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Jüdische Presse · 1932-12-02 · 47 (2.12.1932) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
47 (2.12.1932)
Date
1932-12-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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/Seite, 2 JÜDISCHE PRESSfc Nr. 47 ^V»nWod1et11Wocl1c M Iti der r it m ä hi ach e ti Abgeordnetenkammer interpellierte der jüdische Deputierte Weißmann wegen ■ der a n l ise m it i ach en Agitation unter der Studentenschaft, Es entstand zwischen ihm und dem Sohn des Antisemitenführers Cuza, Jon Cu za. ein Wortwechset. in dessen Verlauf Cuza dein Abgeordneten Weißmann drei Schlüge oersetzte. Cuza wurde von zwanzig Sitzungen aus gesch t o s se n. * tn Palästina haben a r a b i s c h e Jugendliche eine Organisation ״Reiter der arabischen Hat bin sei" gebildet. Sowohl die Organisationsform, als auch ein Teil des Programms sind dem Progratnm der deutschen Nationalsozialisten entnommen. ii Professor Isnk M a rkon. ein orthodoxer Jude. der non der Universität Dorpat auf gefordert worden ist. eine Lehrkanzel zu übernehmen, hat es vorgezogen. B i b l i o t Ii e k a r der ft a m b u r g e r Cemeinde zu bl e i be n. Ministerpräsident Jl erriot hat sich bereit erklärt, den Vorsitz in dem. im Rahmen der int ernationalen Konferenz der Liga zur B e k ii סו p f u n g d e s A n t i s e m i t i s m u s statt findenden B a n k e t ( zu f ii h r e n. it Die Palästina-Regierung hat die Bewilligung zur A n s i e d l u n g ס o n o i e rz i g r u s s i s c h e n R a b b i n e r n mit ihren Familien in P a l ii s t i n a erteilt. it Die Regierung oon Irak hat eine Verordnung veröffentlicht, nach der die jüdischen Schulen am Frei t a g g e seht o s s e n sein müssen, während der Unterricht am Samstag keine Unterbrechung erleiden dürfe. Es ist dies der erste Schritt der neuen selbständigen Irak-Regierung gegen die ,Juden. it , ln War sch a u kam es zum ersten Male vor. I daß p o I n i s c h e Studenten für ihre jüdischen Kollegen g eg en a n t i s e m i 1 is c h e E x z e sse Stellung genommen haben. Die studentischen Angehörigen der Regierungspartei faßten eine entsprechende Resolution, in der die Studenten davor gewarnt werden, sich durch die Hetzpropaganda der Rowdies verleiten zu lassen. Df. Michael Schlesinger — Nach folge r des Dajan Posen? Wie wir von informierter Seite erfahren, soll Dr. ■Michael Schlesinger als Nachfolger das kürzlich vorschiedonen!Kahl)! Posen דל zum Dajan der!Frankfurter orthodoxen Gemeinde gewählt werden. Dr. Schlesinger besuchte die Jeschiwos in ■Galante und ■Slobndku. Seit mehreren Jahren hält ersieh in •Ponicwisdi (Litauen) auf. Das Btulget der Warschauer Kehillnh. Donnerstag,!den 24. November, hat endlich die Verwaltung der Warschauer K11lhns.gcmcin.de das ■Budget für das Jahr 1932 beschlossen. Infolge der zionistischen Opposition gegen die agudisHsche!Majorität kam es ln ■den letzten Monaten■ zu Zwistigkeiten in der ■Gemeinde, die sogar ■zu Tätlichkeiten ausarteten. Jetzt,!knapp vor Jahressoll In 11. ist nun das!Budget für das laufend(' Jahr doch beschlossen worden. Semester-Eröffnung der Jeschiwah Montreux. Am 14. Cheschwan beging die Jescliiwah in Montreux die feierliche ■Eröffnung des 12. Semesters. Fast alle Schüler des vorigen Semesters sind!wieder gekommen. Der Roscli-Jescliiwali, ■Herr Rabbiner Boise 11 ko. eröffnet(' mit einer Ansprache, in welcher er auf dic.se erfreuliche ׳Tatsache hinwies, die bisherigen Leistungen und die Aufgaben der Jeschiwah skizzierte und die Racliuvim zu eifriger Lerntätigkeit und jüdischer Bruderlicbe •au!forderte. Mit einer gemütlichen Uiiteilialtung und dem obligatorischen ״Tanz“ schloß die schön verlaufene Feier. Das Landentwicklungs-Departement bleibt bestehen. Nach den Informationen, die die •Jüdische Telegraphen-Agcntur vom englischen Kolonialamt erhalten hat, bleibt das bei der Palästina-Regierung eingerichtete L a n cl e n t w i c k 1 ti n g s - D e p a r t c m e n t weiter b cstehen. An Stelle von Lewiis French, dem zurückgetretenen Landentwicklungsdirektor, wird dieses Departement von seinem Assistenten,'. Herrn Andrews, betreut werden. Sitzung des ״Hilfsvereines der deutschen Juden“. In Berlin fand eine Sitzung des Geschäftsführenden Aus- Schusses des Hilfsvcrcincs der deutschen Juden statt, der bekanntlich die für die Jcschiwos bestimmte Haffkine- Stiftung verwaltet. Generalsekretär Dr. Wischnitzcr berichtete über die Tätigkeit des Hilfsvereins und über seine Osteuropa-Reise. Dr. Bernhard Kahn, der europäische Direktor des Joint Distribution Committee, würdigte die Leistungen des Hilfsvereines in bezug auf die Förderung des handwerklichen Unterrichtes in den Jcschiwos in Karpatho-Riißland und im Gebiete von Marmaros-Sighet. Bei Erkältungen, Grippe, Halsentzündung. Mandel- Schwellung sowie Nervenschmerzen ■lind Gliederreißen tut inan •gut, mit einem halben Glas natürlichen ״Franz- Josef “-!Bitter wasser für tägliche Darmentleevung zu sorgen. Nach Urteilen der Universitätskliniken zeichnet sich das Franz-Josef-Wasser durch sichere Wirksamkeit bei angenehmem Gebrauch aus. Das ״Franz-Josef“- Bitterwasser ist in Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhaudliingen erhältlich. Lebensversicherungs- V) II f*5 M I V** Gegründet Gesellschaft yft* n U N I A 1882 Versicherungsbestand Ende 1931 . 2775 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1931 . 182 Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1931 . 472 Millionen Schilling Auszahlungen an Versicherte im Jahre 1931 . 43 Millionen Schilling Am Ende des Jahres 1931 waren bei der Gesellschaft 836.664 Personen versichert. Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, Italien, Tschechoslowakische Republik, Polen, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Aegypten und Kleinasieh. Wiener Wahlspiegel. (Bcobaclituugen eines Unparteiischen.) Als die Wahlen ■zur Kultusgemcindc ausgeschrieben wurden, galt allgemein die Ansicht, daß ■sich der Wahlkampf diesmal ■in sehr mäßigen Formen abspielen werde. Die große Not, von der die Juden, wie gewöhnlieh, in noch höherem Maße in Mitleidenschaft gezogen werden als die anderen ׳ßovöl'kerungsschichteii; die schweren Sorgen, die alle!Klassen iii ihren Kreis ziehen: der!Mangel an Geld fiir die Wahlagitation — wie soll sich da ein Kampf entwickeln*können!!Und dennoch, noch nie war ein Wahlkampf in der jüdischen Gasse so heftig, so leklensclmftlich, so gehässig, ■wie gerade jetzt. Unter anderen Umständen ■müßte man diese Erschcinung nur .mit einiger ■Genugtuung 'begrüßen. Wir Juden sind doch ein ideal ׳veranlagtes Volk... Trotz aller materiellen Sorgen finden wir Zeit und Muße für einen Kampf um die ״heiligsten Güter“ ....Wenn es sich um die vitalen Fragen des jüdischen Gemeinschaftslebens handelt, dann werden Not und -Elend vergessen, dann erhoben wir uns ׳über die Atmosphäre der tagliehen Sorgen — dann bewegen 1w!ir uns in höheren Sphären und kämpfen für unsere heiligen Ideale... Nur ist es jammerschade., daß es •sieh eigentlich um einen Kampf gegen Windmühlen handelt. Trotz aller bombastischen Phrasen geht es ja allen Kämpfenden in der!Hauptsache nur um Mandate... Am 5. Dezember, einen Tag nach den Wahlen, wird man all die schönen Worte, die man einige Wochen lang predigte, vorgossen... Die ״Sieger“, wenn es solche gebeii wird,יי •worden es sich angelegen sein lassen, auf ihren Lorbeeren auszuruhen — und die ״Besiegten“ werden sich resigniert in die neue Lage begeben, Die ״Programme“ sind ja uur dazu da, um die Herren Wähler zu ködern.־ Wenn der Mohr seine Pflicht getan haben wird, daun darf 01׳• ■gehen. ■Am grünen Tisch kaun mau mit Parojen und Schlagworten keinen große Staat machen: da heißt es, der Wirklichkeit!Rechnung tragen. Da werden die!Mandatare andere Sorgen haben als allgemeines Wahlrecht, Volksgemeinde,!Religion, Kultur, nationales Bewußtsein usw, Da wird bis auf weiteres alles beiin alten bleiben. Das wissen die Kandidaten nur zu gut. Leider aber nicht die Wähler. Wüßten auch diese die volle Wahrheit, dann würden sie sieh weniger echauffieren, würden sie nicht mit solchem Eifer sich erhitzen,! Würden sie mit weniger Heißblütigkeit ihre Diskus- 1 sionen abfilhren. Ob diese oder jene Gruppe den Sieg davontragen wird, all die Ucbelstände, die heute während des Wahlkampfes so scharf gerügt •werden — und!mit vollem!Recht —, sie werden ,weiterhin bestehen bleiben —, insolange nicht die Kultusgemeinde das werden ׳wird, was sie sein soll: eine Stätte für unverfälscht jüdisches!Leben, ein!Hort des jüdischen Glaubens, •eine Wacht fiir Thora und Jiidischkeit. Daß dem!leider so sein •wird, davon kann ein Besuch der diversen Wählcrvcrsammlungen nur allzu- ■kraß überzeugen. Da werden die Wähler nach allen ׳Regeln der Kunst ״bearbeitet“. Wenig Positives ist da zu hören. Am meisten wird auf die ״Gegner“ geschimpft. Mau ,!näht sicli ab, die!Gegner so schwarz •wie nur möglich zu zeichnen, damit man selbst um so weißer erscheint.!Und dieser Kampf um die ״■Unparteiischen“, um die Unentschlossenen, uni die Gleichgültigen, die zu keiner bestimmten Fahne sch,wären, dieser Kampf nimmt zuweilen groteske Formen an. Du werden einfache Juden — um diese geht ja!lumptsächlich der Kampf, da sie in der!Regel keiner bestimmten Partei angehören — dahin belehrt, daß ׳״Minderheitsreclite“ v e 11 an in dertes 111 e c h t bedeuten, freiwillige ׳Rückkehr ins Ghetto. Aber von der anderen Seite präsentiert mau ihnen das Gutachten eines letzten y.'Puussek“» einer großen •Autorität auf dem Gebiete der Staatsrechtslehre. Dieser versichert, daß Minder-!leiten im Gegenteil vermehrte ,Rechte bedeuton... Uäid der einfache!Mann aus dem Volke gibt sich keine Rechenschaft darüber, daß, wenn irgend welche Faktoren sich ihm gegenüber Rechtsverletzungen er- Jauben würden, sie nicht erst überlegen ■werden, ob sie diese Rechtsverletzung einem ״gleichberechtigten Staatsbürger“ oder einem ״Minderheit-Angehörigen“ gegenüber begehen. Da wird gegen die Allianz zwischen ״Kapitalismus“ und ״Marxismus“ ■gewettert. Aber was sie zusammengebracht, ist das Bestreben, den bisherigen ״Besitzstand“ ungeschmälert zu erhalten und weuu möglich zu stärken. Es handelt sich um Mandate und nicht um Weltanschauungen. Diese müssen nur im Wählkampf herhalten; nach Tisch wird man anders darüber denken. Daß dem so ist, dafür liefert ja das entgegengesetzte Lager clen klaren Beweis. Da marschieren vier Parteien auf, die ja iiu Grunde genommen eine gemeinsame Weltanschauung haben. Warum konnten sie keine gemeinsame Liste präsentieren? Weil sie sich über die Reihenfolge der Kandidaturen, nicht einigen konnten... Und der Herr Wühler, der mit den diversen Propaganda- Einladung zu der ׳TV atu Dienstag, den 27. Dezember, ( .ד׳ *נובל ) 11m 8 Uhr abends im Festsaale des Bayrischen Hof, II., Taborstraße 39, stattfindenden Chanuka-Iferanstaltuna mit Aufführung des historischen Stückes, Akedas Jizchok" ft! 16, Kartenvorverkauf: Keren-Hathora, II., Leopoldsgasse Agudas-Jisrocl-Jugendgruppe, II., Floßgasse 1. Preis S 1.—. Karten rechtzeitig besorgen! Arewim der Chinuch-Amt des Agüdas-Jisroel* Jugendgruppe Keren Hathora. Wien, II, Adas Jisroel (Scliiffsclml) Wien, II., G1*. Scliilfg. 8 Kanzlei II., Große Schiffgnsse 1. /.. 32־ ex 932. Am 26. Kislew, dem Jalirzeittage nach אדנזו׳ר הרב הגאון ר׳ זלנזן שפיטצער זצ־ל gelangen zwei vom Vorstände der Adas Jisroel gewidniete Stipendien zur Vergebung. Anspniclusberccht-igt sind Jünglinge. Söhne unbemittelter, in Wien wohnliafter Eltern, die an einer ישיבה mit besonderem Fleiße dem Thorastudium obliegen. Bewerber haben ihre ordentlich belegten Gesuche (B c s t ü ti g u n g d e v ישיבה L c i 111 11 g. N a c 11 w c is d c r W o 11 n 1111 g 'der Eltern) bis!spätestens 22. Kislew an den Vorstand der Adas Jisroel. JL. Gr. Schiffgas.se 8. zu richten. — Wie alljährlich hat •auch in diesem Jahre der Vorstand der Adas Jisroel bestimmt, daß der Ertrag der Aliotli und der der צדקה zugedachten Spenden am שיק פ׳ וישב תרצי: הבעליט zur Bcfciltmg •bedürftiger Brüder verwendet wird. Wien, am I. Kislew 5693. 30. November. Der Vorstand der Adas Jisroel. De!• 5-Uhr-Tee der Frauenliilfe findet am Dienstag, (len 6. Dezember, bei Frau Eman.tiel Lamm. IT., Taborstraße :1, statt. Personalnach richten. Hochzeiten: Am Mittwoch, den I. Kislew, fand die ׳Trauung von Frl. Käthe Schenk. Tochter des ehrwiir- <lagen 1.10•]*r 11 Rabbiner II. Schenk, mit Herrn Arnold F 1• i e d m a n n aus Frankfurt a. M. in Wien statt. Todesfälle: Jm Alter von 62 Jahren verschied am Schabbos הי־ שרה der wegen seiner grenzenlosen א ה ב ח י ש ר א״ל in allen!Kreisen geschätzte Herr Salomon K r o c 11 in a 1. Ein Mensch mit vorzüglichen Charaktereigenschaften, gepaart mit .א גז ו נ ת חכמים und seltener Bescheiden,11e.it. ist mit dem Niftur ע׳ה dahingegangen. ■Nur selten findet man einen Menschen, der wie er, mit einer unbesclirciblichcn Korrektheit und Aufrichtigkeit seine Geschäfte besorgte und sein Leben einrichtete. Unter zahlreicher Teilnahme fand •die. לוי׳ am Sonntag statt. — Wie ein Blitz aus heiterem IIiinniel kam am Sonntag• die Kunde von dem Hiiischekle.ii der allverehrten und geschätzten •Frau Minna Tauber, dar Frau des Herrn Julius Tauber. In der Nähe der jüdischen Kehillo Mattersdorf erzogen, folgte sie ihrem Manne nach Wien׳, um gemeinsam eia jüdisches Haus zu gründen, welches beispielgebend wurde. Bei der Erziehung (ihrer Kinder offenbarte sich ihre jüdische Gesinnung• und sie ,hatte auch die Sechio, alle ihre Kinder zu braven Jehudim za.erzielien. Herr M. Honigs - beer sprach ergreifende Worte des Trostes und des Abschiedes. Es waren Worte aus tiefstem Herzen. Leiden Sie an Rheumatismus? Alpa-Massagc. vorschafft Ihnen Linderung, belebt den!Blutkreislauf, gcwährt dem Körper die erforderliche Nahrung, stärkt die ׳Muskeln und wirkt wohltuend auf die Nerven._ blättern, Flugschriften usw. überflutet wird, macht eine eigenartige Wahrnehmung: Wen n all das, was die .Herren Radikalen den allgemeinen Zionisten und Revisionisten an den Kopf werfen, auch nur zu einem geringen Bruchteil der Wahrheit entsprechen sollte, dünn würden diese kein einziges Mandat verdienen. Da haben sich Allgcmeine und Revisionisten geeinigt — aber zur gleichen Zeit, zieht das Organ der Revisionisten in der schärfsten Form gegen die offizielle zionistische Politik los, während das Organ der Allgemeinen von einem ■Beschluß der offiziellen Leitung zu •berichten weiß, die •Revisionisten wegen ihrer Eigenbrötelei vors Parteigericht zu zitieren und eventuell ihren Ausschluß zu erwirken. Du erheben die Misrachisten bittere Vorwürfe gegen ihre allgemeinen und revisionistischen Gesinnungsgenossen — aber zugleich wird gekoppelt, damit ja nur keine einzige •Stimme verlöreugche... Grundsätze haben keine •Geltung — es handelt sich uni Mandate... Wenn die •Herren G׳ewählten wieder Zusammenkommen werden, dann wird der Kampf wieder losgehen, dann werden sich die vor- Sclriedenen Schattierungen in den Haaren liegen und dann wird an an an die liehen Wähler ganz vergessen... Der liehe Wähler aber sieht und versteht das nicht; er zieht in den Kampf, wird leidenschaftlich erregt, denkt an nichts mehr uts an die Wählerversammhingen, die höchst überflüssigerweise zum großen Teil an den Stätten vor sich gehen, die für Thora und Awoda bestimmt sind. Vor dem Oraun-Hakaudesch ׳wird gekämpft und gestritten; wo gebetet und gelernt werden soll, werden Rednertnrniere ausgetragen... Und all das um was? Um Mandate... Um die Seelen der Neutralen wird gerungen — und diesen macht ■die Wahl wahrlich Qual oder sollte es zumindest tun, falls sie mehr ■Einsicht haben und verstehen sollten, daß dieser Kampf einer besseren Sache würdig wäre.. iD'er liebe Wähler wird mit!Phrasen betäubt und verwirrt, er ist kaum ■imstande, sich ein klares Urteil zu bilden und läßt sich dorthin führen, wo die diversen Agitatoren ihn haben möchten — und das nennt man Wählen... Nein, es wird nicht gewählt, nicht aus •freiem Willen und nach eigener Ueberzeugung, sondern nach der Parole derjenigen, die es am besten verstehen, ihr ״Programm“ dem ahnungslosen Wähler mundgerecht zu machen. Würden die W ü ii 1 e r mit offenen An g e 11 u nd k Lucr Üe b e 11 ־ e g u n g zur Urne ziehen, wir hätten eine andere K u 11 us gerne i n d e, eine, die diesen N amen voll und ehrlich verdient... S p e c* t n t o r.

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