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Jüdische Presse · 1934-02-16 · 7 (16.2.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
7 (16.2.1934)
Date
1934-02-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Belt« 4 JÜDISCHE PRESSE Nt.ז Oie RsilakttfiiinenitnDt ti keioen Falle die fetsimnMM in nmn 101 fmeocenteil* וווו n ist Satte der [mi tidi a mf fitef ttf eutüftg ihrer Gegner itt Erfüllung ,brachte. Der gesunde, praktische SÖäi der religiösen Jildeä, der ffih beivog, sieb damals schon mit dem im Leben nötigen Wisseft auszustätten, als ein staatlicher Schulzwang noch nicht existierte, derselbe gesunde Sinn ließ ihn auch die Schule nur als Vermittlerin realer, profaner;Behelfe sehen und bewerten, aber sieh ethisch von ihr unbeeinflußt halten. Angesichts der fortwährenden Wandlung, die die ethischen Begriffe außerhalb des Judentums im Laufe der Zeiten durchgemacht haben, ist dem ‘ Juden der Jahrtau* sende hindurch unwandelbar bewährte Geist seines Glaubens ein derart sicheres moralisches Gut von unbedingtem vollem Werte, daß ihm keinerlei neue Idee, gleichviel von welcher Institution sie ausginge, auch nur als teilweiser Ersatz angepriesen werden kann. Und das weist auch heute noch der profanen Schule ihren Platz in der jüdisehen Gemeinde an. Sie muß, abgesehen vom gesetzlichen Zwänge, auch sonst nicht als Gefahr der religiösen Er- Ziehung angesehen werden, weil eben eine religiöse Ge- ־meinschaft schon in sich selbst die Sicherheit tragen muß, gegen etwaige Gefahren .weltlichen Einflusses gefeit zu sein. Diese Sicherheit liegt ihi Geiste des jüdischen Gemeinde- und Familienlebens, und wo diese keinen Schutz gegen die ethische Entfremdung der Jugend bietet, dort muß auch die beste konfessionell-profane Sohule, mit dem religiösesten Lehrkörper, versagen. Die Pflege dieses Geistes im jüdischen Hause muß aber gleich am ׳Beginn mit der Entfaltung des kindlichen Sinnes einsetzen, wodurch dann sowohl der Knabe als auch das Mädchen mit jenem kritisch überlegenen Unterscheidungsvermögen ausgerüstet wird, ohne welches sich heute eine Erhaltung jüdischer Anschauung und jüdischer Lebensübung im Leben, auch über die Schule hinaus, nicht denken läßt. Nach alldem bleibt natürlich die Frage noch offen, inwieweit eine jüdische Gemeinde auch einen religiös indifferenten oder der Religion sogar ablehnend gegenüber stehenden Lehrer durch Vertrag oder gegenseifiges verständiges Entgegenkommen zur Wahrung einer ideellen Neutralität verpflichten kann. Aber im Grunde genommen hängt die /Stabilität des jüdischen Erziehungs- Werkes nur mit dem jüdischen Hause und mit den ausgesprochen rein religiösen Institutionen der jüdischen Gemeinde zusammen. BEKIZZUR ... -— Es verlautet, daß das orthodoxe Rabbinerkomitee schon in den nächsten Tagen zur Beratung interner Rabbiner-Angelegenheiten zusammenkommen wird. * . — In Mukaöevo ׳haben friedliche Verbandlungen eingesetzt, die auf eine vollkommene Bei-' legung der Konflikte innerhalb der Gemeinde hinzielen. ' * * — Zum Nachfolger des auf tragische Weise verblichenen J 6 r e r, R a w s s. Z. 1. wurde durch einheiligen Gemeinäebeschluß dessen Sohn gewählt. % — Um die freie D a j ans teIle in Sevlus bewerben sich mehr als 25 Kandidaten. Angeblich sollen Rabbiner Mosche Würzberger -IrSava und Rabbiner Sam. ß c h i c k 1 e r, derzeit Marienbad, die aussichtsreichsten sein, . —. (S. B.) Personalnachrlchten. Todesfall: In Prag verschied vorige Woche im Alter , von 94 Jahren das älteste Mitglied der Chewra- Kadischä und Altneuschül, Herr Josef.Reach, ein Nachkomme von Rabbi Jehuda Hachosid. חנצב׳ה. Jugoslawien■ Politik an den Grenzen Die — mit G. H. erfolgreiche — Entwicklung der Agudas Jisroel in Jugoslawien und ihre Berichte in den Zeilen dieses Blattes werden nicht nur innerhalb Jugoslawiens, sondern auch an den Grenzen der Nachbarländer aufmerksam verfolgt, vor allem in der orthodoxen üeffentlichkeit, auch nichtagudistischer Richtung. Ein erfreuliches ׳Symptom, denn Kenntnis und Verständnis einer Sache . ist die Voraussetzung der Billigung und Förderung. So bringt auch die Zeitung ״N <§ p ü n k“ in Oradea, Rumänien, in einer ihrer letzten Nummern eine ausführliche Betrachtung über die Arbeit der Orthodoxie in Jugoslawien. Der Herr Artikelschreiber hat als Beobachter an der Grenze sich seih Bild von der jugoslawischen Aguda durch sein besonderes Fernglas, dem die Parteibrille vorgesetzt war, gemacht und die Tendönz seiner Ausführungen ist schon nicht mehr an der Grenze, sondern jenseits der. Grenze jedes Gebots politischer Fairness und Vornehmheit, die bei innerjüdischer Politik unter allen Umständen gelten sollte. Benützt doch der Artikel das notabene der Aguda-Presse entnommene Material!und die Würdigung der Leistungen der Aguda' in Jugoslawien und ihres Bestrebens, der Thora im öffentlichen Leben Jugoslawiens immer mehr Raum zu schaffen, dazu, um der Aguda Abschwenkung in das Lager der misrachi stischen Ideologie nachzurühmen oder vielmehr dick anzukreiden, andernfalls hätte die Aguda nichts leisten können! Die Verfeohtung der eigenen Ideen bei jeder Gelegenheit in allen Ehren, aber sie sollte, wenn schon ohne zartbeseitetes Herz, dann doch mit . mehr Verstand« geschehen. Wir trauen immerhin dem Artikelschreiber so viel Verstand zu, daß er eine Offensive vom eigenen gefestigten Lager aus, wie sie die Aguda für die Interessen der Thora unternimmt, von der Unterordnung unter fremden Oberbefehl, wie die des Misrachi, zu unterscheiden weiß. Diesen Verstand vorausgesetzt, müssen wir zu uhsjerem Bedauern sodann das Fehlen objektiver Win digung des ״Gegners“, der doch im jüdisch-geistigen Sinn Grenznachbar und, Freund sein sollte, feststellen —־ und statt - dessen den Versuch eines Bluffs zu Reklamezwecken konstatieren. Wir möchten wünschen, daß auch die Heitren an der Grenze sich von jetzt ab zu dein Grundsatz des ״lauteren Wettbewerbes“ bekennen Und erkennen, daß jüdische Zusammenarbeit — auch über die Grenzen der Organisationen, nur bei Klarheit und Reinheit der Ideen und der politischen Praxis möglich ist, — Chamischo-Ossor-Fcier der A.-J.-Frauengruppe Subotica. Die Agudas-Jisroel-Frauengruppe Subotica erbrächte durch den wohigelungenen Verlauf ihrer zahlreich besuchten Chamischo-Ossor-Feier den Beweis, daß der junge, aber bereits durch Errichtung der Beth-Jakob- Schule aktiv wirkende Verein aüch auf dem Gebiete jüdi- Scher Geselligkeit das Beste leisten kann. Nach kurzen Begrüßungsworten der Präsidentin, Frau Wwe. Berger, erstattete Frau Samuel Deutsch ein wirkungsvolles Referat über Agudas Jisroel und Frauenarbeit. Nach einer vorzüglichen Rezitation Von Frl. L. Engländer folgte ein Referat von Frl. F. Winkler über ״Beth-Jakob“ welches mit großem Beifall aufgenommen wurde. Die Mitglieder der Hachschoroh brachten als Gäste in trefflicher Weise mehrere hebräische und jiddische Lieder zum Vortrag. Besonderer Dank gebührt auch den Arrangeuren der Feier, vor allem den Damen Fischer, Klein und Spitzer. — Sijumfeier in Baö. Petrovoselo. Die Talmud Thora veranstaltete am Moze-Schabbos Beschalach einen Sijum auf Messechtas Bezoh. Die Prüfung durch Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Prager brachte dank dem ausgezeichneten Unterricht durch Herrn Lehrer Klein ein ausgezeichnetes Resultat. In schönen Diwre-Thora eiferte der Oberrabbiner die Bachurim zu weiterem Lernen an. Die Stimmung der Feier bietet Gewähr dafür, daß die Talmud Thora auch weiter tatkräftige Unterstützung und einen weiteren Aufstieg erfahren wird. — Auszeichnung des Herrn Dr. Bukiö-Pijade. Herr Dr. Bukiö-Pijade, Arzt in Beograd, wurde durch den Erlaß Sr. Majestät mit der 2. Klasse des Sv.-Sava-Ordens, einer der höchsten Auszeichnungen im Staate, geehrt. Herr Dr. Bukiö-Pijade ist eine der bekanntesten jüdisehen Persönlichkeiten in Jugoslawien. Aus Anlaß dieser großen Auszeichnung war Herr Dr. Bukiö-Pijade Gegen1stand vieler Ehrungen von jüdischen und nichtjüdischen Körperschaften und Verbänden. Auch wir gratulieren! — Probleme der sephardischen Judenheit. Die Sephardim-Organisation in Beograd führt gegenwärtig einen Vortragszyklus über die Probleme und Aufgaben der sephardischen Judenheit durch. Als erster Redner sprach Dr. Jeschua Kajon über Ideologie und Bewegung. Der Redner streifte in einem historischen Rückblick die Geschichte der Sephardim und ihr Werden zu einer besonderen ethnischen Gruppe in der Judenheit. Wenn auch die Aschkenasim heute die führende Rolle im Judentum spielen, so solle man doch auch ״die Töne der sephardisehen Violine anhören, welche bei der aschkenasischen Harfe fehlen“. Der Redner forderte alle Sephardim zur Sammlung in ihrer eigenen Organisation auf. llonKa Hasel Pieätany Prof. Karo!9 Schm Budapest Verlobte Langers Spezial-Frisier- und Aurttmier-Salon Wien, II., Franz-Hocbedlinger-Gasse 25 Haarschneiden S 1.—, Aurumieren 60 g, Kinder-Haarschneiden 80 g. Im Abonnement besonders billige Preise. Samstag geschlossen. Orthodoxe in anerkannt prima Qualität liefert en gros, en detail M AZZESB'ÄCKER El מצות Gemeinden und Wiederverkäufer Rabatt STERN GAL A N TA KLEINE ANZEIGEN Auto* Fahrschulen!!! Keine Lockpreise!!! Behördl. vorachrlftsm. lehren die guten, billigen Neuäegger- Schulen, VIII., Neudeggerg. 18, Tel. 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R-33-808. — Neuwahlen bei der Zagreber autonomen orthodoxen Kultusgemeinde. Bei den aM 14. v. M. durchgeführten Wahlen wurden in den Vorstand der autonomen orthodoxen Kultusgemeinde folgende Herren gewählt: Samuel Zeitlin, Präsident, Alexänder Herskovic, Vizepräsident, Leo Hessel, Kassier, Ignaz Knacker, Tempelvorstand, Josef Rothstein, Tempelvörstand. — Jubiläum des jüdischen Frauenvereines ״Israelitische Ferienkolonie“ in Zagreb. Sonntag, den 21. V. M.f fand im Sitzungssaale der Kultusgemeinde eine feierliche Sitzung anläßlich des 20jährigen Bestandes dieses wohl■־ tätigen Frauenvereines statt. Der Verein leistet auf dem Gebiete der Wohltätigkeit Beträchtliches und ist dies zum großen Teil der Präsidentin dieses Vereines, Frau Maceljska, zu verdanken. — Vortrag des Herrn Dr. Lavoslav Sik. Dienstag, dem 20. v. M., hielt der bekannte jüdische Historiker und Vizepräsident der israelitischen Kultusgemeinde in Zagreb, Herr Rechtsanwalt Dr, Lavoslav Sik, einen sehr lehrreichen und interessanten Vortrag Über die Entstehung der Zunamen bei den Juden. — Abschiedsfeier der A.-J.-Jugendgruppe Subotica. Aus Anlaß der Vermählung ihres verdienten Mitgliedes Herrn Josef G l a s e!r.veranstaltete die A.-J.-Jugendgruppe eine schön verlaufene Melawo-Demalko-Feier, die als vorbildliche jüdische Geselligkeit angesprochen werden konnte. Herrn Glaser begleiten zu seiner Verheiratung herzliche Masel-tow-Wünsche aller seiner Freunde. — Maßnahmen der jugoslawischen Regierung gegen Einwanderer. Hierüber kursierten in der Presse verschiedene unkontrollierte Nachrichten. Tatsache ist lediglieh, daß die Regierung aus dem Grund kommunistischer Betätigung einiger polnischer Bürger in Ljubljana (Laibach) die Ausweisung polnischer Staatsangehöriger verfügt hat. Dies hat mit der grundsätzlichen loyalen Ein- Stellung der Regierung gegen Emigranten nichts zu tun, insbesondere ist sicher, daß die Ausbildung polnischer Staatsangehöriger aus Deutschland für Erez Jisroel hierunter nicht leiden wird. — Jüdische Wohlfahrtsarbeit in Novisad. Die jüdisehe Gemeinde dn Novisad hat die seit einigen Jahren bestehende Altersfürsorge, die an bedürftige alte Männer und Frauen regelmäßige Unterstützungen ausbezahlt, weiter ausgebaut. Hiefür wurde in der letzten Zeit eine beträchtliche Summe aufgewendet. — Deutsches Hilfsvverk in Banjaluka. Die sephardische Gemeinde in Banjaluka hat einen Fonds errichtet, der für Unterstützung und produktive Förderung deutscher Emigranten bestimmt ist. HIIIIIIIIIIIIII1IIIIIIIIIIII1IIIIIII1III1I11I11111II11I1(IIIIIIIIIIII1III|& | la Qualität Borovicka יסיח£ j | SÜVOVitz אח למהדרין מן המהדרין | 5 erzeugt unter eigener strenger Aufsicht. 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Tag Adar I Februar דף יומי נזיר Kalendarium Freitag 1 16 ד יום כ׳ דראש חדש Samstag 2 .־ 17 ד! פ׳ תרומה Sonntag 3 18 •ו■ Montag 4 .19 ז Dienstag 5 20 ח Mittwoch 6 21 מ¬ Donnerstag 7 22 י Freitag 8 23 יא Samstag 9 24 .י3 פ׳ תצוד! חחלת זמן הנחת תפילין R48 I (nur dringendenfalls) *fll&i ן Nur für 050 סוף זמן קריאת שסע Wien (סוף זמז יויוש לכגת נאדר: Mittwoch nacht, 28. Februar 1933 Adas Jisroel (Schiffschul). Gehetsstunden in der Zeit vom 1. bis 8. Adar 5694: Freitag, den 1. Adar, Mincha 5.15 Uhr. שיק פ׳ •תרומה Morgengebet 7 Uhr und 9.30 Uhr. 6.05 מוצשיק Uhr, Minphä 3.30 Uhr. An Wochentagen Morgengebet 6.30 Uhr, Mincha 5.30 Uhr. Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türk! (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, II., Malzgasse 12 a. — Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien,!1״ Franz- Hoebediinger-Gasse 3. Druck: Druckerei-und Verlags-A.-G, Ig. Steinmann, Wie», IX., Universitätsstraße 6-8.

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