Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 5 (2.2.1934)
- Date
- 1934-02-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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־ m s Brief aus Polen. Vbn J&föf SeMÄttft» Wäfsehäü. : Die ÄfttdiitiseHe JjSfttfüiHöfifef'ifia in , Polen hat eine fiele buh g der örthödöxen Klail-Ärbeit f auf allehGebieten in die Wege geleitet. Das neugewählte Zentralkomitee hat sich bereits konstituiert. Als Präsident der polnischen Agudah wurde I. M. Lewin, als Vize- Präsidenten Rabbi A» L e W i tt, RZesZoW, Rabbi S 0 r o 12kin, Duck, und Abgeordneter Mlh2bef g, als Generälsekretär A. S. Pf iedtnantt bestimmt. Für die Verschiedenen Gebiete der agudistischen Arbeit wurden Kommissionen konstituiert. Das Zentralbüro hat die neuen! Lokalitäten in der St. Jesska 22 — li Räume — bezogen. Die gesamte Arbeit der Agudah Wurde reorganisiert und entsprechend den jetzigen Verhältnissen auf breitere Basis gestellt. * Besonders intensive Tätigkeit wird auf dem Gebiete der Erez-Jisroel -Arbeit entfaltet. In den letzten Tagen ist die erste Gruppe agüdistischer Olim, die in den Hachschoröstätten der Agudah Ausbildung genossen haben, nach Erez Jisroel abgefahren. Der verdienstvolle Leiter der Warschauer agudistischen Palästina-Zentrale, Herr Pinchas Lewin, hat sich ebenfalls, gemeinsam mit dieser Gruppe, nach Erez Jisroel begeben. Am Bahnhof Versammelten sich tausende Agudisten sowie die agudistisehen Führer und bereiteten. den abreisenden Olim einen herzlichen Abschied. In kürzer Zeit wird eine zweite 1 Grüppe agüdistischer Olim die Reise nach Erez Jisroel antreten. Mit besonderer Energie wurde die Sammelarbeit für die ״E in e-►M i 1 l'i o n ־ Z1 o t y ־ K a mp agn e" für den Keren Hajischuw, die von der Landeskonferenz beschlossen wurde, aufgenömmen. Die Leitung dieser Aktion liegt in den Händen des bekannten Schriftstellers Benjamin M i n z und des Redakteurs des ״Bes-Jaköw-JoUrnal“, A. G. F r i edensohn. Die verschiedenen Hachschoröstätten der Agudah für Zeirim sowie die für die' Bnos Agudas Jisroel in Sobkow, Chorzel, Mlawa, Tarnopol usw. arbeiten in vorbildlicher Weise und ermöglichen den jungen Agudisten eine fachliche Ausbildung. Das ״Jüdische Tagblatt" widmete der agudistischen Erez-Jisroel-Arbeit eine 30 Seiten starke Sondernummer mit interessanten Artikeln über Erez Jisroel, Einwanderung, Wirtschaftsfragen usw. * Einer Reorganisation wurden auch die Agudah- .Jugendgruppen unterzogen. Die Leitung der Jugend- Organisation wurde neu konstituiert, und zwar gehören derselben künftighin auch׳ mehrere Rabbonim und Führer der Agudah an. Am 15. Schewat sind es fünfzehn Jahre seit der Gründung der Zeire-Agudas-Jisroel-Gruppen in Polen, und es wird aus diesem Anlasse in Warschau eine Jubiläumsveranstaltung abgehalten werden, bei •der der bekannte Zeirim-Führer, Rabbiner Zwi Hirschhorn- ' Jaworzno, die Festrede halten wird. Das Hauptgewicht bei der Arbeit in der Jugendorganisation wird auf das, Gebiet; der Erziehung gelegt. Besondere Aktivität wird jetzt in G a 1 i z i en entfaltet, wo die Agudah unter den religi- Ösen Jugendlichen letztens viel Anhänger gewonnen hat. Mt In Kürze sollen in Polen in den einzelnen Orten die Stadtratswahlen stattfinden und die Vorbereitungen hiezu sind bereits in vollem Gang. In mehreren Orten Galiziens sind die Wahlen bereits abgehalten worden und überall sind agudistische Vertreter in die kommunalen Körperschaften gewählt worden. Die Bestrebungen der Agudah gegen dahin, zu den Wahlen in Kongreßpolen in den einzelnen Orten vereinigte jüdische Listen aufzustellen, mit dem Programm, die gegenwärtige Regierungspartei zu unterstützen. Diese Bestrebungen der Agudah scheinen von Erfolg begleitet zu sein und es ist zu erwarten, daß sich alle jüdischen Parteien auf Grund dieses politischen Programms zu einem Block* z usa.mm.en schließen. Die von der Agudah in Polen seit Jahren betriebene Landespolitik der Mitarbeit mit der Regierungspartei wird heute auch schon von den anderen jüdischen Parteien als die allein richtige Politik anerkannt. Im Mittelpunkte der Bemühungen der agudistischen Parlamentarier steht gegenwärtig die Frage des Schul- 1 ge.se tzes, durch welches die religiösen Chinuch-Institutionen in ihrer Existenz bedroht erscheinen. In. der ״Jüdisehen Presse" wurde bereits berichtet, daß der Kultus- .,minister eine günstige Lösung dieser Frage zugesagt hat. * , In letzter Zeit sind auf dem Gebiete der orthodoxen Literatur eine Reihe neuer Werke erschienen. Vor allem ist zu erwähnen eine vom Menorah-Verlag (Warschau) herausgegebene Biographie des Chofez Chaim von Dr. M,• Rosner in polnischer Sprache. Aus der Feder dieses Autors, der sich bereits auf wissenschaftlichem Gebiete einen Ruf errang, erschien auch eine Biographie des Lubliner Raw, ebenfalls in polnischer Spräche. Dr. Rosner schrieb auch eine ״Geschichte des Chassidismus", das einzige Werk seiner Art in orthodoxem Geiste. Hoffentlich werden diese Werke bald auch in die jiddische und deutsche Sprache übersetzt werden, um sie einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen. ^—— ZUM WOCHENABSCHNITT llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllH Ich bin der Ewige, dein G־tt ... Du sollst nicht haben andere Götter . . . Das Gebot vom Glauben an G-tt ist dem Ver• hot des Götzendienstes v o r a n g e s t e 111. Diese Anordnung ist äußerst aufschlußreich. Sie will besagen, daß der Atheist moralisch tiefer steht als der Götzendiener! (Ihn Ezra.) * Das erste Gebot ist nicht in der Form eines Befehls, sondern in der einer Proklamation abgefaßt. ״Glauben kann man eben nicht befehlen. Es liegt nicht in unserer Hand," So könnte es der G-ttlose zu seiner Entschulcügung aüslegen. Er dünkt sich in einer Weit des Zweifels und Unglaubens eingesperrt, wie in einem Gefangenhaus, aus dem er sich nicht befreien kann. Der Wortlaut des ersten Gebotes belehrt uns eines besseren. In ihm ist ausgesprochen; Der G-ttesglaube ist seit dem Auszug aus Aegypten für immer in der jüdischen Volkspsyche verankert; Die Erlösung von damals hat den jüdischen Menscher* aller Zeiten auch aus den jeweiligen Lügengebäuden sein er Epoche herausgeführt und ihn so von der Gottlosigkeit, dem ödesten״Haus der Sklaven“, befreit; Im ersten Gebot ist demnach proklamiert; in Zukunft hat Hein Jisroeimensch das Rechte zu behaupten, daß er für seinen Unglauben nicht verantwortlich sei. (R. Zadok Hakohen aus Lublin.) Jüdische presse ■ääü Seite 3 : trn Wtenfr Sfädtiihüttät lt&tikmmi&ti JÜDISCHE KOCHSCHULE . Latmq; C. Schmtt .׳' ftfatktm«, tfnfadt« bis feirtite rtätfit, Rehfcort, Hatl0n3ljf>4f*4n irtWeWuhfleH, ÄVakünfl«: Wf«n IlylJolUindstras»» f?r, 8, Hl. Sttifft 1/41 Wendung iti der Mordsache Arlosoroff. In dem Ütttersuchüngsverfähren gegen den des Mordes än Dr. Arlosöföff angeklagten Stavsky und Kon- Sorten ist eine sensationelle Wendung eingetreten. Die Tat soll von zwei Mitgliedern einer arabischen Terrorbande, von denen einer bereits ein Teilgeständnis abgelegt hat, begangen worden sein. Die palästinensischen Tageszeitungen gaben in Extraausgaben diese sensationelle Nachricht dem Publikum bekannt und nur der ״Davar", das Organ der zionistisch-sozialistischen Histadruth, dementiert diese Meldung, Die Erez-Jisroel-Konferenz in Frankfurt am Main* Wir erhalten von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel in Frankfurt am Main folgende Zuschrift: In Nummer 1 des laufenden Jahrganges Ihrer gesch. Zeitschrift veröffentlichen Sie einen Bericht Über eine hier stattgefundene Palästina-Konferenz, der in seiner ganzen Aufmachung die irrige Vorstellung erweckte, als ob in der Tat die Konferenz als öffentliche Versammlung mit Referaten etc. sich so abgespielt hätte, wie diese in der Tat ursprünglich vorgesehen war. In Wirklichkeit war dies jedoch nicht der Fall. Wir hatten zwingende Gründe, in letzter Stunde die Konferenz als solche abzusagen und lediglich, um denjenigen Delegierten, welche die Absage nicht mehr rechtzeitig erreichte, keine Enttäuschung zu bereiten, in einer geschlossenen Sitzung, zu welcher Gäste nicht zugelassen wurden, die Referate in Form von Leitsätzen zu übermitteln und sie zu bieten, das, was sie gehört und gelesen haben, ihren Gruppen weiterzugeben. Der größte Teil der Tagung, die eine reine Arbeitstagung war, vollzog sich in engen Kommissions- Sitzungen, welche zwar sachlich sehr wichtige Beschlüsse faßten, im übrigen aber nur im engsten Kreis besprochen wurden. Eine öffentliche Veranstaltung, die ursprünglich geplant war, fand nicht statt. Wir bitten Sie höflichst, diese Berichtigung in der nächsten Nummer Ihrer gesch. Zeitschrift zum Abdrucke zu bringen. Mit vorzüglicher Hochachtung: Palästina- Zentrale der Agudas Jisroel. Gez. Dr. S. Ehrmann. VereSnsnachrichten. Agudas-Jisroel-Jugendgruppe. Allwöchentlich am Mozze-Schabbos von 8 bis 10 Uhr findet unter Leitung des bekannten Sportlehrers Finczus im Turnsaal, II., Malzgasse 16, das Turnen statt. Teilnehmerbeitrag monatlich 1 Schilling, einmalig 30 Groschen. Agudas-Jisroel-Madchengruppe Wien. Schabbos Parschass Jissro spricht Herr Prof. Dr. Eisler über ״Palästina und wir“ im Lokal der ״Wienea“, II., Obere Donaustraße 91, um halb 11 Uhr vormittags. Autöreise nach Mattersburg. Aus Anlaß des Mazewoh-Stellens für Rabb. Josef Baumgarten s. Z. 1. veranstaltet die Agudas -Jisroel- Ju g endgr u pp e, Wien’ IL, Floßgasse 1, am Sonntag, den 18. Februar (3. Adar) um halb 8 Uhr früh von ihrem Heim aus eine Autobusreise nach Mattersburg. Preis tourretour S 6.20. Anmeldungen bis 10. Februar allabendlich im Jugendgruppenheim bei Herrn Emil Adler. Personalnachrichften. Todesfälle. Am 14. Schwat wurde in M a 11 e r sbürg Frau Julie Deutsch, die treue Gattin des langjährigen Rosch-Hakohol der hiesigen Gemeinde R. Josef Elieser Deutsch s. 1. im Alter ״von 78 Jahren zu Grabe getragen. Die Dahingeschiedene war durch die edle Sinnesart, selbstlose Hingabe und Pflichterfüllung allgemein bekannt und verehrt. Sie verkörperte in ihrer Person in rührend schlichter Weise jene Wohltäterin, die Zedokoh im stillen zu üben pflegte. Drei Söhne und drei Töchter, unter ihnen Herr Emil Deutsch in Wien, beweinen in ihr die treue Mutter, die vielen Armen und Bedürftigen die große Helferin in der Not war. — Am ,12. Schwat fand die Lewajoh des Herrn Simon Kohn, Mitglied der Adas-Jisroel-Schiffschul, statt. Er war ein Sprößling altehrwürdiger Familie, die stets mit allen Fasern zum altüberlieferten Judentum stand, Der Verblichene war Obmann des. Tempelvereines in der Schönlaterngasse, eines der ältesten Bethäuser Wiens, zu dessen Erhaltung er sein Möglichstes tat► Der Verblichene war durch seine Wohltätigkeit allgemein bekannt. Im Trauerhause, hielt Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Fürst einen tiefempfundenen Nachruf.,-!,תגצב _ SESSEL, Tische/ Lolterbetten Spezialwerkstätte, Adler VII,, Apollogasse 18, Tel. B-38-7-82. Billigste Preise, Zahlungserleichterungen. Unser Gaumen ist verwöhnt. Auch bei Torten und Mehlspeisen wollen wir nun den uns zusagenden besonderen Geschmack, sei es Zitrone-, Mandel- oder Rumaroma, nicht missen, Nicht immer hat aber die Hausfrau die Früchte zur Hand, oft müßte auch wegen der benötigten paar Tropfen Saft eine ganze Zitrone geopfert werden. Die kluge Hausfrau greift daher gerne zu Dr. Oetkers Backölen, die in Zitrone-, Mandel- und Rumgeschmack erhältlich sind und von denen wenige Tropfen genügen, um dem Teig der Torte oder des Kleingebäcks ,den gewünschten Geschmack zu verleihen. Ueberaus ausgiebig, sparsam im Gebrauch und jederzeit zur Hand, vereinigen diese jüngsten Oetker-Erzeugnisse Vorzüge, die gewiß jede Hausfrau zu schätzen weiß. Mit diesen Präparaten dürfte es unserem heimischen Nährmittelwerk der Firma Dr. A. Oetker in Brünn gelungen sein, einem von unseren Hausfrauen längst, gefühlten Mangel, abzuhelfen. Verlangen Sie *bei Ihrem Kaufmann Doktor Oetkers Backöle, 1 Fläschchen kostet bloß tsch. K —.80. Aufsiehtshehördestandpunkt für Fahrsehulenbetriebe. Die Anlockung von Schülern ״zu besonders billigen PreL sen ist irreführend und kann mangels genügender Fahr■« ausbildung die öffentliche Sicherheit und das eigene Leben gefährden. Die Redaktion empfiehlt in diesen» Sinne und nach. Erkundigung die im behördlichen Sinne geführten und nicht nur für die Prüfung, sondern für die Fahrpraxis i^lehrenden: Neudegger Fahrschulen, Wien, VHLi Newdeggerggsse Nr, 18, Telephon B-46-5-72, und inzersdorf (Niederösterreich), Auskünfte über öle Güte der Schule werden in der Redaktion (Tel, A-46-Q-15) bereitwilligst erteilt. E . MORITZ LACKENBACHER BÜCHERREVISOR Wien IV, Taübstumtnengässe 3» Tel.1>4!>-942 empfiehlt sich für ßilanzaüfdfellüfigefl, Revisionen, Buchhaltungen, Steuerberatungen zu mäßigen Bedingungen Referenzen von mehreren Schomre-Schabbos-Fiffflen Jschechoriowakei^ Talmidim-Zu9ammenkunft in Nitra. In dieser Zeit des rücksichtslosen Materialismus, in der alles Geistige dem Interessenkreis des Durchschnittsmenschen zu entrücken scheint, in dieser Zeit der hastigen Jagd nach dem Mammon, in der das Gefühlsmäßige dem Begriff des zeitgemäßen, als ״modern" gelten wollenden Menschen etwas Fremdes, Unvernünftiges, den Zeit- Verhältnissen Widersprechendes gilt, kann man es nur aufs wärmste begrüßen, wenn unter den ehemaligen Talmidim der Jeschiwos das Bestrebeh bemerkbar wird, in gewissen Zeitabständen immer wieder einige Zeit im Kreise der thorabeflissenen Jeschi wo jünger, ’ in der Nähe ihres Rabbi zu verbringen, um am nie Versiegenden Borrt der Thora und am Urquell Unverfälschten, lebendigen und lebensfrohen Judentums neue Kräfte zu sammeln und sich mit wirkungsvollem Rüstzeug gegen die schädlichen Einflüsse der Umwelt auszustatten. Den ־ ehemaligen Talmidim ist es wieder einmal vergönnt, die begeisternden und aufmunternden Worte des Meisters und seine liebevoll mahnende Stimme zu vernehmen und Erinnerungen der Jeschiwazeit aufs neue ins Gedächtnis zu rufen. Und so wird der Kontakt zwischen Schülern und Lehrer wieder hergestellt und längst verklungene Lehren aufgefrischt. Es braucht nicht erst gesagt zu werden, daß die solcherart gewonnenen Eindrücke von nachhaltiger Wirkung sind ünd daß sie so manchem der Versammelten, die vielleicht zu wanken beginnen, die moralische Stütze wiedergeben und seine geistig-religiöse Haltung festigen. In Erkenntnis der Tatsächlichkeit dieser . Fest- Stellung hat die derzeitige Leitung der Neutraer Jeschiwa im Einvernehmen mit. dem ehrwürdigen Rabbi den Ent- Schluß gefaßt, die ehemaligen Talmidim der Jeschiwa, auch diejenigen, die sie noch in ihrer früheren Residenz, in Krompachy und Tyrnau, frequentiert haben, zum zweiten Male zu einer Zusammenkunft einzuberufen. Das erste Treffen der Talmidim, das in Tyrnau stattfand, ist noch allen Anwesenden in lebhafter Erinnerung,, und es darf wohl angenommen werden, daß auch diesmal recht viele Schüler und Freunde der Jeschiwa an der Zusammenkunft Anteil nehmen werden. [G. Löw. Für die Beth-Jakob-Schule. In der ganzen Slowakei wurden letzthin eine Reihe v von ״Beth-Jakob"-Schulen gegründet. Endlich ist die Einsicht durchgedrungen, daß auch-die jüdischen Töchter zu glaubenstreuen Jüdinnen erzogen werden müssen. So gründete man ״Beth.-Jakob"־Schulen. Da aber diese Gründungen ׳keine finanzielle Basis hatten, mußten häufig solche Schulen nach kurzem Bestand wieder aufgelöst werden. Der Beschluß de!3 orthodoxen Gemeindevorstandes in Novö Zämky ist daher als •mustergültig zu begrüßen. Rafael Kohn, der agile Präses, der zielbewußt um den Aushau der wirklichen Orthodoxie unermüdlich tätig ist, hat in das heurige Budget der Gemeinde eine ständige Sub ve n tion für die ״Beth-Jakob“-Institution eingestellt. Wenn auch der •Betrag nicht groß ist, ist die Tatsache selbst bedeutungsvoll. Denn die anderen Gemeinden werden sich von Nov<§ Zämky ein Beispiel nehmen und werden ihrerseits auch so Vorgehen. Nachdem der Vorstand dem Anträge des Präses zugestimmt hat, ist zu hoffen, daß die ״B.-J."-Schule sich immer mehr entwickeln und der echtjüdische Geist der ״B.-J.“-Schule in den Herzen der jüdischen Frauen sich tief einwurzeln wird. B. N. ־ Bildergalerie Stern in Bratislava. Maler Armin 1Stern hat im Pälffy-Palais in Bratislava seine Palästina- Ausstellung eröffnet. Er bringt eine große Kollektion von Bildern, fast alle heiligen Stätten in Jerusalem, Saffed, Hebron,. Meron usw., interessante orientalische Judentypen und als Ueberraschung ein Portät des Oberrabbiners der ״Edo Hacharedis" in Jerusalem, Rabbi Josef Zwi Duschinsky. Armin Stern zählt zu den wenigen jüdischen Künstlern, deren Bilder in den berühmtesten französischen Bildergalerien und Museen Platz fänden, und es ist daher sehr erfreulich, daß er nach langem Sehnen den Weg nach Erez Jisroel angetreten hat und auf seiner Palette in künstlerischem Schaffen eigener Prägung das dort Gesehene festhielt, um auch in uns, denen es noch nicht gegönnt war, Erez Jisroel mit eigenen Augen zu sehen, eine Ahnung von der majestätischen Herrlichkeit der palästinensischen Landschaft und der ergreifenden Mystik der legendenumworbenen heiligen Stätten aufsteigen zu lassen. lfi*v ׳י״י\ייימו׳ י יי * DR. OETKER’S VANIIUNZUCKER verleiht durch 501n Aroma den Oetker-Speisen ihren vielgeruhm• len feinen Gosdimack.