Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 12 (23.3.1934)
- Date
- 1934-03-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nissan (21. Mär«), wird mit ■ der Ausgabe der Mazzoth begonnen; Dieselbe erfolgt im; Mazzothlokale derAdas Jisroel,It., Große Schiffgasse 1, in der Zeit von hälb 9 bis halb 1 Uhr tnÜtags und von halb 3 bis halb 8 tlhr abends gegen Abgabe einer in der Kanzlei einzuholenden Anweisung. Freitag nachmittags und Sonntag ist keine Ausgabe. Wien, Am 3. Nissan 5694. 29. März 1934. DER VORSTAND. ״״ שבת הגדול! v,tt Uhr wird אדמו׳ר שליט״א in der' Sekiffschul eine Droschok halten. Wien ll, lm We»d I Teidphon A.43*5*90 unter Aufsicht der Adas jigroel, Wien offeriert täglich frisches, prima extrem Ri'ndfleisdi, Kalbfldsdl/ eigener Schlachtung sowie Oeseldiles/ roh / ש9 פסח zu den billigsten Preisen Das Fleisch wird in unserer hygienischen, amerikanisehen Kühlanlage ״Kelvinator“ aufbewahrt und auf Wunsch kostenlos ins Haus gestellt. Aufträge auch telephonisch unter Nummer A-43-5-20 erbeten. Ein einziger Versuch genügt, daß Sie unser ständiger Kunde bleiben Vom Wiener Stadtschulrat konzessionierte JÜDISCHE KOCHSCHULE Streng koscher 1 Leitung; C. Schwarz Diätkurse, einfach« bis feinste Küche, Rohkost, Nationolspeisen Anmeldungen, Auskünfte; Wien II, Hollandstrasse Nr. 3, III. Stiege Ijdl Telephon A-42-0-58 _S. & Ge PISK _ Gegründet 1885 Wien XX, Nordwestbahnstraße 71 ■ ■ bringt die ünter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der ADAS JISROEL (SGHIFFSGHUL) garantiert veriäßliche KOSGHERMiLGH כשר während des ganzen Jahres und speziell für PESSAGH פסח unter Anwendung aller rifMellen Vorschritten seit mehreren Jahren in sämtlichen Bezirken Wiens in geschlossenen Kannen und Flaschen zum Verkauf. Jedes Gefäß ist mit der Marke (Plombe) der Adas Jisroel (Schiffschul) versehen. Wenn daher die Kunden auf verläßliche, einwandfreie Koscher milch reflektieren, empfehlen wir unsere Bezugsquellen, in welchen diese unsere Milch zum Ausschank gelangt. 7. Nissan 5694. 24 März 1934. Wien, am Für den Inhalt dieser Rubrik trägt die Redaktion keine Verantwortung. Wir erhalten folgende Zuschrift:‘ ״Ihr Leitartikel ״Pflichten und Aufgaben der Orthodoxie“ in Nummer 10 Ihrer geschätzten Zeitung findet wohl die einhellige Zustimmung aller auf dem Boden der Ueberlieferung stehenden Juden Oesterreichs. Für die orthodoxen, Juden bedeutet zweifellos die Schaffung des neuen, auf dem Katholizismus fußenden Oesterreich eine innere Befriedung, und es wäre im Interesse der Erhaltung des unverfälschten gesetzestreuen Judentums nur wünschenswert, wenn die von Ihnen gezogenen Schlußfolgerungen für die Wiener Judenheit in Erfüllung gingen. Ebenso wie aber die Erneuerung des Staates nicht vor den Toren der Hauptstadt halt macht, sondern, das gesamte Bundesgebiet erfaßt, gehört es auch zu den ״Pflichten und Aufgaben der Orthodoxie“, den Kampf für die Thora, die Erhaltung der religiösen Institutionen und insbesondere um die Bürgschaft für das Heranwachsen einer starken und glaubenstreuen Jugend im ganzen Gebiete unserer Republik zu führen. Die Führer der Aguda in Wien sind sicherlich nicht darüber unterrichtet, mit welcher Intensität die anderen ,Hldischen Organisationen in der Provinz arbeiten und wie diesen durch die Tatenlosigkeit der Wiener orthodoxen Kreise die Arbeit besonders im Hinblick auf die Gewinnung der Jugend leicht gemacht wird. Wir halten es deskalb für unsere unabweisliche Pflicht, darzutun, was die den Agudakreisen nahestehenden Juden der Provinz bedrückt und wo sie Unterstützung und baldigste Hilfe von der starken und gefestigten Wiener Orthodoxie erwarten, ja von der Arewus-Ff licht zu erwarten berechtigt sind. ‘ Wir wissen, daß auch in Wien die Zionistische Vereinigung eine außerordentlich intensive Propaganda betreibt, Mögen aber die der Tradition fernstehenden jüdisehen Organisationen und Vereine in Wien noch so sehr agitieren, so besteht für den Bestand der orthodoxen Judenheit Wiens in ihrer Gesamtheit nicht die geringste Gefahr, denn sie hat ihre eigene Gemeinde und ihre eigenen Institutionen. Aber bei uns in der P r o v i n z*? Wir haben nicht die Macht und die Mittel, uns eine eigene Gemeinschaft zu schaffen, wenn der religiöse Geist in unseren Kreisen den Sieg davonträgt.' Wir sind auf Gedeih und Verderb der Kultusgemeinde unseres Ortes ausgeliefert und laufen besonders in den letzten Jahren Gefahr, daß einmal der Ausgang der Wahl des Kultusvorstandes uns den, orthodoxen Charakter unserer Gemeinde rauben könnte. Haben wir im Obigen geschildert, wie schwer es für uns ist, gegen die aufstrebenden, durch verschiedene äußere Momente geförderten, dem Thora-Geist größtenteils völlig fernstehenden oder gar feindlich gegenüberstehenden Gruppen mit Erfolg zu kämpfen, so finden wir gar zu oft, daß diesen Kreisen der Kampf gegen uns dadurch in ganz erheblichem Maße erleichtert Wird, daß die Orthodoxie einer Einheitsgemeinde oft nicht an einem Strange zieht, sich selbst auf reibt und durch ihren inneren Zwist den Gegnern erwünschten Agitations- Stoff liefert. Wir haben im Lande mehrere Gemeinden, in denen seit Jahren ein Kampf tobt, sei es zwischen Rabbiner und Vorstand, zwischen Rabbiner und den orthodoxen Gemeindemitgliedern, oder sei es zwischen Rabbiner und Dajan. Wo auch der oft ins Gehässige übergehende Kampf geführt wird, nirgends hat die Leitung der Wiener Aguda- Zentrale versucht, zu schlichten, nirgends wurde der Versuch unternommen, zu erreichen, daß Meinungsverschiedenheiten in camera caritatis ausgetragen werden, und so ist viel Chillul-Haschem möglich geworden und so wird die Orthodoxie in einzelnen Gemeinden geistig und materiell an den Rand des Ruins gebracht. Wir fordern daher die Erfüllung der ״Pflicht und Aufgabe der Orthodoxie“, sich aus dem engen Rahmen des Wiener Kreises hinauszubegeben, mit Energie und Selbst- Verleugnung den gleichgesinnten Brüdern in den kleinen Gemeinden zur Seite zu stehen, sie durch rege und regelmäßige Zusammenarbeit im Rahmen der Agudas Jisroel zu fördern und da, wo es nottut, in Gemeindestreitigkeiten durch eine eigens zu schaffende autoritäre politische Kommission, der eine Mehrheit von Rabbonira, aber auch Laien angehören sollen, objektiv einzugreif en, ohne Rücksicht auf Person, Herkunft oder Ansehen, und «war gleichgültig, ob diese Institution angerufen wurde oder nicht, I ־ Lassenj Sie Riesen tiefem Herren kommenden Appell ehrlicher, um das Wohl der Orthodoxie besorgter Männer nicht zum Ruf in die Wüste werden, mögen die zur Tat geeigneten . Männer Wiens den Ruf aufnebmen, Vjhöge er so in die Herren dringen, wie er von Herzen kömmt, dann wird m. G, der religiöse Geist auch in den Provinzgemeinden sich siegreich behaupten können, ' , »..*•־» •»* * *» ■<' t fi •»*,י•'* י. * * . , V * 4. ■ ► «" ... '■ S 1 ' » * VERBAND 0!ft $ABBAYfi¥f!£UND£ ״SCHOMRESCHABBOS“ WltN, ll., LB0l>6LDSe. « - TU, «•48.4.1s ' 1. Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung. ׳ . Jene strenggläubigen jüdischen Arbeitslösen, deren Kon troll- oder Auszahlung»tag auf einen S a b b a 111 oder j ti ö i s c he it F ei er tag fällt, können in unserem Sekretariat tttfi Ausstellung einer: B e s c h e inigung ansuchen, auf Grund Weicher für diese Arbeite* losen der Kontrolle bzw, Auszahinngstag von den in Be* tracht kommenden Arbeitsämtern auf einen Wochentag verlegt wird. 2. Schuldispens an jüdischen Feiertagen, Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß auf Grund deä Erlasses des Stadtschulrates die Schulkinder darauf Anspruch erheben können, an den j Ü d i sch e n Feiertagen vom Schulbesuch befreit zu werden. Demgemäß sind die jüdischen Schüler Und Schülerinnen an den Pessa c h-F eiertagen (31. März, 6. Und?. April) vom Schulbesuch ZU böirefen.r 3. Schreibunter rieht an Sabbathen, : Nach den bestehenden Erlässen ist es den Lehrern und .Schuldirektionen untersag^ die jüdischen Schulkinder zum Schreiben oder zur Verrichtung sonstiger Handarbeiten an Sabbathen und jüdischen Feiertagen zu ver-; halten. Sollten sich diesbezüglich Schwierigkeiten ergeben, ist der ״Schomre Schabbos“ zur Intervention bereit. 4. Leistungen der Krankenkassen. Die Angesteliten-Krankenkassen gewähren jenen jüdischen Angestellen, die den Nachweis strengreligiöser Lebensführung erbringen, an Steile eines bewilligten Heim- oder Kuraufenthaltes in einem geschlossenen Heim einen baren Zuschuß zu einem freien Landauf ent ha 11. Diesbezügliche Bescheinigungen und nähere Auskünfte im Verbands- Sekretariat. * 5. Stellenvermittlung. Offene S t e 11 e: Köchin für alles mit langjährigen Zeugnissen, nicht über 40 Jahre. Stellengesuche: Geschultes und verläßliches ■ kaufmännisches, gewerbliches und handwerkliches Personal jeder Art. Vereinsnachrichten. Agudas - Jisroel ־ Mädchengruppe Wien. - Schabbos Parschas Zaw spricht Herr Univ.-Prof. Dr. Max Eisler ״Aus der Geschichte der Juden' von Wien" im Lokale der ״Wienea", II., Obere Donaustraße 91, um halb 11 Uhr vormittags. Kreditkasse für Kleingewerbe und Kleinhandel. Die jüdische Kreditkasse für Kleingewerbe und Kleinhandel in Wien hielt dieser Tage unter dem Vorsitz ihres derzeitigen Obmannes, des Herrn Rafael Halporn, ihre 11. ordentliche Generalversammlung ab. Die finanzielle Lage der Kreditkasse hat im Jahre 1933 keine wesentliche Aenderung erfahren. Die rückgängige Bewegung der vorletzten zwei Geschäftsjahre, die in der fortschreitenden Abnahme der Darlehensgesuche sowie des Darlehensstandes ihren Ausdruck fand, ist in der Berichtswoche erfreulicherweise zum Stillstand gekommen. Die Zahl der ausbezahlten Darlehen senkte sich um 39 und die ausbezahlte Gesamtdarlehenssumme um S 27.000 .gegenüber dem Vorjahr. Als frohe Botschaft für das kommende Geschäftsjahr soll noch der Beschluß des Vorstandes erwähnt werden, wonach der Zinssatz für Darlehen mit 1. Jänner 1934 um 2 Prozent p. a. herabgesetzt wurde. Im Berichtsjahre wurden von den Kreditgesuchen 724 einer definitiven Erledigung zugeführt, davon 637 in positivem und 87 in negativem ׳Sinne. Von den bewilligten Darlehen gelangten in der Berichtsperiode 573 zur Aus- Zahlung gegenüber 612 im Vorjahr. 139 Darlehen (zirka 25 Prozent) entfallen auf neue Darlehensnehmer. Die Gesamtsumme der ausbezahlten ׳Darlehen ׳betrug iS 285.520 (.gegenüber S 312.530), was einen Monatsdurchschnitt von zirka 48 Darlehen mit ,S 23.800 ergibt. Nach vorgenommenen Ergänzungswahlen .gehören dem Vorstande die folgenden Herren an: K.-R. Karl Altmann, Aron Bärschak, Max Eisner, Dir. Ernst Gold- Schmidt, Rafael Halporn, Dr.;Siegfried Kantor, Geza Klinger, Dr. I. H. Koerner, Dr. Leo Landau, Oberbaurat Ing. Robert Stricker und Feiwel Tuerkl. Personalnachrichten. Verlobung: Herr Rabbiner Schlomo Baum garten, der junge Dajan der Schiff schul, hat sich mit Fräulein Flora IPaschkus, Dun.1־Streda, verlobt. Wir wünschen herzlich Maseltow! Geburt: Herr Max Fried mann und Frau, geb. Grünhut: Ein ׳Sohn. Bar-Mizwoh: Paul, Sohn des Herrn Oberkantor A. B raun und Frau. Sb 1 c h.Bf b JPB1i!*bs.üb m i*b b ü ׳ Wien 11, Haidgasse 5 Tel. A-46'4-69 Den wirtschaftlichen Verhältnissen angemessene Preise. Hygienische Verkaufsstelle. Tn- und aus- > ländische Weine. - Unter persönlichen Leitung des Herrn Slegmund Hänigsber; : בשר של פסח ■ Salami, Selchfleisch, Konserven, alles stets frisch in besjer Qualität zu billigen Preisen Unter Aufsicht des ehrw. Rabbinats der Adas Jisroel (Schiffschul) Selchwarenfabrik EISEN & HONIQSBER Inhaber: JenÖ ElSOh ln gleich la Qualität werden heuer Selchwaren und Salami של פסח er