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Jüdische Presse · 1933-12-15 · 49 (15.12.1933) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
49 (15.12.1933)
Date
1933-12-15
Page
– (sequence 3)
Language
German
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m 49 ■ י ח!0ים &לו&.93ול& / " ln die lange Liste der. jüdischen Wohltätigkeitsvereine reiht sieh der Verein ״Tiferes Bachufim" bescheiden ein. Wählend die Fürsorgearbeit der meisten diese* Vereine nu* in eine* üichtung sieh bewegt und in de* Erfüllung eine* einheitliehen Aufgabe seiner Pflicht genügt» dient de* Tifetes Bachürim mehreren Zielen. Den! Tiferes ßaehu*im obliegt es, den Hunger jüdische* Kinder su stillen, damit es ihnen möglich sei, dem Studium de* heiligen Thora sich zu widmen, indem e* sie von den Abienkungett des Wiener Milieus losiöst und in eine vom Thorageist erfüllte Atmosphäre bringt. Während es noch vo* wenigen Jahren zu den unglaublichsten Seltenheiten gehörte, daß Wiener Eltern ihr Kind auf eine Jeschiwah schickten, hat der Tiferes Bachurim durch seine Bestrebungen das Verständnis für die Bedeutung der Jeschi wah- Erziehung geweckt, so daß nun an hundert Kinder aus Wien die Pflanzstätten der Thora aufsuchen. Welchen Wert diese Errungenschaft für die Erhaltung und Er- Stärkung der Lebenskraft des Wiener Judentums hat, kann man mit Worten gar nicht darlegen. Wiener Kinder werden aus dem Qualm der Großstadt herausgehoben, den Niederungen des Alltags entrückt, um die Höhenluft des Sinai zu atmen, in einer Umgebung und in einem Kreise, der vom Ideal wahren altjüdischen Lebens erfüllt Ist! Nach Jahren, wenn sie von dem Geist, in dem sie dort gelebt haben, erfüllt sind, kehren sie in unsere Mitte zurück und verbreiten hier Liebe und Begeisterung für unser altes Judentum, das in der Thora wurzelt und nur durch ־die Thora erhalten Werden kann. Aber auch nach einer anderen Richtung hin ist diese Tatsache zu werten. Unsere Feinde machen Uns den hämisehen Vorwurf, bei allen Handlungen seien die Juden immer nur von der Absicht auf materiellen Vorteü, auf Geldgewinn, geleitet. Nun, die Jeschiwos und ihre Schüler sind die schlagendste Widerlegung dieser Beschuldigung. Kein Goldgewinn, keine Ehrenstelle, nichts, was menschlicher Eitelkeit, nichts, was materiellen Gewinn brächte, winkt dem Thora-Jünger. Nur die Begeisterung, nur die Liebe 2mm ewigen Lichte der Thora gibt der sorglichen Mtatter die Kraft, sich von dem zarten Kinde zu trennen, damit es hinausziehe in die Fremde, um zu den Füßen des thoraerfüllten Lehrers zu sitzen. Dort soll es in g-tterfüllter Umgebung, ungestört von den Stürmen und Sorgen, sich sattrinken an dem Born des ewigen Lebens und Kraft schöpfen, um als aufrechter, ganzer Jude im Kampfe des; Lebens zu bestehen. Wie bewunderungswürdig ist der arme, hartgeplagte Dorfbewohner, der stolz darauf ist, an seinem bescheidenen Tisch einen ״Bochur“ als regelmäßigen Gast zu sehen! Nicht als Wohltäter tritt er dem armen Jungen gegenüber; nein, als Empfangender dankt er dem Gast für die Möglichkeit, das Thorastudium nach seinen Kräften zu unterstützen. Wir in Wien dürfen uns von dem einfachen Manne auf dem Lande nicht beschämen lassen. Haben wir nicht das Glück und die Möglichkeit, unser Brot an unserem Tische mit dem Bochur• teilen zu können, so wollen wir wenigstens zum Tiferes Bachurim stehen und ihm helfen, den Kindern, die uns den Thora-Geist und lebendiges jüdisches Leben für die Zukunft retten sollen, das zu geben, was sie nötig haben. Wir sollen es dem Tiferes Bachurim möglich machen, neue Oelbäume zu pflanzen, welche der goldenen Menorah, dem Sinnbild des jüdischen Volkes, neue Leuchtkraft zuführen. Das möge jeder einzelne erkennen und beherzigen, möge diese Erkenntnis auch dort Eingang finden, wo diejenigen sitzen, die derzeit von Amts wegen die Verpflichtung haben, im Namen der Wiener Judenschaf t zu sprechen. Amppo '0 טש׳ק Samstag, 16. Dezember 1. J., um halb 8 Uhr abends, veranstaltet der Verein ״Tiferes! Bachurim“ ein FESTBANKETT im Festsaale der ״Wienea“, n., Obere Donau- Straße 91. Alle Freunde der Thora sind herzlichst eingeladen. | FEUILLETON j Der Märtyrer von Orkuta. Das Opfer einer Blutbeschuldigung. (Fortsetzung.) Die Preßburger Judengemeinde überreichte eine neue Bittschrift Ihrer Majestät. Ihr Wortlaut erinnert lebhaft an den bekannten Ausruf der ungarischen Stände ״Vitam et sanguinem!"; ״In unserer Not und Bedrängnis wenden wir uns mit dem letzten Hoffnungsschimmer an Eure Majestät und verbürgen / uns mit unserem Leben und mit all unserem Hab und Gut, jeder einzelne und die ganze Gemeinschaft, für die Unschuld der Verdächtigten ... et velut pro Innocentia nostra suo modo et Tempore remonstranda, fortunam et Witam, Communi et privatem nomine in Vadimonium damus...“ Sie flehten schließlich, es möge den Beschuldigten ein Verteidiger bei ge stellt und der Vollzug der gerichtlichen Entscheidüngen bis zur allerhöchsten Bestätigung derselben aufgeschoben werden. Die Herren des Gerichtes antworteten wohl auf die kaiserlichen Reskripte untertänig, ließen sich jedoch nicht einschüchtern, waren sie ja zum Widerstand selbst/ gegen den Thron von altersher gewohnt. So wurde der Knabe Davidovits denn doch im Hause des Gutsherrn. Ladislaus Bornemissza behalten, zur Zeugenschaft gegen den Vater und zur Taufe vorbereitet und dann auch getauft —י in der Taufe erhielt er nach dem Gutsherrn den Namen Ladislaus -r- und den Beschuldigten die Zulassung eines Verteidigers auch weiterhin untersagt. Die Preßburger Juden wendeten sich wieder an diu Kaiserin; ״...Das Gericht difficultiere jeden Verteidiger, es möge daher ein Beliebiger der nachstehenden Eperjeser Advokaten als Verteidiger bestellt werden; Mar* tin Okolicsänyi, Sigismund Topperczer, Georg Meitzer, . Josefe Stankay, N. N. Wie-, land•■' - \ . .י .׳ ... Erst viel später ließ das Gericht den Erstgenarmten zu, weicher sodann unerschrocken und gewissenhaft seines Amtes als Verteidiger sämtlicher 30 Beschuldigten waltete.•' ׳.■־.׳■■:־ ׳ ■ ־׳•■.י• Bei dieser Art der Prozeßführung war es das jüdische presse ■ , ~ * Seite 3 Meinl-Tee, ein Wenig Aufmerksamkeit bei der ZuLereitting und Sie bekommen ein herrliches Getränk. Guter Tee ist Ihr Freund zu jeder Zeit. Tee-Import Getfr IHÜ2 Zoll- und spesenfreie Zustellung von Mein 1-W a r e n im Auslande. Das Leben, seine Kämpfe«und Bestrebungen trennt allzu häufig die Menschen. Auch bei uns Juden haben Vielerlei Meinungen und Anschauungen zwischen den Brüdern Scheidewände aufgeführt. Bei Thora-Aufgaben müssen diese Scheidewände fallen. Geeint hat uns einmal am Fuße des Sinai der Geist der Thora. Möge diese einigende. Kraft, die das Judentum während der Jahrtausende des Golus getragen und sittlich hochgehalten hat, auch bei uns alles Trennende beseitigen und zur gemeinsamen Arbeit vereinigen, für die VerbreitUhg und Erstarkung unseres, Sinai-Erbes. Chanuka, das Fest der Erinnerung der Makkabäerkämpfe, soll uns anfeuern, als Makkabäer des Thora-Geistes einig und stark aufzutreten.. Ohne Unterschied, ob jung oder alt, groß oder klein, von Ost oder Westj vereinigen wir uns am Feste des ״Tiferes Bachurim“ zur Ehre des Einig-Einzigen, zur Ehre seiner Thora und zur Ehre seines Volkes. I. R. v. St. ״Weltorganisation gegen Rassenhaß und Meuschennot“. | Im unter anderem einen in äußerst herzlichem Tone geöehriebenen Brief des kürelieb anläßlich selbes iSjähfigön Jubiläums sehr gefeierten österreichischen Gesandten in Prag, Bf. Marek, vor, der ihr völl Anerkennung ihres höhen menschlichen Zieles seine vollste Unterstützungverspricht. Solche Briefe und Schreiben erhält Frau irene Harand täglich aus allen Ländern, in denen man Frau Irene Harand bittet, die Gründung so einer Bewegung in dein betreffenden Lande persönlich einzuleiten. < Deshalb sah sich auch Frau Irene Harand veranläßt — und dies wollte sie hauptsächlich den Presse- Vertretern mitteilen —, ihre Bewegung als Welt- Organisation anzumeiden und einen Welt* kongreß ins Auge zu fassen. Diese* Kongreß zwecks Konstituierung einer ״Weltorganisation gegen Rassenhaß und Menschennot‘* soll im Mai 1934 in Wien tagen. Diese Frau, die sich in selbstloser und uneigennützigster Weise mit solcher Aufopferung und glühender Begeisterung in den Dienst der Menschlichkeit stellt, verdient wirklich kräftigste Unterstützung. N. Stenze I. Blutige Zusammenstöße ln Tel-Awiw. ln Tel-Awiw kam es am Samstag Abend zu Unruhen, wie sie diese rein jüdische Stadt seit ihrer Gründüng nicht erlebt hat. Die Revisionisten veranstalteten eine Kundgebung zum Protest gegen die sogenannten ״Touristen-Jagden“, die von der Polizei unternommen werden, um illegal nach Palästina gekommener Juden habhaft zu werden und sie des Landes zu verweisen. Eine riesige Menge staute sich in den Straßen und leistete der Aufforderung der Polizei zum Auseinandergehen keine Folge. Es kam sodann zu einem schweren Zusammenstoß zwischen den Demonstranten auf der einen Seite und englischen, jüdischen und arabischen Polizisten auf der anderen Seite. Der Kampf dauerte volle drei Stunden. Schließlich kam mit fünf Panzerautos Militär aus Jaffa herbei. Die Soldaten gingen mit blanken Bajonetten gegen die Menge vor und zerstreuten sie. Im Verlauf der Kämpfe wurde Polizeiinspektor Goffer sehr erheblich verletzt. Mehr oder weniger schwer verletzt wurden ferner sechs englische und jüdische Polizisten und sieben Zivilpersonen. Gegenwärtig herrscht in Tel-Awiw Ruhe. Die Erregung unter der Bevölkerung über das Vorgefallene ist groß. Chinnch-Konferenz der litauischen ״Jawneh“-:ScI1ulen. ’ ■*gU.SCHOKnLAOt •1 •1• IN APOTHEKEN־ ßel ־Ladung nimm Kobon<j ׳ Wenn eine Bewegung so ein Ziel und so eine Führerin hat, wie die Harand-Bewegung, dann ist es gar nicht wunderzünehmen,. wenn sie nach so kurzer Zeit einen überwältigenden Erfolg aufzuweisen, vermag., Von den großen Erfolgen. der Harand-Bewegung konnte man vorige Woche bei einem Presseempfang hören. Frau Irene Harand strahlte sichtlich vor Freude, als sie den zahlreich erschienenen Pressevertretern erzählen konnte, mit welcher Genugtuung und Dankbarkeit ihre Arbeit von Tausenden und״ aber Tausenden ihrer christlichen Glaubensgenossen aufgenommen wurde., Sie An den beiden letzten Chanuka-Tagen findet in J Kowno eine Konferenz des, orthodoxen ״Jaw-neh‘*- S c hu 1 w e r k e s statt, an der sich die Rabbiner, die Vorsteher und die Lehrer der Jawneh-Volksschulen und der Jawneh-Gymnasien beteiligen werden. An der Konferenz, deren Zweck hauptsächlich, die Propagierung und Verbreitung der Idee des orthodoxen Schulwerkes ißt; werden auch Vertreter aus Lettland und Estland! sowie agudistische Persönlichkeiten aus Deuts ch- 1!and und der Direktor der Keren-Hathora-Zentxale: Dr. L. Deutschländer teilnehmen. V Das zeitgemäße Chanukageschenlc Die Sicherung eines Studien- oder Ausstatitungsbeitrages .für Söhne und Töchter um . S 1.— bis S 10.— monatlich durch den ״Familienschutz" gemeinnützige Vereinigung für Familienfürsorge. Der ״FAMILIENSCHUTZ“ stellt die Leistung bei der Lebensversicherungs-Gesellschaft ״Phönix“ sicher. Der ״FAMILIENSCHUTZ“ wird von der Wiener Kultusgemeinde befürwortet. ׳ f Ein Anruf der Nummer R-43-500 genügt! Adresse: ״FAMILIENSCHUTZ“, II., Aspernbrückengasse 2. ״Dringlichste, dem eigenmächtigen Vorgehen der'Gerichtsherren nach Tunlichkeit Einhalt zu gebieten und die drohende Folterung der Verdächtigten zu verhindern.' Die einzige Hoffnung der Juden war die. bevorzugte Stellung der Preßburger Judengemeinde und durch sie der Thron. Diese Hoffnung schien berechtigt zu sein. Am 7. Juli 1764 erging ein eigenhändig gefertigtes Reskript der Kais. Kön. Maria, Theresia an das Gericht:. ״Gegen die beschuldigten Juden soll ohne weitere Verschleppung das Verfahren beendet werden, damit sie — sofern sie schuldlos sind — nicht längerhin den Kerker erleiden müssen, zu ihrer Verteidigung soll ihnen ein geeigneter und entsprechender Advocat ernannt (aptum et idoneum advocatum assignare) und ihnen alle zulässigen gesetzlichen Verteidigungsmittel (quaevis legalia Defensionis Media) gewährt werden. Sollte die Folter oder sonst eine körperliche oder gar Todesstrafe verhängt werden, seid ihr verhalten, mit Aufschub des Vollzuges vorerst Uns hierüber ausführlieh zu berichten und wegen Unserer gnädigen Zu- Stimmung vorerst bittlich zu werden.“ Und es fand sich noch ein Patron der Juden. Am 20. Juli 1wandte sich Stanislaus Fürst von Lubomirski aus Polen mit einer Zuschrift an das Gericht: ״Mir wurde kund, daß vier Juden; Einwohner in Viänic.a, unschuldig in euren Kerkern schmachten, sorget für rasche Beendigung der Untersuchung, damit meine Juden (Judaei Mei) ihrem Erwerbe nicht länger entzogen werden.“ Inzwischen wurde die Untersuchung beendet. Zwei ärztliche Gutachten wurden abgegeben, eine Obduktion des Leichnams fand nicht statt, Antonius Urbansky, Chirurg des Städtchens Zeben, bezeugte am 10. Juni 1764: ״Den entseelten Körper des Christenknaben Stefan Balla besichtigte ich am 5. Juni. Ursache des Todes war Drosselung mittels eines Strickes am Halse, ferner die beigebrachten Wunden, von einem unbekannten Instrument stammend, sowie Brandwunden nebst, gleichzeitiger Blutentnahme.“ Das entsendete Senatsmitglied Nikolaus v, Semsey beglaubigte• dieses Attest und fügte hinzu, es seien nicht nur am ganzen Körper des Leichnams, sondern auch an den Geschlechtsteilen zahlreiche Wunden sichtbar, Ein Moment, das h eu t »u t age einen Fachmann wohl; auf den Verdacht und die Spur eines Lustmordes geleitet, hätte.; ...;■׳. .’<־׳ v ״..--:.ג.•; Antonius B ic z a, der27 jährige Chirurg aus Zeben, bezeugte; ■ . ,,V׳■.:/,v!. ״Ich fand an dem Leichnam Narben und Brand- male mannigfacher Figuren, in der Form eines Fisches, möglicherweise eines Vogels, an der linken Hand irgend einen Einschnitt (quempiam incisionem) in die Vena mediana, den Hals mit einem dünnen Strick fest umwunden, und schließe daraus: all dies geschah, um den Körper zu entbluten, und, um die Einschnitte um• sichtbar zu machen, wurden die Brandmale beige־ bracht,“ Der Leichnam wurde durch den Eper jeser Maler Andreas T e r t i n a abgebildet. Das Oelgemälde befindet sich noch heute im Archiv des Magistrats der Stadt Zeben, eine Kopie desselben im Landesarchiv in Budapest. Dieser Maler Tertina gab beim Verhör folgende Angaben, auf die er beeidet wurde: ״Ich habe den Leichnam am 6. Juni 1764 vollkommen treu gemalt und fand die Stigmen, aus hebräischen Buchstaben wie aus mannigfachen Figuren bestehend, vor. Dem Laufe des Strickes entsprechend waren am Halse des . Kindes schwärzlich-rote Zeichen der Strangulierung sichtbar.“ . י־־ Dieser Italer bezeichnete die •Stigmen am Leichnam entschieden als hebräische Buchstaben, wiewohles ausgeschlossen erscheint, daß dieser katholische Mann, des hebräischen Lesens kundig sei. Trotzdem wurde kehr Sachkundiger herangezogen, wiewohl sich unter den. christlichen Theologen der evangelischen Theologie 25u Eperjes sicherlich mancher gefunden hätte, der Hebräisch zu lesen vermochte. ־ Paul v. Zombory, Mitglied des Gerichtssenats, sagte am 18. Juni 1764 aus: ״Ich hatte am. 6, Juni in Adämfölde das Haus \ des Pächters Jakob Davidovits, in welchem die Juden; zum Gebete versammelt ''waren, umstellen, öle Aus״׳ ' gänge besetzen lassen. Die Juden sahen mich verblüfft; an, was ich zu solcher Zeit bei ihnen suche, ich hielt ihnen den Verdacht vor: ,Nur ihr habet den Tod des Kindes am Gewissen!1, ־4־• sie jedoch entgegneten verwundert: ,Wir hören jetzt zuerst 'vom Tode des ׳ KnabcnV* . Nun folgte eine verblüffende Wendung im Prozeß. Der beschuldigte Hers e h k o H arifmlo v i־ t s, jüdischer Lehrer in Szentimre, ״erkannte“ nach wiederholten erfolglosen Verhören aml8.Junil764, als ihm das Oelgemälde und die Aussage des Malers Tertina yorgehalten wurden, in den Leichenmalen die hebräischen ^förte; ״Uhus OeusM — G’tt ist einzig.“ (Fortsetzung folgt•).

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