Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 2 (15.1.1932)
- Date
- 1932-01-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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süäHSäaä 1mDr.־Kf1rasf4ifrtn1J^»iBi^^ltt/T91^4« ArtfällgFil loht ein; Grade WMWBtö';mf .־'ÄaÄ3i» jreichung IÄÜNlft• ״Geist .cfet’ Thora gründlich־ IvMftraut gemacht werde*." ' Das ist nöwiderie^Wel ׳ Ä1äf#Jfi;Weise aus dem 5flpfl־Gebdt# der Thora ersichtlich. Dä'/Heißt es ausdrücklich (Öüclt V»,Kapitel 5i. ־Vers 12) : ״Versammle das Volk: Märttieas^eiheif und .Kihder, lutch«^me dir üngesehtosseneft FrentdeM* auf daß sie hören und״:lernen und' ehrfürchtfti eitlen G-tt» damit sie beoDaChteh• .und erfüllen alle Worte dieser Thora»“ Insoweit, also die Einführung: iif; die Thöfa? die Beschäftigung Mit derselben den ausgesp|pehenen Zweck ha|r. durch, die er-, worbene Thlffökehnfnis die Bestimmungen; der Thora mit Liebe tiittd Effet*, wi^ ״sie nur du rer Verständnisdnhigtkeit gewöhnen werden kötfhen» Mt betätigen, immer dann ist Belehrung und^ufklärung aneh der Weiber erwünscht, ja sogar Vorschrift. £; Und wenn R. Elazar ben tAsärja gerade’ an. dieses bfiDD-Gebot anknüpfend klie BCfderküng 'machtj ^Die Männer, sie sollten kommen,, um ini lernen, die Weiber» um zu hören“, so hat er uns^ miV ':diesen ilapidäien Worten gleichsä’m dert.־ Schlüssel zUr'.'Lösung’יdes scheinbaren ivianner aoer naoenvaie .rmuuht'^u.aciucu, 1 cci.ivjj״ * .!״״ Ganz losgelöst von־; der Wichtigkeit, ja ,Unärläßlichkeit des Lernens für^ •Uie praktische;';ErfüUuttg:';.7.:.rfer4: Thora* geböte liegt jdäeth. männlichen’ Mitgliede der jüdischen Gemeinschaft die Unabivälzbkre!Pflicht« ob, zu lernen nach Maßgabe der einem jeden zur Verfügung stehenden freien! Zeit/ Das Lernen:;:■ist׳/■ Zweck ־. an-־sich.״Die- «Thora! durfte nicht קרדום •^הפו^ סח-zu;einer pacHWissenschaft erniedrigt werden; Vtff^Öer jedermann denjenigen Teil studierän mochte, de^^für׳ ^eineäi Sfe!lltlhg,: für sCin ׳ Anit,^ für seinen Beruf Bedeutung hätte. Nicht nur der Priester, sondern jeder gemeine. Mann im Volke. sollte in den yielverschlungenen Opfer־» und Reinheitsgesetzen Bescheid wissen• Nicht nur die Berüfsrichter, sondern jeder ein# .fache Mann aus dem Volke sollte mit der reichhaltigen,;unversiegbaren, iq der letzten ש*נ ה D in B. Bathra mit einer מעי[ הנובע verglichenen Materie des Rechtswesens ' der• Thora vertraut sein. Zwei Weber aus dem Armen# viertel der Vorstadt Jerusalems konnten an Versiertheit in einer Mikwohfrage alle Mitglieder der höchsten Akade.mie übertrefferi, Die Uiemals erlöschende Ver־־ pflichtung des ewigen, emsigen Lernens und Forschens in! allen-Zweigen der Thora als Zweck an sich, als ׳kategori# sehen ׳Imperativ hat G-tt aber als Schöpfer und! Kenner der Menschen, ihrer Geistesfähigkeiten,; ihrer , Gemüts# anlagen und ihres Seelenlebens bloß ,den ,Männern auf#; erlegt; Von;•,dieser Pflicht .befreite' er die Frauen, weil er;.,׳.׳in seiner,'g#ttlichen'Weisheit verstand,, daß. dieses Thora« •Studium als Selbstzweck Hem größten. Teile der Frauen# weit in Anbetracht ihrer eigentümlichen.'Psyche nur Von ' Nachteil wäre und ihnen Ewigkeitswerte, auf die G#tt hinsichtlibh ' der, .Menschheitsent^jcklung' ^gklecHne.t, hatte, zerstör'en‘';könhte: ׳Das Studium als׳ Selbstzweck• ■wäre •dem « Weibe,;dem;'unsere Talniüdlehrer! (Nida 4.5), auf die Schöpfungslehre gestützt, sogar eine ‘größere *geistige Be# gabüng 'und frühere Verstandesreife zusprechen (was auch . übrigens deutlich aus der Halacha hervorgeht, der gemäß das weibliche Geschlecht schon ״Rei zurückgelegtem zwölften Jahre die Großjährigkeit und Pflichtenvollköm# menheit Jdrreicht),'doch zum Schaden, da ihre höhere Einsichtskraft doch eine gewisse Einseitigkeit■ hat und sich mehr auf das .Naheliegende, auf das Praktische und Kon# krete, mehr auf die, zweckerfüllte Wirklichkeit ■:; als auf das Abstrakte, von praktischen Lebensäußerungen los# , gelöste Geistesbeschäftigung eingestellt ist. " Die 1Ver־־ .Standestätigkeit der Frau miißt'e, wenn sie• sich auf ein ־ ihrem , Wesen zuwideriaufendes^Gebiet begäbe und. den gewöhnt festen Boden unter den Füßen verlöre, auf, Irrwege geraten, deren Folgen, gerade in Anbetracht der hohen Bedeutung des jüdischen Weibes für die ganze Zu#־ kunft der Menschheit, ‘durch die •Beschränkung des Thorastudiums als' Selbstzweck auf das männliche Ge# schlecht verhütet werden mußten* Diese Auffassung finden wir denn auch vollauf be# stätigt in dem eingangs im; Wortlaut zitierten einzigen, den Thoraunterricht der Frauen negierenden Talmüdaus# . spruch, wenn wir den Anlaß desselben und ihn selbst in seinem Zusammenhänge prüfen. Es wird dort von Ben Asai das Einfuhren des weiblichen! Geschlechtes ins, tiefere Verständnis der Thora mit. Rücksicht darauf empfohlen, daß im Falle des Ausbleibens der Wirkung der mit einer Sota vorgenommenen Prozedur die Frauen nicht im Glauben an die Thora, beziehungsweise an den Er1\st der von ihr. vorgesehenen Sträfsanktionen er# schüttert werden. Nun wird ja die Sota in "jüdischen Kreisen g-ttlob eine äußerst seltene Erscheinung gewesen sein, und wenn einmal etwa ein Sotafall sich doch ereignet und die nach vollendeter Prozedur erwartete Wunderwirkung, sich zufällig nicht eingestellt haben sollte, konnte man doch. den immerhin näherliegenden Grund dafür in der wirklichen Unschuld der die Prüfung glück# lieh bestandenen Frau finden, als dadurch zur Bezweiflung ‘ der Unverbrüchlichkeit der Thoräinstitutionen angeregt zu werden. Es liegt aber durchwegs kein zwingender Grund vor, die Frauen darum Thora zu lehren, dam.it sie in einem nur äußerst selten, eintretenden Falle wüßten, ' daß irgendwelche Verdienste die Sota vor dem sofortigen J sie für immer stigmatisierenden Tode retten konnten. Keinesfalls könnte die Ermangelung dieses Wissens die׳ Frömmigkeit, Keuschheit und Glaubensstärke der jüdi־־ sehen prau beeinträchtigt haben, Jenes Lernen hätte tat# sächlich keinen praktischen Wert‘ für die Frauen, es wäre bloß ein Lernen von spekulativer Bedeutung. Darum be# streitet R. Elieser'/die Ansicht des Ren Asai und meint, wer seine Tochter Thora lehrt, d. h. solcjie Thora lehrt, die keinen praktischen Nutzen hat, der lehrt sie eitel Tand, der kann ihrem Wesen, sogar noch Schaden züfügeh. Auch die Jenischabnistelle, die ^תו Sota 21 b unter; Schlagwort Ben Asai zitiert, .erhärtet'■’.׳diese Auffassung’• י Es wird däJ nämlich berichtet, daß eine Matrone einst' R. Elieser fragte, warum G-tt die Sünder des goldenen; Kalbes mit drei Tödesarteu bestraft hatte, obschoh die, Sünde bei sämtlichen die nämliche;gewesen/ wärer •tR;EUeser!׳verwies4־ie$!t:ägesteUeriiv'auf4.־en'׳׳Sp׳i»nyQeken./ der ursprü!!•glich in den Rahmen der Frauehbeschäftigüng gehörte. Gewiß hätte * es R. ElieseFunit Freude, begrüßt*^ wenn jene Matrone ihm. eii^ Fpge yQrgeleit hätte»!!did' sittlichenden 2^weck* praktischen Wert, 'ethisches Ziel; gehabt oder ergeben hätte, für die tiefere Erfassung und vollköfflitrenere Lösung des Pffichtenlebens* - IVeil aber die an ihn gerichtete Fr^ge ihren EhtsprlftgÜttgsgiuhd töeM^rfjFöfprttttg ethjs^ier Interessen hatter Viefkehr ׳Ä.fIfjWSf.Bedeutung für« Gewinnung -oder; Hebung seelischer Werte war. däruü' verwies ft/;Flieser die ej^l^ste/Eidgestetterin ׳*das ttreigenlliehh Ärbeitsfeld der Frau* .< .;•'׳ n -':.׳;׳•'4^•;*•׳•׳ ׳ .Beide Falle, die Ausgangspunkt,‘ Belege pW Grundläge fürfdäs;Verbot des Thöi^itnterrichtes^d^ Ffatten bildein häben Merkwürdigerweise auch den ׳gehteiftsäMe« Zug» der eben sö recht :geeignet ist* uns dfe Verwirrurig Zit teigem ,der die Fratteii in die Arme laufen Würden, weiin sie däs ThorasttidiitiM als SelhstzweMc; belriebgn. In beiden Fällen handelt ersieh um eine Kritik dds g-ttliehen ^Waltetts, mit Käht'jtu sprechen» unreine fKritik der reinen Wernünft“ die־ dem weiblichen ,Gesehleeht in seiner^ ׳größten Tpile aber Wesensfremd und demzüloige geeignet ist» es ih der Regel, die von deh wenigen Altsnahmen• nur; bestätigt jndrd, aitf dbsdhüssige Bahn» sogar zu kritisoheh Betrachtungen der g-ttiiehen Huudlüngeh zu führen, Darum sollertj'tfhsere Töchter!im; Rahmen der ״praktischen Vernunft“; ihrer wahren Wesensart entsprechend'•' erzogen und gebildet werden. , Aber inner- •halb dieses •Rahmens sollen. und müssen sie geschult,• mit Thorakenntnis gründljcji und eindritiglich versehen‘ werden, damit sie ihren.;;hohen,^״..Von G-tt ihlien durch den Ausspruch 3ה תאמה [^^ יעקב zuerteilten' ewigen, unverjährbaren, aitszeichnemlen Beruf verstehen und mit Hingebung und Liebe, mit der ■Glut der Ueber- Zeugung, mit der Innigkeit der ׳ Bewlißtheit ausüben können, vqn dessen Erfüllung־ Sein' 11nid Nichtsein׳ abhängen.; .;׳ ■־ ״■■;■־•■■ . ■! . ■׳!:•:•:׳.;' •׳•;: Unsere Weisen erzählen uns zur Erläuterung der Prophetie des׳ Jesajahu, Kap.;!0, Vers 27: ״Und es־ wird sein an jenem Tage, da wird weichen seine Last von deiner Schulter, sein Joch von deinem Halse; es wird gebrochen werden׳ db&4 Jtfflhdurch das Oel.*‘ Durch das Oel, das der König Chiskijahu in den Synagogen .und L.ehrhäusern Zum Zwecke des Tliorästudiums verbrennen ließ, zerbracji das Joch Säncheribs. Chiskijahu ließ ein Sphwert am Eingänge jedes Lelirliauses aufpflanzen, mit der Warnung, daß jeder, der sich der •Forschung in der Thora entziehe, das Leben:;verwirkt ׳hübe, Die Wirkung dieser Maßregel war verblüffend. Man führte-nach, einer Zeit statistische Untersuchungen zur Feststellung geistiger Zustände MÜiuJch,. und es! ergab sich, daß von Dan. bis Berscheba4 kein Unwissender, von Gihas bi Äntipatros kein Mahn und keine Frau, kein Jüngling iihcl keine Jungfrau 'artgetroffen;wurden, die nicht־ in dpn‘schwierigen Vorschriften Uber טימאה ־■וטהרה vollkommen Bescheid gewußt hätten/ ' . ■ ' Der König ChiskijaKu fand bei seiner Thron besfeigung sehr zerrüttete ,Verhältnisse vor? •er’sann nach einem wirksamen Mittel Zur Regenerierung im‘ Iri'uem und zur Steuerung jedeF^Gefahr von außen, Er fatkl kein besseres! als Oel "t־!-!/ou-—■־—- in denen Männer und im Lichte des Thorawissens! für ihren heiligen jüclischen;Beruf ausgebildet Wurtleh/^Und dieses einfache,;ürischeinbare Oel wirkte Wunder. Es .zerbrach das Joch, Süncheribs. Die ganze antike;,5׳pclt konnte er erobern und unter die Herrschaft;s.cißflV •Tyrannei setzen,1 vor den.;Eoreh J.erüsalem^ brach sififi׳;in einer Nacht seine Kraft; däs die Lebrhälis'er. .und 'Geisjpr,;9rHellende Thbraöl. be siegte die lohe• Macht Viss^rifens." •!! Dieses!Beispiel Müssen auch wir in Unserer Zeit der, Nöte befolgen• Das probaje Mittel .Ghiskijahus müssen Wir in Anwenclunig־ bringet?. Lehrliäüser müssen wir errichten und erhärten; ‘in’1 denen Männer;und Frauen, Jünglinge 1!nd /Jungfräiien vsystematiscli lind methodisch •!für ihre;jüdisiohe' Mission' Örzögen werden. Wenn Wir es ,;in■'• der ׳Nachahmuhg des 'königlichen Beispiels; so weit gebracht liaberi werden, daß. unsere Männef und Frauen, unsere Jünglinge und Jungfrauen•'■' auch mit; Sicherheit und Gewißheit* üntersclieiden können werden .zAfischen טומאה und• טהרה, zwischeuj dem sittlich Reinen, lind Un•■ reinen,־ zwischen jüdisclieii Wahrheit und Kiilturlügen, zwischenunseren alten, geheiligten uncUieiligenden vieltauseiicljährigen Traditionen und1 den Einflüssen 1 der neuen .profanen und profanisierenderi« Zeitströmungen: dann wird unsere Zeit der Erlösung gekammen sein, dann ward auch unser OeUder dynamisch erzeuge elektrische Strom, zur Erleuchtung unserer Synagogen ׳und Lehrhäuser stärker sein . als, alle teuflische •Dynamik der die Welt an den Rand des ׳Abgrundes bringenden Politik der rohen Macht,yder Habgier- •und Tyrannei; dann wird Sich ,an der gTttlipl1en Maclft unseres modernes Oeles die sich selbst verg-tteriide Mitcht• aller modernen Assyrien und ׳Sancheribe brechen. ...;!lf, tußirsS TeppkhhaUS BÜeHler, Bratislava,’: ... ::'sw.' S Töfiikfizedifet ün&!*$01<|feri24 \ Lubiiiief Raw in 1 'ג:$ ■ Wien. —־ Geld auf däM Tigche. -3§-,; j'vFDer.iSb, JähfeMa^Mes^oseflttiitfliifi^Toleränzpäteuts'H wird^von der österreichischen Judenschaft gefeiert und§H ä&gifl Honoratioren (allerdings mehr Persönlichkeiten^; des ־ Gestern — wie z. B. Attbpfiäesprästdent Harnisch׳ — alsfiiölche von heute) ,dßWifi mifeF^im;•Lichterglanz|s| ejner*: solchen rechri grell, Feier stpt Midi! JCUvl, Vylwlll > UH ClllU'Cil« Ij L iclIBU el 'für,^Synagogen un,dv Lehrhäuser, 1. Weiber, Jünglinge Und Jungfrauen Während der;Grippe-Epidemie, sorgen Sie mehr für Ihre ׳ Gesundheit. Zum Muudäü'sspülen und Gurgeln \־erwenden Sie den Mertthol-Ffanzbranntvvein ALPÄ. Einige Tropfen ins Waserglas gotiügen. Sehr gut und erfrischend wirkt auch das Einatmen des: Aromas des ÄLPA. Zerstäuben Sie dem ALPA in, Wohn- und Gesellschafts־ räumen. Er■ desinfiziert die. •Luft.' . M Gegründet 1882 . ״•,Gegründet 1882 ןן | Lebensversicherüngs-Oesellschaft | Direktion: Wien I; Riemerg. ן GaraRtiemill8l EDde1930 1 fluszi '34 2560 י Millionen Schilling | 1511 Wiliigpeii Schilling! 378 . freilich erst soSy. , . wie wenigvon: jenen ' Zu-ä|: stätijJbn entfernt sind, denen das־‘ Toleranzpatent ein Ende•*:! setzen zu .wollen schien. Aber auch wenn wir den Blldklä, nach ginnen wenden, können wir als orthodoxe Juden nurä^. Mit. Wehtput Jeststellen/; daß; ,die ״ Reformbewegung ■ im;^ Jjidentitm durch dieses Edikt mächtige Imputse'...erfahrener*' hat ץ und geraäepn^^'^äflfFl^M^-^MaligfeK^öl’^reichtsehen; Juden^Haft; in Präg, 1Ptgf&Ärg: fand WffftfVon jeder^; ' TjoleJänz gegenüber.; dem; Althergebrachten; recht weit^ entfernt war. Man . kann auch äls ״Tolerierter“ sehr in-:‘^ tolerant; sein und nocb^'heüfe ist es söwohF1 ih? den euro-5t£ päischen Großgemeindens als auch in- Palästina oft sehr . ": notwendig,/ fr-r Toleranz.-..im .innerjüdischen Leben zuL'•"-:; fordern;:;‘‘■;‘־־׳::!:-!;׳׳;‘*;'; ׳־;::;!!»*;׳;;:!«:;:/: •/:!Hyß . . i. ", : . ■ . ' . ... * : .;,־ \ . Massenandrang. 'Turbulente Szenen., .;• Polizeiaüf- י\ gebot. Trotz Wirtschaftskrise und! gedrückten, Stimmung: versteht der Lubliner. Raw wie katirh ein ZWeiter; die •Massen zu'־' begeistern und man sieht so recht‘deut-1.1 . li'ch, < wie diese:! ,•Massen von Ostjuden in. Wien.:, nach geistiger; Anregung! lechzen. WEnn so: eine große Persön־ -; lichkeit aus der. Ferne kommt, wird es offenbar,; wie ׳ wenig in .Wien ,der. Masse , der : Juden; geboten^, wird. Hoffentlich werden ־!die: Führer der Wiener Orthodoxie aus dieser allgemein bekannten, wenn auch nicht immer sö augenfälligen' Tatsache 'einmal die ■nötigen1 Schlüsse . ziehen.;!Im großen'' F.estsaal ל des ״Bayrischen Hof“ drängen •;sich;;mehr als 700 Personen, die Galerie; ist von•: : Frauen dicht , besetzt: ׳ Der Raw spricht. Mehr als zwei,׳ Stunden datiert dic£e machtvolle Rede, die' unermüdlich ' aus seinem, Munde..strömt. Die Zuhörer; lauschen unermüdlich den Worten, die, von geistreichen Thoradeutun- .. gen durchsetzt, hauptsächlich den zwei Schöpfungen des ' Redners, dem Daf .Jörni und der Jeschiwa von Lublin gelten. ' Nur am' Schlüsse' noch1; einige Worte über * Schmiras Schäbbös — und über die. Aguda kein einziges ’ ^Mort. Gleichviel, ob ■ für jhn Daf Jomi, Jeschiwa lind... Säbbatschutz mit def A'guda-Idee identisch sind oder ” nicht, 5 gibt ■׳es zu׳ denken, daß eine der hervorragendsten Persönlichkeiten der Agud.a (der Präsident der polnischen ,Ländesorgahisatiori); im Laufe *׳ einer mehr als. zwei- , ständigen׳ Rede die Aguda mit keiner , Silbe erwähnt. ■ : ■’׳.*; '■■'■'• ■■•'• .’־ .. . .: •■'• - . : ::Noch eine äuffälleride :Tatsache: Unter , dem be- . zaubernden; Eindruck der Rede des Lubliner Raw fühlten■ ■ sich , viele Teilnehmer: »bewogen, sofort Beiträge für die Lubliner Jeschiwa auf das Rednerpult zu legen. In dem , ־ ausgepowerten Wien' also, in dem für nichts mehr Geld . zu haben ist, ..kann man doch noch Beträge ,aufbringen und es müT nur; eben immer das richtige Wort in der .richtigen Stimmung gesprochen werden, um aus den härtesten Felsen :Wasser heryprzubringen. Das versteht Rabbi' Schapira und so kam seine große Schöpfung zu- , stände: Die J es c h i w a s Chachme Lublin. ' ®| NACHRICHTEN 101 1930 Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Relgieo, HoUänÖ, Frähkreich, Spanien/ Itäiien,Ungarn, Polen, Jugoslawien, BulgarienliGfieehth׳s; land/ Rumänien, Palästina» Syrien, Türkei,-Tunis und A'egypten ׳ » 1)11i1i1111»1iw1i1111i1111111(1)1J111!]11ü " Ge11eralve1*sammlung der ״Frauenliilfe der Adass ..;,!/,•■׳ י. \ Jisroel. Am 30. v. M. fand unter Vorsitz der Frau• Rabbiner Fürst die Generalversammlung der ״Frauenhilfe. der Adass ’ Jisroel“ ' statt. Die Schriftführerin Frau Heny Schreiber erstattete ein Referat über die Tätigkeit des Vereines im abgeläufenen Jahre, worauf der Leitung das Absolutorium :erteilt ־,wurde. Der einstimmig. wiedergewählte Vorstand wurde durch die Wahl von acht Damen erweitert,׳’ und auch der Ausschuß durcli neue Mitglieder verstärkt; Nachdem .Frau Ernestine B 0 nd i die Anwesenden zu tatkräftiger Mitarbeit aufgefordert hatte, schloß die Präsidentin die Generalversammlung.'; ׳ 5־Uhr־Tee der ״Frauenhilfe“ der Adass Jisroel. Die geselligen Zusamriienkünfte der Frauenhilfe erfreuen sich von Woche zu Woche ivachsender Beiiebtheit. ־'׳ •,.■'v/'.. ' :־: Ganz abgesehen von‘ dem materiellen Ergebnis, ' welches notleidenden jüdischeu Menschen zugute kommt/ ,; ist auch der Ideelle Erfolg; nicht zu üriterschätzen, daß ׳ endlich einmal das bis dahin ganz brachliegende Gesell-! sc^aftsleben ־der :Wiener orthodoxen •jüdischen Fraueii Wiirzel zu fassen beginnt. Diese unscheinbaren Ö-Uhr-. Tees werden noch köstliche Früehte .^eitigeu! l Durch Caedankenaustausch kpromen wir tins näher,’ ״ wir alle wissen, unsere Aufgabe ist es, armen, bilfsbedürftigen Menschen zu helfen.; : ( ^AocM auch für die jüdischen, Frauen selbst, die so wenig;Mögli<?hkeit haben; Zerstreuung ühcl, Veflghbgeh äuüerhalb'.ihres Hauses •zu: finden, ist dieser ail^ochentr liehet 5dJhr/Tee im Hause ihrer Bekannten .ein־, will-' kohuneries Vergnügen.;' '■//■. v. :•’■v;/•‘'"•' ׳ י Nur;iu ihrem eigehen HeiM ist es möglich, die jüdische Frau richtig' kehnenTOieriiehn , -; , ״,־. / : Die Herrlichkeit der Frau Ist ihr -JHnus, TÄ! dieseju' ’Reiche dünkt jede Frau sich Königin, WH ■t«״»״״'• Frauen, bescheiden u»d% anspruchslos in kennen Lebens* 4967 41