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Jüdische Presse · 1933-06-16 · 24 (16.6.1933) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
19 (1933)
Issue
24 (16.6.1933)
Date
1933-06-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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,ödiAir■^ , lüöiitÄfftissK•. ®:";,:.‘;:ד1׳. ^M;ik insbesondere auf die Bedeutung einet orthodoxen Presse hinwies und zur tatkräftigsten Bürderung der ״Jüdischen Presse“ aufforderte. Herr David Tür kl verwies auf die Sehwüos- und Siwän-Äktion, die durch das ״Komitee zur Kettung der in MSI ilrltenei Jtidiäehireilgiösen'Lehfäftsfättetf ÖeütäCh^ iandsf" eingeieitet wurdet, und appellierte an die Am wesenden» diese Aktion niit aller Kraft zu unterstützen. Ahschtua der ÖeMraf^eMninüüng Mldete diöl NeüWihl def Vorstandes Und der Revisoren, äus der folgende Nerfeh hervofgingehr Sandor .Adler, äalothott Aschkena^, Rfävid ßoidy, Nechem|e: Dicknaiinn, Moritz Beisenhürif^; MosesV׳ j^r|Ufkev* : ׳'Lipe öeid- Werth, öremlairat Jakob Haipern, Nathan Merzka, Rabb. Abraham Meschei; Markus Kamm, Ing. Ludwig Kritzler, Moses Morgenstern, Nachmann Panner, Moritz Pappenheim, Wolf Pappenheim, Meileäh Poppers, Mersch Pre* minger, Medizinalrat Dr. 1. Reiniger, Siegfried Richter, Abraham Schapira, Mersch F. Schechter, Elias Schlosser, Akiba Schreiber, David Seidmann, Julius Steinfeld, Jakob Steinhof, Siegmünd Stern, Alfred Stroh, Emil Stroh, Jakob Teitelbaum, David Türkl, Lipe Türkl, Salomon TUrkl, Bernhard Weliczker. Revisoren: Manb Felsenbürg, Jakob Schaffer, Alex. Steiner. '־ ׳־ Bei der am 8. Juni abgehaltenen konstituierenden Vorstandssitzung wurden die Herren Wolf Pappenheim zum Obmann, Salomon Aschkenazy und Alfred S troh zu Obmannstellvertretern, David Boiidy, MarkUS Kamm, Moritz Pappenheim, David Seidmann und Salomon Türkl zu Mitgliedern der Exekutive wiedergewählt und Julius S t e i n f e 1 d in die Exekutive, neugewählt. ^**.*Bade?rf^ots^Zwicl<eietrtsetzen,#*Wendent*Repari^n, Aendern. Repassierwerkstätte, I., Weihburggasse 29. XIII., Hauptstraße 28. Tel. R-21-9-08, R-31-2-63. Agudistische Landes-Jugendtagung. Die Landeskonferenz der agudistischen Jugend Oesterreichs findet am Sonntag, den 18. Juni (24. Shvan) d. J., um 3 Uhr nachmittags im Sitzungssaal der Israelitisehen Kultusgemeinde in Baden b!3i Wien, Grabengasse 14, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Eröffnung und Begrüßungsansprachen; 2.. M u s s a r - Gedanken, gesprochen von Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Dr. H. Carl eb ach, Baden; 3. General bericht, Referent Herr Siegm. Stern, Wien; 4. ״A g u d a s J i s r o e 1 und Erez Jisroel“, Referent Herr Generalsekretär David Türkl, Wien;. 5. Neuwahlen; 6. Eventuelles; 7. ״Unse r K a mp f gegen die Go t.tlo senbeweg u n g“, Referent Herr David Bondy, Wien. Die Tagung, für welche in allen agudistischen Kreisen Oesterreichs reges Interesse herrscht, verspricht einen glanzvollen und imposanten Verlauf zu nehmen. Agudistische Jugendkonferenz in Rumänien. In Oradea (Großwardein) fand am Sonntag und Montag, den 10. und 11. Siwan d.. J., die erste Landeskohfereriz der Aguda-Jugend in Rumänien statt. 51 Gruppen hatten mehr als 150 Delegierte zu der Tagung entsandt, die sich besonders eindrucksvoll gestaltete. Unter den Gästen bemerkte man neben den führenden Rabbinern Rumäniens die Herren Direktor Dr. Deutschländer und Redakteur/Schabse Schönfeld aus Wien, in Vertretung des G. A. der Agudas Jisroel. Eine unübersehbare Menschenmenge aus allen Schichten der. jüdischen Bevölkerung nahmen als Gäste an der Konferenz teil. Die diversen Behörden, die Präfektur und die Stadtverwaltung entsandten Offizielle Vertreter. Die Tagung befaßte sich in lebhaften Debatten, im Anschluß an ausführliche Referate, mit sämtlichen das jüdische Leben berührenden aktuellen• Fragen. Es wurden folgende Beschlüsse ׳gefaßt: Schaffung einer Aguda- Jugendzentrale mit dem Sitz in Oradea; Gründung von B e t h - J akob - Sc hu len; zentralisierte Förderung der bestehenden und Errichtung neuer. Hachscho roh-׳Stätten; Bildung eines ״Rabbi nisehen Rates für Rum äni en“, bestehend aus den TISCHLEREI Adler, vii, apoluog. 18 FÜR MÖBEL UND SITZMOBEL BES T E A R B E I T Skizzen und Kostenvoranschläge unverbindlich Erzählung von S. Wie z. (Fortsetzung) [8] vm.. Es hatte nichts genützt. Samuel konnte zwar feststellen, daß die Fürstin Kowzow zurzeit in der Gegend weilte. Aber Jonas Dembrower wurde auf dem Gutshofe nicht vorgelassen. Was er wollte, fragten die Leute vom Hofe. ״Hier sei kein Geschäft zu machen“, wiesen ihn andere barsch ab. ״Die Fürstin möchte ich sprechen, ich muß sie sprechen“, bat Jonas, Und er kam wieder, mochte man ihn noch so roh und drohend abweisen. ■Als er abends etwa zürn zehnten Male an die Tür zum Schlosse klopfte, sagte man ihm, die Fürstin sei heute auf unbestimmte Zeit nach ihren anderen Gütern abgereist, ließe ihm aber, falls er in Angelegenheit seiner Tochter komme, V sagen, er solle sich keine Gedanken machen, seine Tochter befinde sich bei bester Gesundheit des Körpers und das Heil ihrer Seele sei im steten Wachsen begriffen ... Mit diesem Tröste fuhr Jonas nachts, auf das tiefste niedergeschlagen, heim. Samuel knirschte mit den Zähnen, ballte die Faust, wiederholte aber sein kategorisches ״Muß“ nicht. Der Alte hatte doch recht, Mehr als das, Ropfeinrennen bliebe , dem Schwachen angesichts dicker, geschlossener Mauern nicht übrig. Gegen die Fürstin faßte er aber einen grimmigen, untilgbaren Haß, ohne sie jemals mit Wissen gesehen zu haben. ״Ihr Seelenheil wachse , , .“ So spricht die finstere Gewalt, wenn Vaterherzen verzweifeln, Mütterherzen brechen, wenn Menschenraub und Seelenmord, begangen wird ... David faßte die Sache ruhiger auf, Er meinte, ־ die betroffene Familie, die er nicht kenne, dauere ihn wohl s|hr, das tief Betrübende liege aber darin, daß dieser Fall nicht vereinzelt dastehe, Die Entführungen mehrten sibh und sie seien ein trauriger Beweis dafür, daß in der Mädchenerziehung zu wenig getan werde, Wie war das? Zu wenig Erziehung, mangelhafte ehrwürdigen Herren Rabbinern Fuchs (Oradea), Adler (SighiSoara), szofer ,fffg. Mures), Hager (Viseui de Bus) und Klein (Haimeu); tatkräftigste Sammei* und Werbe- Arbeit Mf deöMeten-ff&Jisehüw der A. J.; Herausgäbe eines Wdbheniflttes in jüdische^ (üt inzwisbhett bereits erschieent Red.) und ungarischer Sprache ־fun.,v/% י■׳’־-■■.•. 'י v; Es War eine imposante Kundgebung» welche wieder den Beweis erbrächte, däB der treu-jüdische Gedanke bei den Massen tief; eingewurzelt ist und daß sie, so oft der Ruf aus religiösen Kreisen 1 an sie ergeht, sich massenhaft um die Verktttider des G-tteswortes scharen. Höffen wir, daß uter dem überwältigenden Eindrück dieser tPagüng der Agüda-Gedänke nun äüch in Rumänien immer festeren Boden gewinne und fruchtbare Wurzel fasse und daß diese Entwicklung ihren Niederschlag in der Gründung iffife Zimmermeler« Künstle 1 rtiödein, hygienisch, feiib>t bünf jahfe Garantie ^chosy/ III#/ MsfitefjiaDc 43/ Lokal וזחזחחחחחחחחזחחחחזו von Orts- und Jügendgruppen in allen Orten Rumäniens finde. Alle Zeichen deuten darauf, daß diese Hoffnung mehr als berechtigt ist. י Zu Ehren der Gäste veranstaltete die öradcaer Jugendgruppe am Montag abends eiti festliches Bankett, an welchem sämtliche prominenten Rabbiner und Personlichkeiten teilnahmen. Jüdische Erziehung — jüdische Schule. Von N. Stenzei. Wer die Ereignisse der letzten Monate mit offenen Augen betrachtet, wer noch so viel Herz Und Sinn hat, um zeitliche Erscheinungen und Ereignisse nicht als zufällig und willkürlich, sondern als geschichtliche Gesetzmäßigkeiten auf zufassen und zu deuten, der wird auch in den gegenwärtigen Geschehnissen, in denen sich vor Unseren Augen eine Tragödie sondergleichen mit einem Teile unseres jüdischen Volkes, mit dem 600.000 Seelen zählenden deutschen Judentum, abspielt, den אצבע אלקים erblicken, der muß die wahre Ursache dieser Tragödie klar sehen. Es ist nicht tragisch, wenn ein Kind seinen Eltern davonläuft und dann reuig und sehnsüchtig zu seinen Eltern zurückkehrt. Tragisch ist es, wenn das Kind seinen Eltern gar nicht davongeläufen, sdndern selbst schuldlos in fremde Gefangenschaft geraten ist, wenn es ein תינוק שנשבה בין די^כום diese Gefangenschaft als sein wirkliches Heim wähnt und dann, von diesem vermeinten Heim vertrieben und verstoßen, sich dorthin zurücksehnt, ohne zu wissen, daß es gar nicht sein Heim ist, sondern die Gefangenschaft... Darin liegt die wahre Tragik der größten Teiles des deutschen Judentums. Solche, die dem Judentum davongelaufen sind, die Deserteure, die können ja noch immer den Weg zurückfinden — denn hei uns Juden werden auch Deserteure nicht verbannt, immer und zu jeder Zeit werden sie mit offenen Armen erwartet und empfangen, ועד יום מותו התכה לו — aber was mit den תינוקות שנשבו בין העכום, die nicht fähig sind, Sehnsucht nach ihrem Heim zu verspüren, weil sie es nie in ihrem Leben kennengelernt haben? Was mit ihnen, die nie jiidisehen Unterricht genossen haben, die in ihrem zartesten Alter keine jüdische Erziehung erhielten, in deren Herzen kein Fünkchen Jüdischkeie gebrannt hat, weil sie. keine jüdische Schule besucht haben? Was für ein falscher, dummer Stolz hat diese Eltern beseelt, als sie die ״Ehre‘‘'genießen wollten, ihre Kinder in die allgemeinen Schulen schicken zu können! Wie stolz waren diese Eltern, wenn''sie dadurch, daß ihre Kinder zusammen mit den nicht jüdischen Kindern nur allgemeines; weltliches Wissen genossen haben, das וחי׳ כבל הגוים verwirklicht sahen? Wie jetzt unsere deutschen Brüder diese ihre Zudringlichkeit j büßen, weil diese anderen Völker sie nicht dulden, sind wir alle Zeugen. Wollen wir nicht diese Zeitereignisse als Warnung für uns auf fassen? Wollen wir nicht das Schicksal und die Tragik unserer deutschen Brüder uns zu Herzen gehen lassen? * Ich will hier nur ein kleines Erlebnis anführen. Es war am 2. Tag Schwuos. Im Tempel neben mir saß ein Jude, der während der Droschoh des Rabbiners, der die Verfolgungen, denen die deutschen Juden ausgesetzt sind, erwähnte, sehrbitterlich weinte. Rasch erfuhr ich, daß es ein Jude aus Deutschland ist, und ich glaubte, sein besonderes Weinen nun zu verstehen. Wie sehr enttäuscht war ich aber, als ich mit1 ihm dann ins Gespräch kam und er sagte: Ja, was ist aus unseren Deutschen geworden...! Meiner anfänglichen Enttäuschung folgte dann ein Gefühl von Betrübtheit und Bedauern über diese wahre Tragik des deutschen Juden, der sich so assimi- ן Ausbildung der Mädchen? Merelaika horchte beim letzten Satze interessiert auf. Das war ein Thema, über welches sie ein Wort mitreden konnte und wollte. Sie sollten aber ihre Ueberlegenheit gleich erfahren und sie sagte in reinem Polnisch: ״Ich finde, daß es niit der Bildung hei den Juden,_ hei den Söhnen wie bei den Töchtern, nicht gerade he-‘ sonders gut bestellt ist.“ Auch David antwortete polnisch und zur großen Ueberraschung des Mädchens in einer Ausdrucksweise und Betonung, wie sie sie reiner und schöner auch von den Herren im Notabienzimmer kaum je gehört hatte. ״Mag sein, Fräulein Mirjam“, sagte David, ״aber der Sohn wächst in einer Sphäre auf, die durchtränkt ist von der Liebe zu G-tt und seinem Gesetz. Er nimmt teil am öffentlichen Gebete, am gemeinschaftlichen Lernen und bleibt, oh' er will oder nicht, ein Kind seines Volkes." Da kam.es schon wieder: ״Beten“ und ״Lernen“. Und ״Mirjam“ nannte er sie... wie abscheulich das besonders im Polnischen klang. Das Mädchen sah widerwillig über den jungen Mann, der in seiner Rede fortfuhr, hinweg. ״Die Tochter“, sagte ■ David weiter, ״wächst in krasser Unkenntnis der Geschichte ihres Volkes auf. Sie kennt nicht seine Leiden, weiß nicht, wie es seine heiligen Schätze allezeit mit seinem Leben gedeckt, mit wieviel Blut und Tränen es sich seine Existenz erkämpft, sie kennt nicht die tiefe Wahrheit seiner g-ttlichen Lehre, die Weisheit und poetische Schönheit, die seine Jahrtausende alte Literatur in sich birgt, Woher sollte auch die Liehe, die Widerstandskraft kommen?“ Merelaika fing es an unheimlich zu werden. Sie hätte wohl gut daran getan, sich mit einem Bachur, der David heißt und sie hartnäckig ״Mirjam‘' nennt, in keinen Wortstreit einzulassen. Nun aber galt es, ihren Standpunkt zu verteidigen. Ein unbezwipglicher Trotz bäumte sich im Herzen des an Widerspruch und Belehrung nicht gewöhnten Mädchens auf. Erfahren sollte er, der hei aller Entsehiedenheit der Sprache so schmachtend verliebte und wohl auch hoffnungsvolle Blicke für sie hat, wie sehr ihre Gedanken von den aeinigen abweichen und wie wenig sie ihn je verstehen .könnte. Sie sagte: (Fortsetzung folgt.) liert hatte, sich uns so entfremden konnte, daß er seine eigene Tragik nicht mehr Verstehen, nicht mehr erfassen kann. Bekanntlich gehen die Juden in Deutschland jetzt daran, eigene Schulen zu gründen, weil man ihre Kinder in den anderen Schulen auf abgesonderte Bänke hinsetzt. Jüdische Eltern! Versteht das Zeichen der Zeit! Laßt es nicht so weit kommen! s Wociic /h Woche — Aus Innsbruck wird gemeldet, daß im deutschen Konzentrationslager in Dachau neun jüdische Internierte erschossen wurden. Eine authentische Bestätigung dieser Meldung war nicht zu erlangen. — Letzthin werden von den deutschen Paßstellen jüdisch klin g e,nde N amen zur Kenn- Zeichnung der Basse (!) im Paß unterstrichen. — In Paris erhalten sich hartnäckig die Nachrichten, daß die Hitler-Regierung die Zahlung von Sustentationen an die Hinterbliebenen j ü d ischer Kriegsopfer ein st eilen will.• — Das Warschauer R abbin at hat für Mittwoch, den 20־. Siwan, in ganz Polen einen Fast- und Bußetag proklamiert, an dem Gebete für das Wohl der unterdrückten J nden in Deutschland verrichtet werden sollen. — Von 2/, angeklagten ״e ndekische n Huligans“ (polnischen Antisemiten) umrden 20 zu Kerker- Strafen verurteilt, wegen der anti jüdischen Exzes.se in Rad zi will ow. — Sämtliche Insassen eines jüdischen Zöglings heims in Wolzig (Mark) wurden nach einer Durchsuclmng des Heims durch die SA. in das Konzentrationslager Oranienburg geschafft. — Auf der Internationalen Arbeitekonf er enz wurde ein Antrag eingebracht, in dem M a ß na hm e n zur wirtschaftlichen Eingliederung der aus Deutschland aus gewanderten jü dis chen A rbeitskräfte in ihren jetzigen Aufenthaltsländem g efordert werden. ׳ — Im Dorfe Salhieh bei D am askus wurden Reste einer aus dem 1. Jahrhundert der üblichen Zeitrechnung stammenden Synagoge aufgefunden. — Die in Washington eben abgehaltene ״Amerikanische Nationalkonferenz“ richli tete an Präside71t Roosevelt die Bitte, sich bei der deutschen Regierung zugunsten der von den judengegnerischen Maßnahmen betroffenen deutschen J.uden zu verwenden. Amerikanische Zeitungen wollen wissen, daß bereits ein entsprechendes offizielles Schreiben der Verewigten Staaten an die Reichsregierung abgegangen ist. ־ — Der Führer der deutschen Delegation auf der Wietier internationalen Olympia-Tagung erklärte namens der Reichsregierung, daß bei der nächsten Olympiade 1936 in Berlin J ud en aus der deutschen Olympia-Mannschaft grundsätzlich nicht aus g eschlossen sein sollen. — Die griechische Regierung und die G emein dev er waltun g von S aloni ki haben für das jüdische Schulwesen und für sonstige j ü d isehe Vereine staatliche B eihil f en im Gesamtbetrage von etwas mehr als 2 Millionen Dr ach me 71 bewilligt. — In amtlichen deutschen Kreisen wird der Plan et'wogen, sämtliche nach dem 1. August 1914 vorgetiommenen jüdischen N am en s än d e ru71 g e n rückgätigig zu mache71, — Das preußische Unterrichtsministerium ' hat a7\geord7\et, daß Nichtarier zur Doktorpromotion nicht mehr zu gelassen wei'den. — Im* Jahre 1925 wurden in der Tschecho- Slowakei 2921 Ehe 71 V071 Personen iraelitischer Konfession geschlossen, hievon 558 (=19 Prozent) Mischehen. 1926 wurden *1951 und 1923024 ד jüdische Ehen ve7'zeichnet. — Die diesjähinge Quote für die Ein wänderung nach B ir o - Bi d s ch an wurde von ursprünglich 25.000, wegen Nahnmgsmittelknappheit, auf 6800 71euerlieh her ab g es et zt. — Die Stadtve7'07'dnete71 von Gl atz (bei Breslau) beschlossen, allen Z eit un g en, die Geschäftsanzeigen jüdischer Firmen veröffe71tliche71, die Veröffentlichwig amtlicher B ek a7171t m a chun g en zu mw t er sagen. — Aw Stelle von M. A. You71g xvurde Herr John Hathorn zum Chefsekretär der P alästina- Regierung ernannt. — In Consta71 tine in Algerien ist es zu schwei'en antijüdischen Unruhen gekommen, dene71 Polizei und Militär em Ende bereiten mußte71. — Bei einem Einbruch in ei71e Warschauer Synagoge wu7'de71 sieben Thorarollen entwendet, H. Grün, II:, Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderohe, E ■ EN GROS EXPORT PERÜCKENund SCHEITEL FACHGEMÄSS AUSGEFÜHRT FRITZ BRENNIG Wien, VI. Eggerrbgasse 9_

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