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Jüdische Presse · 1934-01-19 · 3 (19.1.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
3 (19.1.1934)
Date
1934-01-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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״säte,*;. _JtiPBCgB PBB88E Nr. 3 J'accuse . . . ®0 ׳»מ de* vorige!!^ Nummer unfer Die Anklage das Herrn ÖB. .f. Eiß, die bloß allgemein Wätirnehnibäre Tatsachen Behandeln, veranlassen mich, etwas tiefer auf einige Organisationen fragen der Agudas Jisfbel einzugeheü} schon deshalb, weil die Aguda-Idee immer mehr Boden gewinnt, der Ausbau der Agudä als Organisation aber so manches zu wünschen übrig laßt. Die Ernte liegt reif da, wird aber nicht eingeheimst. Vor allem: Die Gründer der Aguda, zu denen meines ־Wissens auch Herr Eiß gehört, und auch die Leitung der Aguda Baben es bedauerlicherweise bis heute unter־» lassen, der Aguda eine für alle Länder einheitliche Ideologie zu geben. Es kann sich selbstverständlich nur Um eine Ideologie des Auf- und Ausbaues und der Führung der Organisation handeln, denn weltanschaulich . konnte ja <Üe Agüdä der örthodokie nichts Neues bringen. Wäre eine solche Ideologie bei Gründung der Aguda geschaffen worden, so hätten sich damals vielleicht Weniger Personen der Aguda angeschlossen. Dadurch wäre aber die Grundlage zu einer strafferen Organisation gelegt worden und es hätte sich eine Kemtruppe von Vollagudisten gebildet. Daß gerade die Einheitlichkeit imstände ist, Massen zu begeistern, beweist klipp und klar der grandiose Erfolg der Daf-Jomi-Idee. Statt dessen ist man aber auch nachher den meisten auf tauchenden prinzipiellen Fragen aus dem Wege gegangen und hat die Stellungnahme den einzelnen Landesorganisationen überlassen. Die Folge davon ist, daß die Agudisten verschiedener Länder die Aguda und ihre Aufgaben verschieden auffassen. Auch das K1 a 11-Gefühl konnte sich unter den Agudisten mancher Länder nicht in dem Ausmaße entwickeln, wie es wünschenswert Wäre. Daß die Einheit- י lichkeit der Organisation und infolgedessen ihre Schlag- kraft darunter sehr gelitten hat und noch leidet, steht außer jedem Zweifel. Unter solchen Umständen waren natürlich greifbare Erfolge, die auch die bisher der Aguda fernstehende Orthodoxie zum Beitritte hätte veranlassen können, schwer zu erzielen. B־iEn״üdung nimmKoboriQ ' Auch die Stellungnahme in der ,Erez.-Jis.roel- Frage war nicht einheitlich. Statt zur Stärkung des alten Jischuw, außer den Sammlungen für das orthodoxe Schulwesen in Erez Jisroel schon vor Jahren auch mit großzügiger, wirtschaf tl'icher Tätigkeit in Erez Jisroel ,zu beginnen — die Mittel wären damals aufzubringen gewesen — wurden Kräfte, die sich ernst und ehrlich für Erez-Jisroel-Arbeit einsetzten, oft gehemmt. Wären wesentliche Erfolge auf wirtschaftlichem Gebiete auf zuweisen gewesen; so hätte die Aguda bei Verhandlungen mit der Mandatarmacht ganz anders auftreten können und hätte z: B. in der jetzt aktuellen Zertif ikatsfrage eine;befriedigendere Lösung erreicht. Gerade die-; jenigen agudistischen Kreise, die mit der jetzigen provisorischen Lösung der Zertifikatsfrage unzufrieden 3ind, haben sich seinerzeit . für wirtschaftliche Arbeit in Erez Jisroel nicht genügend interessiert. Lebensversicherungs- Gesellschaft Aus dem Jahresberichte 1932: יי Daß gewisse La&desorganisaüonen und Ortsgruppen der Aguda nicht genügend Aktivität entwickeln, hat meiner Ansicht nach den Grund darin, daß die Leitung derselben in Händen von Persönlichkeiten liegt, deren fnteressenschwerpunkt infolge anderweitiger lokalpolifischer Bindungen und infolge von Funktionen bei fokalen Organisationen nicht ausschließlich bei der Aguda liegt. Solche Kräfte sind als Mitarbeiter sicherlich sehr wertvoll, fflc L 4 i t u ft g Von •Läftdesöfgahisationen oder Ortsgruppen sollte aber nur solchen Persönlichkeiten' anvettraut werden, die den VorrangderAgudavor eventuellen lokalen Organisationen anerkennen und in keiner Weise anderweitig lokalpolitiseh gebunden sind, ln Form eines sogenannten Unvereinbarkeitsgesetzes sollten ent■ sprechende Bestimmungen für die gesamte Aguda-Weit■ Organisation erlassen und durehgeführt werden. Dann wird es aktivere Ortsgruppen, gut funktionierende Landes- Organisationen und eine sehlagkräftigere, m u t i g e r e Agudaleitung geben. Es werden sieh Erfolge einstellen, die die der Aguda noch fernstehende Orthodoxie zum Beltritt veranlassen werden. Notwenäig ist a 1 so Einheitlichkeit und grÜndlichste Re0rganisation. Anklagen Werden aber an der Sachlage nicht viel ändern. B. ft. Anmerkung der Redaktion: Diese Zeilen stammen aus der Feder eines ehemals sehr aktiven Agudisten, die wir auch deswegen veröffentlichen, obwohl wir in manchen Punkten seine Ansichten nicht teilen. Einheit lichkeit wäre gewiß sehr vonnöten, trotzdem aber .kann die Tatsache nicht übergangen werden, die Jacob Rosenheim auf der Kattowitzer Gründungskonferenz der Agudas Jisroel in die Worte gekleidet hat: ״In jahrhundertelanger Entwicklung haben sich die Dinge in Ost und West so verschieden gestaltet, daß nur die peinlichste Rücksicht auf diese Eigenart der jüdischen Verhältnisse in den einzelnen Ländern Reibungen und Er- Schütterungen vermeiden kann.“ Was ist mit den Beschlüssen der . Londoner Hilfskonferenz? Im ״Israelit“ lesen wir: . In den weitesten Kreisen der jüdischen Oeffentliehkeit herrscht Befremden und Bedauern darüber, daß die Führer der im Oktober in London stattgehabten Hilfskonferenz für die deutschen Juden bisher offenbar nichts getan haben, um auch nun einen einzigen der in der Konferenz gefaßten weittragenden Beschlüsse zur Ausführung zu!bringen. Nunmehr meldet das führende ׳Londoner jüdische Blatt, daß es die Uneinigkeit zwischen dem von Professor Cyrus Adler geleiteten American Jewish Committee und dem zionistischen American Jewish Congreß unter, *Leitung von Stephen Wise ist, was die Durchführung der Londoner Beschlüsse bisher verhindert habe. Die Welt wird diese Sabotierung nicht begreifen. Wenn der Appell, einen Zusammenschluß herbeizuführen, keinen Erfolg haben sollte, so wird nichts anderes übrig bleiben, als daß Zionisten und Nichtzionisten, jede Gruppe für sich, ihre eigenen Wege gehen und versuchen wenigstens das Minimum der erforderlichen Fonds in kürzester Frist auf dem Wege getrennter Sammlungen aufzubringen. U Gegründet 1882 Versicherungsbestand . . . . 2728 . . , . . . . . . . . . . . ... . . . .״׳׳.׳ Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen . ... ...... . . . . . ... . 179 Millionen Schilling Garantiemittel . . ..... . . . . .■■׳ . . . v * . ... . ...... 527 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten . . .... . ... . .... ... ... 60 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches. Reich, öechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslawen, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten. V * Czortkower Rebbe יצ״ל und Agntfos Jisroel. . In der jüngsten Sitzung des Geschäftsausschusses der Agttdää Jisroel, die in Frankfurt a. M. stätifaöd, übergab Df. Leo Deufscfiiäftder, Wien, im Auftrag def Familie des heimgegangenen Gzortkower Rebben einen verschlössehen Briefumschlag, der die Aufschrift trug: »,Letzter Trumas-Chower-ßeitrag des Czortkotver Rebbe״. Der Czoftkower Rebbe hatte noch kurz vor seinem Hiftscheiden seinen Angehörigen aufgetragen, Seinen Trumas- Chower-Beitfag für die ZentfäikaSse der Agudas Jisroel mit ß 1ÖÖ der Zentrale zu Übermitteln. Er wollte damit seiner pflichtbewußten Verbundenheit mit Agudas Jisroel eihen dausrftden Ausdfuek verleihen, als Vorbildfürseine Nachfahren und seine Anhänger. Ein Siddur des Baal-Schem-Tovv in Warschau. Der Lubawitscher Rebbe, Schneursohn, hat ein auf' Pergament handgeschriebenes Siddur des Baal-Schem- Tow um den Preis von iöpö Dollar erworben, das jetzt eine Sensation in Warschau bildet. Tausende Chassidim körnmen täglich aus ganz Polen, um das berühmte Siddur, das aus der Verlassenschaft eines Nachkommen des Baal- Schern stammt, zu besichtigen. Sie müssen alle in die MikWoh gehen, ehe ihnen das Siddur gezeigt Wird. SESSEL, Tische/ LoKerbetlen Spezialwerkstätte, Adler VH., Apollogasse 18, Tel. B-38-7-82. Billigste Preise, Zahlungserleichterungen. vos Woche xw Woclic^ — Die Regierung des Staates Libanon wird sich offiziell an der Tel-Awiwer Lev ant e - M e s s e 1934 beteiligen. — Die Pal äs t in a-Regierung hat ihre Z u- Stimmung zur Veranstaltung friedlicher ar ab is eher K u n d g eb u n g e n gegen jüdische Einwanderung im ganzen Lande am Dienstag, den 16. Jänner, gegeben. — Der Waldenburger Pastor W ei chenhan, ist in Schutzhaft genommen worden, weil er behauptet haben soll, der Reichsjugendführ er Baldur von Schirach sei ein J u d e. — Der preußische Innenminister teilt mit, daß die Entlassung vo'n Juden und anderen Nichtariern aus dem staatlichen und städtischen Dienst bis zum 81. Jänner 1934 beendet sein muß. — Die Petition des Breslauer Rechtsanwaltes Dr. Gustav Simon, der in Obers chlesien an der Ausübung einer Rechtsamoaltspräxis behördlich verhindert wurde, ist auf die Tagesordnung des V ölherb undrat es gesetzt worden und wird vom Rat während seiner Jänner-Session geprüft werden. — Gemäß einer neuen Verordnung der R eich sr e g Ae ru n g sind Arie r, die j ü di sehe Geschäfte oder Geschäftskonzeime übernehmen, von der U eher-. tragungssteuer befreit. . , . — Im Palästina-Amt von S aloniki haben neuerdings stürmische Kundgebungen von Frau eh, die infolge der beschränkten Zähl der zugewiesenen Zertifikate keine Einreiseerlaubnis nach Pälästina bekommen können, stattgefunden. —Demnächst soll in H ai f a mit dem Bau von zehn großen Petroleumreservoirs begonnen werden, in denen die Irak-Petroleum-Gesellschaft die von den Oelfeldern in Kirkuk über 1200 Meilen durch die Wüste geleiteten Petroleumvorräte aufspeichern wird. — Die jüdischen Wohnviertel der gälizischen Stadt Przemysl sind von einer gefährlichen G rippe- Epidemie heimgesucht. Viele Todesopfer sind bereits zu verzeichnen. Erzählung von S. W i ez. (Fortsetzung) HIN T UR ״ Nur einer wurde jetzt sehr aufmerksam: David. Er näherte sich der Ofenbank und flüsterte Wainka zu: ״Du hast sie schreien hören?“ ״Schreien, jawohl schreien", ereiferte sich Wainka, ״jetzt weiß ich*s ganz sicher.“ Er stellte sich auf, stemmte die Hände in die» Hüften und suchte das verzweifelte Schreien nachzuahmen. ״Wainka, .wir können dich brauchen. Wirst du uns helfen?“ .■•־ ״Helfen? Was helfen? Vielleicht Borisowski umbringen oder die alte: Betfratze dort im Schlösse erwürgen? Es soll mir ein Vergnügen sein... Auf, kommt!“ ״ ״Nicht so eilig und nicht so hitzig, mein Lieber“, mahnte David, ״aber heute abends sollst uns nach Krakau fahren.“' : \י ״י ״Nach Krakau, Merelaika holen“, jubelte der Fuhrmann, ״Holla! Die werden sich wundern und Gesichter machen, die schwarzen Klosterraben. Holla! Merelaika holen!" ' / ■ ״Langsam, Freund, nicht so eilig, erst wenn’s Nacht ist״, beruhigt ihn wiederum David. Langsam ging der Tag zur Neige, Endlos waren die Stunden, die sonst gar so schnell verliefen. Endlich senkte sich der Tag und am Nachthimmel erschienen drei Sternlein. Wie in einem Trauerhause, leise, mit gesenkter, tonloser Stimme, verrichteten die Männer das Abendgebet. Bei den Segenssprüchen der Hawdalah, besonders an der Stelle', die von dem Unterschiede zwischen dem Heiligen und Gemeinen, Israel und den. Völkern spricht, brach Sander von neuem in Tränen aus. Debora schluchzte laut. Da hörte man draußen ein Fuhrwerk anfahren. ״Wainka wartet draußen mit dem Wagen“, ermahnte David, s * ״Auch ich fahre mit“, flehte Debora, ״ich bin die Mutter, man wird sich meinem Flehen nicht verschließen.“ ״Jetzt noch nicht“, entschied Sander, ״wir fahren ins Ungewisse. Wissen nicht einmal recht, was und wie wir es dort anfangen, Die Reise ist lang und beschwerlich,“ Debora fügte sich und blieb mit Samuel zu Hause, während Sander in Begleitung des jungen Raumer nach Krakau fuhr. XVI. Fünf Tage vergingen, lange trübe Tage für die Ochsenwirtin, die den ganzen Tag weinend am Fenster saß und in die Ferne schaute. Die Wirtschaft wurde nicht mehr geöffnet. Nur einmal‘kamen noch die ״Herren“, aber Debora schloß die Tür und gewährte ihnen keinen Einlaß. Sie zogen murrend ab und kamen nicht wieder. Die Nachbarn betrachteten neugierig das Haus und flüsterten sich geheimnisvoll zu... Debora schaute über sie hinweg, in die Ferne... ״Gute Freunde“ kamen und versuchten, von ihren in letzter Zeit gemachten Wahrnehmungen über den Verkehr Merelaikas mit dem Gutsverwalter, die Besuche des Mädchens im Schlosse zu berichten, von ihren Ahnungen und Vermutungen zu erzählen. Die Frau hörte ihnen kaum zu,oder wies ihnen, wenn sie besonders teilnahmsvoll taten, schroff die Türe. ״Eine eitle Mutter‘*, sagten sie unbefriedigt, köpfschüttelnd. ״Sie will die Wahrheit nicht hören, darum mußte es so kommen...“ Samuel ging täglich stundenlang im Schloßpark umher,• Er hatte es auf eine Unterredung mit der Fürstin abgesehen. Aber er bekaih sie nicht zu Gesicht. f Wainka war schon am Sonntag Abend mit leerem Wagen zurückgekehrt. So gern er dabei gewesen wäre, wenn ״den schwarzen Kanaillen ein Schnippchen gespielt wird“ ynd so, sehr er sich gefreut hätte, Merelaika heimzubringen, mußte er doch heim zu seinem Dienste. Die Sache schien nämlich dort sehr langwierig zu laufen, und hier wartete viele Arbeit seiner, Borisowski kannte kein Pardon... Erst gegen Abend des fünften Tages kamen Sander und David auf einem gemieteten Bauernwagen heim, müde, abgehetzt und äußerst bestürzt. \ . ״Sie haben das Kind nicht mitgebracht“, begrüßte sie Debora vor der Türe, laut schluchzend, 4 ״Nein!“ seufzte Sander hoffnungslos. ״Wir haben Merelaika auch nicht zu sehen bekommen.“ Und nun erzählte er haarklein von ihren Erlebniesen in Krakau, wie sie von Amt zu Amt liefen, von Pfarre zu Pfarre getrieben wurden, wie sie stundenlang vor dem Kloster standen, oluie daß sich ihnen eine Türe öffnete, bis sie sich endlich vorläufig zur Heimreise entschlossen. ״Die Geschichte vom Milchpächter.. ,״ murmelte Samuel vor sich hin, ״Ja“, bestätigte Daviü ungebroehenen Mutes, ״dieser Weg hat fehlgescblagen, ein anderer muß eben gesucht werden.“-1- (Fortsetzung folgt.) — In mehrere jüdische Geschäftsläden in Wd r sch au wurden Flaschen mit stinkender Flüssigkeit, in einigen Fällen mit Salzsäure, geschleudert, wodurch großer Schaden angerichtet wurde. — In Griechenland wurde die Zwangs- Sonntag ■8 ruhe eingeführt. — Während der Export Oesterreichs nach Palästina im Jahre 1932 nur S 1,986.000.— betrug, erreichte er in den ersten elf Monaten des Jahres 1933 S 4,205.000.—er ist also auf weit mehr als das Doppelte gestiegen. , — Der Import nach Palästina ist in den Monaten Juli, August und September 1983 gegenüber dem gleichen Zeitabschnitt des Vorjahres bedeutend gestie gen, der Exp ort hingegen um etwa 60 Prozent gesun ken. — In diesen Tagen begeben sich 200 jüdischdeutsche Emigranten aus Paris nach P alästina. — Zwei Huligans überfielen den Rabbiner der W a r s ch au er Vorstadt Praga, Zewi Mendelso n, und brachten ihm schwere Verletzungen bei. _In Bin g en am Rhein wurden sämtlichenjüdischen Einwohnern der Stadt die Pässe äbgenommeh. — Die Regierung Palästinas hat soeben die Verordnung, betreffend Schaffung von komm u n a le n Selbs tv er w ul t un g sv er bänden, verkündigt und damitt in Kraft treten lassen. Es ist dies der erste Schritt zur Schaffung eines Selbstverwaltungsregimes in Palästina und als Vorstufe zu dem in Aussicht genommenen ״Legislative CounciTe zu betrachten, der bekanntlieh von den Juden einmütig abgelehnt wird. —. Jn Mlawa (Polen) wurde die erste agudistische Ha o hschoros tätte für Mädoh en gegründet. I1\ Haifa kam es zu schweren Zusammenstöß en zwischen Poälezionisten und Revisionisten. — Die Zahl der leg ul nach Palästina im Jähxe 1933 ein g ew änderten Personen betrug rund י..'• : .30.000 — Der Jewish Board of Deputies hat seinen Vorsitzenden Nevil l 6\L as ki in den Beirat des intern nationalen Mmigruntenhilfswerks delegiert, — pas Joint Distribution 0omittee für die deutschen Juden hat tys Ende Dezember 1933 in den Vereinigten Staaten und in Kanada 1,301,654 Dollar aufgebracht. Die Sammellisten betrugen 81/•י Prozent, der Gesamtsumme, Die Aktion geht erfolgreich weiter. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe.

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