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Jüdische Presse · 1932-05-13 · 19 (13.5.1932) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
19 (13.5.1932)
Date
1932-05-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Helfet der ״Einheit44! Nachdem die ״Einheit“ während der Pessachfeiertage wieder in gewohnt großzügiger Weise für die Bedürftigsten gesorgt hat* ist sie nunmehr am Ende ihrer I#eistungsfähigkeit angelangt und appelliert daher än alle Juden, ihr im Kampfe gegen die Verelendung der jüdischen Massen beizustehen. Es ist Pflicht jedes Juden, den Zehent auf den Altar der Nächstenliebe in Gestalt einer Unterstützung der ״Einheit“ zu entrichten. Frauenkirchen. Knapp vor HSÖ verschied in Frauenkirchen im 84. Lebensjahre מי׳ר«רוו0ף Kohn ז״ל, der mehr als 50 Jahre als שר׳ ב und. Gemeindesekretär vorbildlich uind pflichtgetreu gewirkt hat. Ein reiches Leben der hingebungsvollen Arbeit im Dienste der תורה und seiner Gemeinde hat seinen harmonischen Abschluß gefunden. Als Jüngling saß der Verblichene zu Füßen des großen 13״לdessen Lieblingsschüler er war, und wo er sich zu einem wahrenת״1ז> mit den schönsten Eigenschaften ausgestattet, herangebildet hat. 54 harmonische Jahre verbanden ihn mit seiner ihm gleichgesinnten edlen Gattin ,ע״ד> die eine würdige Enkelin des berühmten שלום חריףי״ל nur. Der Heimgegangene erwarb sich durch sein bescheidenes, liebenswürdiges Wesen die Sympathien der Gemeinde und erfreute sich der Liebe und Verehrung weiter Kreise. Die לןו׳ gestaltete sich zu einer großen ׳aufrichtigen Trauerkundgebung der ganzen Gemeinde. Im Trauerhause zeichnete Herr Oberrabbiner Löwy in einem ergreifenden ה0סד das Lebensbild des נ0טר ן״ל. Er beklagte in ihm den guten aufrichtigen Freund, den pflichtgetreuen Beamten, der 'bis zum letzten Atemzug mit den Angelegenheiten der Gemeinde unzertrennlich verknüpft war, den unverfälschten ehrlichen Jelxudi alten Schlages und zuletzt den vorzüglichen ,כ׳תפלד und meisterhaften 0'קורא• Die Abschiedsworte des jüngsten Schwiegersohnes Rabib. Fleischmann, Preßburg, (machten einen nachhaltigen Eindruck auf die Teilnehmer. Seine Söhne, Adolf, Wolf und Samuel Kohn, gaben dem Schmerze und Verluste der Familie beredten Ausdruck. ר׳ יוסף קאהןז״ל hatte die seltene Sechije, daß seine Bahre Söhne und Schwiegersöhne, elf an der Zahl,ב׳עהר umstanden, die als רראיםישלמים jeder an seinem Platze dem ortli. JudenJtume Ehre machen. , Schaffung einer einheitlichen jüdischen Abwehrfront in Oesterreich. Die von der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde angeregten Besprechungen, betreffend Schaffung einer einheitlichen jüdischen Abwehrfront in Oesterreich, haben bereits in zwangloser Form begonnen. An der ersten Be- sprechung nahmen Vertreter sämtlicher jüdischer Parteien und Organisationen Oesterreichs teil. Man war sich darüber klar, daß durch die Erstarkung der Hitler-Bewegung in Oesterreich der jüdischen Bevölkerung neue schwere Gefahren drohen, denen man begegnen müsse. Die Vertreterschaften der jüdischen Parteien und'Organisationen übernahmen die Aufgabe, die aufgeworfenen Fragen und vorgeschlagenen Richtlinien im Schoße ihrer Parteien'zu besprechen. In ganz kurzer Zeit werden die Führer der Parteien und Organisationen unter Patronanz der Israelitischen Kultusgemeinde zu einer zweiten Beratung zusammentreten. Schächtverbote sind verfassungswidrig! Auf Grund einer Anfrage einer norddeutschen Stadt hatte anfangs des Jahres der Reichsinnenminister die Erklärung abgegeben, daß Schächtverbote in Kommimen mit Schlachthauszwang gegen Art. 135 dev ■Reichs- Verfassung verstoßen. 'Nunmehr hat sich, wie die Reichszentrale für ׳Schächtangelegenihciteii .bekauintgibt, auch der preußische Minister des ׳Innern diesem Standpunkt angeschlossen, und die Regierungspräsidenten derjenigen Bezirke, in denen!kommunale Schächtverbote beschlossen waren, angewiesen, die betreffenden Ortssatzungen oder Gemeindebcsclilüsse als gesetzwidrig z u b e a nstanden. Wogen der• Einzelheiten der Min'isterer.lässe ׳und des wissenschaftlichen Gutachtenmaterials setzen sich die jüdischen Gemeinden direkt in Verbindung mit der Reichszentrale für Schäclitangelegenheiten in!Berlin, Artilleriestraße 31. Nyiregyhäza. Am Schabbos Tasria fand an der hiesigen Talmud- Thora eine Prüfung über das Wintersemester statt. Die .Schüler sämtlicher sechs Klassen überraschten durch ihr gründliches und gediegenes Können. Lehrer und Gaboirn .sind mit Rrecht stolz auf die Leistungen der Schule, der auch eine Jeschiwo Ketäno angegliedert werden soll. Verhaftung eines palästinensischen Rabbiners in Rußland Die englische Botschaft . in Moskau intervenierte auf Veranlassung des palästinensischen Oberrabbiners Kook offiziell bei der Sowjetregierung in der Angelegenheit der Verhaftung eines palästinensischen Rabbiners, der nach Rußland kam, um das Grab des Baal-Schem zu besuchen. Der Verhaftete soll nicht im Besitze des russischen Einreisevisums gewesen sein. Man erwartet, daß dem Rabbiner die Möglichkeit gegeben wird, über Odessa nach Palästina zurückzukehren. Schändung eines jüdischen Friedhofs in Litauen In der Stadt Alita haben junge Huligans auf dem jüdischen Friedhof große Verwüstungen angerichtet. Sie zerstörten 21 Grabsteine und einige Mausoleen bekannter Rabbiner. Drei etwa 13jährige Burschen wurden als die Täter ermittelt und in Haft genommen. Die Eltern werden nach dem Gesetz für den Schaden aufzukommen haben. Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen, Freitag, den 13. Mai, wird bei dem um 7,25 .Uhr beginnenden Abendgottesdienst in der Bezirkssynagoge, III., Untere Viaduktgasse 13, Herr Habbiner Professor Dr. K, Kupfer einen exegetischen Vortrag äbhalten, Samstag, den 14. Mai (beim Vormittags- Gottesdienst) Dreschoh: 11״ Pazmanitengasse 6 (Habbiner Dr, Z. Taubes); exegetische Vorträge; XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang); XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr, B. Murraelstein); XXL, Holzmeistex^asse 13 (Rabbiner Dr, M. Rosenmann), Jugendgottesdienst, Am Samstag, den 14. Mai, findet um 3 Uhr nachmittags der J u g e n d g 01t e sdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen statt. Nach der Delegiert eit versamm hing in Sevljus Wir berichteten vorige Woche über die Beschlüsse der Delegiertenversammlung der jüdischen Gemeinden in Podkafpatskä Rlts, Welche am 1, Mai in Sevljus tagte, und deuteten zugleich an, daß der dort eingesetzte Landesausschuß unter Leitung des Herrn Oberrabbiners Duschinsky in Öust noch mancher Schwierigkeit begegnen dürfte, bis die Organisation der Gemeinden wieder hergestellt sein wird. Unsere Vermutung hat sich schneller und krasser bewahrheitet, als wir befürchteten. Wir haben heute nicht die Absicht, uns mit den neu aufgetauchten Ansichten über diese Frage kritisch auseinanderzusetzen. Dazu hat's noch eine Weile Zeit, zumal ohne Zustimmung der slowakischen Orthodoxie der organisatorische Wiederanschiuß der podkarpatska-russisehen Gemeinden an das Bratislavaer Zentralbüro nicht gut denkbar erscheint. Heute und in den folgenden Berichten soll bloß registriert werden, was zu dieser Frage in den verschiedenen Lagern gesagt und getan wird. Den zukünftigen Beurteiler der Verfallserscheinungen im ' orthodoxen Judentum in unserer Zeit dürften diese Dinge sehr interessieren. ־ Als erste Opponentin gegen die Beschlüsse von Sevljus tritt natürlich die Gruppe um den Munkacser Oberrabbiner prompt wie ein Uhrwerk auf den Plan. Ihr Organ, die ,Jüd. Zeitung“, hat erst jüngst die Initiative des Kosicer Öberrabbiners mit dem gebührenden Ernst aufgenommen und in Verbindung mit der Sevljuser Versammlung eine Gesundung der podkarpatska-russisehen Gemeindeverhältnisse erhofft. Kaum hat sich die Majorität der Gemeindedelegierten zu einer anderen Anschauung bekannt, als den Vertretern des Munkacser Oberrabbiners lieb gewesen wäre, so ^veiß dieselbe Zeitung schon ihren ersten Artikel über die Versammlung mit dem Untertitel ״Purimstimmung bei der Versammlung“ zu versehen. Das ist typisch! Dabei erfährt man nur so nebenher, daß die Uzhoroder Gemeinde die im Gegensatz zur Munkacser auf der Versammlung in Sevljus nicht vertreten war, schon vor dieser Versammlung vom Landesamt ermächtigt worden sein soll, auch ihrerseits eine Delegiertenversammlung der Gemeinden , zur Beschlußfassung über dieselbe Frage einzuberufen. Welchen Sinn diese Durcheinandcrwürfelting der Gemeinden mit Delegiertenversammlungen, die sich kreuzen, hat, ist nicht recht ersichtlich. Man erfährt dann weiter, daß das Landesamt in seinem- Reskript an die Ushoroder Gemeinde sich auf den Standpunkt fcstgelegt haben soll, daß nur jene Gemeinden berechtigt seien, sich als ״orthodox“ zu bezeichnen, die der orthodoxen Landes'organisation (Konfession) angehören. Dieser Standpunkt ist zweifellos richtig. Er stimmt auch vollkommen mit den seinerzeitigen Beschlüssen und Kundgebungen der religiösen Autoritäten überein, von denen die Gründüng der Organisation des gesetzestreuen! Judentums ,im früheren Ungarn ausgegangen ist. Er stimmt aber nicht überein mit dem Standpunkt, den gerade der Munkacser Oberrabbiner jahrelang vertreten'hat, als er als einziger im ganzen Lanjl seine Gemeinde abhielt, sich an der orthodoxen Landesorganisation zu beteiligen, und in Eingaben an die Regierung die Ansicht verfocht, seine Gemeinde könnte sich den Namen ״orthodox“ beilegen, auch ohne der' orthodoxen Landesorganisation ׳ anzugehören und ohne der orthodoxen Landeskanzlei unterstellt zu sein. Und schließlich erfährt man aus den Berichten der ״Jüd. Zeitung“, daß die Forderung nach Wiederanschluß, an Bratislava mit einer Expositur׳ für P. K. R. ausgerechnet-ein Lieblingsgedanke der Zionisten sei (1). Die ״Szö llösi Ujsag“ ,berichtet über den Verlauf der Tagung in sympathisierendem Tofie und erblickt in seinen Beschlüssen einen Fortschritt für . die jüdischen Angelegenheiten. Die ״Beregi Ujsag“ verlangt eine Abänderung des Sevljuser Beschlusses und fordert wegen der. Uebereinstimmüng mit der allgemeinen Landesadministrative von P. K. R. die Errichtung einer ״selbständigen Kanzlei“, aber ״ohne Munkacser Einfluß“. Der' Uzhoroder ״U j Köz löny“ druckt einen sehr scharfen und ausfälligen Artikel ab, der sich gegen den ״Luxus“ jeder jüdischen Zentralkanzlei ausspricht. Der Artikel trägt die Ueberschrift: ״Statt einer Zentralkanzle! bedürfen die Juden von K, P. R. des — Brotes. Inzwischen sollen die Vertreter der Munkacser. und Uzhoroder Gemeinde in Uzhorod in einer Konferenz die, Maßnahmen zur Einleitung einer umfassenden Gegenaktion gegen die Beschlüsse von Sevljus besprochen haben.;• Amtseinführung des Öberrabbiners von ]Vitra. Die Einführung Sr. E11!•würden des Herrn Oberrabbiners I. D. Ungar in das Rabbinat von Nitra gestaltete sich, obgleich von pompösen Feierlichkeiten auf dringenden Wunsch des Öberrabbiners abgesehen werden mußte, zu einer eindrucksvollen Kundgebung für 1103 ן ןן 1 ק H irntl zu einem glänzenden Zeichen der Verelirung für einen! religiösen Führer, wie ■wir ihm in unseren Tagen nicht oft 'begegnen. Der Donnerstag,ערב ר״ח אייר stand in׳ Trnava im Zeichen dieses Ereignisses. Konnte man den Wegzug des geliebten Führers schon nicht verhindern, so war jedes einzelne Mitglied der Gemeinde bestrebt, ihm auch in!der Scheidestunde zu zeigen, wie dankerfüllt es seine Leistungen anerkennt. Am Nachmittag versammelte sich die gesamte Gemeinde im Rabbinerhaaise, um vom Oberrabbiner noch einen Händedruck und einen guten Wunsch zu empfangen. Inzwischen waren auch die Deputationen der Nitraer *Gemeinde, der Chewra Kadischa, ,Talmud Thora usw״ in Autos angelangt. Etwa 60 Personen gaben der' Rabbinerfamilie von Trnava das Geleite, so daß um halb fünf Uhr ein langer Zug von etwa 40 Autos sich nach Nitra bewegte. In Hlohovec begrüßte den Zug eine Anzahl der dortigen Gemeindemitglieder mit den Schulkindern, die um die guten Wünsche des neuen Nitraer Öberrabbiners baten, Gegen 6 Uhr war man vor der Nitraer Stadtgrenze angekoramen, Dort rief eine große Volksmenge von Juden ׳und Nicht- Juden dem einziehenden Oberrabbiner Jabel rufe zu und schloß sich dem Zuge an. Vor der Rabbinerwohmmg staute sich die Menge und bereitete dem Ober rabbiner und seiner Trnavaer •Begleitung freudige Ovationen. Jlerr Oberrabbiner Ungar schlug zunächst die flUllö *m Gelbe Rancherzähne äiä Iä ®■■■■ייייי*^^ ffit ntelite Räfitte. 51a* dreimaligem (5e&rau$ blettbenb melke 3äf)ne, ttogbem Mefdffien burd) oleles SRmidjeti Brauit u1t& mtföjSn ®ftfieit. 3dj metbe nfajts unseres mein gebrauten, als (Iljloroöont.״ SB., SorftSetg. ׳*■*Jötatt setlartge mir Sie ed&ie (£I)IotoSont«daknpalte, SEube 4 R& u. 6 Kö.» Urtb meife leben (£־rfafi Safiit jurttd. seine Wohnung und an das für seine Jeschiwa eigens erbaute schöne Beshamidrasch an. Vor dem Beshamidrasch richtete der Vizepräses der Gemeinde, Herr Josef H ö n i g s Ib ec r, eine warme Begrüßungsansprachean den Oberrabbiner, auf die Herr Oberrabbiner Ü 11 gar kurz erwiderte. Nach dem Maariwgebet verabschiedeten sich die Trnavaer Freunde von dem nunmehrigen Nitraer Oberrabbiner. Die Herzlichkeit und Rührung dieser Szene wird allen unvergeßlich bleiben, die dabei waren. Schabbos neun Uhr vormittags begaben sich die Mitglieder, der Gemeinderepräsentanz korporativ mit Herrn Rabbiner Markus Vorhand in die Wohnung des Öberrabbiners, um ihn in die Synagoge zu geleiten. Herr Rabbiner Vorhand richtete namens des Rabbinats und der religiösen Funktionäre eine freundliche Begrüfiungsansprache an den Oberrabbiner und gab seiner Freude im besonderen darüber Ausdruck, daß nunmehr ein Führer an die Spitze der Gemeinde tritt, der seiner großen Vorgänger im Nitraer Rabbinatssitz und namentlieh der ihm unmittelbar vorangegangenen, Rabbi Mosche und Rabbi Awrohom Aron Katz זצ״ל würdig ist, was Gewähr dafür biete, daß das religiöse Leben in der Go meinde einem neuen Aufschwung entgegensehen dürfe. Im Tempel empfing* brausender Jeclii-Ruf die Eintretenden. Hier begrüßte Gemeindeprtises Herr Leopold Weiß ,den Oberrabbiner im Namen der Gemeinde und ihrer Mitglieder in einer herzlichen Ansprache. Jetzt bestieg Herr Oberrabbiner Ungar zum ersten Male die Nitraer Kanzel. In tiefer Bewegung dankte er seiner neuen Gemeinde für das ehrende Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde, indem die Gemeinde ihn an die!Stelle berief, wo vor ihm ragende Männer an Gelelirsamkeit und Frömmigkeit zum Wohle des Judentums und zur Ehre der ח1ר,״ק wirkten. Er gedachte dabei verehiuingsvoll der beiden Oberrabbiner Katz זצ״ל und hob hervor, wie schwer es ihm fiel, eine Würde auf sich zu nehmen, in welcher solche Männer mit heiligem Eifer und unter Aufbietung ihrer ganzen Kraft das orthodoxe Judentum in die Höhe gebracht ■haben. In ihrem Geiste wolle nun auch er השי״ת und dem Judentum dienen und an ihrem Vorbild seine Kraft für die ■Hebung und Höherentwicklung aller Zweige des religiösen Lebens und namentlich ׳für die Erziehung der Jugend zu Bne Thora und ,יראיך einsetzen. Die schlichten, ׳aber nichtsdesto weniger eindringlichen Worte riefen bei der ganzen Gemeinde eine ernstbewegte und feierliche Stimmung hervor und machte!! die Herzen empfänglich für die׳ Verwirklichung jener heiligen Vorsätze, mit clenen sie der ersten Rede ihres neuen Oberrabbiners lauschten. A!!n »Nachmittag hielt Herr Oberrabbiner U n g a r in seiner Wohnung vor clen בני תורה einen geistestiefeu Gharifus-Vortrag, der mit begeistertem Beifall aufgenommen wurde. Diesem Yortrag ׳folgten auch die zahlreichen Bachurim,. die zum Eintritt in die Jeschiwa bereits eingetroffen sind und das Straßenbikl vor der Rabbinerwohmmg ■belebten. Zu gleicher Zeit am Scliabbos-Naclimittag ward auch!Frau Oberrabbiner Ungar in der Agudas- Jisroel-Frauenun1 d M ä cl c 11 e n g r uppe seitens der Damen ein überaus freundlicher Empfang zuteiL Eine Damendeputation holte Frau Oberrabbiner in der Wohnung ab. Im Saale richteten die Ehrenpräsidentiii) der Ag*uda־F rauen- und Müdchengruppe, Frau Oberrabbiner Katz, die Präsidentin der Mädchengruppe, Fräulein Illus Steinberg, Fräulein Eva Gottlieb und die kleine Tochter des Herrn Julius Schlesinger herzliche Wdllkommgrüße an!sie. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Ungar begann sofort seine rabbinische Tätigkeit in ■der Gemeinde. Die ersten Tage sind der Inaugurierung ׳der Jeschiwa gewidmet, der er auch hier wie bisher in Trnava seine aufmerksamste IHirsorge zuwendet und der auch die Gemeindemitglieder warmes Interesse entgegenibringen. (Wir beglückwünschen die Nitraer Gemeinde zum Beginn dieser neuen Epoche ihrer Entwicklung und wünschen Herrn Oberrabbiner Ungar zu seiner Nitraer rabbinisclien Tätigkeit herzlichst צלח 1רכב — Die Redaktion.) Chewra-Kadischa-Versammlung in Kosice. Ani letzten Tage dos Bessachfestes hielt clie Chewra iKadisdia in Ko§ice ihre Jahresversammlung ab, bei welcher Seine E'hrw. Herr Oberrabbiner B ra c h eine eindrucksvolle דרשה über die heiligen Aufgaben des Vereins hielt, Herr Leopold G o 1 d s t e i n beklagte den Verlust des früheren Präses Herrn M. Liebermann צ״ל? in bewegten Worten. Herr Ignatz Rotli berichtete über die Bestrebungen des Vereins zur Errichtung eines AltersasyJß, zu welchem Zwecke ein Fonds angelegt ist. Es wurde eine Sammlung eingeleitet, um den Bauplan bald verwirklichen zu *können. Herr Mor Roth spendete als erster 5000 Kc und die Einrichtung von drei Zimmern. Ihm schlossen sich andere mit namhaften Gaben an׳. Goldene Hochzeit in Uh. Brod. Am 24, April beging der bekannte, seit etwa 30 Jahren amtierende Gem e inde v 0 r st eh e r Herr M, H, B ramm er seine goldene Hochzeit. Dieser Anlaß führte eine allgemeine Versöhnung in der ■Gemeinde herbei, 1Die orthodoxe Gruppe iu der Gemeinde gewann die Hoffnung, daß Herr Brammer!11 Zukumft auch ihren religiösen Bestrebungen gerecht werden wird und drückte ihm durch den Mund ihres religiösen Führers, Herrn Jakob S. Schön, ihre Glückwünsche aus. * Bei Verdaiuingsscliwäche,!Blutarmut, Abmagerung, Bleichsucht, Drüseneikrankungen, Hautausschlägen, Fu- ,runkelu regelt das natürliche ״Franz-Josef“-Bittenvasse 1־ vortrefflich die so wichtige׳ Darmtätigkeit. Hervorragende Männer der Heilkunde haben sich überzeugt, daß selbst die zartesten Kinder das Franz-Josef-Wasser gut vertragen. In Apotheken, Drogerien!!■!ul Mineralwusserhaudlungen erhältlich.

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