Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 24 (17.6.1932)
- Date
- 1932-06-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Beifö 2: jüdische p#esse 24 beitari Fabrik! wH| xv.( S<ag1ga1<« 10 bei Martaiillferstf.148 Tel. R-35-8-47 und R-38-5-38 falls — tfies muß zur Steuer der Wahrheit und wenig* stens zur teilweisen Beruhigung der Öffentlichkeit gesagt Werden —, die Schadensziffer beträgt nach An* gäbe der Kultusgemeinde nur »S 62.000 und nicht, wie fälschlich verbreitet wurde, S 300.000. Eine Frage, und nur die eine scheint uns von Bedeutung:!Ist die iKulfcusgemeinde ׳bereit, nunmehr die Konsequenzen zu ziehen? Ist sie bereit und imstande, die Kontrollmaßnahmen zu verschärfen und zu ver- •bessern, wobei aber nicht, wie dies in den!letzten Wochen der Fall ist, jene verschämten Armen darunter Heiden!sollen, die nun stundenlang an den -Kassen warten!müssen, .bis die notwendigen Unterschriften für die Auszahlung von geringen Unterstützungen eingeholt sind. Ist die Kultusgemeinde bereit, dort, wo sich die Wirkungen der Unterschlagungen Poppers auf die ()Öffentlichkeit ausgewirkt haben, diese Wirkungen aus der Welt zu schaffen? Wir meinen die Mikwah.!Erst vor ganz kurzer Zeit!hat die Kultusgemeinde wieder die Eintrittspreise erhöht unter dem Vorwand, der!Mikwah-!Betrieb arbeite mit einem (Defizit. Wir sind genau informiert, daß dieses Defizit nicht ׳bestanden bat, als die Mikwah noch von einem privaten Komitee verwaltet wurde. Stellt am Ende das Defizit mit den iMalversätioneri des!Materialverwalters in Zusammenhang? Wir möchten daher eine Ueberprüfung des Mikwah- Betriebes erbitten. Vielleicht wird man dann die für tausende arme orthodoxe Juden und Jüdinnen unerträglich <110.11 en Preise ermäßigen! Beth-Jakob-Studienfahrt nach Budapest. ״Der Oberkurs der Wiener Beth-Jakob-Lehrerinnen- Bildungsanstalt soll zu einer Studienreise' nach Budapest fahren.“ Mit ungläubigem׳ Kopfschütteln wurde diese Nachricht von uns aufgenommen. So kurz vor dem Examen, mitten aus der Arbeit!heraus so unerwartete Ferien. Aber plötzlich ist man doch mitten in den Reise- Vorbereitungen. Das ist bei uns gar nicht so leicht, sind wir doch aus 7 verschiedenen Ländern zusammengekommen; da heißt es Pässe ordnen, Visaerleichterungen verschaffen usw. Aber schließlich sind mit der liebenswürdigen Vermittlung von Budapest auch diese Schwierigkeiten überwunden, und Sonntag, den 5. Juni fahren wir alle voll freudiger Erwartung los. Schon die Schiffahrt bringt so viele Freuden. Die Sonne scheint so hell und klar, Möwen und Wildenten begleiten uns, wir sehen die besonders schöne Landschaft bei Esztergom und Visegrad. Allmählich sinkt die Sonne immer tiefer, ein Licht nach dem andern fängt an zu leuchten, und plötzlich erscheint Budapest in herrlichster Lichterpracht, uns allen ein unvergeßlich schönes Bild.' Am Schiff wurden wir von einer großen Menge Budapester Damen aufs herzlichste begrüßt. Schnell würden wir alle auf die angewiesenen Plätze verteilt, das Programm für den nächsten Morgen wird angekündigt, und dann geht’s heim, denn wenn Budapest auch für viele von uns fremd ist — wir fühlen uns von Anfang an bei Freunden, dte die gleiche Gesinnung mit ' uns verbindet. Am nächsten Morgen treffen wir uns in der ״Hanna“, um die Mädchenschule der orthodoxen Gemeinde zu besichtigen. Frau M. S t e r n b e r g, Frau Dr. Deutsch und Frau Schlesinger empfangen uns und führen uns in die Klassen, wo die Lehrkräfte uns freundlich begrüßen. Wir hören zuerst die Kleinsten, wie sie lesen und ברכות sagen und biblische Geschichten erzählen, und so gehen wir von Klasse zu Klasse. Voll Freude und oft voll Staunen hören wir die Leistungen der Kinder.. Die größeren Mädchen der Bürgerschule verblüffen fast durch ihre Kenntnisse. Sie wissen die י-יביס bis in die kleinsten Einzelheiten und können sogar alle עסרים auswendig. So gehen wir alle mit dem Empfinden fort, daß hier eine Arbeit geleistet wird, die unserm B.-J.-Werke von unendlichem Werte ist; hier werden die Kinder vorbereitet für unsere Ideen und Lehren, wie es dann auch später in diesem Sinne ein Herr des Schul- Vorstandes in seiner Begrüßungsrede bei der öffentlichen Prüfung ausdrückte. Auf dem Nachmittagsprogramm steht der Besuch der Margareteninsel, wohin uns Frau Dora Schlesinger als liebenswürdige Führerin begleitet. Allzu schnell vergeht der schöne Nachmittag, denn um 7 Uhr schon beginnt der im Festsaal der orthodoxen Gemeinde stattfindende Vortrag. Dort ist alles wunderschön vorbereitet. Frau M. Sternberg, unsere tätigste Mithelferin in Budapest,, begrüßt die Anwesenden und uns Wiener Gäste (unsere jungen Kandidatinnen fühlen sich etwas ungewohnt auf den ihnen angewiesenen Ehrenplätzen). Dann hält Frl. Löwy, eine der Wiener Schülerinnen, ein Referat über Beth Jakob, dem ein Vortrag von Dozentin Frl. Lands ber'g über Probleme der jüdischen Mädchenerziehung folgt. Die Anwesenden hören mit' großem Interesse den Ausführungen zu und zeigen mit ihrem Beifall, wie sehr sie mit den Ideen der Beth-Jakob- Bewegung übereinstimmen. So nimmt der erste Reisetag ein schönes Ende. Der Dienstag-Vormittag ist zur Besichtigung der Burg und der Fischerbastei vorgesehen. Einige junge Büdapester Mädchen haben sich bereitwilligst zur Füh* fung erboten, und wir alle sind entzückt wn, dem schönen * Ausblick über die Stadt und die Donau, Dann besichtigen wir. das Päfläffient und andere sehenswerte; Gebäude; Für dih Nachmittag Sind ׳die .Mädchen der Bürgefschule zu zwei Lehr proben gelädtttj die zwei angehende fieifKFäfcöh* Lehrerinnnen verführen. Ütt}, 1 Ühr folgt ej« Vörträg Von Pr!. L a n d s b e r g über dem ein Äeferat von Frl; F i ft k e I s t e i n, eine Schülerift der Wiener Schule, Vofäftgeht. Ganz gegen alles Erwarten ist auch djeser zweite Abend glänzend besucht, und allerseits spendet man den Ausführungen großen Beifall. Wir fühlen an diesem Abend so ü besonders stark, daß der Boden für die B.-J,*Jdee und Gründung einer B.*J.* Schule wohl vorbereitet ist. Unzählige junge Mädchen drängen sich um uns, alle mit Fragen über die B.*J,* Sommerkurse am Semmering, über die Wiener B.*J.* Lehrerinnenbildüngsänstalt und immer wieder hören wir ihren Wünsch: Wie schön wäre es, wenn man auch uns hier die Möglichkeit gäbe, in einer B.-J.-Schule zu lernen. Und als Frau Sternberg den Anwesenden mitteilt, daß man sich zur Gründung einer B.-J.-Schule entschlossen, da wird diese Nachricht mit freudigem entgegengenommen. Es herrscht an diesem Abend im Saal eine wahre Feststimmung — während Frl. Landsberg über {$ין״ nach Oradea fährt, da man auch dort alle Vorbereitungen zur Gründung einer B.-J.-Schule trifft, bleiben die jungen Mädchen in Budapest und verleben dort weitere wunderschöne Ferientage. Die große Zahl derer, die uns bei unserer Abfahrt am Sonntag zur Schiffsstation begleitet, legt Zeugnis dafür ab, daß die Wiener B.־J.־Anstalt sich in Budapest vollste Freundschaft erworben. Uns allen werden diese Tage in schönster Erinnerung bleiben; das Wertvollste aber, das wir von dieser Reise nach Haus nahmen, ist doch der Gedanke, daß unser B.-J.-Werk immer weitere Wurzeln faßt, und daß man immer mehr zur Erkenntnis kommt, wie notwendig die Gründung der B.-J.-Schülen zur wahrhaft jüdischen Erziehung unserer Mädchen ist. E. L. |@| NACHRICHTEN |®| Anläßlich des zwanzigjährigen Jubiläums der Agudas Jisroel veranstalten wir am Sonntag, den 19, Juni d. J., ein Jubilüumsbankett, zu dem hiemit geziemend an die ehrwürdigen Herren Rabbiner, an die Vorstände der jüdischen Vereine und Organisationen,, an alle jene, die im Dienste des jüdischen Allgemeinwohles tätig sind, und an die gesamte Wiener Orthodoxie die Einladung ergeht. ■Die allgemeine Lage erlaubt es!uns nicht, große Jubiläumsfeiern zu *veranstalten. In schlichter, einfacher Weise soll das Jubilaumsbankett den!Beweis dafür er- 1bringen, daß das gesamte orthodoxe Judentum -fest und unerschütterlich -zur Fahne der!Agudas Jisroel steht und bereit ist, für sie zu ,.kämpfen,!für sie zu opfern. Die wirtschaftliche• Lage, der Kampf, den jeder in geistiger und!physischer Beziehung zu -führen hat, fordert gebieterisch engstefn Zusammenschluß. . Agudas Jisroel ruft:־T!SehLießt die iRieilien! J Der Vorstand der österr. Landesorganisation der Agudas Jisroel. Jerusalem. Am vorletzten Schabbos sollte in Petach Tik>va ein Fußballmatch zwischen dem ״Makkabi“ und der englischen Polizei stattfinden, zu dem auch der High Commisser seine Anwesenheit :zugesagt hatte. Auf Grund eines Schreibens der Leitung der palästinensischen Aguda, in dem auseinandergesetzt wurde, daß diese öffentliche Sabbatentweihung durch jüdische Fußballspieler ' die Ge-; fühle, der. .jüdisch-religiösen ,Masse aufs gröblichste verletzt, hat, der High Commj9sioner von seiner persönlichen Anwesenheit Abstand genommen. Das Match selbst fand aber statt. , I . Ergebnis der Stadtratwahlen in Tel-Awiw. (J. T. A.) Die in Tel-Awiw am 7. Juni stattgefundenen Stadtratwählen ergaben das folgende Resultat: Von den fünfzehn Stadtratsitzen errangen die Arbeiterpartei fünf, die vom Bürgermeister Dizengoff geführte Bürgerliste drei, die Liste der polnischen Juden zei Sitze, die Listen der Hausbesitzer, der Sephardim, des Misrachi, der Revisionisten und der Kleinhändler errangen je einen Sitz. Londoner Brief. Im Gefolge der Schlachtbill kam es jüngst zu Differenzen zwischen dem Chiefrabbi der United Synagogue und der Adass Jisroel. Es handelte sich darum, welche Stelle berechtigt sein sollte, Schochtim den Behörden gegenüber zu autorisieren. Sir Robert Waley Cohen, der ״Mussolini“ der englischen Judenschaft, war bisher in allen Verhandlungen den Ansprüchen der Orthodoxie auf die Nominierung von Schächtern entgegengetreten. Inzwischen ist jedoch vom nordirischen Parlament dem Rabbi von Belfast das Recht, ohne Rücksicht auf die United Synagogue Schächter zu ernennen, zuerkannt worden, und so bietet sich nunmehr endlich auch der ״Union der orthodoxen Gemeinden (Adass Jisroel)“ die Handhabe, für sich die gleichen Rechte zu beanspruchen. Die Adass Jisroel kann dank der geistigen Führung des Rabbi Dr. ■E. Munk erfreuliche Fortschritte verzeichnen. Dies gilt namentlich auch für ihr Erziehungswesen, Taharas Hamischpocho und Chisuk hädäss Vor kurzem fand im Agudaheim die Jahresver- Sammlung der Londoner Aguda unter Vorsitz des Rabbi S. Moscovitch statt. H. A. , Goodman berichtete über den y M I LEB E N $ VER S I CH E R U N GS■ G ES E 11 SCH A F T mit' Karlsbader SfJfudel erzeugt כשי -__״,rin üer eigenen Bäckerei emügt, daher immer mach lagernd LEDERER ÄKÖHN H011a״d9tr.7 A*4i*4*45 DaMFFBÄCKE&EI A-47-4-95 vmt Aufsicht d.AdäS jlsföel( ChlffSchul) Stand der Agüda-Ärbeit und könnte namentlich die Beth* Jakob-Schule mit 90 Schülerinnen hervofhebett, die unter der Leitung des Dr, Munk große Erfolge erzielt. Goodman referierte auch über einen Empfang zu Ehren der Rabbiner der Jeschiwa von Radun, bei dem Dr. Gaster, Dajan Hillmann und Graf Potocki Von der polnischen Gesandtschaft sprachen. Rabbi Dr. Munk referierte über Keren Hathora und Beth Jakob. Rabbi Zimmermann gedachte des Gäon Rabbi Chain! Sonnenfeld und schlug vor, auf seiften Namen einen speziellen Fonds zu -errichten. ׳־׳ Auch sonst zeigt sich, daß der Mangel an Organisation, an dem. die englisch-jüdische Orthodoxie bisher gelitten hatte, nunmehr endlich überwunden sein dürfte. Sogar die Rabbiner, die trotz eines schon von Dr. M. Jung und Dr. B. Schönfeld unternommenen Versuches so gut wie unorganisiert waren, haben diesem Zustand ein Ende gesetzt Und unter der Leitung von Rabbi Rabblnowitz, Rabbi Moscovits, Rabbi Zimmermann und Rabbi Dr. E. Munk eine Agudas Harabonim gegründet, die dazu berufen scheint, das Erstarken der Orthodoxie auch in der Weltmetropole London zu dokumentieren. Rabbi Schneur Salman Klatzkin in Rogatschow verstorben. (J. T. A.) Wie aus Rußland telegraphiert wird, ist in Rogatschow, im Gouvernement Mohilew der bekannte ״Rogatschewer Raw“ Rabbiner Schneur Salatn Klatzkin im Alter von 77 Jahren verstorben. Er zählte zu den größten Rabbinern im heutigen Rußland, war ein Bruder des vor kurzem in Jerusalem verstorbenen hervorragenden Gelehrten Rabbi Elijahu Klatzkin. Sabbatpropaganda in Schweden. Im Sitzungssaal der Jüdischen Gemeinde Stockholm sprach auf der Konferenz des skandinavischen Jugendbundes vor vielhundertköpfigem Publikum Rabbiner Julius Samuel-Oslo über ״Jüdische Weltprobleme der Gegenwart“. Der Redner nahm die Problematik des Sabbath und seine Not als Ausgangs- und Schlüsselpunkt seiner Ausführungen, die um so größeres Interesse weckten, als das in erster Linie aus liberalen Kreisen zusammengesetzte Publikum vielleicht zum erstenmal etwas von diesen Fragen erfuhr. Am Morgen des gleichen Tages hielt Rabbiner Samuel im Rahmen des Sabbatgottesdienstes in der vollbesetzten Synagoge der Adass Jisroel einen homiletischen Lehrvortrag, in dem er das Wesen des Sabbats nach verschiedenen Seiten hin beleuchtete und insbesondere auch der Wirksamkeit des Weltverbandes Schomre Schabbos im Interesse der Verlebendigung der Sabbatidee gedachte. Jahrestag der holländischen Aguda. (J. T. A.) Die Jahrestagung des Landesverbandes der Agudas Jisroel in Holland wählte den! Oberrabbiner S. J. S. Hirsch, Zwolle, zum Präsidenten des Verbandes. Dem Jahres-!bericht war zu entnehmen, daß der Verband 720 Mitglieder zählt. Amtliche Verlautbarungen der israel. kultusgemeinde Wien. Festgottesdienst für die Schuljugend am Schowuaus. Einen würdigen Abschluß ,fand der während des Schuljahres allsabbatlieh stattfindende Jugendgottesdien st mit der vom Kültusvorstand am zweiten Schowuaustag veranstalteten Feier für die Schuljugend Wiens. In 17 Synagogen, in denen de'r Jugendgottesdienst allwöchentlich abgehalten wird und die anläßlich Schowuaus festlich geschmückt waren, versammelte sich der größte Teil der Wiener jüdischen Schuljugend zu einem Festgottesdienst, der überaus würdig und eindrucksvoll verlief. In allen Gotteshäusern hatten sich in Begleitung der Kinder auch Eltern in sehr großer Zahl eingefunden. Zur Erinnerung an diese Feier erhielten alle Schulkinder ein vom Kultus- Vorstand gewidmetes, auf das Scliowuausfest Bezug habendes Gedenkblatt. Neues Disziplinarrecht in den jugoslawischen Gemeinden. Von Oberrat Dr. jur. et phil. Friedrich Karl Pick (!Prag). Es ist mir vor einiger Zeit eine Uebersetzung aus der Rosch■Flasohono-<Numme 1־ des Sarajevoer jüdischen Wochenblattes ״Jevrejsiki Glas“ vom 23. Sept. 1930 ׳äuge-' kommen, welche kennemzulernen nicht ahne Interesse sein ■dürfte. Der erste Vizepräsident der jüdischen (Kultusgemeinde in Zagreb!(.Agram), Dr. Lavoslav § 1 k,!berichtet darin über die erste Sitzung des Obersten Disziplinargerichtes, das f!ü׳r Streitigkeiten ׳zwischen Rabbinern und ■ihren Gemeinden auf Grund des § 20 des neuen jugoslawischen Gesetzes über die Organisätion der Jüdischen Religionsgesellscbaift i׳m Königreich Jugoslawien eingesetzt worden ist. In der Einleitung seines Artikels weist der genannte eifrige Vorkämpfer jüdischer Interessen in Jugoslawien darauf hin, daß alle Verfolgungen und historischen Sohicksalssohläge der jüdischen Gemeinschaft nicht soviel Schaden zugefügt halben, wie die leider auf der Tagesordnung stehenden Meinungsverschiedenheiten!zwischen den Rabbinern und Angehörigen -ihrer Kultusgemeinden, Den Hauptgrund für die Schwierigkeiten, die der Lösung dieser Frage bisher entgegenstanden, sieht der Verfasser!in dem Mangel einer Hierarchie bei den Juden sowie darin, daß zufolge einer!zu weit gefriebenen Gemeindeautonomie solche Streitfälle innerhalb der Gemeinde selbst ausgetragen werden, so daß im Falle eines Zwistes sich notwendigerweise, in der Gemeinde, die zugleich Kläger und Richter ist, ein. ander befehdende 'Parteien bilden müssen., Diesem Uebelstande will nun das neue jugoslawische Organisätionsgesetz steuern, indem es in dem /bereits zitierten