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Jüdische Presse · 1932-08-05 · 31 (5.8.1932) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
31 (5.8.1932)
Date
1932-08-05
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr, 51 L amd e sgemeinsciuift, keineswegs aber •als religiöses Werkzeug der ■Zionisten׳ in der Jerusalemer Ortsgemeinschaft in den ,Augen der tlioratreueu Juden Jcrusalems unmöglich und zum religiösen Sachwalter erst recht untauglich gemacht. Eine Öberrabbinersteüe in der Jerusalemer orthodoxen Gemeinde sei überhaupt nicht zu besetzen Und sei auch niemals zu besetzen gewesen, denn eine orthodoxe Gemeinde, außer der, die sicli liebedienerisch dem Nationalrat (Kneseth Israel und Wand Lcnmi) unterstelle und deren religiöser Führer eben derselbe Oberrabbiner Kuk ist, existiere nicht ■in Jerusalem. Sie sei bloß ein Hirngebilde der Agudas Jisroel und ihres ,.!Klüngels“ und höchstens auch .noch des ..ungarischen Kolels“. Rabbi C'.hajim Sonnenfcld זצ״ל , respektive ,.Ruw Sonncnfeld“, sei niemals Oberrabbiner ,einer orthodoxen Gemeinde gewesen. Von all den religiösen und geistigen ragenden Personlichkeiten in Erez Jisroel wie in allen Ländern der ganzen jüdischen Diaspora, die ihm übereinstimmend die Führerschaft des orthodoxen Judentums sehr gegen seinen Willen in seiner beispiellosen Bescheidenheit geradezu aufdrängten, müsse man eben absehen! ״Raw Sonnenfeld“ habe nur — nach den zuverlässigen Informationen dieser der unabhängigen Orthodoxie von jeher sehr wohlwollenden Zeitung — als Privatmann für seine Person in der orthodoxen Juden,heit ein gewisscs Ansehen genossen. Wofür rr gelebt, gelitten und gestritten hat, wofür er mit dem ganzen Ein- ■satz seiner reinen, ,heiligen Seele gegen die Uebermacht des Geldes and des Terrors heldenhaft gekämpft hat, <1 tim alles blieb im Judentum gleichgültig und unbekannt. Seine Taten und sein Streben fanden vielleicht bei ,einem Teil der Momunim des ..ungarischen Kolel“ einiges Gehör, bei der ,.׳Majorität natürlieh nicht, die aber .,gegen diese, von einer verw.ilderten Jugend (nämlich der Aguda! — Red.) aufrecht-!•rhaltene Hegemonie nichts Wirksames tun“ könne. Wenn es sich aber nun trotzdem träfe, daß auch andere, nicht zum .,ungarischen Kolel“ gehörende und noch ־nicht einmal durch den ,,Klüngel“ und die ,,Hegemonie der Aguda rettungslos beherrschte!Körperschaften und Institutionen einen ״Rabboiiusbrief“ der — notabene eigentlich gar nicht vorhanden! — orthodoxen Gemeindc nach traditionellem alten ,Brauch nicht etwa unter dem mit Hungertod drohenden Hoohdruck des zionistischen Ver.teilungsikomitees!(Wjaad Hazirim) im Anfang de« Jahres 1919, sondern mehrere enttüusehungsreiche Jahre später aus freien Stücken dennoch mitunterzeichuon und nach dem Grundsatz der החי מעיד על עצמו .den Gedanken der Existenz einer orthodoxen Gemeinde und einer Rabbinerstelle aufkommen lassen sollten? (Wir zitieren jetzt wörtlich aus dem besagten Artikel!:) ,,Die Antwort darauf ist kurz und bündig:!Die U 111 e r s c h 1׳ i F t e 11 w 11 r den i m erster e n F a! I e g cf ä I s eh t.“ Also: •Eine Zeitung in der Slowakei hat den!Mut, «ul Grund ihrer lufornmtionen nicht nur zu behaupten, daß die zwanzigt« u s ,e n d 1 e g « I i s 1 e r t e 11 U 111 e r s c h r i F t e 11, o r t h 0 d o x e r J 11, d e n a 11 s a I I e n V o l k s s c h i c 11t e n J e r 11 s a 1 e m s, die den A u s t r i 11 a 11 s d c r G e m e •i 11 d e O b e r 1׳ a b 1ו i 11 e r K u k s bei der Behörcle offiziell ««melden, in mehr als 19.000 Fällen nicht« zu bedeuten!hätten, sondern auch die gesamte orthodoxe Geuicincleleitung von Jerusalem, der die hervorragendsten orthodoxen!Männer des Heiligen Landes angehören, öffentlich d e r g׳ e in e i n e 11 U n t e r- « c h r i f.t!f ä J sch u 11 g anzusc.huldigcn. D a z u konnteil die Söldlinge des Kuk’ischen ״!Rabbinutsamtos“ (״Misrad Horabbonus“) und der zionistischen Gewaltherrsch« fl in Palästina eine Zeitung — in der Slowakei finden! Denn wo noch so sehr als!hier in der Slowakei, wo die Selbständigkeit der Orthodoxie schon zur Tr«- dilion geworden ist, werden die Zimisten es zu!schütze!! wissen und zu werten versiehe;!, was es dem Zionismus bedeutet, wenn der selbständigen orthodoxeu Gemeinde in Erez jisroel Stinkbomben vor die Fülle geworfen werden? Und wo ■anders als liier wird mail es so genau wissen, daß man das historische Judentum ins tllerz träfe, wenn es, G-tt behüte, gelänge, die Jerusalemer orthodoxe Gemeinde in ihrer Weilerentwickhiug zu ,hemmen? Wir sind durch eine günstige Fügung in der Lage, dieses ganze Treiben — ohne ■erst tntofmation aus Erez Jisroel abzuwarten — mit einem Schlage über den Haufen zu werfen mul jedem ohrlioh Denkenden zu zeigen, wie leichtfertig und verwegen man zu Werke geht, wenn man die zwar ,schwer erkämpfte, aber religiös gut fundierte orthodoxe Gemeinde in der ,heiligsten Stadt des orthodoxen Judentums mit Heuclielei, Schlauheit und lKrechheit allein zu erschüttern beabsichtigt. Vor uns liegt ein noch nicht vier Wochen alter Brief des in der gesamten orthodox-jüdischen Well!hochgeachteten Rabbis und O b e r r a b b i n c r s von S 0 k o l o w, R a b b i j i z c h o k S e I i g M o r g e 11steril, also gerade eines der prominentesten Yertreters nicht etwa der ״•ungarischen Kolel“, sondern des polnischen Judentums, in welchem berichtet wird, unter welchen Umständen seinerzeit die religiöse G e r i e h t s c n t s e ■11 e i <1 u 11 g — Psak Bcsdin — in Jerusalem lierauskam, die die absolute!Selbständigkeit der orthodoxen Gemeinde ausspracli. Ein jedes Wort dieses Briefes ist ein Dementi jenes Intrigennetzes, das Herr Rabbinatssokretär Selunucl Aron Weber ausgeworfen hat. Der Brief lautet: יום ד׳ לם׳ חקה התורה שנת תרצ־ב פה ר,ריח יערים אוטוצק, לכבוד העדה הקדישה אשר בשם ועד העיר האשכנזי יכונה בירושלים עהיק תוב׳א השנת מכתבכם אשר שאלחם היות כי משרד הרכנוח אשר בירושלים כותבים לכל הרבנים עפ׳י תכל שלא יהינו לקבל עליהם משרת הרבנות למלא מקום הרב הגאון הצדיק רי,ח זאננפעלד זצ׳ל מפני כי ישינו כזה גבול הרבנות של עדת הרב הגאון רא׳י קוק שליט״א. תמהני מאד! הלא אנכי יהד עם הרב הקדוש שליטיא ממר ועם הרהיג הצי רה׳ה שליט־א האבד־ק בניין נבעו כפעם מיוחד כשכיל דבר הזה לדון שם כמקומו וטרם שנסעני אנכי נמלכתי ודברתי עם רוב גאוני ישראל א״זר כמדינתנו וגם שם בירושלים הרבה שביעית ישבנו על מדוכה זי ונלישכנו ודברתי כמעט עם רוב גדולי ירשלים וחכמי׳ ויצא אז מאחני YQD מפורש שועד העיר אשכנזי המה חטיבה ועדה כסני עצמה יכל דבי בקבלת רבנים לה ילסרר לה שחיטה ושיבי״ם כסני עצמה ושום דבר אין לה□ עם הקהלה אשר תחת הרבנות הדה׳׳נ רא״י קוק ועם משרד הרבנות שלוזכז, והפםק געשה לא בםחר רק קראני אותו ל5ני משרי הרמות והסכימו או זולת באייר• פרט קסן בקשו מאתנו לשנות ולא הסכמנו לזה. א׳ב איפוא מובן שועד עי רהזאת לא שרשאי אך מחויכים בחיב קדוש למנות עליהם רב גאון וצדיק שיעסור כחומה להגן על קייסה של העדר. ההררית סבלי Ganztägiger Getnoro u. Handelskurs der ,Jessod HathoraSWieö H, Nestroygasse II Ab 17, fitul (18. September) wird im Rahmen der ״jessod Hathora‘׳ ein Jeschiwa-Vorbereitungskuns, verbunden mit einem einjährigen Handelskurs, eröffnet, Unterrichtet wird 0חימש ישי, נמיא 01י8קי ד י ק ר ו ק ריניס, und in den Nachmittagsstunden werden von staatlich geprüften Lehrkräften sämtliche Handelsfächer und Sprachen gelehrt, die für die tüchtige Ausbildung zum Berufsleben notwendig sind. Aufgenommen werden nur Schüler, die das schulpflichtige Alter schon überschritten haben Und in der Lage sind, dem Unterricht in Gemoro zu folgen. Anmeldungen werden ab 8. August täglich von 8 bis 12 und von 2 bis 6 Uhr in der Direktionskanzlei der ״Jessod Hathora“, II., Nestroygasse 11, entgegengenommen, wo bereitwilligst nähere Auskünfte erteilt werden. Für auswärtige Schüler werden auf Wunsch gute und billige Unterkünfte empfohlen. התערב עם אותם שראשן בעוט0>׳ תעד הלאומי. ואין שום מקום לבוא עתה למנוע היו לועד העיר האשכנזי מבלי לקבל עליהם רב ומנהיג לסי רוחם ואמרה שלהם. קבלו רב! יאל תתמהמו והשי־ת יזמין לבם איש צדיק ונאמן רוה לד׳ ועדתו שיצאו ויבואו העדה על פיו. ואנכי לפי הוות דעתי דעת תורה אין שום מקום לחוש לתביעת משרד הרבנות; יכל רב יוכל לקבל משרה זו וד׳ עמו. מקום ההוהם דברי ה״ק יצחה זליג מקאצק האבד״ק סאקאלוב U e ib c r s e t z u 11 g. Kurort Otwock, Mittwoch der Sidra Chukkas 5692. An die Gemeinde ״Waad Hoir Hoasclikenasi“, Jerusalem. Eure Anfrage wegen der Briefe, die das Jerusalemer Rabbinatsamt an alle Rabbiner in die Welt liinaussendct. damit sic sich nicht unterfangen, die Würde des Rabbinnts als Nachfolger des Gaon und Zaddik Rabbiner R. J. G11. Sonnenfeld s. z. 1. zu übernehmen, weil sie dadurch rechtswidrig in das Wirklingsgebiet des Rabbinnts der Gemeinde des Gaon Rabbiner R. A. J. Kuk seid, eindringen würden, setzt mich in!Erstaunen! Unternahm ich doch seinerzeit gemeinsam mit dem hl. Rabbi seid, von Gora mul Rabbi Herscli Henoch seid., dem Oberrabbiner von Bendin. die Reise fast ausschließlich wegen dieser Angelegenilicit, damit wir an Ort und Stelle urteilen. Vor unscrcr Abreise beriet ich 11 n d s p r a c 11 in i t d e 11 m eisten r a b b i 11 i s c h 0 11 Autoritäten 11 nseres Landes. Auch dort in Jerusalem verweilten wir Adele Wochen bei dieser Frage. Wir überlegten reiflich und ich n a h m R ii c kspräche av o h I m i t der M e 11 r z a h 1 d e r Großen J e 1־ u s a I e m s 11 n d s e i n e r Weisen. Dann erst gaben wir eine G e r i c h t s e 11 t s c 11 e id 11 11 g heraus, in der klar ausgesprochen Avird, daß der W a a d Hoir Aschkcnasi i 11 j e d e 1• B c- Ziehung eint* s e I b s t ä n d i g e K ö r p e r s e h a f t u 11 d C> e m e i 11 d e bildet i n d e r Best e 11 11 n g i 111• er Ra b b i n e r, 1 11 d er Er r i c 111 u 11 g i 11 r e r S c 11 e c h i t a mit ■e i g e 11 e 11 Sc hü c h t e r 11 11 n d d a ß « i ■e m i t d e r G e m e i n d e, d i e d c* m R a b b i- 11 a t des Ra 1) b i 11 e r s K 11 k 11 n t c r s t ■c 11 t i s t, u tu! mit i b r e m Rabbinatsn ווו t 11 i c 111 s gemein hat. Diese Entscheidung ist nicht _ etwa im Geheimen getroffen Avordcu, sondern av i r verkündeten sic vor •d c rn R a b b i 11 a t s a m t. Dieses stimmte damals der Entscheidung zu und Aviinschtc bloß in einer geringfügigen Einzelheit eine Aenderung, Avir entsprachen aber diesem Verlangen nicht. Es ist demnach selbstverständlich, daß diese Gemeinde nicht n 11 r b e 1׳ e c 111׳ i g t, s o 11 d e r n mit heiliger Pflicht gehalten ist, einen R a b b i n e r, einen G a o n u 11 d Za d d i k ü b c* r sich zu s e t z e n, d e r e i 11 e r Mauer g l e i c 11 d n s t e 11 e 11 s o I 1, d c 11 Best a 11 d der ort b odoxen G e m e i 11 d c z u b c s eh ätzen o 1111 e G 0 m e i 11 s amkeit 111 i t den j e 11 i g e 11, d e 1־ e n H a 11 p t sic h i 11 die Decke des N a t i o n a 1־ rat cs hüllt. :Es ist jetzt durchaus nicht am Platze, den Waad Hoir Asclikenasi G. beh. daran zu hindern, sich einen R a b b i n e r u n d E ü h rer nac :11 seinem Geiste und seinem Gut d ü n k e 11 z u av ä h 1 e n. Wählet einen Rabbi n e 1־ u n d säumet nicht! G-tt möge euch einen Mann finden lassen, der gerecht ist und treuen Geistes gegen G-tt lind seine Gemeinde, nach .dessen Wort die Gemeinde geleitet Averden soll. Meiner in der Thora begründeten Meinung nach ist der Forderung des Rabbinatsamtes keinerlei ׳Bedenken zu tragen und jeder Rabbiner kann die Würde aunehmen. G-tt möge mit ihm sein! L. S. Jizchok Selig aus Kotzk, Oberrabbiner in SokoloAV. Herrn Schnmel Aron Weber und seinen Auftraggebern ist es also sehr genau bekannt, daß mit Zustimmung des Ruhbinatcs, in dessen Diensten er stellt, ein religiöses Gericht in der Frage der Berechtigung einer vom Rnbbinate des Oberrabbiners Kuk vollständig unabhängigen ״orthodoxen Gemeinde — ־־ עדה חרדית in Jerusalem bereits inappellabel »entschieden hat. Die Herren allesamt Avissen auch, daß diese Geriehtsentscheidang ausdrücklich ausspricht, daß diese unabhängige orthodoxe Gemeinde auch nach dem Heimgang!Rabbi J. Ch. Souneufelds זצ״ל berechtigt und verpflichtet ist, einen Rabbiner nach alter Gewohnheit einzusetzeii. Sie wissen ebensogut, daß dieses religiöse Gericht nicht aus dem ״Klüngel“ und nicht aus der ״Maffia“ des ״ungarischen Kolel“, sondern aus aÜerhervorragendstcn Autoritäten des orthodoxen Judentums in Polen!bestand, die an reiflich erwogener Uebereinstimmiing mit den polnisch-litauischen und den palästinensischen maßgebenden orthodoxen »Führern gehandelt haben, als sie ihre Entscheidung trafen und in Gegemvart des Rahbiaates, des Qberrabbiners Kuk, verkündeten und damit ' zur Richtschnur für die Gestaltung der orthodoxen Geineindeverluiltnisse in Erez Jisroel erhoben haben. Die Herren sind auf falscher Fährte! Rabbi Josef Ghajim Sorjuenfeld זצ״ל ist nicht mehr da, aber der Geist des orthodoxen Judentums, dessen Träger mul iKiinder er sein Leben lang war waltet in seiner Gemeinde fort. ,Wer ihn im Löben nicht niederringen (konnte, wird auch seine Gemeinde nicht zu erschüttern vermögen! 1. I. B, Amtliche Verlautbarungen der israel. Kultusgemeinde Wien. Kundmadiutfg Zahl 461? ex 1932 Von verschiedenen Seiten sind beim Rabbinat der Isroalitischen Kultusgemeinde Wien über die Kaschruthzustande in Fleischbänken, SelcliAvarenbetrieben. Restauratits und sonstigen Lebensmittelhandlungen, die nicht unter ritueller Aüfsicht des Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde Wien stehen, Klagen geführt worden. Das Rabbinat sieht sich daher veranlaßt, das P. T. Publikum neuerlich darauf aufmersam zu machen, daß das Rabbinat keine Möglichkeit hat, Betriebe, welche nicht unter Aufsicht des Rabbinates stehen, auf ihre rituelle Verläßlichkeit zu kontrollieren, und daher jede Verantwortung und Garantie für das Kaschruth solcher Betriebe ablehnen muß. Auch für Betriebe, welche die Bezeichnung ״Koscher“ oder irgend eine in hebräischen Lettern geschriebene Ankündigung, oder selbst Auf- Schriften, Avie:,תחת השגחה יתרה הן בשעת שחיטה הן בשעת ״״ ״•יו •1» בדיקה נם למהדרין מן המהדר יןter besonderer Aufsicht. soAvohl während der Sclicchitali als auch Avährend der Bcdikah, sogar für Religiöse strengster Observanz“ führen, muß das Rabbinat die VerantAvortung entschieden ablehnen, auch dann, wenn die betreffenden Firmen einen privaten Masehgiach haben. Ein solcher Maschgiach kann nicht die genügende Gewähr dafür bieten, daß die Anforderungen des Kaschruth erfüllt werden, schon deshalb nicht, Aveil der Maschgiach vom Geschäftsinhaber abhängig ist. Es kann daher das Rabbinat der Israelitische^ Kultusgemeinde nur fiir solche Betriebe, Avelche vom Rabbinate der Israelitischen Kultusgemeinde Wien rituell beaufsichtigt Averden, die VerantAvortung fiir das Kaschruth übernehmen. Hievon wird den Gemeindemitgliedern mit dem Bemerken Kenntnis gegeben, daß jeAveilig im Wege der ״Amtlichen Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien“ die Betriebe namhaft gemacht werden, Avelche unter ritueller Aufsicht des Rabbinates der israelitischen Kultusgemeinde Wien stehen und eine diesbezügliche Ankündigung an ihren Geschüftstafeln tragen. Wien, iin Juli IP32. Rabbinat der Israelitischen Kultusgenicinde Wien. Kundmachung Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien hat Seine Ehrwiirdcn Herrn Rabbiner Dr. Benjamin Murmelstein in seiner Eigenschaft als Rabbiner des Brigitteimuei• israelitischen Tempclvcrcincs, Wien, XX., Kluckygassc Nr. II, im Sinne des $ 44 des Gemeindestatuts zu in Gemeinderabbiner bestellt. Nachdem gegen diese Bestellung zufolge Erlasses des Magistrates Wien als politischer Landes Behörde vom 18. Juli 1952, Magistratsabteilung 49/6795/32 eine Ein- Wendung nicht erhoben wurde, erfolgt hiemit gemäß §§ 36 und 46 des Gemeindestatuts die allgemeine Verluutbarung. W i c 11, 28. Juli 1932. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Konkurs. Der Vorstand der israelitischen KuUuS'geineinde Wien beabsichtigt, anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage Funktionäre (Kantoren, Voribeter, die auch als Kaure-im wirken können, Chorsänger und Scholarblüser) für die temporären gottesdienstlichen Veraustaltungen zu bestellen. Es Averden ferner geeignete Bewerber um Clio rsiiiigerstcllcn fiir die Gemcindetcmpel in Vomierkung genommen. In Betracht kommen solche ,stimanibegabte, musikalische Personen (Tcnörc und Baisse), die des Blattlesens kundig sind und die erforderlichen Kenntnisse im Hebräischen besitzen. Nähere Auskünfte Averden im Schulamte der israelitischen Kultusgemeinde Wien, L, Scitenstettengussc 2, 1. Stock, während der Aintsstuiideii von 9 bis!2 Uhr vormittags erteilt. Wien, am 1. August PJ32. Der Vorstand. ECHTE כשר eier-n udeln Unter Aufsicht mit Siegelmarke und Stampiglie am Verschluß beglaubigt des ehrw. Rabbinats der Ädass Jisroel, Schiffschul Kundmachung Laut Beschluß der Repräsentanz der aut. orth, israel. Kultusgemeinde in Mattersburg, vom 3t, Mai 1932 und vom 10. Juli 1932 ׳werden diejenigen TempelsitzeigentUmer ־ der Muttersburger Synagoge, die ihr Domizil nicht in Mattersburg haben, aufgefordert, ihr Eigentumsrecht mit Belegen auf schriftlichem Wege dem Vorstände der israel. Kultusgemeinde bis spätestens eine Woche vor den jüdischen Herbstfeiertageil umso eher bekanntzugeben, weil ansonst die betreffenden Tempelsitze in den Besitz der Kultusgemeinde übergehen müßten. Die Kultusgemeinde Rißt die :Synagoge restaurieren, und . werden da fast samtliehe Sitze neu verfertigt, Die Erneueriingsgebühr heträgt per Sitz S 30.— und S 20.—. Nähere Auskünfte erteilt auf Wunsch der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Mattersburg. Salamon Mendelsohu, m. p. David Sobelmanu, m. p• Sekretär Präses 1

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