Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 27 (8.7.1932)
- Date
- 1932-07-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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י / ל ׳ י ..«-■י,« י *־י *י ׳׳׳ ׳* י ■א "־ " Nr. 2? JÜDISCHE PRESSE 3 Seite ■! 1r1.1ni»..1*va imiTh■ -irr■ •! י ו■n[ן-■ד■וו■^וkווB.ווiוMiוווווr.^*י^aM^Maa^^^^^^tea^M^y^וaii^iiiB Pogromgefahr in Aden besteht weiter. Die jüdische Telegraphen-Agentur erhielt kürzlich von ihrem Korrespondenten in Aden auf Umwegen — weil bisherige Telegramme des Korrespondenten an die JTA beschlagnahmt worden waren — Mitteilungen, aus denen hervorgeht, daß die durch die Pogrome Tn Aden Ende Mai innerhalb der Judenschaft entstandene Panik andauert, daß jüdische Familien aus Aden flüchten und daß mit dem nächsten nach Palästina abfahrenden Dampfer massenhaft Juden aus Aden nach Palästina abwandern. Ausländer in den jugoslawischen Gemeinden. Uoberrnscheiul wirkte bei dem hierUimlischen Judentum die. neueste Verfügung des Innenministers, wonach fremde Staatsbürger keine Vorstandsmitglieder der Kultus-Gemeinden sein dürfen. Dieser ׳•Erlaß ist für das Judentum von bedauerlicher Tragweite, da die Gemeinden auf das ■Mitwirken ihrer ausländischen Vorstandsmitglieder durchaiKs nicht verzichtou können. Infolge dieser Verfügung dürfte auch der Sentaer Gemeindevorstand seine besten Mitglieder verlieren, was angesichts ihrer Vielseitigkeit und ihres segensreichen Wirkens schmerzlich empfunden wird, \ Wie verlautet, sah sich der Innenmiii'ister durch die ständigen Wühlarbeiten einiger Männer im Schoße der ,Sentaer Gemeinde, die die fremden Staatsbürger der Illoyalität zeihen, zu dieser Verfügung veranlaßt. W:ie man in kompetenten Kreisen wissen will, wird diese Angelegenheit ׳weiter verfolgt werden. Es ist zu erhoffen, daß diese Bemühungen von vollstem Erfolg gekrönt sein werden. Es wäre auch schon hoch an der Zeit, daß der hiezu berufene Gemeindebund. dessen verdienstvoller Präses. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner ׳Moses ,Deutsch, ebenfalls tschechoslowakischer Staatsbürger ist. dieses unjüdische Treiben, das soviel Schaden anrichtet, ■für die Zukunft unmöglich machen werde. Jüdische Kolonisten wollen keine Schweine züchten. Die in Charkow erscheinende jiddiseh-kommunistische Zeitung־ ..Stern“ klagt, daß die jüdischen Kolonisten des Rayons Kalinindorf sich weigern. Schweine zu züchten, weshalb sich die Zahl der Schweine in diesem Rayon auf ein Drittel vermindert hat. Die Zeitung forder! die Rayonbehörden auf, gegen diejenigen einzuschreiten, die einen Schweinezuchtstreik erklären. De!• Oherrabbiiier von Amsterdam A. S. Onderwijzer TO Jahre. Der Oberrabbiner der Amsterdamei• jüdischen Gemeinde׳ Abraham Samson Onderwijzer vollendet am 24. Juli d. J. sein “0. ’Lebensjahr. Er wurde 1862 in iMuiden bei Amsterdam geboren, 1888 wurde er zum Rahbiner der Aschkenasim in Amsterdam. 1917 zum Oberrabbiner von Amsterdam gewählt. Er verfaßte eine holländische Uebersetzung des Pentateuchs nebst einer erklärenden׳, Uebersetzung des Raschi-Kommentars (Amsterdam 1895). Onderwijzer gründete den Verein . ״Bezalel“ zur Förderung ■ der religiösen und ükonomisehen Interessen jüdischer Handwerker und Handelsangestellfer in Amsterdam. Oberrabbiner Onderwijzer!hat gebeten, von allen geplanten Ehrungen aus Anlaß .seines 70. Geburtstages abzusehen. Ein in Deutschland ausgebikleter Akademiker; Rabbiner einer chassidisclien Gemeinde in Polen.! Zum Rabbiner in Glebokie ist Dr. Hilei Zelmuno- : wicz aus Wilna, ein Schüler des Rabbiuersemiiiars zu Berlin, ernannt worden. Die Wahl ist insofern von Be-! deutüng. weil zum ersten Male ein Akademiker, der :dazu von einem deutschen Seminar seine ,Autorisation ■ erhalten hat. 'Rabbiner einer ״chassidisclien“ Gemeinde geworden ist. Proteststreik der Warschauer Gemeindebeamten. In einer Versammlung der Beamten der Warschauer Jüdischen Gemeinde, die von* 250 Beamten besucht war, 1*wurde beschlossen, in einen eintägigen Proteststreik gegen ' den Beschluß der Gemeindeverwaltung, die Beamtengehälter 7.11 reduzieren, einzutreten; ferner einen allgcmeinen Dauerstreik zu proklamieren, für den Fall, daß die Gemeindeverwaltung an •ihrem Beschluß festhält. Die Uzhoroder Kontrakonferenz. Die Munkacser ..Jüdische Zeitung“, das Sprachrohr des dortigen Oberrabbiners, hat manchmal eine Eingclmng.!sich zur Wahrheit zu bekennen und für irgendwelche vorübergehende oder vorbeis'chleiehende Bediirfnisse des flüchtigen;Augenblicks Wahrheiten auszusprechen, die wir von jeher als Grundlage des k o 11 z e 111 r i e r t e n g e s a m t e n j ii <1 1 s c h e n L eb e n s d a u 0 r n d a n e r k a 11 n t wissen möchten. So spricht sie auch ■in ihrem jüngsten Leitartikel in gedrückten!, elegischem Tone von dem Ländchen Podkarpatska Rus und den Zuständen, die dort im jüdischen Loben herrsehen, als ..versündigt und vorseholton“. und meint damit <1011 Geist der Frivolität und der gegenseitigen Unaufrichtigkeit, womit die verantwortlichen Gemeindeleiter. aus1 Hadersucht und unbegründetem, von keinerlei edlem Prinzip ausgehendem Haß jedes gute Beginnen von vorneherein Zerstörern und unwirksam machen. Wir teilen im allgemeinen nicht den Pessimismus. der in diesem Artikel. Weil er ■ihrer momentan gerade bedarf, bitter(‘ Töne aiischlägt. und glauben ranz bestimmt, daß auch in Podkarpatska Rus in den jüdisehen Massen noch ausreichende Kraft zum Aufschwung vorhanden wäre, wenn nur der Geist oder die Geister, die gerade dem Kreise um die ..Jüdische Zeitung“ den Weg diktieren, einen solchen Aufschwung aufrichtig wünschen würden und in erster R e i h e u m e i!1 e 11 s o 1 e h en Aufs e h w 11 n g z u r ziel b e w 11 ß t c 11 O r 111 o d o x i e b e s o r g t w ä r e n. Die Ereignisse des Tages lassen allerdings einen solchen optimistischen Glauben mir schwer aiifkommcn, sie nötigen dem aufmerksamen •Beobachter vielmehr die!'Befürchtung auf. daß es in absehbarer Zeit vollendete Tatsache werden k ö 11 11 t e. was■ G. s. D. noch nicht Tatsache ist. Die ..Jüdische Zeitung“ könnte allerdings bald recht behalten, wenn sic schreibt: ״Wie könnte man es anders als mit .,versündigt und verwünscht“ bezeichnen, wenn wir das Häuflein .Juden in Karpatho-Riis sehen, welches brennende Fragen für die!Gesamtheit und den einzelnen, für den Körper und die Seele, zu lösen, hat, Fragen, die einer!starken Einigkeit bedürfen. Angelegenheiten, die nicht anders als mit vereinten Kräften zu wahren sind — und dieses Häuflein Juden ist nicht imstande, sich zu einer einheitlichen Konferenz zu versammeln. Sie sind so zerfressen, zersplittert und verfeindet, daß tsie nicht fähig sind, einander ..von Angesicht zu Angesicht“ zu :schauen. Sie sind auf solch tiefe Stufe gesunken, daß ' ein Bruder den anderen als Todfeind ansieht. Ja, verwünscht und in eine Untiefe von mibegriindetem Bruderhaß ist das ganze Ländchen Karpatho-Rus hiiiabgesmikon und mitten darin .spielen gerade unsere jüdischen Brüder die Hauptrolle, ge- 1-ade unsere Gemeindefiihrer in den podkarpatskarussischen Gemeinden. Diejenigen, die dem •einfachen Volk Vorbilder sein sollten, gerade sie sind die Hauptschuldtragendeji an der jüdischen Tragödie, sie sind die vnrnehmlichen Verursacher allen Zwiespalts. Durch diesen furcht bare 11 Zwiespalt leidet zuallererst unsere Religion, es leiden dann durch ihn unsere Kultur und Zivilisation, unsere Thorapflcgc, unsere orthodoxe Unternehmung. Es leiden aber durch sie auch auf unbarmherzige Weise unser!Broterwerb und unsere Existenzmöglicbkcit.“ Vorderhand ׳ist es, wie gesagt, noch nicht so weit: die Einsichtslosigkeit unter den geistigen Führern der Gemeinden ist unseres Ermessens noch n׳ich t so allgemein, wie sie das Organ ■des Munkacser Oberrabbiners für seine augenblicklichen Zwecke zn schildem Für ratsam erachtet. Aber — das sei zngestanden — die Entwicklung und die Aufeinanderfolge der Ereignisse deuten eine Linie und eine Richtung an, die zu Ende zu שרת סחרי ומגני אשר השיב לשואלים הרב מוה״רר סיני שיפפער זצי׳ל, רב וא:״ר רשהל יראים בקארלחרוהע. Der Charakter der Teschiiboth bedingt es, daß sie vornehmlich im Westen ■erscheinen sollten. Sind doch die Teschiiboth in erster Reihe Belehrungen, A\ie unser altes, unabänderliches Gesetz auf die neuen Formen des Lebens und der Lebensführung anzuAvenden sei. Jeder T:1g bringt mit den gewaltigen Fortseh ritten der Technik Neues, zu ■dem vom religiösen Standpunkt aus Stelhing zu nehmen oft nicht leicht füllt. Je westlicher, desto häufiger, desto einschneidender sind diese Neuerungen, und wenn dessenungeachtet unsere Teseluiboth-Literatur fast nur im Osten angelmut wird, so liegt der Grund darin, daß A\־ir im Westen Verhältnismäßig wenig religiöse und geistige Führer haben, deren Autorität als סיי• גדולי הוראה festste 111, wie die unserer Großen im Osten. Rabbiner Dr. Schiffer, Karlsruhe, זצ״ל der 40 Jahre lang seine Gemeinde in Karlsruhe geführt,;mul zwar cmporgefiihrt hat, war einer der wenigen, die im Westen wirkten, sich aber auch im Osten eines guten Namens als einer der 'גדילי הוראה erfreute, mul so ist es nicht zu verwundern, daß ihm, dem Baw einer :deutschen Gemeinde, von weit und breit die Schaaloth zuströmten. Ein kleiner Teil von dem ״Segen, den er nach sich gelassen“, nur 26 von den vielen Teschiiboth, die er verfaßt, werden jetzt von seinen Schwiegersöhnen, ,Dr. Stil. Lieben, Dr. Simon Adler und Dr. E. Weil, dev Oeffcntlichkeit zugänglich gemacht, ein Werk, nicht gar umfangreich, aber reich an innerem Werte. Ich will aus der Fülle der behandelten Themen nur einige herausgreifen, um zu zeigen, welch aktuelle Fragen hier besprochen werden. Darf mau Leute, die nicht Tcfillin legen, zu Miujan zählen? Gibt es eine Mögliclikeit, den Koben nicht jedesmal aiifzurufen, ohne das biblische Gebot seiner Ehrung zu verletzen? Darf man Zeitschriften, die von außerhalb des Sabbatbereiches kommen, am Sabbat lesen, darf man am Sabbat Kindern d'as Lesen beibringen, indem man bewegliche Buchstaben aneinander reiht? Darf mau am Sabbat Ga!s oder elektrisches Licht in den Synagogen durch Nichtjuden anziinden eder auslöseheii lassen und unter welchen viodalitäten? Welche Verhaltungsmaßregeln gelten am Sabbat E1־ew Pecssach bezüglich des Chomezverkaufes, darf man, mul •in welchen Fällen in den drei Wochen, den Bart ■schneiden? Diese und noch viele andere ׳Fragen behandelt Rubb. Schiffer in musterhafter Weise, von den Weiße Zähne: Chl?rodo1ii Quellen in der Geinnra ausgehend, über alle Poskim bis zu den neuesten Teschiiboth. Sein Buch wird darum jedem, der lernt, Ar011 großem Wert sein und jedem, der paskeut, unentbehrlich; darum wäre auch zu AViinschen, daß die Fortsetzung recht bald erscheine.!Das Werk ist zu beziehen beim Verlage j. Rabinowitz, Karlsruhe, Kriegsstr. 152, um den geringen Preis von Mark 2.50.! S. 11. Lieben, Prag. Stuhlverstopfuiig. ׳Hervorragende Männer der Heilkünde!haben sich überzeugt, daß selbst ■die zartesten Kinder das natürliche ״Franz-Josef^-Bitterwasser gut vertragen. MEYERS LEXIKON VON A-Z 12 BÄNDE mmn VOLLSTÄNDIG und 3 Ergänzungsbände 193U33 Amfüh/licher Proteekt durch Me Buchhendlenfl S denken einen jeden aufrichtigen orthodoxen Juden mit Schmerz und Grauen erfüllen muß. . Pa mehrjährigem Chaos vor kurzem endlieh eine Konferenz der Gemeinden in Sevltis stattsefunden. Den Gemeinden war auf dieser Konferenz freigestellt Avorden. sich Fiir eine oder die andere ihnen genehme und ihren organisatorischen Bedürfnissen am besten zusagende gesetzliche Gemeinschaftsform zu entscheiden; Die Konferenz war gut beschickt mul beriet sachlich und im großen und ganzen auch mit Würde. Sie faßte klare ■Beschlüsse und schuf die Möglichkeiten zu ihrer Durchführung, indem sie einen ■Landesausschuß n ieder errichtete, an dessen Spitze O b e r r a h b 1 n e r 111 ל s 0 h i n 1s k y in Chust stoben sollte. Ks Leute, die da hofften, das jüdische Gewissen sei erwacht und man würde nunmehr ungehindert an den Wiederaufbau des Zerstörten schreiten können. W.ir waren nicht!ranz zuversichtlich und gaben dem auch in dicsoV Zeitung Ausdruck. Dem Munknrser Oberrahbiner und. weiß der Himmel, aus welchen Gründen und aus welchen Zusammengängen heraus, ••»uch de׳• Uzhorodrr GemeindevorwMtnng waren aber die SevluSer Beschlüsse wider den Strich. Nicht viel überlebt und noch ■weniger Ge- יי• w-ni.sfra״en aufgeworfen, erlangt man erwünschte bchördliche Erlaubnisse, man verwirrt die Köpfe und man beruft die Gemeinden zu einer — K o ״ t r a k ח ס f e r e n z ein. Man findet Wege, zu erwirken.daß auch diese pro-' .״rammatisehe Ge 11 0 ״ berutung teilweise von denselben Gemeinden beschickt werden, wie die Sevluser Konferenz, und die bekannten bewahrten, lieben Herzensfreunde der organisierten Orthodoxie haben, was sie brauchen: ״J1 I Ö s b n r e s D 11 1• c h e i n a 11 d e r, C h a o s i 11 d e 11 K ö pF e n 11 11 d i n d e n TT 0 r z 0 11. Wenn das so weitergeht, könnte der ■diesmalige Bekenntnisänflug des M11nkac!se׳r Blattes — fürchten wir — größere und dauerndere Bedeutung gewinnen, als ׳'s selbst ahnen mag. ■Sein Ruf zur S a m m 1 11 n g d e r Kräfte wird dann nicht nur dafür, was wir wollen, nämlich fiu• alles, was wahrhaft thoratveu und jüdisch in der Welt ist, sondern auch fiir das. wa!s ihm und ■seinen geistigen Lenkern für den Moment wichtig erscheint, ein hohler Ruf in die Wüste, in die mutwillig ״■elhstgeschaf feile Verwüstung sein. Dann könnten ישמרני H die Worte Wahrheit werden, mit denen es seinen Artikel schließt: ..Es fehlen Menschen mit Gefühl, es fehlen Mensehen mit ge-sundem Vorstand, die Fähig wären, der Menge ihre bittere Lage in« Gesicht zu schildern, die das praktische ׳Mittel zur Lösung des an allen unseren Nöten hauptsächlich schuldigen Gehä׳ssigkeit1sproblems in unserem Lande Vorschlägen könnten.“ v ..Menschen. ßne Thora. Verstandesmenschen mit jüdischen Gefühlen — u0־ seid ihr?“ ׳ * 1 v ״ I ■Uebcr die Sonntag, den 29. Siwun, in Uzhorod auf Füll lad 1111g der ■Uzhoroder - ■Gemeinde zusa mmengetretene!Kontrakonferenz liegen ums bis zur Stunde folgende verläßliche Nachrichten vor: I Eis waren A'ertreter aus 15 Gemeinden anwesend, und zwar aus Uzhorod, Mukacevo, Chust, Kiralhaza, Svaljava, Vvlok, Bi.lky. Jassina, Benedikoveo, V׳ereckv. Rachov, Pa lad. Apsa, Rosviz.ovo, Seredno. Außerdem waren drei ׳Rabbiner 011 ne -ihre Gemeinden vertreten: Berezny. Vy§k mul Dollia. Gegen die Rechtmäßigkeit dieser Aü'rtretinigcn werden in den meisten Fällen Bedenken, bezw. scharfe Proteste erhoben. So ■wurde z. B. in C 11 11 s t dieser Tuge die Gemeindeautonomie behürd- Heb aufgehoben und in der Person des Herrn Bela Krauß ein iRcgierurigskommissär zur Leitung der Gemeinde bestellt. (Der Regienmgskommissüi■ erschien nun ebenfalls in!Begleitung dreier anderer ,^Delegierter“ an der Konferenz und desavouierte die!Delegierten der Sevluser Konferenz nebst dem öberrabbiner.!Die Gemeinden Avußten in der Verwirrung mit den einander entgegengerichteten zwei Konferenzen nichts anzufangen und jeder selbstherrliche GeAindepolitiker tat, was er fiir gut fand. Auf der Tagesordnung stand nicht die Entscheidung über die Orgauisations m od a l i t ä t, sondern die Wahl ■der Leitung fiir eine, d e 11 S c v 1 u.s e r B e s c h 1 ü ls s 0 n w i d e 1־ s p 1־ eche n d e, ״selbständige“ Kanzlei. ׳Die Wahl ergab dann auch folgendes Resultat: 1. D r e i g 1 i cd 1• i g e s P r ä s i d i 11 m: ׳Feuerstein, MermelstO'in (Uzhorod), und Behl Kraus (Chust). 2. Repräsentanz: 25 Laien und 12 Rabbiner. ' 5. V e r w a ■111 u liig's a u s s c: 11 u ß: 7 Laien uncl 4 Rabbiner. 4. S t a t 11 t e n k omi .111 ns׳«?)! o u: 8 Laien ׳und 5 Rabbiner. 1 In einem der gewählten entscheidenden Foren soll sich auch — wie unser Berichterstatter ausdriicklich hervorhebt — ein notorischer Mechallel!Schabbos־ bcfinden.! So weit der vorläufige Bericht. Und Avir fragen nun erst recht nachmals mit dem Artikelsehreiber in der ״jüdischen Zeitung“: 1 ״M e) nsche ■11, ,B n e T h o 1• a, V e 1־ s t a n tl e s- 111 c n s r h 0 11 .111 ׳it jüdischen Gefühlen — av o s e i d i h r?“ _[_ Vorstandswahl in der Preßburger Chewra Kadischa. Sonntag, den 29. Siwan, Avurde in der Preßburger Chewra Kaclischa die Wahl des Präses mit den vier leitenden Gaboim vorgenommen.Zum Wahllokal Avurden die Beratungsräume des neuen jüdischen Spitals geAvählt. Die Wahl endigte bei nicht geringer Beteiligung nach offizizielten Angaben mit folgendem Resultat: Adolf Kun- Stadt (291 Stimmen), Präses; Jakob Quitt (293 Stirnmen), Antön Reichner (279 Stimmen), Heinrich Stahler (207 Stimmen), Ignaz Lichtenfeld (188 Stimmen), Gaboim. Aus der Reihe dieser Leitung Avird auch vom Spitalkuratorium der Präses des Spitals gewählt werden. Rabbi Mosche Blau in Bratislava. Schabbos ׳ שלחQ weilte Rabbi Mosche Blau aus Jerusalem in Bratislava. Am Nachmittag hielt' er im Turnsaale der orthodoxen Volksschule in Gegemvart eines zahlreichen Publikums einen Vortrag über die Verbundenheit des jüdischen Volkes mit dem heiligen Lande. Die Fülle der Gedanken und die hinreißende Beredsamkeit hielten alle Amvesenden in Spannung. Reicher, dankerfüllter Beifall zeigte dem verehrten Redner, daß das Publikum seinen Ausführungen mit Verständnis gefolgt Avar.