Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 4 (26.1.1934)
- Date
- 1934-01-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf,4 «eoiseaxs PJtESSE 3sit8 s VerelnsnachrUhten. ÄÜIII S-Ühi^fee itef Frailenhilfe Bitte« Frau Malvine!Kaufmann und Frau Jetti Raab für Dienstag, de« 30. Jänner d. J.y ins Caf 6 Deuts eh* 1L, HermifiehgäSäs Kr. 10. Die Damen erbitten recht viele Gäste. Agudas-Jisroel-Jugendgrtippe, Wien, II., Floßg. 1. Sonntag, den 28. Jänner, um %8, Uhr abends, hält Herr Dr. Deutschländer einen Vortrag: ״Bericht Über die Lage in Efez Jisroel׳ auf Grund eines persönlichen Aufenthaltes“. Agudas- Jisroel - Mädchengrüppe Wien. Schabbos Parschas Beschalach spricht Frl. Eva Landsberg ״Etwas aus unserer MUssarliteratür“ im Lokale der ״Wienea“, II., Obere Donaustraße 91, um halb 11 Uhr vormittag. — Mittwoch, den 31. ds., um 7 Uhr abends, beginnt im Mädchengruppenlokal, II., MalZgasse 16, ein Kurs des Herrn Dr. Leo Deutschländer über ״Mischle“. Chamischo-Ossor-Feier des Chi nuch-Amtes. Das Chinuch-Amt des Keren Hathora veranstaltet am Chamischo-Ossor-hSchwat in der A.-J.-Jugendgruppe um Kö Uhr nachmittags eine Feier für sämtliche Schüler der Wiener Thoralehrstätten. Gewähltes Üeberraschungs- Programm (Erez-Jisroel-Lichtbilder, Chor, Geschenkeverteilung usw.). Regiebeitrag: 30 Groschen. Bei Verstopfung nimm DARMOl Sijumfeier in Frauenkirchen. Die Agudas-Jisroel- Jugendgruppe in Frauenkirchen feierte vergangenen Mozze-Schabbos einen Sijum auf Traktat Bowo-Mezio. In Anwesenheit des Raws und der gesamten Jugend hielt zuerst Herr Mosche Deutsch einen scharfsinnigen Charifus- Vortrag. Bei der Mahlzeit hielt dann der Raw n. j., der durch seine Anwesenheit dem Feste einen!besonderen Glanz verlieh, eine zündende Ansprache an die Jugend, das Thora-Ideal weiterhin hochzuhalten. Es sprachen noch der Präsident der Jugendgruppe, Herr Schmuei Oesterreicher, Herr Ch. Deutsch und Herr A. Tauber. Nach lebhaften Smiros endete gegen Mitternacht die schöne Su#dohschel-Mizwoh mit dem Absingen der Aguda-Hymne und einer Rekidah. S. D. aaBaaaaaanaaüHBBaaBBUHBaiaBanaanBBHaaaDaai Personalnachrlthten, * Geburten: EM« Mochteri Herrn Hermann Grün und Frau Mathilde geb. Häcker.^ Herrfi Schoebet Möritz Brauner. '.■'׳■4׳«, " Bar-Mlzwoh-Feiern. Vergangenen SChabbös fand die Bar Mizwoh-Feier des Sohnes Scbloöiö des Herrn Ludwig Breuer statt. Die zahlreich erschienenen Gäste hörten aufmerksam der schön vörgetragenett Droschoh des Bar-Mizwoh ZU, dem sie die Glückwünsche der ganzen Gemeinde überbrachten. — Am gleichen Schabbos fand im Hause des Herrn Emanuel Lamm, wieder in Anwesenheit einer sehr großen Freundesschar, die Bar-Mizwoh- Feier seines Sohnes .T i z c h ö k statt. Meisterhaft trug der ״Chosson" seine Droschoh vor, die von einem scharfen Pilpul in Agada überging und in-welcher er seinen Eltern und Großeltern für die ihm gewährte treUjUdische BrZiehung dankte. Todesfälle. Aus Groß-Enzersdorf bei Wien wird uns berichtet: Am Freitag, den 5. Jänner verstarb hier nach kurzem Leiden allzufrüh und noch Verhältnismäßig jung Moritz N e u m a n n s. A. Einer Kostier Tatmide-Chachomim-Familie entstammend, kam er in jungen Jahren nach Niederösterreich, wo er mit seiner ihm in.den Tod um einige Jahre vorausgegangenen Gattin ein Haus seiner alten Familientradition entsprechend gründete. Das ganze jüdische Leben in Groß-Enzersdorf und Umgebung gruppierte Sich um ihn. Er brachte die Minhogim seiner Heimat mit, die er hochhielt und denen er in Ehren Geltung verschaffte. Selbstverständlich, daß er der Chewra Kadischa und der Gemeinde jahrzehntelang Vorstand. So war denn auch die Lewajo, die Sonntag Parsches Boj stattfand, ein Trauertag nicht nur der schwergeprüften Familie, sondern der ganzen Gemeinde und darüber hinaus für ganz Groß-Enzersdorf. An seiner Bahre trauern zwei unverheiratete Kinder Und zwei Töchter, die in Niederösterreich ihre Häuser im Sinne ihrer Eltern an der Seite wackerer Männer errichtet haben. —־ Im Alter von 72 Jahren verstarb in Wien plötzlich am vergangenen Schabbos Herr Markus Abramovits, der sich wegen seiner Menschenliebe und als großer Baal- Zdokoh und Talmid-Chochom allgemeiner Wertschätzung erfreute. Die I-ewajoh fand unter großer Beteiligung am Sonntag statt. חנצב*ה Die Gefahren weichen vof dem Medizinälböflbofis PROTikASU A CHWPCB5/״! — Bei der am 21. d. M. abgehaltenen Vorstand s- Wahl in Sered Wurden folgende Herren gewählt: Präses: Emil Steiner; Vizepräses: lg. Müller; Kassier: S, Guttmann; Vorstandsmitglieder: G. Friedländer, Oskar Klug; Tempelvorsteher: Alex. Krakauer, S. Weinberger; Repräsehtanz: F. Braun, J. Brandspiegel, A. Friedländer, O, Frommer, M. Glück, F. Groß, M. Kubitschek, K. Müller, D. Müller, B. Paskusz, S. Politzer, J. Reiß, E. Reichmann, Fr. Roth,. Isidor Schwarz, Al. Schwitzer, F. Wollner, B. Wohlgemuth. — Die siowakisch-karpathorussische Jugendorganisation der Agudas Jisroel veranstaltet am 26. Schwat großangelegte Zusammenkünfte ihrer Mitglieder unter der Devise ״Chinuch". In der. Ostslowakei findet diese Pegischo in B ar de jov, in. der Westslowäkei in Nov« Zämky und für Podkarpatskä Rus in Svalava statt. Bei allen Treffen werden hervorragende Persönlichkeiten Referate über das Chinuchwesen halten. Gerne!ndewalil in Sv. Jur. Am 3. Jänner fand die Neuwahl der Leitung der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde in Sv. Jur mit einer Mandatsdauer von drei Jahren statt. Gewählt erscheinen die Herren: . Isidor Hübsch (Präses), Siegmund Faltisch (Vizepräses), Julius Horetzky (I. Vorsteher), ödön Sarkany und Tierarzt Moritz Nathan (Tempelvorsteher), Richard Weisz (Kassier), Max Weisz, Oskar Weisz, Adolf Weisz, Kästner sen., Salomon Nathan und Arnold Nathan (Repräsentanten). T s c 11 e c 11 o slowak ei ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■an■■■■■■■■■■■■■■■■■! Die Aktivisten. In den Zeiten, in welchen die nationalistischen und zionistischen Kreise und Zirkel den Trompetenschall ״Erez .Tjsroel!“ erschallen lassen, wo viele Tausende unserer Glaubensgenossen als einzigen Rettungsanker in dem wirtschaftlichen Unglücksmeer ״Erez •Tisroel“ ansehen, ist es eine heilige, unabweisliche Aufgabe, daß alle glaubenstreuen orthodoxen Juden eine intensive Tätigkeit für Erez Jisroel entfalten ■und diese Tätigkeit in der ganzen jüdisehen Welt laut verkünden. Gar viele Juden leben in dem Irrwahn, durch ihre nationale Liebe und Verehrung für Erez Jisroel ״gute" Juden zu sein, auch wenn sie die Gebote der jüdischen Religion .nicht, , beachten. Sie, reflektieren auf das Land unserer Väter, aber die Bedingung, welche an dieses Erbe geknüpft ist, wollen sie nicht kennen, noch weniger anerkennen. Diese Bedingung ist die Erfüllung der in der Thora niedergeschriebenen Gebote G-ttes. Darüber herrscht kein Zweifel: Derjenige, der eine Erbschaft übernehmen will, der muß vor allem die an diese Erbschaft geknüpfte Bedingung erfüllen. והבאתי אתכם אל הארץ ich werde Euch bringen in das Land ונחתי אותה לבם מורשה und werde sie Euch als Erbgut geben ח׳ צ׳ ל׳ משה מורשה קהלת יעקב wenn ihr als Erbgut nehmet die Thora, die ihr durch Mosche empfangen, שבזכות התורה ירשו הארץ (בעל הטורים שמות ו׳ ה׳> Diese Wahrheit zu verkünden und populär zu machen, ist die Aufgabe des ganzen jüdischen Volkes. Die orthodoxen Juden, welche diese Wahrheit immer gewußt'haben, begnügten sich damit, daß sie die Heiligkeit und Verbindlichkeit der Thora a n e rkannten. Da kam Agudas Jsroel, welche die Aktivitat der Orthodoxie auf ihre Fahne schrieb. Alle Tagesfragen im Sinne der heiligen Thora zu lösen, ist das Programm der Agudas Jisroel. Ueberall, zu jederzeit die Ideen des überlieferten, thoratreuen Judentums zu verkünden und sie zu verwirklichen, das bedeutet der Agudas Jisroel die Aktivität des orthodoxen Judentums. Mit Leib und Seele, mit Geist und Gut für den echt jüdischen Jischuw Erez •Tisroel zu arbeiten, das gebietet uns das Programm der Agudas Jisroel, das verlangt die Aktivität der Orthodoxie. Seit einigen Jahren (seitdem der Oberrabbiner von Nitra Aron Katz s. Z. 1. verschieden ist) ist die Aguda- Tätigkeit in der Slowakei allmählich eingeschlafen. Wir fragen und forschen nicht, warum. Wir konstatieren bloß diese traurige Tatsache. — Man versucht hie und da auf irgend eine Weise die Aguda-Gruppen zu regem Leben zu wecken. Bisher erfolglos! Wenn auch die J u g e n dgruppen eine geringe Tätigkeit entfalten, diese ist viel zu bedeutungslos, um auf die großen Massen mit einem sichtbaren Erfolg wirken zu können. Man versucht es jetzt mit der Gründung einer aktiv'ist Ischen Gruppe. Die Gründung einer neuen Vereinigung würde die ohnehin schwachen Kräfte nur noch‘weiter abschwächen. Wir wissen wohl: Jede Neuheit hat einen Reiz. Die neue Grün-; düng würde am A nfang etwas Anhang finden. Aber dies! führt zu keinem befriedigenden Resultat. Wir brauchen eine lebhafte, unermüdliche, zielbewußte Tätigkeit für Erez Jisroel, eine ebensolche Bemühung zur Förderung und Verwirklichung des Agudas Jisroel-Programms auf allen anderen Gebieten, ein aktives orthodoxes Judentum. Hermann Lövy. Nachwort der Redaktion. Der Autor dieses Artikels hätte wohl etwas mehr Betonung auf die ideelle Seite legen sollen, auf die tiefen Herzensbände, die gerade und nur das orthodoxe Judentum mit Erez Jisroel verbinden. Vielleicht tat er es nicht, weil es ihm eine bekannte Selbstverständlichkeit schien, die nicht erst erwähnt zu werden braucht. Reorganisierung der Agudas Jisroel-Landesorganisation. Nach vielen Vorbesprechungen, die mehrere Monate hindurch zwischen den Vertretern der Jugendorganisation und den maßgebenden Faktoren aus dem Kreise der agudistischen Führer abgehalten worden sind, bat sich ein provisorisches Komitee gebildet, dem die besten und bewährtesten Kraft« der slowakischen Agudas Jisroel angehören und das sich als Aufgabe gesetzt hat, die Landesorganisation in neuer Blüte erstehen zu lassen. Aus Bardejov. Bardejov zählt zu den wenigen Gemeinden, die keine eigene Talmud Thora besitzen, in welcher Rabbinat und Gemeindeleitung die Erziehung der Jugend und den Thoraunterricht als ״Privatgeschäft“ betrachten, den sie einzelnen geschäftsbeflissenen Melamdim überlassen. Vor einigen Monaten hat. nun eine Versammlung stattgefunden, in welcher eine gewählte Kommission mit der Aufgabe betraut wurde, die Gründung einer öffentlichen Talmud-Thora in die Wege zu leiten. Bis heute wurden allerdings keine befriedigenden Resultate erzielt, weil sich innerhalb der Kommission politische Gegensätze geltend gemacht haben, die, absolut imbegründet, der praktischen Arbeit hindernd im Wege standen. Es wird jetzt Aufgabe der Aguda sein, im Interesse der heiligen Sache das Nötige zu veranlassen. —__; \ BEKIZZUR . . . caaMaHaHBa|BHH|B^aHHHH|W . — Die Repräsentantenwahl in Topolßany fand unter außergewöhnlich großer Beteiligung statt. Die gewählten 31 Repräsentanten wählten aus ihrer Mitte Herrn David Löwbeer wieder einstimmig zum Gemeinde- Präses. In den Vorstand wurden gewählt: Hermann Linkenberg (Vizepräses), Max * Hartenstein, Mark Zarkower, Salamon Katzburg, Hermann Weill, Josef Felsenburg, Bernat. Schlesinger, Emanuel Link,; Hermann Friedmann jun., Heinrich S. Friedmann. — In Prag fand am 28. Tewes im Festsaal der Chewra Kadischa der große Chewra-Tag statt, bei welchem im Rahmen der alten Tekonos die übliche Bußpredigt von Rabbiner Dr. Sicher gehalten wurde. In dem darauf folgenden Rundgang al kiwre Zaddikim wurden Tefillos und das Jom-Kipur,-Koton-Gebet (Oberkantor Sud) verrichtet. Sr. Ebrw. Herr Oberrabbiner-Stellvertreter Prof. Dr. Deutsch, hielt einen groß angelegten Hesped über die in diesem Jahr verstorbenen Gedolim und Zaddikim, Chofez Chajim, Lubliner Raw, Rabbi M. M. Epstein, Czortkower Rebbe u. a. s. Z. 1, Nach dem Maariwgebet fand im kleinen Chewrasaal ein Frühstück für die Misanim statt, bei welchem der Obmann, Herr Prof. Dr. S. H. lieben, schöne Diwre-Thora sprach. Um das Gelingen des Festmahls haben sich Herr Julius ,Steiner und Frau verdient gemacht. — Es verlautet, daß der Nagy-Karolyer Raw, Rabb. Joel Teitelbaum, der bekanntlich zum Oberrabbiner von Satu-Mare gewählt wurde, auf Drängen der Gemeinde diesen Posten demnächst anzutreten beabsichtigt. Damit würde auch die C hu st er Rabbinerfrage.in ein neues Stadium treten. — Auf Intervention des agudistischen Sejmdeputierten Oberrabbiner Aron Lewin, RszeszQW, hat das polnische Außenministerium die polnischen Konsulate in der Tschechoslowakei angewiesen, mittellosen Personen eine Ermäßigung bis zu 75 Prozent auf die Paß- und Visagebühren zu gewähren. — Um der stark um sich greifenden Verwendung von ״S c h c h u 10 ־ C h u z“ einen Riegel vorzuschieben, hat die Che w r a - K a d i s c h a in KoSice eine Proklamation erlassen, in welcher sie die inkorporierten Chewra- Mitglieder aller Vereinsrechte verlustig erklärt, die sich den Anordnungen des Bes-Din widersetzen. —- In KoSice wurde ein Verein ״G e m i l o s C h esed“ gegründet, welcher durch Gewährung von zinsenlosen Darlehen den Kleingewerbetreibenden den heute so schweren Existenzkampf erleichtern will. (S, B.) — Nach längeren Vorbereitungen wurde jetzt in Trnava eine Beth-Jakob-Schule gegründet, der oereits mehr als 100 Schülerinnen angehören. Ein K i hd e r g a v t e n 8011 noch angegliedert werden. Als Lehrerin wurde Fräulein Erna Frei aus Bratislava bestellt, Um das Zustandekommen haben sich Frau Josef Fürst und die hiesigeיי Mädchengruppe besonders verdient ge* macht,״ .׳ .׳ CB, B.) ■■ Personalnachrichten. BAR-MIZWOH: Schabbos Parschas Boj feierte in Sered der jüngste Sohn des Herrn Filip Grünzweig seine Bar-Mizwoh-Feier. Bei der Festmahlzeit sprachen züerst der Jubilar eine gut gelungene Magidusdroscho, nachher sein Religionslehrer T. Löwy. In angenehmer Stimmung verließ die Gesellschaft das Haus, da bereits die Minchazeit angebrochen war. ־ Todesfälle: Rabbiner זנוויל בער Schwarzstein זצ»ל• Nach langem schwerem Leiden verschied im 80. Lebensjahr am Dienstag הר*ג מדד, זנוויל בער ,Schwarzstein זצ׳ל Rabbiner zu Vräble, der auf eine lange und segensreiche Tätigkeit in seiner Gemeinde zurückblicken konnte. So wie er im. Leben sanft und mild in Gedanken und Taten und in.all seinen Hand-: lungen war, so schlicht und sanft •hauchte er seine reine Seele aus. Rabbiner ,Schwarzstein war die Verkörperung und das Symbol der Bescheidenheit und Zurückgezogenheit, ein ״Onof“ im besten Sinne des Wortes. Er stammte aus einer hervorragenden rabbinischen Familie aus Nagysimonyi, wo seine Väter als Rabbonim wirkten. Sein Großvater und Urgroßvater waren Rabbonim in Vasvär. Sein Talmudstudium begann er bei seinem Vater Reb Awrohom Leb Schwarzstein s. Z. 1., der ein inniger Freund des Ksaw Sofer s. Z. 1. war. Tiefe Beziehungen unterhielt er auch zu Rabb. Hildesheimer.!Später lernte er in der Jeschiwo zu Päpa und schließlich bei Rabbi!Mosche Hirsch Fuchs s. Z. 1., dem großen Zaddik in Großwardein, von welchem er sein Rabbinerdiplom erwarb. Kurze Zeit wirkte er auch zuerst als Dajan bei seinem Vater in Suranyi. Es kostete ihm viel Mühe und großen Kampf, bis ihm der Aufbau der hiesigen Talmud-Thora gelungen ist. Anspruchslos und bescheiden, wie er im Leben war, sorgte er auch in seinem!unterlassenen Testament, daß seine Lewajoh ohne Aufsehen in aller Stille vor sich gehe. Er verbat sich die Abhaltung von Hespedim, wünschte an einer bescheidenen Stätte bestattet zu werden, Trotz seines Wunsches erschien Ort und Umgebung, klein und groß, ohne Unter- , schied der Konfession, zur Lewajoh. Man trug ihn in das Bes-Haknesses, wo die üblichen Hakofos gemacht wurden. Große. Massen begleiteten den Trauerzug zum Bes- Hachajim, wo man ihn der Mutter Erde übergab. Seine נשמה טהורה möge im Himmel im Schatten der heiligen Schechino ewige Ruhe ,und ewigen Frieden finden,תנצביה Rabbi יהושע Rubin זצ״ל• In ganz jugendlichen Jahren verschied in Preßburg vor zwei Wochen Rabbi Jehoschua Rubin aus Mihalovce. Rabbi Jehoschua Rubin war eine jener Hoffnungen der slowakischen Orthodoxie, die mit dem scharfen Geist der Ostslowakei die Disziplin der westslowakischen Orthodoxie vereinigte. Einige Chiburim, die dieser junger Gadol zurückließ, werden dauernde Zeugen dieser allzufrüh verlorenen Größe sein. Die Chewras-Talmidim-Neutra (Schüler Sr. Ehrw, Herrn Oherrabbiner S. D, Ungar), deren einer der größten der Heimgegangene war, bitten, den allzufrüh Verstorbenen, der kinderlos geblieben war, bei Mischnajos- Lernen maskir zu sein. ,תנצב־ה — שמו ז יהושע בן צפורה Rabbiner Salinen Leb Grünwald ,זצ*ל• In noch sehr jungen Jahren ist vergangene Woche in U 2 h o r o d der jüngste Sohn des als Verfasser der ״Arügas Habosem■‘ bekannten Gaon und gewesenen Chuster Raw, Rabbi Mosche ben Amrom s. Z. 1.., Rabb. Salmen Leb Grünwald s. Z. 1״ .Torer Raw, einem Herzanfall erlegen, Der Verblichene war ein Bruder des früheren Ungvarer Raw s. Z. 1., der ihm in den Tod vorangegangen ist, des jetzigen Zelemer Raws und des früheren Zelemer, jetzt in Papa wirkenden Raws. Der berühmten Rabbinerfamiüe entstammend, erwarb er sich, als großer Talmid-Chochom frühzeitig allseitige Anerkennung, Elf unversorgte Kinder; trauern an seiner Bahre, denen Haschern beistehen möge. Bei der Lewajoh hielten tiefgefühlte Hespedim: Oberrabbiner Kohn und Oberrabbiner Josua GrUnwald (ein Neffe des NiftarL U2bQrod, die Rabbonim von Kapisch, Seredne, Beresna und Rabbiner Benzion Weiß. תנצביה Zahlungen 4$r TstfisdiQslQwaksi erbitten wie mf des Postsperkessenkonto ״Jüdisdie Presse** in Briiוווו Nr, 726,058, Admmistrelim der ״Jüdischen Presse </