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Jüdische Presse · 1932-12-16 · 49 (16.12.1932) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
49 (16.12.1932)
Date
1932-12-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr, 49 Werdet u. // {«KtiUH» 11 WiCT 1־, Leopoldsgasse Nr. 16, feUphoii A״ilM‘lS wTFnW Jahrzeit Reb Salmett Spitzer זצ׳ל Am Sonntag, den 23. ■Dezember, tim 3 Uhr abends (Ausgang des zweiten י Tages) wird im Beth Hamidrasch, Thora Ez Chaim (Schiffschul) zur Erinnerung an^t ארצורר חד• חג וזמם• ר׳ ולצון שפימצערHerr Oberrabbiner Fürst eine ירשי׳ halten. am Der 5>»Ul1r־Tee der Fratieiiliilfe findet Dienstag, den 20. Dezember, bei Frau Bella Schlesinger, II., HeinestroHe 20, statt. Damen werden höfliehst eingeladen. Das Festbankett des humanitären Vereines ,.Tifers Bachurim“ findet am Sonntag, den 25. Dezeinber (!ליל ג׳ שלהצובר), um halb 7 Uhr abends, im Turnsaal der Talmud-Thora-Schule, II., Malzgasse Nr. 16, statt. Oberrabbiner Schlesinger, Eisenstadt, geht nicht nach Zent«. Wie (bereits gemeldet, wurde Herr Oberrabbiner Markus Schlesinger aus Eisemstadt »um Oberrabbiner der Zentner Gemeinde!gewählt. Die!Gemeinde zählte früher wohl!zu den orthodoxen Gemeinden,!hat es aber abgefeimt, »ich dem orthodoxen Gemeinde verband anzusohließeii und gehört somit nach Ilegierungsentscheid!11!ng dem Verband der iiiiolitorthodoxen Gemeinden an. Obwohl der Gemeinde Vorstand Herrn (Rabbiner. Sohlesinge 1׳ die Versicherung־!gab, daß alle Gemeindetnstitutionen streng orthodox geführt werden, hat derselbe die Berufung a 1b g e 1 e h m t. Erzbischof Innitzer in Eisenstadt, Anläßlich eines Besuches ׳des Wiener Erzbischofs Dr. Theodor itmitzer in (Eisenstadt sprach eine Abordmung der dortigen orthodoxen israelitischen Gemeinde, bestehend aus den Herren Sandor Wolf,!S. Wärmd o r f e 1־ und J. Klei!11!unter!Führung Sr. E11 *würden Herrn' O b c r 1־ a 1b 1 n!er ßc h 1 e s 1!11 g e r, bei׳ ihm . vor. Herr Raiblhinei• Schlesinger hielt an den Erzbischof eine eindrucksvolle Ansprache!und dankte ihn! ancli für das jeweilige ׳Ermahnen des Erzbischofs zur!Ruhe!und Be- :sannenheit, anläßlich der verschiedenen Studenten- ,Unruhen. Er erbat auch .für die!Zukunft die!Gewogenheit und die Hiuld des Erzbischofs für das Judentum. Der!Erzbischof dankte sichtlich erfreut und sprach: ״In ־Ihrer Hede!wiesen Sic. auf!meine Tätigkeit an der Universität bin, nun, ich tat ,meine menschliche (Pflicht, leider ■gelang es!mir!nicht immer ׳nach Wunsch. Ich habe erst heute .in einer Kirchenpredigt darauf verwiesen, daß wir doch alle /Kinder eines G-ttes sind, wir sind ja alle österreichische (Brüder, warum sich und den anderen das ohnehin bittere (Leben noch mehr vorärgern? Seien Sie, ,Herr Oberrabbiner, versichert, daß ich auch weiterhin in diesem Sinne wirken ־werde.“ Der Erzbischof!unterihielt sich noch sehr froundlieh und angeregt mit dem ‘Oberrabbiner ■und entließ soclann die Deputation!in der freundlichsten Weise. ־ H. K. Von der Badener Aguda. Am Sonntag, den 4. Dezember, fand im neuen Heim der Badener Aguda in der Gutenibrunnerstraße eine zahlreich besuchte Versammlung statt, bei der die!Herren Schabse;Rapaport, (Elische Weinberger, Jone Rosenfarib und Mosche Kaufmann das Wort ergriffen. Seit einiger Zeit veranstaltet die!Badener Aguda einer! Daf -Jomi-Scl liur, der alltäglich im Betli-lHainidrascli bei zahlreicher Beteiligung stattfindet und von!Herrn Ra- Import!geleitet wird.!(Wir wünschen der ,Badener Gruppe für ihre fernere Tätigkeit viel Erfolg! Die Re daktion). Danksagung. Trotz Krisenzeit und Wirtscltaftsnot durften die Zöglinge des jüdischen Waisenhauses in Baden das hochherzige Wohlwollen des Herrn Julius Krupnik, Inhaber des Wiener Madewarenhauses Krupnik, genießen, indem sämtliche Pfleglinge vollständige Anzüge, wie auch Kappen vom genannten Spender erhielten. 50 Herzen armer, verwaister Kinder, denen durch diese Spende Schutz vor Kälte geschaffen wurde, sprechen auf diese Weise den innigsten, verbindlichsten Dank für ihren hochverehrten Gönner, Herrn Julius Krupnik, aus. Gleichzeitig äußern sie ihren treuherzigen Wunsch, daß cs Herrn Krupnik wie seiner werten Fainilie fernerhin nebst blühendem Unternehmen gegönnt sei, wohltätig wirken zu können. Auch im Namen der Leitung der Institution sei Herrn Krupnik für die alljährliche herzliche Spende der verbindlichste Dank ausgesprochen. .ו1ווווווווווחוווו1ווווווווווווווו1וווווווווווווווווווווווווווווווווווו1ו.. Wir suchen Korrespondenten in den P r o v i n z ׳s t ä d ton Oestcrreic 11 s zwecks Ausbau unseres Inlunds-NacUriciitciitciles. Redaktion ,(Ich* Jüdischen Pvcssc** Aus Erez-Jisroel. Von unserem E. M.-Korrespondenten. •In d-oii Organisationen der ,religiösen Jugend wird die bevorstehende ועירה הנוער הדת״ viel .besprochen. Vertreter der!in .Betrach t kommenden Jugend verbände verhandeln über die Tagesordnung der am חניכה in Tetah-Tikwa אייה stattfiiidenden Tagung־, -zu der sowohl צעירי אמדת ישראל .wie auch der טןרד,י!ihre prinzipielle Z u « t i m m u 11 g!gegeben haben. Die Körperschaft, die die Tu,guiiig zu schaffen hat, soll ein Zusaimmennrbeiten aller Verbände, in den (Punkten ermöglichen,!in denen Udbereinstimimnig herrscht. •: ft Die B a 111 ü t .i g k 0 i t ,in T e 1 - A w i ,w hat ein en Umfang־ angenommen, der a-11 die!Jahre 1924/25 erinnert. Es gibt kämm eine Wohnung zu -mieten. Auf!in (Bau bef.indliche Häuser -zahlen Wol 1.111111 gs 11 c 1 ich de ,hohe y־01־- .schlisse, damit die Wohnungen für sic .reserviert ibleibe-11. Die. Kolonien im שרון haben dadurch den Vorteil, daß viele ■cs'vorziehen, im Kolonien zu wohnen, obwohl sie in fel-Aviv arbeiten. Die Fahrtünkosten werden durch billigere Mieten gedeckt. Eine!Blütezeit unseres Landes! Das uns verbotene Licht *) Von Jacob T e fi 1 e 1• in Nürnberg. ,״Und G-tt •sprach zu Jakob: Kehre .zurück nach dem Lande deiner Väter.“ 1(1. B. M. 5t, 5.) Hiezu heißt cs im Midrasch (TancJvuma, •10): ,^Belehre uns hierüber, unser Meister: Ein Lieht, das Götzeuform h׳a,t — darf jisroel daran sein Licht entzünden?“ — So lehren uusero Weisen“ — lautet die -Antwort — ״an einem Lichte, dafl Götzen gestalt trägt, ist Jisroel nicht gestattet, sein Licht zu entzünden.“ Vielleicht ,wird uns diese unknüpfendc Midraschstelle durch folgende Betrachtung besser ve!־stündlich. ״Licht“ ist!bekanntlich ein vielumfassender (Begriff. Es ist das köstlichste -Gut, das wir Menschen besitzen. Was wäre z.!B. das ganze Universum ohne Licht? Was der Mensch ohne Augenlicht? Was die ganze Vegetation ohne Licht? Wir Juden haben eine besondere Neigung für Licht jeglicher Art. So z. B. empfangen wir mit Licht unsere Sabbat- und Festtage und nehmen mit Licht Abschied von ihnen. Selbst das Andenken unserer Hingeschiedenen ehren wir durch ein sogenanntes Seelenlicht. Als wollten wir mit diesen Entzündungen eine Verbindung des Irdischen mit dem Himmlischen schaffen... Nicht geringer wertem wir das Licht mensclilicher Wissenschaft, der Bildung und der Zivilisation, dessen!Pflege und Förderung־ zwar Aufgabe der Geeamtmenschheit ist, an der. wir aber hervorragenden Anteil haben. Ein einziges Licht wurde aber speziell unserer Obhut anvertraut, worüber wir überall und zu allen Zeiten ,zu wachen haben. Es Ist dies das Licht der G-tteslehre; נרג בידך ונרך בידי ,Mein Licht ist in deiner Hand und dein Licht in meiner Hand“; אם שמרת אח נרי, אני ״ משמר את נרךHast du das meine gehütet, so hüte -ich das deine.“ (Rabbot 5, Abschn. 4 4.) In der allzu großen Begeisterung für jegliches Licht ging vielen unter uns der Blic-k und das Verständnis, das göttliche Licht von Menschenlicht streng zu unterscheiden, leider völlig verloren. Von manchem Menschenlicht, darunter viel Irrlicht, geblendet, dieses ü b e r schätzend und das g-ttliche Lieht unterschätzend, suchte so mancher unter uns, das eine von dem anderen zu e1־setzeu und abzulösen. Heidnische Weltanschauung, hellenistische Philosophie und Sadduzäergeist — all diese Irrlichter wollten viele unter uns über das G-tteslicht stellen, was leider zum Zerfall und zum חרבן führte. Allein, das verkannte und verschmähte G-tteslicht, unsere Thora, zog!mit uns ins Exil, leuchtete uns *) Diese* auf die vorwöchige Sidro sich stützende Aufsatz war schon für die vorige Nummer gesetzt und mußte Raummangel halber Zurückbleiben, voran und war uns treue Beschützerin. Aber auch liier im Golus machten sich Strömungen bemerkbar, die mit uns mitziehende Leuchte im Schmelztiegel sogenannter Wissenschaft aufgelien ,zu lassen und anstatt dieses Licht der Wissenschaft an dein נר ד־ , ain G-tteslicht, an seiner Thora, zu entzünden, dieses .göttliche Licht als einzige Richtschnur und Wegweiser über Menschen- J geist und Menschenlicht zu erheben,, wollten und wollen ־ viele das G-tteslicht dem Menschenlicht u n t er stellen jenas nach diesem .formen, sprechend :לבי ומעבי את עצמך ,;Gehe d n, C-tteslicliL werde du kleiner!“ ״ Ob man mit diesem verlockenden Sirenengesang־ das gewünschte Ziel erreicht und dem Golus ein Ende!zu machen glaubt? Ob der Schrei nach Anpassung, und Anschluß nicht eine ,Folge des Ausschlusses ist? Hierüber belehrt uns nicht nur unsere Thora, sondern auch die Geschichte älteren und jüngeren Datums; hierauf deutet und zielt, wenn mich verblümt, die 01berwähnte Midrasch-Stelle. Unser Stammvater Jakob, der Golus-Typ und das Musterbild unseres Volkes, suchte bekanntlich, bevor er nach Chovon ging, die Lelirhäuser von Sehern und Ewer auf, wo er vierzehn Jahre lang־ ausschließlich nur ״semitische Lehren“ empfing־ und sich mit dem גר ד׳ Lichte G-ttes, ganz vertraut machte.!(Siehe Talmud, Tr. Megila, 17; Rabbot, Absclm. 68, 15; Abschn. 68, 5 und 14.) Nachher aber nahm or ,zwanzigjährigen Aufenthalt in einem Hause, das entgegengesetztes Licht, das der Tlieraphim, aufwies. Jakob und Laban ließen ihre Lichter nicht voneinander entzünden, jeder hielt an dem seinen fest;,.. Unser (Stammvater verschmähte es, g-ttliches Lieht mit dem des Götzen zu verschmelzen, geschweige denn jenes diesem zu opfern. Warum? Weil er hierin die größte Gefahr -für seine Kinder erblickte; weil er das Ziel und Programm Labans, alles, was mit dem G-tt seiner Väter verbunden war״ auszumerzen, wohl kannte לבן כקש לעקור את הכל; weil er das Theraphimlicht seines Schwiegervaters ganz durchschaute und erkannt hatte, daß dieses Licht nicht dem Aur-Hachajim, der himmlischen Lichtquelle des Lehens, entstammt, sondern ein Licht, das den! Feuer der Holle entströmt, ver-, heerend und verzehrend, das von G-tt entfremdet, Mensch von Mensch, Körper von Seele auseinauderreißt und dort hinführt, ■wo dieses Lieht lierrührt, (Siehe Talmud 2, Pesachim, 54.) Hätte Jakob Licht von Licht nicht unterschieden, wir wären noch heute Labans Knechte! — Erst nach treuem und bewährtem Standhalten Jakobs erging an ihn der Ruf G-ttes: ״,Kehre zurück in das Land deiner Väter!“ Und ׳ מעשה אבות סימן למיןDie g-ttliehe Aufforderung: ״Kehret zurück in das Land eurer Väter PJ wird nur dann erfolgen, wenn wir unser Licht reinhalten, rein von allen Schlacken einer zersetzenden sogenannten ,Kultur-Wissenschaft!“ fehlet, Sfjtett ffleine gtöjü« , __ anerlennutg tntb tollte 3p ftiebenfieit fil&er Mt tt(rMöröb0rtt*3äf)tt00te3 ״« überntittetn. $4 fle&tauje ISotobont" Idjon feit goljret imb »erbe ob me mit fäöm ot betelbet, ble fi lebtet Gnbcs nur tivrJj ben tfimtdjen ®ebwüfW« Gf)lorobortt>3nl)rtpnte etreidit habe.‘ .<£.SRti$tU^WMj.•* tiit bie edjte Gl)lorobon< 3 י«bnpa)<e, Tube 4 Kä unb 6 K6 utb i«bet Grfaö baifit 3utftd Gesellschaftsreise nach Palästina• Die Palästina-Zentrale der Ägudas Jisroel vef-» anstaltet wiederum im Frühjahr eine Gesellschaftsreise nach Erez Jisroel. Die Kosten dieser Reise werden sich, einschließlich Landaufenthalt, Hotels, Verpflegung, Fahrten zu allen Ausflügen, Führung durch fachkundige Führer, unter besonderer Berücksichtigung aller Sehens- Würdigkeiten, wie folgt stellen: 1.1ז Klasse M. 430.— . Klasse M. 750.— f. Klasse M. 930.— Für gute Unterbringung und streng rituelle Verköstigung ist weitestgehend Sorge getragen. Teilnehmer, die länger im Lande verbleiben wollen, können dies ohne weiteres tttn, da die Schiffsbillette sechs Monate Gültigkeit behalten. Teilnehmer, die für ihre Unterkunft im Lande selbst Sorge tragen, haben, nur die ermäßigte Schiffskarte, eventuell ihre Beteiligung an den Ausflügen zu zahlen. Da unter Umständen im Frühjahr noch eine zweite Gesellschaftsreise geplant ist, bitten wir Interessenten um Mitteilung, zu welchem Termin sie fahren wollen. Die Schiffe sind andauernd stark besetzt und es empfiehlt sich daher rascheste Anmeldung. Agudisten, die auch zu anderen Zeiten nach Erez Jisroel fahren wollen, werden gebeten, sich wegen Platzbestellungen usw. an clic Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Wien, II., Leopoldsgasse 16 (Tel. A-48-4-15) zu wenden. Man darf schon aus Rußland aiiswandern. Die Sowjet-Handelsorganisation ״Torgsim“ ׳teilt mit, daß sie in dev Lage sei, Personen, die die Sowjet- Union für die Dauer verlassen ivollen,!Pässe zu besorgen. Die Paßgebühr beträgt für einen Arbeitenden 550 Goldrubel, für einen Nielitnnbeiitenden 1100 Goldrubel. .Man erwartet, daß viele jüdische Sowjetbürger nunmehr die Gelegenheit zur Auswanderung ergreifen werden. Allerdings wird die teure Paßgebülir für sehr;viele Aus wände.- rungswillige ein Hindernis sein; für die Auswanderung einer melirköpfigeii Familie;müßte man allein an Paßr ■gebühren Tausende׳Goldrnbel 1bereitste!len. (J. T. A.) Eine jüdische Welt-Wirtschaftskonferenz^ Das Exekutivkomitee der Föderation jüdischer Hilfsorganisationen Englands hielt eine Sondersitzung, ab, die dem Problem der Stärkung der jüdischen Wirtschaftliehen Positionen in den verschiedenen Ländern, in denen durch die den jüdischen Berufen abträgliche neue wirttschaftiichc Entwicklung mul infolge des wirtschaftlichen Antisemitismus große jüdische Massen ins Elend geraten .sind, gewidmet war. Es wurde eine Resolution angenommen, in der die Einbcrufu ng einer jüdischen W elt-Wirtschaftskonf e renz zur Beratung über Mittel, wie die Ur- Sachen der zusätzlichen jüdischen Wirtschaftskrise ibeseitigt werden können, ins Auge gefaßt wird. Zur Erwägung der Einberufung einer solchen Konferenz wurde ein Komitee eingesetzt, dem Dr. Jochclman, Chefredakteur Morris Myer, das Mitglied der (Exekutive.der Agudas Jisroel 11־. A. Goodman, Dr. M. Belir, Rev. II. Maxrowitsch und W. N. Williams allgehören. Das Komitee wird sich mit dem in Genf gebildeten Komitee zur־ Voribereitnng des Jüdischen Weltkongresses, ibzw. mit dem Bei־- liner Kongreßbüro, in Verbindung setzen und auch einen Kontakt mit allen jenen Organisationen herzustcllen versuchen, die sich mit jüdischen Wirtschaftsproblemen ’׳befassen. Morris Myer, der die Resolution einibrachtc, wies darauf hin, daß in verschiedenen Ländern immer mehr jüdische Massen deklassiert werden'lind imterzugelien drohen. H. A. Goodman erklärte, die Agudäs Jisroel hätte ihn ermächtigt, den Plan einer Weilt-Wirtschaftskonferenz zu fördern. (Wir kommen auf diese Angelegenheit noch zurück. Die Red.) Werbeaktion für den Sabbat in Holland. Die holländische Organisation ,,Sjcmieras Sjabbos“ beschloß, in den'ersten Monaten des Jahres 1955 eine Werbewochc für den Sabbat zu veranstalten. Im Amsterdamer Jüdischen Historischen Museum wird eine Sabbat- Ausstellung zu sehen sein. In ganz Holland werden Sabbat-Werbeversammlungcn, ■besonders für die Jugend, abgehalten werden. Christliche Geistliche treten für Erleichterung der Sabbatbeobaelitung ein. Die Jewisli.Sabbath Alliance of America hat jüngst eine Anzahl christlicher Geistlicher des Staates New York zu einer Konferenz eingeLaden, in ׳.de!1־ sde die bedrängte Lage der isabbathaltenden Geschäftsleute, die durch den unterschiedslos gchandhabten Sonntagsruhezwang zu einem zweitägigen Geschäftsschluß verpflichtet werden zur Diskussion stellte. Die anwesenden Geistlichen zeigten volles Verständnis für die schwierige Situation der Schomre Schabbos und erkannten die Berechtigung der jüdischen .Forderungen nach erhöhter RiiöksichtnaJlime des Gesetzgebers auf den Sabbat in vollem Umfange an. Die Versammlung beschloß ein Komitee svon Geistlichem aller christlichen Glaubensgemeinschaften zu bilden, das die Befreiung der sabbathaltenden Gesohäftsleute von der Sonntagsruhe bei den gesetzgebenden Körperschaften befürworten soll. Gleichzeitig organisiert die Sabbath Alliance ein Komitee von führenden Vertretern jüdischer Organisationen, das alle geeigneten Schritte unternehmen soll, um die Aufhebung des Sonmtagsruhezwanges für Schomre Sohabbos zu er• wirken. Rabbiner A, Einhorn וצ׳ל Von Szoiubathely kommt die Schreokenskunde von dem plötzlichen Hinscheiden des allverehrten Dajan und Rosch-Jeschiwa Rabbi A, Einhorn jin Alter von 49 Jahren. Während seiner 14jährigen Tätigkeit hat der Niftar viele Talmidim herangebildet ünd in der Kehilia ungemein segensreich für Thora und Jiroh gewirkt. An seiner Bahre sprachen die Oberrabbiner von Nagysimony, Papa (A. J.), Belecl, Sarvar, Oedenburg- חנצביה

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