Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 32 (12.8.1932)
- Date
- 1932-08-12
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2629891-2630438-2630469--4226-2636362- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Košice 1× ep/1000233
- Nitra 1× ep/1048039
OCR text
der Zeitströmuttgen geistig und seelisch zu wappnen. Darin erblicke er die Bedeutung des Anschlusses an Agildas jisroel, den er auch der thorabellissencn und thorat reuen Jugend aller Kreise seiner Gemeinde auf Grund der bisherigen guten Erfahrungen mit warmen Worten empfehle. Durch die Gemeinsamkeit und die erhöhte Intensität des Thoralernens und der geselligen Thorapnege werde die Orthodoxie der kommenden Generation 11m besten gewährleistet. Die Agudas Jisroel zeige den Weg hiezu. Im Anschluß an diese eindrucksvollen Ausführungen des ehrw. Oberrabbiners hielt Herr I. I. Braun einen Vortrag über die Grundgedanken und die organisatorischen Prinzipien der Aguda und forderte die versammelte Jugend auf, die Vereinigung aller orthodoxen jungen Leute von Galante mit der gesamten orthodoxen Aguda-Jugend nach dem Wunsch ihres geistigen Führers und im Einklang mit den Be- Schlüssen der גדולי התורה aller Länder zum Segen des orthodoxen Judentums herbeizuführen. Herr A.Z. Koh n referierte sodann in lichtvoller und begeisternder Weise über die Tätigkeit der Aguda-Jugendgruppen und die Anforderungen, die sie an ihre Mitglieder zu stellen haben. Die Reden fanden alle reichen Beifall und führten zu dem einhelligen Beschlull, den Tiferes-Bachurim- Verein zu einer regelrechten Jugendgruppe der Agudas Jisroel auszugestalten und sie mit •B- und C-Unterabteilangen auszubauen, damit sie zusammen mit den bisherigen Mitgliedern der Agndas-Jisroel-Jugendgruppe die gesamte orthodoxe Jugend der Galantaer Gemeinde in sich faßt. Herr Oberrabbiner Buxbaum empfahl darauf, die ׳Einzelheiten der Organisation in einer geschlossenen Sitzung der Jugend durclizuberaten. Bei• dieser Beratung richteten die Herren Isidor S 11 ß!11 a 11 11 utid A. L. Kaiser namens der Ortsgruppe freundliche Begrüßungsansprachen an die Gäste und ermutigende Worte an die Jugend. An der!Debatte nahmen fast alle Anwesenden regen Anteil, bis über alle!Fragen volle Einmütigkeit erzielt wurde. Durch diese Einmütigkeit und die allgemeine Begeisterung darf nunmehr eine ausgedehnte und fruchtbare Jugendarbeit להרמתקרןהת׳ im Sinne der Agudas Jisroel erhofft werden. Für die Jeschiwoth in der Slowakei Aus einem Berichte der Zentrale der ״Machsike Ha jescbiwoth“ entnehmen wir: Der .Zentralausschuß der ״Machsike Majeschiwoth“ hielt um 13. Tliamus unter Vorsitz des Vereinspräses eine Sitzung ab. Herr Präses Julius Herzog rollte ein plastisches Bild von der Tätigkeit im verflossenenb Vereinsjahre auf. In einer Zeit des wirtschaftlichen Niederganges, in der alle humanitären Vereine zusammenschrumpfeu und ihre Hilfsquellen eine nach der anderen versiesen, ist es erfreulich, daß es der Vereins- •ieitivng mit Hilfe der aufopfernden Mitarbeit der Ortsgruppenleiter gelungen ist, nicht nur den Besitzstand des Vereines zu erhalten, sondern auch die Einnahmen und die Subventionen für die jescbiwoth fast zu verdoppeln,■in ununterbrochener Tätigkeit neue Hilfsquellen zu erschließen, das Arbeitsgebiet zu erweitern und auszudehnen. Es darf gesagt werden, daß der Verein von Monat zu Monat seine Kräfte steigert und sich im Stadium des Aufblühens befindet. Die Schubos-bami clb o r - A k t i o n ist ein Ruhmesblatt in der Geschichte des Vereines und das ehrendste Zeugnis für die Opferwilligkeit und Thoraliebe des Judentums der!Slowakei. Der Erfolg würde den Zeiten der größten. Prosperitüt zur Ehre .gereichen. Unter dem Eindruck dieses günstigen Tätigkeitsberichtes entschloß sich die Leitung, (len Wunsch, der schon lange im Herzen der אוהבי תירה schlummerte, zu verwirklichen: für die Bekleidung der bedürftigen und würdigen Bachurim Sorge zu tragen. Vorläufig hat, der Verein zu diesem Zweck unabhängig von sonstigen Subventionen au sechs Jeschiwoth (Bratislavu, Galanta, Kosice, Nitra, Serecl, öurany) je tsch. K 500 zur Verfügung gestellt. Damit ist die Aktion jedoch noch nicht abgeschlossen: Turnusweise werden die anderen jeschiwoth folgen. Wir glauben, damit dem כבור התירה und לימור התורה eine», großen Dienst erwiesen zu haben. Der Verein hat damit das SeJbstbewußtsein der lernbeflissenen Bachurim gestählt, ihren Lerneifer hngesport und ihnen gezeigt, daß die jüdische Oeffeutlichkeit ihren Pflichten nicht ausweicht, sondern alles unternimmt, um das Ansehen der Träger ihrer Zukunft ־— der Bachurim — zu ]!eben und jede Sorge von Huren feinzuhalten. Es lagen Gesuche von T a I m u d - Tho r a - V e r einen um Subventionierung vor, die jedoch im Sinne der Statuten abgewiesen werden mußten. Rabbi Mosche Blau in Trnava. Ans Trnava berichtet man!uns: Am מי״מ 'D ש׳ weilte der Ag.uda.liührer!Rabbi jMoselie!Blau aus Jeruisailem auf seiner Durchreise in Trnava. iE!־!wurde mit allen Ehren auifgenoiiumen und!wohnte bei «Herrn Goineindepräiscs Hermann Kotih. Am Nucihnwttug hielt er :in der!Synagoge ,(lei• orthodoxen «Gemeinde einen großangelegten Vortrag, in swelclhcin er sich ׳mit allen aktuelleu Angelegenheiten des ,jüdischen Erez jisroel und besonders!mit!deni Erzielningswesen «befaßte. Der Vortrag zeigte ein!klares Bikl von ,den!gegenwärtigen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und religiösen Zuständen in Erez jisroel vorn Ge1siehts1p!unkte des glauhenstreuen Judentums umd fand!dankbaren Beifall. Zu Ehren, des ׳liocihgescihätztou!Gastes verunstaltete die Agudas jisroel- Ju1gen«dg־rup,pe eine schöne S’uidoh Sch’lischis, hei welcher Herr Rabbiner Blau zur Freude aller Anwesenden abermals das Wort ergriff. Außer ihm sprach noch Herr ■M. B. W eißana n d i sehr wirkungisvoll. Uni «das Arrangement .machten sieh die Mit- (glieder der B -.Gruppe Ignaz Kot h, ■Oskar Sa!la!mo!1 unid Oskar «S c h o 11 if e Ld verdient. , Maler Armin Stern in Bratislava« Der bekannte, aus Galanta stammende Frankfurter Maler ׳Armin Stern, ■von dessen!Schöpfungen eine Anzahl für die verschiedensten ׳hervorragenclen Museen und «Kunstsammlungen Deutschlands augekauft wurden und dort allegemeine künstlerische Anerkennung!gefunden habet!, weilt seit einiger Zeit in!Bratislavu. Seine bisherigen lEwfalge sind mit so ibeachtenswerter, als ja «hinlänglich bekannt .ist, auf welche Schwierigkeiten und Hindernisse ein Jude und Aus«• länder stößt, wenn er seinen Weg. in die!Reihe der Großen sucht. Auch in Bratislava zieht er durch das hohe Niveau!seiner!Kamst und seiner künstlerischen Leistungen die Aufmerksamkeit auf sich. So «haben die tschechoslowakischen!Ministerien!in!Prag und die Stadt Bratislava mehrere seiner Bilder .für ihre «Galerien erworben.!Nicht geringes!Aufsehen haben!jiün!g1st seine!Porträts nach charakteristischen Köpfen Altpreßburger Persönlichkeiten hervor!gentfen. Für «die orthodoxe jüdische Gemeinde hat er das )Bild des sei.!Präses David ׳Kraiiisz ,gemalt. Er hatte bei!verschiedenen Anlässen «Gelegenheit, auch Sc. lEhmv, Herrn Oberrabbiner Schreiber zu sehen und machte ambeobachtet im!Geheimen ■einige Skizzen •von ihm. Nach diesen Skizzen «malte er jetzt ein außerordentlich ge- Inugones umd eharaktemjtiiscihes Oelporträt des Obervabbiners, das bei allen, die es bisher z,11 scheu bekamen, den!Eindruck einer vollendeten künstlerischen Leistung erweckt. Gastdroschoh in Sered. Aus Serecl berichtet man uns: Am שבת 0׳ פינחס hielt der liier als Gast weilende Herr Rabbiner J. Snyders, Schwiegersohn ‘ des Herrn Rabbiners D. Wessely aus Preßburg, dem Wunsche unseres GemeindevorsUmdes entgegenkommend, im hiesigen großen Tempel eine nach Aufbau, Sprache, Form und Inhalt vollendete Drosclioh. Der Redner hat die Zuhörer in den Wiuidergnrten der Agodoh geführt und .mit meisterhaftem Kennerblick die herrlichsten, Gemüt und Seele belebenden Blumen gezeigt. Die jirohdurchtränkte und mit hinreißender Wärme vorgetragene Rede hat sich den Weg* zu den Herzen der Zuhörer gebahnt, dankbare Anerkennung und reichen Beifall geerntet. Orthodoxes Schulwesen in Galanta. Den einverständlichen, zielbewußten Bemühungen der Jessode-Hatliora-Vereine beider Gemeinden in Calaut« ist es gelungen, an der dortigen staatlichen!Bürgerschule mit• slowakischer und ungarischer Unterrichtsspräche besondere ziisainmenfassende Biirgersclmlkurse in slowakischer Sprache für die Kinder einzurichten, die sich den ,größten Teil des Tages dem intensiven Linuic( hathora widmen. Dieser Privatunterricht wird von den Lehrern der «Bürgerschule, in den Räumen dieser Schule erteilt und führt am Ende des Schuljahres zur Prüfung. Dadurch wurde es auch auswärtigen Kindern ermöglicht, in einem gutj.üdischen Milieu ohne fühlbare Verringen! in des T11 oral er ne 11s die ßiirgerschiilklasseu zu absolvieren. .«״■ Antoinette Klein - Abraham Finkeistein Wien 11., Ob. Donaustr. 85 . Verlobte Antwerpen פארצינליכער בעל תפילה זוכט סאסטען סיר דיע ימים ניראים הבע״ל. געסל. אנפראנען אן דיע בראטיסלאוואר אדמיני- סטראציאן אונטער,,נור ארטה. געסיינדל Jüdische Tagesheimstätte ■ ווו Hfitleldorf nimmt noch einige Anmeldungen entgegen 3 Mahlzeiten, Liegekur, Spiele, Nachhilfe. Leitung: Dr. M.Tennenhaus. Treffpunkt: Augartenbrücke 1/,8 Uhr früh und 77״ Uhr abends. BelM. tau. Häuseiverwaltung frNEUFELD’ ,Franz Hochedlincerg. 5/1 Lehrling aus «gutjüdisöhem Hause!wird!sofort auf,genommen. Vollkommene Beherrsdharng der!slowakischen Sprache .unerläßliche Bedingung. ■David Kästner, {Bratislava. Für die ganze ■Slowakei, Karpatho Rus sowie für «Groll-Prag suche ich tüchtigen Reisenden, der bei Seitnittwa re ugcschiäif ten bestens eingefülhrt ist «und meine gangibaveu Artikel •nebenbei gegen Provision mit auf «die Touv «nohanen würde. Ottokar Triebe, Grottau, «Böhmen.!. suche: für meine 16jährige Tochter (Mittelschülerin) Pension mit Familienanschluß; orthodox: Wien, womöglich Zentnim des 11., Limit S 150.—. Adresse durch die Redaktion des '!Blattes. Konkurs ~ Au der aut. orih, israel. Volksschule in Matterisbürg (Burgen ländische konfessionelle Schule mit Oeffentlichkeitscharakter) wird — infolge der Beurlaubung einer Lehrkraft — ein Stellvertreter, der Inhabe!• des Reifezeugnisses einer ■ Lehrerbildungsanstalt ist, gesucht, Bewerber, die auch einen streng religiösen Lebenswandel führen, haben die Aussicht, nach ungefähr einem halben Jahre zum definitiven Lehrer an der Schule gewählt zu werden. Die Stelle wäre am Anfang des kommenden ׳,Schuljahres (nach den jüdisehen Herbstfeicrtagen) auzutreten. Gesuche sind an den SchulstuhL der israelitischen Volksschule in Vlattersburg zu richten, Salnmon Mendelsolui, m. p. Heinrich Schön, in, p, Schulleiter Schulstuhlpräses ans den!besten orthodoxen!Kreisen ■nimmt Mädchen aits ebensolchen. Familien in erst- Massige Verpflegung. Streng religiöse «und intensive profane Erziehung, auf Wunsch Referenzen. Besonders mäßige «Preise. Zu- Schriften an: Löwioger, Wien, J!L, Hollandstraße 8/8. ,!♦♦♦♦«#•••«««•«י«♦♦♦♦♦«♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦«♦♦««♦«♦♦♦«♦♦♦♦♦♦♦♦♦*♦♦* < I Vornehmes orthodoxes es 1 1!: Dr. RRüGER-HElM (Dien, 11, Malzgasse ל i; < ► Sorgfältige religiöse Erziehung Schultyp < > :: Erstklassige Verpflegung nach Wahl;; R Bürgerliche Preise Auf Wunsch Prospekt R :»•♦♦♦♦♦♦♦*♦♦«♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦«♦«♦♦♦ס♦♦♦•♦♦♦«♦«♦♦«♦♦♦«♦« 1 Beth-Jalioii-LetireiinneDiiililiingsanstiilt Wien | I Dr.-KRÜGER-HEIM Wien. il, Malzgasse 7 | 1 ■■■ Beginn des neuen Schuljahres: ■■■m jj ■Hi Rosch- Chaudesch-Cheschwan 5693 H■ |g | Internat // Halbinternat | | Externat // Massige Preise | Aufnahmszahl beschränkt Au• Wunsch Prospekt / §f »lllilllllllllilllllllllllllllllllllllliillllllllllllllllllllillllllillllli I NEURENOVIERT NEURENOVIERT E ם streng orthodox אפילו למהדרין מן המהדרין כשר 1 Vegetarisches Speiselinus H. EILEN | — Wien, II, Untere Augartenstraße 13 S Eingang: Förstergasse 7, Tel. A-49-3-13 E 2 Volkstümliche Preise Vorzügliche und reichhaltige Küche — דווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווד Herrenhaus Aue (Semmeringgebiet) Rituelles Erholungsheim für Kinder und Jugendliche Ausgiebige Kost / Große Parkanlagen / Spielwiesen Planschbecken — Ab 10. August einige Plätze frei ווaו■a■■■■a■■■(■a■aa■u■■■■■■■■■ווMlו» ■ Streng כשר Streng אפילו למהדרין מן חמחדרין ■ 1 Speisehauf Hirsch i > PRAG. I. Bilkovä 19 | 2 Haltestelle der Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhol m 1a1111111aaaa(M111M111*Ma11a1a*11M JÜDISCHE MÄDCHEN Wählet die Schulen im Dr.-K RÜ GER-HEIM Zweijährige Fachschule liir Klei• dermachen und Wäschewarener- Zeugung Einjährige Koch• u. Haushaltungsschule, streng rituell, mit erweitertem Lehrplan für allgemeine Bildung Wien, 11״ Malzgasse 7. Telephon A-48-0-77. Streng rituelles Internat. Samstag schulfrei KINDERGARTEN. Knaben- und Mädchenreligionsschule sowie ganztägiger Jeschiwo- Vorher« itungs- und einjähriger HandelsKuts der ״JESSOQ HATHORA“ der Adas Jisroel Wien 11, Nestroygasse 11 Tag Aw August סוכה Sonntag 12. ׳ .14 18. Montag 13, 15, 19. Dienstag 14. 16. , 20. Mittwoch 5. 17. 21« Donnerstag 16. 18. 2 i. Freitag 17. iS ,23. Samstag 18. 20} 24. Adas Israel Schiffschul) Gebetstunden in der Zeit vom 1017—־. Aw 5692. Freitag, den. 10, Aw JVUhchah 7,15, ש״פ פ׳ואתחגן Morgengebet 7.30 und 9.30, Vortrag, von 1 קיp 3.30 אבירן Uhr• Minchah 4 Uhr. מוצש״ק .ß»ö5,.־ An Wochentagen 0.15 השבסה, Molgengebet 6 Uhr, Minchah 7,15 Uhr- Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur: Dr. Joel Pollak, Wien, IL, Gr, Pfarrgasse 3/3, ־״י Für die Tschechoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava Druck? Druckerei* und Verlags*A«*G. 4g, S teinmann, Wien, IX,» Umversitatsstraße 6*8.