Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 38 (20.9.1933)
- Date
- 1933-09-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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mm itnsw RHm Mt& f?,!ifb.u®g־ Pieaet tdeaJe wejaeö alle einerseits üaefc Efez Jiä|öel* anderseits nach IfiteaslVieftmg des religiösett Lebens Im allgeffieineö. Mit Ausnahme de# UebersiSiung des gefeierten Gaons, Ofeer#abbfäe#s Pusehiüsky, nach ErezvJisroei,, finden wi# kaum ein Ereigäls, das geeignet Wä#e, diese ^beiden Komponenten: Efe/^iäföei und feilgiöse Vertiefung 2u£: Geltung kommen zu lassen. ״ Jahr voller Bitternisse, Erschütterungen und Enttäuschungen ist verstrichen* und sehnsuchtsvoll blicken wir dem kommenden entgegen; Hoffen wir, daß es ein besseres wird als das vergangene. 1* . * . Tschechoslowakei. Siehe tschechoslowakischen *Teil. ■ ־■ , ••...-.׳ * ' ׳׳:״.׳.:■ 'י"י" ■■׳׳׳ *־ ’ Deutschland und Sowjetrußland. Aus diesen beiden Ländern, wohl die Verkörperung extremster Gegensätze, liegen keine. Berichte vor. unsere Leser wissen, welche Gefahr es für einen Einwohner eines dieser Staaten bedeutet, im Ausland Über die w i r k 1 ich e n ,Verhältnisse des Landes zu berichten. Leider sind die Berichte auch gar nicht nötig, denn man erfährt auch so zur Genüge, welche Martern die jüdische Bevölkerung hier 4wie dort auszustehen hat. Wir betrachten es als Pflicht jedes einzelnen Juden, in diesen heiligen Tagen, bei jeder ‘TefiUoh, an das traurige Los unserer Glaubensbrüder in Deutschland und "Rußland zu denken und Hilfe von Haschern für sie zu erflehen/ Rumänien• Eine Revue über das vergangene Jahr ergibt für die Jüden: in ־Unserem Lahde v k e i n 16 ü c h t e h d e S' Bild.« Wie ־eine,schleichende,Schlange Wälzt sich, itC.der Gedankenreihe die düstere Kette von Widerwärtigkei ten,;Sorgen un,d Aügst, /und kein einziger Lichtstrahl fesselt Unseren Sinn auch nur für: einen Moment. Es hat den Anschein, als ob der ewige Weltehlenker unserem Volke schwere Prüfungen auferlegte, um es zu läutern, zur Besinnung zu bringen. Nichtnur . daß die U'n e r t r ä g l ich e •wi r 12 c h ä f 11 x c h e Lage." mit ihren verheerenden ־Erscheinungen und Nöten‘sich nicht gebe s s e r t, - haben die Verhältnisse sich bei den Juden hoch dadurch wesentlich־verschärft, daß die ahtisemitische Hetze mit ihren unheilvollen Folgen allmäh־ lieh an Boden gewinnt und täglich bedrohlichere Formen annimmt. War es früher nur ein Teil der Studentenschaft, der sich die inhumane Lehre ,des antisemitischen Hetzapostels Prof. Cuza angeeignet hat, so sind es nunmehr auch viele Intellektuelle und führende Politiker, welche dem verpestenden Gedanken des Hasses und der Unterdrückung der Juden huldigen. Zwar ־fehlt es nicht an Stimmen einsichtsvoller und edler Persönlichkeiten in unserem Lande, welche gegen dieses barbarische Treiben ihre Stimme erheben, allein der Zauber der rollenden Mark übt auch seine Wirkung und so müssen die Juden die Leidtragenden bleiben. So sehr aber diese Erscheinungen für die Juden bedrückend sind, so haben sie andererseits auch einen Kern Nützlichkeit in anderer Beziehung aufzuweisen. Wann hätten die sogenannten freisinnigen Juden sich zu ihrem Volke bekannt, wenn sie. nicht die Not durch die Roheit! ihrer Bedränger an den Kopf gestoßen hätte? Wie so oft schon, wenn das Schicksal sich gegen die Juden wandte, sehen wir auch dasselbe Bild in der Gegenwart. Wenn das Maß der Leiden für unsere Volksgenossen voll wird und sie schon vor dem Zusammenbruche stehen, wenden sie sich wieder an den G-tt Abrahams, Isaks und Jakobs, an den König der Könige, welcher in seiner väterlichen Milde an ihnen seine dreizehn Tugenden übt und sie wieder zu neuem Leben aufrichtet. Die modernen Juden kommen erst jetzt auf Umwegen zur Einsicht, daß sie nirgends in der Welt ihr Heil finden, nur beim jüdischen Volke und im Judentum. Daß diese Erkenntnis auch bei den Juden Großrumäniens zum Durchbruche kommt, bestätigen die unzähligen Massenversammlungen, zu welchen' sich die Juden aller Berufsschichten zu Tausenden eingefunden, um ihre Herzen wieder dem Glauben, der heiligen Lehre und der Jüdischkeit zu öffnen und sich unter das Banner der Orthodoxie zu scharen. Erst jüngst haben die Kundgebungen anläßlich der An- Wesenheit der Herren Dir. Dr. Leo Deutschlärider und Schabse Schönfeld den Willen der jüdischen Massen zum Ausdrücke gebracht, welche im Judentum den Stützpunkt für das gesamte jüdische Leben und Walten erblicken. Diesem Umstande sind denn auch die Begründung der vielen Aguda-Organisationen und Be.t h- Jakob-Schulen in den Städten sowie die Verpflanzung und der Ausbau des Keren Hathora in vielen jüdischen Herzen zu verdanken. Zwischen den breiten Massen des jüdischen Volkes und seinen geistigen, religiösen Führern sind nun die eisernen Brücken des Gedankens der Anhänglichkeit und Zugehörigkeit wiederhergestellt, über welche sie zu- und miteinander schreiten, um sich gegenseitig zu ergänzen. Aber auch die Zukunft unseres Volkes und seiner Heimatstätte ist unserer Aufmerksamkeit nicht entschwunden. Bei der Sorge um unsere eigene Existenzmöglichkeit, um unsere Nachkommen und um das gegenwärtige Vaterland beschäftigt. sich unser Denken auch mit der Zukunft des Heiligen Landes. Täglich wenden wir unser Anlitz nach dem Osten mit dem inbrünstigen Gebete ״Weljeruscholajim ircho berachamim toschiw“, welche Ergüsse unser Herz entflammen und unseren Geist an das heilige Land unser Vorfahren und unserer Nachkommen jedesmal von neuem ketten. In dieser Beziehung haben die Aguda-Organisationen in unserem Lande mehrere Farmen zur Ausbildung 1 a ndwirtschaftlich er Ar beiter errichtet, welche in das heilige Land ziehen und daselbst nicht nur den Geist der heiligen Lehre, sondern auch die Arme, die physische Kraft, zur gedeihlichen Entfaltung bringen sollen. Und wenn ein Teil der jüdischen Jugend in unserem Lande auch nicht jenes religiöse Empfinden zutage fördert, wie es im Interesse des wahren Judentums zu wünschen wäre, wenn viele jüdische Kinder infolge der Assimilation dem Glauben unserer Väter völlig entfremdet sind und zum Judentum nur in losem Zusammenhange stehen, so bringt ihnen der Antisemitismus mit seiner Brutalität zum Bewußtsein, daß sie infolge ihrer Abstammung dem Judentum abgehören -•und daß ״ihr Schicksal mit jenem des jüdischen Volkes eng verknüpft ist; Sie werden also durch die Not in die Reihen ihres Volkes gedrängt/ in dessen Mitte sich ihnen erst der -wahre 'Stirn ihres Baseins offenbart In diesem Zusammenhange ist die Jugendvereinigung der ״Zaire AgudaM vm besonderer Bedeutung, zumal sie die vernachlässigte jüdische Jugend iä ihre Reihe« äufnimmtf sie durch m* eifernde Beispiele der Orthodöxie zuführt und auf diese Weise auch de« Gedanken «ad die Begeisterung für das Judentum und das heilige Land erweckt Wenn;also das aßgetaofene Jahr unseren Volksgenösse« 1» Rtimäöieö: n0c« keine günstige Wendung gebracht hat* so hat es dbeh wenigstens den Vorteil der j ti d i s c h e n S a M m 1 u n g־ aUfZUWelsen, jene Rückkehr, die unserem Volke stets eine neue Aussicht, neue Hoffnuögen eröffnet und es auf dem geraden Wege zum Heile, zum Judentum, zur Lehre und zur jüdischen Heimat zurückführt Hoffen vdr/daß das neue Jahr in einem günstigeren Zeichen für unser Volk eintritt, daß sich alles Schlechte wieder zum ■Guten wenden möge. In diesem Zeichen Schließe ich mit jenem Spruche, den wir am Schlüsse des Versöhnungsfestes mit freudiger Be■ geisterung ausrüfen: Lesehono haboo bijeruschoiajim! Bernhard/ Ri p p .61, Czemowitz. ׳ . •;■י;,.; - Jugoslawien. Von den ungefähr?0.000 Juden, die in Jugoslawien — hauptsächlich in den Städten Zagreb, Beograd, Sarajewo, Subötica, Senta, Petrovoselo, Hock, Sombor Und Osijek leben, ist nür der kleinere Teil orthodox. Durch die Einverleibung der früheren ׳südungarischen Gebiete in das Königreich fielen auch mehrere orthodoxe Gemeinden zü Jugoslawien. Während nun die nichtorthodoxen Gemeinden ihren Landesverband, den ״Savez“, gründeten, blieb die jugoslawische Orthodoxie ohne Organisation, Diese Organisation m u ß t e aber gegründet werden, zu• mal da der neologe ״SaveZ“ - auch die orthodoxen Ge• meinden seiner Obrigkeit unterstellen wollte. Trotz der vielen Hindernisse, die .sich der Gründung ,eines orthodoxen- Genieindebundes eht'gegenstellten —: den Gemeinden ge■ hören chassidische und aschkenasische Mitglieder an —, wurde •derselbe errichtet; •Natürlich suchten Unsere nichtorthodoxen Glaubensgenossen, des ״Savez“ .die staatliche Anerkennung, des orthodoxen Verbandes zu verhindern, Was ihnen aber nicht gelang. •Durch die Bemühungen des Suboticaer Raws, Oberrabbiners Moses Deutsch, der dank seines umfassenden Wissens ■und seines festen und doch konzilianten Auftretens sichder׳ Verehrung und Anerkennung aller Orthodoxen erfreut, wurden die: Schwierigkeiten leicht überwunden. Oberrabbiner Deutsch wurde auch als Präsident an die Spitze des Verbandes gestellt und-in der Arbeit von Oberrabbiner Josef Grün (Mol) unterstützt. Nunmehr konnten die orthodoxen Gemeinden und ihre Leitung mit dem inneren. Ausbau ihrer Körperschaften und Institutionen beginnen. Leider mußte sich aber die Tätigkeit des Verbandes hauptsächlich auf die Schlich■ tung und Austragung von verschiedenen, in den orthodoxen Gemeinden entstandenen Zwistigkeiten beschränken. Infolge dieses Umstandes hat Oberrabbiner Deutsch bei der im April d. J. durchgeführten Neuwahl es abgelehnt, die Leitung wieder zu übernehmen, und Herr Sandor Pollak aus Senta wurden zum Präsidenten gewählt. Hof• fentlieh wird seiner Tätigkeit Glück geschieden sein:. Die orthodoxe Jugend hat sich unter der Aegide der Agudas Jisroel zusammengeschlossen. Besonders in Subötica und Zagreb bildeten,‘sich eifrige Gruppen, die regelmäßige Schiurim und gesellschaftliche׳ Veranstaltungen abhalten. Die jugoslawische Agudas Jisroel betätigt sich auf allen Gebieten der^ Klall-Arbeit. Es werden ׳Sammlungen für den - ziemlichem Erfolg durchgeführt, Boden wurde, im Emek gekauft und zwei Hachschorohstätten errfcliiet’ mit einem Worte: die jugoslawische Aguda steht sicherlich in der Arbeit verhältnismäßig den anderen Lapdesorganisationen nicht nach. Dem allgemeinen jüdischen Hilfskomitee für deutsche Juden gehört auch die'Aguda an, jedoch ־wurde bisher konstruktive Hilfe von diesem Komitee überhaupt nicht, sondern ausschließlich von ־ der Aguda geleistet, welche eine Anzahl junger Leute aus Deutschland untergebracht hat. Jüdische Zeitungen erscheinen in Sarajewo und Zagreb, beide nichtorthodox, und allwöchentlich der agudistische ״Vijesnik‘. Die sich immer stärkende Be- Wegung der positiv eingestellten Elemente, die in der Agudas Jisroel vereint sind, berechtigt uns zu der Hoffnurig, daß die jugoslawische Judenheit. einen würdigen Platz in den Reihen der Judenheit der übrigen Länder einnehmen wird. ׳ (Zusammengefaßt aus Berichten des Herrn Redakteurs Winkler, Subötica und des Herrn Felix Singer, Zagreb.)! Weitere Länderberichte folgen. voll WtttflC BADETAIKOTS, ZWICKELEINSETZEN, ־ Wenden, Reparieren. Aendern. .Ropasslerwerksthtto. 1. We hburgg. 29, XIII. Hauptatr. 28, Tel. R• 21-908, R-31-2-63 An die Inhaber von Rabbi Meier baal Hanefi-Büchsen l Die Verfolgungen und das Elend der Jahrtausenae haben es nicht ändern können, i׳mmer hat das jüdi- Sfcche Herz mit dem Lande seiner Väter sich zusammengehörig gefühlt. Erfüllt, von diesem Gedanken haben zu allen Zeiten viele von den Besten der Sehnsucht gefolgt, Not und Entbehrungen nicht geachtet, nur das Glück zu genießen, auf dem heiligen Boden zu stehen, die Luft des heiligen Landes zu atmen! Der fromme Sinn und die Begeisterung dieser Menschen hat das Gefühl■ der׳ Verbundenheit Israels mit dem Lande seiner Väter lebendig erhalten und möglich gemacht, an den Aufbau des Landes in neuer Form zu gehen. Die Brüder in der Galuth dagegen haben es immer als ihre Pflicht gefühlt, ihren Vertretern auf dem heiligen Boden durch den Tribut der Liebe und des Dankes des Lebens Notdurft zu decken. Und mit Recht! Denn wenn aus dem Lande der Sehnsucht heute In der Not Palästina das Land der Zuflucht und, Rettung werden kann, dankt man es in erster Linie dem a 11 e n J i s c h u w• Wohl bleiben die Mittel zum. modernen Neuaufbau des Landes diesem alten Jischuw vorenthalten, aber darum bleibt unsere Pflicht ־weiter, den Märtyrern der alten Liebe unseren 25011 des Pankes zu entrichten, Wenn Freude unser Herz bewegt, wenn die Schofartöne unser Gemüt bewegen und wenn die fromme stunde uns dip Erinnerung an unsere beimgegangenen Lieben vor Augen führt/ wollen wir auch in Liebe und Pankbarkeit derer gedenken* die unsere Verbindung mit der großen Vergangenheit bezeugen und eine Verheißung sind, für eine glückliche Zukunft unseres Volkes. , Vereinigtes Zentralkomitee für Oesterreich des ״Kolel Schomre Hachomoth“, — Drei deütschc Juden,, die 0hm Bin* ioatiderungserlau bnis nach Eng tan d gekommen sind, wurden zu Gefängnis und Landesverweisung ver* urteilt Gegen das Ürteit Wurde Berufung eingelegt ttevifle Laeki und &. Möntefiöte, di& V6?ät1md&ü des ״Board of Deputies“ und der ״AngMeWish Asse* ciationee, haben gegenüber den Behörden die öaraniie übe?* nofnmen, daß die Flückttinge der Öeffentiichkeit üiöM mr Last fallen werden־; — Die Vertreter der Juden der osteuropäischen Staaten: auf dem am 16. September stattfindenden Minderheitenkongteß in Genf haben beschlossen, an dem Kongreß nur dann teiteunehmen, wenn die Präge der deutschen Juden auf die Tagesordnung ge*> stellt wird, . .. * ״ — Bach einem Beschluß des deuischen Bin* zelhandeisverbandes dürfen Juden den einzelnen Pachverbänden a n gehören und sind auch, zu den Mitgliederversammlungen elmutaden, jedoch dürfen sie in die Leitung nicht gewählt werden,* -ל- Geber Verordnung des deu tschen Reichs fina nttmi nisters wurde, auf den St e uerka r t e n• eine neue Rubrik für die Religion saug eh orig ke it eingeführt. Angeblich deshalb) weil die Kirchenbehörden. auf Grund der Steuerkarte die Kirchensteuer veranlagen. — '6 T J uden aus der Tschechoslowakei wurde die Landung in Jaffa Und Haifa nicht gestatt e t)' weil die Behörden annahmen, daß 'sie sich in Pälästina niederlassen wollen'obwohl sie nur TourisienviSeh hätten:1''■' 'י, ’־ ■:׳. /■־•'<■ י_ ־-׳־ י •׳■״'•■ _ י■•■‘,;•/ י —: In der Kolonie C he der a ist es ־ ztl einem» schweren Zus dm men stoß Zwischen Revisi oüis ten'• und den Hißt a dr uth - S o'z i aiiste n gekommen, bei dem fünf Personen vC 11 etZ t wurden) darunter auch derJ Wiener Revisionist Dr. Glicher. ־ ■ . . Der Erjsbischo f von Wilna, J alb ysZköw•‘' S ki, hat sich in einer Rede, die er anläßlich einer Feier vor vielen tausenden Menschen hielt, schärfstens g egend e?1' Rassenhaß ausgesprochen :und erklärt, das polnische: Volk müsse allen Bürgern, ohne Unterschied des BekehntnisseS und der. Nationalität, mit Achtung und Liebe begegnen! ' /.'V ■.'/";.,׳/'/• ' '״־ י/; — Die. über hundert Jahre bestehende 8 y n a g 6 g e ־ in P erleb er g (Deutschland) wurde geschlossen, hach-. dem die dortige Gemeinde durch Fortzug und Tod der , Mitglieder so zusammengeschmolzen war, daß die Erhaltung der Synagoge nicht mehr möglich ist. Die Kultgerate wurden der Berliner Gemeinde übergeben. . .. / -r Der ungarische Ministerpräsident Gö'mbös hat in einer großen politischen Rede in der Stadt BereU tyo uj f alu gegen jeden Parteihader und’ konfessionetten Zwist sowie gegen d i e E i n f ii h r u n g d e s; H akenk re uz es au s Deut sc hl a n d _S t e 11 u ng genommen. Es dürfen keine Unter schiede aus: konfessionellen Gesichtspunkten gemacht werden. — Zum Zwecke der Abwehr ju den f ein dlieber Angriffe haben sich sämtliche jüdischen׳ Jugendgruppen Rumäniens zu einer Föderation zu sammen g e s chlos s en.... — Die . in W a r sc ha u erscheinende ״V 0 I k szeitun gce, das Organ des jüdisch-sozialistis c h e n ״B u n d“, kündigt an, daß sie heuer auch an den hohen Feiertagen erscheinen wird.; Außerhalb von Sowjetrußland ist dies die einzige jüdische Zeitung, welche am Rosch-Haschonoh und Jom-Kippur erscheinen wird. — Im ersten Halbjahr 1983 sind durch Vermittlung des Warschauer Palästina-Amtes 5 S 1! 0 Personen aus Polen nach Er ez-Jis ro e l ausgewandert. — Für das Halbjahr Oktober 1988 bis April 1981!■ soll die Jewish Agency bei der Palästina-Regierung 2 4.7 0 0 Einwander un g szertifik ät e angefordert haben. Der High Commissioner erklärte einer Delegation, daß er die Forderung nach seiner Rückkehr von seinem Ferienaufenthalte Ende Oktober prüfen werde. — In dem mittelfränkischen Hopfenbaugebiet H er sbru ck wird auf Anordnung des nationalsözialistisehen Bürgermeisters Sperber die. Au ssc ha 11 ung jüdischer Hopfenhä nd l e r eingeleitet. Die Orts■י gruppen der NSDAP, wurden aufgefordert, zu verhindern, daß jüdische Einkäufer bei den Bauern Hopf en kaufen. — Bei der Ankunft des Leichnams des in Genf verstorbenen Königs F eis al vom Irakin Haifa fand eine offizielle T raue rf ei er Staat, an der der High Commissioner und Vertreter der jü dis che n Körperschaften, darunter auch die der A g u d as Jisr o e l, teilnahmen. ■ — Die ״American Civil Libertys Union“ hat an Präsident R o o s ev eit eine Petition gesandt, in, der gebeten wird, Erleichterungen der EinwanderungsvorSchriften für die jüdischen Flüchtlinge aus D euts chl an d, die nach Ame ri k a auswandern wollen, zu schaffen. —• Der ungarische Ministerpräsident und Kriegsminister Gömbös hat eine Verordnung erlassen, durch die ein weitgehender religiöser 8 chutz f ür jüdiche Sol da t e n gewährleistet wird. Zwecks Erleichterung der rituellen Verköstigung wird den jüdischen Soldaten das Menagegeld b a r ausgezahlt. Die jüdischen Soldaten werden an den jüdischen Feiertagen vom Dienste befreit, außerdem xoird gewissen Kategorien auch an S abbatt a g en die Dienstfreiheit gewährt, Neuerdings wurde auch der ״D euts che Espeantob und“ glei ch g e s ch alt et. Der Erfinder des Esperanto, dev Krakauer Zahnarzt Dr. L. Zamenhof, war bekanntlich Jude. Der Rat der jüdischen Gemeinde Groningen (Holland) hat beschlossen, zugunsten notleidender jüdischer Gemeinden in Deutschland einen lOprozentigen Zuschlag zu den Gemeindesteuern zu erheben, —י Der tschechoslowakische Innenminister hat den Sekretär der orthodoxen jüdischen Gemeinde Uzhorod, Fisch grün d, zum offiziellen he bräie che n Zen so r der Republik ernannt. (J. T. AJ — Die Budapest er medizinische Fa kub tat hat von 60. jüdischen Bewerbern nur 1 für daß kommende Semester neu aufgenommen, Gleichzeitig■' wurden 158 niohtjüdisohe Hörer an dev Fakultät inskrb biert, Der Numerus clausus gegen jüdisohe 8tu-' deuten wird somit an der Budapßfter. medizinischen‘.‘ Fakultät auch weiterhin schärfstens eingebauten. - H, Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-G6, Atelier> für feine Herrengarderobe. -W -