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Jüdische Presse · 1933-06-23 · 25 (23.6.1933) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
25 (23.6.1933)
Date
1933-06-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JüDtSCBE PRESSE Nf. 25 tJm die gesetzestreue Gemeinde •.־A in "Seit. Jahr und *tag geht, schwerer Kampf der tftöf&tretiett Jude«' in :fjjrgfc illiroeLünif die ö i f e «Ultlt* r e eilt 11 che Aue rk© n nu ng s e׳l b»tä rjd i ger orthodoxer Gemeinden. Ein Käitppf mit wCelN seindent Erfolg. Bald schien es, daß diese Bestrebungen vor dem erfolgreichen Ende stehen, bald wieder verstau* den es die Zionisten und der Waad T-eumi, bei den zu* ständigen Instanzen die .öffentlich-rechtliche Anerkennung zu hintCrtreiben. Mehr ais 20.000 orthodoxe Jehudim in Erez Jisroel sind bereits seinerzeit aus der Knesses Israel ausgetreten. Zu Beginn dieses dahres hat sich die Mandats* kommission des Völkerbundes neuerlich mit dieser Frage auf Grund einer Petion der Agudas Jisroel befaßt. Sie hat der englischen Regierung — wir haben seinerzeit darüber ausführlich berichtet — die Beantwortung diesbezüglicher Fragen aufgetragen und soll' jetzt in ihrer, diesen Monat stattfindenden Tagung -endgültig entscheiden. Wer nun geglaubt hat, die Zionisten würden schließlich dem Selbstbestimmungsrecht zahlloser religiöser Juden im Heiligen Lande, die die Zugehörigkeit zu jüdischen Gemeinden, welche, die absolute Verbindlichkeit der Thora und Ueberlieferuiig nicht anerkennen^ ablehnen, keine Steine in den Weg legen, hat sich bitter getäuscht. Die J. T. A. meldet Unter dem 1fi. Juni aus Jerusalem: ״Im Auftrag des Waad Leümi wird sich eine Delegation, bestehend aus ־ Rabbi TJziel, Br. Mossinsohn und Ben Gurion, zur Tagung der Permanenten Mandatskommission des Völkerbundes, die in diesem Monat in Genf eröffnet wird, begeben, um vor der Kommission den Standpunkt des Waad Leumi gegenüber der von der palästinensischen Agudah in einer Petition erhobenen Forderung,, als besondere;jüdische Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden, zu,vertreten. Die Abordnung wird verlangen, daß die Pflicht jedes palästinensischen Juden, lj״der jüdischen Einheitsgemeinschaft Palästinas, deren Exekutive der Waad Leumi ist, anzugehören, grundsätzlich anerkannt werde." Wir glauben wohl annehmen zu dürfen, daß diesmal das orthodoxe Judentum siegreich aus dem Kampfe hervorgehen wird. ״ Völkerbund und Mandatarmacht werden schließlich doch nicht auf die Dauer eine Unterdrückung eines großen und wertvollsten Teiles des jüdischen t Jischuvv in Erez Jisroel, der strenggläubigen Juden, zulassen können, zumal sich die gesamte religiöse Jüdenheit mit den Bestrebungen ihrer Glaubensbrtider im Heiligen Lande solidarisch fühlt und für ihre Bestrebungen mit Leib und Gut eintritt. Aber die Art, wie die Zionisten und der Waad Leumi jedes religiöse Gemeinschaftsleben in Erez Jisroel unmöglich zu machen versuchen, Wird doch manchem eine bittere, aber um so interessantere Lehre sein, aus , der die Konsequenzen gezogen werden müßten. Welche Arbeiten sollen mit Hilfe der pälästinensischen Regierungsanleihe durchgeführt werden? Wie verlautet, soll die 2V2wMillionen-Pfund-Anleihe, die die Regierung aufzunehmen beabsichtigt, zur Durchführung folgender, Arbeiten verwendet werden: Wasserversorgung Jerusalems,. Kanalisation in Jerusalem, Errichtung eines Hauptpostgebäudes ׳ in Jerusalem, Errichtung einer Agrarbank, Ansiedlung landloser Araber, Ausbau des Jaff aer ־■ Hafens, Wasserversorgung und Kanalisation in Haifa und in den Dörfern. ' ' ״ ‘ Von : der Organisation der gesetzestreuen Arbeiter in Erez. Jisroel.. Die vor einem halben Jahr gegründete gesetzestreue Arbeiterorganisation ״Poaie Agudas Jisroel" entwickelt sich in befriedigender Weise. Die Zahl der Mitglieder nimmt stetig zu und erhält Zuzug aus der neuen orthodoxen Ali ja. Der Arbeitsvermittlungsapparat funktioniert gut. Die Sabbat- und Abendkurse sind bestens besucht und Umfassen alle jüdischen ADLER, VII,APOLLOG. 18 unverbindlich FÜR MÖBEL UND SITZMDBEL BE S T E ARB E I T Skizzen und Kosten voranschläge Erzählung von S. Wi ez. N (Fortsetzung) [9] ״Es ist in der Tat sehr traurig, daß noch so viele von uns keine Ahnung haben von den Leiden unserer gedrückten Nation, ihren Helden und Märtyrern, wie sie etwa von Mickiewicz besungen werden und in. unserem Nationalschriftsteller Sienkiewicz einen so großartigen Schilderer gefunden haben." ״Sie sprechen, Fräulein Mirjam, nicht von unserem, sondern vom polnischen Volke." , ״Die., polnische Nation ist die unsefige", sagte Merelaika mit großem Nachdruck. ״Es ist. tieftraurig, < daß viele von uns auch dieses erst, lernen müssen." ■•:׳ י ״Es isf in ,der‘Tat sehr traurig", fing.D^vid den Ton.; auf, ״daß viele von uns es erst zu ihrem Schaden‘ lernen müssen, daß sie nicht Polen, sondern Juden sind. Die Judenhetze wird in der polnischen Presse genau so eifrig wie in der deutsch-antisemitischen betrieben. Der Boykott wird, gepredigt und durchgeführt, natürlich nicht gegen das, jüdische Wirtshaus, zumal wenn es das einzige am Platze ist... Soweit geht nun die nationale Opferfreude des edlen Polen freilich nicht. Aber die jüdischen Geschäfte in den Städten, die von den ״gedrückten Polen" beherrscht werden, liegen darnieder. Von der sozialen und geselischaftliehen Zurücksetzung gar nicht zu reden." ״Das haben die Juden selber verschuldet", beharrte das Mädchen, ״indem sie ,sich ausschließen, nur ihr Geschäftchen im Auge haben und zu feige und eigennützig sind, an der nationalen Sache der Polen mitzumachen.“ ״Das ist die Sprache des Antisemitismus", sagte David, das Mädchen scharf anschauend, ״die von jüdischem Munde doppelt wehtut.“ Das Mädchen wich seinem Blicke etwas verlegen aus• Die Sprache des Antisemitismus?, Es wgr, wenn sie ehrlich sein wollte, in etwas schonenderer Weise die Sprache ^Borisowskis. Und er haßte sie, die Jüdin, doch ganz gewiß nicht. - . . ^Vielleicht aber haben die Antisemiten in dieser Be- Ziehung nicht unrecht“, sagte sie herausfordernd. ״Sie würden nicht so sprechen, Fräulein Mirjam", Disziplinen. Gesellige Zusammenkünfte vor Sabbat* äüsgäüg erfreuen sich größter Beliebtheit. Zu der Lägbeomef-Feier wäfeö auehVieleGäate aus Te!*Ä#i# erähhiefeeiL Nach def^ BegilöitÄgsredle des Herrn Elte Münk vihifdeti viele Vöftfäge gehülteh. Unter änderen sprachen auch die Herren Jacob Landau und Jeeheskei Rothenberg. Man darf hoffen, daß die orthodoxe Arbeiterorganisation von der Einwanderung frommer junger Menschen recht viel profitieren Wird. Jüdisches Zentralhilfskomitee In Polen beteiligt sich an der jüdischen Weltwirtschaftskonferenz. In Warschau fand «unter dem Vorsitz von J. M. LeWin, Vorsitzenden der polnischen Landesorganisätiön und Mitglied des G. A. der Agudas Jisroel, eine Vollversammlung des jüdischen Zentralhilfskomitees in Polen statt, auf der die Richtlinien der weiteren Hilfsarbeit zugunsten deutscher Juden besprochen und eine Reihe wichtiger Beschlüsse im Zusammenhang mit diesen Aktionen gefaßt wurden. Besonders eingehend wurde die Frage der Beteiligung des Zentralhilfskomitees an der nach London einberufenen jüdischen Weltwirtschaftskonferenz erörtert. Es wurde beschlossen, Delegierte zu dieser Konferenz zu nominieren. Einrichtung von Betrieben für deutsche Juden in Polen. Das Zentralhilfskomitee für deutsche Juden ist dazu tibergegangen, Hilfsarbeit durch Erleichterung von Existenzgründüng zu leisten. Es wurden Werkzeuge und' Maschinen zur Einrichtung einer ganzen Reihe von Handwerksbetrieben angeschafft, deren Führung deutschen Juden übergeben wurde, die schon früher in den betreffenden Handwerkszweigen tätig waren. Deutsche Emissäre in Polen. Letztens haben sich wiederholt Emissäre der Hitler-Regierung in Polen gezeigt, die unter allerlei Vorspiegelungen bei den diversen. Hilfskomitees und bei den jüdischen Flüchtlingen den Stand der Hilfsmaßnahmen für jüdische Flüchtlinge aus Deutsch- Iand auszukundschaften versuchen und zugleich in nichtjüdischen Kreisen eine bessere Stimmung für Deutschland hersteilen, aber auch den Antisemitismus in der ländlichen Bevölkerung steigern wollen. Die Emissäre sollen meist jüdisches Aussehen haben. Das ״Vereinigte Hilfskomitee" warnt öffentlich vor diesen Personen. Rabbinerwahl in Fiume. Der Vorstand der Fiumaner orthodoxen Vereinigung mit Zuzug mehrerer Notabein der Gemeinde, hielt am 17. Juni d. J. eine sehr interessante, bewegte Sitzung. Tagesordnung der Sitzung war die Wahl und Aufnahme eines Rabbiners. Nach einem ausgiebigen Referate des Vorsitzenden, Herrn Einhorn, wurde in Anbetracht der Notwendigkeit, der Kehillo eine sichere, den orthodoxen Traditionen entsprechende moralische Leitung zu geben, beschlossen, die Wahl eines Rabbiners dem Plenum vorzulegen. Butter — Eier — Käse täglich frisch, besonders billig nur im Spezialgeschäft II., Schreigasse 6. Das technische Wunder wäre die richtige Be- Zeichnung für den praktischen Haushaltungskühlapparat ״Frigulus", welcher fast selbsttätig arbeitet und als erstklassiges, österreichisches Qualitätserzeugnis bezeichnet werden muß. Keinerlei bewegliche Bestandteile, so daß kostspielige Reparaturen erspart werden, außerordentlich einfache Bedienung und geringe Betriebskosten, etwa 6 Groschen pro Tag, seien von den vielen Vorzügen des ״Frigulus" besonders hervorgehoben. Jede Hausfrau welche den ״Frigulus" in den Ausstellungsräumen, Wien, I., Bäckerstraße 4, sieht, wird im eigensten Interesse denselben kaufen. Kurbad Korytnica 900 m üb. d. Meeresspiegel (das slowakische Karlsbad). Natürliche Kohlensäurebäder, neuzeitliche Wasserheilanstalt, Moor, subaquale Darmbäder, Schaumbäder. Auskünfte erteilt Kurdirektion. entgegnete David ruhig, ״wenn Sie statt der polnischen der jüdischen Geschichte mehr Interesse zugewendet und auch von unseren Großen, von unseren Geistesheroen, von den Helden, die für jüdische Ehre, für das jüdische Gut gekämpft, etwas wüßten." Merelaika schüttelte unwillig und ungläubig das Haupt Es war wirklich zum Lachen,, jüdische Helden! —• Sie dachte an den geknickten, hilflos wimmernden Pächter, an ihren Vater, der mit dem Talithbeutel unter dem Arm ratlos des Fremden Leid beweinte, an den blassen Bruder, der die Fäuste — in der Tasche ballt. Jüdische Helden! Und auch David war bei seinem. reinen Polnisch, das sie übrigens sehr überraschte, deren einer, ein ,Besserwisser, ein Moralprediger. Sie war entzückend schön, wie sie so das Köpfchen trotzig hin- und herwarf und ihr glutvolles Auge schmollend über des Jünglings Gestalt hinweggleiten ließ. David mußte sie immer von neuem anschauen und bewundern. Wie schön und bestrickend: müßte das rosige, runde Gesicht sein, •wenn es einmal voll Liebe und. Verständnis ihm, zulächelri würde. Ob es wohl einmal so weit kommen werde? '... ■' 'י ' יי י י■'׳"•׳ ' ־•׳ Samu,el hörte das׳ Gespräch stillschweigend an. Er dachte an׳ Gita. Sie schien ihm, soweit er sie kannte, als ein lebendiger Beweis für die Ansichten seines Freundes. Am Gespräch wollte er sich nicht beteiligen, weil es polnisch geführt war und er wegen seiner unsicheren Aussprache von seiner Schwester ausgelacht zu werden befürchtete. Im Grunde wollte er das Gerede seiner rechthaberischen Schwester nicht ernst nehmen. Die Eltern aber, die dem Gange des Gespräches nicht folgten, freuten sich darüber, daß sich die jungen Leute endlich einander etwas nähertraten. Sie ahnten nicht, wie es im Herzen ihrer Tochter aussah! Es kochte und brauste in ihrem Innern noch lange, nachdem David gegangen war. Er, der Bachur, behandelte sie wie ein unwissendes Schulkind, das Belehrung und Zurechtweisung verdiene, während der Mann von Welt und Bildung, der edle Güterverwalter, sie holde Gebieterin nannte. Und was sie am meisten ärgerte, war, daß, sie an diesen Bachur doch unwillkürlich immer denken mußte, immer und immer wieder den überzeugenden Klang seiner Sprache hörte, den edlen, scharfen gug seines Gesichtes im Geiste sah- Jüdische Helden — lächerlich.,. Und an diesen Mann wollten ihre Eltern sie ketten, daß sie um all die Freuden, die ihr das Leben noch schulde, betrogen werde? Hein, tausendmal nein! (Fortsetzung folgt.) Zimmer mitleff mit einigen hurtddft AfiefftetthUfigsscftreiftefi, rnait iimmef und Küche; gasfest/ um So Schilling modern, ftfgtehiscfi, rei1u :< Fünf Jah'fe Gafantie Sdtonv/1IIMatxetQässe 43/Lokal h^Äi?L .. woimzifvtifiemhrank Modell Käilinger Das praktiftehettäpräsärtfattoHsstackmariiiitAei* litnenälnrlonttiitä enthält Raum tür Kleider, Wäsche, Schuhe, eingebaute öiäsvitriite mit Glasschiebetüren', Barchrank, fabelhafte farbige Innenbeleuchtcng, zeitgemäßer Preis Uebernahme komplette? Wohnutl״selnrlchtunger, auch EinzelstöCke. Tischlerei KALLIN OER, für moderne Raumkaust, Wien III, Obere Weißgärber9traße 11 (hei Uraula) Ilgivos Wocbc unezh xh Woche — In Frankfurt a. M. hat ein 8 5 j ä'hri g er jüdischer Großkanfmann infolge einer seelischen Depression gemeinsam mit seiner Gattin Selbstmord verübt. — In dem in der Jezreel-Ebene angelegten Baifour-Wald wurden 8000 Bäume durch Feuer vernicktet. Man vermutet, daß der Brand g eie gt wurde. Zwei lSjähnge arabische Knaben wurden unter dem Verdacht der Täterschaft verhaftet. — Das Mitglied der Exekutive der Zionistischen Organisation Dr. Chaim Arlosoroff ist in der Nacht mm 17. Juni bei, einem Spaziergang auf dem Strande von Tel-Awiw einety ,Mordanschlag zum Opfer gefallen. 'י — Der weltberühmte Chasen Josele Ro senblatt ist — einer Meldung des ״Abende< zufolge — in New York gestorben. — Der frühere jüdische Polizeivizepräs'ident von Berlin, Bernhard Weiß, der sich gegenwäirtig in Prag auf hält, wurde nach Amerika eingeladen, um in dortigen Städten die Polizei nach Berliner Muster zu organisieren. —; Im S aar g ebiet hat eine antijüdische B oykottb ew egung eingesetzt. Es herrscht allgemeines Erstaunen darüber, daß die internationale Regierungskommission bisher noch keinerlei Maßnahmen zur Bekämpfung der Boykottbewegung getroffen hat. — Die Hamburgische Landes just iz- Verwaltung will die wenigen, an nichtarische Rechtsanwälte erteilten Vertretungserlaubnisse nochmals ״ü b e rprüfen“ (!). — In Dortmund wurde der jüdische H andwerkerverein aufgelöst. — In Mi gdal kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Poale-Zionisten und Revisionisten, bei dem es einige Verletzungen und mehrere Verhaftungen gab. — ״Al Jamea al Arabiaee behauptet, die transjordanische Regierung bereite ein Gesetz vor, das Juden die Niederlassung in Transjordanien und den Verkauf von Grund und Boden an Juden verbiete t. — In London wird von einem nicht jüdischen Komitee, dem die hervorragendsten Persönlichkeiten des Landes angehören,, eine große öffentliche Kund ge bun g für die J uden in D eut sc hl and vorbereitet. — Ebenfalls in London soll am Sonntag, den 9. Juli, in der Royal Albert Hall ein Massenbittg-ttesdienst (aller Konfessionen gemeinsam?) für das Schicksal der deutschen Juden stattfinden. — Die Stadtverwaltung von T el - Awi w rechnet damit, daß sich in ihrem diesjährigen Haushalt ein D efizit von 22.000 Pfund ergeben werde. Im Hinblick darauf sind bei den maßgebenden Regierungsstellen ernste Vorstellungen erhoben worden. : — Das Lodzer Kr eis ge rieht hat drei Mitglieder der antisemitischen nationaldemokratischen Partei, die in der Stadt Lenczyca eine heftige judenfeindliehe Propaganda entfaltet hatten, zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt. — Die Deputiertenkammer von Chile hat einstimmig eine Resolution gefaßt, die sich mit , scharfen Worten g e g e n d a s V o r g e h e n Deutschlands gegen seine jüdischen Bürger wendet. — In der Stadthalle von Sydney fand ein durch den Bürgermeister einberufenes Meeting statt, zu dem über 4000 christliche und jüdische, Bürger erschienen waren, um Einspruch gegen die Zurücksetzung der Juden in D eu ts c hl an d zu erheben. — Bei einer von der Gesellschaft zur ,,Erlösung des Wasserst{ in J ab ne el in Galiläa vorgenommenen Bohrung wurde eine Quelle erschlossen, die 350 Kubikmeter Wasser pro Stunde liefert. Diese erfolgreiche Bohrung dürfte von großer Bedeutung für Jabneel ‘und die umliegenden Kolonien werden. — Die Sammlungen in England für die Hilfsaktion zugunsten deutscher Juden haben bisher 120,000 Pfund ergeben. — Die Warschauer, von einer agudistischen Mehrheit verwaltete Kultus gemeinde hat beschlosen, einen Betrag von 250,000 Zloty für die Errichtung eines jüdischen pathologischen Instituts aufzuwenden, an dessen Spitze der berühmte jüdisehe Professor Zondek berufen werden soll, der in Deutschland von seiner Professur enthoben wurde. — In T el-Awiw fand die Grundsteinle g un g zum Bau einer Jeschiwoh statt, die unter Leitung des berühmten Rabbi Aaron Weinstein aus Meseritsch stehen soll. Der Bßu wurde durch die Hilfe des Keren Hajischuw der Agudas Jisroel ermöglicht. '־■ -— Eine antisemitische Zeitung in Polen propagiert die Einbei'ufung eines internationalen awfisemitischen Kongresses,' der über die ״V er tr ei■» bun g der Juden aus Europa" beraten soll, H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. ׳ . E EN ÜRÜ5 ' EXPORT I PERÜCKEN״״״ SCHEITEL | F ACH G E MASS AUSGEFUHRT ij FRITZ BR.ENNIG Wien, VI. EggerHogasse^ 9_!! m N

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