Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 37 (16.9.1932)
- Date
- 1932-09-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Der eigentliche jüdische Witz V;t eine Är.t Selbstironie, Sarkasmus, Galgenhumor — der Jude flüchtet sich in seiner Ohnmacht gegen das Schicksal zum Witz. Von besonderem lntereps!e sind in dieser Sammlung die Ab* schnitte.* Gott. Thora.!Patriarchen, Talmudweisem Rabbiner, Apikorsim. Judenfeinde, Zarismus, Bolische* wisuius Hakeuikreuzler. Reichtum und Armut, Frauen, Schriftsteller und Gelehrte. Zionismus und Palä*. stiu« tiisw־. /hntlicüe Verlautbaru ngen der israel. Kultusgemeinde Wien. Konkursaussdireibung Tm Spital der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVlfL, Währingergürtel 97, gelangt an der chirnrgisehen sow ie an der u r o 1 o g i s c h e n Abteilung je eine SekundararztStelle zur Besetzung. . . .. .... Zur Anstellung sind erforderlich: Die Österreich!־' sehe Staatsbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde in der österreichischen Republik; die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem der Vorstände der medizinischen Abteilung des eigenen Spitals ausgestelltes Zeugnis) und' ein Alter von unter 35 Jahren Mit der Stelle ist nebst dem . in der Besold u ngsordnung für die Abteilungsärzte des Spitals der israelitisehen Kultusgemeinde fixierten Barbezug die Benützung einer möblierten Natiiralwohnung samt Beleuchtung, Beheizimg und Bedienung sowie die volle Verköstigung verbunden. Für die letztere werden die Eigenkosten von dem lVlonutsbezug in Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet. .Mit (len Personaldokumenten (Geburtsschein. Heimatschein, Diplörn. Nachweis der Zugehörigkeit /.um 1 Judentum, Zeugnisse : Uber die bisherige fachliche Ver- Wendung) belegte Gesuche sind an den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien, J., Scitenstettengassc 4, bis 1 ii ngs t e n s 10 0 k t o b c r 1932, 12 LI 11 r mittags, zu׳ überreichen. W icn, 8. September 1952. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde, Dispens!der*: jüdisdiei^ Scliüler^ypin, ^lüill^nch/ .,.ä an,den hohen/jüdisdien^ Feiertagen Der Stadtschulrat für Wien hat mit Erlaß, Zahl 2575/10 Ha-1952, die Direktionen (Leitungen) aller'dem Stadtschulrate unterstehenden׳ ־U-hterri0htsa.11sta.lten in Kenntnis gesetzt, daß die israelitische Schuljugend an den Tagen des Neujahrs-, Versöhniiugs-, Laubhütten-. Passah- und Wochen festes Anspruch machen kann, vom S c 11 u 1 b e s u c Ire befreit zu werden. jüdische Pflegeparteien für Kostkinder gesucht Familien, die ein -.fixes Einkommen haben und gegen Bezahlung der ErhaltUngskosten ein oder mehrere Kinder aufnehmen. Würden', - mögen sich schriftlich bei der F ii rso r g e z e n 11־ a 1 e der israelitischen Kultusgemeinde, L, Seitenstettengasse 2, melden. Anonyme Spenden fi s* «• 8.8 Kunafdl gfr@ng djuöll erzeugt wlrrf urteldaher mM fbt ohfii Sädinkeli für ^^ubereitimg5 von Spoigiert v^oaid^t woitlen kaniii Künoföf löf ofrt völlig röirfeä' PfrartfanföW* nahrhaft, tefcfit..v0rdäS(lcH: und’ fait uh* begrenzt heitbar. Kune r öI wird uhier ständigef Äufeiöfrf des Herrn Befirks* rabbiners S; EthrenfeTd zu M'atte r s b u r g fi'drg esie111. , 100% REINES KOKOSNUSSFETT t'fiMMifMMnaHBiiiBtfilta■ ■«!»■■■■ו { T s e h e c h o s I o W a k ei OberrabbmerDusdtmsky — Oberrabbiner dfef Orthodoxen Gemeinde in Jerusalem* Nach wochenlangen schriftlichen .׳Verhandlungen der Vertreter der orthodoxen Gemeinde in Jerusalem mit Sr. Elirw. Herrn O b e.rra ׳R./l! i u e 1־ Josef II. Dus c h i n s kv in C 11 11 s t wegen ijebermvhme der Jeriisa- '.Ieiner orthodoxen Oberrabbinerwürde als Nachfolger Rabbi Josef Chajim Sonnenfelds ן״ל fanden sich am 12. und 15. EinI die Delegationen mehrerer an dem Aufblühen und Gedeihen des orthodoxen Judentums irn heiligen Lande ideell interessierten Körperschaften und Institutionen' in B r a t i s La v u zusammen, um* alle noch ungeklärten Einzelheiten abschli^übiid zu erörtern.׳ Die mVerhnndlimgenn ׳״fühiitton izn-u dene.1RekSultatv>! daß . Herr! Oberrabbiner Duschinsky den''Entschluß faßte, die e 11 r e 11 d e B e ruf u 11 g a u s d e '1־ hei I i ge u Stadt aiizunehmeu Diese Entschließung׳ löste in den weitesten Kreisen :des orthodoxen Judentums -die freud'igsto Genugtuung aus, und bietet ׳.sowohl-den ortho- .doxe.11 Gemeinden in Jerusalem, als auch der gesamten tiioratrcuen Judenheit die Gewähr, daß die weitere;Entwicklung der Jerusalemer Gemeinde in •den Bahnen fortgestzt werden wird, -die ihr!der lieimgegaiigene גאון וצדיק!"ל geebnet hat. Oberrabbiner Duschinsky wird 111. G. H. das große Werk seines verew'igten Vorgängers vollenden. Der Segen und die guten Wünsche des gesamten Thorajiideiitums geleiten seine Wege! Schon während der Besprechungen wurden Herrn Oberrabbiner Duschinsky zahlreiche telegraphische und briefliche ׳Begnißiiiigskiiiidgebungcn von führendenraibbiniselieii Autoritäten und orthodoxen . Verein•!־ gungen und Organisationen uns aller Herren Ländern des Ostens und des Westens überreicht, die der Freude Ausdruck geben, die alle Herzeit in dem Bewußtsein erfüllt, daß ,das Erbe Rabbi Jos. Chaijim Sonnenfelds ז״ל in solch würdige Hände gelegt ist. . 5. 1 •■׳ü ־־׳ ‘ f') 1!1 .־ ■ ..■■׳׳ ׳ . . 1 . ‘ 11 ׳< '׳ Oberrabbiner Duschinsky in Bratislava Se. •lElirw. Herr Oberrabbiner Dm s c 11 i n s!k y aus Chust, der jetzt zuni Oberrabbiner der orthodoxen Gemeinde in Jerusalem gewählt •wurde. Weilte ׳ auf . seiner ,Heimreise vom ■Kurorte am 12. und 15. Elul in Bratislava. Hier war er Gegenstand allgemeine!• Aufmerlcsamkeit und Verehrung aller jüdischen!Kreise. Zahl reiche frühere Schüler und!Flreunde des (Rabbi kamen aus Nah und Fern herbei, um ihm Zeichen der .Anhänglichkeit zu erweisen. Herr Oberrabbiner .Duschinsky kehrte!Mittwoch Abend in seine Gemeinde״ zurück, ■wo■ ihm der feierliche ,jRabbonus-iBrief“ d§r Jerusalemer Gemeinde und der ihr angeschlossenen Institutionen überreicht erden wird. Von N. N, sind in gewöhnlichem Schreiben, Postaufgabestempel Brüssel; 7. September 1932, S :30 (fünfzig) ״für einen wohltätigen Zweck“ der 1* Li!■sorgezentrale der israelitischen Kultusgemeinde zu gegangen, was auf diesem Wege dankend bestätigt wird. Kuhdiriadiung Der Vorstand der israelitischen Kultüsgenieinde Wien veranstaltet an den kommenden; hohen Feiertagen im Festsaale des Hotel ״Post“, 1״ Fleischmarkt 24 (Eingang, 1״ Drachengasse 1) einen Festgottesclienst, der hauptsächlich für die reifere Jugend beiderlei Gesphlechts (im vVlter von etwra 15 bis 20 Jahren) bestinjmt ist. Der Zutritt zu diesem Gottesdienst, der nach dem Vorbild und ,im Umfang der Gemeindegottesdienste abgehalten wird, erfolgt auf Grund 11 n e 111 ge 111 i c h a 11 s g e g e b e n e 1־ Karten, deren Verteilung tunlichst im Wege der Jugendorganisationen durchgeführt werden soll. Die Jugendgrtippe,n werden ersucht, ein Verzeichuis jener Jugendlichen; die Eintrittskarten zu diesem Gottesdienste wünschen, bis spätestens Dienstag, den 20. September d. j. dem Jugendreferate der Kultusgemeinde zu übermitteln. Die Ausgabe der Karten auf Grund •der Verzeichnisse erfolgt am 21. und 22. September^l. J״ während die Einzelkarten an Jugendliche ab Freitag, den 25. September d. J״ im Jugendreferäte, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock, von 9 bis 12 Uhr vormittags, ausgegeben werden. Der Vorstand der israelitischen Kultiisgeineiude, Talmud- und Barmizwah-Unlerri dil Voin• Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien .wird״auch im Schuljahr 1952/33 ein Talpiud- und Barmi'zwah-Kurs (letzterer *nur für Kinder mittelloser Eltern) im Schullokal, XX״ Othmargasse 46, eingerichtet. Einschreibungen und Unterrichtsstuiulen, Die Einschreibungen linden täglicli ab Sonntag, den 18, d. M., bis einschließlich Freitag, den 23, d. MV, von 9 bis 10 Uhr vormittags im Schullokal, XX., Othrnargasse 46, statt. Der Unterricht beginnt am Sonntag, den 18. d. M״ am 8 Uhr früh und findet jeden Sonntag von 8 bis 10 Uhr vormittags, Montag und Donnerstag von halb 2 bis 4 Uhr nachmittags in! genannten Schnllokal statt, 1D e r U n t e r r i c h t i s t!! n « n t g e 111 i c h. Der Vorstand- Größer Agudä־Vortragsabend in Bratislava. Die Bratislavaer. Judenschaft hatte am letzten /Montag einen erlebnisreichen Abend von höchstem,; jüdisch-geistigem . Genuß. Die Agudas-lsroel-Orts- und; jugendgruppe veranstaltete einen Vortragsabend, an den! 'die •Herren Dr. Isaak Breuer und Dr. Salomon Ehr- :mann aus Frankfurt am ■Main als Redner auftraten. /Dr. Breuer sprach über das Thema ״Jüdischer M e n s c h u n d־ j ü d i s c h e s V o'l k“, Dr. Ehrmann über;״Von Palästina z u E 1־ e z - l s r o e 1“. Der gute!Ruf, der den Rednern voranging, sowie die Themata, über die sie sprachen, zogen ein zahlreiches Publikum an. Eine nach Hunderten zählende Zuhörerschaft aus allen Kreisen der Bratislavaer Judeiij.füllte den geräumigen /Tatrasaal. .Der Vorsitzende, Herr Jakob Joel Braun, begrüßte mit einigen einleitenden Sätzen die Er- ■schienenen, namentlich (len unermüdlichen, geistesfrischen Agudaführer Herrn Wolf P, a p p e n 11 e i in aus V^ien, den vollzählig anwesenden Vorstand der orthodoxen Gemeinde und besonders’*)die beiden ׳Redner des Abends. Mit . rauschendem Beifall empfangen, ■begann Di*. Isaak Breuei* seinen von allen Anwesenden mit Spannung erwarteten Vortrag. Mit ■der ihm eigenen scharfen und klaren Diktion umschrieb er in spinen auch rednerisch ungemein wirksamen Ausführungen zunächst die Wesens- Züge des - jüdischen Eirizelinensclien Und des jüdischen Volkes, der ״jüdischen Nation“,»In seinem Verhältnis zum Schöpfer erkennt der einzeln'e Jude in G’tt ״unseren Vater“,. während er •in ״unserem König‘‘ den uneingeschränkten Souverän der jüdischen Gesamtheit erblickt. Davon ausgehend, unterzog der!Redner das Verhalten der Juden in der Gegenwart den Erkenntnissen gegenüber, die sich aus der geoffenbarten Thora erschließen, einer scharfen, philosophisch und soziologisch begründeten Kritik, Thora und , iMiwoh üben in seinem Privat- und ■Einzelleben, bedeute,;Vom Gesichtspunkt der wahren jüdischen Erkenntnis hetrachtet, im besten Eali die Anerkenunrig G’ttes als א3ינו . Ihm und seiner Thora das Recht auf bedingungslose Regentschaft über alle Lebensinhalte der Gesamtheit theoretisch oder praktiscli versagen, heißt, ihn nicht auch als. , מלכינו anerkennen. Dieses Königtum G’ttes in Israel kommt in seiner ganzen Entfaltung nur im wahren, jüdischen Staat, \venn■ er auf seiner Höhe ist, zur Geltung. Die Thora, das wahre, von G’tt gewollte Recht, gelangt nur in diesem Staate zur ,vollend ete 11 Verwirklichung•. Sich zu einem jüdischen Staatswesen bekennen oder 'י irgend eine jüdische Gemeinschaft bilden helfen, die nicht bodTngungslos von vornherein auf die Souverän}- tät der Tliauro aufgebaut ist,'bedeutet eine Le.u’gnun■ g. eines w es e n 11 i c 11 eil Teil e s d e r G’ 11 e s- Offenbarung, wenngleich derselbe Einzelmensch sonst G’tt, dem Schöpfer und Fürsorger, aufrichtig dient. Die Zerstörung des jüdischen!/ Staatswesens durch das erste und zweite חירבן hat allerdings die Souveränität G’ttes als מלכינו stark beeinträchtigt, sie hat sie aber nicht vernichtet; denn in ihren ״Unteren Verwaltungsbezirken“ wurde sie auch nach dem חורבן erhalten. ,Diesen ״unteren Verwaltungsbezirk“ erblickt Redner in der jüdischen Gemeinde, die in ihrem freilich stark eingeschränkten Wirkungskreis prinzipiell ein Abbild des jüdischen Staatswesens bietet. Hier angelangt, fand der Redner •Gelegenheit, der orthodoxen jüdischen Gemeinde eine thorag*emüße Sinndeutung von! lichtvoller Klarheit und erhabenster Größe zu geben. Dabei unterzog er den Zionismus als Verkürperev und Künder der thoralosen jüdischen Gemeinschaft einer unerbittlich scharfen und in ihrer logischen!Bündigkeit unwiderlegliehen Kritik. Eben deshalb, weil Redner in dein philosophischen Unterbau seiner Gedanken die ,Jüdische Nation“ als den höchsten Ausdruck des G’tteswilleus bejahte, wirkte sein vernichtendes Urteil über jüdische Gemeinde und jüdische Gemeinschaft, wenn sie sich der ihnen gestellten Thoraaufgabe entziehen oder sie als eventuell ״tolerierte“ Nebenerscheinung auch - dulden, aber nicht als ״Konstituante“ des Judentums anerkennen und sie nicht zum Daseinsziel machen, auf ■die Zuhörerschaft mit unwiderstehlicher Ueberzeugungskraft, Die Fülle der Gedanken, die hiebei in scharf pointierten Sätzen zum Ausdruck kamen, gestaltete den Vortrag zu einem seltenen geistigen Erlebnis, das wohl allen Anwesenden unvergeßlich bleiben wird, Der Redner wurde an vielen markanten Stellen StühlverstQpfung, Die Hauptvertrcter der neuzeitliehen Frauenheilkunde haben das natürliche ״Franz* Jo§ef״-Ritterwasser in einer sehr großen Zahl,von Fällen als rasch, zuverlässig und schmerzlos wirkend erprobt, . ־׳ V ־* % I wamm