Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 34 (25.8.1933)
- Date
- 1933-08-25
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seil« 2 34 •JÜDISCHE PRESSE , Nr "־׳ ~־ ~־ .-י 7־־""" . י- ״ ■ יי - ״-—-־- י, ״'׳«״«■1• ׳■ 1.--nimm -im 1-nift.iaar * ■"•fmatrtt■■~r' ו■*f r׳iiii1iaia׳*1-K*^1*a^Ma^**r****tM*»H**u^MM*■MM»,- - ■■ ,Y,jni.vve;V1r**&^**.^***~ Älöhfeti&che Kepfessailen gegen «wel fcäbbirtätemitglieder in Ere* Jisroel, Einen tiefen Eindruck maehte in den religiösen Kfiliiö in Erez Jisroel die Entfernung von* ״zwei Ratsblneftt des Ruk'ächen Babbinates von ihren Stellen. Öle Mabfetner J!ra0kHüädtöefnsteiny die seit Jahren Mitglieder des Rabbinates äei zioni3tischen'״Keneseth-Israel"-Gemeinde waren, obwohl sie aus religiösen Gründen der nrthödöÄ Gemeinde angehörten, erhielten von der zionistischen Gemelndeieitung die Aufforderung» aus der orthddhaeh 3Gemeinde aussutreteh und ihre Zugehörigkeit 2ür>M0äi§tisehen »»Eeneseth4srael't anÄUmeldp» Widrigen* falls ג sil Vön ihren Stellen enthoben Würden. Während Rabbi Frank sich unter gewissen Bedingungen, die allerdingt von den Zionisten abgeiehnt wurden, bereit erklärte, - der Zionistischen . Gemeinde beizutreten, lehnte Rabbi Bernstein den Beitritt zur ״ReneSeth-lsrael", welche das fThorägesetz für sich nicht als Verbindlich anerkennt, rundweg ab. Die beiden Rabbiner wurden ihres Amtes enthoben und an ihrer Stelle zwei andere Rabbiner — ein Bruder des Rabbiner ׳Kuk und Rabbiner Schapira aus Rußland- —: in das Rabbinat bestellt. Das Vorgehen der Zionisten gegen die beiden Rabbiner, die ihrer Üeberzeugung treu blieben, hat in den religiösen Kreisen tiefe Erbitterung hervorgerufen. Aufsehen erregte es auch, daß der Vorsitzende des zionistisehen Rabbinates, Rabbiner Kuk, zu dieser Affäre überhaupt nicht ׳Stellung nahm und sich für seine Rabbinatskollegen nicht einsetzte. Kredite aller Art, auch die schwierigsten Kombinationen, ferner Kauf, Bevorschussung und Eintreibung von Außenständen, kostenlose Steuerberatung und Rechtshilfe, ״Acced0“, Wi en, ’ *״ W 6 i h b u r g;g a 3 s e 4. Regelung der jüdischen Beteiligung an öffentlichen Arbeiten in Erez Jisroel. — Ein Drittel des Arbeitsbudgets für jüdische Arbeit reserviert. Das Departement für öffentliche Arbeiten bei der Palästinaregierung hat Seine Unterabteilungen bei den einzelnen Distrikten angewiesen, von nun an bei allen durch Regierungsstellen zu vergebenden öffentlichen Arbeiten jüdisehe Arbei t er in einem Ausmaß zu beschäftigen, daß e i n D r i 11 e 1 der für Löhne bestimmten Gelder an jüdische Arbeiter zur Auszahlung gelangt. Die nunmehr offiziell festgesetzten Richtlinien für die Heranziehung jüdischer Arbeit zur Ausführung öffentlicher Arbeiten wurden, bereits vor einem Jahre ahgekündigt. Im Juli 1932 machte die Regierung dem Stadtrat von Haifa den Vorschlag, er solle ein Drittel des für öffent- ■ liehe Arbeiten vorgesehenen Budgets für jüdische Arbeit reservieren. Als der Vizebürgermeister von Haifa, Ibrahim Effendi Sahyonu fragte, (warum die Regierung nicht in ihrem Departement für öffentliche Arbeiten denselben Grundsatz befolge, erklärte der mit den Verhandlungen , betraute stellvertretende Distriktskommissar Food, diese Weisungen entsprächen der von der Regierung für das ge- ' samte Land fest'gelegten' Politik. Es sei nicht: seine Aufgäbe, die Gründe darzulegen, die die Regierung zur Ausgäbe ihrer Weisungen an den Stadtrat bewogen hätten, sondern bloß klarzumachen, daß die Regierung auf ihrem Standpunkt beharren werde. hfeit über ihre zukünftlgeLage. Die Verzweiflung unter den Flüchtlingen iät mübeschfeiblieh und die Selbstmorde mehren sieh. Vor kürzer Zeit wurde die GöfentiieMteifr durch den Selbstmord. des Charlottenburger Ehepaares Freymuth auf geschreckt und vergangene Woche wurde der deutsche Professor Bailmann aus Rügenwaide, der im besten Mannesaiter stand»■ erhängt auf gefunden, öaiimann» der, wie viele, seines Amtes enthoben worden war» besaß keinerlei Kenntnis als Sein Fachwissen und glaubte öffenbar, nirgends eine neue Bebensbasis finden zu können. Ob nun diese Flüchtiinigs-Selbstmorde oder der gesamte Elendskomplek das. Gewissen der Oeffentlichkeit auf gerüttelt, gleichviel, es hat sich, wie der ״Matin״ meldet, ein ״Comitl pour la Defense des droits des Israölites en Europe Centrale et Orientale״ gebildet, dem mehrere Minister und andere hervorragende Persönlichkeiten angehören. Das Komitee macht es sich zur Aufgäbe, diejenigen Personen jüdischer Religion und jüdischer Abstammung zu verteidigen, die in der Ausübung ihrer bürgerlichen, beruflichen und politischen Rechte behindert sind. Das Komitee will ferner antisemitische Propaganda bekämpfen und eine wirtschaftliche Rehabilitierung der Opfer dieser Propaganda herbeiführen. Die Bildung gleichartiger Komitees in London und New York Söll erfolgen. Gerichtliche Prüfung der ״Protokolle der Weisen von Zion“. Ueber Ersuchen des Baseler Gerichtes werden mehrere Personen, die dem ersten Baseler Zionistenkongreß beigewohnt haben und die sich jetzt anläßlich des diesjährigen Kongresses der .Zionisten in Prag aufhalten, von dem dortigen Gericht Über ihre Ansicht, feetreffend die ״Protokolle der Weisen von Zion״, von denen vonantisemitischer Seite behauptet wird, Sie seien Geheimbeschlüsse des ersten Zionistenkongresses, vemommen werden. Das Baseler Gericht benötigt diese Zeugenaussagen zur Fällung eines Ürteiles in einem Prozeß, der gegen Schweizer Zeitungen wegen Aufnahme einer Anzeige angestrengt wurde, in der der Leipziger Hammer- Verlag die von ihm herausgegebenen Protokolle unter der Ueberschrift ״Die Echtheit der Protokolle von einem Teilnehmer bestätigt" ankündigt. Gleichstellung jüdischer Handwerker bei Arbeitsvergebung in — Oberschlesien. Der Magistrat der ־!Stadt G1 e i w i t z hatte vor längerer Zeit den jüdischen Hausbesitzern die staatlichen Zuschüsse zum Zwecke von Hausreparaturen verweigert, später aber wieder unter der Bedingung zugebilligt, daß jüdische Gewerbetreibende (Handwerker) bei der Instand- Setzung nicht beschäftigt würden. Der Verband der oberschlesisch-jüdischen •Handwerker wandte sich hieraüf an das Ministerium •für Wirtschaft und Arbeit sowie an die Regierung in Oppeln mit der Bitte, diese Anordnung wieder rückgängig zu machen. Auf diese Eingabe erging vor kurzem der Bescheid, daß; ,die jüdischen ebenso wie die nichtjüdischen Handwerker, bei Vergebung von Arbeiten berücksichtigt werden sollten. Zu gleicher Zeit wurde in Gleiwitz auch das Badeverbot für Juden aufgehoben. ^il Bi g■ >%pj j FÜR MÖBEL UND SITZMOBEI B E S T E ARB E I T Opfer des Hitlerismus. Ein großer Teil der aus Deutschland geflüchteten Juden hat sich nach Frankreich gewendet. In Paris halten sich jetzt viele deutsche Juden auf, in vplüger Ungewiß- ADLER, VII, APOLLOG.18 .Skizzen und Kostenvoranschläge unverbindlich Raummangel Halber mußte diese, Woche die Fort- Setzung der Erzählung ״Hinter Mauern“ gusbleiben. SKREK’S כשר Fleischkonserven sind S. DIAMANT, Wien für Ausflügler unentbehrlich. II, Gr. Schiffs. 10 / Tel. A-48-1-91 Lebensversicherungs- U W M I V- Gegründet Gesellschaft |fr11 II 111 A 1882 Aus dem Jahresberichte 1932: . Versicherungsbestand ..... . . :. . ........ . . . .. . , . . 2728 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen . . . . . . . . . .. . . . . .■179 ־ ־ .׳ Millionen Schilling Garantiemittel . . . . . . .' . . .; . ... , . . . . . . . . ... . 527 . . ׳ Millionen Schilling Auszahlungen an . die Versicherten . . . .... . , . . . ,,.60 . .־. ■ . .... ■•׳ Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, Öechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich,, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten. Ist das noch ehrlich? Was will der Misrachi? Wollte man bisher die Führer und die Nachläufer der misrachistischen Organisation ״d a n l’k a f S׳c h u s" sein, man konnte vielleicht einen Vorwand dafür finden. Man konnte sieh sagen: Ja, vielleicht glaubt der Misrachi ehrlich, er werde seine religiösen Forderungen einmal innerha 1 b der Zionistischen Organisation durchsetzen können. Obwohl es an sich schon r e 1 i g iohsw i d r i g ist, sich mit Haut und Haaren einer jüdischen Gemeinschaft zu verschreiben, die den Primat des G-ttesgesetzes nicht anerkennt. Obwohl es zweifellos unzulässig ist, die Entscheidung über Fragen von zum Teil tiefgreifender religiöser Bedeutung sogenannten ״Mehrh e i t sbesc hitiss eh״ der zionistisch-sozialistischen Kongresse zu überlassen, denen man sich fügen muß/will man nicht im Kreise der ״Gesinnungsgenossen" als ״rea kt i o h ä r“ verschrien werden und den Anteil an dem schönen Geldsäckel verlieren. Der Misrachi will es nicht! Was tut also der Misrachi? Er protestiert! Protestiert gegen Religionsverletzungen in den zionistisehen Kolonien, protestiert gegen Chilul-Schabbos durch Zionisten und zionistische Vereine, er protestiert, protestiert und protestiert wiederum... Dieses״Protestier״-Spiel kennt man nun schon seit Jahren und es wird auch weiterhin hiebt aufhären. Der Misrachi ist schließlich nur dazu, für die Zionistische Organisatipn einen religiösen ״Mantel" abzugeben, um auch den re 1 igiös en Juden ihre schwer erworbenen Groschen für zip hi s t i s o h e Fonds abzuuebmen,* für deren Tätigkeit bekanntlich kein einziges religiöses Gebot bindend ist, Man weiß heute allgemein, daß in den meisten zionistischen Kwuzoth Trefe gegessen wird, daß in einer Kwuzah eine Kaninchenzüchtung eingerichtet wurde, und man erinnert sich wohl auch noch an den furchtbaren Skandal, der seinerzeit durch die von einem misrachistischen Lehrerseminar in Jerusalem herausgegebene ״Lehrmethode“ aufgeflogen ist, welche für alle misrachistischen Schulen bindend werden spute und voller Kfirob.und Minus war. Man ist also an das ״Protestieren" des Misrachi mehr als reichlich gewöhnt und man erinnert sich auch noch an das ״Ultimatum", das der Misrachi an die zionistischen Fonds vor nun einem Jahre gerichtet hat, er würde die Sammlungen der Fonds boykottieren, falls der Chilul-Schabbos in den von den Fonds errichteten Kolonien nicht aufhöre. Die gesetzte ultimative Frist ist natürlich längst erfolglos abgelaufen und der Misrachi — ■ s c h w e i g t... Man empfindet daher einige Genugtuung, wenn nun der Misrachi selbst'in einer offiziellen Resolution seiner' Krakauer Konferenz die Aussichtslosigkeit aller seiner Proteste scheinbar, einzusehen beginnt und offen gesteht. Die Resolution lautet: ״In Erkenntnis der Tatsache, daß es dem Misrachi trotz 30jähriger Arbeit nicht gelungen ist, die Zionistische Organisation und die Aufbauarbeit in Erez Israel mit seinem Geist, dem Geist der Thora und der Tradition, zu erfüllen, angesichts des Stromes , der Züge 110sigkeit und der Beherrschung des Zionismus und seiner Institutionen, durch verschiedene freie Elemente stellt die Weltkonferenz fest, daß sie insolange keine Möglichkeit sieht, die Verantwortung zu tragen und sich an der Arbeit zu beteiligen, als die Grundforderungen des Misrachi nicht erfüllt werden." Meinte es der Misrachi ehrlich, dann müßte er konsequenterweise der Zionistischen Organisation endgültig den Rücke* kehren und sich mit dem weitaus über- Wiegenden Teil der religiösen Judenheit auf gemeinsamer Plattform zu finden suchen. Was tut er aber in Wirklichkeit? Er veröffentlicht zugleich noch, einen Beschluß seiner Krakauer Konferenz, mit weichem er der schwer um ihre Selbständigkeit fn religiösen Belangen kämpfenden Orthodoxie in Erez Jisroel einfach in den Rücken fällt! ״Die Konferenz bringt ihren schärfsten Protest zum Ausdruck gegenüber den Bestrebungen einer gewissen Gruppe (!) in Palästina, Sondergemeinden und ein Spnderrabbinat zu schaffen, und fordert den Merkas Olami auf, mit allen Mitteln dieser Forderung e nt* gegenzut reten." ׳ Pa gibt es nur eines; N i e d r i g e r h ä n g e n! Per MisrncW yerräl sPln 1 nnerst§s Wesen. Und es zeigt sich, dgß niemals eine Gewlinschgft zwischen uns und der» artigen ״jüdischen Führern" mit derartigen Methoden möglich ist! Eh ril i c heJ ehudim mö ge ns ich all das merken! T» VÜS WOClM? XII Wo eil € Die »,J ii dt sc he Run dä 6 k ä u'rj da$ offizielle patMzlöMteiike Ötfftm J&mUcMmdsi imitäe Von der Begierung bis ISi Februar 193^ verböten. Die »Jüdische Rüttdächau“ %atie ejb&n in einerh Artikel dem ׳■'»VölHisehett Beobachter" geantwortet} der im Zusammenhang mit dem ZiöHisienköngreß ijoiiste Beschimpfungek und■■ haltlose Verteumdüngen gegen die Juden gerichtet hatte* — In Lodz kam es anläßlich einer Fahnenweihe der Nationatdemokraien zu antisemitischen Straßenesbzessem Mine jüdische Brau wurde durch eine von eitlem Nationatdemokraten geschleuderte Glasflasche am Zopfe erheblich verletzt. Polizei zerstreute die Demonstranten. Im Monat Juni sind nach, Palästina 186% Personen, unter ihnen 1968 Juden, eingewande rt. 297 Einwanderer gehörten der sogenannten ' Kapitalisten- Masse an, Im Vormonat waren von insgesamt 1958 Ein- Wanderern 1854 Juden, — Wie aus dem soeben veröffentlichten Bericht des Schatzamtes der Palästina-Re gierung hervorgeht, betrug der Verwaltungsüberschuß der Palästina- Regierung Ende März 1,280,296 Pfund. Die ״Palestine Post“ knüpft hieran die Bemerkung, ein so hoher Verwaltungs- .Überschuß sei vermutlich heute einzig dastehend in der Welt und bilde einen *unwiderleglichen Beweis für die Stabilität der öffentlichen Finanzwirtschaft Palästinas. —1 Wie die ״Frankfurter Zeitung“ mitteilt, hat der Reichsfinanzminister die Bestimmungen der Arier-■ Paragraphen des Beamtengesetzes, die in verschärfter Form auch auf den freien Beruf der Steuerberater ausgedehnt worden sind, auch hinsichtlich jener Personen als verbindlich ekrlärt, die als Prokuristen, Handlungsbevollmächtigte oder Angestellte einer Firma ständig für diese in Zoll- und V e r b r au c hss steuerangeleg enheiten auftreten. — Im Haag wird im nächsten Monat eine ort.hodoxj ü dis che Schule mit deutscher Unterrichtssprache für die Kinder der nach Holland übersiedelten deutschen Juden eröffnet werden. — In den Vereinigten Staaten wird die Gründung einer neuen großen jüdischen Investition sg e Seilschaft für P alästi na mit einem Kapital von 250.000 Pfund in die Wege geleitet, die ihre Haupttätigkeit auf Investitionen in der palästinensischen Land- Wirtschaft richten soll. — In der T s che cho slo w ak ei soll im künfti-■ gen Schuljahr die F ünf - T a g e - S chulw o che eingeführt werden, so daß die Schüler der staatlichen Schulen außer am Sonntag, auch am Samstag schulfrei, haben werden. Diese Neuregelung soll aus pädagogischen Gründen erfolgen. , — In Czenstochau kam es vergangene Woche zu , antisemtis c h.en A u s sehr eitun g en, iny deren Verlauf ein Jude schwer verletzt wurde. Siebzig Mitglieder der antisemitischen nationaldemokratisch'en Partei, darunter auch Kaufleitie, und Advokaten, wurden in Haft genommen. ׳׳ —■ Das Prager Statistische Staatsamt veröffentlicht die Zahlen über die Geburtenbewegung, aus denen zu entnehmen ist, daß bei den Juden im Jahre 1982 in den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern ein Geburtenab gang zu verzeichnen ist, während in den weniger bevölkerten Städten ein Geburte nübe rschuß festgestellt wird. Insgesamt wurden ■im Jahre 1982 1622 jüdisehe Geburten und 1198 Todesfälle verzeichnet. — ln Berlin wurde der neunzehnjährige jüdische Schneider Kurt I hrin g' wegen unbefugten Tragens des H akenkreuz ab Zeichens zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der amerikanische Matrose Johnson wurde zu sechs Monaten Kerker verurteilt, weil er die Nachricht verbreitete, daß Hitler einer mährischen jüdisehen Familie entstamme. -— Der berühmte Stropkover Rabbi,■ Rabbi Scholem Hälberstamm, der bisher der agudistischen Organisation femestand, bekannte sich zur Agudas Jisroel und forderte seine Anhänger auf, die heiligen Ziele der Agudas Jisroel zu fördern. — Der Revisionistenführer J ab otinsky erhielt die Einreisebewilligung nach der Tschechoslowakei nur unter der Bedingung, daß er außerhalb des Zionistenkongresses keinerlei Reden halte. —י Nach dem Verbot der ״Jüdischest Rundschau“ wurde nun auch die ״C.-V.-Zeitung", das Organ des ״Centralvereines deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", verboten. — Der Gemeinderat von G.r o ß gr un dla eh in Franken hat beschlossen, daß Juden das Gebiet ders Dorfgemeinde nicht bet re ten dürfen. — Vergangene Woche fand in Wien im großen Wimberger-Saal eine ■ von des' Oesterreichisc h e n Volkspartei einbemfene christliche Massen- Versammlung gegen den Antisemitismus statt. In einer gefaßten Resolution wird gegesi die Beeints'äohtigsmg von Staatsbüs'ges'n wegen ihrer Rassesizugehös'igkeit protesties't und die österreichische Regierung aufgefos'dert, das Lasid vom Gedasiken des Rassesthasses freizuhalten. י—י In der Nähe von Gaza ist ein Terrain von 2250 Dunam zur Esrichtung einer Kolo st ie f ü r Judesiehristest asigekauft wos'den, Mit den Pflanzungsarbeitest und mit dem Bau von Häusern und einer Kirche, der einzigen Kirche für Judetichristessl soll usivorzüglich begosmest werdest, ־ — Nach dem Ves'bot, das astdere Städte für Juden in ihrest geschlossenst Bädern erlassen haben, hat jetzt der Sta&rat von Strau bing^emstimmig beschlösse% den Juden auch das Baden ist der Donau im Bes'eicfr des Stadtbezirkes zu u sttersag e n. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe, ־ E! EN GRQ5 EXPORT1 PERÜCKEN Und SCHEITEL | FACH GE MASS AüSGEFLIHRT! FRITZ BRENNIG Wien. VI. Eggerl־bgasse 9