanderung von Angehörigen in Palästina ansässiger Personen verwendet werden darf, da diese Zertifikate von der Regierung ausschließlich für die Ein- Wanderung von Chaluzim und Handwerkern bestimmt wurden. Inspektionsreise von Direktor Dr. Deutschländer in die Slowakei. Dr. L. Deutschländer, der Führer von Keren Hathora und Beth Jakob, ist in die Slowakei gereist, um die dort bestehenden Beth -Jakob-Schulen zu inspizieren und neue Schulen zu gründen. Bei dieser Gelegenheit wird Dr. Deutschländer den Präsidenten der. slowakischen Aguda, Oberrabbiner D. Ungar in Nitra, besuchen, um mit ihm über die wichtigsten Probleme der Zentralrats-Tagung Rücksprache zu pflegen. (AJPB.) Leistungsfähigstes Möbelhaus M. Redler/ Wien b Schottenring 35 Telephon A-12-9-78. Gesamtausstattungen von der billigsten bis zur feinsten Ausführung. Uebemahme sämtlicher Adaptierungen. Eigenes Zahlungssystem. Samstag geschlossen. ,,Schomra*'־Mitglied. Jtufod-Huk. MODELL 1934 Haarlilzhüte S 16.-, SO.—, 34.— Biber S 38.— Wollfilz S 11.50, 13.50 Wien, II., Taborstr. 39, XIV., Sechshauserstr. 39, XVII., Kalvarienbergg. 34 Von der Wiener Aguda. Das Generalsekretariat der österreichischen Landes- Organisation der Agudas Jisroel verlautbart: Die erste agudistische ״M a c h n e 01 i m" (landwirtschaftliche Ausbildungsstätte für Chaluzim) wird am Sonntag, den 13. d. M., auf dem Gutsbesitz des Herrn Alexander Ungar in Schachendorf (Burgenland) eröffnet. Die Eröffnung wird um die Mittagszeit feierlich vollzogen werden. Aus Anlaß des Abschiedes der Olim veranstaltet die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien II in ihrem Lokale eine S’udo-Schlischis, bei welcher die Bedeutung einer agudistischen (beruflichen und geistigen) Hachschoro gewürdigt werden wird. Ebenfalls am Sonntag, den 13. Mai, findet in Baden bei Wien eine von der dortigen Agudah für ihr verdienstvolles Mitglied, Herrn Moses Kaufmann, veranstaltete Abschiedsfeier statt. Herr Kaufmann hat das erste von den Zertifikaten bekommen, die auf Grund des mit der Jewish Agency getroffenen Uebereinkommens die Agudas Jisroel in Oesterreich erhalten hat und begibt sich in den nächsten Tagen mit seiner Familie nach Erez Jisroel. Bei dieser Abschiedsfeier werden sprechen die Herren: Oberrabbiner Dr. H. Carlebach, Dr. L. Deutschländer, Redakteur Schabse Schönfeld, Generalsekretär David Türkl, Schabse Rapaport und Jona Rosenfarb. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Schabbos Parschas Behar-B'chukaussoj spricht Frl. Dora Schreiber über den Wochenabschnitt im Lokale der ״Wienea", II., Ob. Donaustraße 91, um %11 Uhr vorm. Personalnachrichlen. Geburt. Herrn und Frau Leopold und Glna Breuer, Sopron, Tochter des verewigten Herrn Moses Breuer, wurde ein Sohn geboren. Todesfall. Im Alter von 49 Jahren verschied in Wien plötzlich am Schabbos, den 20. ijar, Reb Awrohom Glück, Sohn des vor kurzem verewigten Reb Schmül Glück. Unter großer Beteiligung fand am Sonntag die Lewajoh statt. Die große' Teilnahme wendet sicü der Familie zu, der Mutter, der Frau und den verwaist gebliebenen sechs Kindern. Der Verblichene war ein guter Jehudi, ein treuer Familienvater und ein edler Mensch. Im Trauerhause hielt Se. Ehrw. Herr Rabbiner Schenk einen ergreifenden Hesped, Herr Öberkantor Braun einen Kelmolerachamim. Am Friedhof sprachen Herr Dr. Feldsberg im Namen der israelitischen Kultusgemeinde und 4er Chewra Kadischa, deren Beamter der Verblichene war, ferner Herr Emanuel Hönigsber, tiefergreifende Worte des Gedenkens. חנצכ*ה. Tschechoslowakei m m Die Präsidentenwahl und das Judentum. Die orthodoxe Landeskanzlei in Bratislava, stellt uns anläßlich der bevorstehenden Präsidentenwahl die folgende Kundgebung zur Verfiigung: Im Wladislaw-Saal des Prager HradZin wird sich am 24. Mai d. J. ein feierlicher Akt abspielen. Dr. Thomas G. Masaryk wird im Alter von 84 Jahren von den verlassungsmäliigen gesetzgebenden Körperschaften des Staates, getragen vom Vertrauen des gesamten tschechoslowakischen Volkes und geleitet vom Segen der ganzen gesitteten Menschheit, zum dritten Male zum Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik gewählt werden. So einfach und selbstverständlich dieser Akt auch erscheinen mag, so sehr er sich auch nur in verfassungsmäßiger Form vollzieht, was in der Seele und im Herzen des ganzen Volkes unbezweifelbare, festgewurzelte Tatsache ist, so wird die Präsidentenwahl in allen Teilen des tschechoslowakischen Staates dennoch willkommene Veranlassung sein, dem großen Volksführer, dem weisen Staatsmann Th. G. Masaryk die Huldigung der gesamten Bevölkerung verehrungsvoll darzubringen. Denn die Tschechoslowakische Republik hat das große Glück, an ihrer Spitze ein Staatsoberhaupt zu sehen, das über seine amtlichen verantwortungsvollen Obliegenheiten hinaus ein wahrer Führer, ein Weltweiser, ja schon heute ein legendenumränktes Sinnbild des Staates geworden ist, den er mit zäher und zielsicherer Arbeit in den Jahren schicksalschwerer Zeitenwende zum Leben erweckt und als wertvolles Glied in die Völkerfamilie Europas eingegliedert bat. Dr. Th. G. Masaryks Persönlichkeit bietet sich dem Beobachter in solch schlichter Größe dar, wie sie unter den ragenden Männern der Gegenwart beispiellos dastehen dürfte. Gelehrter, Wahrheitsforscher von Ruf, Politiker, Wahrheits kämpfer von unerbittlicher Strenge, Welt weis er von reicher Erfahrung und Patriot von grenzenloser Liebe und Hingebung für sein Volksideal,. wurde er in entscheidenden Stunden der Staatengeschichte zum Volksführer auserkoren und damit zugleich zum Schöpfer und Gestalter eines jungen Staatswesens, in welchem er die große politische Moral, die sein eigenes Leben immerdar geleitet und geadelt hat, zur wirkenden Kraft, zum treibenden Impuls alles Geschehens erhoben sehen möchte. Daß ein solches :Lebensideal eines wahren Führers als reales Staatsideal •auch in unserer geistig unsicheren Zeit nicht in 0a& Reich der Wunschtvävwne gehört, beweist am besten die Tatsache, daß die Tschechoslowakische Republik trotz ihrer in nationaler, religiöser, sozialer und politischer Beziehung nicht gerade einheitlichen Schichtung, ihrem greisen Oberhaupt, dem Denker und Philosophen, dem Sozialidealisten, nunmehr zum dritten Male in freier Wahl, aus freien Stücken die Staatsgewalt huldigend anvertraut. Die Persönlichkeit Masaryks als leitender Staatsmann an der Spitze der Tschechoslowakischen Republik stärkt den Glauben an die Menschheit und erhält die Hoffnung auf den endliehen Sieg des Guten und Wahren in der Menschheitsgeschichte. Damit aber ragt die geistige und staatsmännische Persönlichkeit Masaryks in die Gedankenwelt des Judentums hinein. Diese Beziehung seines siegverheißenden Wollens, Könnens und Schaffens erklärt deutlicher und beweiskräftiger als alle Reminiszenzen aus seinem früheren und späteren Wirken, weshalb die Juden weit über die . Grenzen der Tschechoslowakei hinaus zu Masaryk verehrungsvoll emporschauen und in ihm ein Vorbild des idealen Staatslenkers erblicken. Gewiß, Masaryk hat den Juden und dem Judentum gegen Lüge und Verleumdung, gegen Haß und Verfolgung, unter persönliehen Opfern an Gut und Blut, uneigennützig helfend beigestanden, zu einer Zeit, da sie von den meisten anderen Politikern jener Zeit unter allerlei Vorwänden im Stiche׳ gelassen wurden. Aber Masaryk wollte sein menschlieh edles und mutiges Auftreten niemals anders gedeutet wissen, wie als selbstverständliche Pflichterfüllung nicht den Juden, sondern in viel höherem Maße dem antisemitisch irregeleiteten Volke gegenüber. Uns Juden allerdings vermag das nicht daran zu hindern, ihm dafür Dank zu wissen. Dankbarkeit ist indessen ebenfalls nichts anderes, als der seelische Zoll für genossene Wohltaten. Dem Phänomen Masaryk gegenüber offenbart sich jedoch die jüdische Volksseele aus viel tieferer Quelle heraus, aus der Quelle des religiösen Glaubens an die Wahrheit, an das Edle und Gute als schöpferische und herrschende Triebkräfte der Weltgeschichte. Wenn daher Thomas G. Masaryk am 24. Mai d, J, abermals von der Gesamtbevölkerung der Tschechoslowakischen Republik zum obersten Lenker ihres Staatswillens erwählt werden wird, so Werden die Juden dieses Staates in tiefer Inbrunst ein heißes Gebet zum Schöpfer aufsteigen lassen, das nach alt jüdischer Weise in dem Wunsche zusammengefaßt ist: Mit G-ttes Hilfe, bei ungebroche* ׳ner Kraft und seelischer Frische bis an die äußerste Grenze menschlicher Lebensdauer zum Heile und zum Wöhle der Tschechoslowakischen Republik!. kann in den meinen Pallen behoben^ werden. Der coffeinfrele Kaffee Hag ist Ihneri dabei eine gufe Hilfe. Die Unschädlichkeit dieses veredelten Bahnen» kalfees, seine Gute und Wohlgeschmack bringen Ihnen Genuss und ge- 46 Sunden Schlaf. «*׳ KAFFEE HAG SCHONT HERZ UND NERVEN S0 Dem Schabbos Bamidbor entgegen... Für die Förderung der Jeschiwos« ״Die Thora erwartet, daß jeder seine Pflicht erfülle/* Der Schabbos Bamidbor ist während vier Jahren zu einem bedeutenden Ereignis im Leben des hierländischen Judentums geworden. An diesem Tage hält die Thora Heerschau über ihre Getreuen. An diesem Tage wird das Judentum auf die Waagschale gelegt und geprüft, ob es nicht zu leicht befunden wird, ob die opferwillige Thoraliebe seiner großen Ahnen in seinem Herzen lodert oder ob sie erloschen ist. Mit wehmütigem Herzen, betrübter Seele sehen wir, wie die Jeschiwos ihre letzten Reserven erschöpfen, den Rest ihrer Kräfte verzehren im heldenhaften Kampfe mit den einstürmenden finanziellen Sorgen. Betrachten wir einmal diese Frage mit dem freien Auge der Objektivität. Betrachten wir einmal unbefangen,- mit welchen Opfern die Erziehungsstätten der weitliehen Kultur gefördert, mit welcher Liebe und Sorg-;, falt sie gehegt und gepflegt werden — und wie allein, einsam, verlassen die Jeschiwos um ihr nacktes Dasein, um ihren Bestand ringen müssen. Lodert nicht ein Schmerz im Herzen, perlt keine Träne in den Augen, wenn wir fragen müssen: זו חורה ווו שברה? Es gibt auch lichte Punkte in der Welt unserer Schatten. Der stete, ununterbrochene Aufstieg der ״Machsike Hajeschiwoth" ist ein solcher schmaler Silberstreifen auf unserem verfinsterten Himmel. Die ersprießliehe Tätigkeit der ״Machsike Hajeschiwoth“ hat viel Unheil und Gefahren von den Jeschiwos abgewendet. Die Anforderungen, die infolge der Verarmung der breitesten Volksschichten gestellt werden, steigern sich von Tag zu Tag. Wir müssen uns die Frage stellen: Wird dieser Verein auch diesen gesteigerten Auf gaben gewachsen sein? Die Antwort auf diese Frage wird die Opferbereitschaft unseres Volkes am ׳Schabbos Bamidbor erteilen. Die Feder sträubt sich, es niederzuschreiben: E s gibt Gemeinden, die sich bisnun an keiner Aktion der ״Machsike Hajeschiwoth“ beteiligten. Gefahren lauern um unsere heiligsten Institutionen, die Zukunft des Judentums steht auf dem ■Spiele, die Jeschiwos ringen ihren verzweifelten Kampf mit der würgenden Krise, mit den zermürbenden!Sorgen. Es stört diese Kreise nicht; sie stecken den Kopf in den Sand, wirbeln undurchdringliche Staubwolken auf, so daß sie nichts merken von dem, was in der Welt vorgeht, und glauben, daß alles in bester Ordnung sei. Sie stellen sich so, als wären ihnen die Ziele der ״Machsike Hajeschiwoth“ fremd, als hätten diese für sie kein Interesse. Kämpft dieser Verein denn nicht für i h r e Söhne, für Ziele, die uns allen als erhabenst und edelst gelten? Jede Gemeinde hat eine doppelte Aufgäbe: Erstens muß sie ihr E i g e n 1 e b e n befruchtend und segensreich gestalten, sie muß sich aber auch in die Welt der Allgemeinheit eingliederni um־mit vereinten, gesteigerten Kräften für Aufgaben zu wirken, die dem Gesamtjudentum heilig, die jedoch die einzelnen Gemeinden selbst nicht lösen können. Müßten es nicht alle Gemeinden als eine Ehre betrachten, mithelfen zu dürf en? ״Die Thora erwartet, daß jeder seine Pflicht erfülle.“ In ernster Stunde richten wir diese mahnenden Worte an die jüdische Oeffentlichkeit. Blättert in der prüfungsreicheri Geschichte unseres Volkes, ihr werdet dort wenige Kapitel finden, die so düster, ■gefahrenvoll wären wie unsere Zeit. Die finanzielle Krise, der wirtschaftliche Niedergang hat die Jeschiwos erschüttert. Muß es dem Thoravolk gesagt werden, was ihm die Jeschiwos bedeuten? Hat unser Volk zu allen Zeiten nicht die stärksten Impulse und Lebenskräfte von dort erhalten? . ״Die Thora erwartet, daß jeder seine Pflicht erftille.“ Jede Gemeinde muß sich ihrer Würde und Bedeutung ge« mäß am Rettungswerk für die Jeschiwos, für die Thora,;beteiligen. Nicht Brotkrumen verlangen wir für einen verschämten Armen, sondern ■eine verdiente Hilfe, wie es einer Mutter gebührt. Keine Gemeinde darf sich ausschließen, keine darf abseitsstehen. Die Thora verpflichtet alle ihre!Söhne. Jede Gabe ist willkommen. Ein jeder kann einen Ziegel liefern zum Bau, der die Jeschiwos schützend umfassen soll. Der Schabos ׳Bamidbor rückt heran. Die Thora wird Heerschau halten über ihre Getreuen. Die Waage ist aufgerichtet. Möge unser Volk, das Thoravolk, nicht leicht befunden werden. ״Die Thora erwartet, daß jeder seine Pflicht erfülle.“ BEKIZZUR.. * In Bardejov wurde eine ״Chewra Miscn* n a j 0 s“ gegründet, in deren Leitung folgende Herren gewählt wurden: M. Heräkovits, Präses; M. Fisch, Gabe, Isidor 2upnik, Sekretär, Alex. Weiß, Kassier, W. Chaimovits. Kontrollor. (S. 2.) , , “ .Die Regelung der D a j a n f r a g e in Sevljuä scheint einer endgültigen, friedlichen Erledigung ent* gegenzugehen. Der tatkräftige Geraeindepräses, Herr. M, Jözsef, der auf allgemeines Drängen die Präsessteue wieder übernahm, will es durchsetzen, daß der Schwieger* sohn des verewigten Rawa Kohn s. Z. 1. zu dessen Nach* feiger bestellt werde, während die Sephardim in der Ge* meinde, nach Ablauf eines Jahres, einen zweiten Dajau erhalten sollen. Hoffentlich wird auf diese Weise der, Friede in der Gemeinde erhalten bleiben. — Die Gemeinde Mlbalovce, die vor einigen Jahren ihr geistiges Oberhaupt verloren hat, geht jetzt daran,

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