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Jüdische Presse · 1932-05-20 · 20 (20.5.1932) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
20 (20.5.1932)
Date
1932-05-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 20 JÜDISCHE PHISSE Seite 5 Kundgebungen in größerer Zahl besuchte, waren alle Synagogen von meist alteren jüdischen Andächtigen überfüllt. Sühne für die Ermordung eines Sammlers für die Opfer von Borsclta. Vor etwa sechs Monaten wurde im Dorfe Himboca, Bezirk Carasch der Jude J. Riesel, der in verschiedenen Orten Transsylvaniens Sammlungen zugunsten der Ab־־ brändler von Borscha und des Wiederaufbaus dieses Ortes durchführte, von dem Bauer Nicolae Munteanu, der bei Riesel einen größeren Geldbetrag vermutete, ermordet und beraubt. Dem Raubmörder fielen damals im ganzen 10 Lei in die Hände. Das Gericht von Caransebesch hat.; Munteanu zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt. Cliiel Rabbi Dr. Hertz über die jüdische Lage. ln der fünften Konferenz jüdischer Prediger Englands, die am 10. Mai in London stattgefunden hat, hielt der Oberrabbiner des britischen Reiches Dr. J. H. Hertz die Eröffnungsansprache und gab einen Ueberblick über die Gestaltung der Lage der Juden in der Welt in der seit der letzten im Jahre 1929 abgehaltenen Konferenz verflossenen Periode. Mit Sorge und Unruhe, sagte Chief Rabbi Doktor Hertz, verfolgen wir den Aufschwung des Hitlertums in Deutschland. Selbst wenn ein voller Sieg Hitlers die angedrohten Massakers gegen Juden oder die Programmgemäße Aushungerung der jüdischen Bevölkerung nicht bringen würde, so würde er doch jedenfalls die Eliminierung der Juden vom Staatsdienst, somit die tatsächliche Aufhebung der Emanzipation der Juden in Deutschland, im Gefolge haben. Ein unbegreiflicher Haß gegen die Juden hat von großen Teilen des deutschen Volkes Besitz ergriffen, ein. Haß, der sich am entsetzlichsten in der Schändung jüdischer Friedhöfe äußert. Sowjetrußland, fuhr Chief Rabbi Hertz fort, baut jetzt den Turm zu Babel. Heute wie damals soll der Himmel gestürmt und Gott aus der Seele und clem Leben der Menschen verbannt werden. Offiziell gibt es keine Entrechtung der Juden als solche (der Antisemitismus, von den Behörden als reaktionäre Macht behandelt, äußert sich in beunruhigenden Manifestationen), das Judentum aber wird im Rahmen des Kampfes gegen die Religion weiterhin unbarmherzig verfolgt. Wir alle erinnern uns noch der Verschwörung des Schweigens in der Presse und in der Oeffentlichkeit der westlichen Länder, als in den Jahren 1919, 1920 und 1921 physische Pogrome ohnegleichen in der Geschichte auf russischem Territorium wüteten. Heute bemerken wir eine ähnliche Verschwörung des Schweigens hinsichtlich des geistigen Pogroms; diesmal nicht so sehr auf seiten der Presse, als vielfriehr auf seiten der westlichen Intelligenz. Noch niederdrückender ist die Haltung gewisser Juden in dieser Frage. Es gibt im Westen Juden, die gegen die Tatsachen der Schließung von Synagogen, Marterung von Rabbinern, Lehrern und Freunden jüdischer Kultur und des Verbots religiösen Unterrichts vollkommen gleichgültig sind. Juden, die in unserer Gemeinde geachtete Namen tragen, sind Lobredner des Sowjetregimes. Etwas neues unter der Sonne: Juden verteidigen die Unterdrückung der Religion! Der Redner gab einen Ueberblick über die 50-Jahr- Etappen in der jüdischen Geschichte seit Ausgang des Mittelalters: Vor fünfmal 50 Jahren, 1682, brannten noch die Feuer der Inquisition in Spanien, während England großmütig den Juden die Tore wieder öffnete. Im gleichen Jahre wurde im damals englischen Nordamerika die erste Synagoge eröffnet. 50 Jahre später, 1732, erstand in England die erste Talmud-Thora-Schule. Wieder 50 Jahre später, 17S2, kam das Tolerierungs-Edikt Kaiser Josephs II. von Oesterreich. 1832 erschien Leopold Zunz' ״Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden“. Abermals 50 Jahre später, 1882, kamen in Rußland die Mai-Gesetze mit dem ״Pogrom“ als Beitrag des zaristischen Rußlands zur Zivilisation, im gleichen Jahre wurde der Ritualmordprozeß von Tisza-Eszlar begonnen. Daß das Mittelalter, was die Juden betrifft, noch nicht vorbei ist, zeigt sich fünf Jahrzehnte später, 1932, in der Drohung des Hitlertums. Chief Rabbi Hertz sprach noch über die Aufgaben der religiösen Lehrer und Führer, denen zu ihrer ^Wirksamkeit vier Mittel zur Verfügung stehen: Schule, Kanzel, Presse und Buch. Auf den beiden ersten Gebieten^sieht es heute traurig aus, hier vor allem müßten die Kräfte angesetzt werden. In zweiter Reihe kommt das JProblem, wie diejenigen erfaßt werden sollen, die der Schule entwachsett sind, aber die Synagogen meiden. Hier müssen wir uns der Presse und des Buches bedienen. Die älteste jüdische Gemeinde in Iftdien im Niedergang. Die aus 1500 Seelen bestehende jüdische Gemeinde von Cochin, die als die älteste jüdische Gemeinde Indiens gilt, kämpft jetzt schwer um ihre Existenz. Infolge der Wirtschaftskrise ist die einst blühende Gemeinde stark verarmt. Man nimmt an, daß nach der Zerstörung Jerusalems durch Titus Juden aus Palästina nach Malabar kamen. Vom 5. bis Ende des 15, Jahrhunderts bildeten sie ein unabhängiges Fürstentum unter einem Fürsten jüdischen Blutes. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kamen die Portugiesen nach Malabar, unterdrückten die jüdische Herrschaft und zwangen die jüdischen Einwohner von Crangamore, der ersten jüdischen Kolonie in Indien, ihre Heimat zu verlassen und Schutz beim Maharadscha von Cochin zu suchen. Der Präsident der!britischen Munizipalität von Cochin ist der Jude Samuel Sabattal Koder, der in diesem Staat den Elementarunterricht einführte. Er ist auch Mitglied der Royal Society of Arts. Führendes Mitglied der Jüdischen Gemeinde von Cochin ist der Anwalt Abraham B. Salem, der auch Mitglied des Stadtrates und des Gesetzgebenden Rates von Cochin ist. Amtliche Verlautbarungen der israel. Kultusgemeinde Wien. Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 21. Mai, findet um 5 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen statt. Vom Matrikenamt der Israel. Kultusgemeinde Wien Es liegen die statistischen Ausweise hinsichtlich der Bevölkerungsbewegung für die Monate Jänner, Februar und März 1952 vor. Dieselben weisen folgende Daten auf: Gesamtzahl der Trauungen: 254. Gesamtzahl der Scheidungen: 82. Gesamtzahl der Geburten: 264, davon 144 mannlieh und 120 weiblich. Gesamtzahl der Sterbefälle: 767. Gesamtzahl der Austritte: 173. Gesamtzahl der Eintritte in das Judentum: S3. * Nach den Ausweisen des Ste.ueramtes der Israel. Kultusgemeinde Wien sind in der Zeit vom 1. Jänner bis 51. März!952 unter den aus dem Judentum ausgetretenen Personen 48 Kultussteuerträger zu verzeichnen. Von diesen waren 12 Personen mit einer Kultussteuer von S 1 bis 10, 22 Personen mit einer solchen von S 10 bis 50, 4 Personen mit einer solchen von S 50 bis 100, 5 Personen mit einer Kultussteuer von S 100 bis 150, 5 Personen mit einer solchen von S 200 bis 300, je eine Person mit S 560 und S 1200 Kultussteuer bemessen. Kultussteuer. Aus einem Bericht des Steueramtes geht hervor, wie schwierig sich angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse das Eintreiben der Kultussteuer gestaltet. Tausende Zensiten, die nie im Amte vorgesprochen, die immer anstandslos ihre Kultussteuer entrichtet haben, reklamieren jetzt, bzw. suchen um Ratenzahlungen an. Während in der gleichen Berichtsperiode des Vorjahres zirka 5500 Rekurse eingelangt waren, zählt das Steueramt heuer bereits über 7000 Rekurse. Iin Jahre 1951 konnten 56.475 Bemessungen mit einer Gesamtvor Schreibung von rund S 2,700.000 ausgesendet werden, während die Zahl der Bemessungen im heurigen Jahr sich bestenfalls auf rund 52.000 mit einer Gesamtvorschreibung von S 2,400.000 belaufen werde. auszusetzen hätten, und z. B. bei der Entstehungsgeschickte der Misehna und der beiden Talmude heute schon auch die unwiderleglichen Feststellungen Isak I-Ialewys in seinem דורות הראשונים berücksichtigt wissen möchten. Das sind aber nur wenige unwesentliche Sätze, . die wir nur erwähnen, um zu beweisen, wie sehr wir die Wichtigkeit solcher von vielen leider nicht genug beachteten Arbeiten schätzen und wie aufrichtig wir dem Verfasser für diese Bereicherung der religiösen Erziehungsiliteratur Dank wissen. 2. Zidovskä kniznica. Sväzok I. Beruria. 2 i d o v s k 6 r o z p 1• ä v k y p o v e!31 i. Sosbrieral a spracoval: Izidor Sclvwartz. Presov 1 9 3 2. Oktav, 104 Seiten. Jüdische!Biiclier in slowakischer Sprache gilbt es bis zur Stunde nur wenige. Von der Literaturgattung der Agada und der darstellenden Morallehre aus dem jüdischen Schrifttum kennen wir überhaupt noch keines und ist die vorliegende Auswahl als ein Novum besonders zu begrüßen. Der Herausgeber und Bearbeiter, Herr Schuldirektor Schwartz in Presov, hat mit diesem ,Buche die slowakische ״Jüdische Bücherei“ ganz vorzüglich eingeleitet. Der Kreis der jüdischen Schallen, mit slowakischer Unterrichtssprache wird immer weiter und die heran wachsende Generation der jüdischen Ju-' gend bedient sich immer mehr der Staatssprache auch als Mutter- und Verkehrssprache, Es ist deshalb •für das religiöse Leben von unschätzbarem Werte, daß diese Jugend Bücher in die Hand bekommt, die ihr die geistigen Werte des Judentums ■in .verständlicher Sprache und gefälliger Form vermitteln. Man erinnert sich.noch deutlich des unermeßlichen Schadens, den seinerzeit die ungarisch sprechende glaubenstreue Judenheit dadurch erlitten hat, daß es Jahrzehnte lang in ungarischer Sprache nicht ein einziges gedrucktes Buch gab, das der Jugend auch vom Standpunkt der Orthodoxie mit gutem Gewissen empfohlen werden konnte, Das Feld auf diesem Gebiete behaupteten lange Zeit ausschließlich die Künder einer seichten Neologie, die dann gerade im Wege dieser Literatur auch in die orthodoxen läuser eindrang und dort ihre größten ״Triumphe׳‘ feierte. Einer gleichen Entwicklung der geistigen und religiösen Zustände in der slowakisch sprechenden Ju* denheit könnte jetzt noch rechtzeitig t und wirksam vorgebeugt werden, wenn dafür gesorgt wird, daß erstens die heiligen Urquellen jüdischen Geistes und jüdischen Wollens möglichst allen Söhnen und Töchtern des jüdischen Volkes in der heiligen Sprache zugünglich sind und daß zweitens das wahre Wesen des Judentums ausreichend in der slowakischen Sprache dargestellt wird, bzwr. von vornherein eine Literatur geschaffen wird, die diese Urquellen dem slowakisch sprechenden Juden in ihrer unverfälschten und ungetrübten Reinheit erschließt. Das vorliegende Buch dient diesem Zwecke. Es bringt eine sorgfältige Auswahl von Agadoth aus Talmud und Midrasch und einige Stücke auch aus der spateren Literatur in gutem leichtfließendem Slowakisch. Diese Lesestücke behaudein vornehmlich die Gestalten der biblischen und nachbiblischen jüdischen Geschichte und leuchten erhellend in das jüdische Leben hinein. Treffende Zeichnungen illustrieren das auch drucktechnisch hervorragend ausgestattete Buch sehr vorteilhaft. Wir empfehlen dieses Buch allen jüdischen Schulbibliotheken und den Eltern, die ihren Kindern eine geistig und religiös fördernde Freude bereiten wallen. . I. I. B. ״Der Durchbruch", die neue internationale Monatsschrift, Herausgeber Herwarth Waiden, läßt soeben Heft 3 erscheinen. Literarische Beiträge von Gustav Haeberlein, Andre von Kun, Kurt Liebmann und Herwarth Waiden. Ueber das Friedmannsche Schutz- und Heilmittel gegen die Tuberkulose äußern sich drei Lungenfachärzte, Ferner enthält das Heft Polemiken und Glossen, Einzelheft 30 Pf., Probeheft kostenlos durch den Verlag F. Harnisch & Co., Berlin-Halensee, Joachim-Friedrich-Straße 7. Die jüdischen Alnimskripte der Vatikan-Bibliothek sind erhalten geblieben. Im Zusammenhang mit der Einsturzkatastrophe in der vatikanischen Bibliothek, bei welcher mehr als 20,000 Bücher und Manuskripte vernichtet worden sind, , teilte der Chefbibliothekar mit, daß die in der VatikamBiblio» thek enthaltenen etwa 2000 außerordentlich wertvollen Manuskripte von der Katastrophe nicht betroffen worden sind• Genügen, fföödj ttleflaf pe uttseftttäufajt! *Kür flattert mtmcttoe trnö einen «ngeneflnren (Sefdjntäi Int SÖhmtre, umiomeör, 0a mir tetjort längere 3tlt m GflloroboM.SDfanbröaJiet Genügen. STudj Genügt bie qan-je ftamUie nur C£f)lotobont»30flnGüxften". ge3. <L (Üjuböflo, $t.... aJlan nertange nur bie edjte CtflIotobont‘3aflnpaffe, 3:u6e 4 Kd. unb ß Ivö. unb meße!eben (Erlag bafüt gutüd. Abschiedsfeier für Bratislavaer Jeschiwa-Schüler. Am ש״מ 3' אחרי veranstaltete die A g ti d a s - J i s r o e 1- Jugendgruppe in Bratislava im Rahmen einer סעודה שלישית ein Abschiedsfest für diejenigen Bratislavaer jungen Leute, die zu Beginn des Sommersemesters nach auswärtigen Jeschiwoth ziehen. Das Fest gestaltete sich zu einer würdigen und dem Anlaß durchaus entsprechenden geselligen Zusammenkunft. Es waren etwa 80 Teilnehmer zugegen, als der Präses der Jugendgruppe, Herr Max W e i ß, die Erschienenen begrüßte und den Besuch von Jeschiwoth für die Agucla-Jugend würdigte. Hierauf hielt eines der Mitglieder, Herr B. C11. Steiner, einen beifällig aufgenommenen, scharfsinnigen ס״^־שמעתתא^^. In einer längeren Rede behandelte sodann Herr Jakob Joel Braun die Wege der geistigen Vervollkommnung, die von der nach Höher- Wertigkeit strebenden orthodoxen Jugend beschritteu. werden sollen und richtete ermutigende Worte an die Schüler der Jeschiwoth. Zum Schlüsse sprach Herr A. Z. Kohn in geistreicher Weise über die Bedeutung des Zusammenschlusses der thoralernenden Jugend in den Aguda-Jugendgmtppen. Zwischendurch und vor dem Benschen sang man זמירית und die üblichen ,Aguda- Lieder uncl schied nach dem Maariw-Gebet in begeisterter Stimmung. Die zionistischen ״Schomrim“ von Michalovce. Im Anschluß an die Tagung der ostslowakischen Aguda- Jugend, über die wir berichteten, wird uns mitgeteilt, daß die Zusammenkunft der glaubenstreuen Jugend in der Michalovcer Gemeinde sofort eine g-ute Wirkung ausgelöst 'hat. »Durch ׳die Selbsthilfe der Jugend wurden auch die Elternkreise angeregt, einen Schritt zu tun, um dein weiteren Niedergang der heranwachsenden׳ Generation und ihrer religiösen Entfremdung einen Damm zu setzen. Nach!der Tagung am חוה״מפסח verbreitete der Michalovcer Verein ״Machsike Ha das“ in jüdischer und deutscher Sprache einen Warnruf an die Eltern gegen das Treiben ׳der dortigen■ zionistischen ״Scliom- 1’im“, denen der Vorwurf gemacht wird, daß sie gleich den!Bolschewiken in Rußland, die Kinder zum U 11gehorsam ge ge 11 die Eltern u nd zur Re 1 ig i o 11 s 1 o s i g k e i t verleihen. ״Diese Sekte“, so lautet es in dem Aufruf 'bezüglich Schomrim, ״hat sich in unserer Stadt leider mehr verbreitet •als in allen Städten der Slowakei und Karpatho-Rußlancl. Talmud- Thora-Kinder werden angelockt, so daß unseres Wissens schon 120 Kinder infiziert sind.“ Die Eltern werden daher aufgefordert, solche Kinder, denen gegenüber •sowohl gute Worte als die angewandte Strenge sich als nutzlos erweisen׳, ihre Schwelle nicht übertreten zu lassen, ״denn diese bleiben ohnedies nicht eure Kinder und. hören überhaupt auf, Juden zu sein“. In einer Nachschrift zu diesem Aufruf ersuchen die!Mitglieder des Rabbinats ״ebenfalls“ (?!) die Gemeindemitglicder, ״streng darauf zu achten, daß die Jugend חץ nicht religiös und moralisch zugrunde geht ■und der תורה הקדושה treu bleibe“. (Anmerkung■ der Redaktion: Wir glauben nicht, daß solchen Erscheinungen gegenüber, wie sie während der Jugendtaguiig in Michalovce zutage traten und wie sie der Aufruf des_ Maehsike-Hadas-Vereins schildert, solche primitive Verlegenheitsmaßnahmen viel Zweck haben oder auch nur teilweise geeignet wären, Abhilfe zu schaffen.!Der Verfall der Jugend .in den orthodoxen Gemeinden der Ostslowakei bildete seit mein• als einem Jahrzehnt eine ständige Rubrik in unserer Zeitung. Entschließt man sich endlich irgendwo die הרסה beiseitezulegen und׳ ■Abwelu-maßregeln einzuleiten, s o sollte man sich doch auch auf der Höhe der Aufgabe zeigen und nach reiflicher Ueberlcgung mit kla ren Sinnen a u f k 1 ä 1• e n d e uncl positive Erziehungsmaßnahmen treffen mit den Mitteln, die unsere Zeit uns bietet. Wer Kinder!für das glaubenstreue Judentum erziehen will, muß Eltern erziehen! Das Kind ist nicht immer der Hauptschuldige wenn seine!Denkart und!seine Lebensführung unter ziouistiseben Einfluß geraten. Dev Sohn könnte nur durch ein Wunder für die!Dauer von der zionistischen Thorafeindlichkeit bewahrt werden, wen 11 er bei den Eltern selber den Ernst und den nötigen Weitblick in ihrem Verhalten vermißt, wenn der gestrenge Vater mit dem Zionismus ״politisch“ fraternisiert, die gütige Mutter der ״Gesellschaft“ zuliebe in der ״Wizo“ mittut, die ■erwachsene Schwester• des ״unschuldigen Vergnügens“ halber auf zionistischen Bällen tanzt —ל ומה יעשה הבן ולא יחטא? Hier hilft nichts als klare und unzweideutige Einheit der thoratreuen Gesinnung ausnahmslos in der gesamten Lebensbetätigung des einzelncn sowohl wie der Gesamtheit. Und das verstellt man — nichtig begriffen — unter Agudas Jisroel. Das sollte!man in Michalovce und überall, wo die ziouistisehe Verwilderung der Jugend zum Himmel schreit, ernstlich!bedenken! J. J, B.) Zweieinhalb Millionen Kc verbrennen! Ist es nicht schade für Zeit, Mühe und Brennstoff? Schmeißen Sie einfach die der heutigen Nummer dieser Zeitung beigelegte Mitteilung elqv Eskompte-Bank ungelesen weg und schon;sind Sie auf eine bedeutend einfachere Art die Chance auf zweieinhalb Millionen Kc losgewo!־den! Stuhlverstopfung. Aerztlicho Berühmtheiten erkennen an, daß das natürliche ״Fra11z-JoseJ“1־Bitterwasser auch bei Menschen vorgerückten Alters zuverlässig wirkt. ןneubs א ר ט ח. 3 ש ר neyest Zu beziehen bei Fa. Flsoher & Künstlicher, Banskä Bystrioa Telephon Nr. 129 Telegramm.Ailresee: ״ ß A? Q A*

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