Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 36 (8.9.1933)
- Date
- 1933-09-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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*׳ * י^<■’ ׳,י׳י^׳יא ׳ך/•־'*,;׳* VERBAND OER SABBATHFfteUNDE ., 1-eoPötöSä. 1e - m. a*4ö*4.« ßS» WIBWf i. SCHULDlSPENS AN־ JÜDISCHEN FEIERTAGEN Auf Grund eines Städtscfeuirat-Ertasses sind jtidisehe Schulkinder vom Sc hu!Iresti e han den jüdischen Feiertagen (Rosch-Haschono den 21. und 22., Jom-Kippur den 3<L September, Snkköjtfe deri 6., 612 ״. und 13. Oktober) t ii h e i t e i e n. L-4 Gleichzeitig erinnern wie daran, daß ebenfalls auf Grund verschiedener Erlässe des Unterrichtsministeriüms, bzw. Stadtschulrates, jüdische Schulkinder vöh der Verrichtung von Handarbeiten, wie Schreibe!!* Zeichnen usw., an allen Sabbathen und jüdischen Feiertagen zu befreien sind. 2, AUSZAHLUNG DER ARBEITSLOSENÜNTER- STÜTZUNG. Jene strenggläubigen jüdischen Arbeitslosen, deren Kontroll- oder Auszahtungstag auf einen Sabbath oder jüdischen Feiertag fällt, vverdeh eingeladen, in Unserem Sekretariat um Ausstellung einer Bescheinigung anzusuchen, auf Grund welcher die‘ Arbeitslosertämter den Kontrollheziv. Auszahlungstag auf einen Wochentag verlegen. 3. STELLENVERMITTLUNG. Unsere Stellenvermittlung führt derzeit eine Reihe von Posten vakant für Praktikanten im Alter von 14 bis 16 Jahren. Interessenten werden gebeten, sich in unserem Sekretariat zu melden. — An die jüdischen Kaufleute, Gewerbetreibenden ׳ iind Handwerker ergeht auch von dieser Stelle das dringende Ersuchen, sich in jedem Bedarfsfälle unserer kostenlosen Stellenvermittlung bedienen zu wollen, die stets über geeignete Arbeitskräfte verfügt. . 4. ANKÜNDIGUNGSSCHEINE. Wir haben auch heuer die sogenannten ״Ankündigungsscheine“ (Zettel mit dem Aufdruck ״Feiertagshalber am . . . geschlossen“) für sämtliche jüdischen Feiertage (Rosch-Haschono, Jom-Kippur, erste und zweite Tage Sukkos) herausgegeben, die dazu bestimmt sind, an Roll- : läden, Türen oder Schaufenster angebracht zu werden, um die nichtjüdische Kundschaft darüber aufzuklären, warum• das Geschäft an diesem Tage geschlossen ist. Die ״Ankündigungsscheine“, die sich in den Kreisen der jüdischen Firmenchefs größter Beliebtheit erfreuen, werden auf schriftliche oder telephonische Bestellung in beliebiger Anzahl zur Verfügung gestellt. EimcKtHäbttitgiiit M tfär^ Die Einschreibungen an der ״Jessöd-Hätfeöfa“, It, Nestroygasse ii, für de«! Kindergarten, ftirdife Knaben- und Mädchenreligionsschule finden Donnerstag, 28. Elul (14. September) von iö bis 12 Ühr vorm, und 3 big 6 Uhr nachmittags, Freitag, 24, Eftif (iS. September), Ii bis 12 Uhr vorm., Sonntag, 26. E1U1 (II. September), 10 bis I Uhr vorm., Montag, 21» Eini (18. September), 3 bis S Uhr nachm,, Dienstag, 23. Eint (iü, September), 3 bis 5 Uhr nachm, im Schulgebäude,!!., Nestroygasse ii, statt, Die p. t, Eltern werden auf den neu errichteten Kurs für schulentwachsene Mädchen aufmerksam gemacht, wo diese ihr jüdisches Wissen erweitern und sich in allen jüdischen Fächern unter fachgemäßer Leitung in ihren freien Nachmittags- oder Abendstunden fortbilden können. Es wird dringend ersucht, den Eiuschreibuugstermin genauest einzuhalten. Unterrichtsbeginn au sämtlichen Abteilungen Sonntag, 26. Elul (17, September), 3 Uhr nachm. Wien, im Elul 6693. ..״Die Schulleitung.־׳ Eisenstadt gegen ,den Gemeindebund. Aus Eisenstadt wird uns mitgeteilt: Der Vorstand der hiesigen orthodoxen Kultusgemeinde hat in seiner Voll- Sitzung vom 3. d. M. einstimmig den endgültigen Beschluß gefaßt, dem von der zionistischen Mehrheit der Wiener Kultusgemeinde initiierten Gemeindebund nicht beizutreten, mit Rücksicht auf die ablehnende Haltung der gesamten Orthodoxie in Oesterreich und speziell der orthodoxen tourgenländischen Landeskanzlei. Der , Gemeindeburid, den die Zionisten gründen wollen und der schließlich nur dazu bestimmt ist, die Interessen der glaubenstreuen Judenheit zu unterdrücken, findet einmütige Ablehnung in allen Kreisen der religipsen Juden in Oesterreich. Es ist sehr erfreulich, daß nun auch Eisenstadt dem Beispiel der anderen Gemeinden gefolgt ist. ' , Gastdrosohoh in Eisenstadt. Vergangenen Schabbog hielt hier der zum Besuch bei seinem* Sohne, dem Eisen- Städter Oberrabbiner, weilende Oberrabbiner Schlesinger aus Zlatö-Morawce eine mit großem Interesse aufgenommene Droschoh, die durch ihre überzeugende Wucht sicherlich gute Früchte im Schoße der Gemeinde zeitigen wird. H. K. ■■■■■■■■«■■■■■■■ a ■ IBBBBB■ ■■■■■■■■■■■■■■■יי■■■■■.■ יי■■■■■■■■■■■■ ■ ■.■■■ ■■■■■■■■■■■■■■I T s c li c 11 o s l a w a k e i!■■■na■■ mbbi laaaBBBBBfli a mmm Oberrabbiner Rabbi Zwi Hirsch Reichmann זצל Wiederum ist einer der ältesten und in allgemeinem Ansehen stehenden Rabbiner der Slowakei, einer -jener immer seltener werdenden anerkannten צדיקים וגדולים י■ ב ת ן ר ה . die in strenger Zurückgezogenheit ihr ganzes Leben in reinster Heiligkeit der Erforschung der ת ו ה * ק .weihen, . ins Jenseits, a,bberufen worden. Oberrabbiner Rabbi Zwi Hirsch Reichmann וצ*ל in Velka Ida (Nagyida) ist jüngsten ערק פ׳ כי תצא den 11. Elul, im Alter von etwa 77 Jahren verschieden. Er war ein hervorragender צדיק וגדול und in der slowakischen orthodoxen Judenheit ob seines lauteren Charakters und seiner wahren, ungekünstelten, schlichten Frömmigkeit verehrt und geschätzt. Er trat niemals im Leben mit Führeransprüchen hervor; trotzdem galt sein weises Wort und sein von tiefgründigem Thora wissen diktierter Rat in weiten Kreisen der Orthodoxie sehr viel. Die großen Traditionen der alten rabbinischen Generation, denen er treu folgte, waren ihm Wegweiser in allen Fragen des jüdischen Lebens und warben ihm Anhänger und Verehrer überall, wo man für die Größe stiller מג י נ י הדור Verständnis hat. Der Heimgegangene entstammte einer hochgeachtetenchassidisch-orientalischen Familie des 'ungarischen Flachlandes. Sein Vater, Rabbi Elia Reichmann, זציל leitete in Nyirbätor eine bedeutende Jeschiwa und war ein Enkel des unter dem-*Namen ״Rabbi Schaul Kalewer“ bekannten Rabbi Schaul Engel 7 צ ל des geistig und religiös tief dringenden Lehrers des Kreises, der sich seinerzeit unter Führung des Rabbi Jakob FisCh in Nagykällö um den berühmten ״Kalewer Rabbi“, Rabbi Eisik Taub ך׳ע gesammelt hatte und auf die religiöse Entwicklung des ungarischen Judentums von weitreichendem Einfluß war. Rabbi Zwi Hirsch Reichmann ןצ<ל verlor seinen Vater und ersten Thoralehrer in jungen Jahren als achtjähriger Knabe, Er wurde dann Schüler des als גאון וצדיק bekannten Rabbi Awrohom Leb Schwarz 9-זצ m H. Mäd (Verfasser des ק־ל ארי׳), Sehr jung zeichnete er sich schon durch sein ת ■ MB1MB11BBB11BB111111BaB11111Raaaa1a»«*•• Kassiers Herrn I. Reichfeld, 4. Erteilung des Abso lutoriums; .5. Verhandlung der eingebrachten Anträge; 6 Schlußwort des Präses. ׳ 1 Agudas-Jisroel-Jugendgruppe in Beregsas. Aus Berehovo (Beregsas) wird uns berichtet: Bei großer Beteiligung der thoratreuen Jugend wurde hier letzten Sonntag eine Agudas-Jisroel-Jugendgruppe ins Leben gerüfen. Damit ist ein lange gehegter Wunsch aller religiösen Bevölkerungsschichtän unserer Stadt; ׳ nämlich die organisatorische Zusammenfassung der aus den: jüdische Jügcntöfcha vöffüüÄfiy ^ffÜhfefisöBeh zionistischen Sei : leisten Vefmöchten.; NoehgiBt es a__, ___ ihre Kinder den zionistischen (sogenannten 1״mhN!I§6heii“) Schulen nicht anvertrauen wollen. Es gibt sogar noch jüäge Leute in den feesten Jugendjahren, Kinder glaüfeenstreuer Eitern, die sidh mit steigender Begeisterung offen zu den idealen det ferthodoken Judentums bekennen und in. ihren :׳ eich" immer weiter - aUsdehnenden Ag ud a3- Jisr 0 ei - J ugen d gruppen reit ihren ünterabteilungen den, aktiven Widerstand gegen zionistischen Afefati systematisch 0 r g a tt i § i e t e n und den Zionismus in Pödkarpatskä Rus seines ״Nachwuchses“ aus orthodoxen Kreisen ernstlich ״berauben“ wollen. Wenn das So ungehindert weitergeht, könnte in absehbarer Zeit der Fall eintreten, daß auch die wenigen noch nicht geschlossenen ״hebräischen“ zionistischen Schulen der Auflösung ähbeimfallen, oder aber — in Ermangelung von Kindern orthodoxer Eltern — die Zionisten genötigt wären, ihre eigenen Kinder in diese Schulen zu schicken, Uni dieser ״Gefahr“, welche die zionistische ״Kültur“pr0pägända in Podkarpatskä RüS und der Ostslowakei bedroht, beizeiten zu begegnen, hat sich dieser Tage in U 2 h 0 r o d unter dem Namen ״Jawne" ein neuer Landesverband zur Förderung der ״hebräischen“ Kultur und zur Erneuerung der Agitation für die Errichtung Zionistischer Kindergärten, Volks- und Mittelschulen gebildet, Zur Durchführung der Vorarbeiten ist eine größere provisorische Landesleitung eingesetzt worden. Nicht uninteressant und für die Verhältnisse recht bezeichnend ist hiebei, daß dieser Landesleitung des ״hebräischen“ Kulturvereines auch PersÖnlichkeiten angehören, die in orthodoxen Gemeinden Aemter und Würden bekleiden. So finden wir unter ihnen z. B. auch folgende Namen: Präses Hermann Schönberger (Vizepräses und Schulstuhlpräses der orth, Gemeinde UZhorod), Kassier Isidor Fischgrund (Sekretär der orth. Gemeinde UZhorod), Ausschußmitglied Dr. Julius Läazlö (Präses der orth. Gemeinde UZhorod), Ausschußmitglied Dr. Koloman Salamon (Rechtsvertreter der orth. Gemeinde UZhorod), Ausschußmitglied Dr. Brügle (Präses der orth. Gemeinde Michalovce) u. a. m. Wie uns bekannt ist, werden in orthodoxen Kreisen Gegenmaßnahmen erwogen, um diesen neuen Anlauf der zionistischen Propaganda gegen die orthodoxe Jugend in Podkarpatskä Rus unwirksam zu machen:! . Einrichtung eines jüdischen Spitals 'in UZhorod. Die Chewra Kadischa in UZhorod hat nach langem Zaudern nunmehr den Beschluß' gefaßt, ein jüdisches Spital zu errichten. Das Spital erweist sich angesichts der großen Not der jüdischen Bevölkerung ״von UZhorod und des ganzen Podkarpatskä Rus als eine äußerst dringende und nicht mehr aufzuschiebende Notwendigkeit, der man auch in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit Rechnung zu tragen genötigt ist. Alle Gesellschaftskreise der UZhoroder jüdischen Gemeinde haben sich den Plan •begeistert zu eigen gemacht und gehen mit energischer Tatkraft daran, ihn in der kürzesten Zeit zu verwiriclicheh. An finanziellen Mitteln stehen ‘ der. ,Chewra Kadischa zu diesen Zwecken einige größere Stiftungen zur Verfügung. Außerdem rechnet man auf eine weitgehende Unter- Stützung aus Staats- und . städtischen Mitteln und nicht zuletzt auf das gute jüdische Herz aller jüdischen Gemeinden in der Tschechoslowakischen Republik, dessen Opferfreuäigkeit niemals versagt, wenn es gi.lt, ein edles Werk der Bruderliebe und ״der Menschlichkeit zu vollbringen. ׳׳׳' daß Kunerol streng rituell erzeugt wird und daher auch für Strenggläubige ohne Bedenken für .die Zubereitung von Speisen verwendet werden kann. Kunerol ist ein völlig reines Pflanzenfett, nahrhaft, leicht verdaulich und fast unbegrenzt haltbar. ג ד ל^ו im Lernen aus und wurde Schwiegersohn des Rabbi Jizchok Eisik Kahana זצ׳ל in Rosnoviqe (später in Zsadäny) und bald auch Nachfolger des als קדוש ישראל berühmten Großvaters seiner Frau, Rabbi Jizchok Eisik Billitzer זצ׳ל in Nagyida. Viele Jahrzehnte stand er dieser Gemeinde, aber auch darüber hinaus einem weiten Kreis als geistiger Führer vor. Sein im Jahre 5687 erschienenes ספר הר צבי ist ein kleiner Teil der Früchte seines reichen, geistigen Schaffens. Sein Heimgang rief eine große Schar von Teilnehmern zur האי׳ nach Velkä Ida, die den Verlust des צדיק wehmütig beklagten, ז כ ר צדיק לברכה! J. J. B. Generalversammlung der ״Machsike Hajeseliiwoth“. Die Vereinsleitung der ״Machsike Jeschiwoth“ (Unterstützungs ver ein derJeschivvotb) veranstaltet Sonn,׳־ tag, den 19. Ei ui (10. September) d, J״ Uhr nächmittags, in N o v 6 Zämky die? 3. ordentliche;General» Versammlung der Vereinsmitglieder. Die Versammlung wird wohl auch in diesem Jahre allen Freunden der Jeschiwoth eine willkommene Gelegenheit sein, ihr Interesse für die thoralernende Jugend zu bekunden und mit Rat und Tat mitzuhelfen, das Unterstützungswerk für die Jeschiwoth auszudehnen und in steigendem Maße wirksam zu gestalten. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: 1׳ Einleitende Absprache und Begrüßung des Präses Herrn Julius H e nzog; 2. Jahresbericht Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners M״ E c k s t e i n; 3. Bericht des Kunerol wird unter ständiger Aufsicht des Herrn Bezirksrab bi n 9r.s S. E h r e n f e I d z u M a t tersburg h erge ste It. 100% REIN E S KO KOSNUSSFETT Nur echt in Originalpackung 1 |4׳' ־*:־> ־ י‘ Jeschiwos heimkehrenden jungen Leute, um sie auch für die Zukunft der Tradition und dem Limud Hathora zu erhalten, in Erfüllung gegangen. Aus ,dem Vereinsleben der neugegründeten Jugendgruppa wurden die lokalen Gemeindeangelegenheiten Und damit verbundenen Zerwürf» nisse ausgeschaltet. Die ״Chewra Tiferös Bachurim“ hat sich auf einstimmigen Beschluß der Aguda-Jugend- Gruppe angeschlossen. Bisher haben fünfzig Mitglieder ihren Eintritt angemeldet In das Präsidium wurden föl» gende Herren einstimmig gewählt; Alexander Schwarz (Präses), Alexander Weißberger (Sekretär), Chajim Bernef (Kurator), Mikiös Klein; (Kassier) unü Em. Feld» mann (Kontrolior).' Im Namen des Präsidiums dankte Herr Alexander Schwarz für das Vertrauen und ermahnte die Mitglieder zu intensiver’ Mitarbeit ieharomas keren hathorah. Kosch-Haschonoh-GlUckvvünsche! V Wir bitten unsere Leser, Glückwünsche zu ראש השגה die in der Roschhasphonoh-Festnummer erscheinen, sollen, uns baldigst aufzugeben. Preis der Einschaltung tsch. K 25.—, die auf das Postscheckkonto Praha 53,386 einzuzahlen sind. Droscho iu Badt-Luha^ovice. Am Schabbos k. Schoftim hielt Se. EhfwürdemHarr Obefrabhiner Josef Ab ei e s aus Tekovskö öarluhy im Betsaale des Restaurants Singer vor einem auserlesenen Publikum eine tiefsinnige unü wirkungsvolle Drösqho,; die bei allen Zuhörern einen nachhaltigen Emdruck hinterließ, / ii•• Neue Versuche zur Zionisierung der jüdischen Jugend . in Podkarpatskä Rus. Die Zionisten sind mit ihren bisherigen Erfolgen bei der jüdischen Jugend in Podkarpatskä Rus offenbar noch nicht zufrieden. Noch sind in manchen Gemeinden Im Hause alles glänzt und blitzt, Wenn man zuni Futzen stets benützt O b e - Metallputz.