Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 39 (29.9.1933)
- Date
- 1933-09-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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A mm Forum aus, äu veranlassen üfid difeäfe Weise elfte Rörpersehäft m sebaffeivdie tat* sächlich dasRecht hat, flanteäs der gesamten Judenheit Fölens 4u sprechen* י י Äüch die Äguda.-Beweguflg konnte eich q g_ D. tfota der WiftsChaftsde|)fkes9i0hi Wgitef Anw wickeln üttd flicht nur das Erzfehungstek; Söfldirn ■ Äh deft Rahmen >der ÖrgättiSäti6fl söwie die Pte9וןe* und Kulturarbeif aiftbÄtt*:'Aft de*. Sfhtäe Är Arbeiten stand flatüifetnil die ■&*&*> Ji s r 0 e 1j£fheit« Dank der energischen Arbeit der Keren-Haji- Sehuw-Komitees in allen Orten konnten großartige Erfolge iiüielt flfld flieht weniger als iö Haehschorozentren zur püBhMehefl AiiehilÄg der Olim errichtet werden. , ־.־>;.־, E9 war ein schweresÄ •— das verflossene, es :^bflhte tifls aber doch G. 9» D. nicht unterkriegen. Voll der Hoffnung und Zuversicht auf die Hilfe des Allmächtigen, voll der Hoffnung auf den endgültigen Bieg unserer Idee und unserer Ideale, treten wir Über die Schwelle des neuen •Jahres! A. ß. Eckermann, Warschau. ' V ׳••׳.־־ ■V * ' V ■ :"• A A . . :';; .Schweiz.. >\ Geborgen fühlte sich Weitaus der größte Teil der Juden in den Diaspora-Ländern Europas. Man pochte, auf« Bürgerrechte, Emanzipation . und ahdere Errungen-> schäften der letzten hundert Jahre. Ein greller. Blitz, dem; ühzählige folgten, schreckte die Massen;auf. 1 r . Die Juden repräsentieren mit ihren Zirka 18.000. Seelen ungefähr ein halbes Prozent der schweizerischen Bevölkerung. Der weitaus größte Teil der Juden ist liberaler Richtung. Nur Basel und .Zürich , Weisen orthodoxe Austrittsgemeinden. aUf. Es.wäre falsch, wollte man das; liberale Judentum ז def Schweiz mit’ demjenigen Deutschlands vergleichen. Viel eher drängt sich die Artsverwandtschaft mit dem liberalen Judentum Hollands auf. Es ist flicht aus Prinzip liberal ( Und die Schweiz kennt '• auch keine ausgesprochene Reformgemeinde. Es hat Verständnis für die Grundsätze der;:Orthodoxie und, ist in materieller Hinsicht auch stets zugänglich, wenn es sich um Belange orthodoxer Natur handelt. Politischen oder gar religiösen Kämpfen ist der schweizerische Jude abhold. Innerhalb des Gemeinde-; 'bundes (Repräsentanz aller Gemeinden) wird alles in Rühe und sachlicher Arbeit erledigt und auf diese objektive Geschäftsführung ist: es auch zurückzuführen;: daß nicht nur der Keren' HajeSsod seine alljährliche Sub- * vention erhält,׳ sondern auch der Keren. HajischuW der Agudas Jisroel. Zionismus sowie Aguda haben eine ganze Anzahl sympathisierender Gönner. Straffe Organi- ’ sationen von Bedeutung haben beide nicht. Während der Wintermonate wickelt jede ihr Programm ab, ohne sich gegenseitig was zuleide zu tun. Die Misrachi hat überhaupt keinen Resonanzboden.;׳.- Die v Schweiz wird׳ von der Wirtschaftskrisis seit:, drei Jahren sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. * Der Antisemitismus hat auch hier Anhänger gefunden. Die: deutsche. Grenze ist zu nah. Wohl hat der Antisemitismus bislang nur in der deutschen Schweiz wirklich Fuß gefaßt. Aber die Formen mahnen zum Aufsehen. —. Der Gemeindebund berät über die Lage. Abwehr! Verfällt er, ihr/den gleichen! Fehler wie das, deutsche Judentum Aub'efaIwrmchtÄ-4^dr,HBeiÄ.ÄÄ;:^ÖerrÄ:^;toa#W:^iv• : "sich nur auf• Abwehr nach außen Verlegt und die Haupt- Ursache unseres Unglückes, die Untreue; gegenüber un-:; serer Thora-Hakdoscha, vergißt? Müssen die gütlichen Blitze noch greller werden, auf ' daß Jisroel sich und seinen. G׳tt wiederfindet? Müssen die furchtbaren Blitze noch weitere jüdische Zentren treffen, bis die Einsicht auch in den nationalen und liberalen jüdischen Kreisen eintritt? Möge das : neue Jahr unseren Brüdern die: Augen öffnen — es sind schwarze, sehr schwarze Wolken über uns gekommen. . M. D. Lewenstein, Zürich. * , A V A Ungarn. In politiseher Hinsicht hat im vergangenen Jahre die Ernennung Gömbös׳ zum Ministerpräsidenten die ungarische Judenheit am unmittelbarsten berührt. Die' frühere Stellungnahme des neuen Ministerpräsidenten, ip. der Judenfrage hat die ungarischen jüdischen Kreise im höchsten,Maße beunruhigt. Aber das Mißtrauen, das ihm entgegengebracht wurde, hat Ministerpräsident Gömbös gleich in seiner Antrittsrede zerstreut, indem er betonte, daß er seinen Standpunkt in der Judenfrage einer Re- Vision unterzogen habe. Daß diese seine Aeußerung keine leere Phrase, kein politischer Schachzug, sondern der Aus-: fluß seiner geänderten Ueberzeugung war, das hat er während seiner bisherigen Regierungstätigkeit des öfteren bewiesen. Der Erlaß des Kultusministeriums, wonach die jüdischen Volksschüler an Sabbat- und Feiertagen nicht bloß vom Schreiben, sondern auf die Dauer des G-ttesdienstes (8 bis 11) auch vom .Schulbesuch befreit werden, bedeutet einefl großen Fortschritt auf dem Gebiete der freien Religionsausübung. Auch das Kriegsministerium kam den Wünschen der hierländischen religiösen Instanzen entgegen, indem es (den frommen jüdischen Soldaten, in bezug auf rituelle Verköstigung und Dienstbefreiung am Schabbos weitgehende Konzessionen einräumte. Das Vertrauen der Judenheit der Regierung gegenüber, die mit peinlicher Gewissenhaftigkeit und konsequenter Strenge, die• Ruhe und Ordnung im Lande aufrechterhält, hat Oberhausmitglied Adolf Frankl, der Präsident der orthodoxen Landeskanzlei, im Oberhaus in einer großangelegten Rede zum Ausdruck gebracht. Die wirtschaftliche Krise, hat im ganzen Lande infolge der niedrigen; Preise der Agrarprodukte ge-, waltige Dimensionen angenommen. Die Landflucht steigert den Existenzkampf in den Städten bis ins Unerträgliche und die Dorfgemeinden gehen langsam, aber sicher ihrer Auflösung entgegen. - ׳•׳■■/־־,A: '•VAA.-Die׳■• Spuren der wirtschaftlichen Notlage machen sich natürlich auch auf dem Gebiete des religiösen Bebens bemerkbar, Die Gehälter der Kultusbeämten weidah fast überall erheblich (unter das Existenzminimum) reduziert und die vakanten Rabbinerstellen werden nur schwer ’ oder überhaupt nicht besetzt,. Die Wohlfahrts-‘ Institutionen und die jüdischen konfessionelle^ Bchulen; Aönneh nur mit Aufbietung der letzten Reserven aufrechterhalten werden. Die Jeschiwos werden wohl *גי noch immer gut freetuentiÄ aberdie Leistungsfähigkeit der föttehe-JeäehiWö^^grifli in Budapestund Györist unter der Wucht derschweren Verhältnisse sehr geschwächt worden. .־ ־ . .יי; Ais erfreuliches öymptöm kann der. Aufschwung der TI f I r e s*B a e h u r 1 m-Vereine bezeichnet .werden, die auf die Initiative der Büdapester Vereines jetzt im Begriffe sind, eine kräftigeALändesöfgättisation ins Leben zu rufen. Die Jugend hat die praktische Erez-Jisroel- Arbeit (Ai i äs T i f e re s) ifl ihr Prögräflim auf geöommen und es sind einige verheißungsvolle Anfänge ln dieser Hinsicht unternoninÄAwördett. ־ ’ Für die r e 1 i g i ö r e E r z i e h u u g d e r M ä dchen regt sich äilenthalben;verständnisvolles Interesse und wenn nicht alle Zeichen trügen, wird das kommende Jahr dieses wichtige und hdehaktuelle Problem der Lösung näherbringen. .׳aa:;.:■•״■•:a’-•'׳’׳■ Im ällgemeinen kann gesagt werden, daß die ungarische Judenheit trotz der schweren Zeiten bestrebt ist, ihre Vitalität ZU ־bewahren uttd ihre religiösen Werte in die Zukunft; hinüherzuretteh; | Dr; A. D., Budapest. Von anderer Seite ioird uns noch Über Ungarn ge* schrieben'! r ■ '■ ':־a/.A;a5 ׳׳ ' י ., Der Sommer hat heuei^äpät bei uns begonnen. Sie werden mir daher nicht;verübeln, wenn ich,, meinen Brief, der Sie über die Lage, in unserem Lande informieren soll, Ihnen ’ nochals Badebrief aus der Sommerfrische schreibe. Vor allen Dingen etwas Erfreuliches. Rosch Chödesch Elul hatten, wir'• das Vergnügen, Chuster Raw bei seinem : triumphalen :Aufstieg , nach Erez Jisroel Begleiter zu sein. In ■ Budapest selbst würde er ,reichlich geffeiert ufld seine 1 gÄC Fahrt;׳ von Budapest Über den Plattensee* war ein KidduSch-Schem-Schomajim-Borabim. In allen Stationen wärefl' Gemeindevertreter und fast alle Baäle-Battim am Bahnhof,r־ in: den Sommerfrischen •Überdies noch ein zahlreiches Publikum, das es sich nicht nehmen ließ, das neue Oberhaupt der palästinensischen Judenheit zu begrüßen Ufld häufig auch von Station zu Station zu begleiten.; Ca :''A , . ,Die politische und wirtschaftliche Lage in unserem Lahde läßt Wie Überall zu wü n sch e n ü b r i g; Wiewohl wir G; w. D.: heute unter "einem Regimeleben, das uns im allgemeinen Gerechtigkeit widerfahren läßt, fehlt es.doch nicht an,genügenden heünruhigenden Momenten. Die Wirtschaftliche Lage tut das Ihrige dazu. Ungarn Ist eln Agr.ärfä Ad, In welchtni es den HÄÄ schlecht geht. Dal wirkt sich aüf das allgiffilÄ ■ psÄlftlichs :Leb® Ä^sdÄB die Ö e m ei nden mit .schweren Borgen kämpfen. Dazu kommt ein ifltt e r e s beunfuhlgefldes Beichett* find das ist die äglie HfopIgÄa der Zionisten und ihrfef misrachisti- Sehen Wegbereiter innerhalb der Orthodoxie, denen kein organisch festgefügtes Gegengewicht geböten wird. Die üflgaHSehe Orthodoxie helmmmt;; jetM erst den Mangel einer straffen orthodoxen örganlsatlön zu fühlen. Wenn Äh die Zwaflgsorganisätionen der Gemeinden, und ihrer Oberbehörde; der Landeskanzlei, mustergültig sind, so tafien doch die PröViflZgemeihden schwere innere Hämpfe zu bcüstehen, denen sie sich nicht gewachsen zeigen, Die Landeskanzlei Verspricht, nach dem JömiM-TöWiM auch diesem Problem näherzutreten, Wollen wir hoffen, daß sie es tut und daß sie eine glückliche Lösung findet. Um das Problem Agudä ist nicht mehr herumzukommen. Selbst das offizielle Organ der ungarischen LandesorthodoXie, der ״Zsidö Üjsag*1,; bespricht in einer seiner letzten Nummern im Leitartikel das Problem der Mädchetterzieh u n g Und kommt, wenn auch mit Klausulierungen, zum Schluß, daß die Frage nicht mehr von der Tages- Ordnung verschwinden kann. Die Budapester Gemeinde hat gemeinsam mit ihrem Jtabbinat einen sehr scharfen Aufruf in der Frage Mikwo und Familienb.ad erlassen, dessen Berechtigung hier am Plattensee sehr gut einzusehen ist.; Es ist geradezu unglaublich, wie weit das Vergessen auf diesem Gebiete gediehen ist, und es ist sicher, daß hier die gebieterische. Notwendigkeit besteht, einzuschreiten. Nicht zu verstehen ist zwar die Art der Sanktionen, die in diesem Aufruf angekündigt werden, ünd weniger wäre vielleicht mehr, gewesen. Aber immerhin. muß gesagt werden, der Schritt war mutig, notwendig, wenn auch nicht sonderlich geschmackvoll. ’ Es geht zum neuen Jahre. Das aite geht zum glückliehen Ende und wenn es auch nichts besonders Gutes gebracht hat, so sind wir doch froh, daß es soVabgelaufen ist. Möge G-tt mit seinem Volk Jisroel Mitleid haben und der Gesamtheit unserer schwergeprüften Brüder allenthalben die innigsterSehnte J’schüO in' Bälde schicken,, aüf daß wir uns ini komriienden Jahre am Libanon treffen und über das, was uns gemeinsam ist, unterhalten als; freie Bürger unserer jüdischen Heimat. A Bezalel. Die Trauer um den Ghofez Chajim זצוק״ל. Die Trauerbotschaft von ' der Ptiroh des Chofez Chajim s. Z. 1. hat überall, wo Juden lehenA größte Bestürzung und tiefe Trauer’:’ausgelöst. Die bei der Lewajoh anwesenden Rabbiner hähen für. Chuz-lo’Orez, Rabbiner Duschinskjr und Rabbinfer'Kuk für Erez Jisroel, den 5. Tischri als ailgemeineA jüdischen T r auert a g pro-: klamiert. Neben der Täg^spresse brächten auch sämtliche jüdischen Zeitungen, ohne1 Unterschied der Pärteirichtung,; ausführliche Lebensbeschreibungen 'des großen jüdischen Führers. In Polen und, den; anderen Ländern mit jüdischer Massensiedlung veranstalteten nahezu sämtliche Gemeinden öffentliche, Ilespedim, überall, ünter außerordentlieh starker Beteiligung. Dem Präsidium ־ des Rabbinischen, •Rates ׳• ׳ der; Agudäs*JiSt8׳e1;!4*!dessefB ‘ ‘>Eiirei1präsiden1:׳'.!der': Chofez Chajim s.;Z,;1׳.Hwar;: sind zahlreiche Telegramme zugekommen. So hat dasl Ableben dieses Größten unter den Großen eine tiefempfundene, Lücke ’ in das gesamte Judentum gerissen , und ״überall; spürt niän den unyerwindbaren Schmerz. Bemühen wir uns nun, in den Wegen׳ dieses großen Führers zii wandeln imd in seinem Sinne ein geheiligtes Leben für Thora und Jiroh zu führen. A •"־•■־/;A 'A .r־■:;;::. A.A;׳'"■’■־; , -. ■ : Die Agudas Jisroel. in Wien veranstaltete am Montag, den 5. Tischri, im, großen Saale ihrer Jugendgruppe einen öffentlichen Hesped. Kopf an Kopf standen in dem bis zum Bersten gefüllten Saale und in den;Nebenräumen die; Zuhörer ' und lauichten den beiden Maspidim, Rabb. F l e s c h und Rabl}.. Simon L a n g bo rt aus Wolo- ■zip,, ein langjähriger Talmid des .Chofez Chajim s. Z. 1. Beide Redner verstanden« es meisterhaft, die überragende Persönlichkeit des Niftar; sein für das ganze Judentum, und für ewige Zeiten segensreiches Wirken, zu würdigen und machten einen tieferi• Eindruck auf alle Anwesenden. Raummangel macht es uns leider unmöglich, den Inhalt der Hespedim .wiederzugeben. ־ Inneren :Widerhall fanden jedenfalls die Anregungen des zweiten Redners, überall Zirkel zu bilden, die aus" den Sforim des Chofez Chajim lernen sollen, und fernem die Gründung einer Kolonie in Erez Jisroel auf den Namen des Niftar. Während die Anwesenden sich zu Boden setzten, verrichtete Herr Oberkantor Braun in!«rührender Weise das El-molerachamim. :*h! : ‘; Im Sinne des großen Niftar, der das Hauptgewicht seiner Arbeit immer auf Hachsokas-Hathora legte, hat der Keren-Hathora jetzt!für die Zeit bis Hoschana-Raba eine einmalige, großzügige Re11ungsaktion für die notleidenden.'. Th o r a 1 ehrst e 1 len Osterreichs eingeleitet, an deren Durchführung — es handelt sich hauptsächlich um Haus- und Bethaus־ Sammlungen — sich die :Mitglieder der Agudas-Jisroel A-, -B- und -MädchengruppfeAin großer Zähl beteiligen. Es wird erwartet, daß diese' Rettungsaktion, zumal in imseren religiösen Kreisen, die *gebührende Unterstützung und Förderung findet. 1; י ׳■;;■׳./; ■ .'■v: .;;-,;A In Baden hei Wien, hielt am Dienstag Herr Oberrabbiner Dr. Cariebäch!eiflen Hesped. Bei Redaktions- Schluß liegt, noch kein genauer Bericht über diesefl vor, Erfolg Restaurateurs Nagel. Dem derzeitigen Inhaber, des Selchwarenrestäuränts, H״ Praterstraße 33 (ehemals Eisen &, Hönigsber) i < Herrn Nattdor Nagel, ist es nach langwierigen; BeinUhungen gelungen, die Schwierigkeiten, die sich bisher« der: Aufstellung einer eigenen Sukkoh entgegensteUten,׳ *zu überwinden qnd so steht jetzt den Gästen dieses wegefl^^ vorzügüchen'^ Küche und billigen Preise bestbekÄtont Restaurants eine schöne, geräÄiA SükÄ Ä Ve^Äg• Wir gratulieren Herro Nagel zu;seinem Erfolg!׳ Ein bedauerlicher Verstoß. | Jugendliche Hitzköpfe stören einen Hesped für den Chofez; : Chaim. A■ A'-.A"' Die ,*jüdische Oeffentlichkeit. in Erez Jisroel ,!verzeichnet wieder einen tief« bedauerlichen Vorfall, in dessen Mittelpunkt zwei jugendliche Agudisten, bekannte Hitzköpfe, stehen. Leib Blau und!Simon Bronstein unterbrachen durch laute Rufe ,den Oberrabbiner Ku-k in seinem Hesped für den Chof ez Chajim s. Z. 1. und müßten von der Polizei abgeführt werden. , ' '■ Wir können' begreifen, daß jugendliche Agudisten darüber erregt sind, wenn gerade Oberrabbiner Kuk, der die1 selbständige Orthodoxie in Erez Jisroel ständig he- 'kämpfte; deifl öflersten■ Führet ’der4 Agüdää 'Jisroel 'einen Hesped ' hält.' Wir können begreifen, wenn sie dies als Hohn auf ihre Tradition äuffassen. Begreifen, aber nicht billigen! Wir können es nicht billigen, daß dieser mehr oder weniger berechtigten Erregung in öffentliehen Störungen einer Trauerrede Luft gemacht wird. Mag das Vorgehen der , beiden Jugendlichen auch in der allgemeinen, bis zur Siedehitze gespannten innerjüdischen Situation ' in. Erez Jisroel ihre teilweise Entschuldigung finden, wir hätten es doch für richtiger •gehalten, ־ wenn gerade dem Umstand, daß ein' G e g n e r die über allem stehende Persönlichkeit unseres,’ Führers anerkennt — Rabbiner Kuk' hät auch ’gemeinsarn mit Raw Duschinsky einen allgemeinen Trauertag um; das Ableben des Chofez Chajim proklamiert —, Verständnis gezeigt worden wäre. . ' ' '< Genaue Berichte über den •Vorfall liegen noch nicht vor und es ist ja auch nicht ausgeschlossen, daß die Störenfriede vielleicht durch einzelne Aeußerungen des Maspid sich mit Recht als provoziert betrachten durften. Eines aber steht fest: Zwischen: der Agudas Jisroel und solchen disziplinlosen Elementen muß ein dicker Trennungsstrich gezogen werden. Es geht nicht an, daß die Organisation von Wirrköpfefl in ihrer Entwicklung und Wurzelfassung im Heiligen Lande gehemmt und vor aller Welt diskreditiert werde. Deshalb halten wir auch den Ausschluß der zwei Jugendlichen aus der Agudas Jisroel, der gleich nach dem .Vorfall von der palästinensisehen Landesorganisation in einer veröffentlichten Erklärung bekanntgegeben wurde, für berechtigt und sehr am Platze. FÜR MÖBEL UND SITZMOBEL > BE S T E A R B E I T Skizzen und Kostenvoranschläge unverbindlich fei. B-38-7-82 Gegründet Lebensversicherung»• Gesellschaft h Aus dem Jahresberichte 1933: Versicherungsbestand ., .. .. .. s ., .. •. י .• .* .י .י Prämien- und Zinseneinnahmen . . .. י י •,Garantiemittel •••,••*••־׳•*«* ***י• •fe;; fl-n dt6 y6y81ctert6n r *? * •י ייa;•. . n.! .*.. . Tätigkeitsgebiet,: Oesterreich, Deutsches Reich, CechoslovaMsche Republik, Bel^e% Holland, FrÄreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Pole»״ Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, ־ , Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten, ־ %.-׳ « .:■,.י■ 3738 Millionen Schilling 179 MUUonen Schilling 527. Millionen ScbUiing 60 Millionen Schilling ADLER, VII,APOLLOG. 18 , Die Aguda zur Boykottfrage. Entgegen allen. Gerüchten erklärt die politische Exekutive der Agudas-Jisroel-Weltorganisation zur Boykottfrage deutscher Waren, daß: an der im Monat. April in Brüssel stattgehabten Konferenz der Westeuropäischen Landesorganisationen der Agudas Jisroel (England, Dänemark, Holland, Belgien, Frankreich und Schweiz) einstimmig beschlossen wurde,; den Mitgliedern der Landesorganisationen eine diesbezügliche Stellungnahme zu überlassen. Dieser Beschluß hat inzwischen keine Abänderung erfahren. Völkerbundtagung und Judenfrage. Wie in informierten Kreisen versichert wird, beabsichtigt die niederländische Regierung, auf der bevorstehenden Völkerbundsversammlung die Frage der jüdisehen Flüchtlinge auf die Tagesordnung zu setzen und im Einvernehmen mit der־ tschechoslowakischen Regierung die Schaffung einen. Ausweises für .staatenlose 'deutsche Flüchtlinge hach dem . Muster des Nansen-Passes vorzuschlagen. Diese Frage soll Von der Kommission für soziale Probleme beraten werden. Der holländischen Völkerbunds* delegaticn gehören »wei Juden, Staatsrat Dr, J, Limburg und Professor Dr^E• Morescb, ah.1; BADETRI|(QT$1 WICR 6I»EIN5ETEEH| Wenden,, Reparieren. Aendem.>Reo«sslo A L.We hbargg, ^!(!!!, Hawpt3ir, 28, Tel- R-2L Raummangel halber ‘mußtc diese WQche di& Fort* setsung der Erzählung ,Minier Mauern״ ausbleiben, T' ■