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Jüdische Presse · 1932-12-09 · 48 (9.12.1932) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
18 (1932)
Issue
48 (9.12.1932)
Date
1932-12-09
Page
– (sequence 2)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE Nf. 48 Seite 3.:...V. irche FfücftiW tragen, wenh die zerstreuten Gleich* gesiünfen, die ״t ואי* sich m einer Vereinigung für die Förderung unserer •heiligsten Anliegen «üsämttientäten. hi fefenttend titSMIdig iei fM. uni äile׳i die VeK einiguüg de?. cNi?fc: t Doch Ms, Erfahrung bisher auf diesem Gdbiete, lljJfL slUi• 3eft#ä?)ifet#l£hftütig#des Und Erfreuliches erttofflrt. ^1fe oft sind seftöh Verstieße ge* macht worden* unsereOrfhddoxie aus dem Dornröschenschlaf zu״ V#0ken. Dödfr. kaum gewörß#, zerfiel alles in Nichts. EhttatiscHtihgeft und Felilsehläge gäb es genüg, so daß ich die, Ftifeht hege, auch diesmal mit unserem Gerede und *öesehfelibsel düs der grauen Theöfie nicht hefausztikümmen, ./ . / , Dbch eingedeuk. des Wortes '.חוציח »ונייח אפילו ל)* פעפיס mag auch heißen ״überzeugen, beweisen". Im מונחה Hinweisen auf die brennende Notwendigkeit und Wichtigkeit einer heiligen Sachet sollst du unermüdlieh sein. Ein solch heiliges Werk wäre die Sammlung aller wackeren Träger der הוחיצן. Nun taucht die Frage auf: Wie geht man zu Werke, tim das Eitiiigkeitsziel in die Bahnen der Wirklichkeit hinüberzüleiten? Wie sollen die einigkeitsfördernden Gedanken zu Blut und Fleisch werden, auf daß wir nicht wieder herbe Enttäuschungen erleben? Nun, so’•leicht, wie. es mein Freund, Herr Rabbiner D. Friedmann, in der Nummer 45 der ״Jüdischen Presse" in •bester Absicht sich vorstellt, kann ich mir's nicht denken. Es wäre zu schön! ■Der. Krieger; der in den Kampf zieht, muß auch die Schwierigkeiten und Hindernisse, die sich der Verwirklichung seiner Pläne entgegenstellen, im Auge behalten, damit er sich entsprechend rüste, um die Klippen zu überwinden. Und der Klippen in unserem Falle sind nicht wenige. L Die Kluft zwischen Gemeinde- und Trennungs- ׳ Orthodoxie, 2. Zwischen, der. sogenannten polnischen und ungarischen Orthodoxie, endlich 3. Die latente Abneigung gegeneinander in den ungarischen Reihen selbst. Diese ganzen Drahtverhaue zu beseitigen ist kein leichtes Spiel. Allein, אין לך דבר העומד נוסד. הרצון ,Wo ein ehrlicher, guter Wille, ist auch ein Weg! Wie wir uns den gangbaren Weg, der ■zur Konsolidierung des orthodoxen Judentums in Wien führen soll, vorstellen, soll in der nächsten Nummer dargestellt werdem •(Fortsetzung folgt.) J| Von Woche zu Woche M Die fast■ vierhundert Jahre alte. S yn a go ge in Ancona wurde trotz Protests der Jüdischen Gemeinde geschlossen. Sie wird aus Verkehrs’■ int er essen abgetragen. * Der Landtag von Mecklenburg - Schwerin hat in seiner Sitzung vom 1. Dezember den nationalsozialistischen Antrag auf Verbot des betäubungslosen S ch ä cht e n s zum Beschluß er hoben. * ln H am eth am J or da n wurde eine S y nago ge aus dem 5. Jahrhundert aus ge graben. Die Mauern tragen Inschriften in Hebräisch und Aramäisch. * Im V erlauf des Monats O k t ob e r sind in P a- 1 ä st in a 955 Personen, davon 818 Juden, ein g ew ande r t. * Die Produktion der in jüdischen Händen befindlichen Industrien in Palästina beläuft sich jährlich auf zwei Millionen Pfund. Etwa 8000 jüdische Arbeiter sind in diesen Industrien beschäfligt und erhalten jährlich 480.000 Pfund ari Lohn ausbezahlt. * Mit Zustimmung des Heeresministeriums werden in den p olni s chen K a sernen für die jiidisehen Soldaten in besonderen Räumen alltäglich gemeinschaftliche G-ttesdienste abgehalten. * Der N e w Yorker Philanthrop Harry Fischet, ein orthodoxer Jude, errichtete eine Stif t u n g, aus deren Erträgnis 50 Bach ur i m in Jerusalem, die sich voll und ganz dem Limud- Hathora widmen, versorgt werden sollen. Fischei hat seinerzeit den ״Relief“ organisiert. Er macht fast allen Jeschimos alljährlich Widmungen. * Eine von dem konservativen Deputierten Herbert Williams eingebrachte Gesetzesvorlage im brit i s chen Pariamen t, die neue Bestimmungen über die S c h l ii c h t ung von Tieren beinhaltet, wurde veröffentlicht. In dem Projekt sind Ausnah m e n für J u den und Mohamedaner festgelegt. Autorisierte Schächter sollen a u c h w eite rh i n nach den religiösen Vorschrif ten die S c h ii c htun g vornehme n. * Der t h ii ringis c h e Landtag hat ein S c h acht ve rbot beschlossen mit dem Zusatz, daß dieses erst dann wirksam werden soll, wenn auch in clen Nachbarländern, insbesondere in Preußen, das Schächten verboten wird, damit Schädigungen der thüringischen Landwirtschaft und des einheimisehen Fleischergewerbes vermieden werden. * Gelegentlich seines Aufenthaltes in Berlin wurde Herr Oberrabbiner Dr. Hartwig C arleb ach au s Baden in seinem einstigen W irkungskreis in besonderer Weise gefeiert. Ein ihm zu Ehren gegebenes Bankett bewies die große Anhänglichkeit der Synagogengemeincle Passauerstraße an ihren früheren Führer, Es dämmert, Von unserem fo>?ri»p0ndesftteü. fnder-ilFolge diese? .Blatt#!befaßte sieh die Redaktion hont •einer Bede •des neuen Wiener tEnnbiBöhnfs Df, Imiitier, in der er von bafter- Warte 1geg#1 die bfünnenvefgiffeittden Lügen der MtioMteozialMiseheü;taeortett;. 14ü'_FeJtöe zog. 'Es scheint fitir;■■#0#!himmlische Fiiigüiug an iein, daß fast um dieseibe Äeit hierzulande dör <neugewählte ׳Bischof der in sGrößrüMänieh wohn* haften, auf eine •halbe ׳Million sieh ibelaufcnden'Evange- Ifechen, Dr. Viktor 1G1 and yS, eine ähnliche aber hoch schärfer pointierte Aeußerung getan. Er befaßte eich in einer Kirchehiprediigt mit dem Rassenikultus und seinen Verirrungen. Er wies mit Zitaten, aus Schriften, und Reden Hitlers sowie aus den!gedruckten Aeußerungen der Hauptschriftsteller der nationalsozialistischen Literatur in überzeugender Weise nach, daß sich jeder Kulturmensch und!g,lauibenstreue Christ von den Irrlehr e!n dieser Herren mit (Empörung abwenden müsse, weil sie die hehren!Begriffe: >G-tt, Mensch, ׳Religion, Liebe, Sittlichkeit trüben, .ja •untergraben. Es mögen hier aus der Zitatenfülle einige ahgedruckt werden, die wie Schlaglichter in die ׳finsteren Seelen ihrer Urheber hineinleuchten und jedem denkenden Menschen den schrecklichen Abgrund sehen lassen, der zu Füßen der (Menschheit sich auftäte,!wenn die auf Unmenschlichkedt!und Brutalität aufgebaute sophistisch zugeepitzte ,nationalsozialistische Weltanschauung!zur Herrschaft!gelangen würde: 1Reich,stagsa.bgeordnetcr Roscniberg ■schreibt in seinem ״Mythos des 20. Jahrhundert": ״,Ein deutsches!Reich der Zukunft wird auch den Ehebruch des Mannes einer Korrektur!unterziehen, insofern ■ein 601* eher mit Kinderfolge nicht als juristisch ,zu wertender Ehebruch betrachtet werden kann.“ — •Oder: ״Wir Sredigen den Haß gegen unsere Feinde, denn aus dem aß gegen die Feinde wird die •Liebe zum Volke geiboren." E. Mann fordert: ,Der Staat sorge streng für die ,Vernichtung aller Schwächlinge •und (Kränklinge. Auf jährlichen Versammlungen ist der •Gesundheitszustand des ganzen Volkes!zu prüfen, d׳ie Kranken und Schwachen sind auszuscheiden und zu vernichten." Wahrlich״ der edle und mutige •Kirchenfürst, •Herr Dr. V.!Glondys, hat eine rettende Tat begangen. Er hat mit seiner Predigt — und •er ist •ein Meister des geschriebenen!und gesprochenen Wortes — die Gemüter aufgerüttelt, er hat die Riiesenlgefakr so recht ansohaulieh dargelegt, die durch die Verbreitung der!nationalsozialistischen Ideologie •jeder Religion, jeder Kultur, jeder Moral •und Ethik •erwächst. ,Und seine tiefgefühlten Mahnworte!zündender Beredsamkeit verfehlten nicht ihre Wirkung. 'Es!ist •unbedingt als •ein erfreuliches Zeichen der Zeit •zu werten, daß in diesem ,Monat im Geburtslande das Hitleriismus •diese;menschen-!und gesittungsfeindliehe Bewegung 2 Millionen;Stimmen, vielleicht den ganzen Anhang an ernsten,׳ denkenden und gesitteten Menschen verloren hat; •daß an diesen Wochen der Wiener Erzbischof, die von innerer Seelennot hervorgepreßten •edlen Worte in die aufhorchende Welt hinausrief״ die der;unwürdigen Rassentheorie das Kainszeichen aufdrückte; ■daß um dieselbe'Zeit in Transsylvanien ein Kirohenfürst eines solchen Stammes, ■der sich außerhalb des deutschen Reiches als ,erster den Wahntheorien des Nationalsozialismus mit Haut ,und Haaren verschrieb, ungeschminkt die Blößen der Bewegung und der Triebfedern aufdeekte und •uhb0rmhd?zig den Stab über jene Bestrebungen brach* die!nur ein einziges Volkstum feetttten!und '׳zur Geltung kommen lasseti!Wollen, taub nnd blind sind allen Vor-zügeft anderer Völker gegenüber, für die •sie njehts anderes übrig: haben als ״Haß mit Wonnen". Sehr richtig und tiefblickend; sagte •Bischof Gloiidys in eednef A׳nt#ort attf die Begrüßung seines ünteflegeneü völkiäfeh orientierten •Gegenkandidaten: *Im Volkstum, älleirt liegt nicht Erlösung. Da können noch Neid und Hhß •und* "allerlei Gifte das leben zersetzen.“ Wenn die Anzeichen nicht trügen, gehen •wir der Sonne entgegen. ׳Es dämmert schön I Die antisemitische tlöruhewelle in Polen. Die auBgebreiteten antisemitischen (Unruhen, die von Lemberg auch auf andere Städte!Polens übergegriffen!haben, befinden sich bereits im Abflauen. Aus Lemberg wird der ״Jüdischen Presse" gemeldet, daß die Stadt stark, von (Polizei /b es etizt ist. Vor einer Synagoge und auf dem jüdischen Friedhof expJodierten Petarden, •wobei die Fensterscheiben in Trümmer gingen, ohne jedoch viel Schaden anzti- 1־ichten. Allein am vorigen Mittwoch, der. verhältnismäßig ruhig verlief, wurden — wie nachträglich fest- ׳gestellt wurde — 6 5. Juden in Lemberg durch ITufi- •gan,s verletzt. (Unter den lUeberfallenen befinden sich auch ziemlicli viel c h r i s 11 i c h e Passanten jüdischen Aussehens, ja sogar mehrere hohe p o 1 n isehe Beamte. Die PAT (offizielle ,polnische Telegraphenagentur) veröffentlicht Aufrufe der iHochschulrektoreil lind der höchsten katholischen Geistlichkeit, in welchen die Studentenschaft!zur Wahrung der Ruhe aufgefordert wird. Auch der!Unterrichtsminister Jendrzejewicz v e r 11 r t e i 11 e in einem Gespräch mit Vertretern der Auslandp resse die Vorfälle schärfstens. In Warschau!zogen am Samstag 3000 Studenten gegen das jüdische Viertel, wurden aber von der Polizei auseinaiidergetrieben, wobei 20 Verhaftungen vorgenommen wurden. Zwei Juden wurden schwer vciletzt. Die 1H o eihs c 111 u l e n sind wieder 1g e ö f f •n e t. Es wird allgemein angenommen, daß in1 kurzer ׳Zeit wieder vollkommene Ruhe herrschen wird. Der vierte agudistisclie Landeskongreß in Polen. Am vergangenen Dienstag fand in Warschau eine Sitzung des Landesvorstandes der polnischen Agudas Jisroel statt, auf ,der u. a. (beschlossen wurde, den 4. Kongreß der polnischen Aguda für den 16. Schwat nach Warschau einzuberufen. Der Kongreß wird sich aus gewählten Vertretern von sämtlichen Gruppen Polens zusammensetzen und soll ausschließlich eine Arbeit«- konferenz werden. Es sollen die brennend aktuellen Fragen der Orthodoxie in Polen sowie der agudistischen Weltorganisation;behandelt werden. Bei Menschen, die niedergeschlagen, abgespannt, zur Arbeit unfähig sind, bewirkt das natürliche ״Franz- Josef“-Bitterwasser freies Kreisen des Blutes und erhöht das Denk- und Arbeitsvermögen. Führende Kliniker bezeugen, daß das Franz-Josef-Wasser auch für geistige Arbeiter, ,Nervenschwache und Frauen ein Darmöffnungsmittel von hervorragendem Werte •ist. •Das ״Franz- Josef“-Bitterwasser ist in Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen erhältlich. Lebensversicherungs- Q Ii S*& M I Gegründet Gesellschaft yy“ 11 U PI I A 1882 Versicherungsbestand Ende 1931 .....'. 2775 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1931 . 182 Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1931 .. 472 Millionen Schilling Auszahlungen an Versicherte im Jahre 1931 .. 43 Millionen Schilling Am Ende des Ja/hres 1931 waren bei der Gesellschaft 836.664 Personen versichert. Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, Italien, Tschechoslowakische Republik, Polen, Ungarn, Rumänien, Jugo’slawien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Aegypten und Kleinasien. I MAN ERZÄHLT,,, In einem polnischen ,Städtchen herrschte lUnstimmigkeit zwischen dem Ortsrabbiner und dem Schächter. ,Der Rabbiner verklagte den Schächter bei dem bekannten iGaon, Rabbi Sclilome Kluger, und wünschte •seine Amtsenthebung, mit der Begründung, der •Schocliet habe in seinem Jähzorn ein Gerät zerbrochen, was die Uebertretung eines Verbots bedeute. Rabbi Sch Lome Kluger antwortete: ,Wer ,im Zorn ein Gerät zerbricht, ist strafbar. U.m wieviel ,größer wird aber die Strafe dessen bemessen, der einen Mensche n, eine Familie in seinem Zoru zerbricht...“ * Beim Chiefrablbi von London, Rabbi Nathan Adler ,דל sprach ein Mann vor, der den •Oberrablbiner aufhielt, andauernd auf ihn einredete und ihn schon •gar nicht zu Worte kommen ließ. ,!Nun“, sprudelte die ,Redeflut des Besuchers, ״will ich dem Rabbi noch ein schönes Wort sagen, das ich von Rabbi Jizchok Elchonon ,in Kowno gehört habe“, ,Kann nicht stimmen“, warf der Chiefrabbi ein. ״Wieso nicht? Habe ja noch gar nichts gesagt." ״Sie können von!Rabbi Jizchok Elchonon nichts gehört haben, nachdem Sie andere Leute gar nicht reden lassen.“ Rabbi Lewi Jizchok aus Berditschew sagte: ״Jeder Talmudtraktat beginnt mit Seite % keiner mit Seite 1• Damit jeder weiß, daß eiv wenn er zu Ende gelernt, in Wahrheit noch gar nicht angefangen hat. >V Der gleiche!Rabbi sagte: Wir Chasskliin tanzen im Kreise. Vor dem Heiligen, gelobt sei ,Er, gibt es kein Vorne und Hinten, kein Oben und!Unten,.. * Der bekannte Salomon Maimon, der zum ■Mendelssohnschen Kreise der ,,,Aufklärer“ gehörte und sich durch radikale Gesinnung auszeichnete, wurde in Breslau, wo er verstarb,, auf Anordnung des Rabbinats außer der Reihe und unter Versagung der •üblichen Ehren bestattet. Freunde des Philosophen zeigten Rabbinat und Vorstände des heiligen Vereines bei der Regierung an, und Rabbi Jizchok Teumim hatte sich und die Gemeinde beim Stadthanptmann zu verteidigen. Er sprach: ״Alles, was •wir taten und unterließen, war im Sinne Maimons geschehen. Wir konnten keine Handlungen an seiner Leiche vornehmen, wir, die er zu (Lebzeiten verspottete, es wäre dieses ein Verstoß gegen seinen Willen. Was aber die separate Reihe betrifft, so ist folgendes zu bedenken: Wir pflegen unsere verdienten Toten nach einem!bestimmten System au begraben. So haben wir eigene Rabbinergräber, Gräberreihen für Gemeindevorstände usw. •Eine Philosophenreihe haben wir noch nicht. Wir mußten sie mit ihm eröffnen. Vielleicht kommen noch mehr von dev Art dazu...“ * Ein •Chassid im rabbi wurde einmal von einem seiner Anhänger um Rat gefragt, welchen’ Beruf er ergreifen solle, um sich unter allen Umständen den Lebensunterhalt zu sichern: ,,»Werde Bäcker!“, erwiderte der Ralbibi, ״da wirst du zumindest immer Brot im Hause haben.“ ״Ja, was aber geschieht, wenn mir das Geld!fehlen wird, um Mehl einzukaufen?“ ״Dann;bist du eben kein Bäcker mehr ... “ * Zu einem berühmten Rabbi kam einmal ein ״Misrvaged“ und versuchte ihn zu frozzeln. ״Rabbi“, sagte er, ״.,man rühmt von Euch, Ihr hättet ein großes Wort beim lieben G־tt, der alle Eure Wünsche erfüllt. Zeigt auch ,mir einmal ein Wunder. Ich!bin momentan in großer Geldverlegenheit; ich habe heute einen Wechsel einzulösen und keine Deckung. Vielleicht möchte mir der liebe G-tt für einige Stunden den Betrag aiisborgen. Da bei iG-tt tausend Jahre wie ein Tag sind, werde icli bis dahin zweifellos das Geld zurückza'hlen können!" (Der Rablbi •zog sich für einen Moment in sein Studierzimmer zurück, kam aber bald freudestrahlend heraus: ,*Du hast ,großes Glück; obwohl du ein großer Sünder bist, ,gelang es meiner Fürsprache, beim lieben G-tt die Erfüllung deiner Bitte zu erwirken, Das Geld ist •bereits unterwegs, in höchstens einer Stunde wird es dir überbracht..."

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