Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 32 (12.8.1932)
- Date
- 1932-08-12
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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.Vr. 32 JÜOISCHb PRESSE gwcluldeft wurde, Sdtfeib'pr Mim iluit mm auf öübnzistisehen Wege die Anregung gemacht. daß in tief; ,gegentv-ÄPti^ert Zfeit, d« die Jüdische Bevölkertmg auf «ich .selbst angewiesen ist, und 80 viele WohWahrstansfalten!benötigt wenden, in diesem schönen!Rabfbitterhofe׳ ein jüdisches Institut unterge,bracht werde, ij!offentlicih .wird diese Anregung "auf fruchtbaren Boden fallen. Bernhard Rippe!, 10[ NACHRICHTEN M Studien-GeseHscliaftsreisen, .D.ie vom ׳ums;bereits a »gekündigten 1Ge.sellsehaFt.sreisen be.giiiinen am 15. <1. 1M. Zunächst ist eine Schüler- Faihrt nach dem Burgen-land gepilant. die über Traiskirchcn, Tribuswiiikel und Ebenfurt nach Eisenstadt Führt. ■Preis ■S 8.50 (plus S 2 für ,Vlittagmahl). Die zweite Schüler reise findet am 28. August .statt u.rnl führt über Wiener Neustadt nach Kolborrsdorf. Lackenbacli. Deutschkreuz, Sopran. Preis‘!S d.I (,plus S 2.50). Die drifte Reise geht ins südliche ..Bur.gemla.n1d—iSteieniiiar.k. Sie bogiiimt .Montag, den. 5. September und dauert vier Tage. Preis S L (plus S .25). Nach ׳Maßgabe!der freien Plätze kühnen an den Sdiiiilerfeiisen auch .Erwachsene feilnehmen. .Bei mehrtägigen Touren verstehen sieh die -Preise einschließlich ,Hotel, die .in!Klammern gesetzten 'Vorpflegskosten einschließlich Frühstück und iNaohtimnhl. Anmeldungen an die Redaktion der .Jüdischen Pms!se‘\ Die nationalsozialistische Leitung in Oesterreich verbietet den Ruf ״Juda verrecke“. Die Hauptleitung ׳der österreichischen National- Sozialisten hat einen Befehl uiisgegehen, in dem den österreichischen Nationalsozialisten untersagt wird׳, den Ruf ״Juda' verrecke“ zu gebrauchen und religiöse Geineinscluiften öffentlich zu beleidigen oder zu bedrohen. Wnffensuche auf einem jüdischen Friedhof in München- Gladbach. Am Vormittag des 51. jiili erschien die Polizei auf .dem jüdischen Friedhof, um nach dort angeblich versteckten WafFen zu suchen. In Gegenwart des Vorsitzenden der'Syiiittgogengcrneinde wurde ■das Dach eines au die Straße angrenzenden ׳Friedhofspavillons!geöffnet, ,weil man da Hinter die Waffen vermutete. Dieses Dach war in der vorhergehenden Nacht böswillig beschädigt worden. Nach durchgefiihrter ergebnisloser Untersuchung hat sich die!Polizei beim Vorstand der Synagogen- ■gemeinde entschuldigt und mitgetcilt, daß die Wiederherstellimg des aufgerissenen ׳Daches auf Staatskosten vorgenommeu werden würde. Eine Auskunft über die Person des Anzeigeerstatters wurde bisher abgelehnt. Die Serie der antisemitischen Anschläge in Deutschland. In Orteislnirg (Ostpreußen) wurden in der Nacht vom 1. zum 2. August fünf große Schaufensterscheiben des Warenhauses Motulsoi ein-geisch lagen. und zwar bei dem jüdischen Kaufmann Mendel vier und hei dem jiiclisehen ■.Lederhändler Belu• ein ,großes Fenster, jedoch konnten bisher die Täter nicht ermittelt werden. In ■Ncidenburg wurde der jüdische Kaufmann!Bachr überfallen und blutig geschlagen iiis Krankenhaus ge- .bracht. Die Täter sind anscheinend Nationalsozialisten. In KM e I wurde in der Nacht vom 2. zum 3. August gegen halb drei!Uhr ein Bombenanschlag auf die Syna- ■goge verübt. Auf das ׳G-tte!shaus, das sich am Hohenzolle1״־pa1־k, Ecke Humboldtstraße, befindet, wurden, nach ■der großen Wirkung zu urteilen, nicht llandgranuten, sondern offenbar wirkliche Bomben geschleudert: es wurde ein großes Loch ins Maiierwerk gerissen und a.rn Eingang und im Innern schwerer Schaden angerichtet.!Sehr erhebliche Beschädigungen trug auch ׳das •in der Nähe befindliche Licht- und Wasserwerk davon, «bei׳dem wirkt, sind sehr verschieden. ׳Ihre;Beurteilung vom sozial-ethischen und jüdisch-religiösen Gesichtspunkt ist .demnach auch nicht so ׳einfach, wie man sich dies auf' Grund gewisser׳ moderner Schlagworte, die in der materialistischen Anschauungsweise unserer Zeit ihre Quelle haben, vielleicht vorstellen mag. So haben z. B. — wie die Zeitungen vor kurzem zu ׳berichten wußten — in den Vereinigten Staaten von Amerika in den letzten Jahi'en die ״Kinderehen“ sehr zugenommen, und was -'das Merkwürdigste ■dabei ist: inan macht damit auch nach der Meinung׳ hervorragender Mediziner die besten Erfahrungen. Dies hat ■schon jetzt zur Folge, daß in Amerika, immer mehr Stimmen zur Herabsetzung des gesetzlich zur Eheschließung zulässigen. Minclestaltei's laut werden. In Erez Jisrgel luvt mau, in moralischer Beziehung zumindest, mit ,!diesen ״Kinderaheu“ auch nicht •gerade die schlimmsten Erfahrungen gemacht. Bis zum Beginn der neuen Aera war jedenfalls die allgemein eingeführte Eheschließung im •jugendlichen Alter unter anderm eine der Ursachen dafür, daß die jüdische Bevölkerung!des Heiligen Landes sich mit liecht als die in erotischer Beziehung moralischeste Masse der Welt betrachten konnte. Die neue!EinWanderung ׳ist allerdi׳ngs auf dem besten Wege, auch in dieser .Beziehung dein palästinensischen Judentum ihren Nimbus zu nehmen. Ob es also angebracht erscheint, ■in diese Zustände mit der gesetzlichen Festsetzung eines Mindestalters beider Geschlechter für die Eheschließung in diesein Zeitpunkt eiuzugTcifen, wird erst ■genau zu prüfen sein,. Wie Wir erfahren, bereitet die palästinensische Regieruug seit einiger Zeit eine solche gesetzliche Regelung vor. Der ׳High Commissioner wandt, sich vor einigen Tagen an die Jerusalemer Aguclas Jisroel-Zentralo wegen eines iGutaohtens zu diesem Problem vom Gesichtspunkte der Religion vund der religiösen jüdischeu Bevölkerung des Heiligen Landes, Die Agudas Jisroel wird selbstverständlich lalle dabei in Betracht zu ziehenden Umstände und die in die Tiefen des religiöseu Volkslebens dringenden Wirkungen zu erwägen haben, bevor sie ihren Standpunkt in einem Gutachten darlegt. durch den Luftdruck zahlreiche Fensterscheiben eingedrückt wurden. Die .Pöliiei hat!Ermittlungen eingeleitet. Die Täter sind noch nicht gefaßt. ׳ Oie Tagung des zionistischen Aktions-Komitees In der am 3. lAuigust abgelraltenen Sitzung des Aktions-Komitees!kam es anläßlich einer ,Debatte über Hachsdiarab und!Einwanderung zu!heftige» Ause.intantlei'iset'Zungen zwischen den Vertretern der Arbeitef,parfei einerseits und den Misrachisten und einigen anderen ,Mitgliedern des Aktions-Komitees andererseits. Die nicht der Linken angchörenden!Mitglieder des Aktionskomitees traten für eine stärkere Berücksielttiguiig der Einwanderung von Angehörigen des!Mittel-!Standes und anderen nicht der Chain/־Organisation angehörenden Personen ein und beschwerten sich darüner. daß den dem Chol uz-Verband nicht angehörenden Persotien keine entsprechende Anzahl der zur Verfügung stehenden Einwanderungszertifikate zugeteilt werde. Der Leiter der politischem Abteilung der Palästina- ׳Exekutive, Dr, Ch. Arlosoroff. befaßte sich mit den am Vortag eingebrachten Interpellationen wegen der neuen lEinwanderungsvei'ordntmg und betonte, daß durch die neue Verordnung keine neue Praxis bezüglich dev Kontrolle der Einwanderung eingeführt werde. Trotzdem seien Verhandlungen mit dev Palästina-Regierung hinsichtlich einiger Punkte dieser Verordnung aufgenommen und einige Abänderungen beantragt worden, durch die den jüdischen Interessen Rechnung getragen werden soll. Freier Einkauf und Verkauf Für Handwerker in Sowjet- , rußland. Wie die ״Iswestja“, das offizielle Organ der Sovv'jetregierung mitteiit, würden die neuen Erleichteruhgen beim freien Einkauf von Rohmaterial und beim Verkauf von Fertigprodukten nicht mir Mitgliedern von Produktionskoopei'ativQn, sondern auch einzelnen Handwenkerh zugute kommen. Dev ״Iswestja“ zufolge wird auch Einzelhandwerkern Regien!!!,gslrilfc in Form von Krediten, Rohmaterialien, Abschluß von Arbeitskontrakten, Vorschuß von Mitteln für künftige Arbeiten und Aufkauf ihrer Produktion für Regieningskooperativen bei freiem Angebot geleistet werden. Die neuen Ver- Fügungen eröffnen die Aussicht auf Besserung der Lage von Zehn tau senden jüdischen Handwerkern, insbesondere in den Städten. Gegenwärtig gibt es in der Sowjetunion etwa 179.000 jüdische Handwerker, von ׳denen 125.000 in der Ukraine leben. Diese machen 70 Prozent der jüdischen ׳Bev'ölkerung.der Ukraine aus. Spanien denkt nicht an eine Repatriierung der sepliardischen Juden. ■Der spanische •Ministerpräsident Don!Manuel Aza.ua äußerte siel! in einem Interview, das er dem Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur in Madrid .gewährte, über das in letzter Zeit in der jüdischen und spanischen Presse vielfach erörterte Problem einer Rückkehr der sephardischen Juden nach Spanien. Von einer ,Repatriierung der sephardischen Juden mich Spanien, wie sie von manchen romantisch denkenclen Spaniern erträumt wurde, erklärte Minister- Präsident Aza na, kann nicht die Rüde sein. Die Frage ist ■kein einziges Mal in einem Ministerrat behandelt und niemals irgendwo ernsthaft erörtert worden. Der J. T. A.-Vertreter machte den Ministerpiüsidenten darauf aufmerksam, daß in der ausländischen Presse und in oppositionellen spanischen Zeitungen Berichte erschienen sind, denen zufolge sephardische Juden ,in größerer Zahl in verschiedenen Häfen Spaniens gelandet •und von Vertretern der ,Regierung begrüßt worden seien. ׳Die oppositionellen spanischen Blätter ,hätten in diesem ׳Zusammenhang; die!Behauptung aufgestellt, die -Revolution sei mit jüdischer Hilfe, und jüdischem Geld diirchgelührt worden und die Rückkehr nach Spanien sei der Preis, den man dem Wcltjudentum für diesen Beistand habe zahlen müssen. ,Dies alles sind Lügen, erwiderte der Minister- Präsident. Es ist kein wahres Wort an diesen Berichten. Sie gehören in die gleiche Kategorie wie die Meldu.11gen über angebliche Verfolgung und Unterdrückung der .katholischen!Religion durch die republikanische Regierung. Alles was die Republik getan!hat, .ist, daß sie die völlige!Freiheit des religiösen ,Bekenntnisses eiiigefiilirt hat. Dies war ein Teil des republikanischen Programms und ' wurde von uns vollständig׳ durchgeführt. Die katholische Kirche erfreute sich in Spanien, gewisser ־Rechte und Privilegien, die sic anderwärts schon viel früher verloren hatte. Wir!haben diese Privilegieu ■abgesohafft. Aber 'Verfolgung oder Unterdriiekung gibt es •niemandem gegenüber.!Niemand ■wird in Spanien heutzutage wegen seines religiösen Bekenntnisses verfolgt oder ■unterdrückt. Wir haben volle Religionsfreiheit!eiligeführt. Das spanische Volk neigt überhaupt nicht zu Verfolgungen, Inquisition und •spunischc Kriege waren nichts als das Werk einiger Drahtzieher, die damals an der Macht waren. Judenfeindliche Ausschreitungen in Tunis. Am 25. Juli kam es in Tunis im Anschluß an einen Streit zwischen einem Araber ׳und einem jüdischen Kaufmann ziv schweren antisemitischen Ausschreitiingeii, bei denen elf Juden, ׳unter ihnen der Rabbiner Simon Cohen, verwundet wurden. Der Araber hatte während seiner Auseinandersetzung mit dem jüdischen Kaufmann Freunde, herbeigerufen, die den Laden belagerten und eine drohende Haltung; einnahmen. Die sich ihnen entgegenstellenden Polizeikrüfte wurden überwältigt. Um den jüdischen Kaufmann vor der Menge zu schützen, nahm ׳ihn die Polizei in Haft, Ungeachtet dieser Maßnahme stieg die Erregung der inzwischen auf Tausende angewachsenen Menge der Demonstranten immer mehr. Sie zogen in das jüdische Viertel, wo sie einzelne Juden überfielen und verwundeten, und drangen auch in die Synagoge ein, wo Rabbiner Simon Cohen erheblich verletzt wurde. Schließlich gelang׳ es, die Demonstranten mit Hilfe von Militär auseinanderzutreiben, Gegenwärtig herrscht in der Stadt Ruhe. Militärpatrouillen bewachen das jüdische Viertel. Jüdische Jugendliehe aus dem Sportverein ״Makkabi“ und dem revisionistischen Jugendbund ,Brith Trumpelclor“ haben ein Selbstschutzkorps gebildet, das in ständiger Bereitschaft stellt. Der Zustand eines'der bei den Exzessen verletzten Juden, eines gewissen Jakob Anery, ist ernst• Sensationeller Doppelselbstmonl in Warschau. In der Warschauer Vorstadt Praga ׳hat der Doppel- Selbstmord zweier junger Leute, die vor etwa sechs Wocheu einen Ueberfail auf eine Gruppe von Rabbinern verübt hatten, ungeheures Aufsehen erregt. Mehrere junge Leut© hatten damals den Rabbiner von Praga, Silberstein, den Rabbiner Posner, den Neupragaer ita $ m fttmt coOne tötet ״_ 3$ p&tauite Äsw&öfti״ mn ft» ö& nttirtat Stan miam har Bf« «fit« a5ioft)00nt*3«Walte. 3ä&« 4 K& mtt> 4 K& 1m& ®elfe leben bafüt jutüd Rabbiner Maimon und den Militürrabbiner Oberst Frenkel. die nach der Feier des zehnjährigen Be- Standes der Praga er jüdischen Soldatenküche in Ge- Seilschaft einiger jüdischer Bürger den Heimweg angetreten hatten, überfallen und mißhandelt. Auf die ifilfertife der ׳Rabbiner waren jüdische Soldaten herbeigeeilt, die die Angreifer vertrieben uiid zwei von ihnen der Polizei übergaben. In den nächsten Tagen sollte der Prozeß gegen die beiden Attentäter stattfinden.!Diese haben jedoch in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli Selbstmord durch Einnelunen von Veronal verübt. Sie hinterließen ein Schreiben, in dem sie mitteilten, einer ihrer Freunde hätte sie darauf aufmerksam gemacht, daß ihr Angriff auf die Rabbiner eine außerordentlich schwere Sünde sei. und sie deshalb eine barte Strafe G-ttes zu erwarten hätten. Seither hatten sie in entsctzlicher Angst vor den Folgen ihrer Tat gelebt und es nunmehr vorgezogen, diese durch freiwilliges Scheiden ans dem Leben zu sühnen. ’ Bei Magen- und Darmbeschwerdeti, Eßimiust, StuJiltrügheit, Aufblähung. Sodbrennen,!Aufstoßen, Benommenheit,!Schmerz i,n der!Stirn.!Brechreiz bewirken I—2 Glas natürliches ״Frnnz-Josef“-1B.itter,wasser ,gründliehe .Reinigung des Verdauungswegos. Gutachten!von Krankenhäusern bezeugen, daß da« Franz-Josef-Wasser selbst von Bettlägerigen gern!genommen und sehr bekümmlieh gefunden wird. Das״Franz-JosePLBitterwasser ist in Apotheken. Drogerien und Mincralwasscrhandlum,ge,n erhältlich. Tschechoslowakei. Agudas Jisroel in Clitisf. Die seit Jüngerer Zeit eingcleiteten Bestrebungen zur Organisierung der prinzipientreuen älteren ,und jüngeren Orthodoxen -in C'hust unter der Fahne' der Agudas Jisroel haben in den letzten Monaten beachtenswerte Erfolge zu verzeichnen. Der Aguda-Gedanke erfreut sich schon hingst aller Sympathien in den weitesteil Kreisen, nur stieß die praktische Ausführung der Idee auf Schwierigkeiten. Sobald diese überwunden, ,werden konnten, waren sich die!besten ׳orthodoxen Elemente in der Gemeinde darüber einig,, daß in kürzester Zeit eine Jugend- ׳und Ortsgruppe der Aguclas Jisroel ,ins Leben gerufen werden müsse. Insbesondere, war es den Freunden der Aguclas Jisroel eine Freude, d!ie Ucbcrzeuguiig gewonnen zu haben, daß nunmehr auch der ehrwürdige Oberrabbiner der Gemeinde den Zeitpunkt für gekommen sieht, alle lebenswilligeu und lebensfähigen Glieder das thoratreuen Judentums ׳in der Aguclas Jisroel ziisammeiizoschliießcti, utn vereint mit gemeinsamen Klüften an der: ,Erstai'kung des religiöseu Judentums zu arbeiten. So waren es denn auch selbstverständlich die bewährtesten1 thorakundigen Schüler!Seiner ׳Ehrwiirdcu des Herrn Ober- 1• a b b i!1 e r s D 11 s c h 1i 11 s k v, die sich mit gliihender Begeisterung in die erste ׳Reihe der Organisatoren und Verfechter der Aguda in Cluist stelltcn.Vor einigenWochen gründete sich zunächst eine A g u d a s - J i s 1• o e.l- J u g e n d g r u p p e, der sofort zahlreiche junge Leute bcitrate.11..!Es wurden mehrere Schiurim eingerichtet, die sich einer regen Teilnahme erfreuen. Es wird unter anderem täglich auch das ,;Daf Hajonni“, von den!Mitgliedern abwechselnd .vorgetragen,, mtit lebhaftem. Pilpul gelernt. Auch für Geselligkeit in bestem örtliodoxeni Sinne wird gesorgt. Wenige Tage nach der Gründling hatte die Gruppe auch schon!Gelegenheit, von einem der prominentesten Führer dev Agudas Jisroel, Rabbi!Mosche Blau aus Jerusalem, einen Vortrag zu hören. Seitdem entwickelt sich die Jugendgruppe in wünschenswerter Weise. Jeden Scliaibbos׳ werden Vorträge gehalten.!Bisher hielten solche Vorträge die •Herren R. 1F r ä n k 1, hervorragender Schüler der Preßbiirger Jeschi wa, J. W e i ß, Feiwel Weiß, der zu Hause als Gast weilte, A. Lieb ermann, ,D. Rosenfeld, J. Sega! u. a. Dem provisorischen Vorstand der jugendgruppen gehören an: die ׳Herren J. Weiß, R. Fränkl, Alexander Weiß, M. Kaluin und H. Weiß. Auch die Vorbereitungen zur. Gründung der Ortsgruppe nahen bereits ihrem Abschluß. Die Schaffung־ von B- und CJGruppcn ist ebenfalls in Aussicht genommen. Agudas-Jisroel-Jugendgruppe in Gulanta. Ein lange gehegter Wunsch zahlreicher ,יראייהש in Galanta ist dieser Tage in Erfüllung gegangen. Schon vor zwei Jahren war die Umwandlung des seit Jahrzehnten bestehenden und im Rahmen der lokalen Bedürfnisse auch sehr erfolgreich wirkenden Jugend Vereines ״Tiferes Bachurim“ in eine offizielle A g u d as-׳Jisroel- J u g e n cl g r 11׳ p p e * in Aussicht genommen und die Einleitung von Schritten in dieser Richtung zum Be- Schluß erhoben worden. Nachdem letzten Donnerstag die Generalversammlung des Vereins sich Uber Aure'gung Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Buxbaum abermals mit dieser Frage beschäftigt hatte, fand Sonntag, den 5. Men, Aw, unter Vorsitz des Herrn Oberrabbiners im Gemeinde-Betlvhamidrasch eine große jugendversaminlung statt, um den Anschluß der Galantaer orthodoxen Jugend an die Organisation der Agudas Jisroel in feierlicher Weise zu vollziehen. Zn dieser Ver- Sammlung waren auch der Präses der Galuntaer Agudas- JisroeUOrtsgruppe. Herr Isidor Sußmann, mehrere ältere Bne Thora der Gemeinde, ein großer Teil der Galuntaer Jeschiwa und aus Bratislava Herr I, I. B ran!1 in Vertretung der Aguda-Landesorganisatiori und die Herren A. Z. Kohn und G. T. K ö n i g־ als Vertreter der Aguda-Jugendorganisation erschienen, Herr Nüftäli Löwinger, Präses des Tiferes-Bachurim-Vereins, begrüßte die Erschienenen. Darauf leitete Se, Ehrw, Herr Obe rrabbiner Buxbaum die Versamiplung mit einer eindringlichen, auf den Kern der Aguclas Jisroel eingehenden Ansprache ein, Er wies auf die großen und verantwortungsvollen Aufgaben hin, die in der herannahenden Zukunft des orthodoxen Judentums harren, und auf den Anteil, der bei diesen Aufgaben cler orthodoxen Jugend zufällt. Unter solchen Umständen sei es in erster Reihe 'erforderlich, vorausschauend die gleichgesinnte Jugend aller Orte und aller Länder zusammenzuschließen und sie zum Widerstand gegen die Gefahren