Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 25 (23.6.1933)
- Date
- 1933-06-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Postscheckk.Zürich VlII,4117; fürdie Tschechoslowakei: *Jü» dlscne Presse*, Bratislava, PoStspk.-Amt Prag Kontö Nr. 53386 Nr. 25 Wien-Bratislava, 23. Juni 1933 ב״ה ווינא-פועסבורג כ״ט ivd תרצ׳ג 19. Jahrg. Die Rassentheorie im Lichte der Bibel. Von ßabb. Josef Adler, Schäßburg Unter den hochgehenden Wogen , des Antisemitismus gewannen diese theoretischwissenschaftlichen ,!?Ausführungen unseres gesch. Mitarbeitens besondere Aktualität. Redaktion. Die Rassentheorie, nach der man die Tiere bewertet, auf‘ die 'Menschen bezogen, ist eine L e u gnung der in der Bibel niedergelegten Grundwahrheit vom Adel des Menschen. Wer dCn tiefen Sinn der gezählten, aber schwerwiegenden Worte, der* Schöpfungsgeschichte, mit denen sie‘ zwischen Tierwelt und Mensch so scharf und wesentlich unterscheidet, richtig versteht, der kann niemals in. den Wahn verfallen, die auf die Tiere angepaßte Rassenlehre auch auf die Menschen anzuwenden. Während ״nämlich über die Schöpfung der Tiere gesagt wird: ״Es bringe die Erde hervor jegliches Lebewesen“, heißt es vom Menschen: ״Und, es bildete G - t.t' den Menschen aus dem Staube der Erde und er blies in ihn eine lebendi ge Seele und so wurde der Mensch zum lebendigen Wesen.“ Der Mensch erhielt also sein Leben, sein Wesen nicht vom' irdischen, sondern * vom ־geistigen Teil. Alle Tiere sind in ihrer Art vollkommene Lebewesen geworden nach rein physiologischen Gesetzen, der M e n sch hingegen wurde erst ein Lebewesen, nachdem G'-tt ihm die Seele eingehaucht hatte. Nur vom Tiere sagt G-tt:! ״Das Leben des Fleisches ist in seinem Blute.“ Das Tier kann auf den Gehalt, auf die Zusammensetzung seines Blutes geprüft. . und di e der M e n s c h. ,S e i n Lebensgeist liegt nicht in seinem Blute, sondern in - seiner Seele. . Wer also , die Regeln der Rassentheoretiker von dem Tiere auf die; Menschen überträgt, ist ein Leugner der Bibel und der in ihr von G-tt, dem Schöpfer. selbst, ausgesprochenen Wahrheit über Entstehung und Wesen'des Menschen. ‘ Die’Rassenlehre in ihren Konsequenzen der verschiedentlichen Behandlung der Angehörigen verschiedener Rassen, ist aber auch eine Leugnung G-ttes, des Schöpfers der'Menschen. Denn aus der' Aner,- kennung dieses Faktüms fließt unwiderleglich der von jüdischen Propheten zuerst ausgesprochene und im Laufe der Zeit von den Besten aller Völker übernommene Satz: FRIGULUS DER FAST SELBSTTAnGE, BILLIGSTE QUALITATS-KÜHL- SCHRANK / NUR: WIEN I, BACKERSTRASSF. k ״Fürwähr, e i n e h Vater haben wir doch alle, hat uns doch, e i n G -t't erschaffen!“ Diesem Ausspruche gemäß sind wir ja alle Menschen Geschwister. Und wenn unter Geschwistern verschiedene, seelische Anlagen, Fähigkeiten, Neigungen anzutreffen sind, wird doch kein geradedenkender Mensch hieraus auf verschiedene Rassen schließen, einen Teil zum Vorteile des anderen bevorzugen oder gar den einen Teil zum Vorteile des anderen unterdrücken wollen. Man, wird ihnen vielmehr freien Spielraum gewähren, damit sich in ihnen die Naturen in ihrer Buntheit und Mannigfachheit ungehindert entwickeln können. Nur wer G-tt als Schöpfer und Vater der Menschheit leugnet, der kann durch Ausnahmegesetze den einen Menschen emporheben,,de,n anderen.knebeln. Die Völker des Altertums, die keinen G-tt, nur Götter kannten, standen auf dem Standpunkt der Rassentheorie; jedes Volk glaubte an seinen göttlichen Ursprung und sprach diesen den Mitvölkern ab. Sie bezeichneten einander gegenseitig als minderwertige Menschen, als Barbaren und ahnten nicht, daß sie gerade durch dieses Un- Verständnis, durch diese Auff assurigsbeschränktheit selbst Barbaren wurden, denen der hohe Begriff von einem Weltschöpfer und von der Würde seines vollkommensten Geschöpfes, des Menschen, gänzlich fehlte. Nur wer zunächst das von G-tt, dem Schöpfer selbst ausgestellte Adelsdiplom des Menschen mit verbrecherischer Hand zerrissen und das große Wort der Bibel: ״In seinem Ebenbilde und in seiner Aehnlichkeit bildete er den Menschen“ geleugnet hat, nur 4er Kann einen Menschen vom hohen Piedestal auf das Niveau des Tieres und ihrer Rassen herabzerren. Wer durch die Leugnung des g-ttlichen Ebenbildes im Menschen Willkür, Machthunger, Habgier, Roheit, Rücksichtslosigkeit zur Richtschnur seines Erdentunsmelris sich genommen hat, der legt an den Menschen deh Maßstab der Rassenlehre und der Theorie der Blutkultur an. Wie der Physiolog beim Sezieren der Menschenlfeiche keine Spür einer Seele mehr findet, weil diese bereits tlem entseelten Körper entflöhen war; ehe. man ihn als Forschungsobjekt auf den Seziertisch. gelegt hatte, so fliiden die Rassentheoretiker ebenfalls keine Seele Und kfein g-ttliches Ebenbild im Menschen, weil ihnen selbst. ihrem eigenen Wesen, diese hohe Menschenwürde, die <G־ttähnlichkeit längst entschwunden ist, ehe sie das Bllit und die Rasse zum Wertmesser des Menschen bestimrfit hatten; 1 ,',Ein Gesetz und;e Vn(;;kecht /sollet,;ihr haben für die Eingeborenen und ‘Fremden“, auch diesen, g-ttlichen Bibelspruch müssen die Vertr|ter der Rassenlehre leugnen. In diese knappen Worte ist nämlich das g-ttliche Prinzip der_ pr 1 e ichachtung uilci־ der Gl ei chb er e c h t igü’ng aller Menschen vor G-tt und dem Gesetze zusümmengefaßt. Die Rassenpolitiköfc währien in ihrem Fanatismu$, ..bloß״ ein,. Pp§tulgt ,d^^^der^f^ng^ischen. Revolution siegreich he1־yorgegangenen Liberalismus niederzureißen, indem sie•■^ie"vonttülim zivilisierten Völkern anerkannte und den Gesetzbüchern ל ' eiriverleibte Idee der Gleichberechtigung auszumerzen sich bestreben. Und gegen.,den. französischen;. Qei^t; apzukäjppfen und , .seine Errungenschaften hintanzuhalten oder gar zu entwurzeln, mag in xnahehena;;Lände in; manchen Perioden als Auswirkting urid. Ziel.' naÜontdlld^Slfölzel gölten. In Wirklich- ...J übersetzte Rassenlehre nicht gegen eine“ Vötf M'ens c heil auf gestellte These, sondern gegen *G - t t e s Willen und Gesetz. Wer sich zur Das schönste Geschenk sind REDLER-MOB EL in Preis und Qualität / Gratisberatung durch• erst•־ klas$ig$ Architekten / Beachten Sie die Adresse. Wien I,:Schottenring Nr. 35 Samstag geschlossen (,Schomra'-Mitglied) . Rassenlehre bekennt, •der bekundet damit öffentlich in optima forma, daß er G-tt als Schöpfer, daß er die Wahrheiten der biblischen *Schöpfungsgeschichte, die G-ttähnlichkeit des Menschen, ■ und das Recht G-ttes *■ 1 e u gnet. Darum muß‘jeder bewußte und überzeugte;Anbänger einer positiven Religion, die die Bibel zur Grundläge hat, der auf die‘Menschen übertragenen Rassentheorie fernbleiben. Und weil dieses so schrecklictie Folgen• in sich bergende Bekenntnis zu einer Rassenlehre der Menschen, letzten ־ Endes eiri6 Kriegserklärungen G-tt, sein Gesetz und *seine Wahrheiten ist; darum wird es, wie noch bisher jede Lüge, kläglich züsammenbrechen, damit sich das von S. R. Hirsch so geistvoll ' erklärte Prophetenwort' erfülle: ״ יודע י בגוים לעינינוMöge G-tt urid seine Wahrheit von allen Naturen erkannt Werden“, ״ נקמת דם עבדיך השפוךdas wird die erhabene jüdische Rache für das von ihm Jahrtausende hindurch erlittene und in sicherer Erwartung einer .Heilszukunft der Gesamtm'enscbheit -mit beispiellosem Heroismus, getragene Martyrium sein! •Badetrikots, Zwickeleinsetzen, Wenden, *Reparieren, Aendern. - Repassierwer k stätte, I., ,WeihburggasseT 2g: 3GIL; Häuptst]?äßiea 28r Tel: R-21-9-08, JR>31-2-63, Großartige agüdistisebe Erfolge in Rumänien. Erfolgreiche' Pröpaganäaarbeit in der Bukowina. .Die auf .vielfaches Verlangen verschiedener orthadoxer Gruppen zurzeit in Rumänien weilende Delegation der >. Agüdas-Jisro^l-Weltzentrale. besuchte in den letzten Tagen die Bukowina. In vielen Städten wurden Massen- Versammlungen abgehalten, auf welchen Über Ziele urid Zwecke ' der(organisierten Weltorthodoxie referiert wurde. Den Höhepunkt dieser Aktion; bildete wohl die Massenversammlung ■in Czernowitz. Am Dienstag, den 13.• Juni fand* im- ׳ jüdischen. Nationalhaus ״.ein., Meeting statt, an welchem weit über tausend •Personen aus. den verschiedensten Schichten der jüdischen Czernowitzer Gesellschaft teilnahmen. Es sprachen zunächst die Gäste aus Wien, Dir. Dr. L. Deutschländer, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Agudas , Jisroel und Redakteur Schahse S c h ö n f e l d, Sekretär des G. A״ über Probleme der Agudas Jisroel und brennende Tagesfragen. Die glänzenden Ausführungen der Redner wurden immer . wieder durch starke spontane Beifallskundgebungen unterbrochen. Im Anschluß an diese Vorträge sprachen noch Rabbiner Josef Stern aus Seret u. a. Bukowinaer Herren.'• Im Rahmen der , Beschlüsse. dieser Konferenz, sind in der Bukowina zahlreiche neue Gruppen für Keren Hajischuw, Keren Hathora, Beth Jakob in Neugründung begriffen, während die bereits bestehenden Gruppen neue Impulse für eine׳ starke Aktivität erhielten. Die rumänische jüdische und nichtjüdische Presse bringt ausführliche Berichte über die Tagungen und spezielle Interviews. mit Dr. Deutschländer.. Erste Zentralkonferenz der rumänischen Beth-Jakobi- Schulen. Am 11.. und ,12. Juni fand in Czernowitz die erste Konferenz .der rumänischen Beth-Jakob-Schulen, unter Vorsitz des Direktors der Beth-Jakob-Bewegung, Doktor D.eutschländer, statt, an. welcher, fast sämtliche Lehrerinnen, der rumänischen Beth-Jakob-Schulen , teilnahmen. Auf der Tagesordnung ^stfndeh'i^rganisätorische wie pädagogische Fragen. ״Gleichzeitig' tagten *die Küratörieri der Schulen,' die ein Zentralkomitee, bestehend aus den Herren' Rabbi Häger-Wischnitz,״י Rabbi' 4 Stern^Seret^ Rabbi Landau-Sadagöra,; Horowitz-Banila, Bernstein- Radautz, wählten. Das Sekretariat liegt; in Händen, der Beth-Jakob-Verwaltung;״ Gernowitz.• ״• י v ״ Die Entwicklung der. Schulen is$ trotz der, schweren, wirtschaftlichen Lage * günstig: In Radautz” hat' der Philanthrop Josef Hecht ...Lei 300,000 für, den Bau eines eigenen Beth-Jakob-Heimes gestiftetT In Czernowitz, Wischnitz und anderen Städten der Bukowina wurden die Schulen durch Dr. Deutschländer inspiziert. In größeren Versammlungen hat Dr. .Deutschländer mit Vorträgen, die mit ungeheurer Begeisterung aufgenommen wurden, für das Beth-Jakob-Werk in wirksamer. Weise. geworben. Aguda-Konferenz in Kielce. In Kielce fand vergangene Woche eine große Kreiskonferenz der Agudas Jisroel statt, an der 150 Delegierte teilnahmen. Lebensversicherungs•־ Gesellschaft ff PHONIX •* Gegründet 1882 Versicherungsbestand Ende 1931. . . . . ... .... . . . . .. . , . , 2775 Millionen Schilling Prämien-,und Zinseneinnahmen im Jahre 1931 , .... ... ... . . . . . . . 182 Millionen Schilling Garantiemittei Ende, 1931 . •t . . . . . '• ״• . . . .•t . 472 Millionen’ Schilling Auszahlungen an Versicherte im Jahre 1931 ... ... . . . . . . . . .. ... . 43 Millionen Schilling Am Ende des Jahres 1931 waren bei der Gesellschaft 836.664 Personen versichert. Tätigkeitsgebiet:. Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, Italien, Tschechos}o־ wakische Republik, Polen, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Aegypten und Kieinasien. ־׳ ■ ... ׳. * Dig ׳. reisende DamG erhält bei mir schon innerhalb 6 stunden eine individuell ihrem Gesichte entsprechend modellierte ־• »־*וווו , WMf*_ •יי»*- _■ Besitzet der weltbekannten Perücken-Kunttwerkftätte Wien I, Kärntnerring 6