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Jüdische Presse · 1933-08-11 · 32 (11.8.1933) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
32 (11.8.1933)
Date
1933-08-11
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Da/ neae/ie Einkoch*ßezeplbuchir! überäfl gratis erh&lilich. Fall/ vergriffen, schreibe man direk! anD? A.Oefker, Brno - Brünn RabbinischeAussprüche. Eine Sentenz unserer Weisen, lautet: Die Wahrheit sprießt aus der Erde. Wenn dem so ist, sagte ein Anhänger zu seinen! Rabbi, müßte ja die Erd- Oberfläche mit Wahrheit, wie mit Gras bedeckt und für jeden erreichbar sein. So ist es auch in der Tat, erwiderte der Weise. Die Wahrheit ist auch über der ganzen Erdoberfläche verbreitet und jeder kann sie leicht erreichen. Nur muß sie verdorren, weil die meisten es scheuen, sich zu bücken, um sie aufzuheben. ■:■■■■׳ , * ■-׳.־׳. Der Riziner Rabbi Israels. Z. 1. pflegte zu sagen: Er liebe nicht den Schnee, wie er überhaupt jeder Sache abgeneigt sei, die anfangs weiß und klar und in der Folge schwarz wird und sich gar in Kot verwandelt. ׳■: *.׳ Einen Lügner bezeichnete der Kelmer Magid als ärger von einem Dieb und einem Räuber. Der Dieb stiehlt zumeist in der Nacht, bei Tag fürchtet er. Der Räuber raubt bei Tag und bei Nacht, aber nur einzelne, eine Mehrheit fürchtet er. Der'Lügner aber lügt bei Tag und bei Nacht, vor vielen ebenso wie vor . einzelnen. 1 * Rabbi Mendale Kotzker sagte: Alles in der Welt kann man nachahmenj nur die Wahrheit nicht, denn eine nachgeahmte Wahrheit ist keine mehr. ' * ׳•׳. ־ Der Berliner Raw Hirsch sagte: Mein Berlin ist eine ׳ Stadt voll mit Gottesfurcht. Wer hinkommt, läßt sie dort zurück. Mitgeteilt von Bernh. Rippel, Czernowitz. | LITERATUR Ein neues Werk von Rabbi Josef Klein ץ״ל Aus Dun. Stredä wird uns berichtet: Der hier seit .Jahren wirkende Verein ״Tiferes Bachurim“ faßte in seiner jüngsten Generalversammlung den Beschluß, aus dem handschriftlichen Nachlaß des hiesigen weitbekannten Roschbesdiri Rabbi Josef Klein (R. Josef Tschaba) s. Z. 1. einen weiteren Band der Oeffentlichkeit und den Lomde Thora zugänglich zu machen. Die früher erschienenen 'Teile seiner Chiduschim (ם׳ אהבת ציון על מם׳ .כתובות, גטין וקדושין) und das י ם; פ ר: דברי יוסף על התורה haben unter den Bne Thora der ganzen Welt allgemeinen Anklang gefunden und stehen in hohem Ansehen. Jetzt sollen die Chiduschim zu מם׳ ביצה in Druck gelegt werden. Die ל ו מדי ת ו רה und אוהבי תו רה werden gebeten,, das baldige Erscheinen des Werkes durch Sub-;skription zu fördern und zu ermöglichen. Bestellungen :sind zu richten an: Verein ״Tif er.es Bachurim", Dun. Streda, Slowakei. ספר "ש□ משמעון" מהדורא קמא, שאלות וחשובות בארבעת חלקי השו־ע, מאת הרהגה׳ג מו*ה שמעון סאללאק ןצ'ל, 2° קפ״ד ד׳, Verlag von Schie Polläk, Sibiu, Rumänien. . . Ein umfangreiches Responsehwerk aus dem hand- :schriftlichen Nachlasse des bekannten ehemaligen Oberrabbiners von Jemering und Beldnyes. Wie in seinen noch zu Lebzeiten erschienenen Werkent so ist auch in diesen sehr reichhaltigen Tschuwos, die eine Unmenge von Fragen und Schwierigkeiten des täglichen praktischen religiösen Lebens behandeln, immenses räbbinisches Wissen aufgehäuft. Der Verfasser s. Z. 1. bewahrt bei aller Sachlichkeit seiner halachischen Entscheidungen eine interessante Eigenart. Aus jeder Zeile spricht namentlich eine tiefgläubige Jiras Haschern, die sich zuweilen auch bei der Begründung seiner Entscheidungen in die Quellen der Kabolöh versenkt. Man muß den Herausgebern dieses Werkes dankbar sein. B. , ״Palästina-Informationsbuch“. Zu beziehen durch die ,P a g“, Wien, III., Landstraßer Gürtel 9. Preis S 4, Angesichts der starken Erez-Jisroel-Rewegung, die alle jüdischen Kreise erfaßt hat, verdient die ״Pag“ gewiß Dank für die Herausgabe dieses Büchleins, den wir ihr ' allerdings nicht uneingeschränkt zollen können, da das Buch ziemlich einseitig zionistisch orientiert ist und sich von dem Vorhandensein einer' Orthodoxie in Erez- Jisroel kaum wissen macht, In 110 Seiten werden da dem Leser aufschlußreiche Informationen über das Land, seine Geschichte, Verwaltung, Bevölkerung, Organisation usw. erteilt, Erschöpfende Behandlung erfahren auch•;.dl« -vwrt* schaftliehen Möglichkeiten im Lande, ebenso sind die Angaben über die fteisewege und -kosten, sowie die über Münzen und Maße, dae Post-, ׳Telegraphen» und Verkeimst wesen sehr interessant; und lehrrejich, Touristen finden; eine Zusammenstellung der Sehenswürdigkeiten (mit der wir auch nicht ganz einverstanden sind) in dem Buche. ,Als Anhang würde dem Büch einiges über die hebräische Sprache beigegeben und eine Landkarte Palästinas, äm mm f3fl Igpfsןןן§ן§ןןן| J■** ־.• Auch ein Glück* Mit Pathos und enthusiastischer Freude berichten Siohistisehe Blätter Über äü Predigt, die ihr Führer, Btepheu Wise, in Paris in — einer Kirche hielt. ״S c h a 10 m!״״ scholl es ihm vor dem Kircheneingang aus jüdischer Kehle entgegen uäd er erwiderte ״Schalom!״. Und im zionistischen Blätterwald rauscht es. Sie sind begeistert, daß selbst vor einer Kirche ein kfäf* tiges, vielfaches ״Schalem!׳* erklang. Wir haben nur eines dazd zu sagen: Es *ist traurig und tiefbeschämend, daß ein ״Käbbi“ sieh So weit prosti» tuiert, ln einer Kirche zu predigen, Aber noch trauriger Und noch entwürdigender ist es, daß SO ein Mensch Führer einer jüdischen Bewegung sein darf und daß jüdische Zeitungen anders als mit. Verachtung von einer solchen Handlung Kenntnis nehmen. Stricker contra Rosenheim* Der Präsident der AgUdas Jisroel, Herr Jacob Rosenheim, würde von einer Amsterdamer Zeitung Über seine Stellungnahme י zum antideutschen Boykott befragt. Herr Rosenheim, der in Deutschland lebt und dem die Interessen der deutschen Juden am Herzen liegen, hat sich natürlich — gegen den Boykott ausgesprochen, wie es auch der ״Israelit" schon wiederholt getan hat. Herrn S tricker paßt( das natürlich nicht, ihm ist seine nichtswürdige ״nationaljüdische Idee" teurer als das Wohl zehntausender Juden. Und er erdreistet sich, die Aeußerüng Rosenheims als einen ״Gipfelpunkt schamloser Dummheit" zu bezeichnen. — Wer die beiden Herren kennt, Wird gestehen, daß es unter der Würde unseres über alles verehrten Führers ist, ihn gegen derart flegelhafte Anrempelungen eines Phrasendreschers zu verteidigen. TISCHLEREI ADLER, VII,APOLLOG. 18 FÜR' MÖBEL UND SITZMOBEL BES T E AR B E I T Skizzen und Kostenvoranschläge unverbindlich Agudistisches Jugendtreffen in Grabenweg. Vergangenen Sonntag fand in Grabenweg das angekündigte Jugendtreffen statt, an welchem neben den Wiener Gruppen besonders , stark die Badner Gruppe unter Führung des Herrn Kultusrat Ehrenstein vertreten war. Nach der Begrüßung sprachen die Herren Ebrenstein (Baden), Bondi (Wien, II,), Aschkenazy, (Wien, XX.) und der bewährte jugendliche Redner Manes Wikler (Baden). An der Organisationsdebatte beteiligten sich die Herren Bondi, Klein, Spitzer, Adler, Schechter u. a. Es wurde beschlossen, den Elul als Werbemonat zu proklamieren, dem im Herbst als Krönung ein ״Tag der Jugend" folgen soll. Die Tagung war ein richtiges ״Erkenne dich selbst!" und hoffentlich wird den wenigen, aber wichtigen Beschlössen die ersehnte Tat folgen. Herr S. Spitzer schloß mit kurzen aufmunternden Worten das Treffen. erzeugt unter Aufsicht Seiner Ehrwiirden des Herrn orth, Rabbiners Heinrich Pack aus Ko§ice die ״MONOPOL“ Nährmittel- und Mühlenindustrie Brüder Zätka 6.«.b.H. Böhm.-Budweis Verlangen Sie unsere Ware bei Ihtetn Kaufmann! die Grenzen seines* überaus reichen- Verwandten- und Bekanntenkreises tiefstes Mitgefühl hervorgerüfen. Der Verblichene wurde gemäß seinen Verfügungen in seine Heimatgemeinde Mattersburg überführt und dort am 10. Aw unter reger Beteiligung seiner Verwandten 'und Freunde begraben. An der Bahre sprach Herr Oberrabbiner S. Ehrenfeld-Mattersburg in schönen Worten über das Lehen dieses ehrlichen Juden und hervorragend den Menschen, dem alle, die ihn geehrt und geliebt haben, das treueste Gedenken bewahren werden. Personalnachrichten. Todesfall. Am Tischo-beaw verschied in Gloggnitz nach kurzer Krankheit im 77. Lehensjahre der Nestor des Gloggnitzer Minjans, Herr Mosche Lö wy. Die traurige Nachricht von seinem plötzlichen Ableben hat weit über Badetrikots, Zwickeleinsetzen, Wenden, Reparieren,' Aendern. Repassierwerkstätte, I., Weihburg־ gasse 29. Xm.,־ Hauptstraße 28;’Te1; R-21-9-08; R-31-2-ä3.^ ו■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ וי■■■■■■ ן IBBBBBBBBBBBBBB■■■■■■■■ 1 mm ■ ■ a 1 ■ ■m b:b 1 T s c lk e e li © slowa kei IBIBBB■■«■■■■■*' ■«■«Bl■■.. 1 a a a a a ■ b 11 וי a a b b a Delegiertenversammlung der slowaldschen und karpathorussischen Aguda-Jugendorganisation. Sonntag, den 21., um halb 5 Uhr nachmittags, wird im ״öierny orol“ in Preäov die ordentliche. Delegierten- Versammlung der Agudas-Jisröel-Jugendorganisation in der Slowakei und Podkarpatskä Rus feierlich eröffnet. Die reichhaltige Tagesordnung der Versammlung, die am Montag fortgesetzt wird, erstreckt sich auf alle Gebiete der agudistischen Jugendarbeit und sieht auch eine Reihe von' Referaten prominenter agudistischer Persönlichkeiten vor. Diese Versammlung gewinnt an Bedeutung dadurch, daß sich Ibei diesem Anlasse die Vertreter der west- und ostslowakischen, als auch der karpathorussischen Aguda-Jugendgruppen zum ersten Male treffen, um gemeinsam über die weitere Entwicklung ihrer Organisation zu• beraten. Um das Treffen der traditionstreuen Jugend des Landes zeigt sich natürlicherweise ein reges Interesse. Zionisten in der Tschechoslowakei Der 18. Zionistenkongreß* findet in Prag statt. Der Kongreßort und das allgemeine Interesse, das gegenvärtig allen Fragen, die mit Palästina Zusammenhängen, intgegengebracht wird, erhöhte in den letzten Monaten iie Regsamkeit aller zionistischen Gruppen und Frak-;ionen. Ein heißer Kampf um die Delegiertenmandate entnannte unter den zionistischen Unterabteilungen und Nebenlinien. Listen und Programme wurden auf gestellt md eine, Agitation mit Plakaten, Flugzetteln und Ve?־ jammlungen entbrannte ganz wie bei Parlamentswahlen mter den Parteien. Zionisten der verschiedensten Rieh-;ungen und Schattierungen sagten sich gegenwärtig m ler Hitze des Gefechtes Wahrheiten, wie man sie sonst mr in gutunterrichteten Kreisen kennt. Das alles trug nel dazu bei, die ״Schekelzahler“ — das sind diejenigen, iie den Parteibeitrag bezahlen und somit von der zioni-!tischen Organisation als offizielle und stimmberechtigte Sionisten anerkannt werden — zu vermehre!*. Eine jede Druppe wollte doch das Recht auf ein oder mehrere Mandate für sich erwerben. Das Gesamtergebnis dieser ׳roßen Anstrengung des ״Schekelverkaufs“ bis zum Stichtag war 3 3,12 7 zionistisch e- P ar t e i mit» 1׳ i e d e r in der Tschech 0 s 1 9 yr aki s ch en \epubiik. Hievon entfallen auf die S10wakei 7866;beim vorahgegangeheh Zionistenkongreß waren es bloß (476),_ auf P0dkarpatska Rus 5497 (2194). In Uesen Landesgebieten lat also die Zahl der Zionisten im ־ Sndergebnis stärk an ge wachsen. Dagegen ist ihre 5ahl in Böhmenund Mähren trotz aller Agitation z u» üc k ge gan gen. In B öhm en beträgt ihre Zahl;18T (5361) und ih Mähren-Schiesien 5577 (5643), dit dieser Zahl von Parteimitgliedern erwarben die schechoslowakischen Zionisten das Recht auf Entsenduug ׳on 9 Delegierten zu ihrem grager Kongreß. Diese Mandate verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen zionistischen Fraktionen: Allgemeine Zionisten (Weizmann-Sokolow-Gruppe) 2, Arbeiterpartei .(sozialistisch:• linke Gruppe ) 3, Revisionisten (Jabotinsky) 1, Margulies- Gruppe (radikalnationalistisch) 1, Misrachisten (Berlin- , Farbstein-Gruppe) 2. Man sieht also auch hier in der Tschechoslowakei ein ungewöhnlich; starkes Anwachsen; der linksgerichteten Strömungen unter den Zionisten. Für ' die zwei Mandate der misrachistischen Zionisten waren ausschlaggebend ihre Stimmen in folgenden Städten: Mähr.-Ostrau (66), Bratislava (240), Uzhorod (110), Munkatsch (244); Koäice (179), Beregsas (40), Hust (135), Sevlus (119), Taöovo (55), Ternovo (40), Solosvina (49), Bardezov (54), Secovce (47), Humennö (60), Michalovee (79), Preäov (62) und Stropkov (54). Rabbi Mosche Blau in Galanta Sonntag, den 27, Juli,, hielt der Leiter der ,Agüdas: Jisroel in Jerusalem, Rabbi Mosche Blau in Galanta einen interessanten Vortrag über die Agudas Jisroel in Erez Jisroel. Der verehrte Gast wurde bei seiner Ankunft von Mitgliedern der Aguda-Jugendgruppe empfangen. Nach einem Besuche bei Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Buxbaum begab er sich in die Versammlung. Dort wurde er vom Präses der Jugendgruppe Herrn Ernö Ko väcs herzlich begrüßt. Sein Vortrag fand allgemeinen Beifall. Daran knüpfte sich dann eine intime Aussprache über aktuelle Erez-Jisroel-Angelegenheiten. Schlußprüfung an der Beth־Jakob-Schule in Slatinske \Q01y. Am 23. Juli veranstaltete die Beth-Jakob-Schule (u Slatipskö Doly anläßlich des Abschiedes ihrer b||| herigen Leiterin, Frl. Bözsi Glück, eine feierliche, Schlußprüfung ihrer Schülerinnen. Der Präses des Schul: komitees, Herr Aron Magal, eröffnete die Prüfung mit einer Ansprache. Die Schülerinnen zeigten an Umfang und Gründlichkeit ihres Wissens ein vorzügUches Resultat Sie werden über deh Glanz aller Metallgegehstände in Ihrem. Haushalte überrascht sein, wenn Sie Metallputz ״OBE". yerweudßh.^Eä:;••iffe;■^ daher4 übe!^üssigf!fäüäländi־* sehen Metallputz zu kahf^h. OBE erzeugt: ״DERBY" Fabrik, Ottokar Bauraaun, Prag-Lieben. Ä,n warmen Tagen sehnt man sich nach einer erfrischenden ׳Süßspeise. Köstlich mundet da ein Qetker- Pudding mit 9bstsaft oder eine gut gekühlte Creme, aus Oetker's Dibona Crömepulver bereitet t und kalt mit Schlagobers serviert. Dabei lassen sich dies^ Speisen überaus rasch und einfach zubereiten, ein Vorteil, der gerade in der heißen Sommerzeit nicht zu unterschätzen ist, Wie man Dr.«Oetker-Puddings in stets neuer Form appetitlich und ansprechend anrichtet, sagt Ihnen der farbig illustrierte Pudding-Prospekt, der auf Wunsch gratis und franko Y0n der. Fabrik Pr, A, Oetker, Brünn, Rossitzergasse 2, zugesandt wird. yms

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