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Jüdische Presse · 1934-02-16 · 7 (16.2.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
7 (16.2.1934)
Date
1934-02-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nf.f JÜDISCHE PRESSE! Seit« S VOM WOiilC >וו woclie —‘ David T. Willent z, ein orthodoxerJ ude, wurde zum Oberstaatsanwalt von Hew Jersey ernannt. — Im Verlauf des Jahres 193$ hat das Bauamt in Tel-Awiw 2990 Baulizenzen für insgesamt lÖJfJjfl Wohn* räume und $30 Gesohäftstokale erteilt. Der bebaute Grund betrug $8$.$22 Quadratmeters in die Bauten wurden mehr als 1,700.060 Pfund investiert* — Das fünfzigjährige Jubiläum der Anlage der ersten jüdischen Orangen Pflanzung in Patästina wurde durch eine Bei er begangen* in deren Mittelpunkt die Witwe des Pflanzers, der den Garten in Summeil, fünf Kilometer von Jaffa entfernt, angelegt hatte, Brau Sara Ha Pettman, stand. Der verstorbene Pflanzer war ein streng orthodoxer Jude. — Die palästinensische Wareneinfuhr ist 1933 mengen* und wertmäßig weiter stark gestie* gen. Sie belief sich dem Werte nach auf 10,1 Mül. Pfund gegen 7,9 Mill. 1932 und 5,9 Mill. 1931. — SA.JLeute haben die jüdischen Logen in Stettin besetzt und die Gebäude nebst Einrichtung für die nationalsozialistische Partei beschlagnahmt. — In den V er einig ten Staaten hat sich r.in j,Bund völkischer Europäerxt gebildet, der sich ■in einem Aufruf zu den Zielen Hitlers bekennt. —- Einem Havas-Bericht aus Adis Abeba zufolge hat die dortige Regierung ihre Einwilligung zur Nieder- Fassung von 1000 deutschen Juden in A bessinien gegeben. — Acht n ational demokratische St ude nt. e n, die in den Straßen Warschaus Juden attackierten -und Fensterscheiben jüdischer Geschäfte einschlugen, wurden zu je SO Tagen Gefängnis v erurt eilt. — ln der nördlichsten jüdischen Kolonie Palästinas, in M etullah, sollen demnächst 50 jüdische Bamilien aus Deutschland angesiedelt werden. — Bür die bevorstehenden Gemeinde w ahlen in J eruisalem ist zwischen der Agudas Jisroel und dem Rat der Juden Jerusalems ein Abkommen getroffen worden, demzufolge der Agudah zwei von den sechs jüdischen Ratssitzen zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Agudah will diese beiden Mandate einem aschke- •nasischen und einem sephardischen Vertreter zuteilen. — Wie die J. T. A. aus zuverlässiger Quelle erfährt, erWägt die Regierung, ungeachtet der Proteste der jüdisehen und der arabischen Wirtschafts- und Angestelltenkreise, die Einführung־einer Einkommensteuer in Palästina. — Der bekannte Zionistenführer Benzion Mo ssensohn wurde vor einigen Tagen in Wien unter dem Verdacht, im August v. J. gegen Bundeskanzler Dollfuß beleidigende Worte gebraucht zu haben, verhaftet. Er wurde nach einigen Stunden, nachdem sich seine Unschuld herausstellte, wieder .freigelassen.' Schokoladenfabrik J. Brünnauer & Go. A. G. Wien ACHTUNG! ב*ה ACHTUNG! Die bestbekannten feinsten ERIKA-SCHOKOLADEN כשר של פסה unter- Aufsicht Ehrw. Rabbiner David Friedmann רב רעדת יראים מרפא לנפש, שליס׳א sind überall erhältlich. Alleinvertrieb: II., Gr. Pfarrgasse 24, Tel. Ä-45-605 j Tschechoslowakei I Oker jü1h‘«l>M Schulwesen. Von tfosna Kaiser, Dtmajska Streda. Ohne daß Wir uns Mit allen Thesen des Autors identifizieren, geben wir diesen Ausführungen gerne Raum, um gleichzeitig diese hochbedeutsame Präge zur offenen Diskussion zu stellen. Bei aller An* erkennüng, die auch wir dem j ü dis che n Hause und der jüdischen Gemeinde als Baktor rell* giöser Jugenderziehung zollen, glauben wir doch ganz entschieden, daß dem Einfluß, den eine nicht einwand* freie religiöse Lehrerpersönlickeit auf die Schülerschaft auszuüben vermag — und auch ausübtviel größere Achtsamkeit entgegenznbringen ist und daß dieser gewollte oder ungewollte Einfluß als eminente Gefahr für die religiöse Erziehung der Jugend zu betrachten ist. Wenn sich jetzt Stimmen aus dem Leserkreis zu diesem Problem melden sollten> werden wir noch Gelegenheit nehmen, unsere Stellungnähme resümierend zusammenzfifassen. . Die Redaktion. Es gehört mit zu dem Bilde der jüdischen Gemeinschaft, daß ihr auch in der Flut der wirtschaftlichen Brotkrisen die ideellen Sorgen nicht erspart bleiben. Wenn auch von einem ausgesprochenen Mangel an jüdischen Lehrkräften in der Slowakei heute nicht mehr gesprochen werden kann, so äußert sich doch, WeißeZahne? Ja, aber ... nicht auf Kosten des Zahnschmelz» Schöne Zfihne machen jung, sie sind ein kostbarer Besitz, für den die beste Zahnpaste Serade gut genug ist. Sie muß die ZShne lendend weiß machen, ohne den empfindliehen Zahnschmelz anzugreifen. Erhalten Sie sich schöne weiße und gesunde Zfihne durch Chloroaont. Tube KC 4.- u. KJS 6a Cechoslo▼. Erzeugnis. wenn in einer orthodoxen Gemeinde ein Posten an der konfessionellen Volksschule besetzt werden soll, immer von neuem der Vorwurf, warum die Orthodoxie hier nicht ihre eigfene Lehrerbildungsanstalt haben sollte, aus deren Absolventen die Gemeinden beruhigten Gemütes ihre Lehrer sich holen könnten. Diese Klage gibt stets Anlaß, die Frage des orthodoxen• Schulwesens zu erörtern und die hiebei laut werdenden Ansichten auf jene zwei Richtungen zurückzuführen, die sich in der hierländischen, damals ungarischen Orthodoxie,' über diese Frage schon vor sechzig Jahren gegenübergestanden sind. Fast gleich am Ende der!Sechzigerjahre, als die Budapester jüdische Lehrerpräpärandie aus den Mitteln des Schulfonds gegründet wurde und es sich zeigte, daß der dort gepflogene Geist der glaubenstreuen Richtung nicht entspricht, tauchte die Idee auf, auch unter or'thodoxer Leitung eine ähnliche Anstalt ins Leben zu rufen. Die dem deutschen, Thora mit Weltbildung verbindenden. Muster freundlicher gesinnten Führer erwarteten von einer solchen Anstalt einen Einhalt in der Religionsentfremdung eines großen Teiles der Jugend. Demgegenüber ,befürchteten-andere, die an der bis dahin landläufigen jüdischen Efziehtffigsweise nichts ändern wollten, von einem solchen Man eine Erschütterung, die M den! traditionellen öeist der Chädofhh und Jfesdhiwos zu feest* spieüge Folgen gezeitigt hätte, Sie wollten nicht der Zurückgewinnung sichtlich Abfallender zuliebe das Kapital der s i che r Verbleibenden aufs Spiel setzen. Weil nun die wohlgemeinte Gesinnung beider Rieh* tungen uns außer Zweifel steht, wäre, es vermessen, über die einen oder die anderen heute ein Urteil zu fällen. Tat* sache blieb, daß eine orthodoxe Lehrerbildungsanstalt nichtzuständekätti. Und doch ■boten die Ereignisse Gelegenheit, sowohl dem einen als auch dem anderen Lager, ihre Auffassungen im Anblick der Geschehnisse und Situation anschaulich zu prüfen. Aus der neologen Lehrerbildungsanstalt traten Zog* linge nach der Prüfung in Lehramtsstellen, deren reli* giöser Geist auch aus einer orthodoxen Anstalt kaum besser erhalten und sicherer gefügt hervorgegangen wäre. Allenfalls hatten diese Jünger eine heroische Standhaftigkeit und einen an Wunder grenzenden Kampf zu bestehen, um sich den aus dem Elternhause und aus der Heimat mitgebrachten jüdischen Sinn über die Lernzeit des profanen Studiums und Über die in dieser Anstalt sie umgebende Gesellschaft, hinüberzuretten. Doppelte Anerkennung gebührt diesen braven Wenigen. Sie haben nicht nur sich selber den Glauben der Väter treu behalten, sondern sie konnten auch den ihnen anvertrauten Kindern vielfache Kämpfe und Demütigung ersparen Und das Erziehungswerk religiöser Eltern erleichtern und fördern. Freilich war ihre religiöse Haltung für die Folge auch noch vom Charak* ter der Gemeinde abhängig, in welcher sie ihr Brot gefunden haben. Neben einer Schar Indifferenter strömte aber auch eine Anzahl geprüfter Lehrer aus der Pester Anstalt über das Land und in die orthodoxen Gemeinden, deren Einstellung zur Religion sich meist nur darin erschöpfte, im Gegensatz zu den• religiösen Brötgebern, den mit seinem Kulturanstrich prahlenden Modemafin zü spielen. Mit einer Unverfrorenheit, wie sie nur die mit Bibelbrocken verbrämte Unwissenheit im Jüdischen aufbringt, gefielen sich diese Herren in der Rolle der Zeitge ist hei den, mit ihrem unvermäntelbaren W i d e rwillen gegen Glauben und Religion, so manchem jüdisehen Kinde gleichsam zum Schrecken werdend. Es ginge zu weit, sich auch nur in eine Auswahl von Episoden einzulassen, die sich einem aus dieser Gattung in die Erinnerung drängen. Und da geschah das Wunder. Der religiöse Lehrer hatte so zu sehr von der Verpflichtung seines pro* fanen Berufes die Zeit und die Energie gebunden, daß er auf einen etwas religiös erkaltenden Schüler fast nie irgend einen zurückhaltenden Einfluß üben konnte. Und der unreligiöse konnte nichts verderben, da er von der ersteh religionswidrigen Handlung, ja vom ersten verdächtigen Worte an, vom religiösen Gemeindemitglied und seinem Kinde instinktiv als Glaubensleugner gesternp eit war, von dem man in religiöser Beziehung nichts lernen und sich kein Beispiel nehmen darf. Es erwies sich überhaupt, daß die konfessionelle Sohule die Hoffnungen ihrer Verfechter ebensowenig bestätigte, als sie die SESSEL, Tische, Lotterbetten .Spezialwerkstätte, Adler VH., Apollogasse 18, Tel. B-38-7-82. Billigste Preise, Zahlungserleichterungen. P LITERATUR ״Wir Juden66. Eine Buchbesprechung von Dr. H. Abt. Ueber den Verfasser des jüngst erschienenen Buches ״Wir Juden“, über Joachim Prinz, einen Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Berlin, kursiert folgende Anekdote: Bei einer Teegesellschaft, zu deren Gästen auch Prinz gehört, entspinnt sich eine Unterhaltung über das Motto: Zurück zum Judentum! Eine Dame lamentiert mit bewegten Worten, ihr bald 13jähriger Sohn habe den Wunsch geäußert, Gebetriemen, Tefillin, zu legen, und es . sei ihr noch nicht gelungen, dem Jungen diesen ״Unsinn“ auszureden. Es erhebt sich die Frage, ob man einen Konflikt in sein Haus tragen dürfe, wenn man trotz der neologen Atmosphäre dem Kinde erlaubt, seinen religiösen Neigungen zu folgen. Ein Teil der Gäste wendet :sich entschieden gegen solchen ״Liberalismus“, ein anderer Teil will ״tolerant“ sein und das Kind nach ״seiner Fasson“ selig werden lassen. Man wendet sich schließlich, mehr aus Höflichkeit, als um durch den Psak eines Rabbiners den Streit entscheiden lassen zu wollen, an Prinz, und der gibt, nach seiner Meinung gefragt, zur Antwort: ״Wenn ich wüßte, wo meine Tefillin wären, ich würde sie dem Jungen geben.“ Und dieser Rabbiner der jüdischen Gemeinde zu ■Berlin schreibt ein Buch: ״Wir Juden; Besinnung, Rückblick, Zukunft.“ Man muß scharf unterscheiden zwischen dem analytischen Teil des Buches und den Kapiteln, die eine Synthese versuchen. Soweit es um eine Darlegung der Verhältnisse und Charakteristik der jüdischen Typen geht, die seit Jahrzehnten dem geistlosen Liberalismus verfallen sind, wird jeder dem Berliner Gemeinderabbiner beipflichten. Dort jedoch, wo mit den Augen der Gegen* wart die jüdische Vergangenheit geschaut wird, da wird man sich, angewidert ob so viel Geschmacklosigkeit, ab* wenden von diesem Buche, Es ist ja seltsam: Die am schärfsten losziehen über die Assimilation der Juden in Deutschland, sie sind am meisten durch diese Denkungs* art infiziert. Man glaubt, das ״Ja*Sagen zum Judentum“ erschöpfe sich in einem Bekenntnis zum jüdischen Volke, zum Nationalismus, und läßt es mit dieser pathetisch vor* gebrachten Phrase ־— die mehr Stimmung ist als An* schauung — sein Bewenden. Irgend eine Verpflichtung resultiert nicht aus diesem ״Ja*Sagen zum Judentum“, höchstens ein Abonnement der ״Jüdischen Rundschau“, dem zionistischen Organ in Berlin. Und wie man früher mit schmerzhaftem Lächeln fragte: Was* halten Sie vom Judentum? und die Antwort bekam; Das ״Berliner Tage* blatt“, so lautet heute mutatis mutandis — die viel selbstbewußtere und stolzere Antwort; Die ״Jüdische :Rundschau“! *1;ך] Vergeblich sucht man in ihr jüdische Werte, die mehr bedeuten als eine Sympathie-Erklärung mit einzelnen Erscheinungen der jüdischen Geschichte, mehr als respektvolle Zurückhaltung gegenüber dem, wofür ganze Generationen ihr Herzblut geopfert haben. Und was für die ״Jüdische Rundschau“ im allgemeinen gilt, das trifft für das Buch von Prinz im besonderen zu. Ausgezeichnete Urteüe und blitzlichtartige Erkenntnisse, soweit sie peripherische Fragen des Judentums betreffen. Ein gerütelt Maß von allgemein soziologischer, vielleicht gar philosophischer Bildung geht aus diesen Seiten hervor. Aber das alles sind ja nur Randprobleme, aber wo sie ins Zentrum des Jüdischen führen sollen, da ist ihre Richtung diktiert durch einen außerjüdisehen Standpunkt. ״Juden am Rande“ nennt Prinz die breite Masse der jüdisch-liberalen Gruppe in Deutschland, aber es muß erst bewiesen werden, ob Menschen von der Grundhaltung seiner eigenen Gruppe wirklieh mehr sind als ,Randmenschen“, ob ihr vermeintliches Judentum in der Tat etwas anderes ist als nur ein veränderter Ausdruck der von ihm so glühend und leidenschaftlich bekämpften Assimilation. Wir hätten es nicht nötig, uns in den ganzen Streit einzumischen, wenn Prinz dabei die O r t h o d o x i e uiigeschoren ließe. Man begegnet oft dem Einwand: Für euch, für thoratreue Juden, hat• er ja gar nicht geschrieben, was opponiert ihr gegen ihn? Nun wohl, wenn solch ein Buch ״Unter Ausschluß der Orthodoxie“ geschrieben sein soll, weshalb dann so häufig abfälige Urteile über diese gewiß nicht ganz unwichtige Erscheinungsform des Judentums? Weshalb dann die Charakteristik der Orthodoxie ״als eine mit Recht als unmöglich empfundene Lebensform“? Weshalb dann die begriffliche Säkularisierung von Awrohom als eines ״ver* schiagenen Burschen, . . . dessen Frömmigkeit nichts vom Edelmenschen hat“? ״Wieviel Schläue, wieviel Schlechtigkeit . . . in dem Komplott der Rebekka, das sie mit ihrem Sohne Jakob gegen seinen Vater schmiedet“.,. Wozu das alles? Man verlangt — wohl mit vollem Recht — von einem Rabbiner, und sei er auch noch so liberal, eine pädagogische Haltung. Das vorliegende Buch spricht jeder erzieherischen Tendenz Hohn, Denn man jongliert nickt mit Vokabeln der saloppen Umgangs* spräche, wenn man im gleichen Atemzüge antithetisch von ״königlicher Geste“ redet, Denn im Gedächtnis und Be* wußtsein des Lesers ־״* vor allem des jüdisch ungebildeten Lesers —״ bleibt nur der schlaue, feilschende. Bursche Awrohom, nicht aber sein Geistesadel, seine fürstliche Würde. '/ י Und das ist die ungeheure Gefahr dieses Buches. Sie liegt nichtim Gedanklichen, kaum im Weltanscbau* liehen, sondern ist eine Frage des guten Geschmackes, de quo non est disputandum. Was verschlägt es, wenn daneben wieder einmal der Zionismus als die allein patentfähige Lösung der Judenfrage gepriesen wird? An solche Proklamationen ist man nach den Ereignissen des letzten Jahres gewöhnt. Die Parole ist nun einmal zugkräftig, und Joachim Prinz versteht es dank seiner ungeheuren Beredsamkeit, Tausende von ״Juden am Rande“ in seinen Vorträgen zu begeistern. Aber Begeisterung ist keine Heringsware, die man einpökelt auf einige Jahre. Wir Juden, die wir bekennen הייכות עילם שי — wir sind gewohnt,'mit dem Maßstab von Jahrhunderten und Jahrtausenden zu rechnen, und werden leider Zeit und Muße genug haben, die Ent- Wicklung des der religiösen Substanz entkleideten Judentum abzuwarten. ספר שדח "כסי אהרן", חיר, מאח ד.רה*ג מוה אהרן סג״ל עפשטיין דומ״ץ פראנ, מונכןאטש חרפ׳ג. 4° ע*ב ד,. Es ist lange her, daß von einem in Prag wirkenden Rabbiner ein ספר שדח in die Oeffentlichkeit kam. Herr Rabbiner Epstein, der seit einigen Jahren als Dajan in Prag wirkt, hat in diesem ersten Teil seiner Responsen mit großer Belesenheit und gründlichem Wissen 67 ihm zumeist aus wirklichem Tagesbedürfnis heraus vorgelegte halachische Fragen beantwortet. Man findet in ihnen reiche Anregung zu weiterem Forschen und es ist charak* teristisch, daß der größte Teil der ת ש ו ב ו ח von den Komplikationen handelt, die das moderne Leben dem religiösen Menschen bereitet. Thoragemäß leben, heißt eben immer wieder in der Thora Aufschluß suchen über Probleme, die jede Gegenwart hervorruft! Den תשובו ח gehen einige דרשות und הספדים voran, die der Verfasser aus verschiedenen Anlässen in Prag gehalten hat. '' B. Eine Jüdin erlebt das neue Deutschland, von Lili Körbe r, Verlag Richard Lanyi, Wien, I., Kärntnerstraße 44. Die Verfasserin hat schon durch ihr vorhergehendes Buch ״Eine Frau erlebt den roten Alltag“ Bewunderung eingeheimst, und zweifellos wird auch ihr vorliegendes Werk, von stärkster Aktualität getragen, allseitigem Inter* esse begegnen.. Das Buch zeigt mit dichterischer Kraft und schärfstem Blick für die zeitgeschichtlichen Zusammen* hänge an einer Fülle erschütternder Einzelschicksale die Entwicklung der Dinge im heutigen Deutschland auf. Da« A. B. C. >es Steuerträgers, Im Verlage C, Barth, Wien, 1״ Heßgasse 7, ist soeben ״DasABC des Bteuerträgers“ (Preis S 3,—), eine instruktive Arbeit, aus der Feder des Bücherrevisors Biek, er* schienen. Es ist ein lexikonartiger Behelf, der gerade jetzt vor den Steuerterminen besondere־ Aktualität und prak* tischen Wert besitzt.

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