Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 18 (6.5.1932)
- Date
- 1932-05-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Steife 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 18 tinrf Tacevo. Äufgefallen ist, daß die Getneihde Üzböröd Mcht Vertreten war, Als erster ergreift der Präses der Sevljtiser Gemeinde Herr!Miksa Josef das Wort und begrüßt die erschienen Rabbiner tmd Gemeindevertreter mit frettndlidten Worten und guten Wünschen für den Erfolg der Tagung. Sodann legt der Präses des Vorbei reitungskomitees. Herr Bankdirektor Adolf ,Friedmahn .(Setljiil) die Wichtigkeit dieser Versammlung dar und ermahnt die Anwesenden, sich der großen VeranG wortüng bewußt zu sein, die auf ihnen lastet. Die Frage der orthodoxen Landeskamdei erfordere den größten Ernst und er bittet, bei der!Beratung nur das Interesse der Gemeinden im Auge zu hatten. Seine Rede wurde mit starkem Beifall aufgenommen. Der Schriftführer des Vorbereitungskomitees Herr Julius H o 11 ä n d e r (Sevljuä) referierte über die bisherigen Vorbereitungen. Das Vorbereitungakomitee ging über Anregung Sr. Ehrw, des Herrn Oberrabbiners Brach (iKosice) von dem Gedanken aus, daß es ein Bruch mit den alten Traditionen der Orthodoxe und zudem noch eine Versündigung an den Interessen des glaubenstreuen Judentums wäre, wenn die Gemeinden es weiter noch zitließen, daß die Orthodoxie von P. K. R. jeder zusammenfassenden Organisation bar dastehen und dadurch allen Bestrebungen zur Zerstörung des orthodoxen Judentums Vorschub leiste. Die Vorkonferenz vom 13. März konnte sich dieser Einsicht nicht verschließen, so daß die Einberufung der heutigen Dele* giertenversammlung, nachdem auch die beiden ehrw. Herren Oberrabbiner von Munkacs und Hast dazu ihre Zustimmung gegeben und die zuständigen Behörden ihre wohlwollende Gesinnung bekundet haben, als Ausdruck des allgemeinen Willens der jüdischen Gemeinden und Rabbiner von Podkarpatska Riis betrachtet werden könne. Das Referat fand allgemeine Zustimmung und man konnte sogleich zur Debatte übergehen. Zur iBeratung stand nur die eine Frage, ob eine Kanzlei in der früheren Form oder eine ganz selbständige Landeskanzlei errichtet werden solle. Die Diskussion gestaltete sich sehr erregt( hielt sich aber fast ununter־ brochen im Rahmen der Sachlichkeit. Fast alle Delegierten und Rabbiner ergriffen dabei das Wort und erörterten das ׳Pro und Contra für die beiden Modalitäten. Es zeigte sich klar, daß fast alle Anwesenden für Wiederherstellung des früheren organisatorischen Zustandes waren. Entschieden gegen jede orthodoxe Gemeinde- Organisation war nur eine Gemeinde, nämlich Irsava. Entschieden für eine ganz selbständige Kanzlei waren nur die beiden Vertreter von Munkacs unter Berufung auf die Forderung ihres Obe'rrabbiners. Nach langem Hin und Her schritt man zur Abstimmung. Diese ergab folgendes Resultat: Von den 22 vertretenen Gemeinden sind 13 für Anschluß an Bratislava ,mit einer Expositur für P. K. R.,-5 Gemeinden enthielten sich der Abstimmung und 2 Gemeinden wollen ihren Anschluß schriftlich 'bekanntgeben. Damit war die längst erwartete Entsclieidüng gefallen. Man schritt hernach zur Wahl eines aus fünf Rabbinern und zehn Laien bestehenden Land'esaussclnisses mit dem provisorischen Sitz in♦ Hu-9t. Der Landesaitsschiiß ׳hat die Aufgabe, die organisatorischen Vorarbeiten abzti sch ließen und1 die Bebürden •im Sinne der Beschlüsse zu informieren. In den . Lanclesausschuß wurden die Herren Oberrabbiner von II •u s t, Vo 10 vo j e, Kosi m o, S,1 a t i n a und S e v 1 j u s sowie die Herren Miksa J o s e f, M. F1• i e d m a n n, A. S t e i 11b e r g e r (Sevljus), A. T a!b a׳k (Slatina), J. Weiß (Tacevo), Rottmann' (Uzhorod), Steinberger (Maizsai), B. D a v i d 0 w i t s, M01• R os e nfe,ld und Krauß (I-Iust) gewählt. Zum Vorsitzenden wählte, man Herrn Oberrabbiner J. H. D'u s ch i nsk y (Hast), zum Sekretär Herrn Julius Holländer (Sevljus). Die Delegierten und Rabbiner spachen׳ dem Sevljuser Vorbereitungskomitee für die geleistete erfolgreiche Arbeit und den Behörden und insbesondere Herrn Bezirkschef Jan Hlavacek für die wohlwollende-Förderung dieser Arbeit ihren Dank aus. Um 8 Uhr abends schloß der Vorsitzende mit herzlichen Wünschen die denkwürdige Versammlung. S. F. 1@1 Nachrichten |@| JüdL orth. TempelVerein ״Adass Jeschurun“, Wien IX, Pfluggasse 5♦ Der Vorstand des Temperlvereines gibt bekannt, daß in seinem Tempel, IX., Pfluggasse 5, ein täglicher Gottesdienst: Morgen gebet K>7 Uhr früh, an Samstagen 3/47 Uhr früh und• um %9 Uhr abgehalten wird und ladet besonders die im IX. Bezirke wohnhaften Glaubensgenossen zur regen Teilnahme ein. Als Beitrag zum Anzünden des Jahrzeitlichtes ist die kleine Gebühr von 50 Groschen zu entrichten. Für El Mole Rachamin (Gebet für das Seelenheil der Verstorbenen am Jahrzeittage) ist eine Spende von S 1 zu entrichten. Mitgliederaufnahme bei Vorstandsmitglied Herrn M. Gang, Wien. IX., Bindergasse 4. Mündestvereinsbeitrag monatlich 50 Groschen. Chinuchversammlung im Prater. Am zweiten Tag Pessach fand im Bethause ״Tefilas Jeschurun“ die erste Versammlung statt, die das Chinuch- Amt des Keren Hathora zum Zwecke der Propagierung des Limud Hathauro einberufen hatte. Nebst den Mitgliedern des dortigen Bethauses und der Eltern der Schüler der Prater Talmud Thora, hatten sich auch Zuhörer aus der Leop.oldstadt eingefunden. Nachdem Herr Rabbiner Kornmehl in einigen Worten auf die Bedeutung des orthodoxen Chinuch hingewiesen hatte, ergriff Herr Rabbiner Moses Blech das Wort, um in einer meisterhaften Rede die Gefahren aufzudecken, denen das jüdische VGk ausgesetzt ist, wenn nicht die Jugend im Geiste der Väter erzogen wird. Der Redner wurde für seine ausgezeichneten Ausführungen mit herzlichem Dank von allen Zuhörern belohnt. Es bleibt noch zu wünschen, daß auch der Erfolg dieser Versammlung sich in der Praxis richtig auswirkt. ׳ י Das Chinuch-Amt des Keren Hathora dankt auf diesem Wege dem Vorstand des Bethauses ״Tefilas JesQhuritn“ für die Bereitstelung der Lokalitäten und Herrn Rabbiner Moses Blech für die aufopferungsvolle Hingabe an diese wichtige Klall-Arbeit. Danksagung. Ich danke Herrn UnivHProf. ■Div Hei•»■׳• ficli Neumann für seine stete Hilfsbemtschatt, besoivders für seine .große Kartoffelspencle, die er anläßlich der Pessach-Aktion der Frauenhilfe der Adas Jisroel bedürftigen Familien zur Verfügung־ gestellt hat, 'Hochachtungsvoll Frau Sidouie Graiukk * sind sali 1870 dla baden Fabrik! Wien, XV,, »aglgaste 10 bei Märiähilferstf. 148 Tel, R-35-8-4? und R-38-5-38 Konsuftiräbatt ״Schöttira‘*. Den Preis von S 20, der für Rabättbüchleih atisgesetzt wurde, die bis vor Pessach zur Einlösung gelangten, hat Frau Hilde Bondy gewonnen. Das Sommersemester der Betli-jakob-Lehrerinnenkurse in Wien beginnt am 10, Mai. Die Rnbbinerwahi in Zeletn. Bekanntlich wurde Sr.!Ehrw. Herr Oberrabbiner Levy Griinwakl נ״י aus Jrschova — Sohn des ערונת וזכושם ז״ל — schon am 15. November 1931 zum hiesigen Oberrabbiner gewählt; die Wahl wurde jedoch angefochten und erst heute wurde durch ein Schiedsgericht die Wahl fiir rechtsgültig erklärt. Die Lösung dieser Frage durch ein Schiedsgericht, ist von prinzipieller 1Bedeutung. Hoffentlich werden sich nunmehr die Gemüter beruhigen und der langersehnte שלום bei uns einkehren, so daß unsere קהלה die stets eine עיר ואם ביש׳ war, in Bälde wieder eine ישיבה beherbergen wird und die den ביטול ח ו Wieder wettmachen soll. Eine Aguda-Jugendgruppe in Debrecen. Nach langen und sorgfältigen Vorbereitungen konstituierte sich am שביעי,ש״ס in Debrecen die erste A g.u d a s - J i s r o e 1 - J U g e n d g r u p p e Ungarns. Eine treffliche Schar junger orthodoxer Juden, die den weiteren Verfall der Jugend in den orthodoxen Gemeinden nicht mehr untätig mitansehen konnte, beschäftigte sich •schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken der Agudas I Jisroel, der in Ungarn noch sehr wenig bekannt ist und beobachtete mit steigender Begeisterung die erfolgreiche Tätigkeit der Agudas-Jisroel-Jugendgruppen in der Slo- .wakei, Polen, Erez Jisroel und in anderen Ländern. Unterstützt und ermutigt von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Straßer und Herrn Gemeindepräses Bernf e 1 d reifte im Herzen dieser jungen Menschen der feste Entschluß, ihre Treue zum überlieferten Judentum durch Anschluß an die Agudabewegung des orthodoxen Klal Jisroel zu stärken und für ihre weitere Entwicklung nützlieh zu gestalten. Einige ihrer Mitglieder lebten im Auslande in Agudakreisen und kamen zur Freude ihrer Angehörigen in ihrem Judentum gefestigt nach Hause. So wuchs die Begeisterung für die Agudas Jisroel, bis sie am letzten יו״טio einer imposanten großen Versammlung feste organisatorische Formen annahm und zur Gründung der Jügeftdgnippe führte. Die gesamte Gemeinde nahm von dieser Neugründung mit Genugtuung und Befriediguftg Kehfttnts. Folgende Herren Würden in die Leitung gewählt r j^üö!Bernfeld, Ändöf Ullmanh, Ertiö Hirsch, L. Pollak, Ernö Steiner, Simon Straßer, Erttö Kraus jun., Jettö Üllmäfitt, Miktös Bernfeld, jenö Waldmann, Sändor Öfchlbäum, Gy, Kätz, L. Friedlärider und H. Knöpfler. In nächster Zeit schon wird eine Weitere aüfklärende Ver- Sammlung mit hamhafteh auswärtigen Rednern und ein völliger Ausbau der Jugendgruppe mit allen Uhterabteilungen nach dem Muster der ausländischen Aguda- Jugendgruppen geplant. Rabbi Abraham Heitmann ן״ל. In Czernowitz starb vor einigen Tagen dev Rabhinatsassesor mul Rcligionsprofessor Abraham Heumann im Alter von Ti Jahren. Die Czernowitzer Juclengemeinde verliert in ihm einen ihrer hervorragendsten Führer, einen Lehrer, der der Jugend ein bewährter Wegweiser war, Amtliche Verlautbarungen der Israel. Kultusgemeinde Wien. Lele-Böndi-Heifn. Das seit vier Jahren in Wien bestehende, sich großen Ansehens erfreuende Lele-Bondi-Heim, in einer schönen Villa im Prater gelegen, hat sich entschlossen, seine Tätigkeit zu erweitern. Es gedenkt, in den Sommerferien jüdische Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren, die aus der österreichischen Provinz und dem Auslande kommen, bei sich aufzunehmen. Der Aufenthalt in Wien soll dazu benützt werden, die Kinder mit der Stadt, deren Kunstschätzen, deren Umgebung beka.mtzumachen, Alles, was die Großstadt dem Kinde an EntwicklungsmögHchkeiten zu bieten hat, Theater, Sport, Sprachvervollkommnung, soll diesen Kindern, auf die Schulferien zusammengedrängt, geboten werden. Die pädagogische Leitung liegt in den Händen einer liebevollen, mit allen Forderungen der Hygiene vertrauten Leitung, die zugleich über genügend Geschmack verfügt, Um die Kinder nur mit jenen Dmgen bekanntzumachen,. die ihrem Alter und ihrer Auffassung entsprechen. Die Schlafräume sind für je 2, 4 oder 6 Mädchen eingerichtet, die Ernährung ist den Zeitverhältnissen entsprechend einfach, aber reichlich und schmackhaft rituell zubereitet. Da das Heim nicht auf Erwerb berechnet ist, so sollen von den Eltern der Kinder nur die bescheidenen Selbstkosten gedeckt werden. Anmeldungen schriftlich und mündlich im Sekretariat des Lele-Bondi-Heimes, Wien, II., Böcklinstraße 59, von 11 bis 1 Uhr vormittags, Telephon Nr. 44-0-16. Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 7. Mai d. J., findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. nimHi IHU Mb X s che choslow ak e i ל*■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■* dralovcei• eröffnet. Herr A. Lefkowitsch (Presov) begrüßte die Erschienenen im Namen der ostslowiakiischen Jugendexpositur und der Miehalovcer Gemeinde für die Ueberlassung das ßeratungissaales und dem Versammlungskomitee für die sorgfältigen Vorbereitungen. In das Präsidium wurden die Herren Sam Langer (Presov), David Li s sauer (Michalovce), Friedmann (Uzhorod), El. Freilich (Kosice), Thal er (Stropkov), A. I. L i c h t (Presov) unter Heranziehung der Herren Ge 1.11s (Uzhorod), Katz (Trebisov) und Grünf e l d (Michalovce) gewählt. Nach Verlesen der zahlreich angelangten Begrüßungsbviefe und Tele-, g ramme hält zun ächtet Herrn David Lliissaner (Michalovce) sein vorzüglich ausgearbeitetes und gründlieh durchdachtes׳, mit großer Begeisterung aufgenomrnenes, Referat über wDie Notwendigkeit der Agudas Jisroel in der O s t׳s J 0 w a k e i“. Dieses auch rednerisch .meisterhafte Referat enthusiasmierte alle Anwesenden derart, daß die Anwesenden wie ein Mann sich von ihren Sitzen erhoben und es stehend, mit Beifallskundgebungen unterbrechend, anihörten. ,Die nachfolgende Rede des Herrn Samu,el Langer (Presov), die sich in ausgezeichneter Gründlichkeit mit den Grundprinzipien beschäftigte!und auch die ׳Stellung der Aguda zu den zionistischen Widersachern der orthodoxen Auffassung über Juden, Judentum und Erez Jisroel streng sachlich., aber schonungslos richtig und wahrheitsgemäß berührte, benützten die in den Saal eingodriingenen Zionisten zur Inszenierung eines so furchtbaren Tumults,!wie man ihn in Agudaversamipluugen noch nicht erlebt hat. Eine, Gruppe von zionistischen ״Sclronivim“ stieg auf Kommando durch die Feilster in den Saal und׳ fiel mit Tätlichkeiten über die Versammelten her und wollte sie auseinandertreiben. Polizei mußte den Bedrängten zu Hilfe kommen ׳und die zionistischen Rowdies aus dem Saale weisen, damit die Beratung würdig zu Ende geführt wenden kpnnte. Der Zwischenfall hatte aber auch seine gute: Wirkung, denn er zeigte deutlicher als alle Referate, wie weit es mit einer Jugend kommen kann, ־yvenn sie zionistischen Schlagworten folgt. Nach Wiederherstellung der Ordnung bereitete die ,Versammlung Herrn Langer begeisterte Ovationen für seine klaren Worte. Herr Li eilt hielt darauf ein knrzes~übersichtliches Referat über Erziehung. Zur Abwicklung des gesamten weiteren Programmes der Tagung blieb-aber keine Zeit mehr, übrig. Au Stelle• der noch vorgesehenen Referate über einzelne Arbeitsgebiete setzte eine sehr emgehpnde und lebhafte Debatte über die Organisierung der Jugendgruppen in den einzelnen Gemeinden ein. Hs wpvclen sehr erbifterte Stimmen über die Vevnachlässiguüg der ortliodoxeu Jugendpflege seitens der religiösen Führer laut und leidenschaftliche Forderungen gestellt, das unmittelbare Interesse für die תיה״ה Wer zu achten, als die Fragen der Disziplin, und zur!Rettung der orthodoxen Jugend auch dort Agudaigruppen zu gründen, wo׳ der_ Ortsrabbiner sich dieser Aufgabe entzieht, Zu eidsdmidem;ieu •Beschlüssen konnte mau in solchen heiklen F'rageu Die Zusammenkunft der Aguda-Jugend in der Ostslowakei. Wir berichtetem, daß die Presover ׳Expositur der Agudas Jisrocl-Jugendorgaimsation in der Slowakei im eigenen Wirkungskreis für den 2. Tag des Cholhamoed Pessach nach Michalovce eine Zusammenkunft der ostslowakischen Agudajugend einberufen hat. Diese Tagung fand auch statt anncl;brachte den organisatorischen Bestrebungen der Aguda einen sehr beachtenswerten Erfolg. Es war dies die erste Tagung dieser Art in der Ostslowakei, an der auch Vertreter der orthodoxen Jugend aus den ,Gemeinden cles!Podkarpatska Rus teilnahmen. Die Bedeutung einer solchen Versammlung als ersten ernsten Schritt der orthodoxen Jugend in der Ostslowakei zur Selbsthilfe in den ihr drohenden־ geistigen und moralischen!Gefahren begriffen nicht nur die Kreise der orthodoxen Jugend selbst, sondern auch — und vielleicht :nodi klarer als die erstem! —- die grunclsätzlichen Gegner jeder Stärkung des gesetzestreu- ׳religiösen Seibstbewußtseins bei der orthodoxen Jugend im Sinne der Aguda, nämlich die Zionisten aller Schattierungen, •die bisher die jüdische Jugend der* Ost- Slowakei fast ohne Widerstand ■in ihre Netze ziehen durften. Sie!wissen aus den Erfahrungen ihrer Gesinnungsgenossen in anderen Gegenden der Slowakei, ׳daß die gutgeleitete Agudajugend sich allerorten gegen die Verlockungen der zionistischen. Agitatoren als immun erweist und daß ihre zielbewußt organisierten Gruppen sich überall als Bollwerk für 11תורה •ul Z יראת ל bewähren. Deshalb setzten die Jungzionisten von .Vlidiialovee ihre ganze Wildheit ein, um die Vevhandlungen und Beratungen der Agudajugend zu stören and die Versammlung zu sprengen. Daß ihnen dies nach anfänglichen Erfolgen schließlich doch nicht gelang, ist ein Beweis fiir cl׳ie Besonnenheit der Versammlung^- ieitung und die gediegene Zielstrebigkeit der versam- Hielten orthodoxen jungen Menschen. Die Reise zum' Versaminiungort spielte sich am Zeichen freudiger Begeisterung ab. An allen _ Orten schlossen sich neue jugendliche Vertreter den Reisenden an. Während der ganzen Fahrt־ jubelte die Reisegeisellschaft rni Vorgefühl dessen, •was da! kommen solle, man sang agudistische Lieder, diskutierte über ,jüdische Fragen und sagte sich ״Thorawörtchen“. In Michalovce erwartote vor der TalmucLThora-Schule, wo die Tagung stattfand, eine dichte Menge von iBaalebatim und Jugencllichen die Ankommenden mit freundlichen Zurufen, Der Beratungssaal war bei der Eröffnung der Versammlung mit Delegierten überfüllt. Delegierte waren aus den Gemeinden M'i!c 11 al0vce, Kosice, Presov, Vranov, Stropkov, Aebe§, Sedovce. TrobiSov, H um e n 11׳ e, H a n •u ä o v ce, Uzhorod und tu1clereu׳ Orten anwesend. Mehrere ׳Gruppen aus Podka 1• patska Rus.,gaben /brieflich!ihrem Wunscli Ausdruck, bald in die Agudaorganisaticni, eingeschaltet zu werden!. Aus einigen noch unorganisierten Orten kamön Arertreter mehrerer Gruppen mit differenzierten Vorschlägen und Wünschen, ־ י1 ־ Dicv Yersamtnlung ׳wurde niit den Begriißungs- Worten des Herrn El, Friedman n namens der Miden *Beschlüssen konnte man rn solchen heiklen 1 ׳ragen natürlich nicht gelangen, M#n kam jedoch• fast eins tim״ mig dahin uberein,’daß jede Möglichkeit zur Gründung