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Jüdische Presse · 1932-12-30 · 51 (30.12.1932) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
51 (30.12.1932)
Date
1932-12-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE m 5! Seite 2 Großer Wahlsieg der Agttdisieu in Großwardeiü. > Am jöiimsg, den 21 De*6fftb<tty fanden in Großwardein (Of fades j die Wahle« zur jüdischen Gemeinde statt. Trotzdem. die Zionisten mit einer sehr starken Wahlpröpaganda ersetzten und auch vor Terrorakten nicht zurückschrecfeten, gelang es den Orthodoxen 36 neue Mandate und damit die Majorität in der Gemeinde zu erobern. Die prominentesten Zionisten* führet sind bei der Wahl durchgefallen. Charakteristisch für den Wahlkampf ist es, daß die bisherige (zionistische 1) Gemeindeverwaltung vielen angesehenen Männern, mit dem Hinweis auf ihren Steuerrückstand, das Wahlrecht entzogen hat, während hunderten zionistischen jungen Leuten dieses zuerkannt würde. Die Gemeindeleitung hat es abgelehnt, in die Wahlkommission Vertreter der Orthodoxen zu nominieren, und erst nach schweren Kämpfen istes gelungen, zwei orthodoxe Vertrauensmänner zu delegieren. Diesen Zwei orthodoxen Delegierten — Izidör Moskovits Und Eugen Leichtmann — ist eי׳ in erster Reihe zu verdanken, daß der Wahlvorgang in Ordnung vor sich gegangen ist. Die Zfiojnisten wollen die Wahl annullieren und wollten die offizielle Verlautbarung des Resultates verhindern. Die Verlautbarung erfolgte sodann durch den königlichen Notar. Neuerliche antisemitische Exzesse in der gaüzischcn Provinz. Wie aus .Lemberg gemeldet wird, haben in einer Reihe galizischcr Ortschaften an den christlichen Feiertagen antisemitische Ausschreitungen stattgefunden. Die über die Feiertage heimgekohrt'en Studenten der Lcinbcrger Universität überfielen Juden und brachten/ihnen Verletzungen bei. In Stanislau vorbreiteten sic Flugzettel antisemitischen Inhalts, wobei es zu Zusammenstößen kam. In D c 1 a fy n überfielen sie den Juden Nacliun Bittman, und verletzten ihn schwer. Als mehrere׳ Juden und die Polizei zu Hilfe kam, waren die Htilignns bereits entflohen. Weiße Zähne: Chlorodont M Von Woche zu Woche M Von Nathan Herzka. Die Orthodoxie ist nach den jüngsten Wahlen in der KuitusgemeiiKle überhaupt nicht vertreten, (Mehr, denn je ist nun eine Vereinigung aller t harnt reuen Juden Wiens notwendig. Angenehm berührt haben midi daher die in der .,Jüdischen Presse“ erschienenen Veröffentlich migen der ehrwürdigen Herren Rabbiner D. Friedmann (Marpe lanefesoli) und Rabbiner A. Weiß (Storclienschul). Herr Rabbiner Friedimuin will vorbehaltslös ein# Vereinigung aller Orthodoxen unter Führung der Schiffschul, resp. des Rabbi na tevs der Sehiffsehul. Herr Rabbiner ׳Weiß plädiert auch für eine Vereinigung, tut aller in seinem Artikel der Sehiffsehul, die doch zweifeilos die orthodoxe :Mutterg-emeindc ist, die seit ihrem Bestände die Jüd isch heit in Wien erhalten und fortgepflanzt hat, gar keiner Erwähnung. Herr Rabbiner vVeiß spricht von ,einer ״latenten Abneigung gegeneinander in den ungarischen Reihen selbst“. ,Er meint vielleicht eine gewisse'Reserviertheit gegen nicht in eine ■Gemeinschaft geschlossene Personen, die aber durch die Verhältnisse in der Großstadt gerechtfertigt ist: aber ■keinesfalls kann von einer Abneigung zwisehen Juden überhaupt gesprochen werden. Herr Rab- Inner Weiß spricht von der ,.Großmannssucht“ der Vereine“. Es ist das richtige Wort für־diejenigen Bet,hausvereine und ihre Führer, die glauben, eine Vereinigung unter Führung der Sehiffsehul, der von Rabbi Salmen Spitzer s. z. I. gegründeten Kchillah, ablehnen zu sollen. Diese ..Großmannssucht“ ist. •schuld, wenn sich das rcligiöse Judentum in Wien bis min nicht zusammengeschlossen hat. Ausgehen muß das Bestreben zu einem Zusamnienschluß von den!Rabbinern, den geistigen Füllrer 11 der orthodoxen iBethäuser. Grundprinzip muß es sein, daß die" Führung der religiösen und der Kaschrus- Angelegenheiten von dem Rahbiuate der Adas Jisroel besorgt wird, wobei dasselbe!nach dein Muster der Berliner Adas Jisroel von der aus den Rabbinern der Bcthausvcrei'uc gebildeten Rabbiiierkommission unterstützt wird. •Der Oberrabbiner der Adas Jisroel ist der I נזרא ראחרא der gesamten JWencr orthodoxen Bcvölker.mig, dessen Entscheidungen maß- und Richtunggebend sind. Die Aufsicht in der als streng koscher geltenden!Betrieben übt das Rabbinat der Adas Jisroel im Einvernehmen mit der Rabbi 11 erkoniinixsi011 aus, die die!Delegierung ihrer!Mitglieder;in die ihrer Aufsicht unterstehenden Betriebe vornimmt, wobei die bisher Wien f* Satzforg&sse 6 Textilwaren en gras. Eigene •Manipulation von Weißwaren. Detailverkaiif zu En-grös-Pfeisen. Günstige Ein'kalifsquelJe für Brautausstattungen. erworbenen Rechte der einzelnett!Rabbiner voll berücksichtigt werden müssen. Zur Erledigung sämtlicher Angelegenheiten bildet sich ein ״Zentralrat der orthodoxen Jndenheit in Wien“, der nach einem zu bestimmenden Schlüssel von den einzelnen Vereinen beschickt wird. Nun haben die!Herren Rabbiner das Wort. Vielleicht benutzen sie die Gelegenheit, in einer Droschoh an!ihre Mitglieder, aber speziell an ihren Vorstand den Appell zu richten, sich zu einer Vereinigung aller orthodoxen Juden Wiens zusammenzuschHeßett. Ich will noch bemerken, daß dies meine persönliehe Ansicht ist, die von keiner Seite inspiriert wurde. * Wir glauben — und mit uns gewiß auch all jene, die sich mit den Fragen der orthodoxen Judenheit beschüftigen —, daß die derzeitigen Verhältnisse — inne.11 und außen — gebieterisch nach ׳einer-Vereinigung aller orthodoxen Juden Wiens rufen. Wir Jiaben deshalb unser Blatt in den Dienst dieser Vopeinigungsbcstrebilligen gestellt und;können heute mit Genugtuung ko.11slatieren, daß sich bereits drei Stimmen zu dieser Frage gemeldet ■lialien. Heute liegt die Aeußerung'einer reinen (wohl nicht offiziellen) Schiffschu!-Persönlichkeit vor uncl gerade deswegen würden wir es besonders begrüßen, wenj! nun auch ׳ die andere Seite •ihre Meinung hären lassen würde. Wenn auch naturgemäß die Füllru.iig in ■der Frage der Vereinigung der Sehiffsehul zu- Fallen muß, halten wir es doch noch fin? verfrüht, jetzt schoii soweit ins Detail zu gehen, wie der-heutige Artikel1sc.111re.iber es tut. Wir glauben, daß dort, wo ein ernster!Wille vorhanden ist, weder von einer ״latenten Abneigung ■gegeneinander“, noch von einer ״Großmaiiinssucht der eine Vereinigung unter Führung der Sehiffsehul Ablehnenden“ die Recle sein kann. Wenn der ernste Wille vorhanden ist, dann .muß und wird auch die Plattform gefunden werden, auf der!eine innere und äußere Vereinigung möglich ist ■und die allen berechtigten Sonde!•wünschen und -Interessen gerecht worden kann. Die Redaktion. Der Stadtrnl Salonikis hat beschlossen, von den für philanthropische und Kiilturinstitulionen bestimmten? Millionen Drachmen 630.000 Drachmen j ü d i s c h e n Institutionen zur Verfügung zu stellen. In Osthofen bei Worms haben wieder Nationalsozialisten auf dem jüdischen Friedhof Grabsteine u m ge st ü r z t. Die a n t i s e m i (i s c h e nationale Partei in Mexiko, die staatliche Unterstützung genießt, hat beschlossen, im Parlament dafür einzutreten, daß sämtliche A 11 s l ii n d e r a u s g e mi e se n werden. Das aus Deputierten und Senatoren bestehende Komitee hat auch ein Projekt auf gestellt, nach welchem jüdische und chinesische Geschäftsleute nur in einem eigenen Stadtviertel, abseits vom Zentrum, ihre Läden besitzen dürfen. * Der High Commissioner, Sir Wauchope, teilte mit, daß die englischen Konsul n in Europa jetzt weitgehende Voll m a c h t e n haben, nach eigenem Gutdünken Touristen Visa für die E inr eise nach P a l ii s i i n a auszugeben. ״ S: N a t i o n a l s o z i a 1 i sie n stellten im W i e n e r Gemeinderat einen Antrag auf Einführung eines S c h ii c 111 v e r b o i e s. Der Antrag ist nichts anderes, ah eine Demonstration. Die Lage der Juden in Persien. Beunruhigende Nachrichten — Intervention der Agndas Jisroel beim persischen Gesandten in London. Im Zusammenhang mit!den in der letzten Zeit von der Presse gebrachten beunruhigenden Nachrichten über die Lage der Juden •in Persien und das Todesurteil gegen einen jüdischen Deputierten, bat eine Delegation dar Agndas Jisroel, bestehend aus dein Mitglied der poliÜLselien Exekutive, Harry ,Good m a!11 und Rabbi Hoschel;Fränk.l,!bei dem persischen Gesandten in London vorgesprochen, Die Delegation erklärte dem Gesandten, daß die religiöse Jiiden.heit, die ׳in der agudistisehen Weltorganisation vereinigt ist, uni ihre .׳Brüder!in Persien sehr besorgt!sei. Es sc.i unbedingt notwendig, klurzustellen, :ob die!Berichte über die Untere!riickuing dar Juden,' ■in. religiöser und ökonomi- ׳scher Beziehung, auf *Wahrheit beruhen. Der Gesandte erwiderte, daß die Presseberichte unrichtig seien. Die Juden in Persien besitzen die gleichen Rechte wie .die andersgläubige Bevölkerung. Die persische Re- I gierung hat vor elf Jahren alle für die Juden in Gel- I tung gestandenen A u s 11 a :11 m s g e s e t z e a b g ■e— •schafft. Das Ghetto wurde aufgehoben und die Juden können jetzt walunen und ihre Geschäfte ausüben, wo es ihnen beliebt.!111 der Hauptstadt Teheran befinden sich die ,größten '!Geschäfte in jüdischen 11 landen •und die Behörden machen absolut keinen Unterschied zwischen Juden und .Nichtjuden. Zu dem Mord an dem jüdischen Deputierten Chaiin erklärte der Gesandte, daß dieser nichts mit der Zugehörigkeit Gliaiims zum Judentum zu tun habe. ׳Gemeinsam mit Ghaim wurden ׳auch einige angesehene persische Bür- .g׳er, Nichtjuden, erschlagen. Der Gesandte erklärte wiederholt, daß die Juden in Persien volle Gleich- .11 er c. c .111 i g u 11 g besitzen und natürlich auch!ihre Vertreter in das Parlament entsenden können. Schließlieh erzählte der Gesandte, daß tiu ׳.Persien 120.000 Juden leben, von denen der größte Teil streng religiös ist. Sie besitzen ■eigene .Gemeinden und Schulen;und halten ihre Geschäfte am Sabluit •geschlossen. Die Furcht vor ״pen jirbu“ im iettländischen Sejm. Der lettländische Sejm beschäftigte sich in einer seiner letzten Sitzungen mit der Frage der gesetzlichen Regelung des G e b u r t e n z w a n g e s. Die freisinnigen Parteien setzten sich natürlich dafür ein, daß. der gesetzliehe Geburtenzwang aufgehoben werde, während der Vertreter der Klerikalen, Pastor Beldu, für eine strenge Handhabung des Gesetzes in dieser Frage eintrat. Er hegründete es damit, daß das jüdische Gesetz die Tötung des keimenden Lebens strenge verbietet und daß es sohin im Laufe der Zeit, durch die stärkere Bevölkerungszunahme der Juden, dazu kommen würde, daß die Juden zahlenmäßig die einheimische lettische Bevölkerung überwiegen würden. Er möchte sich gegen die Aufhebung des Gesetzes nicht aussprechen, wenn gleichzeitig. ein Gesetz geschaffen werde, daß kein Jude mehr als zwei Kinder haben dürfe. Der agudistische Deputierte Dubin erwiderte dem klerikalen Deputierten, daß gerade'er, als katholischer Geistlicher, sich nicht auf den Standpunkt der alten Aegypter, die die Befürchtung ״pen jirbu“ ausgesprochen haben, stellen sollte. Wenn die Klerikalen, aus religiösen Gründen für die Beibehaltung des Gesetzes seien, so hätte er es damit und nicht mit den ״Juden“ begründen sollen. Er, Dubin, stimme natürlich ebenfalls für Beibehaltung des Gesetzes, weü er religiöser Jude sei. Der Pastor entschuldigte sich schließlich und erklärte, er wolle nicht im Sinne des ägyptischen ״pen jirbu“ gesprochen haben. Er schätze und achte die Juden, nicht zuletzt wegen ihrer Thora und ihrer Psalmen. Auch in 1 n n s b r 11 c k führen die National- Sozialisten eine scharfe Boy k o 11 Propaganda gegen die jüdischen Kaufleute. Tn Plakaten werden Namen und Adressen der jüdischen Geschäfte angegeben. Plakate dieses Inhalts wurden beseht a g n a h m t. V* Unter Vorsitz von Oberrabbiner Levi wurde in Paris eine Beratung ab gehalten, in der die Erriehtung eines Büros beschlossen wurde, das jüdischen F r a ue n, deren Ehe oerhält nisse nicht geregelt sind (Agunos u. a,), dazu verhelfen soll, die notwendigen Doku m e n l e zu erlangen. * Die Finanzgebarung der Berliner J ii d isehen G eine i n d e für das Jahr 1932 schließt mit einem nicht unbedeutenden Defizit: ab. Der Vorstand hat in seiner letzten Sitzung eine E r h ö h u n g der Steuern beschlossen. * Auf eine Anfrage im Unterhaus teilte der Innenminister Sir John Gihnour mit, daß die bri t isehe Re gi e ru n g bei Einbürgerungen k eine n Unterschie d zwischen Juden und Nicht juden mache. Fremde, die einwandern oder sich einbürgern lassen wollen, werden überhaupt nicht nach der Rasse oder Religion gefragt. * ■ In Lei pzi g v er st a r b,?3 jährig, der weitbekannte Rauchwarenhändler Chaim Ei tingon. Er war ein großer Philanthrop und stiftete u, a, ein Krankenhaus und eine Synagoge, Die Stadt Leipzig hat eine Straße nach ihm ״Eitingon-Straße“ benannt. , ״ —=====vrrrNm Festbankett und Generalversammlung des ״Tiferes Bachurim“. Es hat!sich diesmal gerade so gefügt, daß der Verein ״Tiferes Bachurim“ sein fast schon zur• guten Wiener Tradition gewordenes Chanuka-Festbankett gleichzeitig mit seiner Generalversammlung über die vergangene Tätigkeit abhielt. Vielleicht liegt darin eine gewisse symbolische Bedeutung. Denn wenn mau erfahrt, wie seg'ensreich ״Tiferes Bachurim“ unermüdlich seit 40 Jahren wirkt, wieviele junge״ jüdische Menschen ihre ganze geistige Existenz dem ״Tifcres Bachurim“ zu ver-!danken haben, dann kann man es dem Vorstände von ganzem Herzen gönnen, •ein Fest zu feiern und sich frollen Mutes zur Tafel zu setzen, zumal ja selbst dieses Fest nichts anderem geweiht ist, als der tatkräftigen Förderung des Jeschiwohgedankens. Heber den Verlauf der Veranstaltung sei kurz berichtet: In Anwesenheit der Vertreter der ״Adas Jisroel“, des!Beili-Ha 111klrasch wEz Chaim“. des. ״Marpe Lenefesch“, der ״Jugendgruppe“ eröffnete der ObmannstellVertreter Herr Josef Schick die Generailiversaimnlung mit einer warmen Begrüßung an alle erschienenen Gäste und gab einen allgemeinen U eberlblick über die Tätigkeit während der vergangenen Periode. Herr Hermann Weldler, der vordienst volle Kassier des Vereines, gab hierauf einen ,genau detaillierten Kassabericht, aus dem die Anwesen•*' den sehr interessante Daten entnehmen konnten. Wenn man du hören konnte, daß der ״Tiferes Bachurim“ während der Berichtsperiode volle S 20,541,04 au indem Jeschi'wos lernende Bachurim verteilt hatte und die gesamten Spesen nicht mehr als S 104,98 ausmachten, da mußte man voller Staunen Stillstehen angesichts solcher Leistungen bei den heutigen Krisenzeiten. Die Vorstandswähl ergab die Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder lind die Neuwahl der Herren Nathan Adler und Hermann Herzog. Nach Schluß der General- Versammlung wurde das Festbankett in üblicher Weise!eröffnet. Der •große Saal der Talmud Thora war vollbesetzt. An der Spitze der Festversammlung hatten führende Persönlichkeiten des Wiener jüdischen Lebens Platz genommen. Der Obmann des Vereines, Herr Salomon Schreiber, eröffnete mit einer sehr warm gehaltenen Begrüßangisanssrachc die Veranstaltung. Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner Fürst!sprach in geistreicher Weise über die Bedeutung der Feier. Heri* Rabbiner Flesoli verstand es״ durch begeisternde Worte, warme Liebe bei allen ,sür Thora und Jeschiwoh!zu erwecken. Von den kulinarischen Genüssen erübrigt sich ein Wort zu ׳erwähnen, denn sic waren würdig deser Yeranstaltung־. Die ganze Feier war von einer warmen, jüdischen Athinospliäre erfüllt,!geadelt durch die Anwesenheit so vieler Rabbonim und Talmide Cliacliomim. erhöht durch die stille Keduschoh am Ohauukoh und geheiligt durch den ,hohen Zweck des Festes. E. S. Chanukah-Abend des ״Chinuch-Amtes des Keren Hathora“ und der ״Arewim“. Es war ein Fest der Jugend! Junge Menschen, Mitglieder der ״Arewlm“־Gruppe der Agudas Jisroel, veranstalteten ein Chanukafest. Sie hatten es sich zur Aufgahe gemacht, lebendig gewordenes Thorawort ihren Freunden zu zeigen. Und es gelang! Das nach vielen Hunderten zählende Publikum verlebte einen Abend mit Jakob und seinen Söhnen, weinte und trauerte mit Vater Jakob, freute sich mit seinem Glücke. Erschütternd war die Szene ״Josef am Grabe seiner Mutter Rachel“, da er als Gefangener vorbeizog und mit einer feinen, zu Herzen gehenden Stimme sein furchtbares Leid klagte. (Wir glauben, die Stimme von Alter Feuer gehört zu haben,) Und erst Jakob! Wie ein vom Blitz geknickter Baum fiel er in die Arme seiner Söhne hei den Worten ״Ach toraf toiref Jossef“. Besonders viele Pessükim konnte man hören. Aber auch kein Midrasch wurde verfehlt. Alles in allem ein gutes Stück, das von dem bereits erwähnten ״Arewim״-Ensemble wirklich gut gespielt wurde. In den

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