Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 35 (2.9.1932)
- Date
- 1932-09-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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mm , > ,״׳ י מ. *&6ן New• , * Der Vefwaltühssaussehtiß des?Landesarbeitsämtes. Bäyet:« . teftehüftitfe die II.efteftidht!ttft& - e!Mr ürehfcgev Wefbsfi|äBigfen Stellehyeftnitttütfg und: Bet־üfsberätü1igffüf ,1 den Bezirk des Landesafbeitsamtes Bayefff durch den Verein Schomre Schabbos in Fürth i. Bayern, soweit sie sich lediglich ..auf sonnabendffeie, Beschäftigung Und auf solche jüdische Personen erstreckt» die aus religiösen Gründen am Sonnabend 1nicht arbeiten wollen. ׳ #*; Ein ständiger Polizeiposten attf dem jüdischen Fri!edliof in Saloniki, Um einer. Wiederholung der: Entweihungen vorzubeugen, denen der jüdische Friedhof in Saloniki vor einiger Zeit ausgesetzt war, wurde im Bereich des Friedhofes selbst ein eigener Polizeiposten errichtet. Die ׳ Wiederaufrichtung* des ersten der vor einigen Wochen umgestürzten Grabsteine wird dieser Tage in feierlicher Weise vorgenommen werden. Yemenitische Juden in Palästina beanspruchen das Recht anf Polygamie. Ein prominenter Führer der yemenitischen Gemeinde Palästinas klagte vor dem rabbinischeft Appellationsgericht gegen seine Frau auf Scheidung wegen Ungehorsams, weil sie sich seinem Plane״ eine!zweite Frau zu heiraten und ins Haus zu nehmen, widersetzte. Er führte an, daß ihm, als Orientjuden,, das Recht zustehe, mehr als eine Frau zu haben. Der Advokat Dr. B. Joseph, der im Aufträge des Zentralkomitees der Jewish Women’s Equal Rights Association die beklagte Ehefrau vertrat, wies darauf hin, daß das Vorgehen eines in der yemenitisehen Gemeinde so einflußreichen Mannes auf andere Yemeniten als schlechtes Beispiel wirken werde. Dem Urteil des rabbinischen Gerichtes wird mit großem Interesse entgegengesehen.• Die Jewish Women’s Equal e?i1cltftifi - •> ■*• ״ , . genehmigt Stellönvcfmittlurtgifii Rights Äsäöciätiön fordert Voh der Regierung ein be- ״ slhleuftigtes Inkrafttreten der Gesetze״ wonach die Heirat von Jugendlichen ^untef .jjö Jähfeh verböten^sein und Öigamie als: ein^;■^erbecheli bestffit werden soll.; Ein Tftkrafttreten ndieieF* Gesetze wiSfde die GesatfiGage : der Frätieh in Palästina bessern. v 1« i Betsitzkattetf füh den L^oßoldstädter Tempel. Die P.T. Betsitzinhaber», ״welche auf ihre vor jährigen Sitzplätze ׳ im Leopöldstädter Gemeindebethaus reflektieren, werden hiemit ersucht, ihre Karten rchtzeitig zu erneuern. Dieselben können bis längstens Mittwoch, den 21. September d. J.»« Während der Amtsstünden von 8 bis 1 Uhr mittags änv׳ der Betsitzkartenkasse der Israelitischen :Kultusgemeinde» Wien, I.״ Seitenstettengasse 41 ״. Stock, behoben werden. Die bis dahin nicht erneuerten Sitzkarten gelangen ab 22. September während der. Amts'stunden: von 8 bis 1 Uhr an obgenannter Kasse zum allgemeinen Verkauf. G-ttesdienst. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage im Großen Mtisikvereinssaäl, I., Dumbagasse. 3, im Sofiensaal, Hl.״ Marxergasse 13, sowie im Festsaale des Hotel Continental, II., Taborstraße 4, feierliche G-ttesdienste. Jene־ Parteien,.welche auf die im Vorjahre benützten Sitzplätze reflektieren, können die neuen Karten gegen Vorweisung der vorjährigen äri der Kartehkasse der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, in der Zeit vo‘m 13. bis 21. September d. J. während der Amtsstunden von 8 bis 1 Uhr vormittags . beheben. Der allgemeine Verkauf beginnt am 22. September. I Tsche c 11 o s 1 o wak. ei Reorganisierung der orth. israel. öemeindeschulen in Bratislava, Wegen Ueberhäufung des Stoffes vorige Woche unlieb zurückgeblieben. Im. Interesse der zeitgemäßen Entwicklung des Unterrichtswqsens an den Bratislavaer orth. isr. Gemeindeschulen entfaltet der Schulstuhl eine eifrige Tätigkeit. Die an der Knaben- und Mädchenbürgerschule frei gewordenen Stellen wurden mit Hochschulbildung, besitzenden, vorzüglichen Lehrkräften besetzt. IJnter Berücksichtigung der Anforderungen der heutigen Zeit hat der Schul- Stuhl verfügt, daß im Sinne der neuen Schulordnung für Bürgerschulen auch die slowakische und d e u t s c h e Handels k. o.r r.esp on de n z, Sten o g r,a p h i e . und eventuell auch Maschinenschreiben in den Lehrplan .der Knaben- und Mädchenbürgerschüle eingefiilirt werden'Und im Rahmen des Rechenunterrichtes der Buchhaltung eine größere; Sorgfalt gewidmet werde. — Im neuen Schuljahre wird durch Eröffnung der V. slowakischen Klasse , der Volksschule auch die slowakische Abteilung der Volksschule ihre vollständige Ausgestaltung erreichen. — Der Schulstuhl ist nach wie vor in permanenter Tätigkeit; über seine weiteren Verfügungen zur Hebung des Niveaus des Unterrichtswesens werden die interessierten Kreise von Zeit zu Zeit auf diesem Wege orientiert werden (a. s.). Zur Würdigung der mit Beginn des neuen. Schuljahres in den Ruhestand tretenden Lehrkräfte der Gemeinde erhalten wir folgende Abschiedsgn'Vße: Direktor Wilhelm Kohn. Mit Beginn des neuen Schuljahres tritt ein hochverdienter und allgemein verehrter Pädagog nach 47jähriger segensreicher Tätigkeit von der Leitung jener Schule zurück, die gerade infolge seines. Wirkens zu den besten unseres Landes zählt: Direktor Wilhelm Kohn, der Leiter der orth. isr; Volksschule in Bratislava, der sich und seiner Schule überall verdiente Achtung verschafft hat, dessen Name in weiten Kreisen zum Begriff des idealen Pädagogen geworden, tritt in den Ruhestand. ' Als junger Lehrer, der kaum fünf Jahre lang an kleinen Schulen gewirkt hatte, jedoch auch während dieser kurzen •Frist durch s,eine unermüdliche und erfolgreiche Arbeit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, wurde er nach Bratislava an die Volksschule der orth.-isr. Gemeinde berufen. Einige wenige Jahre genügten, um die Gemeinde zu überzeugen, daß ihre Wahl besonders glücklieh war. Mit vollstem' Vertrauen übergab sie nun die vereinte Knaben- und Mädchenvolksschule der Leitung des von Eifer und Liebe für die Sache erfüllten jungen Lehrers, Die ,Gemeinde, welche nun ihr Sorgenkind in den Händen eines bewährten, begeisterten Mannes •sah, scheute nun keine Opfer, um das Werk der Reorganisier־ rung der Schule, das Schaffen einer auf streng traditionellreligiöser Grundlage fußenden, jedoch allen pädagogischen Anforderungen der Zeit entsprechenden Volksschule zu ermöglichen; sie bot der Schule ein neues, prächtiges Ge- .bäude und gab dem Leiter die Möglichkeit, seine Mitarbeitet* zu wählen. Der tüchtige •Lehrer, mit dem ein frischer Geist in die Schule eingezogen war, erwies sich auch als tüchtiger Organisator. Einige Jahre dauerte es nur und es war ihm gelungen, die Schule zu einem anerkannt vorzüglichen Institut zu gestalten, auf welches die orth, Gemeinde mit Recht stolz sein durfte. Doch neben dem Geist kam auch das Herz nicht zu kurz. Mit welcher Liebe und Energie wußte er sich für• die Interessen der armen Zöglinge einzusetzen! Der Freitisch, der für das Mittagmahl der ärmsten Schüler sorgte, der H e 11 e r v e r e i n, der den armen Schülern Schuhe und K1 e i d u n g verschaffte und den Eltern die Möglichkeit bot, die ungenügende Nahrung der darbenden Kinder! ,aufzubessern, die Kleider- und Schuhaktion, welche die Bekleidung der darauf angewiesenen Kleinen erleichterte, — dies alles sind Institutionen, die noch heute segensreich wirken und das edle Herz und die edle Denkungsart eines auf das geistige und leibliche Wohl der ihm anvertrauten Jugend bedachten wahren Pädagogen loben. Mit welcher Energie verstand er es aber auch, die Interessen der Gesundheit der Schule zu vertreten! Als zur Kriegszeit die Schulgebäude requiriert wurden, wußte er es durchzusetzen, daß der Unterricht in allen■ Klassen — wenn auch infolge י militärischer Dienstleistung mehrerer Lehrer einzelne Klassen zusammengezogen werden mußten •» unverkürzt fortdauerte, Und als in den allerletzten Jahren die Schülerzahl äuf das Dreifache stieg, wußte er seine Gemeinde zu , einer neuen Erweiterung, ja Neuorganisierung der Schule zu bewegen. Die Gründüng der slowakischen Klassen setzte seinem segensreichen Wirken die Krone auf. Sein begeistertes Wirken, sein, ideales Streben fanden so allgemeine Aner- , kennung und. Würdigung, daß einer Sache, für die er ein- ־ trat, schon im vorhinein der Sieg ^sicher war. ]Die Gemeinde, 'die sich der Bedeutung des Schulwesens für ihre Gegen-;wart und Zukunftיstets bewdßjfc'war, brachte mit der; größten Opferwilligkeit bedeutende, oft ihre Kräfte bis aufs äußerste in Anspruch nehjnende Opfer, denn sie . wußte, daß diese Opfer einer Schule galten, die Direktor Kohn zum Leiter hatte, Opfer] 1׳die eben deshalb reiche Früchte tragen mußten. Die Eltern waren voll des begeisterten Lobes für die Schule und ihren Direktor. Die Schüler, viele Tausende, denken mit,Rührung die jLiebe, mit welcher sie Direktor Kohn umgeb^eVhaTfe, ühd^erinnern sich dankbä'r, daß sie die feste Grundlage ihres Wissens und ihres ־ Charakters unter seiner Leitung eKvorben haben. .Seine Mitarbeiter, die Lehrer, die in ihni den bewährten geistigen Führer schätzten und ächteten, denen der erfahrene Pädagog so viele wertvolle Winke und Ratschläge geben konnte, liebten in ihm den väterlichen Freund, der ihnen stets mit Rat und . Tat beistand, der ihre gerechten In- 'teressen imrper treu vertrat, verehrten und liebten in ihm den weisen Leiter, unter dessen Banner im Lehrkörper immer das idealste Verhältnis, ungestörte . Harmonie herrschte. Gemeindevorstand und Landesbehörde verliehen bei jeder Gelegenheit ihrer vollsten Zufriedenheit Weiße Zähne: Chlorodont Ausdruck; so: manche,'wohlverdiente־.Anerkennung wurde־, ihm von seiten der Gemeinde und der Vorgesetzten Schulbehörde im Laufe der Jahre zuteil. Nach einer solchen ,47jährigen segensreichen Tätigkeit hat jedoch Direktor Kohn ein Anrecht darauf,, sich endlich Ruhe gönnen zu dürfen. 1 Wir alle — Schule, Gemeinde, Schüler, Eltern, Lehrer — werden sein Scheiden ,von der Schule schmerz•^ haft empfinden. Wir alle werden den weisen Leiter, den edlen Direktor schmerzlich■ vermissen. Doch sein Geist, der Geist der strengen Religiosität, der hingebenden Und aufopferungsvollen Liebe für Religion und Menschheit, der Landestreue, der Pflichterfüllung, des idealen ,Stre- , bens, dieser Geist wird fortleben und fortwirken in. seiner ' ,Schule! Möge es Direktor Kohn, der jetzt, von der vollsten Anerkennung der Gemeinde und der Schulbehörden begleitet, in den Ruhestand tritt, noch lange Jahre hindurch gegönnt sein, in ungestörtem Glück die wohlverdiente Ruhe zu genießen! Möge er — dies ist unsere letzte Bitte' an ihn — auch weiter noch viele Jahre hindurch der edle Freund und Gönner der Schule bleiben, welche er emporgehoben hat, deren Aufblühen mit seinem Wirken innig verknüpft ist, an welcher er so segensreich gewirkt hat! Direktor Jakob Fischer. Nicht nur die Volksschule der orth. isr. Gemeinde in Bratislava verliert mit Beginn des neuen Schuljahres in dem in den Ruhestand tretenden Direktor Kohn ihren bewährten Leiter; auch von der M ä d c h e n b ii r g e r s c h u 1 e der Gemeinde scheidet der Leiter der Schule, der allgemein geschätzte und , beliebte ■Direktor./J.akqb Fischer., An seinen Namen knüpft sich die Gründung der Mädchenbürgerschule der orth isr. Kultusgemeinde. Die Gemeinde, die ihn nach zehnjährigem, bewährten Wirken an anderen Schulen an ihre Schule berufen hatte, fand in ihm den geeigneten Mann, dem sie mit vollster Zuversicht die Organisierung und Leitung der neuen Mädchenbürgerschule anvertrauen konnte. Seitdem sind 37 Jahre verflössen. Die Mädchenbürgerschüle ist unter seiner Leitung zu einer ällgeqiein beliebten und ,bestbewährten Ani stalt geworden, in welcher sich streng religiöser Geist, < edles Streben mip; gründlichem Wissen paarten. Es war ’ dem Direktor. Fischer durch aufopfernde Arbeit, durch begeistertes Streben gelungen, eine];Sehule zu schaffen, die zu den besten ihrer Art gehört, die vielen anderen zum Muster dient. u ] Direktor Fischer war sich der eminenten Wichtigkeit der Mädchenerziehung bewußt und er stellte seine volle Energie, alle seine Kräfte, sein außerordentliches Wissen in den Dienst seiner Schule. Sein edler Charakter, seih liebevolles Wesen, die Art» wie er mit Menschen tiift־* äüdehen .wußte, sein gfoßes pädagogisches, jüdischeslSHd allgemeines; WisäeiTuntl seine ättföpfCrunfsvoIlC Tat nfiieif: Erfüllten Gi&einde,י Vorgesetzte, *EltCfn, Schüler tthd sjeiÄe Mitarbeiter mit Bewunderung. Schüler und Pro* flsioren seines Lehrkörpers fänden ifidhitt nicht nur den iinermüdiieh tätigen, weisen und liebevollen Leiter, sie Verehrten in ihm auch das Ideal, dem sie nachstreben wollten, das Muster» das sie auf Entfaltung ihrer vollen Kräfte anspornte״ * Nun zieht sich nach 47jähriger segensreicher Tätigkeit auch Direktor Fischer zurück. Die vollste Anerkennung seiner Gemeinde und der Vorgesetzten Schulbehörde, die dankerfüllte Liebe der Eltern, der Schüler und Schülerinnen,» die Achtung und Liebe seines Professorenkörpers, unser aller aufrichtigste Wünsche, daß dem hochverdienten Manne noch viele Jahre hindurch ungestörtes Glück vergönnt sei, begleiten Direktor Fischer in den wohlverdienten Ruhestand. Prof. Josef Jellinek. Auch aus der Knaben^ bürgerschute der orth. isr. Kultusgemeinde scheidet mit Beginn des neuen Schuljahres ein hochverdienten, allgemein beliebter Pädagog, Prof. J o s e f J e 11 i n e k. Es war ihm gegönnt, 50 Jahre eine segensreiche Tätigkeit zu * entfalten, während welcher er viele Generationen erfolgreich lehren und erziehen konnte. Er geht in voller Körper- und Geiste'sfrische in den wohlverdienten Ruhestand; Prof. Jellinek, der sowohl in theoretischer Hinsicht als auch in der Praxis einer der hervorragendsten Pädagogen unserer Stadt ist, war während fünf Dezennien vielen Hunderten von Schülern ein liebevoller Vater und seinen Fachgenossen ein leuchtendes' Vorbild. Er war ein überaus fleißiger, und idealer Lehrer, et: war. die musterhafte Pünktlichkeit, er entfaltete in seinenletzten Wirkungsjahren denselben Eifer und Idealismus wie am Anfang seiner Tätigkeit. Die Arbeit war stets seine Lebensfreude; dies merkte man auch in den Klassen, wo die Schüler unermüdlich mit einer seltenen Begeisterung seinem Vortrag folgten und mit unbeschreiblicher Liebe an ihm hingen. Die Schule war aber auch sein wirkliches Heim! Er gehört zu den ersten Lehrern dieser Anstalt und hat seit dieser Zeit treu und. gewissenhaft ׳an ihrem Aufblühen bis zum heutigen Tage unermüdlich mitgearbeitet. Seine Vorgesetzten würdigten■ auch stets seine Verdienste; Prof. Jellinek wurden stets Anerkennung und Dankbarkeit zuteil. Er war aber auch den Kollegen gegenüber ein väterlicher Freund. Es war keine allgemeine Aktion, an welcher Prof. Jellinek nicht mitgetan hätte; er scheute keine Mühe, wo es sich um das Wohl der; Kollegen handelte,t Er war 25 Jahre hindurch Kassier des jüdischen' Lebrervereines; auch dort versah er seine Mission in der musterhaftesten Weise. . Nun zieht Prof. Jellinek von seiner aktiven Dienstleistung in den .wohlverdienten ,Ruhestand. Möge das :heitere Gemüt, das während seiner 5Öjährigen Wirkungszeit sein eigen war, auch im Ruhestand ihn nie und nie verlassen; dies ist der Wunsch seiner Gemeinde, Vorgesetzten, Schüler, Kollegen und Gönner. Martin Weine r. Neue Aguda-Gruppen in Podkarpatska Rus Das neuerwachte Interesse zur Belebung und Stärkung des orthodoxen Judentums in den ■Gemeinden des karpathorussischen,,Landesgebietes wirkt sich, erfreulicherweise an vielen Orten in der Gründung von neuen Aguda-Gruppen aus. Insbesondere ist es ein : gutes Zeichen, daß sich allenthalben die trotz aller jahrelangen Verführungsversuche treugebliebene Jugend in die. vorderste Reihe der Wegebahner stellt und mit jugendlicher,Begeisterung 1m Dienste der Thora alle Hindernisse zu überwinden׳ versteht, die sie auf־ ihrem Wieg vorfindet. Unter diesen Jugendlichen ragen namentlich die thorabeflissenen hervor, die an den Jeschiwoth ausreichende Thörakenntnisse erworben haben, um nach ihrer Rückkehr in die Heimat befähigt zu sein, die Führung ihrer Altersgenossen in die Hand zu nehmen׳ und sie mit Verständnis vor weiterem Niedergang zu bewahren. An dem Tateneifer der Jugend ermutigt, raffen sich allmählich auch die Väter zu Bestrebungen auf, aus denen bei einer Besserung der bedrückenden wirtschaftlichen Verhältnisse für die 'Wiederaufrichtung und Weiterentwicklung des ortlio-, do;xen Judentums mancher Segen ersprießen kann. Erfreulich ist auch, daß sich durch die immer mehr erkennbaren Erfolge der Agaida-Arbeit für die Orthodoxie auch solche Rabbiner, die sich ihr gegenüber bisher reserviert oder sogar gegnerisch verhielten, nunmehr offen zur Aganlas Jisroel bekennen »und ihr Möglichstes tun, um die Gründung von Aguda-Gruppen für jung und alt in ihren Gemeinden zu fördern und zu, beschleunigen; Aus den!Berichten der letzten Tage ,sind folgende neue Agudas - Jisroel - Jiige ndg rupp e n zu 'verzeichnen: In T e r n o v o bestellt die Jugendgruppe erst seit 14 Tagen und schon zählt sie — wie uns berichtet wird — mehr als 70 Mitglieder. Die Mitglieder erkennen sehr genau diet Aufgaben, die ihnen ini Kämpfe um das orthodoxe Judentum zufallen. Doch macht sich dev Mangel an aufklärender ideologischer Aguda-Literatur sehr fühlbar. Dienstag, den 23. d. M., abends, hielt Se. Elirw. Herr Obe r r ab b i n e r H ag e r ans V111 c 11 o v c e, zu »dessen Rabbiuatsbezirk unsere Gemeinde gehört, bei uns einen Vortrag, der zur Stärkung unserer Gruppe viel beigetragen hat. —־ ln S v a 1 j »a v a hat die neugegründete Agudas-Jisroel- Jugendgruppe frischpulsierendes Leben in die oi'thodoxen Kreise gebracht und sie mehr widerstandskräftig gegen die unfrommen ׳Strömungen gemacht. Hoffentlich genügt es der thoratreuen A.guda-Jugend ,unserer Gemeinde recht bald, auch der letzten Schwierigkeiten Herr zu werden und sich in einem eigenen Betlokal einen zweckentsprechenden und angemessenen Sammelplatz zu schaffen. Der Griippenleitung gehören folgende Herren an: Ignaz Mayer (Präses), M, Rosenschein (Kassier), Leopold Lebovics (Kontrollor) und L Klein (Beisitzer'). — Die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe iii Chust, von deren Gründung wir berichteten, entwickelt sich in raschen . Schritten zu einem »kräftigen orthodoxen Jugeiulzeutruin für die ganze jüdisch diohtbeVölkerie ,Umgebung. In der , vorige Woche abgehaltenen Generalversammlung zeigte sich die!s sehr deutlich. In dem Überfüllten Saal'waren außer den Gliuster Baalebatim auch Jugendliche aus den NachbargonipHiden als Gäste anwesend, die uni Hilfe bei der Gründling gleicher Gruppeu ansuchen, Pie be- Bei zahlreichen Beschwerden des weiblichen Ge* schlechts bewirkt das natürliche ״Franü-Jpjef 1-Bitterwasser die allerbeste Erleichterung. Zengnisse der Kliniken für kranke Frauen bekunden, daß das sehr mild abführende Fran^-Jösef-Wasser besonders bei •Wöchnerinnen mit ausgezeichnetem Erfolg angewendet wird. Das ״Franz-Josef-Wasser ist in Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich,