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Jüdische Presse · 1932-05-13 · 19 (13.5.1932) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
19 (13.5.1932)
Date
1932-05-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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mm JÜDISCHE PRESSE Nr. 19 die als Tottristen ins Land gekommen waren und nach tratflieft die Erlau;btt:i$ zu *laaerndem Aufenthalt er hielten, * .ifn einer Sitzung des JEinwahdcrttttgsa׳HSclntsses de^ Jewish Agency setzte sich das Mitglied der Zionisti- ■schen •Exekutive H. Faribstein dafür ein, daß von den tc°0 jetzt verfügbaren Einwanderungszertifikaten 500 für die Einwanderung, von Mittelstandsangeh0eigen reserviert bleiben. ,Der Ausschuß beschloß, 300 Zertifikate für ,MitteIstancksn11 geh<>rigc 211 reservieren. Am Abend des 30. April ׳wurden von unbekannter Seilte gegen das Haus eines Kolonisten in der Chassklim- Kolonie Klar Jecheskiel im Einek Jczreel Schlüsse abgegeben. Der Kolonist Freud und der Beamte der zionistischen Versuchsstation Herschkowitseli wurden verwundet.!Der politische Sekretär der WcltorganiHation ■ Agudas Jisroel hat vom Koloniemministcr die Yerständigiing ^erhalten, daß der Hi g 11 - Co mmissi o ne r für Palästina Sir ,Arthur Wouchape dem Ansuchen der Agudas Jisroel stattgegeben und׳ Einwonderiingszertifikate für 26 Studenten der Or Sorcadi-Jesdviwah in Tel-Awiw bewilligt hat. Sobald die Jeschiwa'h für Uriterktinft&mÖglichkeaten gesorgt haben wird, werden weitere Zertif.ikate für Joscliiwah-Studenten bewilligt werden.!Das Ansuchen der Agudas Jisroel an das Colonial Office wurde vom Qberralbbinat der United Synngogue, dem Oiberraibbiner von Irland, dem ,Rabbiner der Union orthodoxer Kongregationen und den Rabbinern der jüdischen Gemeinden in Leeds, Manchester, Liverpool und Belfast befürwortet. * Wie!man sicht, hat es also mit dem von den Hakenkreuz lern anläßlich der Wiener Gemeinde׳־ ׳wählen aiisgestoßenen ״Ho-ruck — .nach Palästina!“ --• sehr zu unserem eigenen Leidwesen ־— noch seine guten Wege. Zum Trost für jene völkischen Propheten, die meinen, die Juden stellen sich den Judcnstaat so vor, daß jeder Jude dann ,als ׳Konsul oder in sonstiger diplomatischen (Mission in Europa seinen Staat ״vertreten“ wer de. diene aber die Mitteilung, daß der Leiter des Palästinensisch-Bulgarischen. Instituts Moses Sehcloiisch zmn bulgarischen •Konsul in Palästina mit dem Sitz in Tel-Awiw ernannt wurde und zehn Juden als Konsuln auswärtige Länder in Palästina vertreten: M. Dizengöff ist belgischer, Dr. Simon ,Roseebaum litauischer, Rokach ׳rumänischer, Tadros norwegischer, Litvinski estnischer und jetzt ׳Schelmisch bulgarischer Konsul in Tel-Awiw, ferner ist Van Vriesland hol- ׳ländischer Konsul in Jerusalem und A. Rosen fehl belgischer Konsul in Haifa. Außerdem fungiert der frühere iSojmdeputierte. Bernhard Hausner als polnischer Handelsattache für Palästina und den Nahen Osten. Zu. der nach Ablauf der Trauer um Rabbi Chaim Sonirenfeld «. 2. 1. aktuell gewordenen Frage der Nachfolge erfahren wirr daß die Wiederbesetztmg des durch den schmerzlichen Heimgang Rabbiner Sonnenfelds verwaisten öberrabbinäts der orthodoxen Gemeinde In Jerusalem keine geringen Schwierigkeiten bereitet. Obgleich man schon seit Jahren an alle Eventualitäten gedacht und vor einer Reihe von!Monaten, nach vorangegangenen mündlichen Vorhandhingen, einer rabbinisehen Autorität ernten Ranges, Oberraibbinef Sack in Riga, einen in aller Form ausgefertigten Raibbonusbrief übermittelt hatte, liegt noch im!mcr kein iDefinitivum vor, Es läßt sich verstehen, daß eine Gemeinde wie Riga nichts unversucht läßt, um sich ihr hochverehrtes geistiges Oberhaupt zu erhalten 11 nd die eigene Gemeinschaft vor den mit einer Neuwahl verknüpften 11.11 vermeid liehen Kämpfen zu schützen, Daß es außerdem nicht gerade ein leichter Entschluß ist, aus־ einer gesicherten und friedlichen Position i:n der Diaspora in vorgeschrittenem Alter den heißen Boden der heiligen Stadt zu betreten und dort sich in den Mittelpunkt der politischen Ausein andersetzungen zu stellen, ist ebenfalls psychologisch höchst verständlich. Allein über diese normalen Schwierigkeiten der Lage hinaus muß auf die keineswegs selbst verstand, liehen, sondern in höchstem Maße beschämenden Kesseltreibereien liingewiesen •werden, die von einer Stelle, die darüber erhaben sein •sollte, nämlich vom offiziellen öberrabbinat Palästinas, dem ׳MH«rad-haraba nutii, in den letzten Wochen veranstaltet werden, um die Uebernahme des aschkenasisclien Oberrahbinats durch eine So bedeutende Autorität wie Olberrabbiner Sack, zu verhindern. Wir liegen nicht den Verdacht, daß eine Person־ liclikoit .wie Oberrn'hbiecr Kulc selber dieses Kesseltreiben veranlaßt oder billigt. Alber es geschieht, wie die uns vorliegenden Originale (beweisen, im Namen des Oberraibbinats und Besdin und wird durch den bekannten Generalsekretär des Oberraibbinats, Schmuel Aron Weber, veranstaltet. (Der politische Haß hat die Begriffs Verwirrung in den Kreisen des Misrad-barabanuth, bzw. in den Kreisen des Waad kol hakolelim!derart gesteigert, daß man tatsächlich dem •Nüchstbeteiligtcu und der Welt ׳Vortäuschen, will, das Öberrabbinat Kulc habe irgend welche Kompetenzen •gegenüber dem Waadhair Asclikc- .׳nasi und״gegenüber ■den 20.000 volljährigen orthodoxen Juden, die aus der Kneses Israel rite ausgeschiedcn sind und damit das .Tischtuch zwischen sich und dem Öberrabbinat der Kneses Israel zerschnitten haben! Generalversammlungen der Agudas Jisroel ilm Saale der Jugendgruppe!fand am Sonntag, den 8. Mai d. J., die Generalversammlung der Agudas- J.isroel-Ortsgruppe statt. Nebst einer stattlichen Mitgiicderanzahl hatten sich Vertreter verschiedener Orgaeisatiotten eingefunden, die! vom Vorsitzenden, Herrn Wolf Pappenheim, in der •Eröffnungsrede begrüßt wurden. ׳Der Vorsitzende!hielt einen wann 'empfundenen Nachruf den im vergangenen Jahre , heimgegangenen Größen, Rabbin Chajiiin jo!sef Sonnenfehl,!Rabbiner Kalman Weber, wie auch den heim- •‘.gegangenen• Mitgliedern der Wiener. Ortsgruppe, זצ״ל!Der Tätigkeitsbericht,, von Herrn; David Türkl .־erstattet, wußte manch Erfreuliches miitzuteilen. Die Einnahmen, sind trotz der Krise bedeutend gestiegen. Die Arbeiten der Agudah-Institutionen erfreuen sich •allgemeinen ■Ansehens und Zuspruches. Selbst der Koren Hathora, dessen Haupteinuahmen sich aus Büchsensammhingen zusammensetzen, die naturgemäß infolge der Wirtschaftslage eine starke rückläufige Tendenz aufweison, kannte durch Niouanlegung von einigen tausend '!Büchsen seine Einnahmen auf der Höhe־ ׳des Vorjahres erhalten. Der Berichterstatter appellierte an die Wiener Orthodoxie, die Arbeiten der Agudah ׳und ihrer Institutionen in •gesteigertem Maße zu (fördern. Nachdem •noch der Rechenschaftsbericht für das, Jahr 1931, der mit S 40.000 absehließt, zur Kenntnis genommen und dem Vorstand das Absolutorimn erteilt wurde, •erhielt Herr (David Bondy das Wort zur /Begründung der von ihm beantragten Rosolution, die wir am ,Ende dieses Berichtes abdrucken. Herr Bondy verstand •es in feiner Weise, •unseren Standpunkt zu den verschiedenen antireligiösen Strömungen darailegen und bezeichnete •es als selbstverständlich, daß Agudas Jisroel, als die vereinigte Orthodoxie, als die. Repräsentanz des aufrechten Judentums, jedes gegen die •G-ttiosenbewcgimg gcrichtote Unter nehmen zu begrüßen •habe. In seinem Referat ״Was ist und was will Agudas Jisroel?“ beschäftigte sich Herr •David Türkl •hauptsächlich mit der Darlegung des Verhältnisses der Aigudas Jisroel zu Erez Jisroel. ״Für uns ist Erez Jisroel das von G־tt gegebene und geheiligte Land Israels und nicht die Lösung der nationalen Judenfrage.“ ־ Der Redner •hat <1011 Nachweis erbracht, daß Erez Jisroel, für die Orthodoxie nur dann als Erez Jisroel, als das heilige Land betrachtet werden kann, wenn sich dort das! j iidische Volk im G -11 e s g 1 a 11 b e 11 auslebt. Nach einer teilweise sehr lebhaften!Debatte über die Frage der prinzipiellen Stellungnahme dev Agudas Jisroel zu anderen Organisationen •wurde beschlossen, diese Frage dem Rabbinisehen Rat zur Entscheidungvorzulegen. * ' Nach mehr als zweistündiger Dauer schloß Herr Pappenheim die Versammlung, mit dem Dank an die Ersdiiienenen und der (Bitte um tatkräftigste Förderung sämtlicher Agudah-Arbeiton, Heber Antrag des Herrn!David ׳Bandy ׳hat die General Versammlung folgende Resolution einstimmig beschlossen: " ■ ,Die Generalversammlung der Agudas jisroel, Ortsgruppe Wien, begrüßt mit (besonderer Genugtuung den Schritte der deutschen Regierung gegen die G-ttloseuorganisationen, Die deutsche Regierung hat wieder einmal bewiesen, ׳daß sie mit gleicher Schärfe gegen Organisation neu, welche Religion, Sitte und Staatsautorität, gleichviel ob sie rechts oder links stehen, untergraben, vorztigehen entschlossen •ist. ׳ Die Generalversammlung ersucht die Zentrale der Agudas Jisroel, am Ein vernehmen mit der deutschen Landesorganisation dem Präsidenten und der •Regierung •des ׳Deutschen Reiches den Dank der •in der Agudas- Jisrbcl organisierten gesetzestreuen Juden zum Ausdruck zu bringen.“;׳’ Generalversammlung der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien II. Untter dein Vorsitz ihres Präsidenten Heinrich Herzog• hielt die A. J. J. am •Sonntag, den 18. Nissan, ihre 13, •GeneralVersammlung ja1b, zu der von der Ortsgruppe Herr Wolf Pappenheim, Herr Dr. Deutschländer vom Keren-Hathora, die Herren Medizinalrat ׳Dr. Reiniger und Leopold Richter von!der Scliiffschul, Herr David Bondy vom Schomre-Schabbos, und vom Landesverband Herr David Türkl erschienen waren. ■ Nach Eröffnung der Versammlung hielt!der Vorsitzende ein allgemeines ׳Referat über die Tätigkeit der Jugendgruppe, um sich dann mit der augenblicklichen׳ finanziellen Lage der Organisation, die durch die derzeitigen Verhältnisse eine äußerst ungünstige ist, zu befassen und an׳ die Anwesenden den Appell zu richten, die ׳derzeitigen ׳Schwierigkeiten überbrücken zu helfen. Anschließend begrüßten die Herren Medizinalrat Dr. Reininger, Dr. Deutschländer amd Türkl die Vercnm-mliiniv irr! ALn.mon •rlöi* ,f11n״r*11 ciA vp.rtrptpnfm Ore’nniberichtete ׳und die Herren Hermann Bondi über den Geselligkeitsausschuß und Herr Ernst Herzog über die B-iGruppe und ׳die Ferienheim-Arbeit referierten. Nach den von den zahlreichen Anwesenden׳ mit lebhaftem Beifall begrüßten Referaten über •die erfolgreiche *Tätigkeit im abgelaufenen Jahr sprachen im Laufe der Diskussion die Herren Nechemia Dickmann, L. Aschkenasy, David Bondy und Davkl Türkl, worauf zu den Neuwahlen •geschritten wurde, ׳bei denen folgende Herren gewählt wurden: Emil •Adler, Salomon Baaungurten, Hermann Bondi, Arthur Feiclheim, Ernst Ilerzog, Heinrich Herzog, Eduard Kohn, David Moskowitsch,s Julius Nemnann, Moritz Neumann, Paul Richter, ׳Markus•‘ Schechter, Ernst Schiff,’ Benzion Schrenzel, •Siegfried Spitzer, Ernst Tauber, Jakob Teitelbaum, David Türkl und Wilhelm Weiß, Als* Revisoren wurden• die Herren Friedrich Brunner und Heinrich Freund gewählt, In der konstituierenden Sitzung des neuen Vor- Standes wurde Herr Heinrich Herzog zum Präsidenten, die Herren Teitelbaum und Spitzer zu Vizepräsidenten und ׳ die Herren Bondi Und Ta uber zu Schriftführern gewählt, 1 e. t, Dürfen Agudisten areligiösen Organisationen angehören? Von •aktivistischer Seite. Die letzte Mitgliederversammlung der Wiener Agudas Jisroel beschäftigte .sich wieder mit dieser Frage. Man sollte wirklich glauben, daß gerade bei uns in Wien dieses Problem nicht aktuell ist, Auf der Kenessio Gedaulo sind wir ja alle für den § 4 eingetreten, über-! haupt sind wir doch in diesen Fragen östlich eingestellt. Ja, wir Agudisten, die der Schiffschüt angehören, stehen doch überdies angeblich auf dem Standpunkt der üngafischett Trennüngsorthodoxie. Üttbegfeiflidherweise sind es gerade führende Persöntichkeitettj die nichts daran finden, politischen jüdisehen Organisationen anzugehören, welche die Souveränitat der Thora nicht anerkennen Und demnach im prinzipiellen Gegensatz zu Agudas Jisroel stehen. Wie kann man wirklich wollen, daß das thoratreue Judentum im jüdischen Volk den Sieg erringen .soll, wenn man einer Organisation angehört, die im strikten Gegensatz zu diesem thoratreuen Judentum steht? Wie kann man Trennungsorthodoxer sein, wenn man Vorstandsmitglied der Organisation ist, die in der Zwangsgemeinde die Majorität bildet? Aus formellen Gründen konnte die Generalver- Sammlung der Ortsgruppe eine Entscheidung in dieser Frage nicht treffen. Der Rabbinische Rat der österreichisehen Agudas Jisroel wird sich damit beschäftigen und einen endgültigen Beschluß fassen. Der Vorstand der Jugendgruppe der Agudas Jisroel hat bereits vor mehreren Monaten klar und eindeutig festgestellt und seinen Mitgliedern bekanntgegeben, daß es den Mitgliedern der Jugendgruppe untersagt ist und mit der Zugehörigkeit zur Agudas Jisroel-Jugendgruppe absolut unvereinbar ist, jüdischen Organisationen ^anzugehören, welche die Souveränität der Thora nicht anerkennen.!Zu diesen Organisationen! zählen sowohl die ״Zionistische Organisation" wie die ,Union österreichischer Juden‘‘ sowie die jüdisch-sozialistische Partei ״Werktätige Juden"; Die Aktivisten in der Agudas Jisroel haben beschlossen, .dahin zu arbeiten, daß sämtliche Kultusgemeinden von orthodoxen Juden verwaltet werden. Wo eine orthodoxe Majorisierung nach menschlicher Voraussicht in absehbarer Zeit nicht erhofft werden kann, werden die Aktivisten die Gründung selbständiger orthodoxer Gemeinden erstreben. Es widerspricht diesem Programm, Kompromisse mit den Majoritätsparteien in den nicht orthodox verwalteten Gemeinden abzuschließen. Wenn Agudisten in solchen Gemeindestuben sitzen, müssen sie daher unbedingt oppositionell sein. Wir Aktivisten sind damit nicht einverstanden, daß unsere Vertreter im Kultusvorstand dem Majoritätsklub beigetreten sind und wir werden auch bei jeder geeigneten Gelegenheit dagegen ankämpfen. Keinesfalls darf es aber geduldet werden, daß führende Mitglieder der Agudas Jisroel. freiwillig areligiösen jüdischen Organisationen angehören. Die Aktivisten in der Agudas Jisroel werden alles, was geeignet ist, ״die Ideologie der Agudas Jisroel zu verwässern, energisch bekämpfen. K. R. 101 NACHRICHTEN (0 י Wieder ein Fest der Talmud-Thora Die Feste der abgelaufenen Wintersaison, Chanuka- und Purimfeier der Talmud Thora Volks- und Hauptschule, sind noch in angenehmer Erinnerung. Leider ist es aber noch immer so, daß es nur auf diesem Wege möglich ist, das einzige jüdische Schulwerk Wiens zu erhalten, und so veranstaltet die Talrrlud Thora auch jetzt, am Lag b'Omer (24. Mai), im Augarten ein Schülerfest, an dem eine jüdische Musikkapelle, ein Zauberkünstler, eine Tanzschule usw. mitwirken werden. Ueberdies bemüht sich die Leitung aber auch, immer Neues zu bieten, und so werden die Besucher diesmal namentlich durch eine R’iesentombola mit wertvollen Gewinnen überrascht werden. Jede Eintrittskarte stellt ein Los dar und jedes Los gewinnt. Eintrittskarten für Kinder S 1, für Erwachsene S 1.50. Haupttreffer ist eine Woche unentgeltlicher Aufenthalt auf dem Semmering. Beth-Jakob-Ferienkurs. Die Beth-Jakob-Zentrale veranstaltet auch in diesem Jahre einen Sommer-Ferien-Kurs, der das gleiche Ziel wie der Soborkurs des Vorjahres verfolgt den Teilnehmerinnen neben einem Erholungsaufenthalt die Möglichkeit zu geben, in gleichgesinnter Umgebung zu leben und in einzelnen jüdischen Fächern unterrichtet zu werden. Der Kurs findet dieses. Jahr irn Semmering-Gebiet statt. Interessenten bitten wir um möglichst baldige Anmeldungen, da wir nur eine beschränkte Anzahl von Plätzen zur Verfugung haben. Anfragen zu richten an: Beth-Jakob-Zentrale, Wien, II., Leopoldsgasse 26. Großverliör in. der Talmud Tliora ״Einunas Aves“. Am 1. Mai tl. J. fand in Anwesenheit des Lehrkörpers, des Vorstandes uncl zahlreicher ■Kindeseltern in der Talmud Thora ״Emunas Aves“, XIV., Storcheng 21, die Halb ja 11 rsp rüf u ng־ der Schüler statt. In Vertretung des Keren Hathora, hatte sich der Clunuchr eifere nt, Herr Jakob Teitelbaum, eingefunden. . ־ (Der Beobachter konnte feststellen, welch schone Erfolge diese Talmud Thora zu verzeichnen hat. Die Schüler haben durchwegs das Gelernte sehr gut beherrscht. Es war eine wahre Freude zu sehen, daß auch die entlegeneren Bezirke aufopferungsibereite Menschen gefunden haben, •denen das Schicksal •der jüdischen Jugend am Herzen liegt, Es ist erfreulich, •daB aach dort die Eltern stärkeres Interesse für eine jüdische Erziehung ihrer Kinder an •den lag l'egen. \/ Der Vorstand ׳der Talmud Thora, jnsbesondeie aber der Leiter, Sr, Ehrw. Herr Rabbiner Weisz, aber auch die Eltern, verdienen sicherlich Dank und AneiLennung• der jüdischen Oeffentlichkeit. Sefer-Torah-Einweihungsfeier im XX. Bezirk. Sonntag, den 8. Mai, fand in den Räumen des Vereines ״Tomche Torah“; XX., Bäuerlegasse 36, eine Sefer- Torah-Einweihungs/feier zum Andenken an den dahingegangenen Herrn Jakob Scheine.!׳• s. A. aus Sablotou׳ unter großer'Beteiligung der Brigittenauer Judenheit statt. Nachdem •Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Gerschou H a g e r die zahlreich erschienenen Gäste •herzlich begrüßt und auf die Bedeutung; dieser Feier ׳hingewiesen hatte, ergriff dessen Sohn Herr Samuel Hager das Wort •zur Festrede. In gewohnt meisterhafter Weise besprach er unter ande!־em in trefflichen Worten die Tätigkeit der Talmud Torah, in welcher täglich viele jüdische Kinder‘unterrichtet werden und ihnen ׳der thoratreue Geist beigebracht wird. Er spornte die Zuhörer an, diese segensreiche Anstalt za unterstützen. Das Publikum zollte den! temperamentvollen Redner wohlverdienten Beifall, Die Kantoren Rabiuowitsch und Kiinmer sorgten durch Gesangsvorträge •für die'Verschönerung-.der impo-

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