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Jüdische Presse · 1934-01-26 · 4 (26.1.1934) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
4 (26.1.1934)
Date
1934-01-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
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Nr. 4 Seite 4 ■■■ bimuhm MMiii wm f»1111(a11«111«1B11111i111»w111wnMi ■min ii« mat, Mammw IH Jugoslawien^ Aufgaben dev Orlhodoxie in Jugoslawien. (EoHsefZUttg.) IV. Aktivität im öffentlichen Leben. So in sich gefestigt — gemeindlich in der Udruzenje und politisch in der Agudas Jisroel — Wird die Orthodoxie dann wohl gerüstet — und erst dann ausreichend gerüstet — auch aktiv dazu übergehen können — neben der Erfüllung der eigentlichen, der Organisation gestellten Aufgaben — den Gedanken der Herrschaft des Religiösen im öffentlichen Leben überall durch innerlich gefestigte Einzelpersönlichkeiten vertreten zu lassen. In Wechselwirkung werden so von der inneren Front der Orthodoxen segensreiche Kräfte nach außen ausgehen können und rückwirkend hierdurch wieder sich der Kreis der gesetzestreuen!Schicht als immer mehr anwachsender Zellkern einer Gesundung des jüdischen Volksdenkens sich ausbreiten. Hierbei soll keine Kampfstellung gegen praktische Arbeit anderer Organisationen bezogen werden, ebenso wie auch Agudas Jisroel Anspruch darauf macht, ihre praktische Arbeit, zum Beispiel für Erez Jisroel, unangefochten zu leisten. In dieser!Beziehung mag ein ״lauterer Wettbewerb“ unter gegenseitiger Achtung herrschen. Worauf es ankommt, ist, daß die Träger der Orthodoxie es auch außerhalb ihrer Reihen verstehen, die Wahrer und Mehr e r des religiösen Gutes zu werden, das religiöse Gewissen überhaupt. Wir nehmen für die jugoslawische Judenheit in Anspruch, daß sie gewillt ist, die Stimmen der Tradition und der Religion mehr als je zu hören. Und so ergibt sich für die Orthodoxie die Aufgabe, an jeder nicht politisch grundsätzlich unvereinbarlichen Stelle, in jedem Verein und jeder Körperschaft aktiv mitzuarbeiten — nicht als einer von vielen — sondern mit einem erhöhten Maß von Pflichten ausgestattet. Es wird im Einzelfall verschieden sein, wie die Steigerung des Verständnisses für religiöse Dinge und deren Berücksichtigung im praktisch-politischen Leben erreicht werden kann, hier kann es ein aufklärender Vortrag über Lehre und Geschichte, dort das Eintreten für die!Förderung eines religiösen Zweckes, dann wieder die Forderung der grundlegenden Berück- 1 sichtigung der Religion in der Tätigkeit der Körperschaft sein. Bei allem wird es sich darum handeln, daß Tradition und Religion nicht ,als Bittsteller auftreten und erscheinen, sondern solche Forderungen als diejenigen des wahren Wesens und der ewigen Aufgabe des jüdischen Volkes immer mehr begreiflich machen und durchsetzen. Daß es sich eben darum handelt, das Gefüge des jüdi־ sehen Volkskörpers und überhaupt jüdischer Körperschäften auch mit einem jüdischen Sinn und Inhalt zu beseelen, das muß immer weiteren Kreisen als die geschichtliche Aufgabe der Stunde neben und vor den materiellen Aufgaben klar werden. , Wo immer es möglich ist, müssen in gleich e/m Geiste durch die Orthodoxie und deren Vertrauensmänner Stützpunkte für die praktischen, dem ganzen jüdisehen Volk zugute kommenden Zie 1 e der Agudas Jisroel geschaffen werden — auch dort wo Gruppen nicht ■bestehen, so für Keren-Hajischuw — Palästina-Aufbau auf religiöser Basis ■— und Keren Hathorä —- religöse Erziehungsarbeit. Auch hier wird, es gelingen, weitere Kreise als die der Orthodoxie davon zu überzeugen, daß dem jüdischen Volk ein möglichst großes Kraftreservoir an Religion gegeben werden muß. In solchem, im Sinne des Volksganzen ■positiven und konstruktiven Sinn, wird die Orthodoxie, gestützt auf Agudas Jisroel, auch nach außenhin der jugoslawischen Judenheit vielleicht Dienste von historischer Bedeutung erweisen können. / (Fortsetzung folgt.) Vorgang tiefgreifender geschichtlicher Zusammenhänge. Jeder solle sich bewußt Sein, daß er nicht nur ZU einem Wirtschaftlichen Zweck beitrage, vielmehr hängt die Hachschoföh-Afbeit mit dem jetzt erst beginnenden Pro- Zeß einer umf assenden Ümschichtung des jüdischen Volkes zusammen, die wohl noch Jahrzehnte andauern werde. Wie schon so oft in seiner Geschichte, muß das jüdische Volk, aus seinen Wohnsitzen vertrieben, sich anderweitig neuen Lebensraüm schaffen. Heute erscheint diese Aufgabe schwieriger als jemals im Laufe der Jahrtausende. Daher sind die restlose Anspannung aller Energien und klare Er*' kenntnis der historischen Situation erforderlich. — Herr Oberrabbiner (Dr. B. Tenner gab sodann in dankenswerter Weise den Inhalt des deutsch gehaltenen Referats Herrn Dr. Kleitts in ungarischer Sprache wieder, um einem Teil der Zuhörer das Referat zu verdolmetschen. In überaus eindrucksvollen Worten setzte sich Herr Oberrabbiner für die gemeinsame Arbeit, wie sie Herr Deutsch vertreten hatte, ein. Die anschließende Diskussion brachte Ausführungen der Herren Wil d und Fischer. Die Versammlung beschloß sodann einstimmig, sich für die Haschoroh Subotica einzüsetzen, und nahm die Gründung einer Hachschoroh-Kommission vor, bestehend aus den Herren: Desider Forgach, Vorsitzender, Oberrabbiner Dr. Bela Tenner, Dr. Samu Bo schan, Albert Fischer und Dr. Martin Weiß. Die Kommission wird eine planmäßige Tätigkeit für die Hachschoroh einleiten. Gegen 10 Uhr schloß der Vorsitzende die eindrucksvoll verlaufene Versammlung. / ׳ _:_ ■' —* Hachschoro in Jugoslawien. Die ״Jüdische Rundschau“, Rerlin, Mächte itt ihren Nummern 100 und 102 vom 15., bZW. 22. Dezember v, J. Unrichtige Dar- Stellungen über die Hachschoro-Verhältnisse in Jugoslawien, die offensichtlich auf irreführende Informationen einer Zagreber Steile zurückgehen. Es wurde hierin fälschlieh behauptet, daß die Entsendung von jungen Leuten aus Deutschland für Hachschoro itt Jugoslawien nur in die von der ״Zentralen Hachschoro-Kommission" in Zagreb Unterhaltenen (zionistischen) Hachschoros auf dem Wege über den ״Hechaluz“ in Deutschland erfolgen könne. — Demgegenüber ist Tatsache, daß die Agudas Jisroel in Jugoslawien gegenwärtig zwei Hachschoro-Stellen in Subotica und in Gjurgjevac bei Zagreb unterhält — und zwar waren dies die ersten Hachschoros in Jugosla- Wien — sowie die Errichtung Weiterer Hachschoros beabsichtigt. Die Beschickung dieser Hachschoros erfolgt durch die Agudas Jisroel, bzw. andere Hilfskomitees des Auslandes. Die Führung der Hachschoros ist auf streng religiöser Basis. Die Aufnahmen sind nicht von der Zugehörigkeit zu einer Organisation abhängig. — Entsprechende Berichtigung seitens der ״Jüdischen Rundschau“ wurde veranlaßt. — Gemeindewahlen in Ilok. Am 25. Dezember fand unter großer Beteiligung die Neuwahl bei der orthodoxen Israelitischen Kultusgemeinde statt. Zum Präses wurde Herr Jakob Walles Wiedergewählt, als Vizepräsident wurde Herr Heskel Stern, als Kassier Herr Samuel Weber und als weitere Mitglieder der Vorstandschaft die Herren Mauro Fried, Israel Stern, M. Emanuel Stern lind Jakob Franzos gewählt. Berta Hermelsteln Benzion Schrenzei Wien Wien empfehlen sich als Verlobte Edith Spernath Oradea (Großwardein) Verlobte Philipp Schenk Wien Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren, insbesondere כלי ק1רש, Sederschüssel, Menoras, Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, au h Gelegenheitskäufe, stets vorrätig Moritz Worknny llf Taborstraße 14 ^iiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiimmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiimiiiiiiiiii!* | Ia Qualität Borovidka יםלח" § | SÜVOvitz אף למהדרין מן המהדרין § E erzeugt unter eigener, strenger Aufsicht. In meiner 5 5 Brennerei wird das ganze Jahr hindurch ausschließ- E S lieh שלפסח Ware erzeugt, benützt werden nur של פפה E E Kessel und Bottiche, somit wird gar nichts ge- E 2 kaschert. S S FILIP HERZOG, Brennerei, Vrbovß, Slowakei. E לוווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו? I Die hochinteressante kulturhistorische Erzählung ״LICHT AUS DEM WESTEN“ von S. Schachnowitz (Redakteur des ״Israelit“) ist um den Preis von tsch. 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B Haltestelle der Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhot B Oeffentliche Veranstaltung und Gründung einer Hachschoroh-Komxnisjsion in Bac. Xopola. Am Mittwoch, den 13. Dezember, weilten Herr Samuel Deutsch, Präses der ״Jawne"־Hachsehoroh- Kommission Subotica, und Generalsekretär Dr. Heinrich Klei n, als Vertreter der Hachschoroh-Kommission Subotica in T o p o 1 a, um auch in Topola einen Stützpunkt für die Hachschoroh-Arbeit zu schaffen. Im Versammlungsraum der jüdischen Gemeinde hatte sich eine stattliche Anzahl von Zuhörern eingefunden. Herr Desider Forgach begrüßte als Vorsitzender die Versammlung und erläuterte den Zweck derselben als Auftakt zur planmäßigen Arbeit zugunsten der Hachschoroh. In seinem anschließenden Referat setzte Herr 1Samuel Deutsch die Aufgabe der Hachschoroh auseinander, junge Mensehen aus Deutschland und anderen Ländern für Erez Jisroel beruflich und geistig vorzubereiten. Die Hachschoroh-Arbeit in Jugoslawien auf positiv-jüdischer Basis hat in der Errichtung der Hachschoroh von Subotica eine Stätte gefunden, und zur Unterstützung dieses Werkes und damit zur Mithilfe am Aufbau Erez Jisroels rufe ,der Redner die Judenheit des Donaubezirkes ■auf. In Subotica sei es bereits gelungen, eine Einheitsfront aus Vertretern aller jüdischen Richtungen in der Hachschoroh-Kommission zu schaffen, und so möge es im brüderlichen Geiste auch in Topola gelingen. Das Referat des Herrn Deutsch fand gespannte Aufmerksamkeit und größten Beifall. Das folgende Referat des Herrn Dr, Heinrich Klein behandelte das Problem der Hachschoroh-Arbeit als einen Mene Bpi 1 Emltnünlii in der Schweiz In Schuls-Tarasp ist Hotel mit vorhandenem Inveptar, ab die Bäder anschließend, per sofort oder nach Vereinbarung zu vermieten, eventuell bei kleiner Anzahlung zu verkaufen, Unbescholtene erhalten Niederlassung, " •׳,' .;׳ ■' :׳״: Auskunft erteilt: Sihlpostfach 26040 Zürich (Schweiz). 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Ig. Steinmann, Wien, IN״ Umversitätsstraße 6-8.

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