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Jüdische Presse · 1932-07-29 · 30 (29.7.1932) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
30 (29.7.1932)
Date
1932-07-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
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נ h^le Mir Äwei ׳töchter Jhrifiterkäsen, die beide ffint berühmten Rabbinern verheiratet waten? lind seine Erben־ sind der jetzige ״Geter Rebbe" nnd der ,ySoehaczewer Rebbe", ׳Diese verlangen jetit vbft der warschauer Regierung Rückzahlung oder Erneuerung der Hypothek, Der Betrag würde sich ׳heute auf mehrere Millionen Zloty belaufen! * Grolle Erregung hat in der jüdischen Bevölkerung der!Prager Vorstadt das antisemitische Verhälten eines städtischen Richters hervorgerufen, das im offenen Ge* genisatz zur geltenden Praxis und sicherlich auch zu den geltenden Vorschriften steht. Der ,Diener des Besdin von iPtaga, •Herr Jfakob Kormann, war in einer im Anschluß an einen Din Thora bei Gericht anhängig gewordenen Sache als Zeuge vorgeladen. Der Termin wurde trotz der rechtzeitig Vorgetragenen Bitte des Zeugen auf Sabbat festgesetzt und der Zeuge zur zwangsweisen Vorführung verurteilt. Da .Kormami nicht, aufzufinden war, wurde er zu 200 Zloty Strafe verurteilt, Den zweiten Termin setzte der Richter wiederum auf, Sabbat fest und beleidigte den Zeugen, als er daraufhin erschien, in einer •die jüdische Religion schwer kränkenden Art und Weise. Als es, , zum Schwur kam, verweigerte Kormann die (Eadesablegung am Sabbat unter Berufung auf das iReligionsgesetz. Er wurde daraufhin vom Richter mit weiteren 150 Zloty und zwei Tagen Haft bestraft und sofort, in Gesellschaft zweifelhafter Elemente zum Polizeikommissariat gebracht. Nachdem er dort bis Montag festgehalten war,. wurde; ihm dann erklärt, daß er jetzt erst zwei Tage •Haft absitzeii müsse, weil der Arrest im •Polizeigewaihrsam nicht als Haft •gelte. Das ganze Verfahren trägt so offenkundig den Charakter •der antisemitischen Schikane, •an sich, daß die von dem Se׳jmdeputa:te11 ALewiin sofort eingereichte. Beschwerde wohl zu einer Genugtuung, für den •zu Unrecht betroffeilen jüdischen Beamten führen wird.• Lublin. Der große *Rat der Lubliner Jeschiwo, der vorige Woche zu seiner ersten Plenarsitzung seit der Errich-. tung der Anstalt zusammentfrat,, beschloß zunächst, seine M'itgliederzahl auf ,200• zu'.erhöhen', •Wovon 50 vom Ausfand, 150 von den lokalen Komitees in Polen gewählt' werden sojlen. Deiv.Rat wählt eitten Exekutivausschuß von 30 Mitgliedern. ' -Es wurde ■ festgestellt, daß von 200 Baehuriin, welche die Hochschule zur Zeit besuchen, 87 Prozet vollkommen frei im ,.Internat der Anstalt verpflegt Werden, während 15 Prozent mehr oder minder kleine Gebühren bezahlen. •So entrichten beispielsweise 15 Schüler einen Zuschuß von Zloty i.— für den Tag. Angesichts der •kritischen Finanzlage mußte jedoch •leider beschlossen werden, daß von nun an keine neuen Schüler mehr aufgenommen werden, bis die Anstalt sich einigermaßen von •ihrer schweren Verschuldung befreit hat. Während des Monats Elul soll eine große Aktion in allen größeren Städten des Landes zur Ent- •schuldungder Jeschiwo •durchgeführt werden. Um dein Liibliner Raw die Möglichkeit zu geben, sich an dieser Aktion .intensiv zu beteiligen, beschließt man, eine .hervorragende talmuclische Autorität neben dem bereits an der;, Jeschiwo tätigen משגיח zur Entlastung des Jeschiwo-tLeiters zu berufen. Eine Reihe von Propagandamaßnahmen wurden beraten und zum Beschluß •erhoben, •welche •die ,Aktion fördern sollen. Eine Schenkung der litauischen Regierung an die Slobodkaer Jeschiwa. Der litauische •yolksbildungsminister Schakienis hat im Einverständnis mit dem Landwirtschaftsminister Alexa Berufen Sie sich bei Ihren Einkäufen auf die ״Jüdische Presse“. v Schlußvortrag mit dem Salbibat ׳und dem Arbeits recht. Dje Ruhe des Saibibattages, sagte Hans Goslar, ist als eine ganz absolute gedacht: Es soll jedes Werkschaffen, und!was damit .zusammenhängt oder nur daran erinnert,, unterbleiben. (Körper und Seele, Hand •und Hirn des Menschen :sollen an diesem siebenten Tage, der an die Ruhe deä Weltschöpfers‘ nach vollbrachtem Schöpf ungswerk erinnern soll, völlig von jedem iGedanken •an Arbeit u׳m׳des ׳Gewinnes •willen!befreit sein und ihinaufgeholben sein in eine höhere Sphäre. Was sich "hier offenbart, ist: in, stärkster Form die Unter- Ordnung des. Erwerbslebens unter den ׳Geist, die Be* freiung des ,Menschen aus seiner Arbeit, die!sonst .droht, zum *1Selbstzweck und damit!zur Knechtschaff 1f,üji ihn zu. werden;. Das ganze Alte •Testament ist eigentlich ein einziges!Hohelied der Arbeit, aber pinfs.uißt •dabei vor allem wesentlich: Die!Arbeit um das tägliche,׳^,rot:darf niemals den Menschen, so Restlos, au®fülkj?, A0:ganz yp,1\ ihm', Besitz erg^eifeh, daß er Äuht־freüd|bseä‘iKhecnt der Arbeit wjrd. Zwei •Gefahren, sollen vermieden ׳werden; einmal die •Entstehung des!Menschäütyp. der für nichts; anderes mehr Sinn hat, als für daß Raffen von Geld und’anderen Reichtümern; und 0um anderen der Typ desjenigen; der als ab)1äugige*.;Mrosfclaliye: sonst vom Joch; einer eintönigen unbarmherzigen Arbeit!zermürbt wird. An dem siebenten Tag? äüÄem jede Arbeit, auch des Knechtes und des Viehes»; unterbleibt, vollzieht sich demgemäß :nunauch!zweierlei: Eiumal für den selbständig'Arbeitenden, für den Kaufmaüm Landwirt oder Handwerker, erzwingt; der Sabbat;den!: Verzicht auf Arbeit und auf Verdienst, Fr bringt dem. Rastenden11 die Brägen des menschlichen Lebens in der richtigen Größenordnung: ׳zueinander!zum Bewußtsein, Daß nämlieh Geld Und Erwerb niemals Selbstzweck werden dürfen, sondern nur Mitjtel zur Führung eines Lehens der G-ttesfUrcht und brüderlich-solidarischer Menschenliebe, Und zweitens: der Tagiöhner und sonstige Lohnarbeiter ist ah einem Tag vollkommen (frei, , kann sieh jeder ihn geistig empor hebenden Beschäftigung des dem Htaüisefiift Rähbiwervefhahd ein größeres Bl1U|eläude zur Errichtung eines Neubaues der weltberühmten Slobodkaer JeschiWa geschenkt. Coeite-Wolte ,?Die angeborene Verschiedenheit der Begriffe und Gef üble oder, besser gesagt, der Weise, zu begr eilen und zu fühlen, welche sowohl ganzen Stämmen a!3 einzelnen Menschen eigentümlich, und die folge von freigangen und Stolz oder verkehrten Ansichten oder leidensclntftlieber Ueberbebungen sind, gestalten sich mit de^ •Zeit bei der blinden Menge zu unübersteigliehen Grenzen, die die Menschheit so zerteilen, wie Gebirge oder Meere die Länder abgrenzen. Daraus geht nun für die Höhergebildeten und Besseren die Pflicht hervor, ebenso ^aCks u.^cujtph<Iu1&/urJ^mSen> >///> ijimiä 7r/rt/h e ftttt ,tt IffiMoSi)!!!» mwt mildernd und versöhnend auf die Beziehungen der Völker• einzuwirken, wie die Schiffahrt zu erleichtern oder Wege über Gebirge zu bahnen, Der Freihandel der Begriffe und Gefühle steigert ebenso wie der Verkehr in Produkten und Bodenerzeugnissen den Reichtum und das allgemeine Wohlsein der Menschheit." Der achtzigjährige, Goethe bat dies zu dem größten polnischen Dichter gesagt, zu ׳Mickiewicz, als der ihn in Weimar besuchte. Es klingt wie von einem anderen Stern. 1 21 Seiten über ״Arbeit“ und was zu dem Schlagwort gehört, 5 Seiten über Alkoholismus, 7 über das Alters- Problem, 2 über den Amerikanismus, 4 über Banken, 2 über den Antisemitismus, 5 über Baden und Bäder, 2 über Anthroposophie, 2 über Akademiker, 4 über Abstammungslehre, 5 über Auswänderung, 2 über Aszese, 4 über Autorität usw. Was könnte besser als dieser kurze Auszug aus dem Inhalt des ersten Bandes vom ״Großen Herder“ beweisen, wie modern, lebenspraktisch in geistiger und materieller Beziehung dieser neue Lexikontyp ist. ...״,״ j Tschechoslowakei "'■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■*■■■"■■■■■׳»■■■■«■■«■■■■■יי■■■■■■■■■■■■■■■■■■■!!■■■■? Der Prager Gemeindekonflikt. ס Der nun seit Jahren anhaltende Konflikt innerhalb der Prager jüdischen Gemeinde wegen der Gültigkeit der Wahlen in die Gemeinclerepräsentanz hat im Laufe der Zeit •an Heftigkeit und' Leidenschaftlichkeit nicht a!b-, sondern — wie es aussieht!— eher noch zugenommen. In diesem Streite stehen sich bekanntlich auf der einen Seite Tscliechisoli-nationale und auf der anderen Seite Zionisten im!Bunde mit deutsch-nationalen ,Juden gegenüber; Beide •Gruppen beanspruchen die Führung in der Gemeindestube für sich!, und kämpfen für ihr vermeintliches!Recht mit beharrlicher Zähigkeit •und mit allen Mitteln, wie wir sie aus den. Gemeindestreitigkeiten!in!der־!Slowakei oder , in Karp^thor.ußland, zur Genüge kennen. •Nur daß es sich im Falle! Prag auf keiner der beiden.!Seiten etwa um die Rettung oder Wiederaufriclitung des alten religiösen.Thorageistes!in der ehemaligen Metropole der Thora bandelt, sondern — wenn wir vom propagandistischen Aufputz absehen —;'.recht eigentlich bloß um Divergenzen, denen vom Standpunkte des religiösen. Judentums, keine oder keine entscheidende Bedeutung ziikommt. ’Deshalb löstauch der Kampf in der jüdischen Welt außerhalb Prags nicht die, allergeringsten!Emotionen aus. Das gleiche Schicksal dürfe mich die neueste Waffe erfahren, zu der die tschechischnationale Partei •dieser Tage gegriffen bat. An •der Spitze der jüngsten Nummer des ״Roz v ö j", seines offiziellen Organs, wendet sich ־ nämlich das Präsidium des. ״S.v a z C e c •h u - z did u v C. S. R.“ mit einem geharnisebten:;,Offenen Brief“ an.' den Oberbürgermeister von Prag Dr. Karl Baxa und; erhebt gegen ihn, in dessen Hand gesetzlich in erster!Instanz die Entscheidung über Wahlp 1*0 teste in der jiidisohen Gemeinde liegt, •die Anklage •der ungerechtfertigten Parteinahme■• für •die Zionisten:und •deutsch-nationalen Juden in ihrem Kampf um die ‘;Hegemonie in der Haup'tstadt ־der tschechoslowakischen Republik.!Inhalt, Ton und Aufmachung des ״Offenen Briefes“ sind allerdings ungewöhnlich. Trotzdem ist nicht anzunehmen, daß das Prager jüdische Leben wieder in das Licht der jüdischen Geschichte rücken wird, bis dort nicht eine Partei ersteht, die mit offenem Visier für die alte n •I d e a;1 e d es j ii d i - sehen Prag ein tritt und mit einem begeisterten und begeisternden Ruf nach R ii c k k e 11 r zum 'wab r e n. h i stör i s c h •e n J u d e n t u m d e 1• T11 0 r •a •u 11 d der Tradition •die von den assimilatorischen ebenso wie von den zionistischen Bestrebungen systematisch, erstickten Lebenskräfte von annähernd vierzigtaasend jüdischen Seelen zu neuen Taten erweckt. Fahnenflucht. Angeregt durch die in diesem Blatte wiederholt angeführte Tatsache vom Niedergang und von dem schweren Kampfe der kleineren Gemeinden Mährens um ihre Erhaltung, wäre ein Umstand anziiführen, der, obwohl nicht ausschließlich Grund und Ursache des Niederganges, so doch diesen mitverürsacht.! Abgesehen davon,. daß so mancher seine Khille verlassen •muß, weil ihm eine Existenzmöglichkeit genommen wurde, wirkt die ״Fahnenflucht“, das ist der Austritt aus der jüdischen Religionsgenossensohaft, geradezu verheerend auf den Bestand der kleineren Khilles. Besonders dort, wb es gerade die‘ kapitalakräftigeren Gemeindemitglieder sifid, die r fahnenflüchtig werden. Jede!Gemeinde weiß ein Lied davon zu singen, wo die Aufforderung zur iKültüssteuer-!leistung von so manchem ihrer Mitglieder mit dem Austritt aus dem Judentum beantwortet wird. Leider hat es der 'Gesetzgeber diesen Herren, gai• so leicht •gemacht! Zwei Zeilen an die Bezirkshauptmannschaft genügen, und der!bisherige Miterhalter der Kultusgemeinde ist von nun an jeder weiteren Verpflichtung; zur Erhaltung der Kultusgemeinde beizutragen, enthoben.; I Gewiß! Wir begreifen vollkommen! Das Gesetz wollte die ״religiöse . Ueberzeugung“ (oder, wäre vielleicht ״ reHgiose LJeberzeügunslos:ig׳ke|t;besser . gesagt?) Lernens und ־Forscheus widmen .und 6ich so in das kulturelle Leiben der Nation immer!wieder neu einordnen. Ausgehend von dem Grundsatz, däß Ziel allen Wirtschaftens nicht allein etwa die Renta!bilität, sondern der lebende Mensch!und sein . Glück sei, setzt das Alte Testament (bewußt י den!Menschen, über die Wirtschaf t. Wie größ diese Sabbatidee ist, wird uns etst ganz klar, wenn man erwägt, •welche gewaltige Zeitspanne; seit-, dem verstrichen ist, Ibis die bentigen Külturnatibnen im Versuch der; iNaehschaf'füng des §a.bbatruh0ged׳änkens, zum Te;il erst unter, schweren .söizialen Küpipfen, die gesetzliche Sonntagsruhe ganz, •oder teilweise eingesetzt haben.! Nun •zum .Arbeitsrecht des, A|ten Testaments: Das altte6ta;mentari6che Recht •und seihe, .Praxis waren die einzigen der Kulturvölker des Altertums, die den Begriff des!freie11 •Arbeiters;kannten und lückenloß ausgebaut hatteh.• Die großen: KplJurstaäten Rom und Griechenland kannten nur Leibeigene und Sklaven, die ohne wesentlichen;Rechtsschutz •tyaren und den Herren auf Tqd •und Leben gehörten. Jh Sparta!wurden die rechtlosen Heloten nicht selten zu;Tausenden, uragebracht, wenn sie in Zeiten der;Hungersnot als überflüssige Esser lästig wurden, ׳Dals ARe Testament aber gab dem jüdischen. Volk ein iStaatsreöht, das neben äußerst, •milden und imensehliohea IBestimmungen ־üiber die -Bf'hhhdlung: yon: Sklaven und Knechten auch «Uh Rechtagruhdsätze •zum Schutz frejeA Arbeit hrhielf». Der •schließt* :anifc-■ de!m״ ÄrbeitgeB«•:■..׳■ einen regel-! reehten *Vertrag, desßen •grundlegender,׳Bestimmuagen im, Alten Testament und der ^nü1idUeh'eR;-'iUöi'«rUefe.r,«'hg■ featgeiegt; sind, Die: .Anbeöeieit da,ff; nicht;über •Gebühr ausgedehnt.;werden, ,Länger! alß bis, «zum Sonnenunterv gang soll der Arbeiter •nicht beschäftigt! werden,* denn aueh^ seine Famibe haL :einsAnFecbt;iÄhfii׳ihn* vUeberstunden sind auch gegen ISonderbezahlung nicht gestattet, In die bezahlte Arbeitszeit ׳!wird der Weg vom Haus des, Aibeiters bis •sur- Arbeitsstätte eingerechnet. Die Lehnzahlung wnß pünktlich erfolgen, eine Zurückhaitung des Lohnes über Nacht ist dem׳ .Arbeitgeber ausdrücklich verboten. Dem Arbeiter und dem •Knecht steht dieselbe Verpflegung!wie dein Arbeitgeber zu — ein klassisches Gegenstück .zu den! Sklayenmörd in Sparta. Der Arbeiter konnte!jederzeit von dein Arbeitsvertrag izurücktreten; dieser Schutz stand ihm •als' dein wirtschaftlich Schwächeren!zu. Daß es ihn auch i׳m besten Sinne moderner Sozialversicherung gegen alle Betriebsunfälle und!körperliche •Verletzungen im!Dienste des^^Arbeitsgebers schützt, indem es den Rrot'herrn haftbar macht, versteht sich aus der GesUmttendehz des Gesetzes.; ׳Die ganze Hoclischätzung der ehrlichen. Arbeit und des Arbeiters ikonMnt ( auch in; der büfgeflicilien Stellung des ׳!Arbeiters in . Gesellschaft und Staat zuiu Ausdruck,!Es• gibt kein Gewerbe, das schändet, und der Arbeiter •und Handwerker ,fand ebenso?wie jeder von Geburt Hochgestellte ganz se'tbstyerständUch den Weg zu den ׳öffentlichen Ehrenämtern^ Die meisten der großen Gesetzeslehref ׳wären einfache: Arbeiter und Handwerker• .'Im großen Syhhedrion saßen stets zahlreiche Arbeiter und Handwerker, die sich tagsüber durch Schmiedearbeit, als Schuh- und Sandalenniaclier, Korbflechter ,oder! durch andere körperliche Arbeit ernährten und ihre freie Zeit zu geistiger Arbeit benützten,. /״' Heryorzüheben sind,; noch ResRnimungen über Kanfs-. und Verkaufsmoral, Die• Gesetze gegen. Ueberteuer ung •wären;streng. Die •wert vollsten aber, an:׳äilen ethisoh Hochstehenden Bestimmungen sind 1 dieienigen, die unter den. Begriff; der *Z'dokoaf 1 und * des wgemUas ohessed“ ■zusammengefaßt. werden, Hierunter fallen ins״ besondere die Avporderungen •zur freiwilligen Mildtätigkeit ׳über die rechtlichen Ansprüche־ des Armen hinaus, aber auch die freiwilligen Dienstleistungen bei , Kranken, Sterbenden und Toten, Diese Taten stehen am Jähsten in der Wertung, weil sie genz und־ gar ohne i jede Aussieht auf Dank und einzig und allein um der Menschenliebe willen getan werden,

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