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Jüdische Presse · 1932-11-18 · 45 (18.11.1932) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
45 (18.11.1932)
Date
1932-11-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. m Einladung ״•* *tt der ft*« am Dienstag, den 21. Dezember, ( ftsuft ׳ft ) •um 8 Uhr abends jm .Pestsaäle des Bay r Iseben Hof, il., Taktstraße 39, stattfiüdenden ' - Chanuka^Vgransfaltung mit Aufführung des historischen Stückes ״Akgdas Jlzchok“ Kartenvorverkäüf: Keren-Hathora, II., Leopoldsgasse 16, Agudas-Jisroel-Jugendgfüppe, II., Floßgasse 1. Freis S 1.—t Karten rechtzeitig besorgen! Arewim der Chinuch-Amt des Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Keren Hathora. Wien, II. Der 5-Uhr-Tee der Frauenhilfe findet Dienstag, den 22. November bei Frau Recha Neurath, II., Untere Äugartenstraße 17, statt. Zwistigkeiten in der Zionistischen Organisation.!Die Mitglieder der zionistischen Exekutive Färbstein und Neutnann, haben wegen verschiedener Diffc- ,renzen ihre Stellen n i ed e r g e l c g t.!Die zionistische Exekutive hat gegen die Zionisten- Revisionisten bei, ihren Instanzen ein Gerichts vorf « h r e 11 eingcleitet.!Die Leb rer der zionistischen Schulen .Palästinas, die seit Mai!1932 ihre!Gehälter n i c 11 t a u&gez>a h 11 erhielten, besetzten die Büroräumc der Jewish-Ageney ׳und hielten das anwesende Exekutive- Mitglied, iDr. Senator, gefangen. ״Samstag geschlossen.“ Wenn früher eine Firma ihre Briefbogen mit dem Vermerk: ״Samstag geschlossen“ versah, so wußte der Empfänger sofort, daß er es mit einem jüdischen Unternehmer zu tun hatte. Die Fortschritte der fünftägigen Arbeitswoche jedoch haben hier einen Wandel geschaffen. Vor uns liegt ein Briefbogen einer als antisemitisch berüchtigten Firma mit eben dem Vermerk: ״Samstag geschlossen.“ Jüdische Firmen, die sich bisher bei Aufnahme einer neuen Geschäftsverbindung oder sonst in ihrer Werbetätigkeit gescheut haben, im vorhinein auf den Samstagschluß hinzuweisen, um bei Antisemiten keinen Anstoß zu erregen, brauchen also diesbezüglich keine Bedenken mehr zu haben. Soll das Andenken Spinozas gefeiert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich in einem längeren, an unsere׳ Redaktion gerichteten Schreiben Herr Jakob Teßler, Nürnberg. ״Spinoza war unbestritten ein כופר וממית ומדיח dessen Theorien nicht nur der Thora, sondern auch der Weltgeschichte zuwjderlaufen“. ״Es bedeutet ein schwerstes Vergehen, wenn Juden an Dreihundertjahre-Spinoza- Feiern teilnehmen.“ Vereinsnachrichten. Sr. Ehrw. Herr Rabbiner .Samuel Hager hält jeden Schabbos um 3 Uhr nachmittags im Bethause Meichisch Jeschuoh, II., Josefinengasse 7, einen Sidra-Vortrag. M ,, Verein ״Chibas Erez Jisroel“. In Wien ,ist ein Verein gegründet worden, der aus den Erträgnissen des Mitgliedsbeitrages (S 1.— monatlich) regelmäßig Palästina- Reisen unter seinen Mitgliedern verlosen will. Auskünfte bei. N. Dickmann, II., Lilienbrunngasse 16, Tel. A-49-6-19; J. Seidman, II., Am Tabor 22/V/3. Bei Menschen mit unregelmäßiger Herztätigkeit schafft ein Glas natürliches ״Franz-Josef“-Bitte1־wasser, täglich früh nüchtern genommen, - mühelosen, leichten Stuhlgang. Herzfachärzte sind zu dem Ergebnisse gelangt, daß selbst bei Fettherz und Klappenfehler das Franz- Josef-Wasser sicher und ohne jegliche Beschwerde darmreinigend wirkt. Das ,,Franz-Jose f“-Bitterwasser ist in Apotheken, Drogerien und Mincralwasserhandlungen erhältlich! __ ./ •. ,$. Briefkasten. B. R. und G..D.: Mit clor Veröffentlichung der Erklärung des Tarnopoler ,Raw haben wir zu der .behaudelteu ׳Frage keinerlei Stellung genommen. Wir• haben uns lediglich verpflichtet •gefühlt, einer Erklärung־ des Tarnopoler Raw, der zu den größten rubbinischen •Autoritäten ׳unserer Zeit gehört, du ׳unserem Blatte Raum zu ׳geben. Dies ,um ׳so mehr, als der Tarnopoler Raw zu wiederholten Malen auch öffentlich in verscliiedenen Werken gegen das profane ■Studium aufgetreten und daher ׳durch die Verleihung der beiden iRabbinats- (Atteste an Studenten doppelt getroffen ist. — T. Sch.: Sie unterschieben uns zu Unrecht ein Eintreten für eine!Partei, obwohl wir uns bemüht haben, ,strengste Neu;• tralität zu wahren. Die ״,Orthodoxe!Liste“ ist ebenso antinational wie z. ß. die!Liste ״Union-Werktätige“. Das Wort ״nichtnational“, von uns •gebraucht, ist nur wörtlich, als gegen die zionistischen Listen gerichtet, zii verstehen. Wir halten es schon deswegen für unmöglich, daß ein orthodoxer Jude einer nationalen (zionistischen) Liste seine Stimme gibt, weil das Programm dieser Listen (Volksgemeinde) mit den Begriffen eines orthodoxen Juden über Aufgaben und Pflichten der Kultusgemcinde ׳unvereinbar ist und weil im. allgemeinen die Politik dieser Listen fiir die Wirtschaftliehen und sonstigen Interessen der Wiener judenheit viele Gefahren in sich birgt. Weiße Zähne: Chlorodont Nagels Selchwaren-Restaurant. Herr Nandor Nagel hat am Dienstag clas Selchwaren-Restaurant Eisen & Hönigsber in. der Praterstraße 33 übernommen. Herr Nägel ist der Sohn und langjährige Mitarbeiter des Herrn Josef Nagel s. A., dessen Restaurant wegen der guten Küche sich allgemeiner Beliebtheit erfreute. Seit mehreren Jahren besitzt Herr Nagel Restaurationsbetriebe in Marienbad und Franzensbad.. Herr Nagel ist seit seiner frühesten Jugend bei diesem Berufe und es ist sein Herzenswunsch, seine Gäste zufriedenzustellen. Die Er- Wartungen, die an den Namen ״Nagel“ geknüpft werden, in Bezug auf Küche, Bedienung und zivile Preise,, werden sich gewiß als vollauf berechtigt erweisen, um so mehr als Herr Nagel die Selchwaren aus der bekannten Feinwurstwarenfabrik Eisen & Hönigsber beziehen wird, י— (Die Redaktion der ״Jüdischen Presse“ wünscht Herrn Nagel zu seinem neuen Unternehmen vollen Erfolg.) KRITIK UND BETRACHTUNG. Tgdbmvoh-Gedaöken der Zionisten* Religion ist augenblicklich wieder Mode. Früher wollte jede Partei moderner und fortgeschrittener sein als die andere und jetzt schwelgt man direkt in — Frömmigkeit. Sogar die zionistische ״Stimme“ — ״macht“ augenblicklich in Frömmigkeit. Sie schreibt zu dem gewiß beachtenswerten Aufruf des ״Schomre-Schabbos“, die auch wir in unserer vorigen Nummer brachten: ״Wir geben dieser Veröffentlichung um so lieber Raum, als es gerade (von uns gesperrt! Red.) die zionistischen Mandatare sind, die sich diese Forderungen der gesetzestreuen Juden längst (von uns gesperrt! Red.) zu eigen gemacht und diese Forderungen längst Gemeingut der wahlwerbenden ״Zionistischen Liste“ geworden sind.“ Wenn es nur wahr wäre! Bis nun hatten die schabboshaltenden Firmen bei den Offert-Ausschreibungen keinerlei Vorzug, eher das Gegenteil, obwohl diese Firmen so große Opfer für den Schabbos bringen. Auch bei der Aufnahme von Beamten gab es kein Vorrecht in der israelitischen ,Kultusgemeinde für jene, die den Schabbos hüten und lieber hungern und arbeitslos bleiben, als den Schabbos zu entweihen. Da war schon wichtiger die Parteizugehörigkeit. Aber freuen wir uns, wenn man Tschuwoh tut. Freuen wir uns, wen nun sogar die Zionisten Liebe — und wenn auch nur platonische — für den Schabbos hegen. Vielleicht erleben wir noch, daß Mosche Rat sein Geschäft Schabbos sperrt und Stricker nicht mehr öffentlieh am Schabbos seine Zigarre raucht. Wir würden uns ehrlich freuen. Espe. Der ״öffentliche66 Charakter des Schabbos. In Nummer 41 unseres Blattes haben wir uns mit den ״Bemühungen des Tel-Awiwer Bürgermeisters, Meier Dizengoff, um die Wahrung des öffentlichen Charakters des Schabbos“ beschäftigt und darauf hingewiesen, daß Dizengoff selbst in Warschau öffentlich den Schabbos entweiht hat. _ . Nun entschuldigt sich Dizengoff damit, er habe damals vergessen, daß Schabbos ist. Kein Wunder! — In Warschau konnte Dizengoff einen ״öffentlichen“ Charakter des Schabbos nicht finden! _ T. Meier Berlin verurteilt die Politik des polnischen Misracbi. Auf der ,Durchreise nach Amerika befand sich Meier Berlin, der Misrachi-Führer, in Antwerpen und erklärte anläßlich eines Interviews einem orthodoxen Journalisten, er mißbillige die Taktik der polnischen MLsrachistett! welche in den Kehillah-Vertretungen gemeinsam mit den Zionisten und den anderen areligiösen Parteien g.egen die Orthodoxen gehen. Man könne weder ihn noch die Exekutive dafür Verantwortlich machen, daß die Misrachisten in Polen eine Politik führen, mit der er selbst nicht einverstanden ist. Meier Berlin hat vergessen, daß diese misrachistisehe Taktik nicht gerade in Polen von seinen Gesinnungsgenossen geübt wird, sondern von allen Misrachi-Gruppen, Wo solche bestehen. Ob in Jerusalem oder in Warschau, ob in Riga oder in Wien, überall sind die Misrachisten auf Seite der nationalen areligiösen Parteien, gegen die Orthodoxen zu finden. Es ist ja auch ganz klar, daß sie ihren zionistischen Gesinnungsgenossen, mit denen sie in einer Organisation sitzen, im Kampfe gegen die Orthodoxie behilflich sein müssen. Meier Berlin tut also seinen polnischen Freunden Unrecht, wenn er ausgerechnet auf s i e böse ist. R. Armes jüdisches Volk! Ein kleiner Junge ging mit seinem Vater einst in ein Zimmer, dessen Fenster vollständig mit Buntpapier belegt waren, so daß es im Zimmer stockdunkel war. ״Vater“, sagte das Kind, ״ich habe so Angst, drehe doch das elektrische Licht auf.“ ״Wozu künstliches Licht, mache das Fenster auf, laß’ die Sonne herein, sie wärmt und leuchtet zugleich.“ An diese kleine Geschichte mußte ich denken, als wir von Berlin mit der Nachricht erfreut wurden, daß dort in der Sonntagsgemeinde eine Neuheit geplant sei, Männer wie Einstein und Heinrich Mann zum Predigen einzuladen. Armes jüdisches Volk! Ein Professör Einstein predigt dir, der soviel weiß vom Judentum wie ein Kind von der Relativitätstheorie. Der Christ Heinrich Mann, dessen Beziehungen zum Judentum darin bestehen, daß seine Frau angeblich die Tochter eines Münchner jüdischen Arztes sein soll. Wozu dies alles? Wozu um jeden Preis von Auswärts Anregung und Erbauung. schöpfen? Warum •dieses künstliche Licht, wenn das natürliche, das eigene so glänzend ist. Zurück zur Thora sei die Parole! An ihr werdet ihr kranke Menschen genesen. Durch das milde Licht der Thora werdet ihr den Weg zurückfinden! , Herbert Samuel — am Rosch-Hascliono. Sir Herbert Samuel, früherer englischer Innenminister, ist bekanntlich vor kurzem von seinem Posten zurückgetreten. Man erzählt als Kuriosum, daß Herbert ׳Samuel, du sein Rücktritt gerade um Rosch-Hascliono erfolgte, den Weg nach dem Buckingham-Palast zur Absehiedsa׳udie11z beim König zu Fuß zurücklegte. Jüdischer Witz. Von Reg.-Rat J. Kreppei, Verlag ״Das Buch“. I. Postamt 9, Postfach 22. — Preis RM. 3.—. Wenn man vom ״jüdischen Witz“ spricht, denkt man unwillkürlich an die Selbstverulkung eines Eisenbach und Konsorten, die es mit ihrer Würde für vereinbar gefunden haben, für schnödes Geld vor der Allgemeinheit sich zu prostituieren. Aber diese Art Witz ist weit entfernt von dem echten jüdischen Witz, der aus dem Volke entstanden, auch im Volke seine wahre Heimstätte hat. ״Der Jüdische Witz hat die Aufgabe eines Sicherheitsventils, die erregten Nerven zu beruhigen und das verbitterte Herz von dem Gefühl der Beklemmung zu befreien. Andererseits ist er Ausdruck des jüdischen Optimismus. Auch in den schwierigsten Situationen rafft sich der Jude zu einem Lachen auf, bekundet damit seine unerschöpfliche Lebenskraft und seine innerliche Ueberlegenheit. Erspottet über ״Haman und Hitler, über Not und Elend, über Bosheit und Verfolgung“. Das jüdische Lachen ist ein ״Lachen mit Herzweh“. Aber es gibt auch den Witz, der Ausdruck einer heiteren Neschomoh ist, nebst einer feinen, oft tiefsinnigen Satire. Mit feinstem Geschmack hat der bekannte Publizist es verständen, aus dem reichen Born jüdischer Witze das Beste ׳herauszufischen. Besondere Anerkennung muß detn Verfasser gezollt ־werden,!daß er die schwere Klippe, den schwierigen Unterschied von Witz und ״Lezanes“ zu wahren, umgangen hat. . Es ist nur zu wünschen,!daß dieses herzerfreuende Werk die verdiente Verbreitung finden und Herrn Reg.-R. Kreppei veranlassen wird, einen zweiten Teil folgen zu lassen. Espe. Wir bringen nachfolgend eine kleine Auslese aus dem Buch von Reg.-R. Kreppei: Als Rabbi Berisch Meiseis im Jahre 1848 Mitglied des österreichischen Parlaments war, stimmte er bei allen wichtigen Fragen mit der Opposition. Einmal fragte ihn der Ministerpräsident: ״Warum stimmen denn die jüdisehen Abgeordneten immer mit der Linken?“ — ״Exzellenz“ erwiderte der Rabbiner, ״weil wir Juden in Oesterreich keine Rechte •haben!“ * Rabbi Mendel Kozker erhielt, als er noch ein kleiner Junge war, die Frage vorgelegt: Wo wohnt Gott? ¬י Wo man ihn hineinläßt! lautete die prompte schlagfertige Antwort,; Als Rabbi Chaim Soloweitschik (Brest-Litowsk) in Petersburg einer Rabbinerkonferenz beiwohnte, brachten die jüdischen Blätter übertriebene Schilderungen über seine Persönlichkeit, seine Weisheit und seine reale Denkweise hinsichtlich aller aktuellen Fragen. Ganz besonders erlaubte sich der Korrespondent der jüdischen Tageszeitung ״Hajnt“ in Warschau, Rabbi Chaim Worte in den Mund zu legen, die dieser nie gesprochen hatte. Als der Korrespondent eines Tages bei Rabbi Chaim vorsprach, um seine Meinung über einen auf der Tagesordnung der Konferenz stehenden Gegenstand zu hören, erwiderte dieser: ״Leider bin ich momentan außerstande, mit meiner Ansicht zu dienen, ich habe noch heute den ״Hajnt“ nicht gelesen und weiß also noch nicht, was ich gestern über meinen Standpunkt zu dieser Frage gesagt habe..,“ ״Scl10mra‘L Verlosung!Bei der am Montag, den 7. November, stattgefundenen Verlosung der bis E1־ew Sukkoth eingelösten ״Schomra“-!Büchlein haben Frau David Bischofswerder ■und Herr Robert Hofbauer die beiden Preise (je S 15,—) gewonnen. 8 B ». c h e 1> Mensch und Prophet im Rhythmus der Zeit.66 1 Von Oberrabbinev Dr. Adolf Altmann, Trier (Herinon-Verlag, Frankfurt a. M.). Es freut den Menschen wirklich, daß abseits vom Drange und der Not der Zeit noch Menschen vorhanden sind, "die Muße ׳und Ruhe finden, ■um wissenschaftliche und schöngeistige Arbeit zu leisten, ln diesem Sinne sei das in der Uoberschrift erwähnte Heftchen, mit welchem' der Autor die jüdische Oeffcnlichkcit erfreut, herzlich be willkommt. Aber eine Frage an alle, die von der Vorsehung dazu auserwählt sind, geistige.Führer zu sein: Warum so abseits vom täglichen Leben? Wissen sic nicht, daß es der Masse am täglichen geistigen Brot fehlt? Man sättigt den Hiingerigen besser mit!Brot als mit dem feinsten Gebäck. Verstehen die Führer ihre Zeit so wenig? Mit den täglichen Problemen des gewöhnlichen Menschen sich auseiuuiKlerzusetzen, ihm jüdischen Unterlialtiingsstoff bieten, wäre notwendiger und nützlicher! Was soll ein so geplagter Alltagsmensch mit schwieriger Literatur beginnen, wo er der Belletristik bedarf? Isaak Breuer hat bis vor einiger Zeit einige Werke der Welt geschenkt, die in leichtfaßlicher Weise die Problematik des jüdischen Alltags richtig erfaßten und behandelten. Fr schweigt in letzter Zeit. Wir brauchen ihn und seinesgleichen. Wohlan, etwas Brot für unseren Hunger!_—1. —n. ספר בראשית עם פירוש רשיי וג׳ תרגומים: אונקלם» יונתן וירושלמי, ונלוו להם שלשת חבורים ואלו הם 5 א) המסורה, ב) ספר למורי ה׳, ג) ציונים. בהוצאת המחבר הרה׳ג ר' יונתן שטייף, דיין ומו*צ דקחיי בודאפעסט. Die ׳großangelcgte Gluimisch-Ausgabe von Rabbiner Jonathan Steif, deren erstes Heft (bis I. B., Gap. II., V. 3) ׳in der ״Jüdischen Presse“ bereits 'besprochen wurde, hat durcih das vorliegende Heft eine wertvolle Erweiterung erfahren. ׳Das Heft umfaßt das erste Buch vom Cap. M., V. 4 bis zum Cap. IX., V. 32, also bis Ende des Wochenabschnittes Noach. ׳Die gründliche Gelehr-׳ samkeit des Verfassers kommt auch in diesem Teile y,u voller •Entfaltung. Alle Probleme der Übersetzung, Deutung und Auslegung der einzelnen Verse werden eingehend behandelt. Es ist die Folge dieser Methodik, daß die ernten elf Kapitel der Thora einen stattlichen Band von 570 Seiten (Großoktav), bei Verwendung von kleinen und kleinsten Typen, ergeben. Die Handlichkeit und Uebersiohlichkeit des Werkes wird durch diese technischen Mängel sehr!beeinträchtigt. Allerclingß, wer sich durch solche Hindernisse nicht abschrecken •läßt, der wird für seine Mühe reichlich belohnt, durch die Fülle der Kenntnisse und Anregun« gen, die mau beim Studium des Werkes gewinnt. — Zu beziehen beim Verfasser, Rabbiner Jonathan Steif, Budapest, Dohany-ucca 28. Der ״Große Brockliaus‘4, Vor uns steht der neue ״Große Brockhaus“, dessen 12. Band soeben erschienen ist*). Wenn immer man von *) Der ״Große Brockhaus“, Handbuch des Wissens in 20 Bänden, Band 12 (Mai bis Mud) in Leinen S 47•—; bei Umtausch eines alten Lexikons nach den festgesetzten Bedingungen S 43.—.

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