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Jüdische Presse · 1932-07-29 · 30 (29.7.1932) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
30 (29.7.1932)
Date
1932-07-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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JÜDISCHE PRESSE Jto.3a Phatooraohie Wien, 1. Fleischmarkt I. Tel. R-29-2-80 * IAJJäAäI.1 Aufnahmen titflich ton 9 bis 6 Übt. an Sonntagen von 9 bi# 6 Ü> f jedes; einzelnen schützen. Aber lta.nct aufs Herz! Wie wenige* vön den vielen ,Fahnenflüchtigen“ werden ihre religiöse U^hterzengting als Grund ihres Austrittes an• g^en-.Jcp|iAg^?4^ß.t4ie$.en....l^.rtrQn Ausspruch unserer Weisen i ״AI tif rausch mm hazibur" nichts gilt, wissen wir, aber, daß mit ihrem Austritte ein Losreißen vom Glauben ihrer Väter verbunden ist, sollte sie doch ab halten; gar so leicht, gar so rasch einen solchen Ent- Schluß zu fassen. Bei Gesetzeswerden dieses für das jüdische Gemeindewesen so verhängnisvollen Paragra* phen, der den Austritt aus der jüdische« Religionsgenossenschaftso leicht ermöglicht, scheint ein Üm3tan<1 außer acht gelassen worden zu sein, nämlich der, daß der Ertrag der »Kultussteuer nicht ausschließlich für ״religiöse“, d. 11, Kultuszwecke, verwendet wird, sondern auch — und das in beträchtlichem Maße — für Fürsorge* zwecke. Der Entgang an Bcitragsleistungen dieser Aus* getretenen macht es den Kultusgemeinden sehr schwer —- manchmal 60gar ganz unmöglich — für ihre alten und arbeitsunfähigen .Männer und Frauen in gewohnter Weise Sorge zu tragen. Wie berichtet, wird von Seite des Präsidenten des Landesverbandes der israelitischen Kultusgemeinden in Mähren, Herrn Dr. Aldis Hilf, ein ■Entwurf zum Gesetz, betreffend die Neuregelung der äußeren Rechtsverhält־ nisse der Juden in unserer Republik, fcrtiggestellt. Wäre es da nicht angebracht, in ■bezug des Austrittsparagraphen eine Klausel anzufifgen des Inhaltes: ״Daß mit dem Austritt eine weitere Verpflichtung zur Kultussteuerleistung des Austretenden für minde* istens weitere drei JahreJn der Höhe des letztgezahlten Beitrages verbunden ist.“? Wenn ׳wir auch nicht damit rechnen können, daß das U'ebel damit ganz behoben sein wild, aber vielleicht wird diese Klausel doch verhindern, daß der Entschluß zum Austritte nicht gar so׳• •leicht gefaßt werden wird, was vom Herzen zu wünschen wäre. G e w i t s c h (Mähren), Tammus* 5692. M. Tauber, ■Rabbiner.1 ־־־ i Topolcany. ( Auf besondere ' Einladung des Vorstandes der ־שומרי חורה hielt Se. Ehw. Herr Rabbiner Schenk 1״J aus Wien, der hier als Gast weilt, am vergangenen שבת ק׳ eine ,“,דרש• Der gro״ße Raum des בהמ״ף konnte kaum alle Zuhörer fassen, da jung und alt sich versammelte. Die herrlichen ד״ת und ״iD^־Worte machten einen großen Eindruck auf alle ,Zuhörer. Es war für alle Zuhörer ein־ wirklicher עינג. שבת Wir sprechen dem Ehw; Herrn Rabbiner auf diesem Wege den Dank des Vorstandes aus mit dem herzlichsten Wunsche, er möge das Glück haben, ע״מ״וש uns solche geistige Genüsse zu bieten. Richtigstellung. Zu unserem vor wöchigen Bericht über die 1״F o r ts ch r i 11 e dn der religiösen M äd ch en e r zi eh u '11 :g“ ■und die Vorträge des •Frauleih Joliuipia boqs, ersucht uns Fräulein Roos zu be* riohtigen, daß sie 1M d! c h a 1 o v c e n i ch t besucht, habe. Dieser;Absatz des Berichtes beruht auif!einer ׳Ortsverwechsiung. Dien erwähnten Vortrag hat Fräulein Roos in K o §:ic e und U z h 0.1־ oxf!gehalten. ץ Religionsunterricht in Nove Zämky. Zu dem umter diesem Titel •in ■der vorigen Nummer veröffentlichten, uns aus vertrauenswürdiger Quelle zugegangenen׳ ■Berieht, ersuclht uns Hermann Löwy, die ■seinen Antrag betreffende Mitteilung zu 1 berichtigen. Wir kommen «einem Wpnsohe ׳um (so lieber ■nach, als er unseren Lesern als einer!der eifrigsten! Vorkämpfer bekannt ist 1m׳rl es keinem Zweifel unterliegt, daß!seine Vorschläge und Bemühungen auch innerhalb der Nove Zamkyer orthodoxen Gemeinde nur darauf, a'bzielen, den Thorageist in der heranwaöhsenden Generation zu pflegen und zu:stärken. Herr Löwy •schreibt: ,jEs-iist entschieden,, unwahr,, daß dn der Sitzung Hermann Löwy/einen Antrag betreffs Religionsunter־ richtes im Gymnasium eingebracht hätte. Wahr ist hingegen, daß an der Sitzung Hermann Löwy folgendes beantragte: ,Da die Gemeinde ihre jetzigen Budgetausgaben nicht .decken könne, müßte man mit den jetzigen Lehrkräften auskommen. Will man aber unbeiflirngt noch. einen Menschen, so möge man — da der jetzige JReligiousuntprricht der Mädchen viel zu wenig ist, um’damit in allen-Verhältnissen und Umständehr eine strenggläubige. Frau und Mutter werden zu können — eine Religi o ns 1 e 111׳ e rin für die (Mädchen anstellen.‘ Es herrsollte keine. •Einmütigkeit. Hingegen ist wahr, daß Vizepraises I, Reichfeld dm aufgeregtem Ton gegen jede neue Belastung protestierte.“ ״Einrücküngstermin.“ Wir erfahren darüber von zuständiger Stelle folgendes: Die Schwierigkeit liegt ׳ darin, daß der 1. Oktober als einheitlicher, alljährlicher' : Einrückungstermin im Wehrgesetz festgelegt ■ist und nicht in jedem Jahr besonders bestimmt wird. In diesem Jahr fällt dieser Tag auf Rosch-ltaschonoh. Da es immer einige Tage dauert, bis die Rekruten alle ihre Einteilung erhalten, steht es mit Recht zu befürchten, daß die neu einrückenden jüdischen Rekruten nicht einmal vop dem Recht auf Urlaub oder Dienstfreiheit;» zum Besuch des Tempels, wie dies den bereits im Dienst!befindlichen Soldaten auf Jntevyentdon der orthodoxen Landeskttuzlei bewilligt, wurde, werden Gebrauch machen können, Die prthodoxe Landeskanzlei ist selbstverstand lieh schon vor längerer Zeit beim Landesvertedcligungsministerium wegen ein^r kurzen Verschiebung־ des Einrückungstermins für die jüdischen Rekruten vorstellig!geworden, Auel! das ■Ministerium für Schulwesen und Volkskultur unterstützte dieses Gesuch, ■Es kann, demnach erhofft werden, daß 1die jüdischen Re-, kruten nicht genötigt sein werden, schon am ersten Tag ihrer .Militärzeit, am 1heiligsten Feiertag, ihre religiösen Vorschriften zu verletzen, zumal schon einmal vor einigen Jahren, genau im gleichen Fall, dem Wunsch der orthodoxen Landeskanzlei stattgegeben wurde, ein Präzedenzfall also ' (schon; geschaffen ist. Ein amtlicher Besehe •i d des ־ X^imdesverteidigungsmwiisteriums liegt aber b i s 2 u r S t u n d 1e n och n d ch t v o r. Sie müssen sich daher vorläufig ab den L Oktobier halten. Wir werden, sobald eine, günstige Erledigung Iherablangt, darüber ■berichten, Gnstvortrng in Piestnny. Man berichtet uns: Dev ncugewählte Gberrabbiner von Casta, Herr Oberrablnner Adolf A beies, Sohn des Herrn Öberrabbincrs Josef Abelcs in Velke Sarluihy, hielt auf Einladung des orthodoxen Gern ei ncl e vo r sta nd es von Pieitany im Gemeinde-iBethhamklrasch einen großzügigen Vortrag und liinterließ bei allen Anwesenden die besten Eindrücke. 1 '; B. B. Für Frau ttnd Mutter. Mode — Handarbeit — Haushalt sind die drei hauptsächlichsten Interessengebiete jeder Hausfraii und Mutter. Deshalb möchte sie!gern auch eine Zeitschrift lesen, die sie stets auf dem laufenden hält, gute Anleitungen und Ratschläge zu.m Selbstschneidern bringt, ■moderne und geschmackvolle Handarbeitsmodelle zeigt und zeitgemäße? 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Manzi Weiß Sigmund Brodi Bratislawa י Wien, II •י: ,Verlobte Ella Seile Nandor Deutsch Wien Bratislava Verl obte Konkurs Die orthodoxe israelitische Kultusgemeinde in Nove Zämky sucht einen Religionslehrer, ירא שמי□ מרבים, der befähigt ist, auch גמרא רש״י ותוספות zu unterrichten. Gehalt laut Uebereinkommen. Auch Ledige kommen in Betracht. Die mit Zeugnissen; belegten Offerte sollen gerichtet werden an Gabriel Reiichfeld, Präses des orthodoxen israelitischen Schulstuhles Nove Zämky. Wir geben dein P. T. Publikum bekannt, daß wir der seit 35 Jahren bestehenden Selchwarenfabrik einen f 1! angegliedert haben. Für vorzügliche Küche wie auch billige Preise wird Rechnung getragen. Um zahlreichen Zuspruch bittet Gabriel Fischer,- Selchwarenfabrik § unter Aufsicht; der 'Adas Jisroel Wien, II., Große Schiffgasse 16, Telephon A-43-5-33. 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Tamus Minchah 7.30. ש״ה פ׳ מטית־מסעי Morgengebet 6.15 und 9,30. ■Vortrag von 3.30 סי לןי אבית Uhr, Minchah 4 Uhr. 8.25 מוצש״ק. An Wochentagen השכמה s•15• Morgengebet 6 Uhr. Minchah 7.15 Uhr. 6.45 יום כפור קטן Uhr. E|׳AO״ W HCHL FRAUENQA8SE 8 כשר' RES TA U/R A H T ר יי י tsכ ׳ Gute Küche. —' Schattiger Garten. -3, י Minuten von der Esplanade, — Einzige vom Hamburger Speiseverein anerkannte גשי Küche am Platz,- Vegetarisches Nachtmahl. Unt.er persönlicher Aufsicht von , ADOLF GLATTER s Wien VI, Schmalzhofgasse J2 Eigentümerr Herausgeber^ Verleger und verantwortlicher Redakteur; Dr; Joel Pollak, Wien, II, Gr. pfarrgass©י״־י-.3/3 ״ Für die Tschechoslowakei Jacob Joei Braun, Bratislava Druck: Druckerei* und Verlags*A,*G. Ig, Steinmann, Wien. IX״ Universitätsstraß© 6*8, A1$12^C

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