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Jüdische Presse · 1933-06-16 · 24 (16.6.1933) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
24 (16.6.1933)
Date
1933-06-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 24 «eBßt!pf1*־aä||18 ז ' ftgg, m Schildermaler Cohen - XX, WdHertttafnätraB6 64, Tel A-46-S-46 J־ ״;; v Mfft^:: kiiiÄ^ SÄläÄirflfiÄfc^;-.'^ ■ Von einem gelegentlichen Korrespondenten. ' ' V Kapstadt, den 14. Mai 1933. ... Die w i r t ä c h a f 11 i ö h 0 Läge .hat sieh hier leider nichtgebessert. Das Einwanderungsverbot, das die Behörden vor Jahren erlassen haben, wirkt sich in unseren jüdischen Kreisen besonders schmerzlichaus. Seit zwei Jahren hat es kaum geregnet uiid Landwirtschaft, ,Ackerbau und Viehzucht leiden unter der unnatürlichen jbürre. Ein Lichtstrahl in der allgemeinen. Finsternis ist die Belebung des jüdischen Lebens. Der Delegierte des Keren Hathora, Rabbi Emanüel Zimmermann, hat das ganze Land bereist und durch die Gründung der Machsike- Hadas-Grüppen wird ideell und materiell für das Lernen viel getan. Chiefrabbi Dr. Land a u leistet allen diesen Bestrebungen seihe wertvolle Hilfe. Es hat deswegen in den Kreisen der Jereim scharfe Erbitterung hervorgerufen, das gesetzestreue Blätter Europas Chiefrabbi Landau wegen einer angeblich irrigen Entscheidung in Ehegesetz־ fragen angegriffen haben. Es müß deswegen an dieser Stelle hervorgehoben werden, daß nicht der geringste Anlaß dazu :gegeben war, da Chiefrabbi Landau in seiner Entscheidung konform mit den maßgebenden orthodoxen Autoritäten vorgegangen ist. Als jüngst Wcizmann zu Ehren ein großes Bankett veranstaltet wurde, war Chiefrabbi Dr. Landau der einzige, der öffentlich in der Synagoge flammenden Protest gegen den Chilül Haschern erhob, daß man bei dieser jüdischen Veranstaltung die Speisegesetze außer acht lasse. Das Mitgefühl mit allen Nöten und Leiden der Jüdenheit ist nicht schwächer, geworden. Für Thora, JeschiWous und Erez Jisroel herrscht nach wie vdr das größte Interesse. Leider sind die Ergebnisse der Sammeltätigkeit durch die Krise im Land stark •beeinträchtigt. Zur Obstzeit bereitet die Konservierung der Früchte den Hausfrauen viel Sorge. Wesentlich vereinfacht wird diese Arbeit durch die Verwendung eines Konservens, wie es beispielsweise seit Jahren die Firma Dr. A. Oetker unter der Bezeichnung ״Einsiedehilfe" - auf den Markt bringt. Richtig angewandt verhindert dieses Präparat unbedingt das Anlaufen und Schimmligwerden des Eingesottenen, hält dieses lange Zeit frisch und kräftig, ohne den Geschmack der Früchte zu beeinträchtigen. Viele wertvolle Anregungen sowie eine Auswahl ganz neuer bestbewährter Rezepte für das Einsieden, Kompottbereitung etc. enthält das soeben herausgekommene Einsiede-Rezeptbuch Ausgabe E, das überall gratis erhältlich ist. Wenn vergriffen, wende man sich direkt an die Fabrik Dr. A. Oetker, Brünn, Rossitzergasse 2. - Oesterreichs Ausfuhr nach Etew, Jisroel. Oesterreich ^gsßö*tieit§MSl flach Erez; im Werte von; ^iö MmiöfieÄ B^iliiing, 1932 fläffllich Mr 1,98 Millionen SChlffifig. Im ersten Vierteljahr 1933 dagegen zeigt sich eitle stärke Züftähme, de0n die Ausfuhr erreichte m dieser Zeit eitteii; Wert von ö,75Mfllioften Behiiling. Wie gemeldet wird, hält diese Bteigefüflg äft und erstreckt sieh besonders auf Pumpen und Bewässerungsapparate, Eiektromaterial und Eisettwaren; aber auch auf Lederwaren und andere Industrieerzeugnisse. Arabische Hirten aüf jüdischen Feldern. Der Distrikts- Offizier Von N a z a re t h bemerkte, als er in seinem Aüto unweit Nahalal vorbeifuhr, arabische Hirten,, die widerrechtlich jüdische Felder betreten hatten. Er hielt an und forderte sie zum Verlassen der Felder auf; daraufhin fielen die Araber über ihn her .und mißhandelten ihn beträchtlich. Es gelang ihm jedoch zu entkommen und Polizei herbeizuholen, die mehrere Angreifer verhaftete. Jüdisch-arabische Konferenz in Obergaliläa. Dieser Tage fand eine Konferenz von Vertretern 26 arabischer Dörfer und jüdischer Kolonien in Obergaliläa statt. Es Wurde beschlossen, die Errichtung einer Landwirtschaftsbank und die Gewährung einer Regierungsanleihe zur Besserung der Lage der Landwirtschaft in Obergaliläa zu fordern. Neue agudistische Zeitschrift. In Chisinau (Kischinew) in Rumänien erscheint jetzt ein neues a g u d i s t isches Monatsblatt, ״Sztub Journal“. Chefredakteur ist der bekannte Direktor Eppelbaum. Baden bei Wien. Bei der unter Vorsitz des Präsidenten Anton Stern abgehaltenen Kultusausschußsitzung wurde Herr Oberkantor E m il Richter definitiv angestellt. Oberkantor Richter ist seit sieben Jahren in Baden tätig und hat sich während dieser Zeit die Zufriedenheit und Anerkennung der Gemeindemitglieder erworben. Der ״Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs“ veranstaltet am Sonntag, den 18. Juni 1933, um halb 12 Uhr vormittags eine Heldengedenkfeier für die im Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten. Die Feier findet bei den jüdischen Heldengräberri am Zentralfriedhof, 1. Tor, statt. Personalnachl-ichten. Gebürt. Herrn Siegfried Spitzer, Mitherausgeber der ״Jüdischen Presse", wurde ein Sohn geboren. (Wir wünschen herzlichst Maseltow! Redaktion.) Moderne Kü dien« Vorzimmer« Wohnzimmer« F« KOHN, Wien II, TABORSTRASSE NR« 22 Teiephon R-40-7-14 Samstag geschlossen — Ängeschlossen der ״Schomra“ MÖBEL i BADE- und KURORTE BAD BAD AUiSEE SALZKAMMERGUTS PENSION GOLDBERG ‘י orth. כשר Fünf Minuten vom Kurpark ־ und Strandbad, schöne, große Zimmer, großer Garten, staubfreie Lage, Villenviertel, große Veranda. Gute Küche, zivile Preise, aufmerksame Bedienung. Eigenes Bethaus. Vorsaison von S 9.—. Voranmeldung erwünscht; r chuls-Tarasp, Hotel Victoria כשר Höhenluft, erstklassiges Familienhotel, großer Privatpark moderner Komfort bei mäßigen Preisen A. Kempler, Propr. LAURANA be! AB BAZI A streng orth.כשר PENSION WEISS streng orth.כשר Am schönsten Punkte Lauranas, direkt am Meer gelegen, sämtliche Zimmer mit Logien, anerkannt gute Küche. Pensionspreis von Lire 23 aufwärts. 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Dr. OETKER’S PUDDINGPULVER ist in allen einschlägigen Oeschäften erhältlich, wenn zufällig nicht vorrätig, wird auf Wunsch gerne die nächstgelegene Bezugsquelle mitgeteilt von Dr. A. Oetker, Brünn« Tschechoslowakei. Oberrabbiner Rabbi Mosche Neumann זצ״ל. Mit tiefstem Schmerz wird man die Kunde vernehmen, daß Rabbi Mos c h e Neumann 9*ןצ , Oberrabbiner von 2abokreki (Zsämbokrdt), nicht mehr unter den Lebenden weilt. Am Vorabend des 14. Siwan, wenige Wochen vor Vollendung seines 76. Lebensjahres (geh. am 7. Tamus 5616 ifl Bratislava), hat er nach langem, schwerem Leiden seine Seele ausgehaucht und sie dem Schöpfer so rein wiedergegeben, wie er sie empfangen hatte. Er war einer der ganz Großen unter den Erforschern der G-tteslehre, einer der ganz Edlen unter den. Kündern und Lehrern des G-tteswortes und einer der Fein- , sinnigsten unter den Befolgern des G-ttesgesetzes ln unserer Zeit. Sein Leben verlief schlicht, bescheiden, geradlinig und problemlos. Die G-tteslehrewar ihm alle seine Tage Leitstern für Handeln und Denken; sie allein war ihm unversiegliche Quelle klarer jüdischer Erkenntnisse und sie allein war ihm auch Stufenleiter zur Weltanschauung veredelter Menschlichkeit. Als frühreifer und begabter Sohn des berühmten Thorafürsten, des Preßburger Roschbesdin Rabbi Dawid Lakenbach זצ.ל waren bei ihm in der geistigen Atmosphäre: in der er lebte, alle Voraussetzungen von vornherein gegeben, unter denen sich ein Thorajünger der uns vorangegangenen Generation zur Höhe eines vorbildlichen רול ב ת ו ר ה emporzuarbeiten vermochte. ■ Er lernte, lernte in einem fort, lernte ohne den Wunsch oder den Ehrgeiz, je einmal :etwas anderes zu tun oder zu wollen-als lernen und nur Weiße Zahne: GhIorödont lernen. Er wuchs heran, er nahm sich eine ihm ebenbürtige Frau aus Zabokreky und lernte weiter. Er wurde —- ausgerüstet mit Autorisationen von den Größten seiner Zeit — im Jahre 5641 zürn Rabbiner seines Wohnortes gewählt. Seine scharfsinnigen und tiefschürfenden gelehrten Auf- Zeichnungen häuften sich zu Bänden auf. Von seinen Werken ist bisher nur ein Bruchteil im Druck der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Im Jahre 5683 erschien der erste Band “״ הלכה , למשה ein bedeutendes Werk aufhellender Glossen und Scholien zu allen Teilen beider Talmude בבלי וירושל׳מי. * Vier Jahre später erschien von ihm unter dem gleichen Titel ein Band 304 ,שדה Responsen Über die verschieden* sten halachischen Fragen und Anmerkungen zu den שדת des Rabbi, Akiba Eger 9«זצ und des נוי-י enthaltend. Augenblicklich wird ein weiterer Band, Novellen zu מ ם כ ח ו ת, gedruckt. Zahlreiche Manuskripte harren noch der Herausgabe. Trotz sehr schwacher körperlicher Konstitution erreichte er, wie durch Wunder, ein relativ hohes Alter; in den letzten Wochen war er schon so leidend, daß seine; an ihm mit Verehrung hängende kleine Gemeinde und seine Gattin und Verwandten, die ihn liebevoll pflegten, auf• das Schlimmste gefaßt waren. Vor zwanzig Jahren schon traf er Anordnungen für seine Ueberführung nach seiner Heimatsgemeinde Bratislava. Bei יציאה נשמה waren die Mitglieder der ßabokrekyer Gemeinde und mehrere Verwandte, Freunde und Schüler um ihn weihevoll versam- melt, unter ihnen auch Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner M. Eckstein aus Sered. Dieser hielt auch am Donnerstag im Beshakneses von Äabokreky, wo sich inzwischen auch zahlreiche auswärtige Verehrer des Heimgegangenen eingefunden hatten, tiefbewegt den ersten Hesped. Ihm folgten die ehrw. Herren Oberrabbiner Moses Re i c h (Banovce), H. Reich (Oslany) und A. Weisz (Topolöany). Freitag in den Morgenstunden, wurde die Mittob an der Bratislavaer Stadtgrenze von zahlreichen Rabbinern und Mitgliedern der Bratislavaer Gemeinde und der in erreichbarer Nähe gelegenen Gemeinden Galanta, Trnava, Nitra usw. erwartet und zum ביח עלמין geleitet. Dort widmete dem Dahingeschiedenen in Abwesenheit des OhetTabbiners zunächst Herr Rabbiner Simon Leb0vitsch einen großzügigen, tiefgefühlten Nachruf; Vdh erschütternd eindrucksvoller Wirkung , war de? Hesped des Herrn Oberrabbiners Ungar (Nitfla). Zuletzt be«־ * trauorten Herr Oberrßbbiner Schill (Pezinok). 4» dem .Heimgegangenen den großen Sohn der Bratislavaer Gemeinde und Herr Heinrich Rosenzweig den väterliehen Lehrer und Meiafe ז3ר :נדיב! לנדבה■ '' Aerztliche Nachricht. Dr. Josef Rosenthal hat seine Ordination in Bratislava, Stefänikstraße lüb, -י רוס öffnet; Ordiniert auch für Heilfonds und PriYatbeamten’* kass!en, Tel 1274. In der Ordination; des sei. Pr• Josef Gelbfr.,';■j : "•'/./.'י

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