Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 20 (19.5.1933)
- Date
- 1933-05-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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*־ ׳.י . ׳•»:ז*׳®*׳w'«** V .,-Ä -'^;'־=- ■*<־^ /‘Gieä#Mffide^ ist dem; ,:;.;// " ÄMäfetidÄ; fim Ff&ffid üfiäefesßlättöä tfät mit der Mfegüttg; an ting heran, man., möchte im, Minbliök auf diu Weitlage und die große jüüiäefteNöt doch neue Gebete verfassen und in die alten eiflschältett, Gebete, die, aus der Misere desTages gehör ew»h*ehrzu unserem Hetzen sprechen und det öegenwartasbfger’deii Weit der Stunde Ausdruck vef* leihen. Wir sagten dem freunde«‘ ,»Haben Sie sehen die alten Gebete richtig gehetet, so gebetet» wie sie heute gebetet werden müßten, in dem ׳Tone» in der inneren Melodie» Me sie. ihnen Zeit •und Stunde verleihen r*., Nicht? Bahn haben Sie das Wort der Weisen nicht begriffen, wonach das alte Gebet■ tagtäglich uns ein Neues, eine Quelle der Erneuerung und Verjüngung sein kann Und muß. Eine Schale nur ist das Gebetwort» in die wir die tränen und die Sorgen und die Hoffnungen des Tages hineinzugießen haben. Was wir in den Rahmen des Gebetes hineinzustellen haben» muß neu, ein Stück von uns, aus der Stunde geboren, sein, das Gebet Selbst kann das alte bleiben.“ ז t; ' Einer der Fünf, die vor dem großen Rabbi Jochanan in .Tabne ,saßen, Rabbi Schimeon, hat, da er in den Vätersprüchen als vierter zu Worte kommt, nichts anderes zu sagen als הוי זהיר בקריאת שמע ובתפילה אל תעש ״ תפילתך קבע אלא רחמים| ותחנונים.Sei achtsam beim Schma-Lesen uhd beim Achtzehngebet und lasse dein Gebet nicht zum starren Schema werden,. sondern es bleibe Inbrunst und Erbarmen heischendes Flehen!" Nicht daß man Sch’ma säge und das Ächtzehngebet verrichte, hat der Rabbi zü mahnen. Aber daß man ״darauf acht e", daß das. Gebet zum täglicheninneren Erleben werde, daß man das alte Gebet mit immer neuem Inhalt und neuer In« ־brunst nach , dem Stande der Zeituhr durchdringe, muß immer und immer wieder gemahnt werden. Das Sch'ma-Gebet, dessen Bezirk schon mit dem Liede vom Aufleuchten der Sonne beginnt, Ihm gewidmet, der ״bildet das Licht und schafft die Finsternis, Frieden und Harmonie im All schafft“, und mit dem Gebete um Israels Erlösung schließt, um zur stillen Zwiesprache mit G-tt Überzuleiten —* wer könnte heute, so er . denkend und nachschaffend zu beten gelernt־ hat, diese Worte sprechen, ohne an das Licht (המאיר לארץ) und an die Liebe (אהבה רבה) zu denken, mit denen der Schöpfer;und Lenker des All, des Lichtes und der Fins’temis, das Volk seiner Wahl durch die finsteren Straßen der Geschichte geführt, durch die Völkerwüste einem Sinai entgegen?! ,,Hilfe und Beistand unseren Vätern warst Du von jeher, Schild und Erretter ihren Söhnen auch in jedem Geschlechte.“ ״Gelobt seist Du, der Israel erlöst." Und das große Schweigen, das dann über uns kommt, ist nicht Stillstand, ist nicht Unterbrechung, sondern das sti 11 e seelische Vorauserleben dies Erlösüngswunders. : ן Was wir da mit unserem Vater ausmachen, es ist unsere ureigene Sache; die Welt, ja auch der Nachbar braucht es nicht zu hören. In drei Abschnitten schmei- Chelt sich das Kind in das Herz und in die Gunst des, äch, so guten Vaters ein, um dann mit der eigentlichen dreizehnfachen Bitte herauszurücken. Wissen, Weisheit; lind Verstand ״benötigen^Mr zuallererst; um Unsere Bitten auszubreiten, unsere :Wünsche zu formulieren und deren Gewährung auch so zu begreifen, daß sie uns zum Guten gereicht. Daß Er unsere Stimme erhört, ja die Stimme nur (auch wenn sie nicht all das aussägen soll, was uns in Wahrheit drückt und nottut), ist Unser letzter Wunsch. Ja, es gibt Situationen, wo unsere Stimme, gar; nicht gehört werden kann, wo uns, wie den Vätern in Mizrajim, auch der Trost . der Träne, die Möglichkeit der Entspannung durch die laute Klage geriommen wird. In solchen Fällen heißt es — וירא אלקים וידע אלקים, Wo nicht' zu hören war, da s a h G־tt und Wiiß te. schpn alles. Für solche Fälle sagen wir im tägliehen, stillen Gebete ״ •ראה■ בענינוSiehe-unser■ ,Elend“, siehe Und vernehme auch das Gebet, das unartikuliert und unformuliert auf •unserem Herzensgründe liegt und! nicht Wort werden kann. ״Höre d i e S t i m m e. unseres Gebetes!..." Und schon danken wir Ihm im Mittelpunkte der letzten drei Abschnitte. Denn Aufschrei ist Erhörung, und Erhörung ist Gewährung. Und was wir erwünscht ״Also was deim? Kann man helfen? Sprich!“ ״Ein hartes Unglück hat uns betroffen.“ Jonas hustete. ,^Unser Kind, unsere Tochter Gitel..."; ' ״Ist sie,krank?“ ״ ״Ach, viel schlimmer!" Gestorben?“ ' ״Weit schlimmer als das!“ Samuel, verfärbte sich. Er kannte des Milchpächters Tochter im nahen Sabetzki, wo er früher zuweilen in Begleitung des. Vaters hinzukommen pflegte. Brünett, mit lebhaften, großen Augen, mit einem Lächeln, nach dem man!?ich, wenn man es einmal gesehen, in der Ferne unwillkürlich sehnte, so hatte , er sie zuletzt vor seiner Reise nach Ungarn gesehen. Er hatte . damals mit ihr einen ernsten Wortwechsel, weil sie gar so verächtlich von der Jeschiwoh dachte und es nicht begreifen wollte, warum ein junger Mensch, wenn er nicht gerade Rabbiner werden will, sein. Leben mit Talmudstudien belaste und verfinstere. Verfinstern, sagte sie. Wüßte sie, wieviel Licht und Freude eine, sorgenlose Studienzeit auf einer Talmudschule biete? ... Aber sie wußte es eben nicht. In Sabetzki gab es keine Talmudschulen. Und er verzieh ihr alles. Und in seinen Zukunftsplänen und Träumen, in denen auch die züchtig waltende Hausfrau ihren Platz behauptete, hatte diese Hausfrau zumeist die goldbraunen Locken, das volle und so hold lächelnde Gesicht des Milchpächtertöchterleins, der ״schönen Gita", wie man sie im Dorf nannte ,., Was war ihr nun geschehen? Auch Merelaika wurde am Büfett• sehr aufmerksam. Der Pächter aber musterte Samuel, als hätte er seine Gedanken erraten, und erzählte, fortwährend‘Ton Tränen und Seufzern unterbrochen: ״ ־Sie kamen und nahmen sie, mein Einziges, meinen!Augapfel,! Wir schliefen und wachten nicht über unser Kind, haben wohl nie recht gewacht, darum mußte es, so;kommen, pei Nacht und Nebel, als alles in tiefer Rühe lag, kamen sie, die Räuber, die Händler mit Meüschehgüt, und nahmen sie ,weit fort, ■inein Klöster,"Mewir später;er״ fuhren, wo sie hinter hohen Mauern und fest verschlossenen Türen ihren Glauben, ihre Eltern abschwören soll. Ach, Gitel, Gitel!. . . Und nun fahre ich von Ämt zu Amt, von Behörde zu» Behörde, von Pfarrhaus zu Pfarrhaus. :Heberall geschlossene Türen, geschlossene Herzen, Und erträumt, wir bäte es im atillift Äüfiühfi! ,Äär HefzeSM aucherlebt. ״Es sefien unsere Deine Rückkehr hach Zion.“ פוייצ Wir,danke& r Daüken Dir, ״derDuDeüt Volktsfäelsegnest mit Frieden“. Wo solchermaßen ein iebefidigea Gebet ertönt, passen sich nicht die Gebete dem Tage, sondern der Tag» jeder Tag, ordnet sich in das Gebet ein. Von 5תהגוני ,»Riehen*! spricht der Misehnatehrer. Wann hätten die Taehnun-Gebete, jene Ausläufer ^ünteres stillen ACbtzehngebeteg, die gleichsam erst das Fazit jener stillen öeibstäbrechnung ziehen, einen solchen lebendigen klang Wie im Sorgengewirre unserer Tage! ״Schau herab vom Himmel und siehe, Me wir Hohn und Spott erleiden,.. Und bei all dem: Deinen Namen haben Mr nicht vergessen!“ * שומר ישראל Hüter Israels, Hüter des einzigen Volkes, Hüter der heiligen Nation, hüte Israels Rest, daß nicht zugrunde gehe das Volk, des Sch’ma, das Volk des Echod, das Volk des dreimaligen Kodausch! Haben Wir die Hohnlieder der Straße zu fürchten, solange wir ein solch altes, ewig neues Nationallied im heiligen Schatz unserer täglichen Gebete besitzen?! ואנחנו לא נדע מד, נעשה. Morgen für Morgen entringt sich dieses Gebet des ״Nichtwissens“, der Steuerlosigkeit unseres Lebensschiffleins*' unserem Herzen. W i e wir es auch machen, wie wir uns auch zur Außenwelt stellen, wir werden immer den Vorwurf der Absonderung oder der anmaßenden Zudringlichkeit zu hören bekom* men. ״Und wir wissen nicht,;Me wir es anstellen.“ Und wissen es dennoch! . מ עליך עינינו, weil ״Mr zu Dir unsere Augen emporrichten", daß Du uns den Weg zeigest. Hier in Deinem Raume, wo wir das Licht Deines Antlitzes schauen dürfen, inV Lobgesängen, Bittgebeten und Danksagungen von ewiger Bündigkeit und Gültigkeit uns mit Dir vermählen, kennen wir Dich, kennen wir uns, kennen wir die Welt, haben wir die Orientierung wieder, haben wir die Heimat, die geistige Heimat ״im Lichte Deines Angesichtes“. O, wie danken wir Dir, G-tt, für diese Heimat in einer Zeit, die uns auf allen Gebieten des Lebens den Stempel des Fremdseins aufdrückt! Mitleid erfüllt unser Herz mit den Brüdern, die gleich uns in die kalte Fremde hinausgestoßen sind, und diese warme Heimat im G-tteshäuse, im Sabbat, im Gebet, im Thora- Studium, in der freudigen religiösen Pflichterfüllung nicht, noch nicht haben. Voller Liebe und Wehmut gedenken wir, noch angesichts der aus dem Schreine gehobenen Thorarolle, ״der Brüder, die ja auch dem Hause Israels angehören, und umgeben sind von Not und Gef angenschaft“. הנהונים בצרה ובשבי׳, die bei aller Not noch ,eingefangen sind in Anschauungen und Illusionen, ohne die Kraft aufzubringen, sich zum jüdischen Lichte zu befreien. Ja, dieses אחינו בית ישראל! Wir beteten es all die Zeit und dachten dabei — wenn wir uns überhaupt etwas dabei dachten — an die fernsten Gegenden. Es ist für. uns ein nagelneues Gebet geworden, ganz aus dem Leben für den Tag geschaffen, dieses, אחינו Beten wir es richtig! Die von Rabbi ־ Schimeon in den, Vätersprüchen ge- . wünschten 'תחנונים beginnen schon mit dem אלקי נצוד לשוני das die Weisen dem Achtzehngebet ange-' bängt haben. ״Hüte meine Zunge!. . ." und פ ת ח לבי. In einer Zeit, da sich uns alle Türen und Tore verschließen, öffnen wir weit und breit die Pforten unseres Herzens Deiner Thora, Deinen Geboten. Und wir erleben das Wunder der Erlösung — zunächst in uns selbst. Und müßten wir dabei auch ein wenig zurücktreten — nicht drei Schritte, sondern um drei Jahrhunderte zurückgeworfen werden, so wissen wir doch, daß hoch oben der Welterimeister ist;^der עושה שלו׳ כמרומיו, der. die Weltharmonie aufrechterhält und sie nach jeglicher‘ zeitlicher Störung wiederhörstellt. Wo sich Großes vollzieht, da werden sich auch die Liebe und der Friede bald wieder einstellen. Und in dieses Bild der Weltharmonie. gehört auch der Friede für und über Israel hinein. .־ י שלו׳ עלינו ועל כל ישראל..* Wer wollte, der nach diesen •kurzen Anweisungen und leisen Andeutungen je gebetet, noch behaupten, er hätte nur alte Gebete gebetet?! »S.i , wenn er «f Speiserest /wischen den Zahnen 2ersetzt; es bildet sich Milchsäure, die den Zahnschmelz zerstört. Ein kleines Loch im Zahn ist die Folge. Tag« liehe Pflege mit der stark reinigenden ö h 1 or od on t- Zahnpaste schützt die Zahne vor frühzeitigern Zerfall, erhält sie gesund u. macht sie blendend weiß. Tube Kc 4.-, grosse Tube Kc 6.- Inländisches Erzeugnis. ' vos x 11 Woche daheim die Mutter, die Kinder, trostlos, gebrochen... Sie warten, daß ich ihnen gute Botschaft bringe... Alles vergebens... Habe mein Geschäft seit Wochen vernachlässigt. Wer fragt auch jetzt noch danach? Bin die ganze Nacht durchgefahren, seit vielen Nächten schon kein Bett gesehen. Nun komme ich aus Krakau... Wollte sehen, pb es noch dort Menschen gibt, die Vaterrechte respektieren. Bin nun zum Zusammenbrechen müde. O Freunde, man weiß nicht, wie glücklich man ist, solange man von solchen Unglücken verschont bleibt... " . \ Der Pächter sah mit hungrigen Blicken abwechselnd nach Samuel und Merelaika und weinte bitterlich. Nun wußten sie alle, was geschehen war. Auch Frau Debora war, durch die lauten Reden aufmerksam, gen kommen und weinte mit dem trostlosen Manne., Weder sie noch ihr Mann fanden ein׳ Wort des Trostes. Sander hatte immer noch den Talithbeutel unter , dem Arm und in seinen Augen perlten Tränen des Mitleids. Also das war es? Wie versteinert hörte Samuel die . Erzählung und die Schmerzensausbrüche des Mannes. Dahin also, Gita, führte dein Weg? Oder hatte der Mann recht, der yon Raub, Entführung sprach? Er sah im Geists das schöne Mädchen mit angstverzerrtem Gesichte, mit aufgelösten Haaren sich wehren,, sich in den eisernen Bauernhänden ihrer Häscher vor Schmerz und Scham Mnden. Der sonst, holdlächelnde Mund zuckte krampfhaft und die langen feinen Finger suchten sich mit aller Gewalt loszureißenvergebens. Der ganze zierliche Körper bebte, Hilfe! Hilfe! Aber ,die Elenden hatten dein süßen Geschöpf einen Knebel in den Mund gedrückt, aus,dem-nun nur noch ein erstickter Schrei, ein hilfloses heiseres Stöhnen drang. Gab es denn keine GerechUgkeit mehr auf Erden?; ,: ■ _ Eine Zomesgiut erwachte im Herzen‘ d^’s jungen Mannes, die sein sonst blasses Ge8iqhV .roitT leicht schirn- ®?*hder Röte hperhog. Er,£iihito; 3$$׳ eMtehinäl etwaawie Muskeln... Das Leben war doch anders, als er. es sich bisher in derstillen Klause ausgemalt, und die Menschen,' r m jl! äFoße Welt mit ihren Leiden, Sorgen, Plän.e&״und auch Schandtaten erfüllten, grundverschieden von denen.! .;<üe er bis jetzt in der Republik der Talmudlehrer uh# Talmudjttnger kennen gelernt. •*-: (Fortsetzung-folgt.) k — Von den 8515 Juden, die in P r e u ß e n als 'Rechtsanwälte augelassen waren, dürfen 215 8 ihre Praxis weiter ausüben, während gegen 928 jüdische Rechtsanwälte Vertretungsverbote erlassen wurden. * - 1.^ — Sir Oswald M0 siey, der, Führer der eWg'J^ sehen Fa schis te n, hielt in Oxford eine Itedef er sich scharf g eg en d en A ntis emitis niu.s’ gegen die Judenverfolgungen wandte. Er erklärdaß* der Antisemitismus der deutschen Nationälsoaialt$iönymit* Faschismus nichts gemein habe. ' . ‘ 7; — De V al er a, der Präsident des irischen,Freiי Staates,, empfing Oberrabbiner Isaäc Heraog und erklärte demselben, ■ daß ihn das S c'hi c k8 ®•Isd er* deutschen Juden tie f be rü hr e. Er. sprach, der um ihre Brüder in Deutschland besorgten irischen Judenheit sein Mitgefühl aus und gab der-Hoffnung Ausdruck, daß der Grund für diese Besorgnisse bald beseitigt sein werde. ׳ . * ״ « — Die jüdis c he G einein de in A lex andr i a will einen Fonds schaffen!,, aus dessen Miitelh ־injEr p:$. J $8 r'o.e l eine K ö lg ni e ', für* d e u ts c h e JMU'ß'n er■־;' richtet werden soll. * ׳!T' *'1'־**!'• Am 8. Juli wird im Rahmen der "W e-Jt aus-. s tellung in Chi kago ein ״Jü di scher Tag‘‘ abgehalten. werden. Dem Komitee gehören die führenden jüdischen Persönlichkeiten der Vereinigten Staaten :an. / ■ ' ’■ .4• , ■■ — In R a b a t,, der Residenz des Sultans von M aro.kk'o und Hauptstadt der französischen Interessen- Sphäre, ist es am Abend des 10. Mai zu schxoeren j ü d e nf eint iche n Auss ehr ei tung e n gekommen. Die Unruhen werden von ausländischen Agitatoren geschürti In Rabat leben, bei einer Gesamtbevölkerung von 11^.000 Seelen, 4000 Juden. ■» ■ — Das Warschauer Zentralhilfskomitee für jüdische Flüchtlinge aus Deutschland; dem sämtliehe ■jüdischen Parteien angehören, beginnt am 19.. Mai mit einer großen Sammelaktion für die in Polen befindliehen notleidenden jüdischen Flüchtlinge aus Deutschland. ■ Unter den ersten Spendern befinden sich auch auch einige nichtjüdische Persönlichkeiten. , ■ , ■ד —- Zahlreiche jüdis che Firmen in ■D/xnzig haben ihre Geschäfte■ nach Gdynia verlegt, weil sie eine Machtergreifung durch ■die Nationalsozialisten und 'die Einführung ähnlicher Beschränkungen gegen die Juden,: wie in Deutschland, befürchten. ■ ״ .. ״ ■: :״ . .״, .׳; — Die ״National Conference of Jews and Chri-: stians“ in New York, der Vertreter der verschiedenen Religionen angehören, hat beschlossen, Kundgebungen von Führern aller christlichen Kirchen und Vertretern aller, amerikanischen Universitäten gegen die antisemitische Strömwng in Europa abzuhalten. י — Unter Leitung hervorragender Persönlichkeiten der jüdischen und nichtjüdischen Gesellschaft wurde ,in Amst er dam eine Sam m eikam p agne zugunsten/ notleidender d e u t s eh er J ud e n veranstaltete ׳י יי ׳ ־ ׳ ' .׳ י*■;'...:;■ י•.. :-e ■■׳',>: <. — Durch die königlich-d änische Landhaushalts-■ gesellsohaft sollen junge■ Juden aus D eu ts chlahd\ die Möglichkeit erhalten, bei Landwirten auf■ der: Insel Seeland auf genommen zu werden, u m die I4and% Wirtschaft zu erlernen. Nach beendeter Ausbildung wollendie jungen Juden sich in Erez-Jisro e l ansiedeln.■:^'• V : ' : י',.׳ י ׳' .■V■;■( ,1■ — Der Reichskommissär von Baden hat angeordnet, daß Juden auf Märkten und änderen öffentlichen Orten sich der jiddischen md der heb r äi sehen Sprache nicht bedienen dürfen. ‘ Jüdische F ä brikänt en in Deut s 0 Ul and haben von der P oli ze ib e h ör de den Befehlerhalten, sich äweimeil täglich'■:bei der Poliäei o l ihnen eityqMfßtäfettung ihrer Betriebe und eine AuswandGrung infyjäusltaftd unmöglich gemacht wird, . H׳ Grün, II״ Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-86, Atelier für ^elpe Herrengarderobe, e; £N GROS EXPORT PERÜCKEN und SCHEITEL FACHGEMÄSS AUSGEFÜHRT FRITZ Wien/ VI. BRENNIG EggerTbgasse 9 i