Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 13 (31.3.1933)
- Date
- 1933-03-31
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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erklärte u. a., die Regierung sei erschrocken, empört und schließlich fassungslos gewesen Über das, was im Aus* lande..Über. die ‘ Zustände in Deutschland; geschrieben weinig, W6 Üebergriffe ^örgeköffittiett seteö^fcabe äli Re•» gierutfg alles getan, u*d dilSC Vorgänge äUjzustelieh. £5 habe auch Mlie gegebefi, wö Jüden f eStgenöinmett und geschlagen worden seien.Er könne aber versichern, daß bereits eittt gattze Reihe Angehöriger ttatiö«äle?Verbände, die älchUebergriffe hätten zuschulden Äähen lässen, bestilfit lÄ entiiliett worden seien.Wo etwas geschehen sei, hahA^dii RlglittiÄt dufdhgegfffien. Der beste Beweis dafür sei, die Tatsache, daß seit einer WdCÜe jegiiche Uebefgriffe aufgehört hätten. Zwar seien Rathäuser be* setzt üöd Vereinzelte Geschäfte vorübergehend beschlössen gewesen, aber niemals sei auch nur ein einziges Waren* haus geplündert worden. ״Die Regierung und ich selber dulden niemals, daß jemand einer Verfolgung äusgesetst ist, nür deshalb, Weil er Jude ist. Wenn die Regierung Maßnahmen gegen eine tfeberwucherüüg des jüdischen' Elements ergreift, dann ist das ihre Sache.“ Die Rabbiner Deutschland, der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die Zionistische Vereinigung, der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten und ändere jüdische Organisationen haben Erklärungen durch die Jüdische Telegraphenagentur an die Juden im Ausland erlassen, in denen gegen die übertriebenen Greuelmeldungen und gewissenlosen Sensationsnachrichten protestiert wird. Es wird dagegen Verwahrung eingelegt, daß versucht wird, die jüdische Sache der internett Politik anderer Staaten oder Gruppen dienstbar zu machen. Die Verteidigung der Staatsbürgerlichen Rechte der deutschen Juden dürfe nicht mit politischen Aktionen verknüpft werden, die sich gegen Deutschland und die außenpolitische Geltung des Deutschen Reiches richten. joiiiiiiE presse ffe iS ■^MiitssääM&S^eaa אודיע בזד, אשר הבאקפולווער והוואנילע־ צוקער מהפירמא § .הנעשה תרווד השגחתי יבולים אוו״בי להחזיק בישותם בחג הפסח וגם לסחור בהם בחדהט בלי שום חשש כלל רק לאבילת ישראל בחג הפסה לא הוכשר. s ע״ז בעח״ח חיום נ׳ פ׳ בא שנה תוצ״ג פה קאשוי יע״א. ן חנוך הענף פאק 5= ■"׳■■■־•■■ vדומ״צ דפח4סאשוי Die Losu ng der Stunde. Der ״Israelit" bringt in .seiner vorwöchigen Ausgabe an leitender Stelle unter dieser Spitz־' marke einen mit ״Nechunia“ gezeichneten Artikel, . den wir hier auszugsweise veröffentlichen. Der äußerst interessante Aufsatz, der in eindringlicher, klarer Sprache eine Mahnung zu Teschuwo darstellt, hat wohl in erster Linie die Juden in Deutsch- .land im Auge. Er ist aber auch für unsere Verhältnisse Sehr lehrreich und beherzigenswert. / Die Redaktion. Drohende Gewitterwolken sind über den deutschen Juden aufgezogen. Alpdruck lastet dümpf auf unserer Brust, und die Sorge frißt sich in unsere Herzen. Jüdi- . sches Schicksal formt sich in historischer Stunde. Eine dunkle Mauer der Ungewißheit türmt sich auf vor ünseren Augen. Die grauen Abendschatten des Golus beginnen der Nacht zu weichen. Es ist finster geworden um uns.־ Seit hundert Jahren hat das deutsche Judentum den eisigen Nachthauch des Golus nur äüs der Ferne gekannt, niemals ־ erlebt. Der. barmherzige G-tt, der die Geschicke'׳ Israels,; steuert, hat dem' deutschen Judentum’’ vor hundert Jahren ■eine Pause zugebilligt, um die urwüchsige Heldenkraft der Thoratreue des -deutschen Juden außerhalb der Ghettomauern zu erproben. Die, Pause ist nun um. Das deutsche Judentum hat seine Prüfung mangelhaft bestanden, ’ hat in seinen großen Teilen versagt. Die zwei großen Abfallbewegungen des zeitgenössischen Judentums: Liberalismus und׳ Zionismus, deren historische und lokale Ausgangspunkte in Deutschland lagen, haben den weitaus* größten Teil des deutschen Judentums erfaßt. Ein Häuflein Getreuer ist geblieben, ein ״Ueberrest der Rettung“: die Orthodoxie. Großes hat diese Orthodoxie geleistet, Größeres versäumt. Und populär ist sie auch nicht geworden; ihre' heroische Eigenart erscheint getrübt durch die Brille des Vorurteils, durch fremde Schuld und durch — eigene. Durch die Front der Verständnislosigkeit von seiten ihrer Gegner und durch eigenes Verschulden ... . Wir, wollen sie suchen, diese Schuld, und — erröten. G-tt hat über uns das Leid gesandt, um uns zu erziehen! ' ־ ')Warum schweigen die Führer, die Berufenen in diesen schicksalsträchtigen Tagen? Warum? Warum schweigen sie, wie sie im Weltkrieg geschwiegen haben, anstatt uns den Sinn zu deuten all dieses schrecklichen Geschehens? Wahrlich, stünde heute die Orthodoxie da, markvoll, kernig und geschlossen, jene. zahlreichen überalen assimilierten pseudojüdischen Kreise würden aufhorchen, Sicherheit suchen und Richtschnur bei den Getreuen der Thora. So aber.... , Ihr jüdischen P.ü.h r e r, habt ihr schon Stellung genommen zu den heiklen jüdischen Problemen der Stunde? Habt ihr schon bei Tag und Nacht Beratung gepflogen, wie man das deutsche Judentum zur. T esc hu, wo bringen kann? Die Umkehrfähigkeit der deutsch-jüdischen Bevölkerung war niemals — seit hundert Jahren— so stark angewachsen wie in unseren Tagen. Wird man den Augenblick zu nützen wissen? Jüdische Führer : Wer gibt' die Parole aus? Schweigt Ihr, so werden uns die Hoffnungen zwisehen den Fingern zerrinnen, Und unser Leiden wäre sinnlos geworden.! ,Man hat geglaubt, das Erlebnis des Weltkrieges brächte den deutschen Juden den Anstoß zur Umkehr. ״Der Weltkrieg bringt die Entscheidung“, schrieb Isaak Breuer 1917, und dies war wohl der Glaube aller Einsichtigen innerhalb der Orthodoxie. Es gab eine herbe Enttäuschung, Die agudistische Bewegung nahm wohl einen großen (nicht Nzu großen) Aufschwung, der Jeichiwohbesuch nahm zu, jedoch die deutsch-jüdischen Mafien, einschließlich eines Großteils der Orthodoxie, dächten nicht daran, ihre Vorkriegsjüdischkeit einer Kor- ^ektur zu unterziehen. Der Bruderkampf innerhalb des jüdischen Bagers ging frischfröhlich weiter, Das erlösende ־^ortJdän ^e schnwa ist im Stimmengewirr der Kpiegs- und Nachkriegszeit untergegangen. So konnte es nicht tjis zündende Fackel in die jüdischen Massen geworfen' Werden. Man hat einfach daran vergessen. Man batte zu Viel zu organisieren, zu diskutieren, zu kämpfen und zu gründen. ,Man hatte allzuviel getagt, beschlossen, debattjlert und gefeiert und dabei an •— sich vergessen• Bei jjllen diesen Vereinsabenden, Gemeindekämpfen, Tagungen, Arbeitsgemeinschaften, Fahrten, Konferenzen und Feiern ist die jüdische Neschamo zu kurz gekommen. Alles bat man getan, nur Teschuwo hat. man nicht setan* ,׳ ..,■■ ...״ז■ , . .,׳ ־.! Man hat vielleicht geglaubt, als. ״frommer“ Jude t!r Teschuwo entfaten’ zu; können, 'Man׳ hat geglaubt, raflos mit ein paar verschlafenen Sebiurim die alles überragende Pflicht des;tägliche.n.Talmud Thora zu erledigen; sonst aber die ausschließlich dem Lernen geweihten spärlichen rAbendstunden bei allen sich bietenden Gelegenheiten - mit Theater und Kino ausfüllen zu dürfen. Man erlaubte)Sic!hT%- in allen ״frommen“ Kreisen — die Lektüre jeder Neuerscheinung auf dem literarischen Büchermärkte,^ wenn siejjäuch stellenweise schmierigstes נבול פה enthielt. Es gab. und es gibt auch noch heute sich orthodox schimpfende Juden, die sich den Besuch von Bars und Revuen‘?;matir“ sind; die dem Familienbad oder dem holden'- Flirt nicht abgeneigt sind. Und so konnte es zum: Beispiel^möglich.;werden; daß ein jüdischer, junger. Mann -mitten in das Geschäftsbetriebe der Umwelt hineingestetit,. ^wurde,, einer, der vielleicht nicht einmal am Schabbos seinH Taschentuch trug, dafür aber in seinem Herzen; einefevyüste Weit .des Jezer Hora mit sich herum schleppte.3Mtofw u ß t e :es und Schloß vielfach die Augen. Auch vor?noch Schlimmerem. .׳.Manhatte sich zu wenig>..yerantwortl1ich gefühlt.?א־>' ).??T''"״ ״ ־. Und* man״ vergaß^J^?Man 1 für5allv dieses und für ,noch , \ ׳׳. v!;•^־ \אשמנ:ו<?;כ&ד; . V.; ׳ ־ .־.l Eine heiß;ej:?;We*ll6a'•׳■.;deT? Teschuwo. müßte h:e u.t e. Dtfäu tfs C'ÜPäh ä s*?J u d e n ■ *ü b 0r-• fl Uten. Umjkehr .und Abkehr auf allen jüdischen Gebieten. Umkehr der. ,Örthodoxie und1 Umkehr der indifferenten jüdischen Massem Umkehr der Wissenden und Umkehr der Unwissenden. Jeder in s ein e r Weise und für s ei in e Vergehen. Das(, Schuldenregister der Säumigen, der Phlegmatischen, der Satten, der jüdischen Outsider, — das Sündenregister der Hochmütigen, der Zweifler, der Theatraliker, der Hitzköpfe und der Friedfertigen —, ein einziges anklagendes Widui: A L CHE T! Eine Revo.lutio,n•׳der Teschuwo müßte 10 s b r e c h e n, eine r alle. Dämme der Trägheit fortspülende Weile der Umkehr. Teschuwo des Einzelnen. Teschuwo der Gesamtheit^,; Ziel dieser Bewegung: Treue dem g־ttlichen Gesetz!;Restlose, rücksichtslose, fanatische Hingabe an ׳.die Forderungen, der Thora. Wenn die Welt rücksichtslos geworden ist für uns, dann dürfen wir selber es gewiß gegen uns sein,. Unsere Führer müßten uns die Kunst der Teschuwo lehren.• Ein Thema, ein Text als Unterlage aller Predigten, Reden, Veranstaltungen, Vorträge; ein Mahn- . ruf, ein Aufschrei: שובר, ישראל t Ein Volksaufstand, zur Teschuwo: Gemeinden, Organisationen, Vereine, Jugejidbünde, Aguda, Esra, Freie Vereinigung usw., müßten״ mitziehen in diesen Kampf, unsere Rabbinen, Lehrer,1 Jugendführer allen voran. Unsere Führer müßten unermüdlich sein, zu helfen, zu mahnen, zu raten, aber auch zu drohen und zu strafen. Der Teschuwo-Tag der Heimkehr des deutschen ,Judentums, er wird kommen, über kurz oder lang. G-tt hat herrliche und schreckliche Mittel, um Menschen auf die Knie zu zwingen. Die Stunde der Erneuerung des deutschen Judentums wird sie kleine Menschen finden? Aus den Kreisen der Gesetzestreuen müßte der erste Anstoß kommen zur radikalen, mitreißenden Teschuwo-Tat. Genügt das Golus nicht schon jetzt, in seiner heutigen Gestalt.? .Müssen . ח*ן immer erst Keulenschläge auf uns herniedersausen? . G-tt bewahre uns davor! G-tt bewahre uns aber auch vor der Verständnislosigkeit des jüdischen Menschen für die Teschuwo. Müssen wh■ unseren Führern erst raten, was sie zu leisten hätten? Müssen wir erst ihnen die Wege zeigen zur Teschuwo-Erziehung unseres Volkes? Müßten erst Kleine kommen, um den Großen Rat- Schläge zu erteilen? Sollten wir erst unsere Lehrer belehren, daß sie — als Fanfarenstoß zur allgemeinen Teschuwo — in Anbetracht; des Ernstes unserer Lage, bis auf weiteres verbieten könnten, ובאמור גמור die Abhaitühg jeglicher Lustbarkeit (außer ,מעוררן מצוד ) üen Besuch aller Vergnügungsstätten, än allen Tagen, an denen Tacbanun den jüdischen Menschen zur Einkehr mahnt. Doch nein' unsere Führer werden es selber längst beraten haben, welche Waffen der Teschuwo sie ln unsere kampfbereiten Hände drücken, welche heilige Parole sie in unsere aufgeschlossenen Herzen pflanzen möchten.;׳■י י ■ ׳ י״,. Der Straßen zur Teschuwo sind gar viele,. doch über allen, sie alle überholend, sie. alle überragend? ״Der Königsweg;zum Judentum“ ׳— das Lernen, Ist es vielleicht etwas;Unausdenkbares, daß jeder;Räw in Deutschland;(und in Qesterreich. Die Red,) sich in seiner Gemeinde einen. Teschuwo-Kura .einrichtet? Zehn junge Menschen, Arbeitslose, Schulentlassene, Abgebaute, Me ein Jahr oder zwei *dem Lernen widmen wollten, in dieser £eit den funden. mH mit Hilfe Aussichtslosigkeit sind bäM ge* ff^ 'reeht plausibel. ““" "Ältetn sieh ■ — ist Ci ■ ac1״aL 11cutc die-ällerffleiäteh doch 3fhögIIeJ^' vor allem auf dem Lande. Mn, solcher n %\ ^fllrde eine Gemeinde kätiin elä paar Mark ihä Jalöfe kosten. Viele Ilühdefte voh könnten .(ü ein päar Jahren heran wachsen. .?ל Oder — liegt es etwa nicht M Rereleh dercMög* liÄelten, den staitiieh vorgeschriebenen Rühetag äuszugestäitett als einen Tag des Lernens für die ganze Gemeindef Die Ausflüge usw. könnten auf ihr notwen* digstes Mindestmaß beschränkt werden. Ser-* daß jung und alt, Wissende und Unwissende stundenlang, zumindest den ganzen Nachmittag, im בית הב נ מת lernen könnten, einzeln und in Gruppen נפרא, משצרי,, ^«ף und מררש, שולחן ערוך und מומר. Öder — könnte man nicht in den Großstädten an jedem Nachmittag zwei bis drei Stunden Schiurim für Erwerbslose abhalten? Man könnte ja so viel, wenn man hur ehrlich Wollte. Es ist bereits an der Zeit, einzusehen, daß es ein Fehler gewesen ist, zu glauben, dem Gedanken der Selbständigkeit der Orthodoxie Popularität zu verschaffen in Gemeinschaften thoraunkundiger Juden, in der selbstzufriedenen Gesellschaft Unwissender, ׳ die Über Stümperhaftes Nachblätternkönnen nicht herausgekommen sind. (Einzelne Ausnahmen haben uns immer wieder die Grundregel vergessen lassen.) So wahr, wie es ist, daß das sogenannte Austrittsprinzip nicht in erster Linie eine geschichtsphilosophisch-juridische Doktörfrage ist, sondern eine von jüdischer Begeisterung gezeugte Demonstration der Echtheit der persönlichen ,י ראך und ,א מ ו נ ד dar-־ stellt, so wahr ist es auch, daß in einer jüdischen Bevölkerüng, die der intensiven Vertiefung in die weiten Gebiete der talmudischen Wissenschaft zum größteh Teil fremd blieben ist, niemals der Austrittsgedanke einen starken Widerhall wird finden können. (Ganz im Gegen-! satz zu Ungarn, wo die große Masse der בעלי בתים fast alle einige Jahre Hörer einer Jeschiwa waren.) Ebenso werden letzten Endes alle Vorschläge Nathan Birnbaums an der Thorafremheit der großen jüdischen Kreise scheitern müssen. Denn niemals wird ein ע ם ל א חכם Verjüngung oder Aufschwung anstreben. Die Voraussetzung fehlt an allen Ecken und Enden. Die Voraus- Setzung: Umkehr und Lernen. Und dann: Man muß Rabbiner Hirsch זצ׳ל richtig verstehen. Stünde Rabbiner Hirsch heute auf, so würde er zu den Söhnen unserer Zeit anders sprechen als vor hundert Jahren. Wenn er damals die Väter um sich scharen konnte, die dem Lichte M Von Wodie zu Woche M — im Jahre 1932 lebten in Nevo York 2,001.10k Juden, die 21,1 Prozent der Gesamtbevölkerung .New, Xorks^jpiMsmaohtetä Die Geburtenzahl beiden Jßtden; Jbe^ ^th1^0ii^5 rg^g&n 1$5 per^Taüsend^ei den NicMßd^rff^ JfO,l Prozent der jüdischen Bevölkerung stghenim Alter von׳ unter 21 Jahren. י . . י; ׳.״ -l. Vor; dem J af fa er Gericht wurden 25 jüdische Bauarbeiter zu Gefängnis- und, Geldstrafen verurteilt,, weil sie während eines Streiks eine illegale Versammlung abgehalten haben. * — In der letzten Nummer bringt das Hamburger ,Jsr. Familienblattte Kochrezepte fleischloser. Speisen, aus Anlaß der in vielen Orten Deutschlands׳ beschlossenen Schäohtverbote. . — In Bad Dürkheim fand zu Ehren der im Weltkriege gefallenen Lehrer und Schüler des Progymnasiums eine Trauerfeier statt. Von den 98 Gefallenen der Schule waren nicht weniger als 37 Juden. In seiner Ansprache erwähnte der Bürgermeister die beispiellose׳ AtifOpferung aller Konfessionen zum Wohle des Vaterlandes. * —- Fast an allen Gerichten in. D e ut 8 0 hl an d wurden jüdische Richter aus d,er Strafrechtspflege in die Zivilrechstpflege versetzt. ־ _ Der Oberbürgermeister der Stadt Düs s eldorf hat mit Verfügung vom 22. März die Vornahme von S chächtun g en am Stätischen Sohlachthof unters agt. * — In Anwesenheit der Rabbiner, Delegierten und Vertreter der staatlichen Behörden fand in der Vorwoche in Brisk eine zweitägige Rayonskonferenz der Agudas Jisr o e,l in den ״Kressent( satt. ־ ׳־׳׳ * ,•. — Antisemitische Zeitungen in Lettland haben eine Hetzkampagne gegen den Lubawi 18 eher Rebben eröffnet. Sie beschimpfen ihn und bezichtigen ihn der Spionage. # — Im F ebruar 1933 wanderten 1713 Personen, davon 1581 Juden, in Ere z Jisroel ein. * ■ ’־ . — Der langjährige Chefingenieur der Reiohsmndfunkgesellschaft in Be r lin, Walter Sch äf f er, der von seiner Stelle enthoben wurde, weil er Jude ist, hat aus Gram darüber gemeinsam mit seiner Frau Selbstmord begangen. * — Die kommissarische Regierung von Baden hat ein allgemeines Sohächtverbot erlassen, ■ ’• * ¬ל¬ In H ambur g wurde ein S chäc h't v er bot erlassen, - # * — Zufolge der antisemitischen Ausschreitungen in den Woiwodschaften Le mb e r g, K r ak<kuund Bialy* s to k hat der polnische Innenminister die anjisemi<? tis chen Organisationen des »Lagers der Großen Polen<({ verbot en. V ' '1 ’’׳ v ’;'■■■:'■׳ ■ י: ■ ■ - יי*‘■■ £י. ־ - ׳ י ־?•: H. Grün, n., TaborztÄ 8 b, Tel, R-42-3-6Ü, Atelier für feine Herrengardarobe,?? ® EN 6R05 EXPORT PERÜCKEN..־«״ SCHEITEL FACHGEMÄSS AUSGEFÜHRT FRITZ BRENNIG Wien, VI. EggerTbgasse 9 484823482348532353532348235348532348234848535323534823