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Jüdische Presse · 1934-04-27 · 16 (27.4.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
16 (27.4.1934)
Date
1934-04-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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.mutt - ■ - ••••_ JÜDISCHE PRESSE äsbeii füUglütefl,. Letetis wahrlich Ingntef Gesellschaft. WaÄ flcfit es w4׳SM:'ü^־;'ßt&Jfik Reifet{ Ztonisteh das wort , . Wir, wüßten u9ehf! gtili wäö, ״Messifäli״! ,bedeutet, Simteäes Wortes Ist Mi wenn eirte jÜdischeGemeinde elfte Anzeige gegen einen Verein bei der Vereinsbehörde Za er* statten ankündigt, wie dies — man höte und staune — die Wiöfter Kultasgemelnde der Wiener Aguda-Jügend-, gruppe briefllchaiigedröht hat, bloß well diese Groppe für ihr primitivstes Recht, für die Freiheit Ihrer religiösen Ueberzeugtmg, in einer wette Antritt* die den Herren Zionisten nicht sehr schmeichelhaft erscheint, weil diese Groppe dadurch ihren ״statutenmäßigen Wirkungskreis überschreitet“. Es wird der Kultnsgemeirtde seihst schwer gelingen, nachauwelsen, daß sie ihren,statutengemäßen Obliegenheiten gewissenhafter nachgekommen ist, als die ״ .Agudas-Jisroel-dugendb^wegung in Oesterreich, diegerade jü^^hen Jjiefteü eln ^^tfflinätettd«» Ge״ v^Wlr haben uns hep^e, vielleieht mehr als nötig, mit Polemiken befaßt, weil wir doch einiges klarztrsteöen für notwendig gehalten ^hahen. Unser Ziel und das aller * *fereim in Wien steht awf bis m seiner Erreichung onverbrüchiich fest. Wir haben Reales Ziel in unserem vorwöchigen Leitartikel in folgendem Schlußsatz zusammen״ gefaßt: ־•־•ן, . .־. :־' ־; ׳ Und wird es niehf in njsd mit der Gemeinde gehen, so wird es neiden tmd außerhalb der Ge״ meinde geschehen. Oie Zeit, in der religiöse Öfenschen dem Gewissenszwang Irreligiöser ansgeiiefert sind, ist unwiederbringlich vorüber. . Entweder wird die, jüdische Gemeinde religiös oder ,wir schaffen uns die selb״ ständige religiÖse Gemeinde. Verhandlungen über die Neugestaltung des palästinensischen Oberrabbinats Gegenüber den etwas einseitig gefärbten Nachrichten, weiche die palästinensische Presse und *die ״Jüdisehe Telegraphen-Agentur“ über die seitens der palästinensisehen Regierung mit großem Elfer weitergeführten Verhandlungen wegen Neugestaltung des Oberr a b b i 11 a t s veröffentlicht, sei im folgenden der Stand der Angelegenheit in ihrem letzten Stadium auf Grund authentischer Mitteilungen kurz dargestellt. Oer Vorschlag der Regierung geht dähln, daß der äußeren Form nach die Verfassung der ״Kneses Israel“ nicht geändert wird und formell ein einheitliches Oberrabbinat weiterbesteht, in Wirklichkeit jedoch und insbesondere in allen inneren Fragen der jüdischen Gemeinschaft ein vollkommen autonomes Oberrabbinat der Agudas Jisroel in das bestehende Oberrabbinat eingebaut wird. Die beiden bisherigen Oberrabbiner behalten ihren Titel als ״Oberrabbiner für Erez Jisroel“. Der neu־ hinzutretende Oberrabbiner führt den Titel ״Oberrabbiner de r Agudas Jisroel“. Die Gerichtshöfe der Agudas Jisroel erhalten diesielbe Kompetenz wie diejenigen der Kneses Israel und solche Gerichtshöfe müssen errichtet Werden, wenn eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern der Agudas Jisroel an einem Orte des Landes vorhanden ist. ' . , In allen allgemeinen prinzipiellen Fragen, an denen Agudas Jisroel irgendwie interessiert ist, kann däs Oberrabbinat nur dann irgend einen Beschluß fassen, wenn der beschlußfassenden Mehrheit mindestens zwei Mitglieder des Oberrabbinats der Agudas Jisroel zugehören. Ebenso kann das Oberrabbinat sich weder schriftlich noch mündlich in'derartigen Angelegenheiten an die Regierung Wenden, ohne die Unter- Schrift, bzw. die Beteiligung eines Mitgliedes des Oberrabbinats der Agudas Jisroel. Geht das Oberrabbinat von Erez Israel' über ein Veto der Mitglieder des Oberrabbinats der Agudas Jisroel hinweg, so darf der betreffende Beschluß nicht im Namen des Oberrabbinats von Erez •Tisrael veröffentlicht werden,• sondern nur im Namen der •Kneses Israel. Weitere Bestimmungen regeln die Wahl des Rates des Oberrabbinates. Hierbei ist scharf daran festgehalten, daß die Mitglieder des Oberrabbinats der Agudas Jisroel vollkommen autonom vöii den Mitgliedern der Agudas Jisroel gewählt werden, ebenso wie umgekehrt diejenigen des Oberrabbinats der Kneses Israel nur von deren Mitgliedern. Es ist offensichtlich, daß die Regierung bei ihren Bemühungen vor allem eine Entscheidung der Gemeindefrage durch die Mandatkommission des Völkerbundes in Genf vermeiden will. Daher sieht das'Abkommen vor, daß für den Fall seines Zustandekommens Agudas Jisroel ihre Forderung auf öffentlich-rechtliche Anerkennung als getrennte Gemeinschaft für die Dauer eines Jahres zurückstellt, um zu erproben, ob durch das jetzt getroffene Abkommen die gleichen Ziele erreicht werden, die jener Forderung auf öffentlich-rechtliche Anerkennung zugründe liegen. Nach einem Jahre ist ״Agudas Jisroel“ berechtigt, den Kampf in London und Genf fortzusetzen. Das ganze Abkommen soll fünf Jahre in Kraft bleiben, kann aber auch innerhalb dieser Frist von jedem der beiden Teile mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten wieder außer Kraft gesetzt werden. Die Exekutive der Agudas-Jisroel-Weltorganisation hat im übrigen, wie wir erfahren, an den High- Commissioner telegraphisch das Ersuchen gerichtet, den endgültigen Abschluß der Verhandlungen um sechs; Wochen zu verschieben, damit inzwischen der Rabbinische Rat der Agudas Jisroel-Weltorganisation Gelegenheit habe, zu der Angelegenheit, kn der ja keineswegs bloß 1 die palästinensische Judenheit interessiert ist, Stellung zu nehmen. ־ ־ ’ Streng 1040 בשר m Seehöhe Kurpension Dr. Hecht Semmering Sämtl. Diätkuren. Geschultes Pflegepersonal für K i n d e r. Mäßige Vaorsaisonpr eise Auskunft: Lehrer F. Bisenb'erg; Wien, II., Große Pfarrgasse ‘8,!;TeLj A-45-4r92 oder A-48-3-30 Lebensversicherungs- Gesellschaft Aus dem Jahresbegchte 1932: : Versicherungsbestand. . . . . . Prämien- und .Zinseneinnahmen , . PHÖNIX" Gegründet 1882 2728 Mülionen Schilling 179 Millionen Schilling Garantiemittel . . . . ,, . . . . ... . 527, Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten . . . . ... . . . ל..60 . , . . . Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, Cechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien: Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslawen, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien,' Türkei, Tunis und Aegypten. Erzählung von S. W i e z. ־״>y.׳r (Fortsetzung) [41] Auch die Fremde musterte Merelaika sehr aufmerksam und sagte dann mit einem Blicke auf den Tisch wie zu sich selbst: ״Aha, ganz das gewöhnliche Bild. Das Essen unberührt — und hier das Buch, natürlich die edle Fürstin Kowzow. Und die Türe fest geschlossen, die Vorhangstäbe von außen befestigt... ganz wie damala... Mut, liebe Schwester, es bleibt nicht immer so, man wird Dir später mehr Vertrauen schenken und mehr Freiheit gewähren, Türe und Fenster auf lassen, Dich auch im Parke spazieren' lassen. — —• — aber... das Außentor ist und bleibt geschlossen..." ״Wer bis du? Kannst du mir -helfen?“ In der Stimme Merelaikas klangen wieder Zweifel und Niedergeschlagenheit.;;Wer ich bin? Eine Unglückliche, wie du. Und ob ich helfen kann? Höre, ich bin seit vielen, langen Monaten hier, ich meine, es seien schon viele endlose Jahre. Was ich in dieser Zeit erlebt, erlitten, damit will ich dich heute verschonen. Heute erfuhr ich durch die Ober- Schwester Magdälene״ daß man eine neue, Schwester erwarte. ״Siehe“, sagte sie strafend zu mir, ״da kommt eine deiner früheren Volksgenossinnen, gern, willig und dankbar für die Gnade des Herrn und du zögerst immer noch, bist immer noch nicht stark und reif für die heilige Taufe,“ Ich keime diese Freiwilligkeit und mocht an sie nicht glauben, und ich beschloß, mich der Angekommenen zu nähern. Ich verschaffte mir einen Schlüssel zu der für dich ,reservierten Zelle. Und als der. Wagen heute vorfuhr, hielt es mich nicht länger. Beim Emjßfsbg 3u assistieren, wurde mir nicht gestattet.., Und so lief ich in meinem Zimmer wie rasend auf und ab. Habe heute noch kein Bett aufgesucht, —-- Ein unwiderstehlicher Drang, die Neue zu sehen, die Umstände,׳• *die ihr Herkommen veranlaßt, zu erfahren und vielleicht auch von der Außen״ weit, von der man mieb, ach» f89bou 80 lange, gewaltsam fernhält, etwas zii: bören, meinganzeslnneres und schüttelte mich wie im Fje,herfroste• Nach dem, ,Afittft״־ nachtläuten, als alles stm uhd ruhig lm Hause Wirde, steckte ich mich zur besseren Sicherh®^ in diese Kutte, obzwar . es nieht erlauht ist, sie vor der-Taufe m t^en,v und bähm'auch Licht üuf Feuerzeug zu mir• ich hätte dieses nicht angezündet und wäre wieder im Dunkeln Verschwunden, wenn es sich so verhalten hätte, wie die Oberin sagte, und ich hier ,eine treu zur Kirche Bekehrte gefunden hätte. Denn die Klosterzücht ist streng und hat neben grausamen Bußen ,auch erprobte Mittel, Widerspenstige zu zähmen und, in ihrer eisernen Gewalt zu erhalten. Aber ich fand es anders, genau so, wie ich geahnt, gehofft... Und ich machte Licht... ״Wie bist du hierher ins Kloster gekommen?“ fragte Merelaika tonlos. : ״Wollte ich eigentlich dich fragen“, erwiderte die Gefragte ganz gelassen, ״aber gleichwohl! Die Geschichte ist kurz und im großen und ganzen wohl überall die gleiche. Daheim im Milchpachthof׳ war alles so eng, so klein, und ich wollte leben, atmen, genießen... Juden kannte ich fast gar keine, außer meinen Eltern und einem Schankwirt und seinem Sohn aus Borzow, die öfters auf ihren Handelstouren bei uns einkehrten.. Dieser Sohn machte mir sogar den Höf, natürlich in seiner Art, linkisch, schüchtern ,und lächerlich unbeholfen. Er ging später, wie ich hörte, naqh Ungarn und meine Eltern hegten* ernste Absichten. Ich aber verkehrte beim Pfarrer, der mich unterrichtete und hatte ganz andere Pläne... Ich lernte auch die Fürsten kennen. Ein unüberlegtes Wort, eine unklare Zustimmung, und ehe ich mich dessen recht versah, war ich hier,ן hinter geschlossenen Klostermauern, wo einem die ־ganze Schwere der Schuld drückend zum Bewußtsein' kommt und wo alle Tränen, Proteste und wilden Ausbrüche in der Luft verhallen und —--“ ״Gita!“ entrang es sich Merelaika, die mit fieberhafter Spannung horchte, j ׳ ^Kennst du mich?/*V erwiderte die Angerufene ohne sonderliches Staunen.! . . ׳ ״Ich hätte dich schön längst erkennen müssen, hatten nicht Schmerz und Erregung so sehr meine Sinne umflort. Aber nun kenne ich dich, Liebe. Wie verstehe ich nun den ■׳Schmerz deines Vaters, den ich einst nicht zu würdiget vermochte. Mein )Vater und mein Bruder, das sind der Schankwirt und sei# Sohn, von denen du sprachst, haben ihn besser, besser verstanden....“ i ״Eine Schwester Samuels? Und du hast sie alle, deine Lieben, die offene Welt, die freien Menschen, geseben, erst gestern, noch gestern. Du Glückliche...״ | Git# legte die Kutte* ab und warf die schwarze Häube, vom Kopfe. Sie sah^in ihrem einfachen, düpjäen llapsgewänd, trotz ihrem verweinten Gesiebt; ״.wieder so jugendlieb u»4 blühend aus, daß Merelaika sieb, ganz an ihr.pn lieblich-sanften Zügen berauschte. ״So. weiß ich mipb dir näher“, sagte sie, ״fühle ich recht, daß wir Schwestern sind.. ’•' (Fortsetzung folgt.) * Nr. i6 hSb|l w Rdiinlt $ mwfii.tt •*Wtth, il*mmtm* 39, -Ä ■׳ ßeöMMüidrttf. 39, XVIL, Kalvarienbergg. 34 8 Woche %n Woche —י Die agudistischen Abgeordneten des lettländischen Sejm, Du bin und V itte nl> e r g, sind dem Begierungsbtock beigetreten, nachdem sie über die Stellung der Regierung stur dudenfrage Zusicheningen er- ׳, hielten. Bekanntlich hat 'die lettländische Regierung letztens einen Rechtskurs eingeschlagen. Der Zionistische Abgeordnete Nurok ist dem Beispiel der agudistischen Abgeordneten gefolgt. — Der berühmte Lubawitsch er Rebbe, Rabbi S chneurso hn, der sich. dauernd in Warscha■n niedergelassen hat, sprach über Veranlassung der lettländischen Bes- J akow- Zentrale in einer großen Frauenversammlung über die Aufgaben der jiidisehen Frau. Die Rede hat bei der jüdischen F.rauemvelt Lettlands einen tiefen Eindruck hinterlassen. — Die agudistischen Abgeordneten des polni sehen Sejm, Rabbi Lew in und M in 2b er g, hielten vergangene Woche mit dem polnischen Ü n.t er rieht sminister eine längere Konferenz über die Fragen der religiösen jüdischen Schulen ab, in deren Verlauf auch die anderen Fragen, die die religiösen Juden betreffen, zur Sprache kamen. Der Minister versicherte der Aguda die wohlwollendste Förderung ihrer Wünsche. — Dar Prozeß w.egen des Mordes an Dr. Art o s or o f f gegen die drei angeklagten revisionistischen Zionisten hat am 23. April in Jerusalem begonnen und dürfte etwa zwei Monate lang dauern. — Im Rahmen der von der englischen Judenheit beschlossenen zweiten großen Sammelaktion zugunsten des Hilfswerkes für deutsche Juden wurde am 15.. April in Londo n ein ״T a g der deutschen J u d enh e it“ veranstaltet, an dem in allen Synagogen A.nsprachen für die Förderung des Hilfswerkes gehalten wurden. Im Zuge der heurigen Sammelkampagne wurden für diesen Zweck bereits 9 0.0 0 0 Pfund' gezeichnet. — Auf■ Grund des Arierparagraphen sind bisher aus der Deutschen Adels g eno s s e ns chaft 200 Aristokraten ausgeschlossen worden, bei denen festgestellt' wurde, daß sie einen jüdischen Bluteinschläg haben. —:Der von zionistischer Seite propagierte ,,Jüdische W eltkon g.r e ß(e, der im Jahre 1934 abgehalten werden soltle, ist über Beschluß des zionistischen Aktionskomitees verschoben worden. Als Ersatz soll heuer vAeder in Genf eine ״W eltkon f er en z“ Staat- :finden. , ■ 7־ Der ״Weltverband für liberales Jud e n t um“ hat. beschlossen, seine nächste Weltkonferenz vom O.his 10. Juli 1934 in London abzuhalten.; l . , —^ Das griechische Eisenbahnministerium hat verfügt, daß Palästi na-Rei senden für die Bahnfahrt und für die Seereise eine fünfzigprozentige Ermäßigung gewährt werde, falls sie in Gruppen von mindestens 25 Personen reisen,. — ln der antisemitischen ״Nationaldemokratischen Partei“ Polens ist eine Spaltung eingetreten. Der jüngere Flügel der Partei hat sich von der Organisation losgelöst und sich als eigene Partei könstittiiert. Die ״Alte Front“ und die ,Junge Front“ wetteifern in judenhetzerischen Programmen. — Die Orgel-Synagoge in H e r f o r d, Westfalen, ist einem Brand zum Opfer gefallen, der einen Teil des Gebäudes zerstörte. — Der Bischof von Worcester erließ einen Auf- ■ruf■׳an alle Christen in England, am Pfingstsonntag ein gemeinsames Gebet für die Juden im Hinblick cuuf die Judenverfolgungen in D eut sc hl and zu sprechen. Der Erzbischof von York und die meisten anderen eng- Tischen Kirchenoberhäupter befürworte n diesen Appell. — In verschiedenen Orten Deutschlands mußten die jüdischen Schulen infolge der schwierigen Finanzlage der Gemeinden aufgelöst werden, so in W arbur g, Borken und Guxhagen. Die Lehrer be-t finden sich in größter Not. — Die Familie des jüdischen Weihgroßhändlers Max Stern aus Kissin g en ist in Schutzhaft genommen worden, weil er und sein Sohn angeblich die SA. verachtlieh gemacht haben soll. — Das Posener Gericht verurteilte drei Studeuten, die vor kurzem ein Stinkbombe An ein jüdisches Geschäft geschleudert hatten, zu Gefängnisstrafen von 18 bis 24 Monaten, — Wie nachträglich mitgeteilt wird, stand der Pogrom in Günzenhausen vor dem Pessach-Fest unter dem Befehl des Nazi-Ortsgmppehleiters Hans Beer. Im Verlauf des Pogroms wurden das Hotel des jüdischen Besitzers Strauß tmd das Cafe Waldmann vollkommen demoliert und auch mehrei'e Privatwohnun- ■ gen devastiert. — Zu den demnächst in Lodz statt findenden St a dt rats wählen ist. unter Führung der Aguda eine vereinigte jüdische Liste zitstände gekommen, der mit Ausnahme der Zionisten sämtliche jüdischen Gruppen t arigehören. ■ — Der Provinziallandtag von Man.itoba hat ein Gesetz angenommen; nach dem jedem Angehörigen einer Religion oder Rasse, die durch Verbreitung verleumden-, scher Besqhuldigungen angegriffen wird, das Recht eingeräumt wird, Klage gegen die Urheber dieser Angriffe zu ergeben. ' Aght Judenf dfrf in •f 0 r u s ä te m als illegal Eingewandert^feßtgetiämmen worden sind» befinden sich seit drei Taigen imßung׳erstreiki:Sie verlangen, fr e% gelassen Qder d eporti er f zu werden. H. Grün, H.; Taborstraße 8 b, Tel. R-43-3-66, י ז Atelier für feine Herrengarderobe. E

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