Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 50 (22.12.1933)
- Date
- 1933-12-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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8dte4 ‘ jüdische pressm m VOü WOdlfi »•» Woche ififlriMati1 Der agndistische Abgeordnete im polnischen Böjxn, Minzberg, hielt vergangenen Freitag bei der ]Beratung dest polnischen Staatsbudgets eine große Rede, in der er staatliche Förderung der ״G exnilas - C h e ß ed - Kas s en“ verlangte. — Die antisemitischen Camelots du Roi wer* übten einen Üeberfail auf das jüdische Viertel in Paris und zertrümmerten die Fensterscheiben der jüdisehen Mensa. Die Polizei konnte durch rechtzeitiges Eingreifen ernste Zusammenstöße verhindern, —• Die Stadt Wilna hat, nach den soeben voröffentlichten Zahlen der letzten Volkszählung, 193.000 Einiöohner, davon 55.000 Juden, von denen 88 Prozent Jiddisch und 11 Prozent Hebräisch als Muttersprache angegeben . haben. — Entgegen der Parole der Regierung, daß die W int er hi Ife auch bedürftigen Juden zugute kommen solle, wird die Einbeziehung der Juden in die Winterhilfe in Breslau undin den bayrischen Orten sabotiert. — Der jiddische Schriftsteller Rawicz besuchte die Gebiete Nor da us traliens, die für eine jüdische Kolonisation Vorgeschlagen wurden, und erklärt, daß dort mindestens 5000 Familien mit 2 Millionen Pfund seßhaft gemacht werden können. ' — Das American Joint Distribution Comittee hat einen Aufruf erlassen, 1,200.000 Dollar■ für die notleidenden jüdischen Kinder in Deutschl a n d aufzubringen. — Anläßlich der Parzellierung eines Territoriums, das im Besitze eines Gutsbesitzers in Radzimin in Polen liegt, wurden die Gebeine von einigen hundert jüdisehen Märtyrern, die bei einem Pogrom vor 150 Jahren getötet .wurden, ausgegraben und wild durcheinander geworfen. Die jüdische Gemeinde in Radzimin hat gegen diese Gräberschändung bei den Behörden Protest eingelegt, der jedoch. erfolglos blieb, weil der Boden Privatbesitz •ist. —' Die Antisemiten haben bei den in Ost- ''und W est g alizien vor genommenen Gemeinde wählen eine schwere Niederlage erlitten. Die überwiegende Mehrheit der Mandate fiel der Regierungspartei zu. 131 jüdische Gemcindcvertreter wurden gewählt. In Kra,kau bekamen7 die Regierungspartei 40 und die Juden 13 Mandate. — Anläßlich einer Vorlesung des deutschen Botschafters und früheren Reichskanzlers Dr. L ul her an der Columbia -Universität in New York kam es zu einer P r ot e stk u־n d g ebun g gegen die Hitler.-Barbarei, Die Studenten stießen während des ganzen Vortrages Riife gegen Hitler-Deutschland aus. — Im Hersbrucker Amtsblatt wird verlauthart, daß. die gemeindlichen Beschlüsse, nach denen Juden zu den Märkten nicht zugelassen werden, gesetzlich nnzulässig■ sind. ■ — Der ״Stürmer“, das Organ des Freundes Hitlers, Julius ,St r eich er, fordert in einem längeren Artikel, daß das Gesetz über die Sterilisierung Minderwertiger generell auch axif die Ju'den angewendet xoerde, ״.׳damit■־■ wir die Sicherheit gewinnen, daß Deutschland in 50 bis 60 Jahren die Juden ein für allemal losgeworden sein wird“ '־<-׳■■'-■׳■ — Laut ״Prager Mittag“ wurden eine Reihe tschechoslowakischer Staatsbürger, die sich in D eutsc hl a n d auf hielten, wegen angeblicher kommunistischer Umtnebe verhaftet . und verschleppt. Die maßgebenden Stellexi der Tschechoslowakei seiexi bereits hievon informiex't. Es soll sich vorwiegexid um Juden luixideln. — Bei der Mitte Juxii 1933 vorgenomxnexiexi Volkszähluxig xoohnten in Breslau 19.722 Juden, gegexi 23.2)10 im Jahre 1925. Von־'־■ Jäxmer bis Oktober 1933 sind 2357 Judexi ab g ew ändert, davon 58 Prozent ins Ausland. — Die englischen Zeitxmgen befassen sicli viel xnit dexn j ü d i sehen Dampfer ״E m a n u e l“, der dieser Tage zum ersten Male im Hafen von Southamptoxi cmgelaufen ist. Es ist der erste jüdische Dampfer. — Die Repräsexitaxiz der C zerxioxoitzer jüdisehen Kxilt us g e nie •i xi d e xoxircle auf ge löst und ein Regiemxigskommissar eixigesetzt. - — Rechtsaxiwalt Dr. Isaak Breuer aus Fraxikfux't a. M. ist zu dauerndem Aufenthalt in ErezJisroel eixigetroffexi: . ־ v. ׳•—Der agudistisclie Deputierte Mixizberg xvurde vergangexie Woche vom polxiischexi Ministerpx-äsidexitcn J e xi drz ew ie c z exnpfangexi, mit dexxi ev eine längere Konferenz über 8 ohulf r a g e xi und über Erleichicrungen des Z w a xi g s s o n 11ך a g s r u h e g e 's e t z e s abführte. — Bei dexi Stacltx'atswahlexi in T a r n o xo hat die Aguda einexi großexi S i e g ex-nixigen. Es xourden zwei sichere und ein noch fragliches Mandat geivöxmen. Auch ixi dexi axxderexi galizischexi Orten wurclexi agudistisehe St adträi e g exo ählt. י— .Der gewesene Dresdener Stadtrat Adolf S c hmid t, ein getaufter Jude, verließ unter dexn Einclx'ück der hitlexistischexi Revolxition seixie arische Frau, flüchtete über die Gx-enze und Ast xxiitseinen im Alter von 12 und 14 Jahren stehexiden Kindern vor dexn Warschauer Rabbixiat der jüdischen Gemeinschaft beigetretexi. — 300 Ixisassexi eixies ■jüdischen Altersheimes in Warschau sind' ixi dexi Huxigerstreik getreten, xveil der Magistrat, dexxi das Heixn uxitersteht, sie ixi einem Hans in eixiexn kleixien Ort bei Bialystok uxiterbrixigen xvill. Die Kehillah ,will gegexi dexi Magistrat eixiexi Prozeß axistrengen, weil dieses Altersheixn seixierzeit von dem Stifter für jüdische Ixisassexi bestimmt worden ist. — Eixie Reihe jüdischer Kx-ämexixi Opato xo, die. auch Erzeugnisse des staatlichexi polxiischexi Tabalcxnoxiopols führen, erhielten Verwaltungsstrafexi vorgeschrieben, weil sie am 8' chabbos ihre Lääexi ge sc h l0 sse xi hielten. Eixie jüdische Delegatioxi, die bei den zuständigen Behörden vorsprach, ex-hielt die : ■Zusicherung, daß die Strafexi als dem Geiste der polnischen Verfassung widersprechend au f g ehobexi werden. — Die exi gli sc hen E rzbischö f e und die Oberhäupter der fx-eien Kix-chen voti England habexi. einexi ־ Aufruf an die Angehörigen aller Glqubexisgemeixischaften ex-lassen, zur Lindexwig, der unter den deutschen Emigranteh herrschenden Not beizutragexi. Ixr aUeji Kirchen sollen ßammlungen durchgeführf werdexi. II,'׳ Grün, ■ ׳מ• '.Taterstraße a t>, ׳Tel. für ferne Wanderheim der Agttdas disroel — Tagesheim! Öeiö Wanderhelm der Agudas disroel, Wien, XX., Nordwestbahnstraße 77, dem einstigen, jüdischen Heim dieser Art in Wien, welches seit viele« Jahren mittellosen jüdischen Durchwanderern für die Zelt ihres Auf* enthaltes m Wien Obdach gewährt und Welches sowohl von der israelitischen Kultusgemeinde als auch von anderen jüdischen Organisationen fortlaufend in Anspruch genommen wird, wird ab 1, Jänner 1934 ein Tagesheim angegliedert. ln Zukunft werden die Insassen des Wanderheimes auch tagsüber in einem eigens hiefür eingerichteten Kaum sich aufhaiten können und sie Werden jeden Morgen und Abend ein kleines Mahl verabreicht bekommen. Diese Umgestaltung des Wanderheimes der Agudas Jisroel bedeutet in diesen schwierigen Zeiten gewiß eine bedeutende soziale Leistung. Die Leitung des Wandetheimes erbittet sich die tatkräftige Unterstützung der breitesten jüdischen Oeffentüchkeit für ihre schöne-neue Einrichtung, die der Linderung des Elends notleidender Brüder dient. Aufnahmen in das Wanderheim erfolgen täglich ln den BUrostunden im Generalsekretariat der Agudas Jisroel, Wien, U., Leopoldsgasse 16. CIianuka-Fest der Talmud-Thora-Schule. Am ersten Chanuka-Abend fand im Festsaal des Bayrischen Ho4 cs die Chanüka-Veranstaltung der Talmud- Thora-Schule ^־igunsten ihrer Schülerausspeisung statt. Nach dem feierlichen LichtänzÜnden von Oberkantor G. M a r g o 1 i e 3 ergriff Herr Direktor Dr. Deutschländer das Wort, um in einer stimmungsvollen Anspräche die Eindrücke seines Palästina-Aufenthaltes zu schildern. Eingehend beschäftigte er sich mit den Schul- Verhältnissen in Palästina und wies auf den traurigen Umstand hin, daß nur ein ganz geringer Prozentsatz aller Schüler in religiösem Geiste geleitete Schulen besuchen kann. Seine eindrucksvolle Festrede schloß er mit der Aufforderung, jährlich einen der besten Schüler der Taimud-Thora-Schulen für einige Jahre nach Palästina zu schicken, um an ׳den dortigen Jeschiwos zu lernen. Das vielhundertköpfige Publikum spendete reichen Beifall. Daräuf erfolgte der Vortrag des Herrn Direktor Jakob Feldhammer, der mit aufwühlender Gewalt seiner großen Kunst Chanuka-Gediehte rezitierte. Im zweiten Teil des Abends boten Herr Walther Kathammer und Herr Oberkantor M a r g ö 1 i e s vollendete Proben ihres großen gesanglichen ,Könnens. Die geistreichen Stegreif- ^dichtungen des Herrn. Max N e u b e r t haben das Pubiikum zur Bewunderung emporgerissen. Herr Dr; Benno W'üli s c h belustigte mit gelungenen Anekdoten. Den Schlußpünkt* bildeten die künstlerisch vollendeten Darbietungen des jüdischen Groteskkömikers Grimm i'n g e r. Das reichhaltige Büfett; aus Spenden edler Schulfreunde zusammengesetzt, wurde von Mitgliedern des Elternrates bedient, und brachte, dank des regen Zuspruches des Publikums, einen ansehnlichen materiellen Erfolg. Sijum-Fest ini Bethause Talmud-Thora. .. Am Sonntag .versammexceh sich irn Bethause Talmud-Thora eine großer״Än^ähl: vön Mähhern,‘ um einen Sijuhi auf Thora und "iMischriajöisi|׳ zu feiern; Der •Feier wohnten die‘Mehrzahl der Mitglieder des Bethauses und eine Anzahl geladener Gäste bei, unter ihnen mehrere Herren Rabbiner und Vorsteher mehrerer Bethäuser. Nach : dem von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Schenk vorgetragenen Schlußlernen begann das frohe Sijum-Bankett,; gewürzt durch schöne Thora-Worte. Herr Obmann Leopold; Hirsch eröffnete die Festyersammlung mit einer Anspräche und übergab־ das Wort dem Obmannstellvertreter Herrn.S. Wac‘hsberger,' der dem Herrn Rabbiner für seine schönen Vorträge und religiösen Belehrungen im Namen des Vorstandes den herzlichsten Dank aussprach. | Herr Rabbiner Schenk hielt die Festrede, die mit schönen Thora- und Mussarwörten gewürzt war und auf die Festgäste einen großen Eindruck machte. Hernach sprachen die Herren Rabbiner Babad, Flesch, Weisz, Doktor , P ol l a k, B e n e d i k, R o s e n, B1 e c h und Tauber und in Vertretung des ©eth Hamidrasch der Schiff schul, Herr J. F r o mm e r, schließlich das Vorstandsmitglied, Herr S. Pick. Das Benschen wurde vom Vorständsmitglieä Herrn Joachim Deutsch erstanden und Herrn Rabbiner Schenk verehrt.. Den gesanglichen Teil ver- . sahen in sehr schöner W'eise die Herren Kantoren R a b i n o w i t s c h und Samuel R o t h. Die Tischgesollschaft. blieb bis zur späten Mitternachtsstunde, in froher Stimmung beisammen. Es war eine wahre ,סעודה של גזצוד Festbankett des Tiferes Bachurim. Die acht Tage' Chanuka bringen uns immer eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Als Makkabäerfeier erklären: es die einen, des Heldenmutes Juda Makkabis gedenkend, und feuern ihre^Jugend dabei an, gleich diesen Helden sich ,,militärisch“ auszubilden, um einst Erez Jisroel erobern zu können. Die allerwenigsten aber denken daran, daß Matisjahu upd den Seinen einzig und allein die arg bedrohte Thora die Waffen in die Hand drückte. So ist es kein Zufall, daß der ״Tiferes Bachurim“, der einzige Verein, der sich mit der Weiterverbreitung der Thora in Mer Wiener Jugend befaßt, sein alljährliches Festbankett gerade am Chanuka abhält. Erfreulich ist die Tatsache, daß diesmal, es war am vergangenen Mozze- Schabbos im Restaurant ״Wieneä“, eine viel größere Anzahl Gäste anwesend war als bisher, ein Zeichen, daß der Jeschiwoh-Gedanke, der noch vor kurzem in Wien fast unbekannt war, nun doch in alle Kreise gedrungen ist. Aus der schönen Begrüßungsansprache •des Obmannes S. Schreiber konnte man hören, daß seitens des Vereines fast 40 Bachurim in; den verschiedenen Jeschiwos vollständig'ausgehalten werden, weitere 20 erhalten ihr Auskommen von ihren Eltern. Diese 60 jungen Leute bedeuten die Zukunft des jüdischen Wien, auf sie können . Stets Irisch und gesund durch Medizinalbonbons PROTI .־• Mit DR. OETKER’S BACKPUIVER »BACKIN« gelingen auch die schwierigsten Mehlspeisen sicher und schön! wir bauen und sie werden einst die Wiener Orthodoxie führen. — Auch Herr Rabb. Fürst forderte die Anwesenden auf, den Verein tatkräftigst zu unterstützen, und hob in wunderschönem Magidus die Wichtigkeit dieser Institution hervor. I. Kantor Kunstadt und der kleine Schwarz mit ihren gesanglichen Darbietungen versetzten die Gesellschaft in, gute Stimmung. In stark vorgeschrittener Nachtstunde ergriff noch Herr Rabbiner Schenk das Wort, um in gutdurchdachter Rede djie Notwendigkeit des Limud Hathora darzulegen. Es war eine wirklich schöne Feier, die hoffentlich dazu beigetragen haben wird, ־den Jeschiwo-Gedanken in die breite Oeffentüchkeit zu tragen. Sijum in; der Wiener Aguda. Die Wiener Ortsgruppe der Agudas Jisroel veranstaltete am Dienstag im geschlossenen Kreise einen Sijum auf Gemoro Ksubos, der Überaus angeregt. verlief. Der Leiter des Schiurs, Herr David S eidmann, sowie die Herren Willner, R. Rosen, R. Taubes und Isidor Frommer sprachen schöne Diwre- Thora. ~ ' Agudas - Jisroel - Mädchengruppe Wien. Schabbos Parschas Wajigasch *setzt Herr David B o n d y seinen Vortragszyklus ״Die Bibel als Grundgedanke der Menschheitsgeschichte“ um!411 Uhr vormittags im Lokale der ״Wienea“,. II., Obere Donaustraße 91, fort.., Chanuka-Feier und Öffentliche Prüfung in der Talmud Thora ״Thoras Chaim“. Am vergangenen Sonntag fand in der Talmud Thora ״Thoras Chaim“, II., Klanggasse 7, eine wohlgelungene Chanuka-Feier stätt, die mit einer öffentlichen; Prüfung der Schüler dieser Anstalt verbunden war. Nebst einer überaus zahlreichen Elternschar sowie'eder Leitung Mieser Talmud Thora'und dem gesamten Lehrkörper waren die Herren Rosch-Bes-Din Rabbiner Babad, Rabbiner Habermann und als Vertreter des Keren Hathora Herr Jakob T eitel bäum erschienen. Die Prüfung der zahlreichen Schüler ergab zum Stolze der Eltern und zur Freude für die Leiter und Lehrer ein außerordentlich begeisterndes' Resultat. Ganz besonders waren es die Schüler des Gemoro- Schiurs, die mit ihrem Können das Entzücken aller Anwesenden hervorriefen. Im Anschluß an die Prüfung hielten Herr 'Rabbiner Babad, Herr Rabbiner Habermann, Herr Jakob Teitelbaum sowie ein Mitglied des Lehrkörpers kurze Ansprachen, worauf die Verteilung von Preisen an die Schüler erfolgte. Die Talmud Thora ״Thoras Chaim“, eine der jüngsten in Wien, kann einen überaus begrüßenswerten Aufschwung Verzeichnen, für den die besonders agile Leitung den Dank der jüdischen Oeffentüchkeit verdient. Wir wünschen ihr, die stets im Einvernehmen mit dem Chinuch-Amt des Keren Hathora auf den weiteren Ausbau der Anstalt hinarbeitet, vollen Erfolg. Frauenverein Adas ,Jisroel. Der Vorstand des Frauenvereines dankt auf diesem Wege .dem Inhaber des Restaurant ״W i e n e a“, Herrn Benjamin Schreiber, herzüchst für die Zurverfügungstellung von Tischen und Sesseln für. den 5-Uhr־Tee. Personalnachrirtnten. Todesfall. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche verschied im Alter von 80 Jahren Herr Awrohom Leitner, ein angesehenes Mitglied der Wiener orthodoxen Gemeinschaft. Der Verblichene führte ein streng jüdisches Leben und erzog seine Kinder in wahrhaft jüdischem Geiste. Er. sah in der Erfüllung der Mizwos seine Lebensaufgabe. An der Lewajöh, die noch am Freitag stattfand, beteiligten sich die zahlreichen Freunde des Verblichenen. Infolge der Kürze der Zeit konnten keine Hespedim gehalten werden. חנצב*ה. Aus Wr.-Neustadt. Sijum der Schass-Chewro in Wiener-Neustadt. Sonntag, den 17. d. M., fand hier der Sijum auf Gemoro Sanhedrin statt. In Verbindung mit einem ausgezeichneten Hadran gedachte der Vortragende, Se. Ehrw, Herr Oberrabbiner Dr. Hillel Weiß, der in letzter Zeit verstorbenen Gedole Jisroel, und zwar des weltberühmten Chofez Chajim, Lubüner Raw, Rabbi Mosche Mordechai Epstein, des Czortkower Rabbi und Rabbi Josef Baumgartens, Die herrliche, mit Diwre Thora gefüllte Rede des verehrten Oberrabbiriers entzückte alle Anwesenden. Im Namen des Kultusvorstandes sprach der tägliche Besucher der Schass- Ghewro innigliche Worte. Herr Simon Jaul dankte Herrn Oberrabbiner für seine prächtigen Vorträge, Ferner׳ sprachen die Herren Oberkäntor Schulhof, Löwy und Schimmel. Zum Gelingen des Festes trugen die schönen Gesänge des Oberkantor Blumenfeld aus Neunkirchen viel bei. Gastgeber war der Obmann des Vereines Herr Erna' nuel Mandl und die Leitung hatte der Bibliothekar Herr Stolzenberg inne. Chanuka-Fest der Esras-Noschim in Wiener-Neustadt, Mozze Schabbos, den 16. d. M., fand im Kultursaale der Kultusgemeinde ien prachtvolles Chanukah-Fest des Vereines statt, Die Leitung des Festes hatten die Vor-, standsdämem Helene Jaul, Mizzi Mandl, Jakob Blum und Simon Jaul inne, Besonders gelungene •Vorträge hielten die •Paraen: Siegmund Jaul, Eroanüel Mandl» Paula Löwy und Frieda JaUl, Der Reingewinn der Veranstaltung wird vielen Armen Wiener-Ifeustadts zur ׳Linderung ihrer tristen Lage im strengen Winter beitragen, H• L. '■'־W