Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 25 (23.6.1933)
- Date
- 1933-06-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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jümscHE presse Mf. 25 jleijuMfe ln Baden bei Wien fand vergangenen Sonntag1 die ln Baden bei Wien fand vergangenen Sonntag1 die diesjährige Delegi er t e n’tagung des Landes* Verbandes agüdistiseber Jügendvereine ööstefreichs bei zahlreicher Beteiligung vieler Gruppen (manche waren durch das Regenwetter am Br* scheinen verhindert) statt * Nach der Eröffnung durch den Präsidenten, Herrn Siegmund Stern, der unserer schwerverfolgten Glaubensbrüder. in Deutschland und der im letzten Jahre Ver* blichenen Großen in Jisroel gedachte, wurde das Tages* Präsidium, bestehend aus den Herren i 1..Generalsekretär Da* vid Türkl, Theo Klein, Armin Goldschmidt und Leser Rosenberger, gewählt. Unter den anwesenden Gästen bemerkte man den Präsidenten der Badener Kultusgemeinde, Herrn Anton Stern, die angesehensten Baale-Batim der Kehillo und einen Vertreter , der slowakischen Aguda*Jugend. Herr David Bondy hielt ein mit großem Beifall., aufgenommenes Referat Über ״Unser Kampf gegen die G-ttlosenbewegung“, in weichem er, nach einem historischen Rückblick, auf den Zwie- Spalt hinwies, der sich aus der einseitigen Betonung des Nationalismus ergibt. Wie der Sozialismus, so ist auch der Nationalismus eine große Gefahr für jede Religion. Es gibt keine ״Neutralität" der Religion gegenüber. Wer nicht für sie ist, ist gegen 3ie. Gemeinsam könnten die religiösen Richtungen aller Konfessionen gegen das zersetzende G־ttlöSentum kämpfen. Der Z i o* nismus mit seiner überstifgerten und alleinigen Betonung der Nationalität bedeutet die größte Gefahr für das.religiöse Judentum. Den Generalbericht erstattete Herr Siegmund Stern. Die wirtschaftlichen Verhältnisse haben die Tätigkeit des Landesverbandes stark eingeschnürt, zum anderen Teil ist die mangelnde Aktivität mancher Gruppen an den bisherigen geringen Erfolgen schuld. Jetzt heißt es, sich neuerlich, zu engster gemeinsamer Aufbauarbeit zusammenzuschließen, und das aufgestellte. Ärbeitsprogramm in Bälde zu verwirklichen. Eine ״H a s c h 1 o nri o h - A z m i s'SBewegung muß durch die Herzen aller gehen und von den Gruppen tatkräftigst gefördert werden. (Siehe Resolutionen Herr Generalsekretär David Türkl referierte über. ״Agudas Jisroel und Erez Jisroe 1". Von der grundsätzlichen Einstellung der Orthodoxie zu Erez Jisroel ausgehend, beleuchtete der Referent die derzeitige politische, wirtschaftliche und rel'ij giös-rkulturelle Lage, erläuterte die Einwanderungs- und Existenzmöglichkeiten und rollte ein Bild der bisherigen Leistungen der Aguda in und für Erez ,Jisorel auf. Nicht genug entschieden kann der von den Zionisten jetzt verbreiteten Anschauung entgegengetreten werden, die aus den jetzigen Leiden unserer Glaubensbrüder einen ״Beweis“ für ihre ״Heilslehre“ ziehen und an diesen Leiden ihr Süppchen kochen wollen. Die organisierte Orthodoxie führt einen erbitterten Kampf gegen die zio-. nistischen Instanzen und die nicht minder zionistische Jewish Agency, die einen Numerus nullus für die Einwanderung religiöser Juden nach Erez Israel praktizieren, ob- Xx Haarentfernmeme STERN XX gebrauchsfertig, zum Rasieren ohne Messer mit Holzspachtel oder Löffelstiel usw., ärztlich als vorzüglich anerkannt, von Tausenden im.Gebrauch, Preis per Tube S 1.90, bei größerer Quantität entsprechende Preisermäßigung. Patent Rasiercremefabrik, Hamburg 13, Koopstraße 28, Postscheckkonto , 4969, Hamburg.' wohl gerade die religiöse« Jhde« itt erster Linie ei« An* rfeeil ab!' das vom Allmächtige« dem jüdischen Volke Ve£- machte Heilige Land haben, und die mit allen billigen Und unbilligen Mittelfi eifi religiöses Gemeinschaftsü«d Riftjteiieta verhindern, indem sie nicht nur selbst Ghilul Schäbbos uhd sehwerste ReligiönsVerietzühgen dulden und fördern, sondern' indem eie auch die öffentlich-recht* liehe Anerkennung selbständiger religiöser Gemeinden dürcn die englische Regierung zu bintertreibeu verstehen. Ihnen gilt daher unser Kampf, öhne den alten religiösen Jisehüw in Erez Jisroel wäre das ganze Stotze Aufbau* werk der Zionisten überhaupt nicht möglich gewesen. Der Referent beantragt zum Schlüsse die beiden am Ende unseres Berichtes abgedrucktert Resolutionen, die mit Be* geisterung einstimmig angenommen werden. (Fortsetzung folgt.) Mverrand der sabbathfreunde ״SCHOMRESCHABBOS“ WIEN, II., LEOPOLDS(}. IE - TEL. A*48-4*15 stellbnVKbmittLüng. Offene Stellen: Köchin mit Praxis in größeren Betrieben wird für Pension in einem Kurort gesucht. Kinderfräulein,׳ in streng orthodoxes Haus, mit besten Referenzen, Kochkenntnisse erforderlich. Praktikanten im Alter von 14 bis 16 Jahren. ' Tischlerie.hr 1 ing, Spenglerlehrling, Vertreter. Durch die Erez-Jisroel-Zentrale der AgUdas Jisroel wird für Palästina ein Werkführer für Metallwarenerzeugung gesucht, der Praxis in Petroleumköchapparaten hat. Stellengesuche: Geschultes, verläßliches kaufmännisches und gewerbliches Personal Ich bringe dem p. t. Publikum höfl. zur Kenntnis, daß meine Firma übernahm die Budapester Skrek’schea orth. בשר Speisekonserven in Oesterreich in Verkehr zu bringen. Unsere Konserven werden ih den verschiedensten Sorten und Größen erzeugt und geben in aufgewärmtem Zustande ein vollkommen fertiges Mittag- oder Nachtmahl. 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Aus diesem Grande beehrt sich der gefertigte Vorstand die Eltern der Kinder, die die öffentlichen Schulen besuchen, auf die gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam zu machen, nach welchen die ,jüdischen Schüler der Volks-, Haupt-, und Mittelschulen von dör ׳ Teilnahme am Schreib-, Zeichnen- und Handarbeitsunterricht an Samstagen und jüdischen Feiertagen befreit sind und daß bei Verfassung des Stundenplanes auf diese Tatsache tunlichts Rücksicht zu nehmen Ist. (K. Ü. M.' Erl. v. 211 Jänner 1876, Z. 1208, und K. U. M. Erl. v. 19. Februar' 1876 Z. 1683.) Die Eltern werden aufmerksam gemacht, mögliehst schon bei der Einschreibung ihrer Kinder die diesbezüglichen Wünsche bekanntzugeben. Diesen Wünschen wurde bisher immer entsprochen; Wenn in einem oder anderen Falle sich Schwierigkeiten ergeben, ist der Vorstand der Adas Jisroel £Schiffschul); JVien, IK, Gr. Schiffgasse 1, gerne bereit, helfend oder beratend einzugreifen. DER VORSTAND DER ADAS JISROEL. י־־•'■־׳'׳׳. . ' ■ * . : . ... Von anderer Seite wird uns ergänzend mitgeteilt, daß auch der Verband der Sabbatfreunde ״Schomre Schabbos“ (Wien, II., Leopoldsgasse 16, Tel.-A15־48-4־) in derartigen Fällen stets zu intervenieren bereit ist. — Redaktion. s. o. s.! Das einzig• wirksame־ Mittel, um das Judentum über alle Gefahren und Stürme der Zeit hinwegzuleiten, ist Thorapflege. Soll also das kommende Geschlecht gegen alle Gefahren gerüstet sein, müssen ihm die geistigen Waffen dazu bereitgestellt werden. Die Thoralehranstalten sind das Arsenal, in dem diese Waffen geschmiedet werden. Die älteste und bedeutendste dieser Lehranstalten, unsere Jesode Hathora, ist in Gefahr: In Frage gesteht ist der Bestand des Kindergartens, in welchem Kinder im zartesten Alter die zärtliche Fürsorge genießen und, wenn es nottut, mit der nötigen Verpflegung versorgt werden. Die Not der Zeit hat ihre m’äteriellen Grundlagen erschüttert. Viele arme Kinder, die nach der erquickenden Labe der Thora lechzen, müßten darben,, wenn nicht rasch Hilfe käme. Jeder, der Interesse an Judentum und jüdischem Leben hat, jeder, der nicht Mitschuld tragen will, daß die jüdische Seele Not leide, beeile sich, zu helfen. Er leiste Beiträge.und treibe Freunde an, an dem Aufbau. und 'der Festigung dieser Glanzstätte der Thora mitzuarbeiten. Wir ersuchen, ׳ Spenden an die Adresse ״Jesod Hathora“ des Schulvereines der Adas Jisroel; Wien, H., Nestroy-Gasse 11, zu senden. (Postspar kassenskonto A-177.85S.) . ■‘V.v׳ Jüdische Heldengedenkfeier. Der ״Bund jüdischer Frontsoldaten“ veranstaltete letzten Sonntag' zu' Ehren der auf dem Felde gefallenen jüdischen Soldateu eine ' Heldengedehkfeier, der trotz strömenden Regens eine unübersehbare Menschenmenge beiwohnte. Das Bundesheer war durch mehrere hohe Generifle vertreten .. und stellte "eine•־ :Ehrenkompagnie. Von den höchsten“■'Regierungsstellen -und von der Kanzlei des Bundespräsidenten waren Begrüßungsschreiben eingelangt׳. Generalmajor . Sommer,־ der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Desider Friedmann, und Rabbiner Dr. Frankfurter hielten Ansprachen, in welchen sie auf das Einigende des Todes hin wiesen. Die jüdischen Opfer dürfen nicht um- ^sonst gebrächt worden sein, sondern sie sollen die Nach■; weit unablässig daran erinnern, daß diese jüdischen Opfer in patriotischer Liebe im Kaüppf ums Vaterland gefallen .sind und daß ihre Nachfahren Anspruch auf Anerkennung der Menschenrechte und Gleichberechtigung erheben dürfen. Rabbiner Dr. Taglicht und Oberkantoi' Weiß verrichteten die Zeremonien. Schildermaler Cohen XX, WallenatelnstraPe 64, Tel A-4S-8*46 Das ״Gremium der jüdischen Kaufmannschaft“ (I., Elisabethstraße 9/1/10) hält den zweiten Weltkongreß kaufmännischer, gewerblicher und industrieller Organisationen vom 30. August bis 10. September in Wien ab. Innsbrucker Kultusgemeinde für den Tiroler Fremdenverkehr. Der Vorstand der isr. Kultusgemeine in Innsbruck erläßt einen Aufruf an die Juden des In- und Auslandes, der zum Besuch der herrlichen Tiroler Kurorte und Sommerfrischen auf fordert. Tirol ist bekanntlich am schwersten von der deutschen Grenzsperre betroffen und durch den stärkeren Besuch soll nun ein Aequivatent für den Ausfall aus Deutschland der notleidenden Tiroler Fremdenindustrie geboten werden. Die Innsbrucker Kultusgemeinde ist bereit, alle än sie gerichteten dies* bezüglichen Anfragen eingehend zu beantworten. (Nach* bemerkung der Redaktion: Raummangel verbietet es uns, den Aufruf in seinem ganzen Wortlaut zu veröffentlichen. Wir haben bereits darauf hingewiesen, daß es pätriotisphö Pflicht eines jeden in Oesterreich lebenden Juden ist, und Gebot der jüdischen Solidarität für die im Ausland lebenden, den Somraeruriaub im wunderschönen ,,datöf’ reichischen Älpenland . zu verbringen, Ungestörte Ruh® ist nach den Zusicherungen, der Regierung absolut ge* währleistet. In Tirol liegt übrigens auph der Kurort S e e* feld in 1200 Meter Höhe, das bekannte ״Paradiee der Erholung und Gesundung“, das wegen der ausgezeichneten Lage bestens empfohlen werden kann^ In Seefeld führen die Geschwister Scheer (Pension Hochalm) eine koschere Pension). ';v:'" “ .