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Jüdische Presse · 1933-08-18 · 33 (18.8.1933) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
33 (18.8.1933)
Date
1933-08-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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■,׳.־* ״Tffiäi :»«י .dtr tVelt/jiehili«»# ־Bl« dl« iö ihrem üfjpiiäde fiaeö reinen, •Werten jm ÄÄ tiy!Ä v0f ttö^f«fi Aü^1^ die j^,^tige V«14ät#plkt1üig unserer religiösen Führer, dl« gewaltige Aufgabe der Agudää Jisföel, di« histöfisehe Missiön de* Kenesslo Qedäuio. Nächste Woche tHtt der Zidnistenköügreß 2um 18. Mal« zusammen. Eswerden große Wort«, glänzende ÄifiÄti :förfääijÜdiMe V0ik,für PäiästtoäfiUeh.Möge äl«se Küfidgebung noch sö glänzend, möge dort Slö Päfterre voflgeiehrten, weitürUhmtenrertahreneäimd erfolg* reichen Männern sich Äusammenfliideß, alle dlese können nichts ändern aa.^der Grundtafeacfae, däß das jüdlsehe V0ik,4arjüdiäche Land iür auf Grundlage unserer heiligen Thora und jahrtausendealten Tradition wiederum aufgerichtet und einer gfückilehin Zükünft entgegengebracht werden kann*undv dies erstrebt Agu'das Jis r o el. Dies verkündet ihre K e n es si 0. ׳■'״•׳.״ ■'״'״ך׳‘.;׳ * .־ .. , , Lord Melchett — Präsident der Zionistischen Organisation? . 7׳־.. In Londoner zionistischen. Kreisen beschäftigt man sich Sehr ■intensiv vh1it der, Frage der Neuwahl des Prä* sidenten ^der^Zionistischen; Organisation, ‘Sokölow»י heißt :es, kommt:nicht׳in Frage und Weizmann findet auf der reuten Seite zu starken Widerstand. Es wird deshalb vorgeäCfilagen, den jungen Lord Mel che tt, der'sich als Präsident des Makkabi einige ״Berühmtheit" erworben hat, zum Präsidenten zu wählen. Die' Leser der ״Jüdischen Presse“ wissen bereits, daß Lord Melchett erst vor ganz kurzem Überhaupt zum Judentum* übergetreten ist. i : .".7 ':,:''׳■•■•''V.•.;; s*s .; /. . ■_ Annäherung de« ״Misrachi“ an dieÄguda? Als Auftakt zum 18. Zionistenkongreß fand in Krakau eine Weltkonferenz des ״Misrachi" statt, an dem es auch zu sehr lebhaften Zusammenstößen kam. Die Jugend will sich vom Misrachi loslösen, weil sie die Politik ג der Exekutive nicht billigt und insbesondere gegen t die: Uebereinkommen mit der sozialistischen *,Histadruth“ opponiert. Ein anderer Flügel, wieder trat für die Umbildung des Misrachi in eine«. ״religiösen Sozialismus“ ein. Unter den . Resolutionen befindet sich auch eine, die sich für eine Zusammenarbeft a 11 er or.th04oxen Kräfte .mit der Agudas Jisroe 1 in Er.ez Jisroe 1 ausspr.icht. . Inter- Assant ist, daß die *diversen. Beschlüsse, die .sich auf die ' FÜR MOSEL UND SITZMDBEL BESTE A R B E 1 T _ _ . .... __ _, . _ __ SkizzenundKostenvoranschtäge ADLER, VII,APOLLOG. 18 unverbindlich Stellungnahme der misrachistisehen Delegierten zum Ziöäiätenköhgreß bezi6heä,:mit den Bemerkung verüben wurdefk daß der Misrächl hn Fälle ihüF Äbfehnühg sieh an Reiher. zionistischen Instanz mehr beteiligen wird* '72ü«^ rilligen Sitfrtiiliiflgs dir V0(t&ag« auf der* Misrachl*Ko&ferenz mußfttattwissen,' daß derMisrachi; hei den Wahlen zum ZlöhistenfcdngreB kaum iö Prozent der Mandate errungen hätirGiatibt der Misrachi «öeh. immer,daß sich die Interessen der religiösen Judenheit 1 inerha 1 b der Zionistischen Organisation vertreten und durchsetzen lassen?. Oder will er auch weiter sich den ״demokratischen Mehrheitsbeschlüssen“ des Kongresses unterwerfen, aüeh wenn äiese im Gegensatz VOLKS-KREDIT;M^eii V/Keiienbrudcengasse % II« St. 12 REG. GEN. M. B. H. übernimmt Sparbeträge über S 100.— als grundbücherlich sichergestellte Einlage. Kapital und Zinsen dliehfaiis gesichert.Beste SicherheitfhöchiteVerzinsung ״Der Aufbau unserer * Vorblmerkung der Kedaktioni Wir brii|en hier einen Aufsatz zum Vorabdruck, ׳der.'"als Einleitung zu dem zu BosCh*Halch0noh hefauskomihenden Kaieftder der TalMud*Thora-Schule erscheinen wird. Unter äeft gegenwärtigen Zeitverhält-. - . niäsen erkennt man erst so recht die ganze Bedeutung üfld Tragweite der jüdischen •'Sfc h u i e, für deren Förderung die ״Jüdische ' ■ Presse" seit ״jeher eingetreten ist und noch * stärker eintretelf wird. FÖrderung nicht allein durch materiell^ Unterstützung, sondern in erster Linie dadurch, daß die jüdischen Eltern , ' endlich sich von’der Stichhältigkeit und Not- Wendigkeit der Forderung überzeugen: Das jÜdiöche 3Kfn4 in die jüdische Schule! ״Das neue Schuljahr bfidet. einen Ma r ks t e in in der Geschichte unserer seit mehr als achtzig Jahren bestehenden Talmud -Thora;־ Schul e. Die 1Mädchenschule, deren Gründung Mack fAüfbau der Knäben-Hauptschule im 1Jahre 1925 b'lschlbssen wurde, erfährt durch die Eröffnung der vierten Hauptschulklasse ihre V o 11endung. Somit führt unsere Talmud-Thora-Schule vom Schuljahr 1933/34 an sechzehn Klassen, eine voll ausgebaute Knaben- und Mädchen-Volks- und -Hauptschule. :Wahrlich ein hinreichender Grund, ein solennes Jubelfest zu feiern. Selbstverständlich wird dieses Jubelfest nicht begangen. Das.!jüdische Wien versteht nicht, Schulfeste zu feiern. Still wuchs unsere Schule in den jüngsten zehn Jahren und warn aus einer vier-, bzw. fünfklässigen Knaben-Volksschule zunächst eine achtklassige Volks- und Hauptschule für Knaben, an deren Seite nun eine achtklassige Mädchen-Volks- und Hauptschule ihren würdigen Platz in unserem Schul- Werke einnimmt. Dieses Wachstum wurde von dem jüdisehen Wien kaum wahrgenominen; es fand kein inneres Verhältnis zii der jüdischen Schule, die in den Nachkriegsjahren in erster Reihe berufen war, einer auch geistig und religiös unterernährten. Kriegs- und Nachkriegsgeneration Kraft und jüdisches Rückgrat zu gehen. Unserem mählich und mächtig wachsenden Schulwerke stellten sich nicht selten auch, jene jüdischen Manschen voller Zweifel und mißtrauender Kritik, ja gar oft ablehnend entgegen, die^ sich ׳aus der kompakten Masse der Lebensversicherungs- Gesellschaft NIX IT Gegründet 1882 Aus dem Jahresberichte 1932: Versicherungsbestand . . . v Prämien- und Zihseneinnabmen . . . Gafähtiemittel . . . . ... . Auszahlungen an die Versicherten . . , . ״ Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, öechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, ■'"־ Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten. - 2728 Millionen Schilling 179 Millionen Schilling 527 Millionen Schilling .60 Millionen Schilling Erzählung von S. W i e z. (Fortsetzung) [15] Beim Dbrfeingang ergriff Borisowski ihre Hand (und drückte sie innig. . ' ״Wie mich das alles freut und beglückt!“ sagte er. ״Sie?“ V ״Mich“, sagte er ernst und warm in einem Tone, der von seiner sonstigen tändelnden Art zp sprechen sehr abwich. ״Es kann Marianka nicht entgangen sein, was all meine Freunde längst gemerkt, daß ich mich für ihr Schicksal ungemein interessiere, Wie sollte es mich nicht freuen, daß mein Herzensmädchen nun unserer Religion nähertritt und so unsere Verbindung immer aussichtsreicher gestaltet?“ Er umarmte das Mädchen sö plötzlich und so stürmisch, daß dieses wie willen- und besinnungslos eine Weile in seinen Armen ruhte und wie hilfesuchend den Kopf an seine Brust lehnte. Dann riß sich Merelaika mit einer jähen Bewegung los. - , : ״Nein“, sagte sie bitter, ohne ihn anzusehen. ״Verlorene Mühe. Meine Eltern haben bereits für den Mann gesorgt. Sie verloben mich vielleicht nächste, vielleicht diese Woche schon . . .“ ״Was? Mit dem Judenjungen, dem krummen Baehur?“ entfuhr es dem Verwalter, indem er wie drohend nach der Flinte griff. ״Es wird uns nicht gelingen, gegen den Willen der fanatischen Leute etwas auszurichten“ — sagte sie etwas ruhiger. ״Uns?“ — Borisowski wiederholte dieses Wort mit^ großen Nachdruck, ״Höre Marianka“ — sagte er nach einer Weile, zum erstenmal das vertraute Du gebrauchend, — ״uns wird alles gelingen, so wir gemeinsam und unablässig an der Sache arbeiten. Du mußt hur wollen, dann räume ich alle Hindernisse spielend aus dem Wege,,, Und dann steht uns ja die Fürstin zur ■Seite •,.“ ״Uns?“ ■יי Jetzt war es^ ah Merelaika, sich über plese GemcioschaftMu wundern.^ ״Ja, Schatz“ — sagte Borisowski — ״Die Fürstin ist auch mir gut gesinnt, denn sie häit mich; ich weiß nicht warum, für sehr kirchen- und klosterfest. Sie weiß von meiner Liebe zu dir und hat mir für den Fall, daß ich dich als gute Christin heimführe, eine gute.Stelle in der Stadt in sichere Aussicht gestellt. Das soll ein Leben werden! . . jubelte der Verwalter, indem er ein über das andere Mal das wie rat- »und hilflos dastehende Mädchen an seine Brust drückte v . . I ״Das soll , ein Leben werden“, —־ wiederholte das Mädchen wie im Traume.,*Dann riß sie sich aber wieder los. vT ״Als fromme Christin, sagst du?“ ״Jawohl, Schatz. Ueberlassen wir aber diese Seligmacherei ruhig der edlen Fürstin. Wir finden schon unsere Seligkeit auf andere Art . . .*1^ ״Denkst doch nicht etwa an das Kloster?“ Merelaika schauderte . , . , ü ״Warum nicht auch Kloster, wenn es nur als kurzer Uebergang zu einer besseren, schöneren Zeit für uns,beide dienen soll? Am Ende besorgen sie doch dort das Geschäft der Seligmacherei am besten und am raschesten. ,Dann habe ich meine fromme Christin und meine gute Stelle . . .״ - . r ״Laß mich“ — hat Merelaika ~״ יes sind zuviel der neuen Eindrücke, die heuf§ auf miefi einstürmen. Laß mich erst recht zur Besinnung kommen, mit mir selber zu Rate gehen , , . Gehe! . . .“ Und noch einmal küßte Borisowski die rosigen hebenden Lippen des Mädchens, dann ging er. Eine Weile schaute ihm Merelaika glückstrahlend nach. Er war ein Heia vom Scheitel bis zur Sohle, wie er jetzt, vom Hunde begleitet, mit der Flinte auf , ,dem dunklen Pfade dahinschritt. * Sie glaubte, an der. Seite dieses Mannes den Kampf mit allen, mit Elternhaus, mit David, mit den eigenen, unberechenbaren Empfindungen aufnehmen zu können ... י' Dann ging sie eiligen Schrittes heim, in die Wirtsstuhe, um ihre gewöhnliche Arbeit aufzunehmen. XI. Verwirrt und zerstreut ging Merelaika seit der letzten Aussprache mit dem Gutsverwalter ihrer täglichen Arbeit nach, Ein Gedanke quälte sie unausgesetzt und sie vermochte ihn picht zu verscheuchen. Es war, als wachse etwas in ihrem Gehirn, aus^demselben heraus, \7as sie nicht zu verhindern vermochte. Wie traumverloren starrte sie minutenlang die Mutter an, als wollte sie׳ dem friedlichen Zügen 4er gutmutigen Frau ein Geheimnis ablauschen, Oft merkte es Debora und fragte liebevoll, ob sie von ihr etwas wünsche; dann pflegte Merelaika, wie hei einem Verbrechen ertappt, über und über rot zu werden und; sich verlegen abwendend, irgend eine ausweichende Antwort zu geben, Ihr Benehmen zu Hause hatte sich auffallend geändert, Sie behandelte; de» Vater mit mehr Achtung und schien sogar herzWcber zu ihrem Bruder,! David aber ging sie »och mehr als früher aus dem Wege׳ , (Fortsetzung folgt.) ■ämssa^tääsastäii wt Thora tmd fraditiofi Stehern wie;er es bisher getan hat?. E§ iät jedenfalle ein erfreüiiches Zeicheö. däB hüä se&emBäM, döbh etöfef Verhffift in die Reihen der äiisraehiötischeä Führer' eliizieht, die ׳ eifiZusehen be* ‘ g^aze biäherigh Arbeit zwefcklos und - mr« Taktik fälsch waf. Andererseits merkt: man ans den Vorgängen auf der Misrächi*K0hferett2> daß die in seinem Schoße sich drängenden Anschaüüflgen noch immer eine große'Gefahr für das orthodoke Judentum bedeuten# Ein« geeinigt« Front ai 1«r religiösen ’Juden wäre gewiß sehr zu wünschen und könnte so manches erreiche«, •was dem einseinen bisher zu erreichen nicht möglich war. .׳,:.;t;•;!■:■׳ Schule ist vollendet.“ Indifferenten wohltuend' abzuheben schienen, Eine;kleine Schar von Unentwegten trug das ,Wefk zur V0iIendUMg. Ntin steht es vollendet da, in einer , Zeit, <11« selbst eMen . W e h d e p.ü% k t in der Geschichte der jüdischen Schule bedeutet, ''’ ׳ ' Die traurigen Verhältnisse in Deutschland haben die große innere Bedeutung der jüdischen. Schule :neuer* äings für jedermann vernehmlich aufgezeigt. Der einzige Lichtpunkt im düsteren Schicksal unserer Brüder in Deutschland sind ihre jüdischen Schulen. Die jüdische Schule besaß zu jeder Zeit ihre wundervolle segensreiche Sendung; jetzt ist sie für jedermann erkennbar. > . An der jüdischen Schu 1 e fühlen sich jüdisehe ־ Kinder in gleichgearteter ‘ Kameradschaft bodenständig und-heimisch. Jüdischer Geist, jüdisches Selbstbewußtsein weiten die zarte Seele, das aufnahmsfähige Gemüt des jüdischen Kindes ־— a n der jüdischen Schule. Der Sabbat strahlt noch in seinem alten, ungeschwächten Glanze — an der jüdischen Schule. Da ist e r hoch der Feiertag des jüdischen Schulkindes. Das jüdische Kind holt bei seinen Schularbeiten die Lockgedanken aus dem jüdischen Leben, s o wirkt der jüdische Fest- und Feiertag beiehrend -*- an der jüdisehen Schule. Der jüdische Lebenseg ist schwer, sehr Schwer ge- ״ worden. Wir werden aber mit G-ttes Hilfe alle Schwierigkeiten überwinden, wenn eine Jugend heranwächst, welche zu jüdischem Seibstbewüßtsein, zu jüdischem Opfermut, zur zähen Selbstbehauptung, zu freudiger Bejahung ihres Judentums herangezogen wird — an der jüdischen Schule. . Die jüdische Schule in Wien, eine voll, ausgebaute Volks- und Hauptschule für Knaben und Mädchen mit Oeffentlichkeitsrecht, steht bereit, um jüdische Kinder aufzunehmen, sie zu bilden, sie zu guten, starken Juden zu ertüchtigen. Jüdische Eltern! Bereitet euren Kindern einen freudigeren, hoffnungsvolleren Lebensweg — an der jüdischen Schule.“ , Kredite aller Art, auch die schwierigsten Kombinationen, ferner Kauf, Bevorschussung und Eintreibung von Außenständen, kostenlose Steuerberatung und Rechtshilfe, ״Accedo", Wien, I., Weihburggasse 4. Erlaß des Zehents auf Kosten der jüdischen städtisehen Steuerzahler? Wie soeben bekannt wird, haben die Grundsteuerkommissionen für das städtische Gebiet von Jaffa den Ertrag der städtischen Grundsteuer in Tel-Awiw für das kommende Jahr auf 180.000 Pfund, das. Dreifache des gegenwärtigen Ertrags dieser Steuer in Tel-Awiw, geschätzt. Allgemein wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß die Regierung nur unter Berücksichtigung dieses Steuerertrags in der Lage war, in großzügiger Weise über 100.000 Pfund an landwirtschaftlichen Steuern zu erlassen. ־ Zusammenstöße zwischen Histadruth-Mitgliedern und . Revisionisten in Tel-Awiw. , Der zu Beginn des Monates Mai von der Stadt- Verwaltung Tel-Awiw mit den verschiedenen Arbeiter- Organisationen geschlossene Vertrag, in dem ein Schlüssel für die Beschäftigung der Mitglieder der einzelnen Organisationen bei Bauarbeiten festgelegt wurde, ist in letzter Zeit wiederholt gebrochen worden. Die Verantwortung hiefür schieben sich die Arbeiterorganisationen gegenseitig zu. Die Histadruth ist dazu, übergegangen, eigene: Arbeitsverträge mit Bauunternehmungen abzuscbließen. In einigen Unternehmungen' ist es im Zusammenhang damit zu Streiks und in einer Reihe von Fällen zu Zusammenstößen zwischen ,Histadruth-Mitgliedern und Revisionisten gekommen. Einige Arbeiter, die an diesen Zusammenstößen beteiligt waren, wurden gerichtlich zu Geldstrafen verurteilt. Sabbathbeobachter in Rußland dürfen verhungern. Wie ״Emess“ meldet, würde der Landwirt Leiser Kabakoff aus der Kollektivfarm Woroschilow in der Krim auf einstimmigen Beschluß des Kollektivs ausgeschlossen, weli er für Beobachtung der Sabbathruhe im Betrieb eintrat. Kabakow hatte seinen Arbeitsgenossen gesagt, sie dürften am Sabbath nicht arbeiten, wenn sie gute Ernten wünschten, Die Forderung Kaha: kows wurde als Sabotageversuch aufgefaßt, ״ Sorge um die Juden in Kuba. In New York sind Meldungen eingetroffen, denen zufolge die jüdische Bevölkerung in Havanna und anderen kubanischen Städten 4urch den dort herrschenden Bürgerkrieg und Generalstreik und die damit in Zusammenhang stehenden Ruhestörungen und Terrorakte schwer betroffen wurde. Die genaue Zähl der im Lauf der Ereignisse verwundeten oder verhafteten Juden steht noch nicht fest. In kubanischen Provinzortsqhaften leben etwa 600 jüdische Familien. Tödlicher Unfall eines Sohnes des Piestanyer Raw זצ»ל Einem tragischen Schicksal ist einer der Söhne des verewigten Piestanyer Raw Kalman Weber s. Z, 1. zum' Opfer gefallen; Die drei Brüder gingen am Freitag in di« Waag baden, als zwei von ihnen von einem heftigen Strudel erfaßt wurde»• Der-drttte bemühte sich um die Rettung.und während diese schon.geglückt schien,/wurde der eine von den Weilen verschlungen. Der auf so tra* gische Weise ums Leben Gekommene, der im 32, Lebens* Jahre stand, hatte sich bereits als junger Talmid* Qhoehom großes Ansehen erworben. Der schwer ge* prüften Familie» die auch ihr Familienhaupt bei einem Unfall verloren hat. wendet sich die innigste Anteilnahme der breitesten jüdischen Kreise zu.

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