Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 51 (30.12.1932)
- Date
- 1932-12-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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H#. 5i Seite3 Hauptrollen hervorragend fi. Seheer älä Jakob und A. langsam als Josef. Eingeleitet wurde der wunderschöne Abend durch einen von Herrn Lissauer dirigierten Chorvortrag des 4 ,B' ‘-Gruppen-Chors, dem die mächtig anfeuernde und 2ü Herzen gehende Festrede des Herrn Rabbiners M. Flesch folgte. Voller Chen war die Chanukadoroscho des kleinen Öerstler, nicht zu vergessen an die an Akrobatik grenzende Tanzkunst des kleinen ״Kosaken" Taube. Es War ein Abend, mit welchem die Veranstalter, vor allem aber der rührige Leiter des Chinuch-Amtes, Reb Jakob Teitelbaum, und der Führer der Arewim- Gruppe, Herr N. Diekmann, dem das Hauptverdienst ge* bührt, sowie der Regisseur Herr E. Scheer mit* vollem Rechte hoch zufrieden sein können. Das zahlreiche Publikum bereitete sämtlichen Mitwirkenden große Ovationen. Es war ein gelungener Abend. O. R. Chanukafeier der Talmud-Thora-Scliule. ln gewohnt glänzender Weise verlief die große Festveranstaltung am 6. Chanukatag im Festsanl des .,Bayrischer Hof". Das Lichtanziinden besorgte Oberkantor tSimon Weiß äußerst würde- und weihevoll, Dann folgte. Nummer auf Nummer von erstklassigen Künstlern vorgetragen. Die Festrede hielt Rablbiner Dr. Joel Pollak. der das Channkawnhder auf die Existenz der Wiener Talmnd-ThoradSchule bezog.!Bin ‘׳Häuflein begeistorter Schulfreunde ziehen hier mutig im den Kampf, um i 1i der ungünstigen Stimmung־ der Wiener Großstadtjuden eine im •religiösen Geiste geleitete jiidisehe Schule zu erhalten. Das Kriiglein Oel — die Fiminzen der Schule — reicht knuni für einen Bruchteil des Schuljahres, und bisher vollzog sich noch immer das große Wunder; die Schule besteht schon mehr als 80 Jahre. Aus diesem Wunder mögen die schwachen Zeitgenossen Kraft schöpfen, um dieses große Schulwerk zu erhallten. Das Arrangement des Programms lag in den Hünden des Zahnarztes Dr. U. Schächter. . Der ר-Uhr-Tee der Frauenliilfe findet am Dienstag־, den 3. Jänner, bei Frau Rosenberger, II., Untere Augartenstraße .19, statt. Damen werden höflichst eingeladen. Oberrabbincr Lau-Presov in Wien. Vor einigen Tagen weilte hier Se. Ehrw, Herr Oberrabbiner Lau- Presov. Sein Besuch galt der Besprechung wichtiger Klall- Angelegenheiten. Der Gast bemühte sich insbesondere um die Verwirklichung seines auf der zweiten Kenessio- Gedaulo gemachten Vorschlages, nach welchem der Keren Hathora in allen Ländern, Sabbatkerzen herstellen lassen Solle, deren Erträgnis• fürdie Unterstützung der notr leidenden Jeschiwos Verwendung finden würde. Ober- Rabbiner Lau ist der Ansicht, daß heutzutage die Er- :Haltungder Thora-Lehranstalten sich auf derartige Massenaktionen umstellen müsse. (Bekanntlich soll die angeregte Kerzenaktioü in der Weise durchgeftihrt werden, daß jede jüdische Frau verpflichtet werden soii, diese Kerzen an Sabbaten und Jomin Towin zu verwenden. Anderseits soll die Herstellung diese#1 Ke#zen durch Jeschiwo-Bachurim erfolgen, so daß gleichzeitig das schwerwiegende Problem der Arbeitsbeschaffung für Bachurim gelöst wäre. Die Redaktion.) Außerstande allen Freunden und Bekannten, die mir anläßlich meines?0. Geburtstages, sei cs durch die persönliche Anwesenheit in der Schönlaternschul oder durch schriftliche Gratulation, ehrende Aufmerksamkeiten erwiesen haben, persönlicli zu danken, bitte ich auf diesem Wege meinen innigsten Dank zu empfangen. S i m o n K o 1111. Personnlnacliricltten. Am vergangenen Scliabbos fand die BrAs-Milah zweier Zwillingiskiitider des Herrn Karl Feigelstock statt. — 111 der Woche vorher• feierte Herr Sander Feigelstock (Deutschkrcuz) seinen 80. Geburtstag. Die Zustände in der Warschauer Kehila. Vergangenen Mittwoch hat der Präsident der Warschauer Kultusgemeinde, M a z tt r. die Vertreter der Gesellschaft und der Presse zu einem Tee geladen, uni denselben einen ausführlichen Bericht' über die'agudistische Kehillaharbeit vorzulegen. Sämtliche geladenen Persönlichkeiten, •Abgeordnete und ' Senatoren, der Vizebürgermeister und Stadträte, waren erschienen. Präsident Mazur hielt ein längeres Referat über die Arbeiten der Gemeinde, seit ihrer Uebernalime durch die Agudisten. An Hand von statistischen Zahlen wies er nach, daß die Gemeinde, trotz der verringerten Einnahmen, mehr leistet als früher die zionistischen Vorsteher und überdies die Schulden der früheren zionistischen Verwaltung gedeckt habe. Die Einnahmen der Gemeinde haben sich vom Jahre 1931 von 1,440.000 auf 1,157.000 Zloty im Jahre 1932 verringert. Die Kehillah habe aber trotzdem für die soziale Fürsorge über 250.000 Zloty mehr als 'im vorigen Jahre aufgewendet, ohne daß die anderen Einrichtutigen darunter gelitten hätten. An Verwaltungsspesen wurde durch verschiedene Reformen der enorme Betrag von 538.000 Zloty erspart. Präsident Mazur gab sodann Aufklärungen über jeden einzelnen Budgetposten. Die Zahl der Schüler in den Gemeindeschulen hat sich heuer um 500 erhöht. Während 1931 nur 790!Kinder auf Erholung geschickt' wurden, hat die Gemeinde heuer 1550 bedürftige Kinder einen Ferienlandauferithalt ermöglicht. Präsident Mazur kritisierte scharf die schändliehen Kampfmethoden der zionistischen Opopsitiön, die vor den gemeinsten persönlichen Angriffen nicht zurückschreckt. Er gab die Erklärung ab, daß die Agudisten wie bisher Weiterarbeiten und sich von den Gegnern nicht stören lassen werden. Skrutihiürn vorzunehmen hat, Herr Markus Web Cf•6 Stupava, das allen Versammelten allerdings schon bekannte Wahlresultat. Landespräses Bajppenheini spricht. Herr Isidor (Esriel) Pappen heim, der neugewählte Landespräses, betrat die Tribüne. Hundert Hände streckten sich ihm zum Glückwunsch entgegen. Man wünschte, daß er einige Worte an die Versammlung richte. Er ist jetzt noch ernster und im Gesichte blasser als sonst. Das Sprechen fällt ihm schwer. Glänzende rJietorische Begabung ward nicht sein Teil Und ist nicht seines Amtes. Er spricht frei, ohne Phrasen und ohne Floskeln, nüchtern und klar zur Sache mit kaufmännischer Präzision, nach vorne gebeugt, als ob er aus eineni Manuskript lesen würde. Aber die innere Erregung vibriert durch seine Stimme, und er hat Mühe, die Tränen zu ersticken. Er hat nur wenige Sätze zu sagen. Er dankt für das Vertrauen, das die Vertreter der Gemeinden und die Rabbiner des Landes ihm durch' diese Wähl beweisen. Er will sein Amt nicht als Würde, sondern als ein ״Awdüs“ im Dienste der Gesamtheit und der jüdischen Gemeinschaft betrachten. Er gedenkt zu allererst seines verewigten Vorgängers, Oberrabbiners Rabbi^ Kalman Weber s. z. 1. Er habe seit Jahren mit ihm gemeinsam gearbeitet. Vieles ׳hätten seine Gegner an diesem Gründer und ersten Sachwalter der Organisation gutzumachen, um sein Werk von der Nachwelt gebührend würdigen zu lassen. Er wolle das Seinige tun, um fortzusetzen, was Oberrabbiner Weber s. z. 1. begonnen hat. Die Angriffe; die in der Wahlagitation gegen seine Person gerichtet, wurden, wolle er gern verzeihen. Er .mochte sein schweres Amt mit Arbeit zum Wöhle des Klal ausfüllen. Diese Arbeit und das Gemeinwohl erfordern friedlich.e Zustände in den Gemeinden. Danach müsse juit aller Macht gestrebt werden, soweit die Prinzipientreue zum Ge'ist des orthodoxen Judentums nicht gefährdet wird. Er appelliere in erster Reihe an _ die religiösen Führer der Gemeinden, an die ehrwürdigen Rabbiner, ihm dabei in ihrem Wirkungskreis behilflich zu sein. Die Gemeinden sind Teile dei Gesamtheit der Konfession, wie die einzelnen Mitglieder bei allen ihren eigenen Rechten Teile der Gemeinde sind, und ihr eigenes Interesse zuweilen dem der Gemeinden unterordnen müssen. Als wichtigste der nächsten Aufgaben •betrachte er die Fertigstellung des neuen Statuts, da das alte Statut wegen seiner zahlreichen Mängel sehr " empfindliehe Schäden verursache. Dieses neue Statut müsse die Möglichkeit zu einer gedeihlichen Arbeit für den Klat schaffen. Die sehe i n'b aren Einschränkungen, die dabei den einzelnen Gemeinden auferlegt werden, sind zur Sicherung des Friedens und des Gesamtwohls, ■ denen jedesEinzelinteresse weichen müsse, notwendig. Er hoffe und wünsche, daß ein jeder, der es mit dem orthodoxen Judentum, wie wir es von unseren Vätern ererbt haben, gut meine, ihm helfen werde, das auszüführen, was ,er sich in Uebereinstimmung und in stetem Einvernehmen mit den רבנים הגאונים des Landes zum Vorsatz gemacht habe. Er erbitte den Segen und den Beistand des Allmächtigen für . sein zukünftiges Wirken. * IBIS T s di e c h o Slowakei ■■■■«■■■BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB||BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB Die orthodoxe Landes Versammlung in der Slowakei. Fortsetzung des Berichtes.- Zu den denkwürdigsten Augenblicken ' der . nunmehr verrauschten . orthodoxen Landesversammlung in Trencianske Teplice zählt wohl der feierliche Moment, als am Dienstag Abend das Wahlresultat für die Mitglieder der ״K a n d i d i e r u n g s k o m m i s s i o n“ bekanntgegeben wurde. In der Hand dieser Kommission lag es, die darauf folgenden direkten Wahlen entscheidend zu bestimmen. Sie nominiert für die Stelle des Präses und des Vizepräses je 3 und für 65 ■Mitglieder der Landesrepräsentanz (40 Weltliche und'25 Rabbiner) die doppelte Anzahl von Kandidaten. Nur wer auf der von ihr herausgegebenen Kandidatenliste vorkommt, ist wählbar. Dagegen werden die Mitglieder ■dieser Kommission selbst vört den Delegierten und Rabbinern frei gewählt, ohne daß eine offizielle Kandidatur vorangegangen wäre. Es ist bloß festgesetzt, daß die Kommission aus 4 Rabbinern und 5 Weltlichen zu bestehen habe. Nach der fast ausschließlich auf die Personen der Präseskandidaten zugespitzten wochenlangen Agitation konnte es nicht zweifelhaft sein, daß die Wahl der Kandidier.ungskommission, die von der einen Wahlgruppe aufge^tellt war, die Aufnahme des Präsidialkandidaten der anderen Wahlgruppen in die offizielle und für die Wahl allein maßgebende Kandidatenliste von vornherein ausschließe. So kam es, daß der Schwerpunkt der ganzen Wahl- Versammlung auf die Wahl dieser Kommission gelegt wurde. Darin liegt wohl auch der Hauptgrund, weswegen die beiden mit ״oppositionellen“ Schlagworten und Argumenten agierenden Wahlparteien (Oberrabbiner Spitzer-Sp. Bodhradie und Oberrabbiner Reich-Vrbove) es taktisch für angezeigt hielten, sich zur Wahl der ״Kandidierungskommission“ gegen die Pappenheim-Partei zu7 sammenzuschließen. So geschah es denn auch, daß dann von den beiden einander gegenüberstehenden Kampfgruppen inoffiziell je eine Liste •für diese neungliedrige Kommission in Umlauf gebracht wurde, auf deren Erfolg sich die Agitation von Mann zu Mann während des Montag und Dienstag konzentriert hatte. Auf der Liste der Pappenheim-Partei standen die Namen: Oberrabbiner N. Ch. H a 1 b e r s t a m, Burdejov, Oberrabbiner Mendel Halberstam, Stropkov, Oberrabbiner Emanuel Tannenbaum, Turna, Oberrabbiner Abr. Weiß, Topolöany, Leopold. W e i ß, Nitra, Arnold K ä m p f n e r, Bratislava, Markus Weber, Stupara, Michael Sommer, Michalovce und Wilhelm W i 11 n e r, Plavnice. Auf der Gegenliste kandidierten': Oberrabbiner Vilem Glattstein, Kral. Chlutnec, Oberrabbiner Herrn. Leboviö, <3ap, Oberrabhiner Hilel W e i n b e r g q r, Dun. Streda, Oberrabbiner Armin R e i c h, Oslany, Hermann Honig, Markuäovce, Rudolf Löwy, Bardejov, Wolf Re Fehniann, Kosice, Jakob .Schlesinger, ZJ. Moravce und Efraim Wieder, Cus. Als die Abstimmung über diese. Listen unter Leitung des vorn Alterspräsidenten Statutengemäß ernannten aus den Herren Oberrabbiner Abeies, Tek, Sarluhy, Phil. Benedikt, Bratislava, Ignatz jR. o t h, K o § i c e, Gaspar B i n e t h, Nove Zamky und Ludw. Preiß, PreSov zusammengesetzten. Wahlkomitees vorgenommen wurde, war die• Spannung der mehrere hundert Personen zählenden Versammlung aufs höchste gestiegen. Auf jeden Wahlzettel, der in die Urne gelegt wurde, hefteten sich •die Blicke der ganzen Versammlung. Die Ordner, die sich freiwillig in selbstloser Weise für diesen mühevollen Dienst zur Verfügung gestellt hatten, mußten viel Energie und Ueberredungskunst anwenden, um die Zugänge zur Urne für die Delegierten freizuhalten.. Nach der Abstimmung verging eine gute Stunde in Hoffen und Bangen, bis ■das Wahlkomitee in Begleitung der Schriftfiihrer, der Herren Oberrabbiner Moses Tannenbäum, Moldava, Oberrabbiner Moses Frey, Neded und Ernst A m s e 1 •Trebisov, in den Saal zuriiekkehrte, um das Wahlresultat zu verkünden. Herr Oberrabbiner Ab eie s verkündete den Erfolg der Liste der Pappenheim-Partei, die eine solch starke Majorität aufwies, daß jeder Versuch eines Einspruchs auf der Stelle scheitern mußte. Einer der Führer der Gegenpartei, Herr Oberrabbiner Reich, Vrbove, stellte sogar in einer schlagfertigen Rede nicht .ohne Humor den Zusammenbruch der Opposition fest und gratulierte der Bappenheim-Partei zu ihrem Erfolge unter dem jubelnden Beifall der Ver- Das war eine Rede, wie sie ernste Menschen in solch, ernster Stunde zu hören gewünscht haben. Sie war ehrlich und gab keiner Gruppe im orthodoxen Judentum mehr, als ein ehrlicher Führer am Beginn seiner Arbeit zu geben vermag. Sie fand auch ungeteilten Beifall bei allen Anwesenden und im beson- ' deren bei seinen bisherigen Gegnern, die sich ein ganz anderes Bild von seinem Arbeitsprogramm gemacht haben. Die Wahlurne kam wieder auf den Präsidialtisch. Man schreitet zur W a h 1 des V i z e p r.is.ei Die Kandidierungskommission gibt bekannt, aß sie für diese Stelle den bisherigen Vizepräses, Herrn David Ehrenfeld und neben ihm statutengemäß die Herren Simon Ehrlich- Kosice und Oberrabbiner Moses. Ta n n e n b a u m ־ Moldava, kandidiere. Herr Oberrabbiner Moses Tannenbaum :bringt schriftlich und mündlich •den Vorschlag ein, Herrn Ehrenfeld unter Berücksichtigung seiner bisherigen vom Geiste .wahrer jüdischer Gesinnung getragenen Tätigkeit per Akklama-, tion wiederzuwählen. Herr Simon Ehrlich weist darauf hin, daß er von vornherein die Annahme der Wahl abgelehnt •habe und schließt sich dem Antrag des Moldavaer ' Oberrabbiners an. Alterspräses . Herr Oberrabbiner Tigermann wirft die Akklamationsfrage auf. Es erhebt sich kein Widerspruch. Herr Ehrenfeld wird darauf unter starkem Beifall der Versammlung und allgemeinen Glückwünschen zum Vizepräses ausgerufen. Herr Vizepräses Ehrenfeld dankt der Ver-, Sammlung tiefbewegt für seine Wiederwahl, die er den Verdiensten seiner großen heiligen Ahnen zuschreibe. Er׳ ivolle auch ׳in Zukunft bestrebt sein, inv Geiste dieser großen Männer zum Nutzen der Gesamtheit zu arbeiten. , Die Versammlung suspendiert sich darauf bis Nachmittag, um der Kandidierungskommission Zeit zu lassen, die Kandidatenlisten für die Landes repräsentanz־ ״PH O NIX Gegründet 1882 Lebensversicherungs- Gesellschaft ״ Versicherungsbestand Ende 1931 ... 2775 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1931 . .. 182/ Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1931 . .. 472 Millionen Schilling Auszahlungen an Versicherte im Jahre 1931 .. 43 Millionen Schilling Am Ende des Jahres 1931 waren bei der Gesellschaft 836.664 Personen versichert. יי Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, Italien, Tsehechoslowak'ische Republik, Polen, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Aegypten und Kleinasien. Sammlung. Damit trat aber auch eine völlige Ent- Spannung ein. Von da ab lag auf allen ׳Gemütern eine vollständig veränderte Stimmung. Es gab keine Parteien mehr, die einander befehden, sondern nur noch ort'hod o x e J u de n, d ׳i e von einem Ziele geleitet waren, nämlich vom orthodoxen Judentum und seinem Wohlergehen in diesem lande. Die Kandidatenliste für die Präseswahlen, die von der Kommission mit dem Namen Isidor Pappenheim, David Lö wb e r-Topolöany, und Abraham Harts t e׳i n- Kosice, herausgegeben wurde, ist dann auch als selbstverständlich aufgenommen worden. Am Mittwoch vormittags war der Saal abermals dicht besetzt. Der Alterspräses, Herr Oberrabbiner Tigermann, umgeben von den Mitgliedern des -Rabbinerkomitees und der Kandidierungskommission saß auf der. Tribne. In feierlicher Stille verkündete der Vorsitzende des Kandidierungskomitees, das auch das vorzubereiten. Die Zwischenzeit nützten die Delegierten aus, um sich den Kurort und seiner herrliche Umgebung, im Winterkleid anzusehen. Nach Wiedereröffnung der Sitzung werden die Achtzigerliste für die vierzig weltlichen und die Fünfzigerliste für die fünfundzwanzig rabbinischen Mitglieder der Landesrepräsentanz zur Verteilung gebracht, Daneben kursieren andere Listen mit Wahlvorschlägen. Die Ab- Stimmung wird nacheinander in zwei Urnen vorgenommen, denn bei der Wahl der fünfundzwanzig rabbinischen , Mitglieder haben nur Rabbiner das Stimmrecht. Damit haben die Delegierten und Rabbiner ihrer Pflicht Genüge getan. Nur das Skrutinium ist noch vorzunehmen und der Alterspräsident hat noch das Resultat dieser Wahl zu verkünden. Er bleibt mit einer ganz ‘ geringen Anzahl von Delegierten zurück. In später Abendstunde ist das Skrutinium beendet und Herr Oberrabbingr Tigermann verkündet• unter Dank-,