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Jüdische Presse · 1933-11-10 · 44 (10.11.1933) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
44 (10.11.1933)
Date
1933-11-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Welchen Eindruck können aber diese tendenziösen Nachrichten im weniger gut informierten Ausland machen, gerade im jetzigen Zeitpunkt, wo der Österreichische Staat auf das Vertrauen und das Wohlwollen aller Staaten und Men* schengruppen angewisen ist? Wir wissen nicht, was den Wiener JTA-Vertreter veranlaßt haben kann, derartige tendenziöse Nachrichten zu Verbreiten. Jedenfalls halten wir es für unsere Pflicht, die Unrichtigkeit Seiner Behauptungen vor aller Oeffentlichkeit festzüstellen Und zurückzuweisen. Wir verurteilen entschiedenst eine derartige unverantwortliche Berichterstattung, Die Eröffnung des Haifaer Hafens. Am 31. Oktober fand die offizielle Eröffnung .des Hafens von Haifa durch das Einlaufen von zwei englischen Dampfern, an deren Bort} sich der High Commissioner und eine kleine Anzahl v.on Festgästen befanden, statt. Kolonialminister Sir Philipp Cunliffe- Lister hielt von. London aus eine mittels Rundfunk nach Haifa Übertragene Eröffnungsansprache. Ebenso wurde die Rede ־ des High Commissioner nach England übertragen. Der Kolonialminister sprach über die wirtschaf tliche Bedeutung des Hafens und streifte die letzten Ereignisse in Palästina, bei welcher Gelegenheit er die Erklärung äbgab. daß England, die ihm durch das Mandat aüferlegten Pflichten, sowohl in bezug• auf die Juden wie auch in bezug auf die Rechte aller Einwohner־ Palästinas, vollständig und ehrlich erfüllen werde. Der High Commissioner, Sir Arthur Wauchope, bezeichnete in seiner Rede Haifa als ,das neue Tor des Ostens und gab der Zuversicht Ausdruck, daß der neue Hafen nicht nur die Prosperität Palästinas erhöhen werde, sondern auch ,zu einem stärkeren Verkehr zwischen Ost und West und damit zum besseren gegenseitigen Verständnis führen wird. Infolge der gespannten Läge wurde von den' geplanten großen Feierlichkeiten aus Anlaß der Eröffnung des Hafens Abstand genommen. Großrabbiner M. Friedmann über die Aguda in Polen und Rumänien. Großrabbiner M. Friedmann, der Sadagoraer Rebbe, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses deir Agudas •Tisröei, ist von einer Reise durch Rumänien und Polen zurückgekehrt und berichtet über die Ent- Wicklung der agudistischen Organisationen in diesen Ländern. In Galizien hat die Aguda in letzter Zeit bedeutende Fortschritte zu verzeichnen und selbst in Orten, wo früher überhaupt keine Agüda-Gruppe bestand,: sind jetzt,• hunderte, junge Agudisten zusammen-i geschlossen. Die Beth-Jakob-Bewegung nimmt buclistäb-, lieh von Tag zu ■Tag zu und auch diejenigen Rabbopim,' die bisher derselben skeptisch gegenüberstanden,, an״ erkennen . die Notwendigkeit einer systematischen religiösen Mädchenerziehung. ׳Von Galizien reiste Großrabbiner Friedm ann nach der Bukowina. In Czernowitz besteht eine besonders rührige Zeirim-Gruppe, die sich auf allen Gebieten der Klall-Arbeit betätigt. Auch' in den änderen' Orten der Bukowina sind eifrige Aguda-Gruppen für den Klall tätig, während leider in Altrumänien die Aguda-Idee bisher nicht Fuß׳ fassen konnte. In Jassy ist es dem Sadagoraer Rebben gelungen, eine ■agudistische Orts- und Jugendgruppe zu gründen, die sich hoffentlich segensreich entwickeln wird. An den Verhältnissen in Altrumänien sind weniger die dortigen Orthodoxen, sondern mehr, die Zentrale der Agudas« Jisroel schuld, die es verabsäumt hat, die rumänischen orthodoxen Juden über die Ziele und Aufgaben der Agudas Jisroel und über die Notwendigkeit einer selbständigen Organisation der Orthodoxie aufzuklären. Auch in der Bukowina führen die Führer der Orthodoxie Klage 'darüber, daß die Zentrale ,der Agudas Jisroel es unterläßt, auf die. einzelnen Gruppen aneifemd einzuwirken. Es wäre unbedingt notwendig, daß in gewissen .Zeitabständen agudistische Persönlichkeiten im Aufträge der Zentrale die einzelnen Gruppen besuchen. Rabbi Alter, der ״Erez-Jisroel-Rebbe“, verschieden.זציל In. Sosnowitz verschied der •allgemein als ״Erez- Jisroel-Rebbe‘'* bekannte Rabbi A l t e r. Der . Verewigte, der aus Erez Jisroel stammte, war tausenden Juden Helfer in ihren Sorgen und Nöten־. An der Lewajoh nahm die gesamte jüdische Bevölkerung der, Stadt und der Umgebung teil. Zu seinem Nachfolger wurde sein Schwiegersohn, Rabbi Mordechai El e o s o r M e n ac hem bestimmt. \ 1 . ■; , , ־t־ . ־; ' Gutes Mittaginahl? Im Restaurant Nagel, II., ,Praterstraße 33. :; . E Polo flüssiger Mei־allpufz das beste QfenglanzmiH־el 41p Unbedingt nötig ist; e§ in der jetzigen Zeit, alle Vor^ 'teile, die sjch uns. bietep, aj^upütisem...ÄÜee, was .^u ver-! werten ist, muß sorgsapi ftufbewahrt werden. eo aüch die ieerea Packungen der verschiedenen^ j&Rfcewüby.W1i Oetker* Präparate, wie Backpulver, .V^Wt1«u^kßr«;.^u4wgp^veri>׳■. Regina Speisegelatine upf״;vd8pa für' diese erhalte^S}©; seköke *treuer, Reseptbiicher ^öruuert Sie gerne׳ genauer jinä־ übernimmt die leeren Fackukgea 8ur<> Einlösung., ■■■ ־ י׳ ״■■־־ ־ ׳׳• ־״' ‘ .־ p ־ ׳; -־, *■ ״ י',״׳- '•i ■*, ן ן ’ X ‘t '} ־V V** }} י •ך "*■'£ י* ״ / d y /.. 1׳ ' 1> 2u Kraft und ׳ Sthönhelt durch öesiiftdiieit bringende MediÄinalbonbons PROTI KÄSLI Ä CHRIPCE״^ jjAV ׳ Oberrabb’nerwahl in Kolozs (Rumänien). \ Herr Rabbiner El. Simchä Wald wurde zum Oberrabbiner in Kolozs gewählt. Der junge Rabbiner, der sich im letzten Jahre durch seine Tätigkeit für Agudas Jisroel in Transylvanien-üm das orthodoxe Judentum verdient gemacht hat,. weilte während der ימים נוראים in dieser Gemeinde und gewann sich die Herzen derart, daß die Mitglieder sofort nach יו״ב zusammentraten und ihn spontan zürn Oberrabbiner wählten. (Wir gratulieren dem neugewählten Öberrabbiner zu seinem Erfolg und wünsehen ihm צלה רכב I — Die Red.) Adas Jisroei-Schiffschul. Kanzlei, Wien II., Große Schiffgasse 1. Der Vorstand beehrt sich' darauf aufmerksam zu machen, daß die von der Firma Baruch Katz, Molkerei Mitterndorf ln den Handel gebrachte Butter den strengsten Anforderungen des Kaschruth Vollkommen entspricht und daß nur der Betrieb dieser Firma der strengen rituellen Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Adas Jisroel unter- : steht. Diese Butter wird in unveränderter Primaqualität I zum Preise 1 kg S 5.40, % kg, S 1.35 (Originalpaket) in den Verschleißstellen abgegeben. Um den Bezug dieser allererstklassigen Butter allen koscher Haushaltungen möglich zu machen wurde der Preis so tief, herabgesetzt, daß er sich von dem Preise der Butter in den übrigen Molkereien nicht, unterscheidet. Von der Agudas Jisroel. Erez-Jisroel-Fragen im Vordergrund Wie wir erfahren, fand diese Woche bei der~österreichischen Landesorganisation der Agudas Jisroel eine Sitzung statt, bei welcher das Vorstandsmitglied Herr Salomon Türkl .und Generalsekretär David Türkl über die Unterhandlungen ausführlich.!Bericht erstatteten, welche . von ihnen im Aufträge, der Agudas Jisroel mit dem P a- ’ 1 ä s t in a - Am t ־ in Wien, ־ wegen Gewährung von Zert i f i kat en anagudistische Ol Im, auf Grund, der ’ seinerzeit zwischen der Agudas Jisroel und der Jewish ‘ Agency in Jerusalem getroffenen Abmachung, geführt, wurden. Auf Grund dieser Unterhandlungen werden in Zukunft die hei der Aguclas Jisroel eingereichten Zertifikatenbewerbungen gleiche Behandlung und Berücksichtigung finden, wie alle anderen Zertifikatenbewerber, wobei lediglich auf die f achlichen Qualifikationen Rücksicht genommen werden wird. Durch Anteilnahme eines - agudistischen Vertreters an den Sitzungen des Palästina■:' Amtes wird der Agudas Jisroel;ein Einblick in die unparteiische Beurteilung der Zertifik'atenbewerbungen gewährt werden. .. . 1 1 י Wie wir weiter erfahren, wurde dieser Bericht trotz der von mancher Seite geäußerten Bedenken zustimmend zur Kenntnis genommen, in der Erwartung, daß das Palästina-Amt in der hei den Unterhandlungen gezeigten loyalen Welse die Regelung durchführen wird. Es wurde daher bschlossen, einstweilen von jeder weiteren Aktion bei der Mandatsregierung und bei den sonstigen zuständigen Zentralstellen Abstand zu nehmen. Gleichzeitig hat die Erez:Jisroel-Zenträle der Agudas Jisroel für Oesterreich beschlossen, einen Los chon-Hak o d o s c h - Kurs für die Zertifikatenbewerber,. verbunden mit einem 1Schiur über die ״M i z w p s h a 11 u j o s b o־ O.rez" zu. veranstalten, an welchem teilzunehmen Pflicht aller bei der Agudas Jisroel sicli um ein Zertifikat hewerbenden Personen sein wird. Jossele-Rose11blatt-Gedenk|eie1־. Das ״Hilfskomitee für Jeschiwa-Bachurim (Vorsitzender Kom.־R. Moritz Leitner)“ Veranstaltet am Samstag, den 25. November, um 8 Uhr abends im Festsaale des Hote 1 s Post, I., Fleischmarkt 24 (Eingang Drachengasse) eine Jossele-Rosenblatt-Gedenkfeier unter Mitwirkung der Herren Oberkantoren Fränkel, Gerson Margo 1 ies, I. L. MüIler •und Simort Weiß sowie des bekannten Violinkünstlers Kurt Fuchs gelb. Die Feier verspricht'ein großes gesellschaftliches Ereignis im jüdischen Leben Wiens zu werden. Karten zum Preise von S 1 bis 5 sind im Büro des Hilfskomitees, Wien, II׳., Leopoldsgasse 16 (Telephon A-48-4-15), hei den Mitgliedern des veranstaltenden HÜfskomitees, ferner bei einigen ■jüdischen. Buchhandlungen und den durch ein Plakat gekennzeichneten Verkaufsstellen erhältlich. Ein nachahmenswertes Werk! Der Vorstand des Schulvereines Betix-Jakob, Wien II., Obere Doriaüstraße 12, bittet uns um Veröffentlichung folgender Zeilen: Die bekannte Dauerbrand- und Füllofenfabrik Karl Meller, Wien, XVIII,, Theresiengasse 75, hat uns in besonders, liebenswürdiger! .Weise einen vorzüglichen," schönen Dauerbrandofen gespendet. Wir sehen uns veränlaßt, der « Firma ■ auf diesem! Wege öffentlich unseren herzlichsten •Dank aussusprechen, ־ V :׳׳ *Buche y ';;־^ר^»:ה,חיים ׳■׳•'ל■׳:^; ' Ubte^j.diesem ,Titel gäbt׳ He^r Jakob Kalpe r n, kurz von Spier Uebeysi^llun^ nach Erez JisroeV •ein Weines kebr|j(seUes .Werk, üerau^jüber ,den bekanntem Gaon ben R a b ^i M o s c h e Atar,;Ver- ־ fässer‘;des«j|jpn Am. Das Werk,stellt den Erstabdruck von HandsopWtoa dar! die sieb im Besitze des Herrn Halpern befinden, ״ und enthält, u; a,. eine hoöbinteressabt© c Posbbreiküng1 der Reis© des Or-Hacbajim:! nach Ei^z Jisrbeli^-Es Ist/ b©i: Erez-Jisroel^Zentraie ■ der Leopoldsgasse lö, zum Preise wv!:8:■׳.;■'IM1, erliältttä&: Dp Eriös .ist: zur Gänze für' den Ksren*Häjiscbüwv der 4 ׳Wss ^[sroel bestimmt.; ׳ ODOL-Zahn ist die Zahnpasta, die gründlich reinigt! Machen Sie einen Versuch! Inländisches Erzeugnis! Die Trauer um den Lubliner ßaw s. Z. I. Außer den Hespedim, die Wir in unserer Vorwöchigen Ausgabe angekündigt haben, haben in Baden ' bei Wien Herr Oberrabbiner Dr. Carlebäch, im Bethause ״Schomer Hahrith״ Herr Rabb. Dr, Ochs und im Bethause ״Ansche Dath W’zedek״ Herr Rabbiner L. Got.tesmari sehr ergreifende Hespedim gehalten. Vereirisnachrichten. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Am Schabbos Parschas Cbaje-Soro spricht Herr Prof. Dr. Max Eisler über ״Die deutsche Judenheit und wir״ im Lokale der Wienea, II., Obere Donaüstraße 91, um %il Uhh vorm. Baden bei Wien. Die hiesige Agudas Jisroel-Orts- , und Jugendgruppe veranstaltet am Mittwoch, den 15. November, einen Sijum auf Gemoro Ksubos. Personalnachrichten. Todesfall. Am vergangenen Schabbos verschied im Älter von 63 Jahren Herr Jizchok Klein דל tiefbetrauert von seiner Familie und seinen zahlreichen Verehrern. Der Verblichene, der zu den ältesten Baale-batim der Schiffschul gehörte, lebte seit, seiner frühesten Jügend ein G-tt geweihtes Leben. Er war ein Kämpfer für alles wahrhaft Jüdische und, betätigte sich insbesondere für Erez Jisroel. R. .Tizchok Klein, beseelt von einer tiefen Frömmigkeit, widmete seine ganze Kraft der Förderung der Thojro ,und ihrer Träger. Buchstäblich bis zum letzten Atemzuge beschäftigte er sich mit dem Studium der heiligen• Lehre. Bei der Lewajoh, die in Anwesenheit einer ,tausendköpfigen Menge stattfand, würdigten Oberrabbiner .. Fürst, Rabbiner Schlomoh Baum garten, Kom-, merzialrat Siegmund Bondi und Herr Benedikt, ein Schwager des Verewigten, die Persönlichkeit des Niftar. Tschechoslowakei. Hespedim in der Slowakei. Das Hinscheiden Rabbi Meir Schapiros זצ*ל rief in der gesamten orthodoxen Judenschaft der slöwaki-, sehen Gemeinden tiefste Bestürzung hervor. Schon in den, . ersten Tagen wurden an zahlreichen Orten Hespedim ver-.,!■ anstaltet, in denen die Persönlichkeit des großen Heim- ־. gegangenen und die Bedeutung seinies. Wirkens für das jüdische Volk gewürdigt wurden. . Raummangels wegen können wir die an uns gelangten Berichte über diese Hespedim nur gökürzt wiedOrgeben.; ' In Bratislava veranstaltete die Agudas-Jisroel- Orts- und. Jugendgruppe in der •Synagoge Zochgasse eine Trauerversammlung, : zu der sich mehrere hundert Personen einfanden, unter denen alle Schichten der Gemeinde vertreten waren. Die Synagoge, der anstoßende Sitzungssaal der Gemeinde und die Vorräume waren dicht gefüllt. Den Hesped hielt;Herr Öberrabbiner Emanüel Bresni'tz aus Senec mit ausgezeichneter Rednergabe. In Anlehnung an gutgewählte פסוקים. ומאמרי חדל schilderte er tiefbewegt, die Leistungen des Betrauerten für die תוהיק und für das orthodoxe ,בלל ישראל, Darauf rezitierte Herr־ Oberkantor Resnik wirkungsvoll das קל מלא רחמים. In Trnava sprach Herr M. B. Weißmandl im , Gemeinde-Beshamidrasch in Anwesenheit der ganzen Gemeinde in außerordentlich wirkungsvoller Weise über den großen Niftor. In Preäov versammelten sich am 11. Marcheschwan die angesehensten Mitglieder der Gemeinde und der Agudas-Jisroel-Gruppen im Lokale der Zeire Agudas Jisroel gedrückten Gemütes zu einer Traiierfeier. Herr Ch. L. Honig aus Koäice, Generalsekretär der Agudas Jisroel, beklagte in einem zweistündigen Hesped in ergreifender Weise den Verlust der jüdischen Gesamtheit. Seine Worte übten auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck aus. Hierauf trug Herr Oberkantor Chaini Jonap das קל מלא רחמים vor. « Von der orthodoxen Religionsschule ״Beth. Jakob“ in Topoleany. Ueber die erfreuliche Entwicklung der erst vor kurzem ins Leben gerufenen agudistischen Religionsschule für Mädchen in Topolöany' erhielten wir einen ausführlichen Bericht, dem wir folgende Einzelheiten, entnehmen: ׳ "0

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