Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 50 (23.12.1932)
- Date
- 1932-12-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdische pnessf v1tfw.s01■ Werdet u« werbe( Mitglieder des ״SdiomrcSchahbos" Sekretariat; WiettJÜ Uopoldsgasse Mf.!4 fetephön 1*48*4*15 aus dem Anlässe des Eindruckes seiner Rede in der Volks* Versammlung• und des folgenden. Austritts aus dem Multüsgemeinde*ftäbbiüat die Worts: ״leb beneide meinen großen!Schwager um den eindrucksvollen sen ׳«•קויוש׳ deitI vollbrachte"**). Er verfaßte auch ein in klassischer hebräischer Sprache geschriebenes Dank- und Huldigungsgedieht, das er ihm Übersandte.***) Ich lasse hier die ein* leitenden Verse nebst Uebersetzung folgen: .ביב1-,ת תורד! ועבי מרה, מנהה בלולה בצי ושיריב, ליריד־ שלמה ד,*א השירה אשר לא נשא בד עשיריב, לא ההניף לערה ביררה, קרא שמעו נא המור־מ ר משיה ר׳ רברהם ברה בפרהם בעיקר בי־ג עקרים ביהבם ביה עבורה זר. ״Eine Dankesgabe, angenehm und bitter zugleich, eine Gabe, gemengt mit Trauer und Leid — Meinem Freunde Schlomoh gewidmet, der die Reichen nicht achtete und nicht schmeichelte der abtrünnigen Gemeinde — Hört, ihr Widerspenstigen! rief er ihnen zu, gegen den Gesalbten G-ttes sprächet ihr abfällig und leugnetet die Grundpfeiler des Glaubens — Eure Tempel sind Götzenhäuser..' Am Sukkoth, dem letzten vor seinem am zweiten Tag Chanuka erfolgten Tode, ging er in Begleitung unseres hochverehrten Rabbi Josef Baumgarten נ־י היין und meiner Wenigkeit beinahe zwei Stunden spazieren. Bei diesem. Anlässe brachte er Reminiszenzen aus seinem reichbewagten, tatenreichen Leben zur Sprache. Als ob ein prophetischer .Geist über ihn gekommen — הבם עדיף מנביא — und er seinen baldigen Tod ahnte, erzählte er folgende Episode, gewiß in der Absicht, daß sie der Nachwelt erhalten bleibe: Als er noch im Rabbinatskollegium der Kultusgemeinde saß, besuchte ihn am Schwuos ein Vorstandsmitglied, das ihn besonders verehrte und in jeder Beziehung tatkräftigst förderte, und sagte ihm, mit sichtbarer Genugtuung und Stolz, daß er heute am Schwuos-Feste die große כןי׳; hatte im Stadttempel ein Chinuch-Sefer- Thora, das er gespendet, zu veranstalten. Rabbi Salmen Spitzer entgegnete ihm: ״Das hätten Sie ebensogut in den Stephansdom spenden können." — ״Sie können sich denken", fuhr er fort, ״welches Aufsehen und welchen Aufrühr diese Antwort in der Gemeinde auslöste." Wir aber sagen uns, was für selbstlosen, unbeugsamen Mut bewies er, so offen und unerschrocken dem Vorsteher gegenüber seiner Ueberzeugung Ausdruck zu verleihen. Ich könnte noch so manches aus dem Leben dieses seltenen Mannes erzählen, aber ich fürchte, den mir gestellten Rahmen bereits überschritten zu haben, und schließe für diesmal mit dem Wunsche, daß meine Ausführüngen bei der jungen Generation, der dieselben galten, diejenigen Gefühle auslösen mögen, die sie im Kampfe für das überlieferungstreue Judentum, stützen sollen, men Spitzer. **) ebenda. ***) Einleitung zu תקוןשלמה Für die Jugend. Zur . Jahresversammlung des ״Tiferes Bachurim“ am Jahrzeittage nach Rabbi Salmen Spitzer זצ״ל ,. / Die Thora ist ein kostbares Gut. Dieses sollte Israel nur an vertraut werden, wenn es verläßliche Bürgen dafür stellt, daß das wertvolle, unschätzbare Erbe richtig verwaltet und gepflegt würde. Israel stellte als zuverlässige Bürgen seine Kinder. In der Jahrtausende währenden Bedrückung ist das jüdische Volk zur Erkenntnis gelangt, daß hur die größte Sorgfalt und Aufmerksamkeit, die es der geistigen und sittlichen Ent- Wicklung seiner Kinder widmet, imstande ist, den Bestand ihres Volkstums, die Erfüllung ihrer Aufgabe als Verkünder der ewigen g-ttlichen Wahrheit zu ermöglichen. Ganz besonders wir glaubenstreuen Juden müssen uns ernst die Frage vorlegen: Wie begegnen wir den Gefahren, von denen unsere Zukunft, unsere Kinder bedroht sind. Die Antwort finden wir in unserer tausendjährigen Leidensgeschichte. Dem Elend der Heimatlosig- Reit, den Qualen des Exils, der Not der Verfolgungen haben wir standgehalten, Weil wir Schutz fanden in dem stets neuerwörbenen Besitz unserer Thora.; Ja, die Thora war der wundertätige Träger und Beschützer unseres Volkstums bis auf den heutigen Tag und; wird es bleiben bis in alle Ewigkeit. Das müssen wjr. erkennen und berücksichtigen, wenn wir an das Probiem der Jugend auch heute herantreten. Wir müssen dafür sorgen, daß unsere Jugend den Weg zum Thorasiiuäium findet. Wir müssen helfen, daß es jedem Juden, der Sinn und Verständnis dafür hat, möglich sei, sein Kind zu den Quellen der Thora zu führen, dort wo es sich öättrinken kann und Kraft für jüdisches Leben sich söhafft, ungestört vom Lärm des Tages, von den Stürmen der Zeit, in reiner, g-tterfüllter Umgebung. Darum müssen wir hier in Wien dem Vereine ״Ti f er es Bachurim" dankbar sein, der seit seinem Bestände hunderten Jünglingen es ermöglicht hat, Jahre unter der Leitung frommer, thoraerfüllter Männer dem heiligen Studium zu obliegen und die Luft wahren, ältjüdischen Lebens zu atmen, damit sie wirkliche Volljuden werden, $1$, durchdrungen von dem Geiste des tausendjährigen jüdischen Lebens, hieher zurückkehren, um hier an dem Wiederaufbau einer guten jüdischen Kehillah zu arbeiten. Und wir müssen dankbar sein dem ״K e r e n Fathora“, der es den Jeschiwos und Talmud-Thoras ermöglicht, den vielen Bachurim Einlaß zu gewähren. Die armen Dorfbewohner sind glücklich, ihre kärgliehen. Mahlzeiten mit dem hungrigen Bachur zu teilen, und freuen sich, einen Thorajünger als Tischgast bei sich zu sehen. Wir, die wir das nicht tun können, die wir k'ä'i’n e Gelegenheit haben, Freitische für בחורים zu gehen, sollen die Kosten derselben zur Unterstützung armer Jünglinge verwenden, welche . ihr Idealismus und der heilige Eifer ihrer Eltern hinausschickte, anstatt nach Geld und Gut zu jagen, für die geistige Erhaltung und Erstarkung der j ü d i s che n .Zukunft, zu sorgen, n Wir alle Juden, die wir treu halten zu unserer ׳fhora,r müssen gemeinsam verteidigen unser kostbares Erbe. /Mag auch mancher Meinungsunterschied zwischen dem einen und dem anderen bestehen, in der Liebe zur G^tteslehre, in der Treue zum Sinai-Wort sind alle wahren Jehudim völlig eins; Seien wir einig in dem Schutz , und ip der Förderung unserer heiligen Thora, und wir werden cUe Erfüllung des Wortes sehen: :־ י ושב' י׳ וקבצך מבל העמיס **ר חפציך ה- אלהיך שמה ׳ 1 b r i. t■ "ז•־-־■ ־׳■■י־״■ •■ - jp •־• a* r. «־ י - זיי ׳ ־* « י ^* י ■י M Von Woche zu Woche M Die p o 1 ni s c h e Re gier u n g hat dem Komitee zur V nt er st ü t z un g jii d i s eh e r Arbeitsloser in Warschau 500 Waggon Kartoffeln und 100 Waggon Kohle zur Verfügung gestellt, Don Angelo P u 1 i d o. der Urheber der Idee der Rückkehr der sephardischen Juden nach Spanien, verstarb im Alter von 80 Jahren in Madrid. * Hakenkreuzter s t ö r e n auch weiterhin tm~ unterbrochen die Vorlesungen des Professors Cohn an der B re 81 au e r Universität. Am vergangenen Montag wurden etwa 50 Studenden von der Polizei gestellt. *V So wie die Warschauer Kehillah. hat nun auch der K r a k au e r Kultusrat beschlossen, den z io n ist i sch e n Fonds k e i n e Unterstützung zu gewähren. ln der jüdischen Kolonie Ness Ziona in Paliistina kam es zu einem arabisch-jüdischen Z u s a mm e n s 1 o fl, weil ein jüdischer Orangenzüchter, statt der streikenden jüdischen Arbeiter, Araber beschäftigen wollte. Die jüdischen Streikposten hinderten die Araber an der Arbeit und dabei kam es zu einem Zusammenstoß, bei dem fünf Juden und vier Araber verletzt wurden. Acht Juden wurden von der Polizei in Haft genommen und zu einem Monat Gefängnis verurteilt. ■ m Der i t a l i e n i s c h e K ö n i g empfing eine Abordriung der jüdischen Gemeinde in Livorno. Fr unterhielt sich mit der Delegation über Angelegenheilen allgemeinen jüdischen Interesses. ln. Frenz bei Düren im Rheinland, wo nur noch wenige Juden wohnen, wurde der j ii d i sehe F r i e clli of von Hakenkreuzlern g e sch ii n d e t. Der B u d a p e st er Munizipalausschuft wählte in seiner letzten Sitzung den populären jüdischen Politiker Dr. Sam. Gl ii c k s ( ha l als Vertreter in das Ober haus: ’י 1 ״S; J f י ... t 4 Der Antisemitenführer C u z a hielt im r u m än i sehe n Parlament eine H e t zrecle gegen die Juden, in deren Verlauf sich die Cuzisten auf die jüdischen Deputierten zu stürzen versuchten. Saaldiener wehrten den Angriff ab. WIEN Aufruf! Alljährlich bei Beginn des Winters wird von der Adas Jisroel eine Aktion auf Unterstützung der Hllfsbedürftigen elngeleitet. Angeregt durch Rftbbi Satomon Spitzer ל*$& werde« sämtüche am שבה פ׳ וישב הבעלימ der צרקה zugedachten Spenden und der Rrlös für die עלמה zur sofortigen Unterstützung der Hilfsbedürftigen verwendet» Im vorigen Jahr hat die ungewöhnliche Wirtschaftliehe Not angesichts des beginnenden Winters , den Vorstand Veranlaßt, an alle Mitglieder und Freunde'das dringende Ersuchen zu richten, der Aermsten zu gedenken und durch reichliche Beiträge wirksame Hilfe zu ermöglichen. Leider ist die Not in diesem Jahre an Umfang und Schwere ins Üngetrtessene gewachsen. Aus diesem Grunde muß unser Hilferuf Um so lauter und eindringlieber sein. Der gefertigte Vorstand ersucht daher alle Mitglieder und Freunde, die nicht in der Lage sind, an Thoraspenden am Sabbat sich zu beteiligen, durch zugesandte Beiträge das wohltätige Werk nach Kräften zu fördern. Wien, Dezember 1932. Rabbiner Fürst, Oberrabbiner der Adas Jisroel. Rabbiner Baumgarten, Rabb.-Ass. der Adas Jisroel. Für den Vorstand der Adas Jisroel (Schiffschul): Kommerzialrat Siegmund Bondi, Obmann; Med.-Rat Dr. Isidor Reiniger, ObmaUnstellvertreter; Wolf Pappenheim, Obmannstellvertreter; Leopold Richter, Kassenver- Walter; Komerzialrat Moritz Lettner, Schriftführer. Sandor Adler, David Breuer, Jakob Fuchs, Artur Feigelstock, Josef Herzog, Franz Neumann, Josef Schick, Nathan Schiff, Salomon Schreiber, Julius Steinfeld, Michael Sternfeld, Berthold Stroh, Joachim Wosner. Spenden erbeten an die Kanzlei der Adas Jisroel, Wien, II., Große Schiffgasse 1 (Postsparkassenkonto B-52-410). Jahrzeit Reb Salmen Spitzer זצ״ל Am Sonntag, den 25. Dezember, um 1/*4 Uhr abends (Ausgang des zweiten -הנובר Tages) wird.im Beth Hamidrasch, Thora Ez Chaim (Schiffschul) zur Erinnerung an אדמדר הרי הני המפר׳ ר׳ זלמן שפיטצער דל Herr Oberrabbiner Fürst eine דרשה halten, aus der (סוגי׳ שר׳ן שנמצא במקדש (סוף עירובין Antisemitische Gewaltakte in Wien. Wie die Tageszeitungen bereits ausführlich bericli-; teten,, haben die Nationalsozialisten in der letzten Zeit : ihrer Boykottpropaganda •gegen die Juden nun auch Boy- : kott-Gewaltakte folgen lassen. In der Nacht auf Samstag; beschmierten und verätzten sie die Firmenschilder und ׳ Schaufenster einer Reihe jüdischer Geschäftsleute. Am Sonntag verübten Nationalsozialisten ein Tränengasattehtat im Kaufhaus Gerngroß. Nur dem besonnenen Eingreifen des Personals ist es zu verdanken, daß keine Panik, die unabsehbare Folgen ■hätte haben können, entstanden ist. Polizeipräsident Brandt erklärte, daß er Maßnahmen getroffen habe, damit eine Wiederholung solcher Vorfälle verhindert werde. Das Gremium der Wiener Kaufmann- Schaft hat eine Prämie auf die Ergreifung der Täter ausgesetzt. Schon seit Wochen wurden von nationalsozialistischer Seite Flugblätter ״Kauft nicht bei Juden!" verteilt, die nun von der Preßpolizei konfisziert wurden. Ein ähnliches Plakat war an der Anschlagtafel eines katholischen Pfarramtes affiChiert, und wurde ebenfalls über Anordnung des Herrn Erzbischofs entfernt. Lebensversicherungs- Gesellschaft ״PHONIX M Gegründet 1882 Versicherungsbestand Ende 1931 .. 2775 Millionen Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1931 . 182 Millionen GarantiemitteF Ende 1931 .. 472 Millionen Auszahlungen an Versicherte im Jahre 1931 . ". ־. 43 Millionen Am Ende des Jahres 1931 waren bei der Gesellschaft 836.664 Personen versichert. Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, Italien, Tschechoslowakische Republik, Polen, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Aegypten und Kleinasien. Schilling Schilling Schilling Schilling HOI | FEUILLETON Früh übt sich . . . Ein Altpreßburger Sabbatidyll. Ganz still ist’s in der Judengasse von Preßburg. Heiß brennt die Nachmittagssonne nieder, kein Mensch ist auf der Gasse zu sehen, nur in den schattigen Torbogen halten einige alte Baalebatim ihr Schabbos- Nachmittagsschläfchen. Aus einigen der weitgeöffneten Fenster ,hört man die Stimmen derer, die die Sidra leinen, hie und da hört man auch die helle Stimme von Kindern, welche der an den Wochentagen beschäftigte Vater das Wochenpensum in Gemoroh und Chumisch verhört. In einem kleinen Seitengäßchen stehen einige Bachurim zusammen und unterhalten sich über den letzten Schiur. Doch in dieser Schabbosißtimmung will kein dazu nötiger Ernst aufkommen und bald ist das eigentliche Thema verlassen und die obligaten Neckereien und Sticheleien — in welchen sich die wackeren Jeschiwah-Jünglinge auch heutzutage nur allzu gerne üben — fliegen auf. Der ״lange Pinchas“, ein, wie schon sein Name sagt, hochaufgeschossener Jüngling von 22 Jahren, ein ״tüchtiger Lerner", ist in diesem Kreise als ״Charif" (scharfsinniger Mensch) hochangesehen und führt das große Wort. Er neckt einen seiner Studienkollegen gewaltig wegen seiner heute an den Tag gelegten Unwissenheit; diesem war nämlich der ״Ran auf Tipas-Cholow“ (eine bekennt schwierige Abhandlung in Chulin) trotz aller Anstrengung nicht ״in den Kopf gegangen“. So mitten im schönsten Beisammensein hört man aus einem der offenstehenden Fenster ein klatsehendes Geräusch und das Geschrei eines Knaben, welchen' die herabsausende Hand höchstwahrscheinlich schmerzhaft berührt. Betroffen wandten sich die Bachurim um. Die Wohnung, in welcher, sich die Süüchtigungsszene abspielte, gehörte einem ob seiner Körperkraft berühmten ״Träger‘־ namens Koppel Lob, dessen Kraft nur durch seine Ignoranz übertroffon wurde, von dem außerhalb der Judebgasse wohnenden, licht* scheuen Gesindel, war er gefürchtet, denn manch einer von ihnen hatte seine höhnenden, judenfeindlichen Zurufe mit dem Verluste einer ganzen Reihe Zähne oder mit einem blutigen Kopfe bezahlen müssen. Die aufgescheuchten Bachurim wagten es begreiflicherweise daher nicht, im Interesse des gezüchtigten Knaben zu intervenieren, denn wer weiß, wenn Koppel Löb mit dem Schlagen angefangen hatte ... Endlich faßte sich einer unserer Freunde ein Herz und ruft — wohlweislich durch das Fenster, denn in die Höhle des Löwen zu gehen, wäre zu gewagt — dem grimmen Vater zu, was es denn gäbe. ״Sehen Sie her, Reb Schmul", tönte es zurück, ״ich will doch meine Kinder jüdisch erziehen. Da ich aber ein Am Haarez bin und mit ihnen kein Chumisch lernen kann, will ich ihm lernen — Schiweh sitzen, damit er es, wenn ich über hundertzwanzig Jahre sterbe, ordentlich kann. Setzt sich nicht der Chozef zur Er.de und statt ״betroppetzt" zu sein, fängt er an zu lachen. Eine schöne jüdische Welt das, nicht einmal ordentlich Schiweh sitzen will die heutige Jugend lernen ..." Rabbinische Geschichten Als der Lubliner Raw, Rabbi Meier Scha-pira, in New York für den Bau der Lubliner Jeschiwab Geld sammelte, sprach er unter anderem bei einem reichen Juden vor, der sonst für derlei Dinge!keine offene Hand zu׳ Zeigen pflegte. Oberrabbiner Schapira setzte dem Mann in -beredten Worten die große Bedeutung der Jeschiwah auseinander, verwies darauf, welch jnite Tat diejenigen!begehen, verwies darauf, welch gute Tat diejenigen!begehen, die das Unternehmen fördern, und er-- klärte, er selbst bringe hiefür die größten Opfer. - v ״Wenn Sie von Ihrem Unternehmen so begeistert sind“, erklärte schließlich der reiche Jude, ״so bin ich bereit, für diesen Zweck eine sehr namhafte Spende zu widmen, jedoch unter der!Bedingung, daß Sie mir hiefür Ihren Anteil am Jenseits überlassen...“ ״Gemacht!“ erwiderte Rabbi Schapira. ״Jedoch unter einer Voraussetzung: derjenige Teil am Jenseits, den ich dafür erwerbe, daß ich Ihnen meinen Anteil,׳ am Jenseits überlasse, damit Sie das Werk der Jeschiwah fördern — dieser Teil bleibe mir Vorbehalten...