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Jüdische Presse · 1933-11-10 · 44 (10.11.1933) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
44 (10.11.1933)
Date
1933-11-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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2 Nf. 44 Das Verhältnis der Agudas Ein mit tteft Bestrebungen der Agudas Jisroel und mit den Verhältnissenirmefhälb der jiidisefien orgaftiSÄtionen seif wohl iäjforffitierte Persönlichkeit stellt uns felgende teilen zur Verfügung: Die jüdischen Blätter bringen in letzter Zeit viel-‘ fach Meldungen über Verhandlungen der Agüdäs Jisroei mit dem ״Misrachi" und mit der Zionistischen Organe sation. Diese Meldungen könnten geeignet sein, bei den Lesern irrige Vorstellungen hervorzurufen und vielleicht, den Anschein 211 erwecken, daß Agudas Jisroel die von der Kenessio Gedaulo Und vom Räbbinischen Rate gefaßten Entschlüsse über das Verhältnis der Orthodoxie ZU den Zionisten irgendwie gelockert habe. Die Stellung der Agudas Jisroel zur Zionistischen Organisation als jüdische Bewegung, die nicht auf den Grundlagen der jüdischen ׳traditio!! basiert, Und die die Souveränität der Thora-Gesetze für das KlaH-Leben nicht anerkennt, hat absolut, keine Aenderung erfahren.- Die Entwicklung der neuen Siedlungsarbeit der Zionistischen Organisation in Erez Jisroel hat vielmehr die negativen Beziehungen der selbständigen Orthodoxie zu den Zionisten noch verstärkt. Es ist klar, daß, insolange der ״Misrachi“, der letztens seine Verfehlte Politik oft genug einsehen mußte, sich nicht als vollkommen selbständige Organisation reorganisiert, eine Vereinigung desselben mit Agudas Jisroel, welche in der Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Orthodoxie das Rettungsmittel für das religiöse Judentum sieht, ausgeschlossen ist. Verhandlungen der Aguda mit-dem ״Misrachi“ können selbstverständlich nur auf dieser BaSis geführt werden. Das mit der zionistischen ״JeWish Agency" getroffene Abkommen, betreffend' Einwanderungszertifikate für agudistische Olim, und die auf Grund dieses Ab־, kommens geführten Verhandlungen mit den zionistischen Palästina-Aemtern sind allgemein׳ bekannt. Infolge der ,agudistischen Forderungen nach Bereitstellung von Einwänderungszertifikaten für orthodoxe Juden, beauftragte die Palästina-Regierung die ״Jewish Agency", mit der Aguda in Verhandlungen einzutreten und von den ihr bewilligten Zertifikaten eine entsprechende Anzahl der Agudas Jisroel zur Verfügung zu stellen.‘ Eine Anzahl agudistischer Olim hat auf diese Art bereits Ein wänderungszertifikate nach Erez Jisroel erhalten. Die Aguda betrachtet jedoch diese Lösung der Frage als provisorisch und fordert von der Palästina-Regierung vollkommene Gleichberechtigung auf dem Gebiete der Einwanderung. Es ist notwendig, die Oeffentlichkeit über das unveränderte Verhältnis der selbständigen Orthodoxie zur areligiösen Zionistischen Organisation klar zu informieren. 200 Zertifikate für junge Agudisten in Polen. Als vorläufiges Ergebnis der Verhandlungen der polnischen Landesonganisation der Agudas Jisroel mit dem Warschauer Palästina-Amt auf Grund des Abkommens, das zwischen der agudistischen Weltorganisation und der ״Jewisli Agency“ getroffen würde, erhielten 200 agudistische Jugendliche, welche auf den von der Aguda errichteten Hachschorohstellen landwirtschaftliche Ausbiidung genossen haben, Zertifikate für. die Einwanderung nach Erez Jisroel. Die Gruppe wird gemeinsam in üngefähr vier Wochen nach Erez Jisroel reisen. Großes Aguda-Meeting 11t London. . Dienstag voriger Woche fand im W h i tec h a p el öft Gaierie eine üheraus stark hesuchte Masäöftver- Sammlung der Agudas Jisroel statt Mr. Harry Go o dfiäifi, Mitglied (der politischen Exekutive däf Agudas Jisroel, der den Vorsitz führte, hislt lö ergreifehdef Weise einen Mesped hach dem Lubüner Raw und begrüßte sodann die beiden Gäste ang Polen, den Vorsitzenden der polnischen Aguda, .1. M. Le wi n, und Seifmdeputierten L. M .1 n z h e r g. Abgeordneter M1 n 2 b e r g sprach, von dem zahiriiehen Publikum| 53türm!seh begrüßt, über die Idee der Agudas Jisroel Md der Notwendigkeit ihrer straffen Organisation. Er kritisiert die orthodoxe Erziehungsarbeit in London und weist auf die Erfolge der agudistischen Arbeit, itt ׳Polen hin, wo .11 0.00 0 Schulkinder und 5.0.0 0 0 Beth-Jakob-SChülerinnen im Streng orthodoxen Geiste erzogen werden. Der Redner hielt sodann ein eingehendes Referat über die politische Lage in Polen, sowie über die segensreiche politische Arbeit der polnischen Aguda. I. M. L e w i n spricht Über den Lubüner Raw זציל• Er schildert die Größe dieses Gaons und den unersetziiehen Verlust, den das Judentum durch seinen Abgang erlitten hat. Der Redner spricht sodann: Über die unglückliche Lage der Juden in Rußland,• wo drei Mil- Iionen Menschen dem Hungertode entgegensehen, und üher die Tragödie der deutschen Juden. Er fordert die Judenzu Hilfeleistung für die bedrückten Brüder und zu'.Einkehr zu G־tt auf. Lewin erklärt die Bedeutung des Zusammenschlusses aller thoratreuen Juden und fordert, die Anwesenden auf, geschlossen, der Agudas Jisroel beizutreten und ihre Arbeiten tatkräftigst zu unterstützen. Die Reden wurden •von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen und ist in nächster Zeit ein Aufschwung der Londoner Aguda zu erwarten. . ■ .. Große Rede Rabbi Lewins iih polnischen Sejm. Sejmabgeordneter Rabbi Lewin hielt bei dem nach siebenmonatiger Pause wieder zusammengetretenen polnischen Sejm, eine große Rede. Er sprach über den Patriotismus der Juden, der letztens bei der polnischen, Inlandsanleihe neuerdings bewiesen wurde. Rabbi Lewin trat in scharfen Worten dem Treiben der nationaldemokratischen Antisemiten entgegen und behandelte die verzweifelte wirtschaftliche Lage der jüdischen Bevölkerung. Er verlangte'eine ausgiebige Staatssubvention für die notleidenden jüdischen Institutionen und eine Erleichterung der Zwangssonntagsruhe für sabbathaltende Juden, sowie Steuererleichterungen. Die Rede hat im!Sejm einen großen Eindruck hinterlassen. ' Prima Kosdier-Teebutter aus der Molkerei Mitterndorf, Baruch Katz 1/4-kg-Originalpaket S 1.35 1 kg S 5.40 Unter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinates der Adas Jisroel. r Lebensversicherungs- Gesellschaft ״PHÖNIX M Gegründet 1882 Aus dem Jahresberichte 1932: י ' Versicherungsbestand . ... . . Prämien- und Zinseneinnahmen . . Garäntiemittel . .; . . . .<׳. . Auszahlungen an die Versicherten . Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, öechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis und'Aegypten. 2728 Millionen Schilling 179 Millionen Schilling 527 Millionen Schüling 60 Millionen Schilling Erzählung van 'S. Wiez. •׳., ־ (Fortsetzung) [21J Merelaika saß still in sich gekehrt. Sie wollte von alldem nichts hören. Aber gleichwohl entging ihr kein Wort, keine Silbe. Das war natürlich alles gegen sie gerichtet, alles; hatte sich gegen sie verschworen. Selbst die Bergleute und Holzknechte waren ihr feindlich gesinnt und suchten sie in ihrem nach so vielen Mühen und Kämpfen gefaßten freien Entschluß wankend zu machen ... Im ,,Herrenzimmer" wurde es nach und nach lebendig. Zuerst kam der Doktor, dann der bleiche Amts- Schreiber,.. zuletzt, einen Kirchenchoral trällernd, auch der Organist und Lehrer. Borisowski fehlte. Doch der Organist wußte Auskunft zu geben. Der Verwalter, erzählte er, mußte heute abends plötzlich nach Krakau, wahrscheinlich im Aufträge der Fürstin, wohl in einer Klosterangelegenheit. Borisowski sei sehr verschwiegen gewesen, doch!habe er, der Organist, beim Pfarrer etwas gehört. Merelaika verfärbte sich. Blitzartig schoß es ihr durch den Kopf, daß die plötzliche Abreise Borisowskis pie betraf. Ein jäher Schreck durchfuhr ihren Körper und lähmte fast, ihre Glieder. ״In einer. Klosterarigelegenheit", sagte der Lehrer, Sie hatte es nicht geahnt, daß es das Kloster so eilig haben werde? Es war klar, man traf bereits die nötigen Vorbereitungen. ' l Als Merelaika heute bei der Fürstin gewesen! war, hatte sie sich in einer seltsamen Verfassung befunden. Wie in ‘einem Traumzustande. Es war alles unklar,: verworren; zusammenhangloswaren die Worte an ihr׳ Qhr gedrungen, und sie־ hatte zu allem I^Ja" gesagt, wie ein; Selbstmörder, der sich scheut, zurückzublicken, seinen Entschluß nachzUprUfen. Sie erinnerte sich jetzt, daß die ’!hohe Fräu auch von rascher ״Retfcipgsarbeit^: sprach; von 4er J{6£wendigkeit, -#hon ' an^rK ״Hlo^tsrm%se“f des ■Ja; sie *erinnerte' sich jetzt{ War; ״heilige Klösterfahrt‘ Rannte es die Fürstin. Sind sie bdll® zu allem ״Ja“ gesagt. Und als er pie einige Minuten später am Siibergen?und ihre Hhnde. zitterten?derättP daß das gefüllte!Glas zu Boden ftei. . .1 ., ״Polterabend!" lachte der Doktor- ״Bedeutet bei den Juden Verlobung!“ belehrte der in Religionsdingen kundige1 Organist. ״Ich glaube, daß Borisowski aus lauter Aerger ob dieser Verlobung ins Kloster gegangen ist“, flüsterte der bleiche Schreiber boshaft, worauf ein allgemeines, helles Lachen folgte. Merelaika kümmerte •sich heute wenig um das laute Leben im Wirtshause. Sie stand still voll innerer Unruhe da und versah nur mechanisch ihre Arbeit. Es war ihr, als harrte ihrer draußen eine dringende, unaufschiebbare Arbeit. Draußen aber lag alles unter dem sternenbesäten Nachthimmel still und dunkel, keiner erwartete sie, niemand verlangte nach ihr . -. . Es war ihr, als müßte sie sofort noch einmal zur Fürstin, als müßte sie überhaupt hinaus, weite Strecken laufen׳, um ein: schrecklich heranziehendes Unglück abzuwenden. Aber wohin wollte sie, was wollte sie eigentlich der Fürstin sagen, wenn sie jetzt vor ihr stände? Am besten wäre es •vielleicht, dachte sie, sich mit der Mutter einmal auszusprechen, aber wie sollte sie dies anfangen? Wie der nichts ahnenden Frau so plötzlich und unvermutet ihr übervolles Herz erschließen? Sie redete sich ein, daß sie aus purer Rücksicht auf die Mutter es nicht tun dürfte, ״Und wenn aber dann die Sache im geheimen durchgeführt wird und der große Schlag, vom eigenen Kinde geführt, die Eltern trifft? ]Wo bleibt da die Rücksicht?" regte es sich leise in ihrem. Gewissen. ״Noch steht, nicht fest", suchte sie ihr Benehmen vor ihrem Gewissen zu rechtfertigen, ״daß es so'sein wird. Es ist überhaupt noch nichts geschehen. Sie werden auf meinem verpfändeten Wort nicht bestehen. Es sind ja lauter gute, edle Menschen. Und wenn dann nichts geschiebt, warum also jetzt die Mutter unnütz, auf regen, erschrecken?" t . . . v Hi'er kam sie gerade, die Mutter, durch die Verbindungstür in *die Restauration tretend. Debora ließ sich höchst selten in diesem Raiöhe blicken und Merelaikas Unruhe steigerte sich noQh bei ihrem Erscheinen, f; ,!Ich meine, fKind“, fing^Pöbora, zum Mädchen gewendet^sehr zärtlich ah, ^köhntest heute abend einmaldeinön Platz hier deinem Brucler überlassen, ist'Ja heute sowieso hier nicht so viel sk tun, Siehe“, fügte’sie bedeutungsvbil־ hinzu, 1,9. r ist drin und er will sich doch,־ ejnnlai mit *dir. aussprechen, er muß dich erst sprechen, sagte er — und Jle Zeit ist ja so kurz ...“ , •■. ■.י: ׳ f Etee!Zörhösröte' bbei!sög; Mereläikaa Gei|iöb$'updtsie׳ gewann Ihre ganze Kraf% und Sicherheit,‘ .ibren״:ganzen Trotz wifed^r^ Also swingdn wollten sie sje zu ihm, ihm־; Rede und Antwort zu stehen? (־d /; ’ .;יי ־ ' ‘’‘'(Fortseteg"folgt!)' Sie sunt וויו! Ci £\.0CKS9aU££ Kaufen Sie ihre Klassenlose beim äcksbauer Zentrale: IV., Favoritenstraße 4 Filiale: H., Leopoldsgasse 25 Telephon A-46-6-81 Ziehung schon am 21. und 23. November VO SS Woclic /ifWOl’llC — Der Stadtrat Von T el- Awiw hat einen Ausschuß zur Ausarbeitung von Vorschlägen zur Linderung der Wohnungsnot eingesetzt. Es soll ein Fonds von 1 0.0 0 0 Pfund zum Bau von Unterkunftsmöglichkeiten für: Neueinwanderer geschaffen werden. . — Die P alästina- Be gierun,g gibt bekannt, daß Touristen, die länger als zwölf Monate und solche, die ohne Erlaubnis länger als drei Monate, fernen' Inhaber von Transitvisen, die länger als 00 Stunden im Lande weilen, mit 100 Pfund Geldbuße und bis sechs Monaten Gefängnis, oder beides, bestraft werden. — Im Zuge des F r e n c h - Landentwicklungsplanes hat die Palästina-Regierung 11.500 Dunam Boden zur Ansiedlung arabischer Bauern, die angeblich durch die jüdischen Bodenkäufe depossediert worden sein sollen, a ng e ka u ft. In Tel-Shok und iUAshrafia werden 100 Häuser zur Seßhaftmachung von Beduinen errichtet. . — Die Preußische Regierung hat den jüdischen Universitätsprofessor Eugen Mittwoch wieder in sein Amt eingesetzt, weil er der einzige Gelehrte ist, der das Aethiopisc he — die Sprache des Kaiserreiches Abessinien — in Wort und Schläft beherrscht. — Das Leit me ritz er Kreisgericht verurteilte vier Personen ~ davon zwei Rechtsanwälte —■ zu zehn Tagen Gefängnis unbedingt,, weil sie antisemitische Flugblätter verfaßt und zum Druck befördert haben. — Das W a r schauer Appellationsgericht hat die Strafe des wegen angeblicher Körperverletzung verurteilten Moses G r ü nkr aut aufgehoben, weil die Strafe auf Grund der Aussage eines Antisemiten erfolgte und das Zeugnis von Antisemiten gegen. einen Juden nicht als glaubwürdig angesehen werden kann. י — Das jüdische Ehepaar Koppel in Hamburg erhielt anläßlich seiner goldenen Hochzeit vom nationalsozialistischen Staatssekretär Ähre ns ein herzliches Glilc k w 11 n s c h s c h r ei b e n'. Der seit 1$ Jahren im Dienste der Reichspost stehende Obertelegraphenamtmann Isaak Eichmann in■ Wuppertal- Elb er f eld erhielt anläßlich seiner Beurlaubung vom Reichspräsidenten Hin den bür g ein Anerkennungsschreiben für treu geleistete Dienste. — 16 Juden, unter ihnen vier Rabbiner, die: versucht haben, illegal , über die sowjetrussisc he Grenze nach Erez Jisroel zu emigneren, wurden zü je drei Jahren Gefängnis ver urteilt und in ferne Gegenden deportiert. ■— Nach einem Erlaß des preußischen Unterrichtsministers vom 21. Oktober 1933 werden künftighip Juden überhaupt nicht mehr zum Aerzteberuf zugelassen. Den Doktortitel können sie nur mehr erlangen, wenn sie vorher die deutsche Staatsbürgerschaft auf-, gegeben haben. —■ Der d e u t s c h e Reichsinnenminister hat angeordnet, daß die Jud&n deutscher Staatszugehörigkeit bei den Wahlen am 12. November wahlberechtigt sind und bei der Abgabe der ׳Stimmzettel nicht belästigt werden dürfen. ״ — Die griechische Regierung hat die äntisemitische Organisation ״E. E. E.“, die in Verbindung mit deutschen Kreisen steht, aus Gründen der öffentlichen Sicherheit au f g el ö st. — Im litauischen Staatsbudget sind für das kommende Jahr 169.000 IAt an Staatsbeihilfe für j ü 0. sehe Institutionen vorgesehen. ' — Mit dem Bau der Wasserleitung von Ras el A i w bei JP et ach-Tikw ah nach J er us al e m wurde begönne n. Der Bau wird anderthalb Jahre dauern. —.Der Leningrad er Rabbiner Simon Lazar e w, der wegen ״religiöser Propaganda״ jahrelang im Gefängnis gehalten .wurde, ist v er schieden. . — Der Oberrabbiner von Kreta, Evlagon, ist gestorben. Das Begräbnis fand: unter starke)' Teilnahme der jxldisciiän Bevölkerung und der Behörden statt. .*—Im Alter von 66 Jahren ist in Paris der bekannte ‘Zionistenführer Leo M o t zkin gestorben. ־—־ .׳־ In R i s c h o n l e Z i o n wurde unter Führung der jüdischen FinanziemUgsfirma G ast o n D rey fuß An. Gemeinschaft piit einer - großen internationalen Braufirma eine Aktiengesellschaft: mit einem'. Kapital von 50,000 Pfund gebildet, die demnächst die Bier e rzeugun g in großem Maßstabe qufnetimen wird,-? - —יל Die Pdläsltina-Regie■rung weist im Monat August einen U e b er s c hüß der Einnahmen ge.- geniiber den Ausgaben von 82,000 Pfund mf. Der Gesamt- Überschuß von April bis August 1933 beträgt %QQ 000 Pfund. , — Die Je t dis chen Na tio nalso zia - Aisten leitenietäe Volksabstimmung*ein, die darauf hinausgehen soll, den Juden das Wa hl re 0-h t, das Recht zum‘/ E rwer b v on Imm o bHien, die Hdndelg’ lizenzen1 und den jüdischen Aerzteü die Erlaubnis zur Behandlung von ׳Nichtariei'n zu entziehe w. " 1? '׳ 1ול•׳-'-'׳; Grün, JL, Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3v66j Ateliöf fühfeijae i?®^n|ntde*;9bev < . .;.,“..!,'.’,,ג.:''!.'‘C'"':' י \ Behördl, konzess. Gebäudeveryvaltung ,׳ ’ , V•־'.;.;ARON NEUFELP .V, ׳ It, FrahzTHöchedHnger-tJälae!§! /

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